Vegetarierforum.com ist ein Treffpunkt für Vegetarier und Veganer.
Also ich sammle viele Informationen zum Thema "Vegan" ;)
Es gab auch schon ein Paar Thema zu Vitamin B12 aber ich finde das Thema wichtig genug, um noch eins zu eröffnen...
Sehr interessante Seite, die jeder Veganer oder Vegetarierer mit sehr wenig Tierischen Produkten lesen sollte;)
http://vegan.de/foren/read.php?152,3...646#msg-358646
http://vegan.de/foren/read.php?152,3...647#msg-358647
Habe jetzt einiges gelesen aber bei weitem nicht alles was da so kontrovers diskutiert wird nachvollziehen können. Dazu fehlt mir einfach die Erfahrung und das Wissen. Wer kann da helfen? Muß ich mir also Sorgen um mögliche B 12 Mangelerscheinungen etc. machen wenn ich nicht Medizin studiert habe? Worauf muß ich also achten? Insb. wie stelle ich durch eine normale (ohne Zusatztablette) Ernährung sicher ausreichend B 12 sowie Folsäure zu mir zu nehmen? Mein Wissen steckt wie ihr merkt in den Kinderschuhen!:confused:
An einem B 12 Mangel können auch Omnivore leiden (das vergessen diese oft, und verwenden dieses Scheinargument gegen den Veganismus ;) ).
Ich empfehle folgenden Link zu lesen: http://www.vegetarismus.ch/heft/2005-1/b12.htm
Wie das ein richtiger Veganer macht weiss ich nicht (esse erst seit letztem Juni vegan ;) ).
Die Schoko-Sojamilch die ich trinke hat B12 drin, und beispielsweise meine bevorzugten (superleckeren) Müsliriegel auch. Es ist jedoch nicht so, dass ich das massenweise trinke/esse - einfach ab und zu.
Ich schlucke nach wie vor meine Algen-Tabletten, wenn die leer sind, wechsele ich mit einem anderen Produkt ab, um so auf der ganz sicheren Seite zu sein. Der Körper kann ja B12 speichern, wenn ich da tatsächlich mal auf Analoga treffe, gleiche ich das mit dem Wechsel dann wieder aus. Bis jetzt habe ich leider noch keinen Veganer kennengelernt, der schon länger als 20 Jahre vegan lebt, deshalb kann ich auch keinen fragen, wie das im Alter aussieht. Ich sehe nur, daß selbst die älteren Omnivoren in meiner Umgebung sehr häufig einen B12-Mangel haben, da kann ich mir nicht vorstellen, daß ausgerechnet Veganern das nicht passiert. Außerdem möchte ich nicht in ein paar Jahrzehnten sagen "Scheiße, war doch nicht so dolle, hättest du mal lieber..."
Also ich nehme ja jeden Morgen SojaMilch, in der auch Vitamin B12 drin ist für mein Müsli.. und trinke säfte in denen das drin ist, das müsste doch langen oder?
lg Dani
Nur in aller Kürze: als Veganer sollte man unbedingt B12 supplemetieren, egal, ob über Tabletten doer angereicherte Nahrungsmittel. Der Tagesbedarf liegt bei 1-3 ug, das sollte also abgedeckt sein.
Algen (inklusive Spirulina) sind keine zuverlässige B12-Quelle, auch wenn das Gerücht noch immer umgeht, ebenso sind Sanddorn und Lopino keine B12-Lieferanten.
Soweit das von mir :-)
Tanja
Also ich will ma kurz meinen Senf dazugeben wegen:"Ich brauch keine Tabletten und Tropfen ich trinke immer Sojamilch und angereichertes Zeugs"
In Sojamilch und Co. ist doch genau das gleiche chemische Zeugs wie in z.b. B12 Tropfen, warum dann nicht am Tag ein paar Tropfen und sich sicher sein nicht zuwenig B12 zu haben, als teure Produkte kaufen "nur" weil sie B12 zugesetzt bekommen haben?
Warum sich auf bestimmte Sorten festbeißen, nur weil sie B12 haben(nicht von natur aus sondern tja..), wenn ich viel mehr anderes veganes Zeugs essen kann, wenn ich ein paar Tropfen nehm?
