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Thema: kartoffenknolle in der zwickmühle

  1. #51
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    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Ich glaube diesem Biologen, und nicht dir, seine Thesen, weil er in dem Gebiet qualifiziert ist, und ja, weil ich davon ausgehe, dass er weitaus qualifizierter ist als du. Zudem sind sowohl der Zoologe Prof. Carlo Consiglio als auch der im Natinalpark Gran Paradiso zuständige Tierarzt Bruno Bassano einer sehr ähnlichen Ansicht und der Meinung, dass die Jagd abgeschafft werden kann.
    Mal ganz ehrlich: Hast du dir je mal genauer angesehen, welche Bedingungen in Gran Paradiso herrschen? Welche Wildarten dort vorrangig vorkommen?
    Und um es gleich weiterzuführen, inwiefern man Gran Paradiso vergleichen kann mit der deutschen Kulturlandschaft, bei der Wald und Feld sich abwechseln?
    In Gran Paradiso ist jagfrei möglich, da es dort keinerlei land- oder forstwirtschaftliche Flächen gibt - es ist zum größten Teil alpines Hochland!

    Deren Wildtiermanagement lässt sich eben nicht auf ganz Deutschland übertragen - Deutschland ist eben kein großer Nationalpark, sondern Kulturlandschaft.
    Natürlich können diese Leute behaupten was sie möchten - in der Realität sieht es aber ganz anders aus (siehe Links).

    Findest du es nun erstaunlich, dass ich diesen Leuten, von denen zwei Professoren sind und von denen einer direkt in den einen jagdfreien Nationalpark involviert ist, eher glauben schenke als einer, entschuldigung, aber es ist doch so, dahergelaufenen Biologin, die in diesem Gebiet nicht einmal ansatzweise so qualifiziert ist wie die o.g. Wissenschaftler?
    Ich finde es, wenn überhaupt, erstaunlich, wie vehement Fakten ignoriert werden, die einem nicht in den Kram passen.
    Selektiv klammert man sich aber an Aussagen, die einem gefallen (jagdfrei geht) und wenn Gegenargumente kommen, heißt es einfach: Kann ich nicht beurteilen, interessiert mich nicht.

    Ich persönlich gebe jedenfalls nichts auf irgendwelche Doktortitel - ich sehe mir immer nur die Fakten, Studien und die Erfahrungswerte in Gebieten an, die mit Deutschland vergleichbar wären, und die sprechen eben eine ganz klare Sprache.
    Natürlich steht es dir frei, es anders zu sehen. Jeder bildet sich seine Meinung, und wenn man uneingeschränkt Menschen Glauben schenkt, die einen Dr. oder Prof. im Titel tragen, dann kann man das ruhig tun.
    Du hast dir ja nun eine Meinung gebildet und die steht fest. Daher ist eine weitere Unterhaltung wohl nicht sinnvoll, und du hälst meine Art der Diskussion ja scheinbar eh für unseriös und mit "speziesistischem Gedankengut" durchtränkt.

    Daher fände ich es weiterhin sehr interessant, seine Sicht zu deinem Beispiel zu erfahren. Und du weißt doch selber, dass man in verschiedenen Gebieten verschiedene Faktoren beachten, Zahlen einbeziehen muss usw.
    Dann wende dieses Wissen doch auch mal auf deine Beispiele an, sieh dir Gran Paradiso an, lese Studien zur Populationsdynamik in alpinen Gebieten und frag dich dann, inwiefern man die jagdfreien Erfahrungen dieser Region auf unsere Kulturlandschaft übertragen könnte.

    Edit: Unter deinem Link steht übrigens "LJN". Liege ich richtig in der Annahme, dass es sich dabei um die Landesjägerschaft Niedersachsen handelt? Willst du mich jetzt veräppeln? Jetzt kommen schon Links von Landesjägerschaften als "Beweis" für irgendwas. Wirklich, es wird immer unseriöser.
    http://www.wattenrat.de/aktuell/aktuell281.htm
    So besser? :rolleyes:

    edit:
    Ich komme eben beruflich nur mit Jägern zusammen, die sich für den Naturschutz einsetzen: Denn nur die haben ein Interesse daran, Daten zu sammeln, auch über nicht jagbare Wildarten.
    Mit ist durchaus gewusst, dass es zahlreiche Jäger gibt, denen das Wild am Arsch vorbeigeht - Idioten gibt es überall, und es müssen Wege gefunden werden, die Jagd weg von einem "Tötungshobby" hin zur Regulation und Naturschutz weiterzuentwickeln - und dies passiert auch!
    Allein ein Blick in die Zeitschriften der bösen Jägerschaft zeigt, wie sehr sich die Jagd gewandelt hat, gerade in den letzten Jahren. Kritische Berichte sind Standart geworden.

