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Thema: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

  1. #51
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    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    Dass Raubtierhaltung (und das sind Hunde nun mal) ökologisch die totale Katastrophe ist, ist mir jetzt auch klar. Aber naja, jetzt sind sie nun mal schon da . Gerade bei den Hunden finde ich gute Rassezucht aber wirklich gut. Weil das "Ergebnis" einfach super Hunde sind, mit tollem Charakter und 1A Gesundheit (habe hier gerade zwei Oldies, einen Yorkie aus unbekannter Herkunft, bei dem seit Jahren die Gesundheit immer mehr bergab geht, und einen finnischen Husky aus Spitzenzucht, der einfach nur topfit ist, trotz 1000e gelaufene km in seinem Leben). Ich bin auch selber am Überlegen eventuell zu züchten.

    Bei Eiern wie Milch habt ihr vollkommen recht, dieses Tiere sterben NIE eines natürlichen Todes. Sondern werden "entsorgt" sobald die Leistung nachlasst. Und sosehr ich dieses Vorgehen bei den Huskies hasse (das gibts in Kanada und Skandinavien teilweise...), hasse ich es auch bei anderen Tieren.

    Gestern habe ich übrigens noch ein bisschen Milch-gesurft... und die krassesten Argumente hab ich ausgerechntet von der französischen Propagandaseite für Kalbsfleisch bekommen (ja, hier laufen auch Werbespots für Kalbsfleisch im Fernsehen!). Die sagen die Kälber werden nach 1 bis 2 Tagen von der Mutter getrennt (vorher kriegen sie noch das Kollostrum) und dann zu zweit oder in Gruppenhaltung aufgezogen. "wo jedes Kalb Platz genug hat sein natürliches Verhalten auszuleben. Und sich sogar ausgestreckt auf den Boden legen kann!" --> Wow, das muss ja MEGA viel Platz sein *ironie* !

    Die Kälber, bei denen am Fleisch dann steht "Unter der Mutter aufgezogen", dürfen ganz einfach 2 mal am Tag kurz zur Mutter um zu trinken...nicht mehr! Ich dachte die wachsen da wirklich gemeinsam mit der Mutter auf...

    Die meisten Kälber kommen aus der Milchproduktion. ca. 70% der geborenen Kälber in den Milchbetrieben werden verkauft, nur 30% bleiben dort um auch Milchkühe zu werden. Von den Verkauften werden ca. 70% im Alter von 5 bis 6 Monaten als Kalbsfleisch geschlachtet, die anderen dürfen ein bisschen älter werden und sind dann Rindfleisch... Die meisten Milchkälber werden deswegen als Kalb geschlachtet, weil sie nicht das tolle Fleisch wie Fleischrassen haben...

    Ganz ehrlich, mir verging da ganz prächtig die Lust auf Milch... Und diese Info kommt von einer Pro-Seite, wo also alles so viel beschönigt ist wie nur geht ("artgerechte, ausgewogene Ersatzmilch" fürs Kalb).

  2. #52

    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    Zitat Zitat von Jaakko Beitrag anzeigen
    Dass Raubtierhaltung (und das sind Hunde nun mal) ökologisch die totale Katastrophe ist, ist mir jetzt auch klar. Aber naja, jetzt sind sie nun mal schon da . Gerade bei den Hunden finde ich gute Rassezucht aber wirklich gut. Weil das "Ergebnis" einfach super Hunde sind, mit tollem Charakter und 1A Gesundheit (habe hier gerade zwei Oldies, einen Yorkie aus unbekannter Herkunft, bei dem seit Jahren die Gesundheit immer mehr bergab geht, und einen finnischen Husky aus Spitzenzucht, der einfach nur topfit ist, trotz 1000e gelaufene km in seinem Leben). Ich bin auch selber am Überlegen eventuell zu züchten.
    Obwohl ich Hundefreund bin, mag ich eigentlich keine Rassehunde. Eben weil da eine widernatürliche Zucht dahintersteckt. Evolution ist natürlicherweise mit permanenter Entwicklung gleichzusetzen. Zucht richtet sich jedoch nach Perfektion und Perfektion wiederum lässt keine Entwicklung zu. Was glaubst du warum so viele Rassehunde artspezifische "Rassekrankheiten" entwickelt haben? Siehe die kaputte Hüfte beim Rotti.

    Mir gefallen z.B. Dobermänner. Aber von Natur aus gibt es keine Dobermänner. Diese Tiere sind unter´m Strich nur das Ergebnis menschlichen Zuchtwahns. Der Hitler hatte ja auch so eine perverse Rassentheorie - diesen Vergleich finde ich gar nicht mal so unpassend. Und ich finde es schlicht unter aller Sau das heutzutage jeder Arsch Hunde züchten darf. Das müsste per Gesetz stark erschwert werden. Ebenso die Haltung von Hunden.

    Mein Grosser war ja ein Dobi-Rotti-Mix und den habe ich zwar von einem Züchter aber nur weil er ihn loswerden wollte. Er hatte einen Gen-Defekt und hätte dem Züchter keinen Gewinn eingebracht. Ich habe ihn quasi gerettet und ein schönes Leben ermöglicht. Momentan habe ich noch eine Jack-Russell-Mix-Hündin und werde mir, wenn sie das zeitliche gesegnet hat, auch wieder einen Hund anschaffen. Aber nur einen Bastard bzw Mischling, der relativ klein ist - eben wegen dem "Fütterungsproblem". Ein Rassehund vom Züchter käme für mich definitiv nicht in Frage.

    Zitat Zitat von Jaakko Beitrag anzeigen
    Bei Eiern wie Milch habt ihr vollkommen recht, dieses Tiere sterben NIE eines natürlichen Todes. Sondern werden "entsorgt" sobald die Leistung nachlasst. Und sosehr ich dieses Vorgehen bei den Huskies hasse (das gibts in Kanada und Skandinavien teilweise...), hasse ich es auch bei anderen Tieren.
    Auch hierzulande gibt es die "Hunde-Entsorgung" noch. Siehe Polizei- und Security-Hunde. Ein ehemaliger Bekannter von mir kam aus der Security-Branche. Da wird kein Hund älter als 4 oder 5 Jahre.
    Einmal Onkelz - immer Onkelz!!

