Vegetarierforum.com ist ein Treffpunkt für Vegetarier und Veganer.
ich kann die Berichte über den Mord, Totschlag, die Tierversuche nicht mehr lesen. Nachdem ich gestern mal wieder im Tierbefreier Magazin geblättert habe, war mir klar das ich dort wohl die meisten Artikel nicht mehr lesen werde/kann.
Mich macht das ganze Leid das von uns Menschen ausgeübt wird, so traurig und wütend. Ich schäme mich dieser Spezies anzugehören. Wenn ich die Gesichter, die Augen der Tiere sehe, die Angst, das Leid, den Schmerz, kommen mir die Tränen. Ich muß immer wieder darüber nachdenken, welche Schmerzen und Angst diese Tiere mitmachen.
Das Unverständnis der Tiere "warum wird mir dieser Schmerz zugefügt" ...
Was mag ein solches Lebewesen denken? Geboren und mit Schmerzen aufwachsen um dann geschlachtet oder gequält zu werden.
Ich wünsche mir den Menschen die diese Taten ausführen ein Gewissen, mehr nicht, den das müssen sie irgendwo verloren haben.
Naja, dann schau dir das nicht mehr an. Das hab ich toffel gestern schon geschrieben. Bringt doch nichts dich fertig zu machen, wo du doch nichts dafür kannst. Du solltest diese Artikel und Videos (wenn du welche hast) zwar alle aufheben, für den Fall, dass mal wieder jemand nach dem "Warum" fragt und ansonsten versuchen nicht allzu oft daran zu denken.
"People are more violently opposed to fur than leather because it's safer to harass rich women than motorcycle gangs" (Alexei Sayle)
Ich kann mich da nur klauderhase anschließen. Du musst dir diese Bilder nicht ansehen. Ich tue es bei vielen grausamen Dingen auch nicht mehr, weil ich dann diese Bilder lange nicht mehr aus dem Kopf bekomme und es mich psychisch einfach zu sehr belastet. Trotzdem finde ich solche Bilder und Filme enorm wichtig, denn das ist die beste Möglichkeit über Tierleid zu berichten. Und oftmals sind es ja dann eben diese Reportagen, die die Leute zum Umdenken bringen.
Ich fände es auch gut, wenn man auf jedem Fleischprodukt im Supermarkt einen Aufkleber finden würde auf dem steht, dass dieses Produkt aus der Massenproduktion stammt, und die Tiere dort nur leiden müssen. Bilder hierzu wären auch nicht schlecht. Allerdings wird das nie in die Tat umgesetzt, da die Fleischindustrie schließlich Profit machen will. Und da ist es am besten, wenn man auf sein Produkt Tiere auf Weiden in der Natur druckt. Das wirkt dann so natürlich.
ehrlich gesagt finde ich es sehr wichtig, dass man sich das ansieht...damit man nicht vergisst woran man glaubt und wofür man einsteht.... radikaler formuliert, ich finde, dass ein jeder sich das ansehen müsste....
und wie islandheizi schon sagt, die fleischindustrie sowie der ganze rest ist auf profit aus.... da bleiben nicht viele möglichkeiten um aufmerksam zu machen.... und leider wird sich niemand freiwillig eine zeitschrift angucken, der nicht gewillt ist, sich damit auseinander zu setzen.... und zwingen kann man niemanden.....
also bleibt einem nur reden reden reden und reden und reden und reden.... und nur reden mancht müde ..... ;/
Mir ist schon klar wie irre wichtig die Berichte, Videos und Bilder sind. Und ich ziehe meinen Hut vor den Leuten die da an vorderster Front kämpfen.
Wenn ich dann aber wieder ein Bild sehe und in die Augen der leidenden Tiere... geht mir nicht mehr aus dem Kopf.
Und es gibt so wenig Menschen die uns Veganer und Tierrechtler verstehen können. Warum ist es den meisten Leute einfach schei... egal was mit den Tieren passiert? Warum schauen alle weg?
Das schlimme ist, egal wo man hinschaut, hinter so vielem steht Tierleid. Was ist das bloß für eine Welt, wie konnte das so weit kommen?
es ist nicht die welt...die welt ist wunderschön.
es sind die menschen.....warum es ihnen egal ist? weil es sie nicht betrifft, so nehmen sie an.... purer blinder egoismus.....
Ja, das kenne ich. Mittlerweile schaue ich mir solche Bilder/Filme auch nicht mehr an (hab das sowieso kaum gemacht). Auch Texte reichen manchmal bei mir, damit ich daran tagelang denken muss (viel Fantasie ist nicht immer gut) und ich mich quasi schlecht fühle.
Hat aber nicht nur mit Tieren zu tun, auch ähnliche Berichte/Bilder/Videos von Menschen erreichen das gleiche.