  2. #52

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Zum Thema Gran Paradiso: Ach komm, Chimera, es ist doch lächerlich, dass du jetzt hier mit deinen Fragen ankommst, auf die Tatsache, dass der dort zuständige Tierarzt, der sich übrigens auch zu Kulturlandschaften äußert, und der sich doch wirklich nach vielen Jahren damit auskennen sollte und der der Meinung ist, dass man die Jagd beispielsweise auch in Deutschland abschaffen könnte, aber nur entgegnest, dass du auf "irgendwelche Titel" nichts gibst.

    Ich persönlich gebe auf "irgendwelche Doktortitel" mehr als auf die selektiv zusammengeschneiderten Beispiele und Links einer in irgendeinem Forum X aufkreuzenden Biologin, die in dem Fachgebiet nun mal nicht so qualifiziert ist und die ganz offensichtlich ein Interesse daran hat, die Jagd, und sowieso so gut wie alles, was speziesistisch ist, als positiv und notwendig darzustellen. Deine Beispiele und Links sind gut und schön, nur hast du eben den Vorteil, dass hier keiner einen wirklich fundierten Zugang zu dem Thema hat, keiner kann beurteilen, inwiefern deine Beispiele zu Deutschland in Beziehung gesetzt werden können, welche Faktoren eine Rolle spielen, welche anderen Einflüsse es gibt etc. und keiner kann wissen, ob du Gegenbeispiele und andere Positionen eben einfach verschweigst.

    Zitat Zitat von Chimera
    Du hast dir weitere Unterhaltung wohl nicht sinnvoll, und du hälst meine Art der Diskussion ja scheinbar eh für ja nun eine Meinung gebildet und die steht fest. Daher ist eine unseriös und mit "speziesistischem Gedankengut" durchtränkt.
    Ja, was deine Art der Diskussion und deine Haltung gegenüber Tierrechten und Tieren generell angeht, hast du Recht.

    Zitat Zitat von Chimera
    Dann wende dieses Wissen doch auch mal auf deine Beispiele an, sieh dir Gran Paradiso an, lese Studien zur Populationsdynamik in alpinen Gebieten und frag dich dann, inwiefern man die jagdfreien Erfahrungen dieser Region auf unsere Kulturlandschaft übertragen könnte.
    Abgesehen davon, dass das wie gesagt schon erfahrene Leute gemacht haben (s.o.), werde ich das selber dann machen, wenn ich die Zeit dazu habe und wenn ich zu umfassenden Daten und Zahlen in diesem Gebiet Zugang habe. Also evtl. dann, wenn ich selber Biologie studiere. Bis dahin muss ich mich eben an diejenigen Leute halten, die ich persönlich für die qualifizierteren in diesem Gebiet halte (und das bist du in meinen Augen halt nicht). So macht man das nunmal, wenn man nicht die Zeit dazu hat, sich so intensiv mit einem Thema zu beschäftigen.

  3. #53

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Einen Biologe kenne aus den letzten Jahren und er hält die Jagd für völlig unsinnig:

    "Erstens reguliert die Jagd keine Ökosysteme, da Jäger gar nicht über ausreichend biologische Kenntnisse verfügen. Ein Beispiel hierfür ist die Jagd auf Rabenkrähen (eigentlich gesetzeswidrig, wird aber über zweifelhafte Findigkeiten einiger Politiker trotzdem durchgesetzt). Hier kennen die Jäger offenbar gar nicht den Unterschied zwischen Brütern und Nichtbrütern, bzw. wird ihnen nicht klar, daß auch das "Nestausschießen" selten alle Familienmitglieder einer Rabenfamilie trifft.
    Kurzum: Der Bestand der Rabenkrähen nimmt durch ihre Bejagung tatsächlich zu, was natürlich andere Singvögel in Bedrängnis bringen kann.
    Zweitens sind ökologische Systeme so kompliziert, daß Menschen (und schon gar nicht Jäger) kaum in der Lage sind, diese funmtionierend zu regulieren.
    Drittens pendelt sich ein Ökosystem mit der Zeit ein und gesundet, wenn es einfach nur in Ruhe gelassen wird.