  3. #53

    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    Bei der Hundezucht ist es halt wie bei so vielem... 80% pfuschen irgendwie herum und 20% machen einen richtig, richtig guten Job. Wenn ich sage "Hundzucht find ich gut", meine ich natürlich nur die richtig gut durchdachte. Wenn "Rassehund = voller Erbkrankheiten", dann ist ja offensichtlich echt ALLES falsch gemacht worden, was man falsch machen kann (wie eben das Züchten auf Optik, und nicht auf Wesen und Gesundheit). Aber wenn gute Rassezucht aber Erbkrankheiten jeder Art wie auch Wesensprobleme verhindert, dann kann man es nur gut finden. Wie gesagt, ich habe hier einen 12jährigen Husky, ehemaliger Zuchtrüde. Einfach voll der Hammerhund (sein Name ist Jaakko ;-) ), in Wesen (hoch intelligent, total souverän und entspannt), Optik, Gangwerk (trotz seines Alters hat er mit Abstand die fliessensten Gänge von allen) und Gesundheit (12 Jahre und nur einen Hauch Arthrose im Rücken). Mein Yorkiemix ist 14, hat deformierte Knie (Patellaluxation beidseitig), immer stärker werdende Arthrose seit er 9 (!!) ist und seit er 12 ist auch noch eine teilweise Lähmung des Hinterteils...

    ACH JA, kleines Update! Ich habe jetzt auch mal mit meinem Mann über den Vegetarismud/Veganismus (für ihn ist alles das Gleiche, von Veganismus hat er überhaupt noch nie was gehört) gesprochen. Bis jetzt habe ich ja einfach getan, ohne viel darüber zu reden. Ich habe ihm gesagt, dass ich das ursprünglich nur testweise machen wollte, jetzt aber wohl dabei bleibe. Überraschenderweise hat er darauf voll positiv reagiert (vor ein paar Wochen hatte er ja voll Angst, dass ich ein aggressiver, extremistischer Hippie werden, wenn ich Vegetarierin werde). Und meinte nur: WENN es möglich ist sein Protein auch aus Pflanzen zu kriegen, ist er voll dabei! Und ich kann ihm ruhig weiter so lecker Zeug kochen !

    Find ich super! Denn er ist echt mit dem totalen Fleisch-kult aufgewachsen und jetzt wurde ihm auch noch von so einem Diätbuch eingetrichtert, dass je mehr (mageres) Fleisch = desto mehr gesund.

    Hab ihm schon von dieser Seite erzählt: http://www.veganbodybuilding.com/?page=bio_avi und werde sie ihm auch zeigen. Von wegen "Fleisch ist ein Muss für jeden Mann, der Muskel aufbauen und halten will.".

    Wir haben dieses Wochenende übrigens Besuch und die werden von mir vegan bekocht. Heute Abend gibts Lasagne mit dieser http://storage.canalblog.com/06/11/3...44146378_p.jpg Torte als Nachspeise.

    Morgen früh hätte mein Mann gerne Crêpes, die ich also kuhmilch- und eilos machen werde. Mal sehen!

    Heute mittag gabs übrigens gerillte Hokkaidowürfel mit gegrillten Kürbiswürfel (halt so ein Standardkürbis), Kichererbsen, Zwiebel und flüssige "Mozzarella"-sauce (habe ein megageniales Rezept für veganen Mozzarella gefunden).
    Grüsse,
    Iris und die Hundebande

  4. #54

    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    Zitat Zitat von Jaakko Beitrag anzeigen
    Mein Yorkiemix ist 14, hat deformierte Knie (Patellaluxation beidseitig), immer stärker werdende Arthrose seit er 9 (!!) ist und seit er 12 ist auch noch eine teilweise Lähmung des Hinterteils...
    Genau diese Sch...meinte ich. Wenn man bedenkt, wieviele Hunde heutzutage unter solchen "Rassekrankheiten" leiden kann man getrost davon ausgehen, das 80% aller Züchter nur "rumpfuschen". Deshalb bin ich ja wie gesagt der Meinung, das die Auflagen für eine Hundezucht viel strenger sein müssten. Auch quellen die Tierheime über und es wird trotzdem fleissig weitergezüchtet.

    Zitat Zitat von Jaakko Beitrag anzeigen
    Überraschenderweise hat er darauf voll positiv reagiert (vor ein paar Wochen hatte er ja voll Angst, dass ich ein aggressiver, extremistischer Hippie werden, wenn ich Vegetarierin werde). Und meinte nur: WENN es möglich ist sein Protein auch aus Pflanzen zu kriegen, ist er voll dabei! Und ich kann ihm ruhig weiter so lecker Zeug kochen !
    Cool! Die meisten Omnis lassen sich nicht überzeugen und behalten ihren nutzlosen Fleischkonsum bei. Vegetarische/vegane Ernährung ist heutzutage problemlos möglich. Ich bin jetzt seit 2 Jahren dabei und kann nicht sagen das mir irgendwas fehlt weder geschmacklich noch gesundheitlich. Bin immer noch ein ganzer Kerl!

    Zitat Zitat von Jaakko Beitrag anzeigen
    ...und flüssige "Mozzarella"-sauce (habe ein megageniales Rezept für veganen Mozzarella gefunden).
    Her damit!
    Einmal Onkelz - immer Onkelz!!

  5. #55

    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    Du führst einen Konflikt mit deinem Gewissen und doch stellt sich am Ende die Frage, wie willst du beurteilen ob ein Tier leidfrei und schmerzlos gestorben ist, glaubst du das es möglich ist Tiere tot zu streicheln, oder das diese Selbstmord begehen nur um auf deinem Teller zu landen?

    Tiere haben genau wie wir eine Existenz Berechtigung und eine "artgerechte" Haltung gibt es nicht, so lange der Mensch darüber bestimmt wie diese auszusehen hat.

  6. #56

    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    Äh, glaubst du wirklich in der Natur geht es besser zu? Leidfreier?