Ich sehe es so: Die Tiere leiden/litten. Das aber ich nun auch leide, würden die Tiere sicherlich nicht wollen. Also schaue ich mir solche Sachen nicht an und mache mir auch nicht allzu viele Gedanken darüber, was das alles für Schmerzen und für Qualen sein könnten. Den Tieren bringt es nichts. Viel mehr versuche ich selber glücklich zu sein (mit meinem vegetarischen Lebensstil), was mir auch meistens gut gelingt, versuche so, andere Leute auch fröhlich zu machen, was meiner Meinung nach dazu führt, dass die Welt im gesamten ein wenig glücklicher und damit friedfertiger wird, was nicht zuletzt auch wieder den Tieren zugute kommt (und außerdem bemerken dann andere, dass man als Nicht-Fleischesser durchaus auch ein glückliches Leben führen kann, wogegen ja einige überzeugte Carnivoren doch noch so ihre Vorurteile zu haben scheinen).
Wie gesagt, den Tieren bringt es nichts, wenn unter ihrem Leid auch du noch leidest.
Früher konnte ich diese Bilder oder Filme auch verdrängen. Das tat gut. Man ist noch gesellschaftsfähig, sitzt scheinbar fröhlich plaudernd neben "Freunden" im Restaurant, die dir bei der Bestellung freundlich lächend mitteilen, dass du dir doch sicher nichts draus machst, wenn sie hier und jetzt ein Schnitzel bestellen. Denn schließlich haben sie ja auch nichts dagegen, dass du kein Fleisch frißt. Du wird als loyaler Vegetarierer (Veganer sind glaube ich seltener so loyal - aber ich schließ es nicht aus) angesehen, der niemanden radikal missionieren möchte. Denn schließlich muss doch jeder selber sehen, was er tut und läßt.
Nachdem ich aber im Rahmen meines Studiums das ganze Tierelend hautnah erleben durfte. Angefangen vom Schlachthofpraktikum bis hin zur Rinderklinik, - in der schwangeren Kühen (nur Menschen sind trächtig) noch eine Klaue amputiert wird, nur damit sie noch gebären können und noch mal Milch liefern,
- wo u. a. von MEINEN Studiengebühren eine Kuh mit Pansenfistel (hier gab es mal einen Thread über Kühe mit Schraubverschluß - das ist genau das) angeschafft bzw. operiert wurde, nur damit die Studenten mal das Innenleben einer Kuh begrapschen können (die Fistel musste mehrmals nachgeschnitten werden, weil sie sich immer wieder schließen will. Bei Kühen wird im Stehen nur mit Lokalanästhesie operiert - eine Qual die auch ich mir vorher nie hätte vorstellen können. Von meinen Mitstudenten wurde diese Kuh als besonders interssant und unterhaltsam bewertet.),
- wo Schafe von eben diesen Studiengebühren angeschafft wurden, nur damit man sie regelmäßig schwängert und die Studenten dann einen Kaiserschnitt an ihnen üben können (Schafe, die normal gebären könnten - der Kaiserschnitt dient nur der Demonstration),
- wo kleine Kälber mit großen Augen von Durchfall therapiert werden, nur damit man sie eisenarm ernähren und somit anämisch krank (blutarm) zum Schlachthof karren kann, denn der Verbraucher liebt weißes, krankes Fleisch
- etc.pp. es gäbe noch so viele Beispiele.
Seit her kann ich nicht mehr nett, gesellschaftsfähig und loyal sein. Ich sitze nicht mehr mit Leuten am Tisch, die tote Tiere verspeisen. Tausendmal lieber esse ich allein. Ich käme mir sonst vor wie einer vom Kinderschutzbund, der mal eben ein Kinderporno mitansieht, nur weil es seine Freunde wollen und er krampfhaft an dieser Freunschaft festhalten möchte.
Ich kenne das Gefühl, was du oben beschreibst, dass man es kaum noch aushält unter der gedankenlosen, gefühllosen Masse, dass man sich fragt, wie Menschen so unmenschlich sein können. Eine Lösung dafür habe ich nicht gefunden. Außer, dass ich die meisten Menschen meide und mir einen Freundeskreis geschaffen habe, der ähnlich denkt wie ich. Ich glaube, wenn man sich diesen nicht schafft, geht man kaputt.
Denn jeder der "normalen" Menschen wird dir einreden wollen, dass du maßlos übertreibst. Tiere sind doch keine fühlenden Lebewesen. Gerade Nutztiere sind doch nur dazu da. Sagt ja schon der Name. Ich entgegne dann immer, dass es für mich Nutztiere genauso wenig gibt wie Nutzmenschen. Auch wenn die Geschichte hier anderes glaubhaft machen kann. Wer versteht was ich meine, hält dann zumindest die Klappe oder aber ganz empört Abstand. Ändern wirst du leider die meisten Menschen nicht. Ihre einzige Tiebfeder ist Egoismus - die unsere übrigens auch. Wir haben halt nur ein dünneres Fell. Uns macht der eigene Verzicht weniger aus, als das Elend zu kennen. Die Masse will das Elend lieber nicht kennen, damit sie bloß auf nichts verzichten muss.
