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Zum Thema Israel/Palästina - politisch/religiös - sollen, wie der Name schon sagt, von jetzt an alle Beiträge zum Thema hier, und ausschließlich hier, gepostet werden.
So können nicht immer wieder neue Threads eröffnet werden, durch die sich andere User gestört fühlen, und gleichzeitig weiß jeder, der sich für das Thema nicht interessiert und darüber nichts wissen möchte, dass er in diesen Thread einfach nicht reinschauen sollte. Deshalb gehören Kommentare wie "Das interessiert mich nicht, das nervt mich usw." hier auch nicht rein, genausowenig wie gegenseitige Anschuldigungen und Unterstellungen.
Sachliche Beiträge zum Thema können natürlich gerne weiter gepostet werden, und wer an einer ernsthaften Diskussion -mit allen dazugehörigen Rahmenbedingungen, die man beachten sollte, wenn eine solche zustande kommen soll- interessiert ist, ist dazu gerne eingeladen.
Bisherige Threads zum Thema:
Zionisten und Juden sind nicht das Gleiche!
Israel erklärt internationaler Friedensbewegung den Krieg.
Israels Innenminister: Rowdy auf radikaler Mission
Wie religiöser Hass gegen Nichtjuden zu Apartheid wird
Berlin: 18.01.2010, Demo gegen deutsche Israelpolitik und israelische Besatzung
Israel, die deutsche Staatsräson und die LINKE
Veganer Anarchismus In Israel-Palästina
Der Palästina-Blog
Nahen Osten: „Wir verlieren unsere Seele“
Nationale Sozialisten für Israel
Palästinenser und Juden erzählen sich ihre Lebensgeschichten
Slomo Sand: "Es gibt kein jüdisches Volk"
Dann kann das Thema ja mal in Ruhe weiter diskutiert werden. Ein Thread zum Thema: Geschichte -Judentum/Zionismus/Palästina ist aber auch noch nötig.
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Zionisten und Juden sind nicht das Gleiche!
Es gehört zu den größten Propagandalügen der Zionisten, dass sie behaupten, dass Juden und Zionisten das Gleiche seien. Aber jetzt widerspricht ihnen der US-Vizepräsident.
Schon immer haben gerechtigkeitsliebende Menschen klar gestellt, dass Juden und Zionisten nicht das Gleiche sind. Das Judentum ist eine Religion von mehreren Tausend Jahren, der Zionismus ist eine Ideologie von einem Jahrhundert, der das Judentum für seine politischen Ziele missbraucht. Dementsprechend ist die Gleichsetzung von Judentum und Zionismus nur ein enorm protziger Propagandatrick der Zionisten, um für die Verbrechen der Vertreter des Zionismus das gesamte Judentum zu vereinnahmen und die Antisemitismuskeule gegen Kritiker schwingen zu können.
Gegen diese Art von Propaganda haben sich nicht nur Nichtjuden gewehrt, sondern auch viele Juden, darunter auch Auschwitzüberlebende! Das hat aber die Propagandisten der Zionisten in Deutschland, die in der Bundesregierung einen einflussreichen Verbündeten haben, nie davon abgehalten, ihre Lügenpropaganda weiter zu spinnen und zu verbreiten. Dabei war es den Hetzern besonders wichtig, Antisemitismus und Antizionismus in einen Topf zu werfen, um alle Antizionisten als Antisemiten zu diffamieren. Aber Antisemitismus ist genau so eine verwerfliche Form des Rassismus, wie es der Zionismus ist. Jeder, der glaubhaft gegen Antisemitismus auftritt muss auch gegen den rassistischen Zionismus auftreten, sonst ist sein Einsatz gegen Antisemitismus nur ein heuchlerisches Lippenbekenntnis, um Israels Besatzungspolitik zu schützen, nicht aber um Juden zu schützen.
http://www.dersemit.de/index.php/deutschland
Wie rassistisch und beschränkt Rechte in Israel sind belegt auch folgendes Beispiel. Da wird einem erfolgreichen Model von dem rechtsextremistischen Aktivisten Baruch Marzel nahe gelegt:
"Heirate nicht Leonardo Di Caprio. Schädige nicht die kommenden Generationen“
Supermodel Bar Refaeli wehrt sich gegen Kritik aus Israel
Das jüdische Supermodel Bar Refaeli hält nichts davon, sich ihren Ehemann nach dessen Religionszugehörigkeit auszusuchen. Israelische Rechtsextreme hatten die 24-Jährige aufgefordert, sich von Schauspieler Leonard DiCaprio zu trennen. Sie solle stattdessen einen Juden heiraten. Refaeli erteilte dem eine klare Absage.
