+ Auf Thema antworten
Seite 1 von 5 123 ... LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 1 bis 50 von 231

Thema: Wichtige Fakten für Veganer (B12)

  1. #1
    Draven

    Standard Wichtige Fakten für Veganer (B12)


    Diese Werbung ausblenden? - Kostenlos Mitglied werden
    Also ich sammle viele Informationen zum Thema "Vegan" ;)

    Es gab auch schon ein Paar Thema zu Vitamin B12 aber ich finde das Thema wichtig genug, um noch eins zu eröffnen...

    Sehr interessante Seite, die jeder Veganer oder Vegetarierer mit sehr wenig Tierischen Produkten lesen sollte;)
    http://vegan.de/foren/read.php?152,3...646#msg-358646
    http://vegan.de/foren/read.php?152,3...647#msg-358647
    PS: Wenn du als Gast hier bist, kannst du deinen Nickname kostenlos anmelden, damit du auch am Forum mitreden kannst. Dauert nur ein paar Sekunden. Weiter

  2. #2
    drachenfels

    Standard

    Zitat Zitat von SaVaS Beitrag anzeigen
    Also ich sammle viele Informationen zum Thema "Vegan" ;)

    Es gab auch schon ein Paar Thema zu Vitamin B12 aber ich finde das Thema wichtig genug, um noch eins zu eröffnen...

    Sehr interessante Seite, die jeder Veganer oder Vegetarierer mit sehr wenig Tierischen Produkten lesen sollte;)
    http://vegan.de/foren/read.php?152,3...646#msg-358646
    http://vegan.de/foren/read.php?152,3...647#msg-358647
    Habe jetzt einiges gelesen aber bei weitem nicht alles was da so kontrovers diskutiert wird nachvollziehen können. Dazu fehlt mir einfach die Erfahrung und das Wissen. Wer kann da helfen? Muß ich mir also Sorgen um mögliche B 12 Mangelerscheinungen etc. machen wenn ich nicht Medizin studiert habe? Worauf muß ich also achten? Insb. wie stelle ich durch eine normale (ohne Zusatztablette) Ernährung sicher ausreichend B 12 sowie Folsäure zu mir zu nehmen? Mein Wissen steckt wie ihr merkt in den Kinderschuhen!:confused:

  3. #3
    India

    Standard

    Zitat Zitat von drachenfels Beitrag anzeigen
    Mein Wissen steckt wie ihr merkt in den Kinderschuhen!:confused:
    An einem B 12 Mangel können auch Omnivore leiden (das vergessen diese oft, und verwenden dieses Scheinargument gegen den Veganismus ;) ).

    Ich empfehle folgenden Link zu lesen: http://www.vegetarismus.ch/heft/2005-1/b12.htm

  4. #4
    drachenfels

    Frage

    Zitat Zitat von India Beitrag anzeigen
    An einem B 12 Mangel können auch Omnivore leiden (das vergessen diese oft, und verwenden dieses Scheinargument gegen den Veganismus ;) ).

    Ich empfehle folgenden Link zu lesen: http://www.vegetarismus.ch/heft/2005-1/b12.htm
    Das hat mir schon weitergeholfen. Doch etwas verwirrt bin ich trotzdem. Ist es deiner Meinung nach notwendig Präparate einzunehmen? und wenn ja reicht das 1 x die Woche? Wie macht das ein richtiger Veganer?

  5. #5
    India

    Standard

    Zitat Zitat von drachenfels Beitrag anzeigen
    Das hat mir schon weitergeholfen. Doch etwas verwirrt bin ich trotzdem. Ist es deiner Meinung nach notwendig Präparate einzunehmen? und wenn ja reicht das 1 x die Woche? Wie macht das ein richtiger Veganer?
    Wie das ein richtiger Veganer macht weiss ich nicht (esse erst seit letztem Juni vegan ;) ).

    Die Schoko-Sojamilch die ich trinke hat B12 drin, und beispielsweise meine bevorzugten (superleckeren) Müsliriegel auch. Es ist jedoch nicht so, dass ich das massenweise trinke/esse - einfach ab und zu.

  6. #6
    Rygel

    Standard

    Ich schlucke nach wie vor meine Algen-Tabletten, wenn die leer sind, wechsele ich mit einem anderen Produkt ab, um so auf der ganz sicheren Seite zu sein. Der Körper kann ja B12 speichern, wenn ich da tatsächlich mal auf Analoga treffe, gleiche ich das mit dem Wechsel dann wieder aus. Bis jetzt habe ich leider noch keinen Veganer kennengelernt, der schon länger als 20 Jahre vegan lebt, deshalb kann ich auch keinen fragen, wie das im Alter aussieht. Ich sehe nur, daß selbst die älteren Omnivoren in meiner Umgebung sehr häufig einen B12-Mangel haben, da kann ich mir nicht vorstellen, daß ausgerechnet Veganern das nicht passiert. Außerdem möchte ich nicht in ein paar Jahrzehnten sagen "Scheiße, war doch nicht so dolle, hättest du mal lieber..."

  7. #7
    Spirit.Sweet

    Standard

    Also ich nehme ja jeden Morgen SojaMilch, in der auch Vitamin B12 drin ist für mein Müsli.. und trinke säfte in denen das drin ist, das müsste doch langen oder?

    lg Dani

  8. #8
    Tanja

    Standard

    Nur in aller Kürze: als Veganer sollte man unbedingt B12 supplemetieren, egal, ob über Tabletten doer angereicherte Nahrungsmittel. Der Tagesbedarf liegt bei 1-3 ug, das sollte also abgedeckt sein.
    Algen (inklusive Spirulina) sind keine zuverlässige B12-Quelle, auch wenn das Gerücht noch immer umgeht, ebenso sind Sanddorn und Lopino keine B12-Lieferanten.
    Soweit das von mir :-)
    Tanja

  9. #9
    Draven

    Standard B12..

    Also ich will ma kurz meinen Senf dazugeben wegen:"Ich brauch keine Tabletten und Tropfen ich trinke immer Sojamilch und angereichertes Zeugs"

    In Sojamilch und Co. ist doch genau das gleiche chemische Zeugs wie in z.b. B12 Tropfen, warum dann nicht am Tag ein paar Tropfen und sich sicher sein nicht zuwenig B12 zu haben, als teure Produkte kaufen "nur" weil sie B12 zugesetzt bekommen haben?

    Warum sich auf bestimmte Sorten festbeißen, nur weil sie B12 haben(nicht von natur aus sondern tja..), wenn ich viel mehr anderes veganes Zeugs essen kann, wenn ich ein paar Tropfen nehm?



