Vegetarierforum.com ist ein Treffpunkt für Vegetarier und Veganer.
Hallo zusammen,
ich lese ja nun schon eine Weile als Gast in diesem Forum - jetzt habe ich ein wenig mehr Zeit und möchte mich nun aktiver beteiligen.
Zur Person: Ich gehöre zu den "lebenslangen" Vegetariern und stamme zudem aus einer lacto-vegetarischen Familie.
Meine Lebensgefährtin war zu Beginn unserer Beziehung "Teilzeitomnivore"
(besser gesagt eine verwöhnte Lady) Madame hat nämlich ausschließlich Rindfleisch "Galloway" von einem "Archehof" gekauft.
Da sie außer schierem Fleisch weder Wurst noch andere Fertigprodukte konsumierte, war der Schritt zur vegetarischen Ernährungsweise nicht so weit und nach 15 Monaten vollzogen und 10 Monate später hat sie meinen Antrag akzeptiert.
Wir sind seit 20 Jahren glücklich verheiratet und haben drei mehr oder weniger wohlgeratene Söhne (kommt auf den Standpunkt an).
Ach ja - eh' ich es vergesse:
Milch und Eier rühre ich nicht an, solange ich mich in Ländern der Industrienationen befinde. Während meines Aufenthalts in Ländern der sogenannten "Dritten Welt" ** passe ich meine Verpflegung den Gegebenheiten an, wobei ich auch dort bis dato noch nicht in die Verlegenheit kam, Geflügel, Fisch oder Kerbtiere essen zu "müssen". Bis jetzt habe ich immer ausreichend schmackhafte pflanzliche Alternativen bekommen.
** edit: ich weiß, dass der Begriff der „Dritten Welt“ seit vielen Jahren als politisch überholt und veraltet gilt, leider ist der Begriff immer noch in vielen Köpfen präsent als Bezeichnung für die "unterwickelten", armen Länder dieser Erde.
Meine Einstellung zum Thema:
Fleisch/Fisch ist für mich die allerletzte Wahl, quasi die letzte Möglichkeit zu überleben, bis es bessere Nahrung gibt. Und ich bin sehr froh und dankbar, dass ich persönlich bis heute so eine dramatische Situation nicht erleben musste.
Die Massentierhaltung ist schändlich und des Menschen unwürdig.
Tierversuche müssen auf dem schnellsten Weg durch Alternativen abgelöst werden.
Die vegetarische Ernährung ist kein Ablaßbrief für alle Öko- und soziale Sünden.
Die Menschen müssen umgehend begreifen, dass jeder einzelne von uns aufgefordert ist, bei der nachhaltigen Gestaltung unserer Gesellschaft selber aktiv zu werden. Dabei spielen u.a. die Weiterentwicklung der persönlichen Fähigkeiten (und der Wille) zur Kooperation, der Anteilnahme, der Rücksichtnahme, der Achtsamkeit aber auch der kritische Blick auf Ressourcennutzung und dem Ressourcenverbrauch sowie auf den eigenen Konsum eine wichtige Rolle.
Bio, Fairtrade, Sustainability sollten Schritt für Schritt vom "hippen" Trend zur Selbstverständlichkeit werden. Dafür können gerade Vegetarier und auch Veganer an vorderster Front stehen und kämpfen.
Soviel zu mir - jetzt geh' ich weiter stöbern.
Hallo Byron![]()
http://youtube.com/watch?v=vMLJi9efcFs
http://youtube.com/watch?v=Ud1cyJE5EPc
http://youtube.com/watch?v=FOGG_osOoVg
Hallo
Freut mich, dass du Fairtrade auch so betonst:-)
Herzlich Willkommen hier !
Wenn ich fragen darf, in welchen "Dritte-Welt-Ländern" bist du denn so unterwegs und weshalb (irgendwelche Hilfsprojekte oder privat) ? Klingt interessant !
Bei mir gab es wie so häufig auch viele Fairtrade-Weihnachtsgeschenke ;-) Ist immerwieder ne´ gute Sache.
Liebe Grüße und guten Rutsch
Earthlings...was für ein Film...
klingt äußerst interessant !
ein herzliches 'grüß gott', byron !
Ich kann Stas nur zustimmen ! Aber ich kann mir vorstellen, dass es von den Eindrücken her ziemlich krass ist zwischen "Dritter" und "Erster Welt" hin und her zu pendeln, oder ?