    Wir sind doch im Endeffekt auch nur Tiere wie alle anderen, warum sollen wir also nicht wie alle anderen auch unsere Spuren hinterlassen dürfen? Klar, wir haben Hirn, und deswegen eine gewisse Verantwortung für unser Tun, das andere Tiere nicht haben (können). Aber "Töten um zu essen" finde ich nicht verwerflich an sich. Und ein Tier, das von einem anderen gerissen wird stirbt DEFINITIV nicht schmerz- und angstlos, ganz im Gegenteil, das ist unglaublich grausam (ewiger Todeskampf, noch lebendig angefressen werden...).

    Ich bin massiv gegen Massentierhaltung und den industriellen Umfang, den die Tierhaltung heutzutage angenommen hat. Aber nicht gegen Tierhaltung an sich. Meiner Meinung nach geht es unseren Hunden (im Rudel leben, kriegen täglich was zu fressen, bekommen Zuwendung und Beschäftigung) besser als dem durchschnittlichen Wildwolf (stirbt mit maximal 6 Jahren weil elendig an Krankheit krepiert, erschossen, vergiftet oder vom Auto überfahren...).

    @neffe
    Mein Yorkie ist aber eben KEIN Rassehund aus guter Zucht (er ist als Yorkie auch 8 kg schwer...so viel zu reinrassig). Er kommt wohl aus so einer Hunde-vermehrungs-fabrik aus Tschechien oder der Slovakei. Aber Yorkies werden heutzutage eh viel zu wenig auf Gesundheit geprüft und gezüchtet... weswegen ich auch lieber bei den "Arbeitsrassen" bleibe!

    Ach ja, hier also Vegane Mozzarella:

    Für eine Portion (auf Nudeln oder Pizza oder für eine Person und eine Mahlzeit):

    2 EL "Fecule de pomme de terre" (ich denke das ist auf Deutsch so was wie "Erdäpfelstärke"?)
    6 EL Sojamilch
    1 EL Sojacuisine
    1 EL vegane Margarine
    3 EL Sojajoghurt
    Prise Salz
    evtl. Hefeflocken (je nach Geschmack)

    In einer anti-haft beschichteten kleinen, kalten (!) Pfanne alle Zutaten bis auf das Joghurt gut verrühren und erst dann langsam unter ständigem Rühren erhitzen. Sobald das Ganze etwas eindickt, den Joghurt dazurühren und dann einfach alles weiter reduzieren, bis man die gewünschte Konsistenz hat.

    Wenn man bei "mittelflüssig" aufhört, kann man das Ganze gleich über Nudeln oder Pizza giessen.
    Oder man macht weiter bis sich der "Mozzarella" beim rühren anfangt sich von der Pfanne zu lösen, formt dann eine Kugel und gibt sie ein einem eingeölten Behälter 6-8 Stunden in den Kühlschrank. Man kann das Teil dann sogar schneiden und aufs Brot tun!

    ACH JA: Langsam hat sich das "Vegan essen = normal" so ins Hirn eingebrannt, dass ich mich teilweise bewusst im Gedanken dabei ertappe mit einem "Hoppala, das ist ja nicht vegan!", wenn ich auswärts bin. Denn Crèpe, Marillenknödel, Brioche und co. sind nun mal bei mir zu Hause vegan, ausserhalb aber nicht...

    Gestern gabs übrigens vegane Lasagne (von allen als Lecker befunden!) und danach wirklich diesen veganen Birnenkuchen (lecker aber noch verbesserungswürdig, habe aber auch wohl etwas zu viel herum improvisiert). Heute Früh dann vegane Crèpes und zu mittag wohl Gnocci mit Kürbis - "Mozzarella" - Sauce. Oder Rohnen - Senf Sauce? Werd ich dann kurzfristig entscheiden!
    Grüsse,
    Iris und die Hundebande

  7. #57

    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    hallo Iris

    bei Restaurants habe ich auch meine Probleme, es gibt nicht viele wo ich noch gerne
    essen würde. Das Problem ist, das die Köche total auf Fleisch fixiert sind, und ohne Fleisch nichts
    gescheites kochen können, zumindest im Westen .
    In Indien gibt es viele Restaurants die rein vegetarisch sind, seit ich da war, ist vegetarisch kochen
    für mich die wahre Kochkunst.
    Natürlich gibt es hier auch nette Köche, ich lese gerne den Blog von http://www.anonymekoeche.net/
    da komme ich manchmal ins Zweifeln, weil ich weiss das es da durchaus sehr leckere Sachen mit Fleisch
    gibt..
    aber dann denke ich an die Tierhaltung und daran das tierisches Fett schädlich für meinen Kreislauf ist..
    lg Armin
    „Das Leben ist, was die ganze Zeit stattfindet, während wir mit anderen Dingen beschäftigt sind!“ John Lennon

  8. #58

    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    Zitat Zitat von Jaakko Beitrag anzeigen
    Ach ja, hier also Vegane Mozzarella:

    Für eine Portion (auf Nudeln oder Pizza oder für eine Person und eine Mahlzeit):

    2 EL "Fecule de pomme de terre" (ich denke das ist auf Deutsch so was wie "Erdäpfelstärke"?)
    6 EL Sojamilch
    1 EL Sojacuisine
    1 EL vegane Margarine
    3 EL Sojajoghurt
    Prise Salz
    evtl. Hefeflocken (je nach Geschmack)

    In einer anti-haft beschichteten kleinen, kalten (!) Pfanne alle Zutaten bis auf das Joghurt gut verrühren und erst dann langsam unter ständigem Rühren erhitzen. Sobald das Ganze etwas eindickt, den Joghurt dazurühren und dann einfach alles weiter reduzieren, bis man die gewünschte Konsistenz hat.

    Wenn man bei "mittelflüssig" aufhört, kann man das Ganze gleich über Nudeln oder Pizza giessen.
    Oder man macht weiter bis sich der "Mozzarella" beim rühren anfangt sich von der Pfanne zu lösen, formt dann eine Kugel und gibt sie ein einem eingeölten Behälter 6-8 Stunden in den Kühlschrank. Man kann das Teil dann sogar schneiden und aufs Brot tun!
    Und das schmeckt auch wie Mozzarella? Für mich sieht das aus wie Hefeschmelz nur mit mehr Sojageschmack und weniger Würze... :grübel:
    Zitat Zitat von Jagdfreund

    Jäger-Omni-Idiot, Junge, Junge.
    Geht's noch, du Vollpfosten?