    Zitat Zitat von Tanja Beitrag anzeigen
    Nur in aller Kürze: als Veganer sollte man unbedingt B12 supplemetieren, egal, ob über Tabletten doer angereicherte Nahrungsmittel. Der Tagesbedarf liegt bei 1-3 ug, das sollte also abgedeckt sein.
    Algen (inklusive Spirulina) sind keine zuverlässige B12-Quelle, auch wenn das Gerücht noch immer umgeht, ebenso sind Sanddorn und Lopino keine B12-Lieferanten.
    Soweit das von mir :-)
    Tanja
    Steht alles im VeganerForum bei den Links von mir^^

  10. #10
    Spirit.Sweet

    Standard

    Aber wenn ich doch was für mein müsli brauche trinke ich Sojamilch. Da ist das nunmal drin, warum sollte ich dann noch anderes zeugs nehmen.. Ich bin mir sicher das die dosis zusammen mit Säften reicht..

  11. #11
    sonny

    Standard

    Zitat Zitat von Spirit.Sweet Beitrag anzeigen
    Aber wenn ich doch was für mein müsli brauche trinke ich Sojamilch. Da ist das nunmal drin, warum sollte ich dann noch anderes zeugs nehmen.. Ich bin mir sicher das die dosis zusammen mit Säften reicht..
    Man braucht wirklich sehr wenig B12. Ich hab ja diese angeborene Krankheit und kann B12 oral eingenommen oder gegessen, nicht verarbeiten. Egal wie viel ich zu mir nehme oder schlucke, es wird unverwertet wieder ausgeschieden. Mir fehlt ein Enzym im Magen.
    Richtige Probleme wegen dieses Mangels bekam ich aber erst, als ich schon 40Jahre alt war!!! Aber dann war es heftig. Es zog sich nochmal 2 Jahre hin, bevor man erkannte, welche Krankheit ich habe! Aber leider hatte ich dann schon irreparable Schäden davon getragen!!! Aber ich kann damit leben. Jetzt bekomme ich monatlich ein B12-Spritze.
    Liebe grüße von Sonny

  12. #12
    India

    Standard

    Sonny... fehlt Dir der sogenannte Intrinsic-Faktor?

  13. #13
    sonny

    Standard

    Ja, genau. Man hats aber erst gemerkt, als ich schon über 40 war.

  14. #14
    India

    Standard

    Das tut mir wirklich leid für Dich!
    Was hast Du denn für Schäden davongetragen? Bitte nur beantworten, wenn die Frage nicht zu indiskret ist... vielleicht willst Du ja nicht darüber sprechen ;)

  15. #15
    sonny

    Standard

    Zitat Zitat von India Beitrag anzeigen
    Das tut mir wirklich leid für Dich!
    Was hast Du denn für Schäden davongetragen? Bitte nur beantworten, wenn die Frage nicht zu indiskret ist... vielleicht willst Du ja nicht darüber sprechen ;)
    Nee, ist nicht so schlimm. Nach den 2 Jahren, in denen mein Hausarzt nicht herausgefunden hatte, was ich nun habe, überwies er mich endlich ins Krankenhaus. Die Beschwerden kamen nach und nach und steigerten sich immer mehr. Fast wöchentlich kam was neues dazu. Als ich eingeliefert wurde, hatte ich Empfindungsstörungen/Ausfallerscheinungen/Gefühllosigkeit in den Beinen bis zur Hüfte hoch und in den Händen. Meine Mundschleimhaut war voller offener Wunden, so daß ich kaum noch etwas essen konnte. Mit dem "Schilling-Test" fand man dann heraus, welche Krankheit ich habe. Die Ärzte waren sehr nett. Eine Ärztin sagte mir, daß es für mich höchste Zeit gewesen wäre, die nächste Stufe wäre die Lähmung gewesen!!! Da erst habe ich richtig Angst gekriegt! Die Behandlung bestand nur aus B12-Spritzen! Erst täglich - jetzt 1x im Monat - aber das lebenslang. Aber damit kann man leben.
    Leider sind nicht alle Störungen zurückgegangen, aber es es geht mir gut.
    Ich habe noch Empfindungsstörungen in den Beinen bis Kniehöhe, bes. in den Füßen, und in den Händen. Außerdem muß ich Herztabletten nehmen. Aber es geht mir wirklich gut. Das schlimme ist nur, daß die krankheit eben erblich ist - und ich habe 2 Kinder!!!
    Liebe grüße von Sonny

  16. #16
    India

    Standard

    Zitat Zitat von sonny Beitrag anzeigen
    Ich habe noch Empfindungsstörungen in den Beinen bis Kniehöhe, bes. in den Füßen, und in den Händen. Außerdem muß ich Herztabletten nehmen. Aber es geht mir wirklich gut. Das schlimme ist nur, daß die krankheit eben erblich ist - und ich habe 2 Kinder!!!
    Liebe grüße von Sonny
    Glücklicherweise ist nicht mehr passiert, wobei das mit den Herztabletten schon etwas beunruhigend auf mich wirkt.
    Aber Du sagst, dass es Dir gut geht... dann ist es auch so ;)
    Haben sich Deine Kinder testen lassen, ob ihnen dieser Faktor fehlt?

  17. #17
    sonny

    Standard

    Nein noch nicht. Der Test ist schwierig. Ich mußte Radioaktives Zeug schlucken und dann wurde ein WC extra für mich gesperrt.....
    Hab mich zuerst total gesträubt, diesen Test machen zu lassen.
    Außerdem macht sich die Krankheit erst in den Dreißigern bemerkbar....
    Aber sie sollten es wohl machen lassen. Einfacher ist aber, wenn sie sich vorsorglich regelmäßig B12 spritzen lassen - daß kann ja nicht verkehrt sein.
    LG von Sonny

  18. #18
    India

    Standard

    Zitat Zitat von sonny Beitrag anzeigen
    Einfacher ist aber, wenn sie sich vorsorglich regelmäßig B12 spritzen lassen - daß kann ja nicht verkehrt sein.
    Ja, das ist bestimmt vernünftig, wenn die Möglichkeit besteht, dass ihnen dieser Faktor ebenfalls fehlt.
    Und so viel ich gelesen habe, kann man keine "Überdosis" B12 bekommen, da überflüssiges einfach vom Körper ausgeschieden wird.
    Sicher ist sicher ;)

  19. #19
    WolkeSieben

    Standard

    Also ich nehme auch meist die mit Vit. B / Kalzium angereicherte Sojamilch. Und ich esse viel Biosauerkraut. Das soll auch Vit. B enthalten. Und zur Sicherheit hab ich auch noch Tabletten da für Eisen (weil ich da schon immer nen Mangel hatte, auch als ich noch nicht vegan war) und Vitamin B. Und ich war letzte Woche bei meiner Ärztin und hab mal ein Blutbild im Hinblick auf Vitamine etc. gemacht um einfach nach ein paar Monaten jetzt mal checken zu lassen ob sich da irgendein Mangel abzeichnet.

  20. #20
    India

    Standard

    Ungewaschenes (nur von Hand abgerieben) Bio-Gemüse oder Bio-Früchte haben auch Vitamin B12.
    Also eigentlich könnte man doch auch ein wenig Bio-Erde essen .