Dazu kommt die von klein auf indoktrinierte Auffassung, der Mensch sei etwas ganz Besonderes - weit über den Tieren stehend. Das macht es so einfach, das Elend zu verleugnen oder Tiere ganz einfach zu verachten. Tiere sind halt minderwertige Geschöpfe. Alles was dem wertvollen Menschen dient, ist somit rechtens. Dazu zitiere ich gerne Nietzsche:
""In irgendeinem abgelegenen Winkel des in zahllosen Sonnensystemen flimmernd ausgegossenen Weltalls gab es einmal ein Gestirn, auf dem kluge Tiere das Erkennen erfanden. Es war die hochmütigste und verlogenste Minute der "Weltgeschichte": aber doch nur eine Minute. Nach wenigen Atemzügen der Natur erstarrte das Gestirn, und die klugen Tiere mußten sterben. - So könnte jemand eine Fabel erfinden und würde doch nicht genügend illustriert haben, wie kläglich, wie schattenhaft und flüchtig, wie zwecklos und beliebig sich der menschliche Intellekt innerhalb der Natur ausnimmt; es gab Ewigkeiten, in denen er nicht da war; wenn es wieder mit ihm vorbei ist, wird sich nichts ereignet haben. Denn es gibt für jenen Intellekt keine weitere Mission, die über das Menschenleben hinausführte. Sondern menschlich ist er, und nur sein Besitzer und Erzeuger nimmt ihn so pathetisch, als ob die Angeln der Welt sich in ihm drehten. Könnten wir uns aber mit der Mücke verständigen, so würden wir vernehmen, dass auch sie mit diesem Phatos durch die Luft schwimmt und in sich das fliegende Zentrum dieser Welt fühlt."
Man muss sich diese Bilder und Filme sicherlich nicht pausenlos ansehen. Aber man muss schon wissen - und das möglichst genau - was passiert. Sonst kann man nicht argumentieren - sonst wird man zum gesellschaftsfähigen Vegetarier, der zwar bei allen beliebt ist, aber selbst eigentlich nichts verstanden hat.
LG Paramecium
Ich glaube das ist auch eines meiner Probleme, im meinem Bekanntenkreis gibt es nur ein vegetarisch lebendes Pärchen, aber die nehmen das Ganze auch nicht so genau (Gummibären, Chips, Käse usw.) Bis jetzt durfte ich noch keinen Veganer kennen lernen, austausch also null. Gibt ja das Forum, aber das reicht halt nicht.
Jetzt erst mal XMas überstehen, mit lecker Gänsebraten, Fisch, Wurst und was weiß ich, halt das Fest der Liebe![]()
@Angelus
Hey hey,
ich kann dich verstehn. Mir geht es genauso wie dir - und ich könnte dran verzweifeln. Das Forum hilft mir - man wird verstanden und fühlt sich nicht mehr so einsam. Ich habe mich einem Tierschutzverein angeschlossen, sodass ich jetzt auch das Gefühl habe, dass ich etwas mache und helfe -auch wenns net viel ist. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung!!
Aufmunternde Grüße,
Josy
Es ist zwar schwer sich solche Bilder und Berichte anzuschauen, aber ich finde es dennoch richtig. Mich bestärkt es in meiner Meinung, sodass ich blöde Sprüche besser abtun kann. Und ich finde zum Beispiel auch, dass man den Kontakt zu Tierquälern nicht einfach abbrechen sollte. Lieber sollte man versuchen sie zu überzeugen und ihnen klar zu machen, wie schlecht sie sich verhalten, als einfach nichts mehr mit ihnen zu machen. Manchen muss man eben erst die Augen öffnen, wenn sie es nicht von alleine schaffen! Leider!
Irgendwann stellte sich mir die Frage warum ich als Veganer oder Vegetarier mir diese Sachen weiter ansehen soll, um zu Begreifen was es bedeutet?
Das habe ich längst, sonst wäre ich keine Veganerin.
Man ändert nix dadurch das man sich traurige Bilder ansieht, dadurch wird man höchstens fanatisch. Ändern kannst du nur was durch dein eigenes Verhalten und durch Überzeugungsarbeit.
Leiden zu begreifen ist wichtig, allerdings kann man Emotionen schwer an andere weiter tragen, auf emotionaler Basis lässt sich einfach schwer argumentieren weil die jeder anders empfindet. Mit nüchternen sachlich rübergebrachten Fakten kommt man oft weiter.
Außerdem hab ich oft das Gefühl das sich viele besser fühlen wenn sie sowas sehen, nach dem Motto "Ha das hab ich verhindert!" Das hilft nur niemanden.
Ich muss mir das auch nicht ständig antun...
Zum Beispiel habe ich Earthlings zwar auf DVD, aber bis jetzt erst einmal geguckt. Reicht.![]()
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