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Zu dem Thema Palästina-Israel habe ich nun auch einen eigenen Blog errichtet. Sinn dieses Blogs ist es Infos über Palästina öffentlich zu machen, die sonst meist unbeachtet bleiben oder unterdrückt werden.
Der Palästina-Blog
http://palaestina-israel.blog.de
Daneben gibt es noch meine neuen Blogs zur Jagd, nebst anderen, die aber noch in Arbeit sind.
Der Anti-Jagd-Blog
http://anti-jagd.blog.de/
Zitate zur Jagd
http://anti-jagd-zitate.blog.de/
Wie stehst du eigentlich zu Selbstmordanschlägen von Palästinensern in israelischen Bussen?
Mit rechtlichen Mitteln heißt aber auch keine Sippenhaft! So einer wegen einer Gewalttat verurteilt wird, darf deshalb nicht, wie es immer noch heute von Israelis praktiziert wird, das Haus seiner Familie eingerissen werden.
Hallo Detlef,
vielen Dank für die informativen Links.Komme jetzt schon fast nicht mehr vom Anti-Jagd Blog weg - gute arbeit.
I can't have s*x with your personality,
And I can't put my p*nis in your college degree,
And I can't shove my fist in your childhood dreams,
So why're you sharing all this information with me?
Jon Lajoie
Hi Lena,
im Anti-Jagd-Blog steht erst mal das Gerüst. Viele Infos müssen da erst noch rein. Die Jagdszene braucht aber auch wieder eine Seite, die nicht von UL unterwandert ist. Leider haben Tierrechtler in der Vergangenheit das Anti-Jagdthema derart vernachläßigt, so dass es viele Jagdgegner zu dieser Sekteini hinzog. Und da meine frühere Anti-Jagdseite kranheitsbedingt auch nicht mehr im Netz war, hatte UL freie Bahn. Und um das zu ändern muss man mehr tun, als sich nur von UL zu distanzieren, z.B selber das Anti-Jagdthema besetzten.
Der Anti-Jagd-Blog
http://anti-jagd.blog.de/
Gerade du, Detlef, der von einer friedlichen Welt träumt, beleuchtst das Israel-Palästina-Problem radikal einseitig, wie man es von der "Steinzeit-Linken" kennt.
Wohin flüchten denn zB Homosexuelle oder andere Moslems die "sexuelle Verfehlungen" begangen haben, vo "Hosen tragen als Fau" über "sich vergewaltigen lassen" bis zu "rumknutschen als Nicht-Verheiratete" aus dem arabischen Raum, speziell aus Palästina bevorzugt?
Richtig, nach Israel. Weil sie dort dafür nicht gesteinigt werden.(teils im Gesetz verankert, teils eben gerne mal in Selbstjustiz, häufig gar von Familienmitgledern).
Du verlierst kein Wort übner das menschenverachtende Weltbild dass dort bei vielen vorherrscht.
Stattdessen bewirbst du Finkelstein, der von Rechten abgefeiert wird und die Verlinkung auf die Naziseite Altermedia neulich im anderen Thread spricht ja auch für sich
Wie schon Schlunz so treffend bemerkt hat, kann sich kaum eine Seite davor schützen, dass sie nicht auch von dubiosen Gestalten verlinkt wird. Es ist aber etwas anderes, ob Idioten auf gute Seiten verlinken, um sie für ihre Interessen missbrauchen zu wollen, oder ob ein Herr Broder mit rechtsradikalen, islamophoben, ausländerfeindlichen Philozionisten von PI zusammen arbeitet. Ersteres ist kaum vermeidbar, letzteres beabsichtigt. Deine Versuche den amerikanischen Juden und Sohn von Naziverfolgten, Norman G. Finkelstein, in die rechte Ecke stellen zu wollen, sind also absolut lächerlich, da er sich, anders als Zionisten, von jeglichen Rassismus distanziert. Warum nur habe ich von Dir noch nie eine Distanzierung gegenüber Rechtsradikalen gesehen, die wie PI gegen Ausländer, Linke und Muslime hetzen und sich dabei zionismusfreundlich geben? Dazu könntest Du ja auch mal was schreiben.
Für Rassismus, Apartheid und Militarismus ist im Tierecht nun mal kein Platz.
http://www.normanfinkelstein.com/
Geändert von Detlef (27.11.2009 um 12:55 Uhr)
War das jetzt deine Distanzierung von Altermedia?