    Früher hatte es auch B12 in der Erde, als noch nicht alles überdüngt war.

  21. #21
    Lucy

    Standard

    sonny, da bin ich aber froh, dass es Dir gut geht. Was alles wegen so einem fehlenden Vitamin passieren kann...meine Güte.

    @alle
    Ich stelle mir gerade die Frage, wie diese Widersprüche sich miteinander vereinen lassen. Soweit ich das verstanden habe, scheint es in Pflanzen wenig bis gar kein B12 zu geben. Andererseits soll der Mensch nach unseren Erkenntnissen (nach meinen ja auch!) ein Pflanzenesser sein. Daraus müsste sich eigentlich ergeben, dass der Mensch evtl. kein B12 bräuchte, aber die Erfahrungen von sonny beweisen gerade wieder das Gegenteil:confused:

    Und nun wäre die Frage, wie das B12, das in der Sojamilch, in Tabletten und Spritzen enthalten ist, hergestellt wird? Bedeutet das nicht, dass dieses Vitamin als solches schon unvegan ist?:confused:

    Vielleicht übertreibe ich es ja jetzt, aber damit will ich nicht sagen, dass man darauf verzichten soll, mit den Folgen sollte man keine Experimente machen.
    Ich fände es allerdings sehr interessant, wie diese Widersprüche ein schlüssiges Bild ergeben könnten.

  22. #22
    sonny

    Standard

    Als der Mensch früher noch ein reiner Pflanzenesser war, da hat er seine Wildmöhren, Wurzeln usw. sicher noch nicht gewaschen. Dadurch hafteten genügend Microorganismen (B12!!!) an den Pflanzen. Da man sehr wenig B12 braucht, war das ausreichend. Durch die heutigen gewaschenen, geputzten und hochgezüchteten Pflanzen ging das B12 verloren. Deshalb ist ein Veganer wohl oder übel gezwungen, sich anderweitig mit B12 zu versorgen.
    Ich glaube nicht mal, daß an Bio-Gemüse noch ausreichend B12 klebt - in unserer Bio-Company sieht alles ziemlich sauber aus, die Kunden verlangen es so, und Umsatz machen ist ja auch für Bio-Läden wichtig.

  23. #23
    Lena

    Standard

    Also meine Bio-Kartoffeln musste ich letztens sehr lange waschen weil dort eine dicke Dreckkruste dran war ;)... Von wegen sie waschen das Gemüse.

  24. #24
    Tanja

    Standard

    Hallo Lucy,
    der Mensch ist kein Pflanzenfresser (Herbivor) sondern ein Allesfresser (Omnivor). Ich weiß, daß das immer wieder anders behauptet wird und wüßte wirklich gern, wie die Leute darauf kommen. Allerdings bedeutet, alles essen zu können ja nicht, alles essen zu müssen. Und darum können wir uns eben auch problemlos vegan ernähren - zumindest genauso problemlos, wie sich ziemlich viele Menschen ernähren, die nicht in der Nähe vom Meer wohnen und deswegen Jod in ihre Ernährung einfügen müssen, meist durch Jodsalz o.ä. Da es noch kein B12-Salz gibt, müssen wir's eben in Tablettenform etc. nehmen. ;-)

    Hergestellt wird dieses B12 aus Bakterien im Labor, es ist also, sofern in dem Präparat dann nicht noch Gelatine, Lactose etc. enthalten ist, vegan.

    Das schlüssige Bild ist ganz einfach: Veganismus ist nichts, was sich dadurch begründen läßt, daß es "schon immer so war" und "ganz natürlich ist" - nein, Veganismus baut auf Ethik auf. Und wenn da das einzige Problem ist, daß man auf seine B12-Zufuhr achten muß, dann ist es doch absolut schlüssig, so zu leben und andere Tiere nicht auszubeuten und/oder umzubringen.

    Tanja

  25. #25
    Rygel

    Standard

    Zitat Zitat von Tanja Beitrag anzeigen
    Hallo Lucy,
    der Mensch ist kein Pflanzenfresser (Herbivor) sondern ein Allesfresser (Omnivor). Ich weiß, daß das immer wieder anders behauptet wird und wüßte wirklich gern, wie die Leute darauf kommen.
    Der Mensch hat den langen Darm eines Pflanzenfressers und das Gebiß eines Pflanzenfressers, mit dem er die Kaubewegungen eines Pflanzenfressers macht, eben auf den Backenzähnen kauend zermalmen und nicht brockenweise herunterschlingen wie meine 2 Kater. Außerdem glaube ich nicht, daß es auf dieser Welt überhaupt Allesfresser gibt, jedem, der mir etwas anderes sagt, würde ich gerne mal beim Essen von Giftdrüsen mancher Schlangenarten oder auch beim Verzehr von manchen Pilzarten zusehen. Ich glaube, da würde dieser Allesfresser schnell bekehrt werden, würde ihm zwar nicht mehr helfen, aber immerhin wär meine Theorie bewiesen, daß niemand alles esstechnisch verträgt.

  26. #26
    himbeerchen

    Daumen hoch

    Zitat Zitat von Tanja Beitrag anzeigen
    Hallo Lucy,
    der Mensch ist kein Pflanzenfresser (Herbivor) sondern ein Allesfresser (Omnivor). Ich weiß, daß das immer wieder anders behauptet wird und wüßte wirklich gern, wie die Leute darauf kommen. Allerdings bedeutet, alles essen zu können ja nicht, alles essen zu müssen. Und darum können wir uns eben auch problemlos vegan ernähren - zumindest genauso problemlos, wie sich ziemlich viele Menschen ernähren, die nicht in der Nähe vom Meer wohnen und deswegen Jod in ihre Ernährung einfügen müssen, meist durch Jodsalz o.ä. Da es noch kein B12-Salz gibt, müssen wir's eben in Tablettenform etc. nehmen. ;-)

    Hergestellt wird dieses B12 aus Bakterien im Labor, es ist also, sofern in dem Präparat dann nicht noch Gelatine, Lactose etc. enthalten ist, vegan.

    Das schlüssige Bild ist ganz einfach: Veganismus ist nichts, was sich dadurch begründen läßt, daß es "schon immer so war" und "ganz natürlich ist" - nein, Veganismus baut auf Ethik auf. Und wenn da das einzige Problem ist, daß man auf seine B12-Zufuhr achten muß, dann ist es doch absolut schlüssig, so zu leben und andere Tiere nicht auszubeuten und/oder umzubringen.

    Tanja
    Du hast es auf den Punkt gebracht Tanja

  27. #27
    Lucy

    Standard

    @sonny
    Ja, so kann ich mir das auch vorstellen. Manchmal ist des Rätsels Lösung ganz einfach, gell.