Steht alles im VeganerForum bei den Links von mir^^
mfg draven
Aber wenn ich doch was für mein müsli brauche trinke ich Sojamilch. Da ist das nunmal drin, warum sollte ich dann noch anderes zeugs nehmen.. Ich bin mir sicher das die dosis zusammen mit Säften reicht..
Man braucht wirklich sehr wenig B12. Ich hab ja diese angeborene Krankheit und kann B12 oral eingenommen oder gegessen, nicht verarbeiten. Egal wie viel ich zu mir nehme oder schlucke, es wird unverwertet wieder ausgeschieden. Mir fehlt ein Enzym im Magen.
Richtige Probleme wegen dieses Mangels bekam ich aber erst, als ich schon 40Jahre alt war!!! Aber dann war es heftig. Es zog sich nochmal 2 Jahre hin, bevor man erkannte, welche Krankheit ich habe! Aber leider hatte ich dann schon irreparable Schäden davon getragen!!! Aber ich kann damit leben. Jetzt bekomme ich monatlich ein B12-Spritze.
Liebe grüße von Sonny
Das tut mir wirklich leid für Dich!
Was hast Du denn für Schäden davongetragen? Bitte nur beantworten, wenn die Frage nicht zu indiskret ist... vielleicht willst Du ja nicht darüber sprechen ;)
Nee, ist nicht so schlimm. Nach den 2 Jahren, in denen mein Hausarzt nicht herausgefunden hatte, was ich nun habe, überwies er mich endlich ins Krankenhaus. Die Beschwerden kamen nach und nach und steigerten sich immer mehr. Fast wöchentlich kam was neues dazu. Als ich eingeliefert wurde, hatte ich Empfindungsstörungen/Ausfallerscheinungen/Gefühllosigkeit in den Beinen bis zur Hüfte hoch und in den Händen. Meine Mundschleimhaut war voller offener Wunden, so daß ich kaum noch etwas essen konnte. Mit dem "Schilling-Test" fand man dann heraus, welche Krankheit ich habe. Die Ärzte waren sehr nett. Eine Ärztin sagte mir, daß es für mich höchste Zeit gewesen wäre, die nächste Stufe wäre die Lähmung gewesen!!! Da erst habe ich richtig Angst gekriegt! Die Behandlung bestand nur aus B12-Spritzen! Erst täglich - jetzt 1x im Monat - aber das lebenslang. Aber damit kann man leben.
Leider sind nicht alle Störungen zurückgegangen, aber es es geht mir gut.
Ich habe noch Empfindungsstörungen in den Beinen bis Kniehöhe, bes. in den Füßen, und in den Händen. Außerdem muß ich Herztabletten nehmen. Aber es geht mir wirklich gut. Das schlimme ist nur, daß die krankheit eben erblich ist - und ich habe 2 Kinder!!!
Liebe grüße von Sonny
Nein noch nicht. Der Test ist schwierig. Ich mußte Radioaktives Zeug schlucken und dann wurde ein WC extra für mich gesperrt.....
Hab mich zuerst total gesträubt, diesen Test machen zu lassen.
Außerdem macht sich die Krankheit erst in den Dreißigern bemerkbar....
Aber sie sollten es wohl machen lassen. Einfacher ist aber, wenn sie sich vorsorglich regelmäßig B12 spritzen lassen - daß kann ja nicht verkehrt sein.
LG von Sonny
Also ich nehme auch meist die mit Vit. B / Kalzium angereicherte Sojamilch. Und ich esse viel Biosauerkraut. Das soll auch Vit. B enthalten. Und zur Sicherheit hab ich auch noch Tabletten da für Eisen (weil ich da schon immer nen Mangel hatte, auch als ich noch nicht vegan war) und Vitamin B. Und ich war letzte Woche bei meiner Ärztin und hab mal ein Blutbild im Hinblick auf Vitamine etc. gemacht um einfach nach ein paar Monaten jetzt mal checken zu lassen ob sich da irgendein Mangel abzeichnet.
Ungewaschenes (nur von Hand abgerieben) Bio-Gemüse oder Bio-Früchte haben auch Vitamin B12.
Also eigentlich könnte man doch auch ein wenig Bio-Erde essen.
Früher hatte es auch B12 in der Erde, als noch nicht alles überdüngt war.
sonny, da bin ich aber froh, dass es Dir gut geht. Was alles wegen so einem fehlenden Vitamin passieren kann...meine Güte.