Sorry bei dir scheint wirklich jeglicer Hopfen und Malz verloren.
Ich distanziere mich logischerweise von jedem Rechtsradikalismus, u. a. wegen seinem Antisemitismus und logischerweise distanziere ich mich auch von den ca. 0,05 Rechtsradkalen, die sich zionismusfreundlich geben
Und wie ist das mit Broder? Er ist es doch gerade, der sich sich fast jedem rechtsradikalen Mist anbiedern will. So etwas hat ein Norman G. Finkelstein nie gemacht. Er hat sich sogleich, wo er bemerkte, dass auch Rechtsradikale Teile seiner Texte für ihre Zwecke instrumentalisieren wollten, davon klar distanziert.
Nee, mit Hopfen und Malz habe ich es nicht so, beides macht das Hirn zu verrückt.Aber vielleicht würde ich im Vollrausch ja auch einen rassistischen, militaristischen Herrn Broder besser verstehen, der auf seinen Seiten auch noch Werbung für die Pelzindustrie macht?
Diese philozionistischen Spinner bei PI machen wie viel Prozent der Rechtsradikalen in Deutschland aus? Dieses PI-Klo gehört mit zu den größten Internetblogs in Deutschland. Wo hat ein Rippy eigentlich rechnen gelernt?
Warum nur waren schon im 3. Reich Faschisten und Antisemiten derart philozionistisch eingestellt?
Wir sind ein „Licht für die Völker“. „Nur eine innere Revolution kann die Kraft haben, unser Volk von seiner mörderischen Krankheit grundlosen Hasses zu heilen. Sie wird zwangsläufig unseren vollständigen Untergang hervorrufen. Dann erst werden die Alten wie die Jungen in unserem Land erkennen, wie groß ihre Verantwortung für das Elend der arabischen Flüchtlinge ist, in deren Städten wir Juden angesiedelt haben, die von weit her gebracht wurden; deren Häuser wir geerbt haben, auf deren Feldern wir jetzt sähen und ernten; deren Früchte aus Gärten und von Weinbergen wir einsammeln; und in deren Städten, die wir geraubt haben, wir Häuser der Erziehung, wohltätiger Einrichtungen und des Gebets errichten, während wir herumreden und davon faseln, dass wir „das Volk des Buches“ und „das Licht der Völker“ seien.“
Martin Buber, 1952
http://palaestina-israel.blog.de
"Sinn dieses Blogs ist es Infos über Palästina öffentlich zu machen, die sonst meist unbeachtet bleiben oder unterdrückt werden."
Dein Blog ist leider ziemlich einseitig - die Position der Israelis beleuchtest du kaum :-(
Dabei sind recht viele dieser "Informationen" schlicht falsch!
Z.B.: die immer wieder, gerade in letzter Zeit, wiederholte Behauptung, Israel würde den Palästinensern das Wasser stehlen und sie durch eine ungerechte Wasserpolitik willentlich in Not bringen, wie es auch Amnesty International berichtet. Die Wirklichkeit sieht anders aus:
So sind die beiden Oslo-Abkommen (1993 & 1995) die Grundlage der Wasserpolitik von Israelis und Palästinensern. Als Institution kümmert sich das israelisch-palästinensische Joint-Water-Comitee um die Einhaltung und Umsetzung der Abkommen. In den Medien wird nun - obwohl es eine rechtliche Grundlage gibt - Israel als Wasserräuber dargestellt, der palästinensische Brunnen zerstört. Nicht gesagt wird, dass dies nur ein rechtl. legitimiertes Vorgehen gegen illegale Bohrungen sind, die den Oslo Abkommen zuwider laufen. Ebenso wird nicht über die palästinensische Wasserverschwendung und nicht existenten Kläranlagen berichtet, obwohl finanzielle Mittel (auch von der EU) für genau diesen Zweck bereitgestellt wurden.