    @rygel
    Zitat Zitat von Rygel Beitrag anzeigen
    Der Mensch hat den langen Darm eines Pflanzenfressers und das Gebiß eines Pflanzenfressers, mit dem er die Kaubewegungen eines Pflanzenfressers macht, eben auf den Backenzähnen kauend zermalmen und nicht brockenweise herunterschlingen wie meine 2 Kater. Außerdem glaube ich nicht, daß es auf dieser Welt überhaupt Allesfresser gibt, jedem, der mir etwas anderes sagt, würde ich gerne mal beim Essen von Giftdrüsen mancher Schlangenarten oder auch beim Verzehr von manchen Pilzarten zusehen. Ich glaube, da würde dieser Allesfresser schnell bekehrt werden, würde ihm zwar nicht mehr helfen, aber immerhin wär meine Theorie bewiesen, daß niemand alles esstechnisch verträgt.
    Ja, so sehe ich das auch.

    In einem anderen Thread habe ich das mal gepostet:
    Genau, und hier eine interessante Ergänzung zum Gebissvergleich: http://www.tierversuchsgegner.org/Gesundheit/evers/

    Demnach hat das Gebiss des Menschen die größte Ähnlichkeit mit dem des Orang-Utans und ist reiner Pflanzenfresser. Orang heißt übrigens "Mensch" und Utan heißt "Wald", also ein Waldmensch.
    Und beide haben die selben Vorfahren und unser Erbgut ist heute immer noch zu zu 96 Prozent identisch mit seinen.
    Hier z.B.: http://www.wwf.de/young_panda/wissen...dex_flash.html

    Und hier: http://www.econautix.de/site/econautixpage_574.php

    http://www.vegan.at/warumvegan/tierr...o_sapiens.html
    Und:

    Außerdem erkennt man Fleischfresser daran, dass sie zum Einen echte Reißzähne haben, die deutlich länger sind als die übrigen Zähne (Mensch: Eckzähne sind gleichlang wie die übrigen Zähne), zum Anderen fehlen ihnen meistens die Schneidezähne komplett (oder sind nur ansatzweise zu erkennen) und sie besitzen kräftige Tatzen, mit denen sie zuerst die Beute anfallen (Mensch: Finger zum Sammeln und Früchtepflücken), dann mit den Reißzähnen buchstäblich gerissen werden. Außerdem sind es meist sehr schnelle Tiere, die aus eigener Kraft hinter den Beutetieren her jagen und zu guter Letzt: Die Kieferbewegungen der Fleischfresser machen nur kräftige Auf- und Abbewegungen und nicht mahlende wie wir Menschen und andere Pflanzenfresser.
    Allerdings spräche für Tanjas Theorie dieses hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Vegetarismus

    Dann gibt es noch diese Tabelle http://www.tiermord.de/Argumente.html#10, die ich schlüssiger finde, aber hier fehlt halt die Sache mit dem Gärmagen, hm.

    Jedenfalls haben einige Ärzte herausgefunden, dass Fleisch-, Fisch- und Milchkonsum für den Menschen schädlich ist: www.fleisch-macht-krank.de

    Und dass spricht für mich Bände....
    Geändert von Lucy (27.12.2006 um 02:20 Uhr)

  28. #28
    Tanja

    Standard

    Ohje. ;-)
    Auch Pflanzenfresser vertragen meist nicht alle Pflanzen - darum ist die These, ein Allesfresser müsse, um sich so nennen zu können, einfach alles essen können, mehr als gewagt. ;-)
    Die Därme reiner Pflanzenfresser sind meist sehr viel länger als die von Allesfressern (und die von Carnivoren sind noch mal kürzer als die von Omnivoren), so auch beim Menschen, auf das Gebiß trifft dasselbe zu. Die Geschichten habe ich schon gehört, als ich noch nicht mal Vegetarierin war und ich dachte damals, Veganer müssen ja alle einen am Kopp haben, daß die sowas erzählen. ;-) Wohlgemerkt: Daß andere Tiere auch Rechte haben und man deswegen vegan leben sollte, das hat mir niemand erzählt...
    Was den link fleisch-macht-krank.de angeht, hier nur kurz die Warnung, daß diese Seite aus dem Umfeld der Sekte Universelles Leben kommt.
    Was die Aussage an sich angeht: wer Leichen nicht übermäßig konsumiert, wird davon sicher nicht krank. Und wenn man jemandem, der kerngesund vor einem steht und gerade in seine "Bratwurst" beißt, erzählt, daß ihn sein Eßverhalten krank macht, greift der sich sicher nur an den Kopf. Fakt ist: Menschen können durch den Konsum von Leichen krank werden - andere Tiere werden nicht nur krank sondern müssen dafür ihr Leben lassen. Und das ist es ja letztendlich, was zählt.

    Tanja (die aus einer Familie mit solchen kerngesunden Leichenfressern stammt)

  29. #29
    Lucy

    Standard

    Zitat Zitat von Tanja Beitrag anzeigen
    Fakt ist: Menschen können durch den Konsum von Leichen krank werden - andere Tiere werden nicht nur krank sondern müssen dafür ihr Leben lassen. Und das ist es ja letztendlich, was zählt.
    Aber genau das ist es doch, warum viele vegan leben!
    Genau das ist das Problem, dass Tiere auch beim Eier- u. Milchkonsum ihr Leben lassen müssen.

    Selbst wenn es so ist, dass Fleisch zu essen bedenkenlos ist, so bin ich mir sicher, dass die heutige Fleisch"produktion" nicht der Natur entspricht und das Fleisch aus diesem Grund ungesund geworden ist (falls es mal wirklich in der Steinzeit gesund war). Und ehrlich gesagt halte ich Milch für noch viel ungesünder und unnatürlicher als Fleisch. Abgesehen davon, dass die Kühe für die Milchabzapferei hochgezüchtet sind (das dürfte dem "Produkt" auch geschadet haben), ist der Mensch einfach das einzige Lebewesen, das die Milch eines anderes Tieres noch bis ins hohe Alter konsumiert. Und dass die meisten Menschen im Erwachsenenalter gar keine Milch mehr vertragen kommt sicher auch nicht von ungefähr.
    Klar, Hunde, Pferde, Kaninchen, o.ä. fressen bestimmt auch (Milch)Schokolade, wenn man sie ihnen hinhält, vielleicht ist es auch einmal alle paar Monate ein klitzekleines Stückchen kein Problem und fällt dem Magen/Darm des Hundes nichtmal auf, aber wenn er es öfter isst, wird er daran erkranken/verfetten. Beim Menschen ist das mit solchen erfundenen Nahrungsmitteln genauso.

    LG
    Lucy

  30. #30
    Rygel

    Standard

    Zitat Zitat von Tanja Beitrag anzeigen
    Die Därme reiner Pflanzenfresser sind meist sehr viel länger als die von Allesfressern (und die von Carnivoren sind noch mal kürzer als die von Omnivoren), so auch beim Menschen, auf das Gebiß trifft dasselbe zu.
    Habe ich jetzt nicht verstanden, nenne mir bitte als Beispiel einen Fleischfresser aus der Tierwelt, der keine Reißzähne hat und einen ähnlich langen Darm wie der Mensch.

