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Also, ich überlege grad ein wenig am rohköstlichen Teil des Lebens rum. Zum mal Ausprobieren oder auch um teilweise einfacher durchzukommen zukünftig.
Prinzipiell bekommt man ja die meisten Nährstoffe aus Zeug, wo man auch roh genießen kann, allerdings mach ich mir um Proteine sorgen, da die Hülsenfrüchte (v.a. Soja) wegfallen (wüsste grad keine, die roh gehn)... Weiß mir einer, wo ich möglichst viele essentielle Aminosäuren aufschnappen kann? Wenn ich nach der Liste zB gehe - http://www.deam.de/nahrung/ergzg/aminos602.htm - muss ich schon ziemlich viel Zeug rauspicken, da die veganen Beispiele eher dürftig sind.
Wenn mir wer Tipps hat, bitte.![]()
Sehr viele Hülsenfrüchte kann man keimen lassen und dann tatsächlich roh essen. Linsen und Kichererbsen habe ich schon probiert, das geht auf jeden Fall. Ansonsten bleiben noch viele Nüsse und Kerne, die haben auch reichlich Proteine. Das alles sollte mit den Proteinen aus Getreide kombiniert werden. Das lässt sich ebenfalls keimen oder zerkleinert und eingeweicht z.B. als Frischkornbrei genießen.
Sind Erdnüsse eigentlich auch Rohkost, oder sind die immer geröstet? Das ist ja auch ne Hülsenfrucht.
Klingen gut die Ideen.
Und klar sind Erdnüsse roh essbar, das sind die blassbrauenen Dinger, die man mit der Hand knackt, und dann 2 Erdnüsse in rötlicher Schale rauskommen.Dass das Hülsenfrüchte sind, hatte ich nur mal wieder vergessen^^
Aber klingt sonst recht vielfältig und nach diversen Aminosäuren![]()
Du Witzbold :-).
Mir war nicht ganz klar, ob Erdnüsse vielleicht schon incl. der Schale geröstet werden, bevor sie in der bekannten Form in den Laden kommen.
Soulfood hat Recht:
Hafer, Hirse, Linsen, Soja, Erbsen, Weizen kannst Du problemlos zu Keimlingen ziehen und roh knuspern oder im Salat mit kaltgepresstem Erdnussöl verspeisen
Und tagsüber Obst und Gemüse plus Haselnüsse, Paranüsse, Cashew-Kerne, Mandeln zum naschen.
Haldir kennt da bestimmt auch noch den einen oder anderen Trick und seriöse Literatur .....
Hier mal ein Beispiel:
http://keimsprossen.info/tag/erbsensprossen/
Der Mann, der den Berg abtrug, war derselbe, der anfing kleine Steine wegzutragen. Chin. Sprichwort
Ich übernehme keine Verantwortung für die Inhalte der Links von Seiten auf die ich verweise!
Was heißt Witzbold? ich musste auch erst überlegen...
aber ok, isn punkt... diverse Quellen im Internet äußern sich unterschiedlich dazu...^^'
Ich keime auch öfter aber ich dachte eigentlich, dass die meisten Hülsenfrüchte nach dem Keimen blanchiert werden müssen. Mungbohnensprossen (was man meistens als "Sojasprossen" bekommt) kann man aber in jedem Fall roh essen und ist recht eiweiß- und mineralienreich. Und sooo lecker! Gibts auch öfter mal wo zu kaufen im Geschäft, falls du mal nicht zum selberziehen kommst, wobei ich jetzt nicht weiß ob die dann auch wirklich noch roh sind.
"Die Speisekarte in der Hand,seh ich über den Tellerrand[...]
die Würde des Schweins ist unantastbar." (Reinhard Mey)
kann das sein? Topinambur als Rohkost? Kartoffeln muß man doch kochen.
http://www.kuechengoetter.de/rezepte...ost-18624.html
tempeh (fermentierte Sojabohnen) könnten auch Rohkost sein. Besser schmeckt es allerdings angebraten.
Das Herz kennt Gründe, von denen der Verstand nichts weiß (Blaise Pascal)
Hört sich net gesund an! :-)
Dass das Eiweiß bei nem gerade gekeimten Keimling schon aus ist, glaub ich aber nicht! Das wächst ja die nächsten Tage doch noch beachtlich.
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Sprossen haben zwischen 1g und 5g Eiweiß je 100g. Lediglich Linsen fallen aus dem Raster und haben bis zu 9g.
Die Eiweißzufuhr hauptsächlich mit Sprossen sicher zu stellen, würde mir sehr schwer fallen.