    Die Natur hat Jahrmilliarden ohne Jäger einwandfrei funktioniert. Auf einmal sollen sie unerläßlich fürs ökologische Gleichgewicht sein??? Lächerlich!

    Mir ist schon klar, daß Jäger so argumentieren, daß ja jetzt aber das ökol. GG schon durch den Menschen so weit gestört sei, daß nur noch der Eingriff durch den Jäger helfen würde.
    Aber: Im Winter wird gefüttert, was im Herbst abgeknallt wird. Und: Es wird immer mit dem Fehlen natürlicher Feinde argumentiert, aber sobald mal ein Wolf oder Bär wieder einwandern möchte, passiert was? Ja, richtig, der Jäger knallt sie ab.

    Das wäre genauso, als wenn der Bürgermeister die Umgehungsstraße sperren läßt und dann argumentiert, man müsse den Verkehr durch den Ort leiten, damit es keinen Stau gibt.

    Nein, die Jäger lösen das Problem nicht, die Jäger sind das Problem!

    Beleg: In Lübeck gibt es ein Pilotprojekt. Ein Stück Wald wird vollkommen in Ruhe gelassen. Es wird nicht bewirtschaftet, nicht bejagt, nicht gepflegt. Fazit: Es ist vollkommen gesund und entwickelt sich prächtig.
    Hintergrund: Die Lübecker Staatsforste werden sehr extensiv bewirtschaftet. Statt groß zu roden, fällt man einzelne Stämme und zieht anschließend zwecks Waldschonung mit Pferden aus dem Wald. Es funktioniert. Es ist wirtschaftlich, da zwar die Einnahmen niedriger sind, dafür aber auch die Ausgaben."

  4. #54

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Und:

    "Schleswig-Holstein ist von West nach Ost in drei Streifen einteilbar: an der Nordsee die Marsch, in der Mitte die Geest, an der Ostsee das "östliche Hügelland".
    In der Geest leben viele Greifvögel und viele sterben dort eines unnatürlichen Todes. Eine Studie hat ergeben:
    Auf Platz 2 der unnatürlichen Todesursachen stehen Zusammenstöße mit Zügen.
    Auf Platz 3 steht Tod durch Stromschlag in Hochspannungsleitungen

    Auf Platz 1 steht Bleivergiftung durch Jagdmunition. Jäger schießen irgendetwas tot, lassen es liegen, die Greifvögel holen es sich und sterben an der Schrotmunition, die aus Blei ist.

    Folge: Durch die künstliche Dezimierung von Greifvögeln vermehren sich andere Tiere; das ökol. GG wird wieder einmal durch Jäger gestört."

    Dazu noch:

    Jäger ballern zudem jährlich 1.500 Tonnen hochgiftiges Blei in unsere Natur. Dies führt zu einer Anreicherung von toxischen Schwermetall in den Nahrungsketten.

  5. #55

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Ach komm, Chimera, es ist doch lächerlich, dass du jetzt hier mit deinen Fragen ankommst, auf die Tatsache, dass der dort zuständige Tierarzt, der sich übrigens auch zu Kulturlandschaften äußert, und der sich doch wirklich nach vielen Jahren damit auskennen sollte und der der Meinung ist, dass man die Jagd beispielsweise auch in Deutschland abschaffen könnte, aber nur entgegnest, dass du auf "irgendwelche Titel" nichts gibst.
    Nein, meine Antwort darauf ist:
    Wie kann es dann sein, dass in den Niederlanden (einem durchaus mit Deutschland vergleichbaren Habitat) das Jagdverbot dazu geführt hat, dass sich die Schwarzwildpopulation explosionsartig vermehrt hat?

    Die Aussage dieser Biologen ist eindeutig: Es geht ohne Jagd!
    Ich sehe da kein wenn und aber, keine Einschränkungen, keine "nur wenn diese oder jene Bedingung erfüllt ist" u.s.w.
    Und die Aussage dieser Biologen kann durch eben solche Beispiele wie die Niederlande klar wiederlegt werden. Es trifft eben nicht auf jeden Lebensraum zu, dass jagdfrei funktioniert.
    Und wenn man nun die Niederlande oder aplines Hochland als "Modell" für die deutsche Landschaft nehmen müsste, würde man sich sicherlich für erstes entscheiden.