http://palaestina-israel.blog.de/201...raten-8206290/
In Israel gibt es auch Rassisten? was für ein Überraschung
Würde sie einen Palästinenser heiraten, würde die Hamas sicherlich ein nettes Glckwunschtelegramm rausschicken![]()
Nicht ganz Isarel ist besiedelt mit ausschliesslich rechtskonservativen Wirrköpfen, es gibt eine hohe Anzahl von Menschen welche den täglichen Irrsinn für den ihre Regierung verantwortlich ist nicht länger gutheissen. Dazu gehört auch die Hetze der erwähnten Kreise gegen die freie Entscheidung von Refaeli.
Leider gelingt es den rechtsradikalen Kreisen immer besser die Wählerschaft einzulullen mit ihrer Propaganda wonach das ganze Land unter deren total verfehlter Politik zu leiden hat.
Aufgrund dessen wie frei sich jemand fühlen kann innerhalb eines Landes hatte ich in Israel am meisten Einschränkungen empfunden im Vergleich zu jedem arabischen Land das ich bis dann besucht hatte, die Paranoia dort wird hochgeschaukelt, im Stundentakt werden liegengelassene Plastiktüten von Bombenentschärfern gesprengt und dergleichen mehr statt sich ernsthaft mit Dingen zu befassen mit denen ein dauerhafter Frieden in Gang gesetzt werden könnte.
Aufgrund der Tatsache, dass Du ein europäischer Ausländer bist und - wenn der Ava ein Photo von Dir sein sollte - auch europäisch aussiehst und nicht z.B. wie ein Palästinenser, verwundert mich Deine Empfindung sehr.
Eine Frage: Hast Du Dir schon jemals Gedanken um Frauen in den verschiedernen arabischen Ländern und das Thema Freiheit gemacht?
Gruß,
Ralik.
Das Foto stimmt schon. Meine Erlebnisse in diesen Gegenden sind verschiedenster Natur.
Die 2. Frage wäre korrekt ganz anders zu stellen, denn es sind nicht einfach nur arabische Länder welchen nachgesagt wird dass dort die Frauen keine Rechte haben sondern allgemein der Orient wozu auch Israel gehört. Wenn dies eine Breitseite auf das Thema Frauen im Islam sein sollte so ging der Schuss nach hinten los, denn was ich bei meinen christlichen Freunden in Ägypten erlebt habe unterscheidet sich in keinster Weise davon wie es in islamischen Haushalten zu- und hergeht.
Das ist ein Problem der Gesellschaft dort und gewiss nicht einer bestimmten Religion.
Zum Punkt mit der Freiheit, sollte dies allgemein auf die Zustände solcher Länder bezogen sein so gibt es hierzu die unterschiedlichsten Formen der Auslegung. Länder wie Saudi Arabien das von seiner gesellschaftlichen Entwicklung her noch irgendwo im Mittelalter zu sein scheint kann da nicht als Beispiel sondern vielmehr als Ausnahme angesehen werden.
Menschenrechte werden in vielen Ländern von Nordafrika und des nahen Ostens (inkl. Israel) mit Füssen getreten, der Unterschied ist dabei wie sich die jeweiligen Länder dazu stellen, Israel bezeichnet im Regierungsjargon Folterungen und Morde als notwendig für den Frieden des Landes, grotesker und zynischer geht's echt nicht mehr.
"Verschiedenster Natur" deckt sich nicht mit "am meisten Einschränkungen empfunden". Ich bin so schlau wie vorher.
Es gibt also "korrekte" Arten, Fragen zu stellen. Das wusste ich bisher nicht.
Ich hatte "arabische" Länder geschrieben und meinte es auch so. Von "islamisch" habe ich nichts geschrieben.
Es ging auch nicht um eine "Breitseite", sondern um eine Frage. Die Frage war, ob Du Dir schon einmal Gedanken um das Thema Frauen und Freiheit in arabischen Ländern gemacht hast. Es ging auch nicht um Israel.