Wobei Nüsse sicher ne super Ergänzung sind.
Sobald der Keimling wächst, verliert die Bohne an Nährwert und Substanz, analog zum Vogelei, während das Embrio wächst.
Der Keimling verbrennt diese Energie, um zu wachsen und das ist bei dem eigentlich sehr hohen Proteingehalt von Hülsenfrüchten suboptimal.
Sprossen sind gesund und lecker, können aber kein effizienter Eiweißlieferant sein.
Naja, prinzipiell braucht doch auch der Spross die Proteine für Struktur/Enzyme/etc.
Wie auch immer, ich habe ja schon angedeutet, wieso ich die Frage stellte.
Ich habe nicht vor, mich langfristig mit Rohkost zu ernähren. Ich fände es kurzfristig einfach eine interessante Erfahrung. Außerdem gibt es Situationen im Leben, wo man nicht weiß, woran man mit gekochtem Essen ist, das einem vorgesetzt wird. Auch in dem Falle wäre Rohkost eine elegante Ausweichmöglichkeit, finde ich.
Interessant ist das Thema ja auch, weil tatsächlich manche Menschen so leben. Aber ich glaube, ich könnte aufs Backen nicht verzichten :/
Danke für eure rege Beteiligung![]()
Da bin ich eh bei euch, dass der Spross die Proteine verbraucht, allerdings glaub ich nicht, dass das zu Beginn schon alle ist. Wenn man schaut im Geschäft bekommt man Sprossen die schon so 5 cm lang und ordentlich dick sind, aber wenn man selbst Sprossen zieht, nimmt man die ja schon viel früher und verbraucht sie - da ist bestimmt noch Eiweiß ect. drin.
Ich bin allerdings auch der Meinung, dass die Eiweißversorgung, wenn man sich roh und vegan ernährt, sehr schwierig bis kaum zu bewerkstelligen ist - habs aber selbst noch nicht probiert. Ich mag Rohkost zwar gerne, aber was gekochtes mag ich auch.
Ich muss aber sagen ich kenn auch Leute die sich hauptsächlich über Rohkost ernähren und die leben einstweilen noch alle. ;-) Kenn aber nur wenige näher und die essen alle auch mal nen Tofu und so also nicht streng rohköstlerisch.
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Sicher ist da "noch Eiweiß drin", aber eben nur ein Bruchteil dessen, was in Bohnen und Samen steckt.
Diese Energie wurde in die Pflanzenstruktur investiert, dafür ist der Samen da.
Wenn Du also ne Sprosse hast, ist das Eiweiß futsch, egal, wie jung und frisch die Sprosse ist. ;o)
Vegane Rohkost kann individuell vorteilhaft sein, je nach Konstitution und Stoffwechsel.Ich muss aber sagen ich kenn auch Leute die sich hauptsächlich über Rohkost ernähren und die leben einstweilen noch alle. ;-) Kenn aber nur wenige näher und die essen alle auch mal nen Tofu und so also nicht streng rohköstlerisch.
Empfehlen würde ich sie niemandem.
Da sich Homo Sapiens naturgemäss alles in den Mund stopft, was er findet, ist er omnivor und sollte bei veganer Rohkost auf optimalen Ausgleich achten.
Hast du vielleicht ne Quelle dazu? Bis jetzt hatte ich das immer genau andersrum gelesen. Nämlich beim Keimvorgang werden alle Nährstoffe kurzzeitig in einer optimal resorbierbaren Form bereitgehalten, da die Pflanze ja schnell wachsen will. Welche Info jetzt stimmt, kann ich nicht beurteilen. Dass der prozentuale Nährstoffgehalt abnimmt, kann ich mir gut vorstellen, schließlich wird auch ne Menge Wasser eingelagert. Um objektiv zu bleiben, müsste man die Nährstoffmenge einer bestimmten Menge Saatgut vor und nach dem Keimen messen. Keine Ahnung, ob sich jemand diese Mühe schonmal gemacht hat.
Der Vergleich mit dem Ei überzeugt mich jetzt aber nicht. Meinst du nicht, dass sich ein beachtlicher Teil des Ei-Proteins im Kücken befindet, wenn es schlüpft? Schließlich isst man bei den Keimlingen doch nicht nur die Bohne, sondern auch die ganze entstehende Pflanze mit.
Was mir heute noch eingefallen ist: was ist mit Sojamehl oder Kichererbsenmehl? Ist das roh genießbar? Ich meine jetzt im Sinne von verdaulich / nicht giftig. Irgendwas Schmackhaftes wird man schon draus basteln können.