Ebenso verschwiegen wird die Tatsache, dass Israel an die Palästinenser Wasser liefert (wie in den Oslo Verträgen vereinbart) - in den letzten Jahren lag das Volumen sogar 40% über der vereinbarten Menge (dieses Wasser wird nicht verkauft, sondern als Teil der Verträge den Menschen frei zur Verfügung gestellt.) Noch eine letzte Info zum Wasserverbrauch je Einwohner (2007):
Palästinenser (Westbank) : 105 Kubikmeter
Israelis: 153 Kubikmeter
Lybanese: 949 Kubikmeter
Syrer: 861
Ägypter: 732
Oftmals sind Berichterstattungen über Israel hochgradig ideologisch aufgeladen, es wird mit zweierlei Maß gemessen. Z.B. die Flüchtlinge:
Es gibt ein UN Hilfswerk für alle Flüchtlinge weltweit.
...UND es gibt ein UN Hilfswerk nur für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA). Da gelten dann andere Regeln: Z.B. ist eigentlich ein Flüchtling, wer tatsächlich geflohen ist. ABER die pal. Flüchtlinge erhalten diesen Status qua Geburt, selbst wenn sie schon seit Jahrzehnten Bürger eines anderen Staates (Jordaniens) sind...
Oder, sehr aktuell, (willentliche?) Desinformation im dt. TV (3SAT):
http://www.hagalil.com/archiv/2009/11/24/kulturzeit/
Alle Infos lassen sich leicht im Internet überprüfen, es gibt aber auch in gedruckter Form, z.B. in der aktuellen "Konkret", S. 26. (Objektivität gibts wohl nicht, auch die Konkret ist ja sehr proisraelisch - sehr wohl kann man aber Informationen kritisch prüfen, diese dann übernehmen und drüber diskutieren.
Geändert von lchris84l (27.11.2009 um 15:29 Uhr)
Richtig ist es u.a. auch, dass Israel Palästinensern, auf ihrem eigenen Boden, seit Jahrzehnten verbietet genau so tief wie Israelis zu bohren. Das führt dazu, dass den Palis das Wasser aus geht, welches dann fast nur noch die Israelis durch ihre tieferen Bohrungen fördern können. Da allerdings jüdische Siedler in der Westbank von solchen Bohrbeschränkungen ausgenommen sind, dürfen diese dann den Palästinensern für teures Geld ihr eigenes Wasser aus Palästina verkaufen. :confused:
Auch sehr informativ:
Weltspiegel
Palästina: Wasser nur für Israelis?
http://mediathek.daserste.de/daserst...=&goto=1&show=
Die Wasserkrise in den palästinensischen Gebieten
Das Jordanbecken und das Grundwasser des Mountain Aquifer sind die beiden Quellen, die Israel nach internationalem Recht mit den Palästinensern teilt. Geographisch liegt das Gebiet des Mountain Aquifer hauptsächlich auf palästinensischer Seite, doch Israel nutzt 79% des Wassers für sich, für die Palästinenser bleiben 21%. Das Jordanbecken können die Palästinenser seit 1967 überhaupt nicht mehr nutzen. Neben privat gesammeltem Regenwasser bleiben den Palästinensern nur die Grundwasser des Mountain Aquifer und des salz- und nitrathaltigen Coastal Aquifer. Daher sind sie schon seit Jahren gezwungen, Wasser von Mekorot abzukaufen.
Der durchschnittliche Wasserverbrauch der Westbank beträgt für Haushalte, urbane Zwecke und Industrie derzeit 60 Liter pro Person und Tag. Demgegenüber verbraucht ein Einwohner in Israel für die gleichen Zwecke 350 Liter pro Tag, der Wasserverbrauch in den jüdischen Siedlungen in Westbank und Gazastreifen wird sogar auf 584 Liter am Tag geschätzt. Die WHO nennt als empfohlene Mindestmenge 100 Liter pro Tag. Wasser für den Agrarsektor ist darin noch nicht enthalten.
Während alle Haushalte in Israel trotz der Wasserkrise (noch?) mit einer unbegrenzten Menge sauberen Wassers versorgt werden, ist die Wasserversorgung der Palästinenser oft unzureichend, sowohl was Menge, als auch was Qualität des Wassers betrifft, und unzuverlässig – im Sommer können einige Städte manche Bezirke nur stundenweise oder nur manche Tage pro Woche mit Wasser versorgen.