@alle
Ich stelle mir gerade die Frage, wie diese Widersprüche sich miteinander vereinen lassen. Soweit ich das verstanden habe, scheint es in Pflanzen wenig bis gar kein B12 zu geben. Andererseits soll der Mensch nach unseren Erkenntnissen (nach meinen ja auch!) ein Pflanzenesser sein. Daraus müsste sich eigentlich ergeben, dass der Mensch evtl. kein B12 bräuchte, aber die Erfahrungen von sonny beweisen gerade wieder das Gegenteil:confused:
Und nun wäre die Frage, wie das B12, das in der Sojamilch, in Tabletten und Spritzen enthalten ist, hergestellt wird? Bedeutet das nicht, dass dieses Vitamin als solches schon unvegan ist?:confused:
Vielleicht übertreibe ich es ja jetzt, aber damit will ich nicht sagen, dass man darauf verzichten soll, mit den Folgen sollte man keine Experimente machen.
Ich fände es allerdings sehr interessant, wie diese Widersprüche ein schlüssiges Bild ergeben könnten.![]()
Als der Mensch früher noch ein reiner Pflanzenesser war, da hat er seine Wildmöhren, Wurzeln usw. sicher noch nicht gewaschen. Dadurch hafteten genügend Microorganismen (B12!!!) an den Pflanzen. Da man sehr wenig B12 braucht, war das ausreichend. Durch die heutigen gewaschenen, geputzten und hochgezüchteten Pflanzen ging das B12 verloren. Deshalb ist ein Veganer wohl oder übel gezwungen, sich anderweitig mit B12 zu versorgen.
Ich glaube nicht mal, daß an Bio-Gemüse noch ausreichend B12 klebt- in unserer Bio-Company sieht alles ziemlich sauber aus, die Kunden verlangen es so, und Umsatz machen ist ja auch für Bio-Läden wichtig.
Also meine Bio-Kartoffeln musste ich letztens sehr lange waschen weil dort eine dicke Dreckkruste dran war;)... Von wegen sie waschen das Gemüse.
I can't have s*x with your personality,
And I can't put my p*nis in your college degree,
And I can't shove my fist in your childhood dreams,
So why're you sharing all this information with me?
Jon Lajoie
Hallo Lucy,
der Mensch ist kein Pflanzenfresser (Herbivor) sondern ein Allesfresser (Omnivor). Ich weiß, daß das immer wieder anders behauptet wird und wüßte wirklich gern, wie die Leute darauf kommen. Allerdings bedeutet, alles essen zu können ja nicht, alles essen zu müssen. Und darum können wir uns eben auch problemlos vegan ernähren - zumindest genauso problemlos, wie sich ziemlich viele Menschen ernähren, die nicht in der Nähe vom Meer wohnen und deswegen Jod in ihre Ernährung einfügen müssen, meist durch Jodsalz o.ä. Da es noch kein B12-Salz gibt, müssen wir's eben in Tablettenform etc. nehmen. ;-)
Hergestellt wird dieses B12 aus Bakterien im Labor, es ist also, sofern in dem Präparat dann nicht noch Gelatine, Lactose etc. enthalten ist, vegan.
Das schlüssige Bild ist ganz einfach: Veganismus ist nichts, was sich dadurch begründen läßt, daß es "schon immer so war" und "ganz natürlich ist" - nein, Veganismus baut auf Ethik auf. Und wenn da das einzige Problem ist, daß man auf seine B12-Zufuhr achten muß, dann ist es doch absolut schlüssig, so zu leben und andere Tiere nicht auszubeuten und/oder umzubringen.
Tanja
Der Mensch hat den langen Darm eines Pflanzenfressers und das Gebiß eines Pflanzenfressers, mit dem er die Kaubewegungen eines Pflanzenfressers macht, eben auf den Backenzähnen kauend zermalmen und nicht brockenweise herunterschlingen wie meine 2 Kater. Außerdem glaube ich nicht, daß es auf dieser Welt überhaupt Allesfresser gibt, jedem, der mir etwas anderes sagt, würde ich gerne mal beim Essen von Giftdrüsen mancher Schlangenarten oder auch beim Verzehr von manchen Pilzarten zusehen. Ich glaube, da würde dieser Allesfresser schnell bekehrt werden, würde ihm zwar nicht mehr helfen, aber immerhin wär meine Theorie bewiesen, daß niemand alles esstechnisch verträgt.![]()
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