  31. #31
    Tanja

    Standard

    Hä? Wieso jetzt Fleischfresser? Menschen sind keine Carnivoren, sie sind Omnivoren, es wäre also blödsinnig, beide miteinander zu vergleichen.

    Tanja

  32. #32
    Rygel

    Standard

    Zitat Zitat von Tanja Beitrag anzeigen
    Hä? Wieso jetzt Fleischfresser? Menschen sind keine Carnivoren, sie sind Omnivoren, es wäre also blödsinnig, beide miteinander zu vergleichen.

    Tanja
    Ist mir eigentlich jetzt egal, ob du da reine Fleischfresser nennst oder welche, die u. a. Fleisch fressen. Interessieren würde mich nur, warum die Natur deiner Meinung nach eine Ernährungsweise für ein Lebewesen konzipieren sollte, die das betroffene Lebewesen ohne Hilfsmittel nicht ausführen kann. Ich bin mir ziemlich sicher, wenn ich z. B. mit einem toten Hasen nach Hause kommen würde und den meinen Fleischfressern in der Familie vorsetzen würde, hätte sie da schwere Probleme, den mit ihrem Gebiß und ihren "Krallen" zu zerteilen. Und Reißzähne und Krallen sind auch nicht im Laufe der Evolution zurückgegangen, bei den Steinzeitmenschen deutete auch nichts auf solche Gegebenheiten hin, bei Menschenaffen erst recht nicht. Wieso ist der Mensch also von Natur aus omnivor, wenn er dazu überhaupt nicht die Voraussetzungen hat?

  33. #33
    Tanja

    Standard

    Du sprichst von "der Natur", als sei sie eine Person. ;-) "Die Natur" konzipiert nichts, es entwickeln sich halt im Laufe der Evolution Dinge, so z.B. bei "Primaten" und einigen anderen Arten Werkzeuggebrauch. Abgesehen davon zählt zum omnivoren Dasein ja nicht allein (sofern überhaupt) der Konsum von Leichen von größeren Tieren sondern auch z.B auch der von Insekten, Eiern u.ä.
    Und was Dir egal ist, ist nun mal für unsere Diskussion von entscheidender Bedeutung. ;-) "Reine Fleischfresser" sind nun mal ganz anders beschaffen als Spezies, die u.a. Leichen essen (können).
    Schweine, Waschbären und Ratten sind z.B. auch Allesfresser; willst Du denen auch erzählen, daß sie das gar nicht sein dürfen weil die Natur sie nicht so konzipiert hat? ;-)

    Tanja

  34. #34
    Rygel

    Standard

    Zitat Zitat von Tanja Beitrag anzeigen
    Schweine, Waschbären und Ratten sind z.B. auch Allesfresser; willst Du denen auch erzählen, daß sie das gar nicht sein dürfen weil die Natur sie nicht so konzipiert hat? ;-)
    Die Natur hat sie so konzipiert, deshalb haben sie ja auch z. B. die entsprechenden Zähne für diese Ernährungsart, die dem Menschen nach wie vor fehlen. Auch fehlt diesen Tieren das Mitleid mit den Opfern, hingegen wären die meisten omnivoren Menschen nicht in der Lage, ihrem Opfer vor dem Verzehr die Kehle durchzuschneiden und die Haut abzuziehen. Aber wenn wir jetzt beim Thema sind, daß viele Menschen inzwischen omnivor leben, dann stimme ich dir natürlich zu. Ich dachte, es ginge um das Argument der Omnivoren, daß der Mensch eben "von Natur aus" (im Sinne von schon immer) omnivor lebt und deshalb eine nicht-omnivore Lebensweise für den Menschen nicht artgerecht wäre. "Von Natur aus" ist der Mensch ein Pflanzenfresser, egal was für perverse Verbiegungen seine Evolution bewerkstelligt hat.

  35. #35
    Tanja

    Standard

    Nein, nein, ich meinte schon, daß Menschen "von Natur aus" Allesfresser sind, mit Gewissen, Moral und Ethik hat das natürlich nichts zu tun. Daß wir so etwas entwickelt haben, könnte man als einen der weitreichendsten evolutionären Fortschritte beim Menschen betrachten.
    Ich weiß nicht, was Du immer mit Deinen Zähnen wilst. ;-) Die von Ratten, Waschbären und Schweinen unterscheiden sich total voneinander, ebenso die Zähne von Menschen gegenüber der dieser Arten. Schade, daß Du nicht darauf eingegangen bist:
    Abgesehen davon zählt zum omnivoren Dasein ja nicht allein (sofern überhaupt) der Konsum von Leichen von größeren Tieren sondern auch z.B auch der von Insekten, Eiern u.ä.
    Ich weiß, daß es Leute gibt, die so blöd sind, allen Ernstes zu behaupten, der Mensch sei ein Fleischfresser. Aber denen kann man nicht seriös gegenübertreten wenn man behauptet, Menschen seien Pflanzenfresser. Sie sind es nun mal nicht. Ratten sind auch keine Pflanzenfresser nur weil ihr Gebiß dem von Kaninchen sehr ähnlich sieht.
    Dieses Märchen vom Pflanzenfresser Mensch macht das Anliegen der Tierrechte nur lächerlich und verschleiert zudem total, daß es eh nicht darum geht, etwas zu unterlassen, "was doch aber immer schon so war" sondern es zu unterlassen, weil es schlicht falsch ist.

    Evolution ist übrigens nicht "pervers", das setzt schon wieder voraus, daß da eine Person am Werk ist und geht in die Richtung der Kreationisten. Evolution ist passiert halt einfach und allein die Tatsache, daß Menschen über einige Millionen Jahre als Allesfresser überlebt haben (man bedenke, daß so etwas wie medizinische Versorgung, wie wir sie heute kennen, erst seit wenigen Jahrzehnten existiert), beweist, daß sie es nun mal sind. Ob so geworden oder schon immer gewesen, ist dabei vollkommen irrelevant.

    Tanja

    PS: Wenn Du schreibst
    wären die meisten omnivoren Menschen nicht in der Lage, ihrem Opfer vor dem Verzehr die Kehle durchzuschneiden und die Haut abzuziehen.
    denkst Du bestimmt an die Menschen, die sagen "ach herrje, essen tue ich es ja, töten könnte ich es aber nicht", doch bis vor wenigen Jahrzehnten haben Menschen genau das getan, da wurde in jeder Familie, die es sich finanziell leisten konnte, gemordet. Und keiner hatte ein Problem damit. Ich wüßte nicht, warum das heute anders sein sollte, auch an Schlachthöfe aus Glas würden sich die Leute gewöhnen wenn ihnen niemand vor Augen führt, daß es falsch ist, zu morden.