Diese ungleiche Verteilung des Wassers geht bereits in die Fünfziger Jahre zurück. Das technisch und ökonomisch weiter entwickelte Israel pumpte bereits zu dieser Zeit aus Aquiferen ab, die mehrheitlich auf palästinensischem (damals jordanischem) Gebiet liegen. Als Israel 1967 die Kontrolle des Wassersektors von Ägypten und Jordanien übernahm, wurde es nach internationalem Recht auch verpflichtet, die "natürlichen Ressourcen" der besetzten Gebiete verantwortlich zu verwalten. Stattdessen hat Israel eine Entwicklung, die dem steigenden Wasserbedarf der Westbank gerecht geworden wäre, durch mangelnde Investitionen in diesem Bereich und durch Einschränkungen und Verbote verhindert. Einige Studien konnten nachweisen, dass die Menge der öffentlichen Ausgaben in den besetzten Gebieten geringer als die von Israel eingenommene Steuermenge war. Die Erschließung neuer Brunnen für die Westbank wurde durch langwierige und oft erfolglose bürokratische Prozesse erschwert, so dass bis 1996 weniger Brunnen neu erschlossen wurden, als bereits vorhandene versiegten. Uneinigkeit besteht in der Frage, ob durch die Bohrung von Tiefbrunnen für israelische Siedlungen die flacheren Brunnen der palästinensischen Nachbarschaft zum Versiegen gebracht worden sind – dies behaupten palästinensische Forscher. Die israelischen Forscher erkennen das nur in einem Fall an und vertreten in den anderen Fällen die Ansicht, dass die tieferen Grundwasserschichten der israelischen Brunnen keine Verbindung zu den flacheren hätten. Ab 1975 regelte Israel durch Quoten die Menge des Wassers und die Tiefe der Brunnen, ohne dabei auch nur annähernd dem Bedarf der Bevölkerung gerecht zu werden. Seit 1967 hat Israel nun auch Zugang zum Mountain Aquifer, den es vor der Eroberung der Westbank nicht nutzen konnte.
Israel/Palästina -- Bis zum letzten Wassertropfen
http://www.gfbv.de/inhaltsDok.php?id=69
Hallo erstmal Detlef :-)
Wie schön, mit dir über dieses Thema sprechen zu können. Ich glaube irgendwie nicht, dass wir da zu einer Meinung kommen können, da es so viele unterschiedliche, sich widersprechende Quellen zu gibt. Ich bin jedenfalls gespannt, was das hier so ergibt.
Ich glaube, dass bei dem Bericht des Weltspiegels einiges im Argen liegt.
" Ab 1975 regelte Israel durch Quoten die Menge des Wassers und die Tiefe der Brunnen, ohne dabei auch nur annähernd dem Bedarf der Bevölkerung gerecht zu werden."
- wieso werden die Abkommen von Oslo nicht erwähnt? Ebenso sind die Zahlen beim Wasserverbrauch andere.
Mir ist klar, dass Israel die Palästinenser schlecht behandelt, aber mich ärgert ungemeint, dass die v.a. dt. Berichterstattung oft so einseitig ist. Da werden Fakten verdreht, ausgelassen oder gelogen. S. die von mir zitierte 3Sat Kritik Bericht.
Die Israelis werden als landgierige fanatische Siedler dargestellt - dass sie seit 60 Jahren um ihr Überleben kämpfen (in manchem Ort jeden Tag) wird ausgeblendet. Seit 60 Jahren kämpfen die Menschen da gegen einen zweiten Holocaust. Nichts anderes hatten und haben? die Führer der arabischen Staaten im Sinn. In vielen Geschichtsbüchern steht, nach der Proklamation Israels sei "ein Krieg ausgebrochen". Richtiger ist, dass fünf arabische Armeen den jüdischen Staat vernichten und die "Juden ins Meer" werfen wollten.
Auch heute noch steht dies als Ziel der Hamas in ihrer Charta.
Genau das ist diese israelische Propaganda, die man immer hört. Zionisten sind allerdings als Kolonialisten nach Palästina gekommen. Sie hatten nie vor mit Arabern in Frieden zu leben. Was daraus folgte war die Nakba, dessen Verbrechen bis heute immer noch von Israelis verharmlost und verschleiert werden sollen. Dazu schrieb der israelische Historiker Ilan Pappe ein ganz hervorragendes und erschütterndes Buch.
Pappe, Ilan (israelischer Historiker)
Die ethnische Säuberung Palästinas
531 Dörfer zerstört, 800.000 Menschen entwurzelt- Die Gründungsväter des Staates Israels gingen über Leichen.
http://www.arendt-art.de/deutsch/pal...chkritiken.htm
Wer dieses Buch gelesen hat wird wohl nie mehr den bekannten, israelischen 1948-Märchen auf den Leim gehen.
