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Hallo zusammen,
mir fällt immer wieder auf, dass für Getreide, Obst und Gemüse ebenfalls extrem viele Tiere ihren Tod finden. Insekten durch Pestizide und von der Getreideernte mit den Maschinen brauche ich gar nicht erst anzufangen. Es werden sehr viele Rehkitze, Kleinnager und Katzen jedes Jahr durch diese Maschinen überrollt und zerschreddert. Manche sind halbtot und müssen unter schrecklichen Schmerzen ausharren.
Eine Alternative für diese Mordpordukte wäre der Eigenanbau.
Wie wichtig ist es euch 100% auf Tierleid zu verzichten? Würdet ihr es selber anbauen um diesen sinnlosen Massenmord zu boykottieren.
Ich habe mir nämlich schon oft überlegt mir einen Teil meiner Nahrung selber anzupflanzen. Auch wenn es meinen Bedarf nicht zu 100 Prozenz abdeckt wäre es doch wenigstens ein Schritt in die richtige Richtung.
Edit: Das habe ich noch gefunden (was die traurige Tatsache bestätigt):
http://www.wienerzeitung.at/Desktopd...ter=T&cob=6140Ein bislang wenig bekanntes Phänomen ist die traurige Tatsache, dass allein in den alten Bundesländern jährlich schätzungsweise 420.000 Wildtiere - unter ihnen Rehkitze, Junghasen, Fasane, Rebhühner und andere Bodenbrüter - bei der Ernte und beim Mähen von Wiesen erfasst, verstümmelt und getötet werden. Dass dabei sogar annähernd 85.000 Rehkitze pro Jahr sterben, hängt mit einer folgenschweren, wenn auch natürlichen Reaktion der Jungtiere zusammen. Denn nähert sich ihnen ein Mähfahrzeug, ducken sie sich instinktiv - wie bei jeder Gefahr. Anstatt wegzulaufen verharren sie reflexartig an Ort und Stelle. Aber gerade dieses Schutzverhalten führt dazu, dass sie vom Schlepper aus mit seinem schnell laufenden Mähwerk nicht zu erkennen sind. Für den Projektleiter Dr. Peter Haschberger vom DLR-Institut für Methodik der Fernerkundung liegt hier das Hauptproblem: "Die modernen Trecker erreichen enorme Geschwindigkeiten. Selbst wenn das Rehkitz weglaufen könnte, hätte es keine Chance. Es ist zu langsam."
In diesem Artikel steht ebenfalls etwas von Infrarottechnik aus der Raumfahrt, die demnächst vielleicht verwendet wird. Bis dahin müssen leider weiterhin Tiere sterben.![]()
Tierleid kann man meines Erachtens nicht 100%ig vermeiden. Du wirst immer aus Versehen Insekten zertrampeln, und man kann sogar mit dem Fahrrad eine Katze überfahren. Autofahrer töten unzählige Insekten (Straßenbahnfahrer auch), auf der Autobahn fährt man an unglaublich vielen Tierleichen vorbei.
Außerdem sitzen die meisten von uns gerade (schätze ich mal) in einer schönen warmen Wohnung. Wenn man überlegt, wo das Öl oder das Gas herkommt, unter welchen Umständen es ge- und verkauft wird und welche Unglücke damit passieren können (Öltanker z.B.), wird einem schlecht.
Und auch der Strom kommt nur in seltenen Fällen von den Dächern der eigenen Häuser per Sonnenenergie. Leider. Ich wünschte es wäre anders...
Trotzdem: Gemüse selbst anbauen ist eine super Sache. Ich wohne gartenlos in der Stadt und kann mir leider kein Haus mit Garten leisten. Freunde von mir haben sich aber gerade in einem Vorort ein Haus mit riesigem Garten gekauft und freuen sich jetzt schon über die verschiedenen Gemüsesorten, die sie in ein paar Monaten verzehren können. 100% Bio - und es wird kein Gemüselaster benötigt, der das Grünzeug über die Autobahn fährt.
Du hast natürlich recht, dass Eigenanbau die beste Lösung ist, nur ist das in so einem Konsum- und Industrieland wie bei uns kaum zu machen. Hast Du meinen Thread "Verkauf von Weihnachtsbaumkugeln..." gelesen? Demnach müsste man alles selber machen und dürfte man wirklich nichts mehr kaufen.
Ich würde auch selbst anbauen, nur habe ich weder eine richtige Fläche dafür, und noch schlimmer, ich habe gar keine Zeit dafür. Ich bin den ganzen Tag auf der Arbeit, am Wochenende muss ich mir mal eine Pause gönnen und da ist es fast unmöglich. Manchmal überlege ich mir ganz aus der Konsumgesellschaft auszusteigen, aber wohin soll ich gehen. Wenn man so verwöhnt aufgewachsen ist, weiß man gar nicht, wie man sonst leben soll, wenn nicht so. Ich bin da echt ratlos.![]()
Ich bin ebenfalls ratlos, wenn ich durch meine Bedürfnisse meinen Hunger zu stillen dazu gezwungen werde Mitverantwortung für die Tötung so vieler Tiere auf so grausame Art zu tragen.
