Diese Werbung ausblenden? - Kostenlos Mitglied werden Hallo.
Ich habe lange das Netz durchsucht, um ein paar vegane Eclair-Rezepte zu finden. Die beigefügten Bilder von den geschaffenen Kunstwerken lassen aber stets recht kleine, matschige, gummiartige Dinger erkennen. Oft farblos. Und nun waren die Tage nass. Ich begann, zu backen, zu probieren. Vielleicht 15 Versuche. Ich denke, ich habe eine Möglichkeit gefunden:
Zutaten:
200 ml Sojamilch
150 g Weizenmehl, 405er; kein Doppelgriffiges, kein Vollkornmehl
15 g - 20 g Margarine (80 % Fett); nicht mehr Margarine nehmen!
Salz nach Belieben
Vanillezucker nach Belieben
Eiersatz (von 3 Pauly - sorry, muss ich hier nennen)
KEIN Backpulver, KEINE Hefe, KEIN Ei-Ersatz in Form Banane, von Mischungen aus Sojamehl, Stärke, Gluten, Öl und sonstwie. Hatte alles nicht geklappt.
Zuallererst:
Ofen auf etwa 200 Grad vorheizen. Nicht mehr, da sonst der Teig schnell verkrustete und nicht mehr gehen könnte, und nicht weniger, da der Teig sonst zu lange feucht bliebe und zusammenfiele.
Ofenabzug öffnen, wenn vorhanden, damit die während des Backens abgegebene Feuchtigkeit entweichen kann. Bliebe der Abzug geschlossen, würde die zu hohe Feuchtigkeit im Ofen die Teigstabilität verringern, er fiele bald zusammen.
Brandteig herstellen:
Eiersatz vorbereiten.
Ohne Unterbrechung dann
Sojamilch, Salz, Zucker, Margarine aufkochen.
Mehl in einem Schwung hinein und mit einem Mixer einquirlen.
Auf Hitze, laufender Herdplatte, den Teig mit dem Mixer in dem Topf (ich nahm einen Emailletopf) 1 - 2 Minuten abbrennen. Er soll währenddessen viel Wasser verlieren. (Der Topfboden kann mitunter währenddessen etwas anbrennen. Macht nichts.)
In den heißen Teig (ich füllte ihn mitunter in eine Rührschüssel um, was aber nicht sein muss) den Eiersatz nach und nach, kleine Menge für kleine Menge, einquirlen. Gut und lange quirlen (kann einige Minuten dauern), damit der Teig Zeit hat, die zugegebene Feuchtigkeit gut zu binden und damit man den richtigen Moment der Feuchtigkeits-Sättigung erwischt. Bis der Teig sich gut ziehen lässt, er aber noch allein stehenbleibt (diese Konsistenz ist schwer zu beschreiben). Er muss feucht genug sein, um aufgehen zu können, er muss trocken genug sein, um nicht zusammenzufallen.
Backen:
Den noch heißen oder warmen Teig auf das Backblech; ca 2 cm im Durchmesser, kann auch mehr sein. Bei weniger Durchmesser trocknete er zu schnell im Ofen aus. Länge egal. Windbeutel können in der Größe großer Walnüsse aufgespritz, aufgesetzt werden.
Der Teig muss nicht durch eine Teigspritze. Es genügte, ihn auszustechen oder mit den Händen zu formen. Ich trug oft in mehreren dünnen und breiten Lagen auf, in Form von ineinander verwundenen Schlangen oder sonstwie. Probieren.
Backblech dann sofort, mit dem noch heißen, warmen Teig, in den Ofen. Unteres Drittel. Mittelschiene wäre schon zu hoch und zu heiss. KEIN Wässern, KEINE Schüssel mit Wasser mit rein.
Während des Backens, nachdem der Teig schon eine Weile aufging, mit Umluft spielen. Denn bliebe die Umluft weg, würde die Luft zu feucht und der Teig fiele zusammen, schaltete man sie zu früh zu, würde der Teig zu schnell abbacken, krusten, und nicht weiter aufgehen.
Das Aufgehen dauert, es geht recht langsam, aber es wird. Ganz leckere Bräunung kommt auch.
Der Teig geht super auf - aber nicht so sehr wie irgendwelche Backmischungs-Windbeutel beim Bäcker. Im Moment bleibt ein Rest feuchter Boden im Gebäck. Aber vielleicht werde ich mal wieder Zeit und Lust haben, um auch das hinzubekommen.
Hier also mein Versuch, meine Erfahrungen genau zu beschreiben. Und leider ist Backen abhängig von sooo vielen Faktoren (eine Menge informelles, informales Wissen und Können;-), dass ein Gelingen nicht übertragbar ist. Aber vielleicht hilft es manchen von Euch.
Und nun her mit Euren Anregungen und Erfahrungen. Ich erwarte diese und freue mich auf sie.
PS: Wenn du als Gast hier bist, kannst du deinen Nickname kostenlos anmelden, damit du auch am Forum mitreden kannst. Dauert nur ein paar Sekunden. Weiter


Mit Zitat antworten