  9. #59

    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    Ne, schmeckt natürlich nicht WIRKLICH wie Mozzarella. Sieht aber so aus, man kann es fast gleich verwenden und es schmeckt total super. Es ist deutlich fetter als normaler Hefeschmelz (den ich nur mit einem Hauch Öl mache) und mir kommt daher so richtig das Mozzarella-feeling auf.

    So, ich ziehe jetzt Bilanz! Ich bin jetzt in meiner 4ten veganen Woche und hier mein Gedankenstand:

    "Vegan werden ist nicht schwer, es zu bleiben dagegen sehr!"
    Ich finde es war nicht schwer vegan zu werden. Küchentechnisch war ich ja schon gut vorgebildet und kann mir also ohne Problem lecker Zeug aus Obst, Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte zaubern. Sojazeug habe ich viel ausprobiert. Sojajoghurt ess ich nach wie vor in rauhen Mengen, Sojamilch habe ich durch selbstgemachte Hafermilch ersetzt (billiger und besser). Mit Tofu habe ich viel herumprobiert, ich komm aber einfach auf keine grünen Zweig, ich finde das Zeug hat einfach die Konsistenz von Topfen und schmeckt nun mal nach Soja. Als Süssspeise mag ich ihn, aber pikant gibt er mir einfach nichts. Auch habe ich das Gefühl ich vertrag ihn nicht, ich krieg Bauchweh und Verdauungsprobleme davon.

    Putzzeug und Hygieneprodukte werden nach und nach durch vegane ersetzt. Kostet ja kaum mehr, und man verbraucht es ja eh nur in so kleinen Mengen. Teilweise ist es aber recht knifflig, wie zB bei meinem Turnschuh-desinfektions-spray (noch keine Lösung gefunden).

    Ich gestehe, ich tu mir teilweise schwer nicht aus Reflex zu unveganem Essen zu greifen. Ich finde nach wie vor, dass Schweinsbraten und Würstel gut riechen, auch wenn ich definitiv keine "arme Sau" mehr essen will. Trotzdem ertappe ich mich im Gedanken oft im letzten Moment. Wenn nur noch ein Stück am Teller liegt, und ich abräume. Wenn kleine Futzel auf der Arbeitsfläche herumliegen und ich sauber mache. Wo man früher einfach alles schnell mal in die Mund geschmissen hat und es isst, räum ich es heute weg und schmeiss es weg, geb es den Hunden oder bewahre es meinem Mann im Kühlschrank auf.

    Als Veganer schmeckt das Essen leider fast nirgendst so gut wie daheim. Daheim kann ich mir halt lecker Hefeschmelz auf die Pizza machen. Und bin deutlich kreativer mit Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchten. Aber auch in Restaurants habe ich schon super Gemüse bekommen, ich finde also auch in Restaurants muss man sich als Veganer nicht schämen.

    Meine Umgebung ist noch immer kaum eingeweiht. Für sie esse ich einfach kein Fleisch mehr. Dass auch Eier und Milchprodukte nicht mehr drin sind, haben sie glaub ich noch nicht so recht durchschaut (die denken wohl ich bin auf Diät). Ich warte aber einfach bis man mich fragt. Denn dann ist es keine Überraschung mehr. Sondern es wissen eh schon alle, was ich esse und was nicht.

    Nach wie vor weiss ich nicht, warum ich eigentlich Honig und Meeres"früchte" nicht esse. Und bin am Herumgrübeln, ob es nicht einen Weg gibt an den B12-Tabletten vorbei zu kommen. Also ein Nahrungsmittel tierischer Herkunft finden, dass ich ohne moralische Probleme essen könnte. So à la "Eier von glücklichen Hühnern". Nur dass ich weder von der Intensiv-leistungszucht von Hühnern, noch von Kühen was halte. Milchindustrie ist für eine Kälber-fabrik, so was will ich nicht unterstützen. Und Milch von der "glücklichen Kuh" gibts ja nicht, weil die die Milch ihrem Kalb geben würde und fertig. Ganz ehrlich, auch wenn unsere Hündinnen mal gedeckt werden sollten, käme ich doch nie im Leben auf die Idee denen ihre Milch abzuzapfen, während sie die Welpen säugen *tipp mir ans Hirn*. Und die selber zu trinken. Also echt... ich brauch keine Tiermilch mehr.

    Ich finde es ist relativ einfach Fleisch, Milchprodukte und Eier zu meiden. Was schwieriger ist bei jedem Fertigprodukt (im Geschäft, Restaurant oder bei Besuch) nein zu sagen, weil man weiss, dass da Tierprodukte drin sind. Weil man es halt nicht direkt sieht... und immer erst sein Hirn einschalten muss. Nix mit hirnlosem "einfach mal reinbeissen". Aus dem Grund habe ich auch massig vegane Kekse und Schoko daheim. Ich ess das Zeug total selten, aber wenn ich mal Frust habe und einfach nur Lust habe mich vollzufressen... In so einem Moment bin ich mir nicht sicher, ob ich den Nerv habe Inhaltsangaben zu lesen und dann unveganes Süsszeug wieder zurückzulegen und Karotten zu knabbern. So greif ich dann einfach blind in meine Kiste mit veganen Kalorienbomben (Cookies und Schokokekse) !

    Nach wie vor bin ich noch nicht einer klaren Meinung, was das Töten und Essen von Tieren angeht. Ist auch etwas knifflig, da ich ja meine Hunde weiterhin überwiegend fleischlastig ernähren muss. Und ja, ich habe mich über vegane Hundeernährung eingelesen, aber ich hab da Angst um die Gesundheit der Hunde. Ich sag mir auch, dass in der Natur ja auch kein Tier alt wird, sondern im Durchschnitt im besten Alter gewaltsam umkommt (Wölfe zB werden in freier Natur ca. 6 Jahre alt, in Gefangenschaft bis zu 14). Warum sollten also nicht auch wir Tiere töten dürfen um uns zu ernähren?