Will später (wenn ich groß bin ...hihih.. :-) ) auch viel umherreisen, da ich denke dass es eines der schönsten Dinge ist viel von der Welt zu sehen und auch zu helfen....
Earthlings...was für ein Film...
Wenn Du wirklich eine Hilfe sein willst, fang' jetzt mit den Vorbereitungen an.
Wissen ist Macht, Augen auf, Lernen, Neugierig bleiben, Fragen stellen, sich nicht totquatschen lassen sondern weiterfragen. Und immer wieder nachfragen.
Irgendwo wurde das hier schon mal geschrieben, das menschliche Wissen ist niemals absolut - es wächst im besten Fall stetig.
Mir persönlich hat das Erleben der "krassen" Unterschiede geholfen, mich von einem versnobten, arroganten, verpickelten Gernegroß zu einem einigermaßen anständigen (:o) Menschen zu entwickeln, der weit über seinen eigenen beschränkten Tellerrand hinausschaut und helfend zupackt wo er es kann und das auch noch richtig gerne macht.
Durch eine Spendenaktion von "terre des hommes" in der Schule bekam unsere Klasse damals einen scharfen Blick hinter die Kulissen der Reiseveranstalter (die Potemkinschen Dörfer wurden für einige von uns schnell gläsern) Bald darauf entstand auch der Kontakt zu Mitarbeitern von UNICEF und Greenpeace.
Das alles zu sehen, zu hören und natürlich auch die hitzigen Diskussionen hat mir als 16jährigen zum Beispiel auch geholfen meinen pubertären "keinenBockaufSchule-Trip" schnell ad acta zu legen und mich zielgerichtet aufs gewählte Leben als aktiv handelnder, engagierter Mensch sinnvoll vorzubereiten. Einen "sehr guten Schulabschluss" hinlegen, wurde plötzlich erstrebenswert, eine wirklich gute Ausbildung zum erklärten nächsten Ziel, es hat mich zu mehreren Praktika und diversen Ferienjobs in soziale Einrichtungen geführt und schlussendlich ins zweckorientierte Soziale Jahr ins "arme" Ausland.
Mein Fazit bis heute - Anderen helfen, kann tatsächlich auch in dieser verrückten Welt Spaß machen.
Geändert von Byron (26.12.2009 um 12:39 Uhr)
WOW! Respekt! Du bist echt ein sehr interessanter Mensch! So ähnlich stelle ich mir meine Zukunft auch vor... Will aber zuerst Medizin studieren und dann in den "dritte Weltländern" heilen helfen...
Niemand begeht einen größeren Fehler als jemand, der nichts tut, nur weil er meint wenig tun zu können.
von mir auch noch ein etwas verspätes herzliches willkommen
ich freue mich, dass du hergefunden hast und hoffe, du bleibst uns noch lange hier erhalten ;)
lg nova
Die schlechte Nachricht:
Veganer sind keine Außerirdischen
"Komm wir essen Opa - wenn Satzzeichen Leben retten"
Ui, jetzt hab ich erst deine Vorstellung gelesen, klingt ja irre interessant. Ich war zwar schon in einem "Dritte-Welt-Land" aber nur freizeitmäßig. (Hatte dort übrigends so gut wie keine Probleme mit veganer Ernährung, man war immer bemüht - und dort schmecken auch die Bananen im Gegensatz zu denen hier. ;-) )
Allerdings hab ich dann auch mal etwas gegoogled ob man sich dort nicht mal einige Zeit engagieren könnte - aber Know-How im Bereich EDV-Technik sowie Programmierung scheinen dort leider nicht recht gefragt, oder? Hab dazu zumindest leider überhaupt nichts gefunden. Also wenn du Tips für mich hättest würd ich mich freuen.
"Die Speisekarte in der Hand,seh ich über den Tellerrand[...]
die Würde des Schweins ist unantastbar." (Reinhard Mey)
*Lachweg* einem alten Drachen Sirup ums Maul schmieren? Ich zeig Dir aber meinen mit güldenen Gemmen geschützten Bauch nicht
http://www.unicef.de/mitarbeit.html
http://www.msf.org/msfinternational/volunteer/
und noch einige andere mehr. Allerdings möchte ich hier kein Linkfarmer werden. Also belassen wir es bei diesen beiden als Beispiel.
Ähnliche Themen auf Vegetarierforum.com