Ich meine das, was ich schreibe, auch so. Du brauchst bei mir nicht zwischen den Zeilen lesen und Dich auch nicht angegriffen fühlen, da ich nur eine Frage gestellt habe.
Und noch eines: Es gibt außer Dir auch noch andere Menschen, die sich mit Israel und nahöstlichen Gebieten auskennen.Du brauchst nicht automatisch bei anderen Leuten ein geringeres Wissen voraussetzen. Bei Interesse per PN gerne mehr.
(Falls Du hierauf antworten solltest - ich bin erst morgen wieder online).
Gruß,
Ralik.
Sicherlich, für Rippy ist so ein rechtsradikales Verhalten mal wieder ganz harmlos. Das kam ja auch nur mal wieder von Baruch Marzal, der auch schon dazu aufrief den israelischen, jüdischen Friedensaktivisten Uri Avnery zu ermorden. Aber egal wie mordgeil israelische Faschisten wie Baruch Marzal auch immer sind, Rippy verharmlost sie alle.
Bei einer Wahlversammlung rief der Führer der „Jüdisch- Nationalen-Front“-Liste, Baruch Marzal, die israelische Armee dazu auf, Uri Avnery zu töten –
http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina
Frauenrechte sind natürlich auch etwas an denen Palästinenser noch arbeiten müssen. Die Besatzungszeit hat diesen eher geschadet als genützt, da Palis seit dem ihre Frauen vor israelischen Soldaten in Sicherheit bringen wollen. Gerade diese Sorge führte bei den Palästinensern zu einem Rückfall in Sachen Frauenrechte.
Geändert von hareigev (22.03.2010 um 22:14 Uhr) Grund: Titel den Umständen angepasst
Wie gut nur, dass hareigev gar keine Wahrnehmung hat und so lieber AV-Phrasen, für alle Gelegenheiten benutzt. Es gab eine Zeit, in der Frauen in Paliorten auch Miniröcke trugen und weitaus freier leben konnten als heute. Da wurden sie aber auch nicht an Checkpoints von geilen israelischen Soldaten sexuell belästigt.
In einer gestern veröffentlichten Presserklärung sagte sie, dass mehrere palästinensische Frauen Beschwerde bei internationalen Menschenrechtsorganisationen und arabischen Parlamentariern der Knesset über die israelische Behandlung eingereicht haben. So haben die Soldaten alle Frauen unter dem Vorwand, sie zu kontrollieren und nach Waffen zu durchsuchen, in unterschiedliche Räume geführt. Dort wurden sie schließlich aufgefordert, sich in Anwesenheit der Männer aller Kleidung zu entledigen, bis sie völlig nackt waren, heißt es weiter in der Erklärung der Ministerin. Einige palästinensische Frauen haben sich dieser Aufforderung, sich auszuziehen, widersetzt.
http://www.arendt-art.de/deutsch/pal..._bethlehem.htm
Geändert von Detlef (21.03.2010 um 06:17 Uhr)
Du stellst hier wieder mal Sachen in den Raum von denen Du nachgewiesenermassen null Ahnung hast da Du noch niemals was davon hast verlauten lassen die betroffene Gegend selbst kennengelernt zu haben.
Schon beängstigend wie leicht Menschen zu manipulieren sind und dann hohle Vorurteile übernehmen die auf dem Mist von Islamophoben gewachsen sind, ein gutes Beispiel dafür ist auch die Geschichte "Nicht ohne meine Tochter" die ein total falsches Bild des arabischen Alltags vermittelt.
Kleine, aber doch entscheidende Korrektur: "Nicht ohne meine Tochter" handelt von einer Amerikanerin, die einen Iraner heiratet und mit ihm und Kind nach Iran zieht. Iran ist kein arabisches Land, Persisch ist eine indogermanische Sprache, keine semitische, die Kultur ist auch nicht arabisch. Das Buch wirft ein total falsches Bild auf den iranischen Alltag, nicht auf den arabischen. Bitte nicht durcheinanderwerfen.
Gruß,
Ralik.
Stimmt wohl, nur unterscheiden in Europa nur wenige zwischen Iranern und Arabern. Das wird meist alles in den großen islamistischen Topf geworfen. Die Begriffe Europäer, Araber und Iraner sind allerdings auch alles nur Konstrukte. Es gibt keine festen Grenzen, sondern wie überall die unterschiedlichsten Vermischungen.