    Andererseits weiss ich für MICH einfach, dass ich nicht den Nerv habe ein Tier zu töten, nur weil ich Lust auf Fleisch habe, oder weil es mir zu blöd ist B12 Tabletten zu nehmen (was ich wirklich blöd finde). Und wenn ich es nicht tun würde, will ich auch nicht dass es andere für mich tun, damit ich mein Fleisch klinisch sauber im Plastikschälchen kaufen kann (brrr, da grausts mir fast)... Gleich wenig wie ich vorhabe unseren Berny zu essen, wenn er in ein paar Monaten eingeschläfert wird (Berny ist ein Yorkie, 14 Jahre alt und im Endspurt...), habe ich Lust die Kuh aus der Weide gegenüber umzubringen um ein Fleisch zu essen. Oder Kälber wie am Fliessband produzieren zu lassen, damit ich Kuhmilch trinken kann... Oder Küken in Milionen shreddern zu lassen, damit ich ein Ei in den Kuchen tun kann...

    Ich hab übrigens ein super Interview mit einem französischen, veganen Arzt (allgemein) gefunden. Der echt Fakt für Fakt erklärt, warum es nicht ungesund ist (im Gegenteil) sich vegan zu ernähren (WENN man B12 supplementiert). Das werde ich wohl der Schwiegermutter unter die Nase halten, wenn sie mir mit "Aber der Mensch BRAUCHT Fleisch!" kommt.

    Nach wie vor ist für mich das Problem Hundehaltung + Veganismus ein gordischer Knoten. Eigentlich passt das null zusammen, aber andererseits fahr ich so auf Hunde ab... Das Argument "Aber es schmeckt doch so gut!" habe ich praktisch ohne Probleme ins All geschossen, aber bei den Hunden geht das doch viel tiefer... wir trainieren im Moment 4 mal die Woche bei jedem Wetter und es ist einfach nur so genial... ich glaube nicht, dass ich das aufgeben könnte...
    Grüsse,
    Iris und die Hundebande

  10. #60

    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    Für Caprese probier mal Pfeffertofu oder Basilikumtofu aus, in dünnen Schieben mit Tomate abwechselnd auf einen Teller/Platte schichten, mit frischem Basilikum reichlich garniereun und ein leckeres Balsamicodressign drüber geben.
    Die Menschheit lässt sich keinen Irrtum nehmen, der ihr nützt.

  11. #61

    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    Hallo Iris

    Also, ich kann nur sagen, ich finde du bist auf dem richtigen Weg, denn: Du denkst nach!
    Damit fängt jede gute Veränderung an.

    Ich habe früher mit den selben "Argumenten" wie du sie benutzt mein Leben verbracht... jetzt bin ich Veganer.

    Und Veganer zu werden war eine Entscheidung sowohl aus Mitgefühl für alles Leben, als auch aus Egoismus.
    Aus dem Egoismus gesund und glücklich sein zu wollen ...und ohne Schuld.

    Du hast Hunde. Würdest du deinen Hund töten und essen? Nein. Er ist dein Freund, dein Begleiter. Du liebst ihn und er liebt dich zurück wie es nur dein Hund kann.
    In Teilen Asiens halten sie Hunde in Massen wie wir hier Kühe. Wegen ihrem Fleisch und ihrem Fell.

    Dir kommt das bestialisch vor?
    Kühe können auch lieben. Schafe auch. Und Schweine ebenfalls. So fast alles was ein Gesicht hat, ist fähig eine Beziehung oder Bindung aufzubauen. Und alles was lebt, will vor Allem eines: leben.

    Wir Menschen haben im Gegensatz zu (Raub-)Tieren die Möglichkeit ohne Fleisch(-Mord) und tierische Produkte zu leben und zwar gut. Wir können nachdenken, die Konsequenzen abwägen die unser Handeln mit sich bringt, unser Handeln in Frage stellen.
    Und abwägen ob ein Verzicht für uns schwerer wiegt oder zu ertragen ist als Ausbeutung und Mord an einem Anderen.

    Was Restaurants angeht: Daheim schmeckts eh am Besten.
    Was die Nachbarn und Esseneinladungen angeht: Wenn du hinter deiner Überzeugung stehst, läßt sich ein knatschiger Nachbar mal vertragen - du weißt ja wofür es gut ist.
    Und was die ländliche Abgeschiedenheit angeht: Es gibt herrliche vegetarische und vegane Versandhandel. Ich bin mir sicher bei euch gibts einen Postboten ;-)

    Der könnte dir dann auch gleich ein paar tolle Bücher anliefern, in denen du nachlesen kannst, warum es sich lohnt mit der Fleischfresserei aufzuhören.

    Liebe Grüße und viel Erfolg auf dem richtigen Weg

  12. #62

    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    Buchtipps nehme ich gerne an. Auf meiner Bestell-Warteliste hab ich schon mal "Food Revolution" drauf, hätte aber noch ein, zwei andere.

    Mein Haupt-gewissenskonflikt ist inzwischen "Töten ist natürlich" und "ICH will aber nicht töten.". Naja, eigentlich ist der Konflikt schon fast geregelt. Weil ICH nun mal nicht töten will, egal ob es natürlich ist oder nicht. Bleiben nur noch die Hunde, die ja wirklich Berge von Fleisch (in unserem Fall Fisch) fressen (grob 100kg im Monat)...
    Grüsse,
    Iris und die Hundebande

  13. #63

    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    So, inzwischen weiss auch die Schwiegermutter (begeisterte Köchin, bei der wir auch Weihnachten feiern werden) dass ich Vegetarierin bin, aber auch keine Milchprodukte mag. Sie denkt wohl, ich will abnehmen und deswegen keine Butter und Crème Fraiche mehr essen. Denn dass ich kein besonderer Fleisch/Käse Fan bin, ist eh nix neues.

    Noch immer verstecke ich mich hinter der "Ich esse nix Tierisches mehr als Versuch meine Allergie los zu werden." - Erklärung. Das finden die Leute anfangs zwar etwas krass (was????? keine Milchprodukte????), nachdem ich aber erkläre, dass das voll easy ist, sind alle voll dabei und helfen sogar (braten Gemüse extra in Öl statt Butter an).