Wir haben ebenfalls eine Stadtwohnung. Aber auch auf dem Balkon lassen sich Tomaten anbauen. Kräuter wie Petersilie und Dill habe ich bereits vor zwei Jahren anfangen in Töpfen selber anzupflanzen. Es war auch kein besonderer Aufwand muss ich sagen. Die Eltern meines Ex-Freundes haben sich auch nicht Tag und Nacht mit den Tomaten beschäftigt und die sind trotzdem gut geworden.
Ich überlege selber wie man sich möglichst unabhängig von diesem industriellen Wahnsinn machen kann. Es ist unglaublich wie blutig unsere Finger immernoch sind und wie tief wir eigentlich im Mordgeschäft drinstecken.
Ich hoffe nur, dass die Infrarottechnik sobald wie möglich in der Landwirtschaft eingesetzt wird.
Was die Pestizide oder das "Aussortieren" anbelangt wird sich wohl in den nächsten Jahren nicht wirklich etwas ändern.
Veganismus bedeutet möglichst wenig Leid und Tod durch die Nahrug zu verursachen. Sich in dieser Welt rein pflanzlich zu ernähren ist mir jedoch immernoch leidvoll genug. Ich würde nicht gerne beim lebendigen Leibe zerstückelt (Mähdrescher-Problematik) oder vergiftet (Pestizide) werden.
zu ozznock: Strom kann man durch Solarzellen gewinnen und Nahrung kann man sich selber anbauen, wie ja bereits erwähnt. Natürlich gibt es auch Dinge, die man zum Leben braucht und die auf Tierleid basieren. Aber es heißt ja immer: Das Vermeidbare vermeiden.
I can't have s*x with your personality,
And I can't put my p*nis in your college degree,
And I can't shove my fist in your childhood dreams,
So why're you sharing all this information with me?
Jon Lajoie
wer einen garten hat oder einen balkon der kann ja ganz gut einiges an gemüse selbst anbauen. ich habe beides nicht, deshalb beschränkt sich das bei mir auf kräuter und tomaten... und brot backen.
neulich kam mein freund auch an und meinte, dass auch für die sojaproduktion tiere sterben müssten. ich hab das noch nicht nachrecherchiert. habt ihr darüber mal was gehört?
Ich vermute mal, dass auf Sojafeldern ebenfalls Insektizide verwendet wird. Und geerntet wird es ja auch, somit sterben sicherlich hunderte Tiere jährlich.
Über Soja habe ich mir heute übrigens auch Gedanken gemacht... Schein wohl kein Weg an dem Tierleid vorbei zu führen, wenn man es weiterhin konsumieren will.
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Jon Lajoie
Klar, ich finde es schrecklich wie viele Tiere immernoch für uns Veganer sterben, ich glaube der ganzen Dimension sind wir uns noch gar nicht bewusst.
Aber mal ehrlich, es lässt sich nicht 100% vermeiden, ausser man bringt sich um oder lebt in einem abgeschirmten Raum..
Traurig aber wahr. Ich versuche nicht an das zu denken, was ich nicht ändern kann, sonst würde ich schnell wieder depressiv.
lg Dani
Du kannst deinen Konsum doch verbessern wenn du selber anbaust. Wenigstens ein paar kleine Dinge wie Kräuter oder Tomaten.
Ich habe auch schon oft versucht nicht daran zu denken, aber es ist eine Tatsache die immer wieder an mein Gewissen klopft...
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Jon Lajoie
@wolkesieben
Wo wachsen denn bei Dir Tomaten, in der Wohnung? Das wundert mich, weil Tomaten doch viel Sonne brauchen.
@Lena
Klar, ein bisschen was baut jeder an, wenn man die Gelegenheit hat.
Ich hatte Deinen Beitrag aber so verstanden, dass es Dir vor allem um die vielen toten Tiere bei der Getreideernte geht. Da bin ich halt davon ausgegangen, dass die wenigsten den Platz für Getreideanbau haben.
Ich habe z.B. auch Erdbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren und einige Kräuter wie Salbei, Rosmarin, Thymian, Dill, Lavendel, und noch ein paar in meinem winzigen Garten. Aber so richtigen Eigenanbau von Obst und Gemüse darf ich hier nicht betreiben, dann krieg ich Ärger mit der Hausverwaltung wegen der Optik, bei einer Hausgemeinschaft in einer einigermaßen gepflegten Wohngegend ist das leider immer so. Aber was ich machen kann, mache ich natürlich. Tomaten und andere sonnenhungrige Pflanzen werden bei mir leider auch nichts, habe meinen Gartenteil zum größten Teil im Schatten und die kleine Sonnenecke habe ich schon für meine Beeren genutzt ;)
Ich denke auch mal, wenn man überwiegend Biogemüse und -obst kauft, ist das Problem mit den Pestiziden wenigstens schon mal weg.
aber mal ehrlich, ich glaube nicht, dass bei den Kräutern so viel Tiere getötet werden.. Da ist Raps, Mais und Getreide wohl deutlich schlimmer. Und bau das erstmal an. Klar man kann bio-Gemüse und so weiter kaufen aber ganz wir man tierleid einfach nicht verhinder können. Ich bin halt Realist..
lg dani
Ja, das war auch mein Gedanke. Bei der Kräuterernte ist das Problem bestimmt nicht so groß und auch bei den Tomaten denke ich nicht, dass da die Ernte so barbarisch abläuft, wie bei Getreide. Ich kann mich natürlich auch irren, ihr könnt mich ja belehren.