Geändert von Detlef (28.11.2009 um 21:57 Uhr)
Ich habe das Buch nicht gelesen, bin aber auf eine Rezension gestoßen, die alles andere als Positiv klingt:
--------------
Das Buch von Ilan Pappe, der zu den "neuen Historikern" Israels, welche die israelische Geschichte für Mythenbildung halten, gezählt wird, ist bei Zweitausendeins erschienen. Das Programm dieses Verlages umfaßte Themen, wie die Entführung von Menschen durch kleine, graue Aliens, die "Wahrheit" über die Kornkreise und Verschwörungstheorien aller Art: von der CIA als größter Drogenhändler bis zu den obskursten Elaboraten über 9/11. Deshalb ist auch im Fall dieses Werkes erst einmal Vorsicht geboten.
Doch zunächst zum historischen Hintergrund. Am 29. November 1947 beschloß die UNO einen Teilungsplan Palästinas, der den Juden 56 Prozent und den Arabern 44 Prozent des Territoriums zusprach. Die arabische Seite lehnte diesen Plan strikt ab. Als am 15. Mai 1948 das britische Mandat über Palästina endete und gleichzeitig der Staat Israel die Unabhängigkeit mit sofortiger Anerkennung durch die USA und die UdSSR erhielt, marschierten am gleichen Tag die Armeen Ägyptens, Transjordaniens, Syriens, Iraks und Libanons in Palästina ein. Damit begann der Kampf ums Überleben des jüdischen Staates. Die erste Fluchtwelle der Palästinenser setzte bereits im Dezember 1947 mit dem Weggang der städtischen Oberschicht ein, dem die Bewohner ganzer Stadtviertel und vieler Dörfer folgten. Zweifelsohne wurde die zweite Welle durch das Vorgehen jüdischer Einheiten im Kampf um die Straße von Tel Aviv nach Jerusalem ausgelöst. Der überwiegende Teil der Menschen floh jedoch aufgrund der Kampfhandlungen, bei denen arabische Einheiten ganze Dörfer evakuieren ließen. Inwieweit arabische Politiker die Palästinenser zur Flucht aufgefordert haben, ist bis heute unklar.
Folgt man den Ausführungen Pappes galt der "Plan Dalet" nicht der Sicherung der UNO-Grenzziehung durch jüdische Militärorganisationen, sondern der systematischen ethnischen Säuberung Palästinas. Hinter diesem Masterplan steckte angeblich niemand anders als David Ben Gurion zusammen mit einer ominösen Beratergruppe. Dann läßt Pappe im Rahmen der Umsetzung dieses Planes das palästinensische Blut in Strömen fließen. Als wären die israelischen Einheiten nicht in einen Existenzkampf verwickelt, ja als gebe es gar keine arabischen Truppen, hasten die Israelis ungehindert von Dorf zu Dorf, um systematisch Massaker an der Zivilbevölkerung, einschließlich Frauen und Kindern, anzurichten.
Das krasseste Beispiel ist der Bericht über das Massaker in Tantura mit 230 Opfern. Pappe stützt sich dabei auf den Studenten Teddy Katz, der im Rahmen seiner Doktorarbeit Interviews mit "Überlebenden" über 50 Jahre nach den Ereignissen führte. Seltsamerweise drang in all den Jahrzehnten nichts davon an die Öffentlichkeit, obwohl arabische Wissenschaftler alles daransetzen, um Israel Kriegsverbrechen nachzusagen. Katz wurde von Veteranen der Alexandroni-Brigade, die dieses Verbrechen begangen haben soll, wegen Verleumdung verklagt. Das Gericht stellte fest, dass die Forschungsarbeit Fälschungen und Lügen beinhalte, nachdem sowohl jüdische als auch arabische Zeugen bestritten, dass sich nach der Kapitulation des Dorfes ein Massaker ereignet hätte. Katz unterzeichnete einen Entschuldigungsbrief. Die Doktorarbeit wurde nachträglich von der Universität Haifa aberkannt. Das hält Pappe aber nicht davon ab, seitenlang über dieses Massaker, das nie stattfand, zu berichten.