  36. #36
    Rygel

    Standard

    Nein, nein, ich meinte schon, daß Menschen "von Natur aus" Allesfresser sind, mit Gewissen, Moral und Ethik hat das natürlich nichts zu tun. Daß wir so etwas entwickelt haben, könnte man als einen der weitreichendsten evolutionären Fortschritte beim Menschen betrachten.
    Können wir kurz klären, wen wir als unsere Vorfahren betrachten, Tanja? Für mich stammt der Mensch vom Affen ab, das erklärt vielleicht meine Thesen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß die ersten menschlichen Züge bei unseren Vorfahren darin bestanden haben, die vegetarische Ernährung dieser Affen ad acta zu legen und der nächstbesten Säbelzahnwildsau an die Haxen zu gehen.

    Ich weiß nicht, was Du immer mit Deinen Zähnen wilst. ;-)
    Hey, mir gefällt diese These halt, bisher konnte mir darauf auch noch kein Omnivorer eine Antwort geben, die haben alle kleinlaut zugegeben, daß da natürlich was dran sei. Kontra habe ich da bisher nur von einer gewissen Veganerin bekommen.;)

    Ich weiß, daß es Leute gibt, die so blöd sind, allen Ernstes zu behaupten, der Mensch sei ein Fleischfresser. Aber denen kann man nicht seriös gegenübertreten wenn man behauptet, Menschen seien Pflanzenfresser. Sie sind es nun mal nicht. Ratten sind auch keine Pflanzenfresser nur weil ihr Gebiß dem von Kaninchen sehr ähnlich sieht.
    Auch hier setze ich wieder das "von Natur aus" davor, s. o.. Was Ratten für Vorfahren hatten, weiß ich jetzt gar nicht, mag sein, daß sich auch bei ihnen dadurch mein Lieblingsthema Gebiß erklären läßt. Warum sollten nur Menschen eine Evolution durchlaufen?

    Dieses Märchen vom Pflanzenfresser Mensch macht das Anliegen der Tierrechte nur lächerlich und verschleiert zudem total, daß es eh nicht darum geht, etwas zu unterlassen, "was doch aber immer schon so war" sondern es zu unterlassen, weil es schlicht falsch ist.
    Ich ziehe das Argument "am Anfang Pflanzenfresser" auch nur, wenn mir vor den Latz geknallt wird, daß Menschen schon immer Fleisch gegessen haben. Daß das eine Diskussion über Veganismus nicht weiterbringt, ist mir auch klar, wen interessiert schon ernsthaft, was unsere Ur-Ur-etc.-Ahnen für gut oder schlecht hielten?

    PS: Wenn Du schreibst denkst Du bestimmt an die Menschen, die sagen "ach herrje, essen tue ich es ja, töten könnte ich es aber nicht", doch bis vor wenigen Jahrzehnten haben Menschen genau das getan, da wurde in jeder Familie, die es sich finanziell leisten konnte, gemordet. Und keiner hatte ein Problem damit. Ich wüßte nicht, warum das heute anders sein sollte, auch an Schlachthöfe aus Glas würden sich die Leute gewöhnen wenn ihnen niemand vor Augen führt, daß es falsch ist, zu morden.
    Da widerspreche ich dir aber wieder aufs Heftigste. Mal utopisch angenommen, heute käme ein Gesetz raus, daß jeder Mensch für seinen Fleischkonsum selbst schlachten müßte. Ich bin mir sicher, daß binnen kürzester Zeit das Verhältnis Fleischesser/Veganer um fast 180 Grad kippen würde. Einfach auch aus dem Grund, daß viele Fleischesser heutzutage wissen, daß vegane Ernährung durchaus ohne gesundheitliche Schäden möglich ist, aber einfach keine persönliche Veranlassung haben, darauf umzusteigen.

  37. #37
    Tanja

    Standard

    Zitat Zitat von Rygel Beitrag anzeigen
    Können wir kurz klären, wen wir als unsere Vorfahren betrachten, Tanja? Für mich stammt der Mensch vom Affen ab, das erklärt vielleicht meine Thesen.
    Affen und Menschen haben gemeinsame Vorfahren, aber sie stammen nicht voneinander ab.

    Ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß die ersten menschlichen Züge bei unseren Vorfahren darin bestanden haben, die vegetarische Ernährung dieser Affen ad acta zu legen und der nächstbesten Säbelzahnwildsau an die Haxen zu gehen.
    Huch, ziemlich viele Affen sind doch gar keine Vegetarier und erst recht keine Pflanzenfresser?

    Hey, mir gefällt diese These halt,
    Ja, ich weiß. ;-)


    bisher konnte mir darauf auch noch kein Omnivorer eine Antwort geben, die haben alle kleinlaut zugegeben, daß da natürlich was dran sei.
    Klar, das sind die Leute, die vorher behauptet haben, Menschen seien Fleischfresser. ;-) Wenn sich von denen aber dann manche informieren oder sie weiter drüber nachdenken, stellen sie fest, daß es nicht stimmt und dann brauchst Du denen mit anderen Argumenten, so seriös und wichtig die auch sein mögen, nicht mehr zu kommen. Ich war mal bei einem Interview zugegen, wo eine Journalistin irgendwas über Hühner/Wirbeltiere fragte und die interviewte Tierrechtlerin, die "Wirbeltiere" mit "Säugetieren" verwechselte, meinte "was, Hühner sind doch gar keine Wirbeltiere". Damit war das Interview von seiten der Journalistin, die eh nur darauf gewartet hatte, sich über Tierrechte lustig machen zu können, gelaufen.
    Was ich sagen will: wenn man erst mal der Unwissenheit "überführt" wurde, gerade bei solchen Themen, fällt es den Leuten leicht, nicht mehr zuzuhören oder sich gar lustig zu machen. Darum ist es mir ja auch so ein Anliegen, dieses "Menschen sind Pflanzenfresser"-Gerücht endlich mal aus der Welt zu schaffen.

    Kontra habe ich da bisher nur von einer gewissen Veganerin bekommen.;)
    Das hätteste wohl nicht gedacht, was? ;-)

    Auch hier setze ich wieder das "von Natur aus" davor, s. o.. Was Ratten für Vorfahren hatten, weiß ich jetzt gar nicht, mag sein, daß sich auch bei ihnen dadurch mein Lieblingsthema Gebiß erklären läßt. Warum sollten nur Menschen eine Evolution durchlaufen?
    Die Vorfahren sind doch für den gegenwärtigen Zustand auch nur noch von geringer Bedeutung. Wenn eine Spezies, so wie sie ist, seit Hunderttausenden oder Millionen von Jahren existiert, dann sieht man, daß dieser Zustand so funktioniert.