Leider werden Iraner und Araber aus Unwissenheit oft in einen Topf geworfen, ja. Deshalb wollte ich auch auf den Fehler aufmerksam machen. Die Iraner, die ich kenne, ärgern sich oft sehr darüber, dass viele Menschen hier nicht wissen, dass ihre Kultur eigenständig ist und eben nicht arabisch. Und ich finde, wir sollten dies respektieren und uns mehr informieren.
Und nun zurück zu Israel/Palästina...
Ralik
Nun ja, dann sind wir mit dem Kommentar von Evelyn Hecht-Galinski mal wieder voll beim Thema. Sie gehört zu jenen wenigen, die den Mut aufbringen das heuchlerische deutsch, europäische und amerikanische Verhältnis zum Apartheidsstaat Israel klar zu benennen. Währenddessen in Palästina der allgegenwärtige Terror mit der Abrissbirne weiter für ethnische Säuberungen sorgt, macht man sich in Deutschland darüber Gedanken, ob man denn Israel dafür kritisieren dürfe oder ob das nicht antisemitisch sei.Und nun zurück zu Israel/Palästina...
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Und stündlich droht die Abrissbirne
von Evelyn Hecht-Galinski, Publizistin
Was ist am kommenden Pessach Fest anders als an allen anderen vorhergehenden? Israel säubert und entrümpelt die Schränke. Nebenbei wird palästinensisches Land „gesäubert“ und enteignet. Der Gazastreifen ist abgesperrter denn je.
Das „tausendjährige“ Reich und das „Stasiland“ haben wir überwunden und bekämpft. Da werden wir auch neue Mauer-Unrechtsregime letztendlich hinter uns lassen. Während in aller Welt Juden das Pessach Fest feiern – „Sklaven waren wir in Ägypten“; in Erinnerung daran wird das ungesäuerte Brot „Matzes“ gegessen -, nimmt man es gleichzeitig hin, dass 1,5 Millionen Palästinenser in Gaza hungern müssen. In diesem Sinne ein frohes Osterfest!
http://palaestina-israel.blog.de/201...birne-8215378/
Der Post entbehrt nicht eines gewissen komödiantischen Wertes. Was stell ich denn in den Raum in meiner Antwort auf Detlefs paraphrasierte Aussage, dass die Palästinenser wegen den Israeli ihre Frauen schlechter behandeln? Ich sage nur, dass es zu billig ist, das auch noch den Israeli in die Schuhe zu schieben.
Und...nachgewiesenermassen null Ahnung...Nicht ohne meine Tochter...falsches Bild des arabischen Alltags(Sorry, den Hohn konnt ich mir grad nicht verkneifen.)
Geändert von hareigev (22.03.2010 um 22:15 Uhr)
also bitte Harei, wer soll denn wohl sonst daran Schuld sein, dass Frauen in Palästina schlecht behandelt werden, wenn nicht die Israelis???
Für Homosexuelle gilt natürlich das gleiche, was denn sonst? Infos zu Homosexuellen & auch Frauen in Palästina hier:
http://agudah.israel-live.de/news/palaestina.htm
Na ja, dem Schwulenstrich in Tel Aviv gehen wohl die potenten Jünglinge aus? Palästinensche Schwule leben in Israel meist illegal also auch ohne Arbeitserlaubnis. Die haben also wenn es hoch kommt so viel Rechte wie ein illegales Thaimädchen in Sankt Pauli. Im TV gab es dazu mal einen erschütternden Fernsehbericht. Ach ja, für manche Israelis sind sie ja auch für Erdbeben verantwortlich.
Parlamentsabgeordneter macht Schwule für Erdbeben verantwortlich
Es klingt abstrus - aber er meint es ernst: Ein ultraorthodoxer Abgeordneter der Knesset gibt Homosexuellen die Schuld an den jüngsten Erdbeben in Israel. Die Erdstöße seien eine Warnung an das Parlament, weil es mehr Rechte für Schwule und Lesben beschlossen hat.
Hamburg - Schlomo Benisri ist sich ganz sicher: Die einzige Möglichkeit, weitere Beben zu verhindern, liege darin, die anstößigen Gesetze wieder rückgängig zu machen. Das sagte der Politiker der Schas-Partei während einer Parlamentsdebatte zum Erdbebenschutz.