Keine Frage, dass während dieses Krieges von israelischer Seite auch Kriegsverbrechen begangen wurden. Dazu zählt der Angriff auf das Dorf Deir Jasin, dem 354 Palästinenser zum Opfer fielen. Aber die Herangehensweise Pappes an dieses wichtige Thema wird den elementarsten Voraussetzungen historischer Forschung nicht gerecht.
(Eine der amazon Bewertungen)
Hallo Detlef,
was sagst du denn zur Hamas?
http://youtube.com/watch?v=vMLJi9efcFs
http://youtube.com/watch?v=Ud1cyJE5EPc
http://youtube.com/watch?v=FOGG_osOoVg
@lchris84l
Dann lies dieses Buch am besten erst mal und fraqe auch mal, was die Hagana, die Irgun und die berüchtigte Sterngruppe 1948 getrieben haben. War schon das Balfour-Abkommen von 1917 ein Gaunerstück, so übertrafen die Verbrechen der Nakba von 1948 doch alles. Wer bis dahin noch irgend welche Illusionen hatte, dass Zionisten mit der einheimischen Bevölkerung in Palästina auch friedlich neben einander leben wollen, konnte sie danach getrost begraben. Der 1948 Krieg war, wie Ilan Pappe gut beschreibt, auch nur ein Scheinkrieg, da die ALA fast nur Jordanisches Gebiet verteidigte, nebst Jerusalem. Jordanien, die die ALA anführte hatte sich ja auch schon vor dem Krieg mit den Zionisten über die Aufteilung des Landes geeinigt. Es wurde nur noch um Jerusalem gekämpft. Die Palis im Westen waren dem israelischen Terror also hoffnungslos ausgeliefert. Den halfen keine ALA-Truppen. Auch der spätere Friedennobelpreisträger Rabin war an diesen Massakern und ethnischen Vertreibungen beteiligt. Da wurde gemordet, vergewaltigt und geplündert, nebst ganze Dörfer dem Erdboden glatt gemacht. Und selbst als die Palis mit Booten flüchten wollten, schoss man ihnen noch hinter her, damit je keiner auf die Idee käme, in seine Heimat zurück zu kehren. Später erfand man ganz zynisch die Märchen, Israelis hätten den Palästinensern noch freundlich zugeredet doch im Land zu bleiben. ??? Da versteht man auch warum etliche Zionisten auch schon vor 1945 so pro-faschistisch waren, wie z.B. der Mussolinibewunderer Jabotinsky.
Nee, mit zionistischen Märchenstunden braucht mir keiner mehr zu kommen, denn die wurden nur von Kriegsverbrechern geschrieben. .
Gäbe es einen palästinensischen Staat, gäbe es auch keine Hamas mehr. Nach Gaza wurden viele Palis wegen der Nakba vertrieben. In so einem Freiluftgefängnis radikalisiert wohl fast jeder. Nicht zu Unrecht vergleichen auch etliche Juden Gaza mit dem Warschauer Ghetto. Und hin und wieder gibt es da eben auch einen Ghettoaufstand. Aber dann wird das Ghetto eben wieder bombardiert.
http://palaestina-israel.blog.de
Geändert von Detlef (29.11.2009 um 06:50 Uhr)
Vlt. lese ich wirklich mal das Buch. Inwiefern Israel Palis im Unabhängigkeitskrieg vertrieb und ob es Massaker gab - oder ob es diese Massaker nicht gab und ob die arab. Führer Palis dazu aufrief, das Land zu verlassen, bringt uns hier nicht weiter, denk ich, da jeder seine eigene Meinung und Quellen präsentiert. Ich für meinen Teil glaube, dass es israelische Vertreibungen und vlt. auch Massaker gab, wie in jedem Krieg, das auszuschließen wäre naiv - ebenso wie auf der Gegenseite Juden vertriebe und masakriert wurden. Ich denke jedoch nicht, dass es von seiten Israels geplante und im großen Maßstab durchgeführte Massaker an den Palästinensern gab. Ich könnte dir da einige Quellen und Autoren nennen (z.B. Benny Morrs http://www.hagalil.com/01/de/Israel.php?itemid=2132 - das von dir genannte Buch scheint jedenfalls streckenweise falsch zu sein, s. mein zitiertes Review;
Sag doch bitte ebenfalls zu folgenden Fragen etwas:
- Wieso werden die pal. Flüchtlinge so besonders behandelt (UNRWA, um alle anderen Flüchtlinge weltweit kümmert sich das UNHCR). Warum wurden die ca. 1.000.000 pal. Flüchtlinge nicht in die angrenzenden Staaten integriert, sondern im Kampf gegen Israel instrumentalisiert?