    Man könnte also, übertrieben ausgedrückt, auch sagen: wir hatten ein Bakterium als Vorfahr, darum bestehen wir auch heute nur aus einer Zelle. ;-)

    Da widerspreche ich dir aber wieder aufs Heftigste. Mal utopisch angenommen, heute käme ein Gesetz raus, daß jeder Mensch für seinen Fleischkonsum selbst schlachten müßte. Ich bin mir sicher, daß binnen kürzester Zeit das Verhältnis Fleischesser/Veganer um fast 180 Grad kippen würde. Einfach auch aus dem Grund, daß viele Fleischesser heutzutage wissen, daß vegane Ernährung durchaus ohne gesundheitliche Schäden möglich ist, aber einfach keine persönliche Veranlassung haben, darauf umzusteigen.
    Hm, zum einen wissen wohl eher wenige Leute (die nicht gerade im direktn Umfeld eines Veganers leben ;-)), daß man vegan gesund leben kann, zum anderen denke ich, daß die sich lieber "überwinden" würden, ein anderes Tier umzubringen als auf einmal vegan zu werden. Glaub mir, diese Art von "Mitleid", welches Speziesisten manchmal an den Tag legen, ist ihr persönlicher Luxus und die Versicherung, bei ihrem Tun weiterhin ein gutes Gewissen haben zu können. Die, denen daran gelegen ist, etwas zu ändern, tun das auch jetzt schon. Die anderen müssen wir halt noch motivieren. ;-)

    Tanja

  38. #38
    Rygel

    Standard

    Affen und Menschen haben gemeinsame Vorfahren, aber sie stammen nicht voneinander ab.
    Von wem stammt der Mensch dann direkt ab? Das ist eine ganz ernstgemeinte Frage, denn zugegebenermaßen hat mich das Thema nie wirklich interessiert und ich gebe nur ungeprüfte Kommentare von anderen Leuten dazu weiter. Also klär mich auf...;)

    Klar, das sind die Leute, die vorher behauptet haben, Menschen seien Fleischfresser. ;-) Wenn sich von denen aber dann manche informieren oder sie weiter drüber nachdenken, stellen sie fest, daß es nicht stimmt und dann brauchst Du denen mit anderen Argumenten, so seriös und wichtig die auch sein mögen, nicht mehr zu kommen. Ich war mal bei einem Interview zugegen, wo eine Journalistin irgendwas über Hühner/Wirbeltiere fragte und die interviewte Tierrechtlerin, die "Wirbeltiere" mit "Säugetieren" verwechselte, meinte "was, Hühner sind doch gar keine Wirbeltiere". Damit war das Interview von seiten der Journalistin, die eh nur darauf gewartet hatte, sich über Tierrechte lustig machen zu können, gelaufen.
    Was ich sagen will: wenn man erst mal der Unwissenheit "überführt" wurde, gerade bei solchen Themen, fällt es den Leuten leicht, nicht mehr zuzuhören oder sich gar lustig zu machen. Darum ist es mir ja auch so ein Anliegen, dieses "Menschen sind Pflanzenfresser"-Gerücht endlich mal aus der Welt zu schaffen.
    Das leuchtet mir ein, das ist ja auch der Grund, warum ich nicht mit Vegetariern auf meiner Seite diskutieren will, das kann wirklich sehr peinlich werden.

    Die Vorfahren sind doch für den gegenwärtigen Zustand auch nur noch von geringer Bedeutung. Wenn eine Spezies, so wie sie ist, seit Hunderttausenden oder Millionen von Jahren existiert, dann sieht man, daß dieser Zustand so funktioniert.

    Man könnte also, übertrieben ausgedrückt, auch sagen: wir hatten ein Bakterium als Vorfahr, darum bestehen wir auch heute nur aus einer Zelle. ;-)
    Wie gesagt benutze ich das Argument nicht von mir aus, sondern als Gegenthese zu "Der Mensch hat schon immer Fleisch gegesen". Mir ist schon klar, daß der derzeitige Stand der Evolution leider anders aussieht, ich habe ja selber lange Zeit zu den Omnivoren und Vegetariern gehört.

  39. #39
    sonny

    Standard

    Ich bin jetzt doch ein wenig verwirrt...
    Ist der Mensch nun von Natur aus Pflanzen- oder Allesfresser?
    http://wiki25.parsimony.net/cgi-bin/...?wiki63512;599

    Eigentlich ist es mir ja egal, ich weiß, daß ICH Pflanzenfresser bin und das genügt mir.
    Aber wie hier schon gesagt wurde, sollte man richtig argumentieren können, um sich nicht lächerlich zu machen
    LG von Sonny

  40. #40
    Tanja

    Standard

    @ Sonny: Brigittes Urkostseite ist leider nicht nur hier eine vollkommen unseriöse Quelle für Informationen - sie weigert sich z.B. auch, anzuerkennen, daß bei veganer Ernährung eine Supplementierung von b12 notwendig ist sondern verbreitet weiter, man müsse sich nur von gesunder Urkost ernähren, dann wäre das alles gar kein Problem. Da ich Betreiberin der Webseite vegankids.de bin, erfahre ich dann immer mal wieder von den armen Kindern von Eltern, die diesen Mist geglaubt haben und dann mit schwerem B12-Mangel im Krankenhaus liegen...

    @ Rygel: Hier findest Du eine kurze Zusammenfassung der Evolution des Menschen: http://www.merian.fr.bw.schule.de/be...13/bs13-38.htm , hier die Anfänge tierlichen Lebens an sich (um meine These mit dem Bakterium am Anfang glaubhaft zu machen ;-)): http://www.cartage.org.lb/en/themes/...nimalPhyla.htm .
    Eine sehr umfangreiche Webseite zum Thema ist http://www.willighp.de/evo/index.php , wo es u.a. auch eine Schautafel http://www.willighp.de/evo/thema/erd...d44eeefd33a562 gibt und einen kurzen Text zur Ernährung http://www.willighp.de/evo/thema/zen...d44eeefd33a562 .

    Aber ich denke, wir sind hiermit bei einem guten Schlußpunkt angelangt...

    Mir ist schon klar, daß der derzeitige Stand der Evolution leider anders aussieht,
    ... denn letztendlich ist es ja vollkommen egal, ob unsere Vorfahren am Anfang ein Bakterium, noch viel früher ein Furz im Weltall oder sehr viel später evt. mal Pflanzenfresser waren: heute ist der Mensch Allesfresser. Und damit eine ich nicht nur, daß er alles mögliche frißt sondern auch, daß er es ganz offensichtlich kann.

    Tanja

  41. #41

  42. #42
    Mausispatz

    Standard

    B12 - Mangel bei Veganern? Kann ich gar nicht glauben, dass das so ein Problem sein soll. B12 habe ich bisher enddeckt in Sojamilch, Hohes C Mineral aktiv, diverse Multivitaminsäfte.... und laut den Angaben darauf, ist es auch kein Problem soviel zu trinken, dass man seinen Tagesbedarf decken kann. Angeblich (laut Red bull) deckt eine Dose davon 200% des Tagesbedarfs... :o

  43. #43
    Spirit.Sweet

    Standard

    Ja ich weiss, das denke ich mir auch immer.. Naja ich werd so im August (wenn ich dann über 1 jahr Vegan bin ) mal mein Blutbild checken lassen und dann sehen wir doch mal.