    Die wahren, ethischen Gründe und das Wort Veganismus (kennt hier echt absolut NIEMAND!) zu erklären, dafür fühle ich mich noch nicht fit genug... Ich habe keine Lust zu missionieren und den Leuten auf den Schlips zu steigen. Noch dazu wo hier echt jedes Essen automatisch volle Fleisch-orgie ist (Frankreich ist da echt der volle Hammer...). Heute hatte ich echt hart zu kämpfen, da gabs bei der Schwiegermutter "Pierrade"... also grosse Teller mit rohem Fleisch auf dem Tisch, dass jeder selber auf nem heissen Stein bratet. Würg!!! Noch dazu gabs Rindernieren, das Zeug stinkt echt bestialisch, brrrr.... Aber für mich gabs Riesenportion Kohl, Endivien, Champignons und "Cardons" und von den 10 angebotenen Saucen waren sogar 4 vegan *yeah*! Nachspeise habe ich geliefert und war also 100% veganer, österreichischer, gezogener Apfelstrudel.

    Mein Mann checkt langsam, dass ich irgendwie auch kein Ei und Milchprodukte mehr esse. Letztens hat uns die Nachbarin unvegane Ferrero Rochers geschenkt und mein Mann meinte scherzhaft "He Iris, das kannst du nicht essen, das ist ja kein Gemüse!" und ich meinte mit vollem Ernst: "Da hast du recht, das ess ich nicht, hat ja auch seine guten Seiten, dass ich jetzt anders esse!".

    Jedenfalls werde ich langsam anfangen, meine Schwiegermutter auf Weihnachten vorzubereiten. Dass ich da praktisch 80% von dem was sie kocht nicht essen werde. Foie gras, Pasteten, Ente und als Nachspeise die "buche de noel", so eine Art Bisquitroulade mit Buttercrème drin. Mal sehen, vielleicht fühl ich mich bis dahin ja sogar fit genug von allem eine leckere (weil vorher trainiert und von meinem Mann als lecker befunden), vegane Alternative für alle zu kochen! So dass alle die Auswahl aus vegan und nicht-vegan haben. Bei foie gras sehe ich schwarz, aber einen lecker Braten und so eine Bisquit-Crème Roulade, das könnte ich schon gut hinkriegen! Da packt mich fast mein köchischer Ehrgeiz ;-) .

    Ach ja, was nicht so tolles. Seitdem ich vegan bin, habe ich mehr oder weniger massive Probleme mit der Verdauung (Blähbauch, Bauchweh und Durchfall morgens, krasse Bauchgeräusche, Gase, recht unschön). Es ist wie verhext, ich finde die Ursache einfach nicht. Anfangs dachte ich, es ist das konzentrierte Soja (Tofu, Sojaprotein,...), aber jetzt meide ich das schon seit fast einer Woche und immer noch kaum Verbesserung. Habe also versuchsweise mal ein paar Tage lang auch keine Hülsenfrüchte gegessen, aber irgendwie merke ich auch da keinen merklichen Unterschied. Habt ihr noch einen Tip?

    Ich koche recht fettarm (Fett in grossen Mengen vertrage ich definitiv nicht mehr gut) und im Moment hauptsächlich auf Basis von Gemüse, Obst und diversen Getreiden (viel Weizen als Mehl, Nudeln, Bulgur oder ganzes Korn, Quinoa, Erdäpfel). Gemüse und Obst je nach Lust und Laune roh oder gekocht (im Moment ca. 40/60). Normalerweise auch ein mal am Tag 50g Linsen/Bohnen/Kichererbsen mit viel Gemüse und etwas Weizen.

    Langsam wird das nervig, weil ich es nicht recht erklären kann. In den ersten 2 Wochen hab ich mir gesagt, das ist die Umstellung und das vergeht schon von selber. Aber jetzt ist schon die 4te Woche um und noch immer keine Verbesserung.
    Grüsse,
    Iris und die Hundebande

  14. #64

    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    Foie Gras? o.O
    Menschen sind echt die größten ignoranten Arschlöcher auf diesem Planeten und das darf man ihnen auch gerne mal so sagen, damit sie einen hassen und ihren Selbsthass und ihre Eigenverachtung auf den, der es ihnen aufzeigt, projizieren können, anti kognitive Dissodingens, zum Besserfühlen. Vor allem die, die mir jetzt für diese Aussage wieder Misanthrodingens vorwerfen werden.
    So ähnlich wie bei dem Nazi aus dem besten Ärzte-Lied ever.
    Hier gibts noch ein schönes Video zu Foie Gras, das sich bestimmt bei Deiner Familie zu Weihnachten auf dem Fernseher gut machen würde.



    Was die Verdauung betrifft: Vielleicht musst Du Dich umgewöhnen. Schließlich sollte eine innerliche Sanierung passieren, wenn man für den Körper ungeeignete Lebensmittel wegläßt. Und diese Sanierung geht eben oftmals mit Erstverschlimmerungen einher, so wie viele andere Krankheiten, die Du unbedingt mit Tabletten unterdrücken solltest, damit die Pharmalobby nicht arm wird!

    *sarkasmusmode off*

    Vielleicht liegts auch am Gluten, gerade wenn Du viel Weizen isst (Seitan.. -.-). Ich habe selbst die bisher ungeklärte Vermutung bei mir. http://www.vegetarierforum.com/threa...-Z%C3%B6liakie

    Ansonsten kann ich nur sagen, mach weiter, bleib stark und traue Dich auch, für das einzustehen, was Du tust. Du stehst damit nicht alleine da.
    Geändert von funkymunky (15.11.2010 um 15:03 Uhr)
    Zitat Zitat von Jagdfreund

    Jäger-Omni-Idiot, Junge, Junge.
    Geht's noch, du Vollpfosten?


  15. #65

    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    Foie Gras... ein dunkles Thema. In Österreich kannte ich das Zeug nur von Hörensagen und sogar da wurde immer schon dazugesagt, dass die Herstellung total grausig ist. Aber hier in Frankreich... da wird das Zeug in der Weinachtszeit echt en masse gegessen! Ehrlich, wie in österreich die Leberwurst... Da gibts das teure Edelprodukt im Glas, bis zur billigen Discounter-foie gras aus der Dose. Und über das Gänsestopfen... da denkt einfach keiner nach. "Aber bis kurz vor dem Stopfen (gute 2 Wochen) haben die Gänse ein voll geiles, freies Leben!", äh, ja, heisse 3 Monate lang! Eine Gänseleber-gans lebt also heisse 4 Monate lang, wow *sarkasmus*! Ehrlich, hier lauft sogar im RADIO Werbung für foie gras! So à la "Für ein nettes Weihnachten mit der Familie... friss foie gras!" *kopfschüttel*

    Also Frankreich ist sicher eines der anti-vegansten Länder Europas. Das hat eine so krasse Fleisch - Butter - Crème Fraiche - Käse Tradition wie wohl kein anderes Land. Und meine Schwiegermutter kommt noch dazu aus Südfrankreich, DER Gänseleber - region.