- Über die ca. 1.000.000 pal. Flüchtlinge 1948 - 1967 wird viel geredet; aber das in dem Zeitraum ungefähr ebensoviele Juden aus arab. Ländern fliehen mussten - es gab also 1.000.000 jüdische Flüchtlinge aus arab. Ländern nach Israel - wird oft vergessen. S. http://wahrheitgraben.wordpress.com/...htlinge-juden/
Jordanien hat Hunderttausende Palis aufgenommen. Dort sind sie auch heute keine Bürger 2. Klasse. Es ist aber absolut pervers, wenn die israelische Seite immer mehr Palis aus ihrer Heimat vertreibt und dann sich darüber beschwert, dass diese von ihnen Vertriebenen, nicht alle von den arabischen Staaten auf genommen werden. Genau so könnten Nazis fragen, warum nicht die anderen Europäer alle Juden nebst Sintis&Romas aufgenommen haben. So etwas ist einfach nur zynisch. Daneben geht es den Muslimen sicherlich auch um Jerusalem. So alle Palästinenser vertrieben würden, ginge auch Jerusalem für Muslime verloren. Das Thema ist also schon etwas vielschichtiger.
Benny Morris kann ich wiederum nicht sehr ernst nehmen. Der ist wieder voll in den israelischen Mainstream zurück gefallen. Einer der wenigen korrekten Zionisten ist noch Uri Avnery.
http://www.uri-avnery.de/
Der hat deswegen aber auch schon Morddrohungen von militanten Zionisten bekommen.
Eine gute jüdische Seite ist sonst noch : Der Semit von Abraham Melzer.
http://www.dersemit.de
Geändert von Detlef (29.11.2009 um 09:34 Uhr)
Ja, die allgemein anerkannte Geschichtsschreibung ist "israelische Propaganda", klar, sowas hört man von Ahmadenidschad und der NPD auch des öfteren.. Da zieht Detlef lieber die seriöse Naziseite Altermedia als Quelle heran und hängt den "neuen Histoikern" an den Lippen, die von der Fachwelt für genau das kritisiert werden, was ein seriös arbeitender Historiker eben nicht machen darf: Unwissenschaftlich arbeiten.
Ich kann jedem der sich mit dem Thema Israel / Palästina beschäfigen will, nur raten, an das Thema heran zu gehen wie ein seriösrer Historiker das tut (Stichwort Quellenkritik)
Informationen sollte man sich aus ALLEN Richtungen holen um sich daraus sein eigens Bild zu machen und sich nicht von Hasspredigern wie Detlef einlullen lassen Den Anfang könnte man zB damit machen zu recherchieren, was Israel und was die arabischen Staaten an Palätina an Hilfsgeldern zahlen und wie es sein kann dass Herr Arafat Multimillioär war während es seinem "Volk" schlecht ging.
Mit Detlef zu diskutieren macht für mich auch keinen Sinn, wenn er 21 wäre okay, dann könnte man seinen Schmonz noch als Jugendsünde verbuchen, so ists wohl leider zu spät
Du weißt nichts und willst auch nichts wissen, da dir das Leben der palästinensischen Opfer reichlich am Arsch vorbei geht. Derart "sensibel" kann aber nicht jeder sein. Mit 17 glaubte ich auch noch, das Golda Meir eine leuchtende Heilige sei. Lang ist es her. Zum Glück habe ich mich allerdings auch mit Judentum und Zionismus beschäftigt. Heute weiß ich wie faschistoid dieser Zionismus immer gewesen ist. Er hat nicht nur Palästinenser in ihrer Heimat ermordet, vertrieben und unterdrückt, sondern auch zur Zeit der Shoa die Juden in Europa verraten. Er geht bis heute über Leichen. Tja, manche 17-jährige können noch für den Militarismus geworben werden, ich war aber schon mit 17 mit dumm genug dafür.
Noam Chomsky “Löscht alle Wilden aus!” - Gaza 2009 (Teil 1)
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005502.html
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