  44. #44
    painpeace

    Standard

    Also ich bin der Meinung, dass der Vit.B Mangel nur eine Hetze gegen den Veganismus ist. Wenn man von allen Lebensmittel(vegan) isst, bekommt man keinen Vit.B Mangel. Getreide, Hülsenfrüchte, Hefen haben viele B Vitamine.

    Einige Pflanzen können geringe Mengen Vitamin B12 enthalten, wenn sie mit cobalaminbildenden Mikroorganismen, z.B. Knöllchenbakterien, zusammenleben und das Vitamin aufnehmen. Auch vergorene pflanzliche Lebensmittel wie Bier und Sauerkraut enthalten geringe Mengen an Vitamin B12, da die Gärung über Mikroorganismen erfolgt.

    Wenn man jetzt noch ein paar Fruchsäfte trinkt oder Sojamilch mit Vit.B12, kann man einen Vit.B12 Mangel nur entgegenlachen.
    Ich bin gegen Präparate, da man auch ohne Präparate mit einer vollwertigen veganen Ernährung einen Vit.B-Mangel vorbeugen kann.

    Quellen: Absolvierung des beruflichen Gymnasium für Ernährungswissenschaften, DGE

  45. #45
    Spirit.Sweet

    Standard

    das hab ich mir auch die ganze zeit gedacht.. Beruhigt nich, wenn ich mit der meinung nicht allein dastehe ;)

    ld dani

  46. #46
    ummi

    Standard

    hallo,
    ich würde auch sagen, dass man - als langjährigeR veganerIn - ruhig B12 supplementieren kann. Sicher ist sicher.

    Warum?
    Die heutigen Ernährungsgewohnheiten sind nicht mehr natürlich weshalb ein b12-mangel aufgrund von hyper-hygiene möglicherweise nicht ausgeschlossen werden kann.

    wer das allerdings gegen vegane ernährung auslegen möchte, der sollte mal überlegen, was er sich mit dem konsum cholesterinhaltiger tierprodukte antut.

    auch alles-esserInnen können heutzutage sich kaum "natürlich" ernähren.

    und b12-supplemente werden gewiss nicht nur für veganerInnen produziert.

    Habe mich kürzlich übrigens genauer informiert zu dem thema
    http://www.aktion-umwelt.de/contents/artikel-108.html

    gruß:

    kilian

  47. #47
    Daggi

    Standard

    Dr. Biermanns ist Arzt im Max Otto Bruker Haus in Lahnstein und schreibt im Gesundheitsberater:
    ....Vitamin B12 ist ein überaus komplexes Molekül, das nur von Mikroorganismen synthetisiert werden kann.
    Ein ernährungsbedingter Vitamin B 12 Mangel ist sehr selten und kommt nur bei sehr einseitiger Kostzusammenstellung vor. Wer sich abwechslungsreich vollwertig ernährt und eine gesunde Darmflora hat, braucht Vitaminmangelzustände nicht zu befürchten. Der VitaminB 12 - Bedarf ist sehr gering 1-3 µg ; 1µg= 1 Mikrogramm=1/10 hoch 6 g). Ein Mangel an VB12 aufgrund mangelnder Zufuhr tritt meist erst nach 1-2 Jahren auf (andere Autoren nennen eine Latenzzeit von
    3-7 Jahren), denn eine gesunde Leber ist in der Lage , etwa die tausendfache Menge des täglichen Bedarfs an Vitamin B12 zu speichern. Vitamin B12 kommt nicht nur in tierischen Produkten wie Fisch, Fleisch, Eiern und Milch vor, sondern auch in milchsauer vergorenen Lebensmitteln wie Sauerkraut und im rohen Getreidebrei(Frischkornbrei). Vitamin B12wurde in Spuren in folgenden Lebensmiteln nachgewiesen: Petersilie, Pfirsiche, Schwarzwurzeln, Getreidekeime, Zitronenmelisse, Beinwell. Die sicherste VitaminB12 Quelle ist die Eigenproduktion durch Mikroorganismen im Darm....immer wieder wird behauptet, daß das durch Mikroorganismen im menschlichen Dickdarm synthetisierte Vitamin B12 nur unzureichend resobiert werden kann. Ausreichende Beweise für diese Behauptung sind nicht geliefert worden. Einzelne Fälle von Anämien von Vegans werden in der Literatur hochgespielt, sind aber im Vergleich zu der Zahl von Anämien bei der üblichen Zivilisationskost, die oft sehr einseitig ist, eine Ausnahme. Außerdem sind für eine perniziösen Anämie (VB 12 Mangelanämie) noch viele Faktoren von Bedeutung, wie z.B. Beschaffenheit der Magenschleimhaut (Intrinsic-faktor, Haptocorrin) Transcobalamin (Dünndarmschleimhaut), bakterielle Besiedlung (Mikroflora des Dickdarms), Erkrankung des Ileums, (Morbus Crohn), Mangel an frischen Obst und Gemüse, künstlich gedüngte Böden, konventionelle Landwirtschaft (mangelhafte Bodenfruchtbarkeit), Nikotin und Alkoholabusus (Abhängigkeit)usw....

    Bücher über gesunde Ernährung, Tierschutz,Menschenschutz ,Umweltschutz...
    http://www.emu-verlag.de/
    und http://www.ggb-lahnstein.de/

    Hoffentlich konnte ich ein Fragen beantworten!
    Liebe Grüße Dagmar

  48. #48
    ummi

    Standard

    hi dagmar,
    mit den informationen wäre ich sehr vorsichtig!
    b12 ist ein sehr heikles thema wo es kaum gesicherte informationen gibt.
    inzwischen ist aber sehr umstritten, dass das b12 aus sauerkraut (und bier etc) wirklich für den körper verwertbares ist. es gibt nämlich offenbar auch b12-analoga ("passive"), die zwar die "b12-speicherplätze" belegen, damit aber die aufnahme des "aktiven" b12 behindern.

    bis alles geklärt ist, immer vorsichtig informieren. nich dass jemand tatsächlich einen mangel kriegt
    gruß:
    kilian

  49. #49
    Mausispatz

    Standard

    Ich komme gerade vom Arzt. Mein kompletter Vitamin - und Nährwerthaushalt ist zu 100% in Ordnung. Bis auf.... und nun haltet euch fest... Cholesterin!!! Wie kann das nur sein? Der Normwert liegt max. bei 200, ich habe 208! Wovon bitte sehr? Können das noch die Nachwehen von dem bisschen Milch sein, die ich noch vor ein paar Wochen verzehrt habe?

  50. #50
    Spirit.Sweet

    Standard

    DAs ist aber echt ungewöhnlich! Aber super, wenn sonst alles andere ok ist! Jetzt würd ich mich mal nicht verrückt machen. Schau mal wie es jetzt wird, wenn du keine Milch mehr zu dir nimmst. Wäre echt interessant ;)

    lg dani

+ Auf Thema antworten

Tags for this Thread

Forumregeln

  • Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
  • Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.