    Mit der Verdauung bin ich eh geduldig. Ich glaube nicht, dass der Weizen das Problem ist. Habe ich früher immer problemlos vertragen. Ich tipp eher auf die Hülsenfrüchte, den Soja und die Rohkost, die der Körper in den Mengen noch nicht gewöhnt ist. Mir tut ja nix regelrecht weh (das Bauchweh ist harmlos, aber ich merke halt, dass die Verdauung nicht rund lauft wie sie soll), ich mach also einfach mal weiter und hoffe, dass sie das Ganze in ein paar Wochen legt.
    Grüsse,
    Iris und die Hundebande

  16. #66

    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    was Fleisch und AKW`s betrifft, da sind die Franzosen wirklich schmerzbefreit..

    Mir war das Zeug schon immer suspect, als ich das Angebot angewiedert ablehnte von einem
    Französichen Kollegen seine Foie Gras zu probieren, hat er wahrscheinlich noch nicht mal
    gerafft warum. So sehr schwärmte er davon..

    ich muß manchmal auch ziemlich viel blähen, weiß aber auch noch nicht woher das kommt,
    jedenfalls stinkt es nicht so schlimm als wie ich noch Fleisch gegessen habe..
    „Das Leben ist, was die ganze Zeit stattfindet, während wir mit anderen Dingen beschäftigt sind!“ John Lennon

  17. #67

    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    Psst, nicht weitersagen: ihr versäumt bei Foie Gras nicht mal was... schmeckt wie mega, mega fette Leberwurst, so eine Kreuzung aus einem Block Butter und einem Aufstrich. Aber für den Satz würde mich meine Schwiegermutter wohl killen *Frevel!*...
    Grüsse,
    Iris und die Hundebande

  18. #68

    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    Ich bin fleissig beim Trainieren für mein Geniales Veganes Weihnachtsessen. Mir schwebt ja ein veganer Braten vor, mit Preiselbeer dazu und irgendein winterliches Gemüse (zB Rotkohl, aber da lass ich mich noch inspirieren). Eventuell auch Semmelknödel aus zusätzliche Beilage, mal sehen...

    Hab also gestern erst mal Bratenmasse aus Linsen + Tofu + gehackte Haselnüsse, Linsen + gehackte Haselnüsse und Gekochter ganzer Weizen + Tofu + gehackte Haselnüsse ausprobiert. Fazit: Linsen schmecken super, binden aber nicht, da sie beim backen ganz bröslig werden. Ich binde also Momentan mit einem Flüssigkeit + Stärke gemisch. Nüsse schmecken super, Tofu ist toll, weil er das Ganze etwas leichter macht.

    Heute war Kastanien - Linsenbraten dran, einfach supergut! Ich will auch noch einen reinen Nussbraten ausprobieren, und dann entscheide ich mich. Und tüftle nur noch an den Mengen für Stärke und co. rum.

    Ich würde ja gerne auch etwas Seitan reintun, aber das Glutenmehl ist hier so unverschämt teuer (12 Euro der kg!). Ach ja, ich habe heute auch den ersten Versuch hinter mir, aus Seitan (mit ausgewaschenen Mehl) Würste zu machen. Ich will endlich mal nen guten HotDog essen! Und die Tofu-würste aus dem Bioshop hier sind echt igitt (das ist echt purer Tofu, ohne Gewürz und gar nichts, nur halt in Wurstform). Das Zeug muss jetzt noch 2 Tage im Kühlschrank ruhen, dann kann ich endlich kosten!

    Meine Verdauungsprobleme verbessern sich übrigens langsam. Mein neuer Tip ist, dass es an den grossen Mengen von Ballaststoffen liegt (ich ess ja Vollkorn und Unmengen an Gemüse). Seitdem ich vermehrt Protein (Hülsenfrüchte + Soja) esse, ist es irgendwie besser. Am Tofu liegts also wohl doch nicht *versteh das mal einer* !
    Grüsse,
    Iris und die Hundebande

  19. #69

    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    Ach ja, ich hab auch das Restaurant-gehen inzwischen schon richtig gut drauf. Ich checke einfach schon auf der Karte ab, was vegan sein könnte und bestelle dann Pizza oder Nudeln ohne Käse, Salat ohne Putenstücke und Speck, und für die feinen Details gehe diskret direkt zur Küche / einem Kellner der sich auskennt und frag ob Eier in Teig oder Nudeln sind, das Salatdressing ohne Joghurt und dass mein Gemüse bitte mit Öl und nicht mit Butter angebraten werden soll.

    Nach wie vor hat keiner hier geschnallt, dass ich Veganer bin. Für die bin ich nach wie vor "so irgendwie Vegetarierin". Denn Käse mochte ich eh nie und hab das auch immer allen gesagt, insofern wundert es keinen, dass ich ihn jetzt bewusst ab-bestelle. Langsam juckt es mich aber immer mehr zu sagen DASS ich keine Tierprodukte mehr esse und WARUM. Mir ist aber lieber, wenn die Leute selber fragen, und nicht ich diese Diskussion anfange. Ich denke es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis es so weit ist.
    Grüsse,
    Iris und die Hundebande

  20. #70

    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    Off-Topic: beisst der kleine süsse da in deinem Ava? Oder will der nur spielen?
    Einmal Onkelz - immer Onkelz!!

  21. #71

    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    Die wollen alle nur spielen (okay, bis auf Yorkiemix Berny):


    Bei uns leben 5 Huskies, ein uralter Yorkiemix und Katze Isis.
    Grüsse,
    Iris und die Hundebande

  22. #72

    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    Das hört sich alles sehr positiv an - kaum zu glauben, dass du bis vor einiger Zeit noch Omni warst ^^. Ich verfolg den Thread jedenfalls immer wieder mit grossem Interesse, gerade weil du alles mit so einer Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit meisterst. Weiter so und viel Spass beim Ausprobieren (das mit Braten hört sich jedenfalls schonmal sehr gut an) .