Ich denke auch, dass bei Getreide und Ähnlichem das Problem liegt. 100%ig kann man es sicher nicht verhindern, leider. Ich glaube Lena ging es darum, zu verhindern, was möglich ist.
@lucy: ich habe ein ganzes fensterbrett wo volle sonneneinstrahlung ist. da stehen die kräutertöpfchen und letztes jahr hatte ich da auch tomaten.
Ja das dacht ich mir auch dass sie das meint. Ich vermeide auch das, was ich vermeiden kann, aber irgendwo sind mir die hände gebunden. Ich ärgere mich sehr darüber dass ich immernoch Tierleid verursachen MUSS...![]()
also ich denke auch das es sehr schwer ist das wirklich kein lebewesen mehr für jemanden stirbt, denn wie gesagt du dürftest echt nichts mehr kaufen ...
also ich denke mit der veganen lebensweise, das man fleisch und tierische produkte nicht mehr zu sich nimmt, leidene tiere unterstützt, petionen mitmacht um leid zu stoppen usw, tun wir schon ne ganze menge ...
Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass es nicht möglich ist, "wirklich" vegan durch's Leben zu gehen.
Man denke an die Insekten die an den Windschutzscheiben kleben, diejenigen die man versehentlich zertritt, diejenigen die man einatmet usw. usf.
Apropos Insekten: Nerven Euch Fliegen? Vor einiger (langer) Zeit war ich mal bei meinen Eltern eingeladen. Da fiel eine Fliege in mein Weinglas. Ich fischte sie raus, und legte sie auf ein Küchenpapier.
Sie putzte sich einige Zeit, und flog dann tatsächlich weiter (hat es also überlebt ;) ).
Von meinem Vater erntete ich nur höhnisches Gelächter... ich solle sie doch zerdrücken, was ich denn da mache usw. bla-bla-bla...
Ich kann nicht mal mehr Zecken töten, die ich manchmal von unseren Hunden zupfe.
Hi India, weil Du das gerade von der Fliege erzählst, mußte ich wieder an etwas denken, daß meine netten Kollegen im Sommer veanstaltet haben. Sie machen sich immer darüber lustig, daß ich jedes Insekt, das sich verflogen hat, einfange und nach draußen bringe, statt es zu zerquetschen. Eines Morgens lag eine Fliege, hübsch drapiert auf einem weißem Blatt, in Einzelteile zerlegt, auf meinem Schreibtisch.
Stimmt genau! Auch mein Mann tötet immer die kleinen Tierchen und kann nicht verstehen, daß mich das aufregt. Ich versuche es wenigstens in Grenzen zu halten. Denn man kanns ja nicht völlig verhindern, da sind wir uns ja alle einig. Ich muß aber immer denken, selbst wenn ich eine winzige Obstfliege rumkrabbeln sehe, das sie ja auch nur ein Leben hat und ihre Aufgabe und ihren Sinn darin. Warum sollte ich ihr das Leben mutwillig nehmen, nur weils so einfach ist? Aber irgendwie gilt man mit so einer Einstellung als komischer Sonderling. "Die ist etwas eingenartig"
Mein Freund läuft auch dauernd mit der Fliegenklatsche rum :mad: Er sagt: "...grundsätzlich nerven mich Fliegen nicht, aber wenn ich sie zich Mal verscheuche, und sie immer wieder kommt und mich nervt, ist sie selbst schuld, wenn ich sie erschlage."
Grad vorgestern habe ich wieder eine aus der Milch gefischt (mein Freund gibt unserer Katze manchmal Kuhmilch zu trinken), bevor sie ersoff. Habe ihr lange zugeschaut, wie emsig sie sich putzte... die zarten Flügelchen, und die dünnen Beinchen... alle wollen sie doch leben.
Also mit Fliegen und Spinnen etc habe ich Mitleid und setze sie wieder vor die Tür, aber bei Schnacken, Zecken und Wespen hört die Liebe auf! Alles was schmarotzt hat von mir kein Mitleid verdient!
Und Wespen mag ich deswegen nicht, weil die sehr aggressiv werden die Viecher. Töten tu ich sie übrigens trotzdem nicht, weil sie mir zu gross sind.
Wir hatten dieses Jahr ein Wespennest unterm Dach, und irgendwie haben die
ständig einen Weg in unser "Kleiderzimmer" gefunden. War echt mühsam, aber
wenigstens beschränkte es sich wenigstens mehrheitlich eben auf das eine
Zimmer.
Eine Wespe hatte unsere kleine Chicca (siehe momentaner Avatar) in's Pfötchen
gestochenSie humpelte dann etwas 2 Stunden rum, dann war's wieder gut.
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