Israel wurde in der vergangenen Woche von zwei Erdstößen erschüttert, deren Zentrum im Libanon lag. Die Erdbeben richteten keine nennenswerten Schäden an.
Die Schas-Partei hat mit ihren Erklärungen schon öfter für Aufsehen gesorgt. Einen schweren Verkehrsunfall, bei dem 1985 insgesamt 22 Menschen ums Leben kamen - überwiegend Kinder - wertete sie als Strafe dafür, dass zu viele Israelis die jüdischen Rituale nicht mehr einhielten.
flo/AP
http://www.spiegel.de/politik/auslan...536701,00.html
Wovon behauptest Du denn eine Ahnung zu haben? hast bisher jedenfalls nichts getan womit Du was bewiesen hättest in der Richtung.
Ausser Dissereien und Verhöhnungen kommt ja nix von der Seite des Trios hareigev, Rippy und Neffe, Deine Beiträge beschränken sich darauf Leute schlechtzumachen die hier noch ernsthafte Themen reinmachen.
Das sehe ich nicht viel anders. Wer noch etwas vom Nahen Osten versteht ist Ralik. Kritik kann ja immer auch ganz produktiv sein, nur eben haben reine persönliche Angriffe und reine Fantasieprojekte nichts mit einer angemessenen Kritik zu tun. Auch können Missstände bei den Palis in Sachen Frauenrechte oder bei Homosexuellen, keinen zionistischen Landraub rechtfertigen.
Meine Einwände zum Thema Israel-Palästina beschränken sich bisher in der Tat auf die Kernaussage, dass das alles nicht so einfach ist, wie es Detlef gern hätte. Es gibt nicht die bösen Israeli und die lieben "Palis" (so niedlich der Name!). Die drastischste Isolation von Gaza beispielsweise stammt nicht von Israel, sondern von Ägypten. Die gehen auch nicht besser um mit ihren "arabischen Brüdern" als es Israel mit ihren "semitischen Brüdern" tut. Überhaupt werden die Palästinenser von der arabischen Welt komplett hängen gelassen, weil sie nicht sonderlich beliebt sind (warum wohl?). Sie werden deshalb viel lieber zu Opfern stilisiert und als solches missbraucht, um gegen bös Israel zu wettern. Und die linken Gutmenschen johlen in seliger Bedeppertheit kritiklos mit.
Ich kritisiere hier einzig die plump einseitige Steinigung Israels. Man darf durchaus einwenden, dass das Vorgehen der israelischen Armee zuweilen masslos überzogen ist. Die langjährigen Opferzahlen von 7 toten Palästinensern auf 1 Israeli sprechen eine deutliche Sprache dahingehend (wenngleich die Palästinenser deutlich weniger unternehmen, um Opferzahlen zu reduzieren - im Gegenteil...). Dass Israel die UNO permanent mit Füssen tritt, alle Resolutionen ignoriert (kein ander Land hat so viele kassiert wie Israel) und munter mit illegalem Siedlungsbau weitermacht, darf selbstverständlich kritisiert werden. Aber doch nicht in der Einseitigkeit. Ich will das Land sehen, das mit lieb Nachbar mit lieb Sprengstoffgürtel vor der eigenen Haustür derart gelassen umgeht. Die Palästinenser haben immerhin eine Terrororganisation wie Hamas zur stärksten politischen Kraft gemacht. Hier von unschuldigen Opfern zu sprechen ist grotesk.
Und by the way: Welchen Friedenspreis kann man eigentlich gewinnen, wenn man sich voll ethisch einseitig entrüstet über die schwierige Situation mit berechtigten Ansprüchen BEIDER Seiten, die sich seit Jahrzehnten und Jahrhunderten mehr und mehr festgefahrenen hat und nun wahrlich keine einfache Patentlösung hat? Ich für meinen Teil bin ja selten so überzeugt von Neutralität wie in dem Konflikt. Keine der Seiten verdient eine Parteinahme und beide verdienen Wohlwollen.
Du verstehst uns möglicherweise falsch. Israel/Palästina ist ein sehr komplexes Thema, welches Detlef allerdings einseitig betrachtet. Es sind immer nur die bösen Israelis und die guten Palis. Darum geht es und zum anderen darum das dieses Thema hier ein unüberschaubares Ausmass annimmt. Nicht mehr und nicht weniger.
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