    Ach ja, süsse Bande hast du da! Die verstehen sich alle untereinander?

    I can't have s*x with your personality,
    And I can't put my p*nis in your college degree,
    And I can't shove my fist in your childhood dreams,
    So why're you sharing all this information with me?
    Jon Lajoie

  23. #73

    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    Also ich finde selber vegan leben ist noch das Einfachste... ich habe halt von Anfang an echt bewusst niemandem irgendwas gesagt. Ich hatte werde Lust mich zu rechtfertigen, noch schiefe Blicke zu ernten. Erste jetzt, nach fast 6 Wochen, habe ich zB meinem Mann gesagt, dass ich keine tierischen Produkte mehr esse. Von ihm kam darauf hin kein Kommentar, ich glaube er muss das erst mal ne Weile verdauen, und dann kommen dann schon von selber Fragen oder auch nicht. Dass es mit den Tieren zu tun hat, ahnt er eh schon, weil wir schon ein paar generelle Gespräche über Nutztierhaltung hatten. Ich will Veganismus einfach vorleben. Es einfach komplett normal sein lassen. Die Leute sollen ruhig sehen, dass es mehr als einfach ist, und ich glaube das regt dann noch am Meisten zum selber handeln an.

    Ich will definitiv nicht missionnieren und anderen beim Essen den Appetit verderben. Leben und leben lassen (auch wenn das in dem Kontext ein ziemlich makaberer Spruch ist). Ich bin hier nun mal in Frankreich, und Fleisch, Milch, Käse, Crème, Butter sind nun mal echt omnipräsent. Da geh ich nicht her und sag einem Gastgeber "Dein Essen ist sch***, das ess ich nicht!". Ich hab das ganze Zeug ja selber auch bis vor Kurzem gegessen, da mach ich jetzt sicher nicht auf Moralapostel.

    Ja, unsere Hunde ! Da könnte ich natürlich ewig darüber plaudern! Grob gesagt: die 5 Huskies bilden ein echtes Rudel, eine richtige kleine Familie. Wir haben bewusst nur Hunde mit verschiedenen Alter/Geschlecht gewählt, damit es keine Streitereien gibt. So haben wir insgesamt 4 Rüden (14 Jahre intakt, der Yorkie; 12 Jahre intakt, der graue Husky; 10 Jahre kastriert, der stehende wolfsfarbenen Hund ganz links; 1 Jahr intakt, der zweite von links) und 2 Weiber (3 Jahre intakt, der dritte Hund von links und auch auf meinem Avartar; 1 Jahr intakt, die Weisse). Der Yorkie (Berny) ist ein assoziales Biest, ein eingefleischter Einzelhund und will mit den anderen nichts zu tun haben. Die beiden alten Huskyrüden kennen sich schon seit ewig (wir haben die beiden schon alt übernommen), der Graue (Jaakko, ein Finne) war Zeit seines Lebens Rudelchef und der andere (Roots, unser Leithundestar im Gespann) ganz unten in der Hierarchie. Der Jungrüde ist ein lieber Kerl und hat bis jetzt null Ambitionen, daher geht es bei den Rüden sehr ruhig zu.

    Bei den Weibern ist die ältere (Daika) im Moment ranghöher, aber generell ist sie keine wirkliche Rudelchefin. Sie benimmt sich als Chefin wann es ihr in den Kram passt, und macht die restliche Zeit den Kasper vom Dienst. Ich finde die Weisse (Ebi) eigentlich souveräner und besser geeignet, aber bis jetzt hat sie keine Lust sich durchzusetzen.

    Die Huskies sind in unserer Abwesenheit und in der Nacht draussen in einem kleinen Gehege, sonst aber mit uns im Haus oder eben mit uns im Garten. Der Yorkie ist unser Haus- und Wachhund und lebt gerade seinen letzten Winter... er hat sehr, sehr starke Arthrose und ein halb gelähmtes Hinterteil. Er kann kaum noch gehen und ist sehr stark gehbehindert.

    Die Katze ist übrigens 14 und war ihr Leben lang Wohnungskatze. Sie hat sich gut an die Hunde gewöhnt und ist mega selbstbewusst. Eine richtig gute Hunde-katze!

    Die Huskies werden in der Saison 3 bis 4 mal die Woche im Zugtraining trainiert. Entweder einzeln mit mir beim Joggen, oder sonst als Team vor Trainingswagen/Quad/Schlitten. Es macht ihne MEGAspass und ist für sie mit Abstand das Highlight der Woche.

    Hier ein Video von der Bande beim Training:


    Der Labrador ist ein Nachbarshund und war zum Probetraining dabei. Der dunkle Husky neben ihm ist unser Roots, schon 10 Jahre alt und eine totale Zugsau. Er lebt für das Zugtraining! Daheim ist er ein lieber, verschlafener Kerl der den ganzen Tag nur pennt. Aber kaum sieht er das Geschirr, ist er nicht mehr zu halten. Die Leithunde sind übrigens unsere Youngster (beide kaum mehr als ein Jahr alt), weswegen ich sie auch noch an der Neckline halte, bis sie von selber vorne bleiben und die Leine straff halten.
    Grüsse,
    Iris und die Hundebande

  24. #74

    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    Oh Gott, ich glaube ich habe gerade den heiligen Gral gefunden... das prefekte Rezept für den veganen Debreziner!!!!

    Hier in Frankreich gibt es in den Shops einfach keine guten veganen Würstel, die 2 die ich probiert habe waren einfach nur igitt. Aber hier: http://www.chefkoch.de/rezepte/15606...Bratwurst.html ist ein total einfaches, total geniales Rezept aus Gluten blitzschnell super Seitan-Debreziner zu machen. Muss nur noch an der perfekten Backdauer fummeln, 50 Minuten war bei meinem Ofen viel zu lang (Würstel aussen ganz trocken und hart).
    Grüsse,
    Iris und die Hundebande

  25. #75
    Moderator Vegetarier und Veganer

    Standard AW: Gedanken eines (noch??) Fleischessers

    Ich hab mir grad das Video angesehen und bin ein wenig verwirrt. Warum machen die Hunde diese hohen Laute?

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