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Ja heute ist es wieder so weit, es ist 11.September.
Ich finde es ja schrecklich was damals gescha, aber ich hoffe das diesesmal nicht wieder alle Sender davon voll sind. Irgendwie nerft es mich nämlich schon ein wenig, immer das selbe "9.11 sehen Sie was wirklich gescha!" oder "11.September die Verschwörungstheory". Ich finde es auch schlimm wie mit sowas ungegangen wird, alle wollen mit sowas nur die höchsten Einschaltquoten. Ich fände es am besten wenn kurz daran erinnert wird vielleicht noch ein paar Bilder davon und gut is und nicht das ganze ausschlachten.
Wie denkt ihr darüber?
-Don't panic-
-Experience tells me, that this is a very good time to panic-
klar, ist es schlimm was damals passiert ist... auch nervt es... und auch tut es bestimmt den Leuten, die die Opfer kannten, nicht gut daran erinnert zu werden dass sie vor einigen Jahren die Mitmenschen verloren haben!! Aber was soll man dagegen tun?? Du wirst die Medien natürlich nicht dazu bringen, dass das abgedreht wird. Auch musst du die Leute dahinter verstehen, die wollen ja auch nur ihren Job so gut es geht machen, damit sie ihren Gehalt bekommen...
Ich persönlich merke werd davon ws sowieso nicht wirklich was mitbekommen, da ich weder einen Fernseher im Zimmer habe (sowas benötig ich auch nicht) noch lass ich bei mir das Radio laufen (sofern ich eines hätte)
Daher werd ich davon verschohnt ^__^ aber wie gesagt, die Leute machen ja nur ihren Job!! Vielleicht wird das vom Chef sogar so verlangt & glaubst du das die dann sich dagegen sprechen werden??
Naja ich hoffe ich hab so halbwegs das rüberbringen können was ich wollte XD
Ich frage mich aber auch wie viele Zivilisten nach dem 11.9. von den US-Amerikanern getötet wurden? Die Bushzeit war in den USA eine ganz schreckliche. Es ist immer viel Heuchelei im Spiel, wenn eine Seite stets nur ihre eigenen Opfer betont und ausblendet wie viele Opfer sie selber verursacht hat.
Da hast du recht Detlef. Ich bin überzeugter Pazifist und finde auch das schlimm und unverzeilich. Abernoch viel unverzeilicher finde ich es aus sowas Kapital schlagen zu wollen.
-Don't panic-
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Für mich ist das alles bigotte Heuchlerei und Ergötzung an Katastrophen. Etwa alle drei Sekunden stirbt ein Mensch an Hunger. Die hier erwähnten 3000 Opfer sind nach drei Stunden erreicht, nach sechs bereits verdoppelt und das passiert nicht nur als singuläres Punktereignis, sondern Tag für Tag, Jahr für Jahr. Wen kümmert´s? Wer verschwendet auch nur eine Gedenkminute daran? Betroffenheit Fehlanzeige. Der Hungertod ist ja auch still und leise, der Mensch mag´s eben lieber auf BILD-Zeitungs-Art. Zudem KÖNNTE man daran ja was ändern, aber dazu müßten viele, viele SELBST handeln und etwas verändern. Da ist der Konsum von Toten am TV doch bequemer, bei denen man keinerlei Mitverantwortung hat. Tod ohne eigene Schuld - das fasziniert. Aber das ist nicht alles. Wir sind alle Antisemiten. Bei jedem sinkenden Boot irgendwo auf der Welt werden in den Nachrichten die deutschen Opfer expilzit und gesondert erwähnt, sogar ein Wohungsbrand mit vier Toten in Deutschland ist berichtenswerter, als schon wieder 100 Tote bei schon lange bestehenden Unruhen in einem Land, das uns eh nur Früchte und keine Spielekonsolen liefert. Wiegt der Tod von Menschen in Entwicklungsländern also wirklich soviel weniger, als der Tod von Menschen in Wohlstandsländern? Ganz offensichtlich. Die Bundeswehr beklagt 37 getöte Soldaten in Afghanistan und zwar jeden einzelnen, der aufopferungsvoll in Erfüllung seiner vermeintlichen Pflicht gestorben ist. Werden drei Mal so viele Afghanen und darunter auch viele Zivilisten getötet auf Veranlassung der selben Bundeswehr, so wird das heruntergespielt und mit fast schon an Zynismus grenzenden "sollte dem so sein, dann haben wir natürlich auch Mitgefühl zu zeigen." (Pflichtübung) kommentiert.
Nur der Vollständigkeit halber: ich nehme mich selbst von den bequemen Sesselpupsern nicht aus.
Ja sorry, war natürlich im Eifer des Gefechts ein Fremdwortverknüpfungsfehler. Ich denke aber, Du und jeder andere hat verstanden, worum es mir ging. Hast Du inhaltlich etwas dazu zu sagen?
Hi
das mit dem gesonderten Nennen der deutschen Opfer ist mir vor einigen Jahren mal ganz extrem aufgefallen, als es bei einer Entführung immer hieß "Die deutsche Frau Müller* und ihre Schweizer Begleiterin" :rolleyes:
Aber vermutlich ist das gar kein deutsches Problem, sondern andere Staaten nennen ihre Opfer auch immer extra.
*Name geändert
Bis auf eine Meldung, dass den Opfern des 11. September gedenkt wird, hab ich gestern nichts weiter davon mitbekommen.
lg Kisa
Da habe ich ein Problem. Es stimmt, es sind viele gestorben, es ist schlimm. Aber Bush war nicht viel besser. In den 8 Jahren danach sind noch viel mehr Menschen durch die Amerikaner gestorben. Das ist nicht gerecht.
Es ist egal ob Bush mit Bin laden zusammenarbeitete oder nicht. Die beiden gehören in den Knast, für mich sind beide Terroristen für die Unschuldige sterben mussten. Warum haben ausgerechnet solche Leute solch eine Macht? Die machen mich krank :mad:
Ich glaube (wie Kisa), dass wir nicht das einzige Land sind, dass seine eigenen opfer besonders heraushebt. Das soll vermutlich verbinden, nähe schaffen - "er war einer von uns"
In Zeiten der Globalisierung vielleicht immer weniger angebracht, aber vielleicht hilft die Methode den Medien ja irgendwas.
Zum Rest:
Klar, Katastrophen locken immer mehr Zuschauer. Dass ständig Leute verhungern, is doch nichts neues mehr. Außerdem könnten (seeeehr egringe Wahrscheinlichkeit - tja <<) Terroranschläge uns ja auch treffen... verhungern ist da in keinem seinem Kopf.
*shrugs*
Ich schätze einfach: Umso mehr man die Leute betroffen machen kann, je näher man sie ans Geschehen rückt, desto besser verkauft sich das Medium.
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