Zur Frage warum Rohkost:
Oft wird der Zusammenhang zwischen stark verarbeiteten Lebensmittlen und sogenannten Zivilisationskrankheiten hergestellt. Im Umkehrschluss kann man dann sagen, eine möglichst naturbelassene Nahrung führt zu Gesundheit. Im Groben finde ich diesen Denkansatz gar nicht so schlecht, glaube aber nicht, dass es deswegen 100% roh sein muss. Heute weiß man doch viel mehr als früher über die Zusammensetzung der Nahrung bescheid. Einige Vitamine sind tatsächlich sehr hitzeempfindlich, andere stört das gar nicht. Außerdem hatte der Mensch jetzt mehrere tausend Jahre Zeit, sich an gekochte Nahrung anzupassen, und das scheint ihm größtenteils gelungen zu sein.
Steve Pavlina (ein Blogger, der gerne mal Selbstversuche macht) berichtet über eine erhöhte geistige Klarheit während einer Rohkost-Phase.
Ich persönlich koche und backe schon ziemlich gerne. Auf einige erhitzte Lebensmittel möchte ich ungern verzichten (z.B. Zuckerrübensirup wegen dem Eisengehalt). Aber spannend finde ich das Thema auf jeden Fall auch.
wenn man mal in die vegane nährwerttabelle geht, sieht man aber schon einen sehr deutlichen unterschied
Alfalfa-Sprossen (Luzerne) 4
Erbsensprossen 5,14
Getreidesprossen 3,2 13
Kichererbsensprossen 8,8
Linsensprossen 4,65
Mungbohnensprossen 3,2
ich denke von sproßen kann man auch weniger auf einmal essen wie zb gekochte bohnen.
Die schlechte Nachricht:
Veganer sind keine Außerirdischen
"Komm wir essen Opa - wenn Satzzeichen Leben retten"
100 g Sojabohnen: 37,60 g Eiweiß
100 g Sojasprossen: 5,5 g Eiweiß
http://www.lebensmittellexikon.de/s0000131.php
http://www.was-wir-essen.de/forum/in...ng/+/forumId/3
Was für Sojabohnen gilt, ist auch auf auf andere Hülsenfrüchte und Samen übertragbar.
Das gilt nur für die ersten Stunden des Keimvorgangs. Wenn sich in den Tagen darauf der Spross entwickelt und die Bohne selber schrumpft, hat die junge Pflanze das Eiweiß verstoffwechselt.Bis jetzt hatte ich das immer genau andersrum gelesen. Nämlich beim Keimvorgang werden alle Nährstoffe kurzzeitig in einer optimal resorbierbaren Form bereitgehalten, da die Pflanze ja schnell wachsen will.
Wow Schlunz, danke :-)
Wann wäre dann jetzt der ideale Zeitpunkt zum Essen? Nur einige Stunden "einweichen" oder wie? Das würde ja auch die Gefahr von Schimmelbildung deutlich heruntersetzen.
"Die Speisekarte in der Hand,seh ich über den Tellerrand[...]
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Natürlich, die Nährwerttabelle, darauf hätte ich nun auch selbst kommen können.
Bei genauem Hinsehen bestätigt sich allerdings mein Anfangsverdacht, dass vor allem die Einlagerung von Wasser den prozentualen Anteil der Nährstoffe verkleinert. Der Vergleich von getrockneten mit frischen Lebensmitteln führte schon dazu, dass Spinat dieser berühmte hohe Eisengehalt nachgesagt wurde.
Wenn ich nun die jeweils essbaren Formen diverser Hülsenfrüchte vergleiche, sehe ich z.B. das hier:
Erbsen, grün, gekocht, abgetropft: 5,6 g - Erbsensprossen: 5,14 g
Kichererbsen in Dosen: 6,5 g - Kichererbsensprossen: 8,8 g
(Eiweißgehalt, jeweils auf 100g bezogen)
Am Beispiel der Mungobohne kann man gut sehen, wie stark der Wassergehalt beim Keimen zunimmt:
Mungobohne, getrocknet: 280,1 kcal, 6,4 g Wasser, 23,6 g Eiweiß, 43,6 g Kohlenhydrate, 1,31 g Fett
Mungobohnensprossen: 22 kcal, 93,1 g Wasser, 3,2 g Eiweiß, 1,76 g Kohlenhydrate, 0,3 g Fett
Was tatsächlich unverhältnismäßig abnimmt, ist der Anteil der Kohlenhydrate. Davon scheint sich also der Keimling hauptsächlich zu ernähren.
Kohlenhydrate werden veratmet,
Proteine eher "eingebaut", oder halt als neue Proteine zusammengesetzt
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