    Du kannst ja weiter die These dieser Biologen vertreten, trotzdem musst du doch zugeben können, dass es scheinbar wenigstens Ausnahmen gibt (Niederlande, amerikanische Nationalparks, Genf, bayerischer Wald u.s.w.)

    Kein Jagdbefürworter dieser Welt ist der Meinung, dass überall Jagd aus ökologischen Gründen erforderlich ist. In intakten Lebensräumen, in Gebieten mit wenig/keiner Land- und Fortstwirtschaft oder mit entsprechenden Prädatoren, im hochalpinen Raum, in Moor- und Sumpfhabitaten u.s.w. ist Jagd selten nötig und gehört auch aus Gründen des Tierschutzes weitesgehend abgeschafft.

    Warum nun diese Biologen nicht auf die ganzen "Ausnahmen" bzw. Gegenbeispiele ihrer "Es geht ohne Jagd"-These eingehen weiß ich nicht - vielleicht, weil man ungern zugibt, dass die eigenen Ideen nicht 100% in der Realität funktionieren? Das man durchaus auch die Interessen der Bauern und Förster achten muss, weil nicht überall auf der Welt bedingungen wie in einem Nationalpark herrschen? Ich weiß es nicht.

    Bis dahin muss ich mich eben an diejenigen Leute halten, die ich persönlich für die qualifizierteren in diesem Gebiet halte (und das bist du in meinen Augen halt nicht).
    Kleine Frage am Rande: Kanntest du den Biologen im Beitrag schon vor dem Video? Hast du etwas von ihm gelesen?

    @ Meles:
    Hah, genau mein (derzeitiges) "Fachgebiet". Momentan werte ich gerade relevante Daten zu diesem Thema aus (Bleimunition) . Momentan ein extrem schwieriges Thema, je mehr man weiß desto komplexer wird es: Gerade die hohe Belastung des Fischadlers im Gegensatz zu anderen Raubvögeln ist sehr merkwürdig.
    Wenn Ergebnisse vorliegen, mache ich gerne einen Thread zu dem Thema auf. Letztens auf eine Tagung in Berlin zu diesem Thema wurden viele interessante Vorträge gehalten und die Problematik ist der Jägerschaft bewusst - eine Untersuchung des Bundeslandwirtschatsministeriums ist in Arbeit und hoffentlich gibts bald Ergebnisse.
    Das Problem der Seeadler ist allerdings nunmal nicht die Jagd, sondern die Bleimunition - an Alternativen wird gearbeitet.

    Drittens pendelt sich ein Ökosystem mit der Zeit ein und gesundet, wenn es einfach nur in Ruhe gelassen wird.
    Warum tut es das nicht in den oben verlinkten Fällen?

    Die Natur hat Jahrmilliarden ohne Jäger einwandfrei funktioniert. Auf einmal sollen sie unerläßlich fürs ökologische Gleichgewicht sein??? Lächerlich!
    Die Natur ist noch nie ohne Jäger ausgekommen - Prädatoren findet man in praktisch allen Lebensräumen.
    Geändert von Chimera (06.06.2009 um 17:01 Uhr)

  6. #56

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Achja, ein paar Zahlen:

    In Deutschland werden jedes Jahr 5 Millionen Wildtiere mit Kugel oder Blei erschossen, erschlagen oder in Fallen grausam getötet. 5 Millionen Tiere jedes Jahr – das sind 13.700 jeden Tag, 570 pro Stunde, fast 10 Tiere pro Minute. Alle 6 Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand.

    Was viele nicht wissen: In Deutschland werden Jahr für Jahr etwa 300.000 Hauskatzen und an die 40.000 Hunde von Jägern erschossen, erschlagen oder in Fallen gefangen.
    Geändert von Meles (06.06.2009 um 16:53 Uhr)

  7. #57

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    mich stört es nicht wenn ihr hier schreibt. es interessiert mich auch was ihr zum thema jagd denkt. nur zu;)
    die zwickmühle bleibt so oder so. dann probiere ich es wenigstens ein bisschen zu verstehen...

  8. #58

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Noch eine interessante Dokumentation zu Jägern und was in ihrem Alltag sonst noch so schönes machen:

    Jagdlicher Abschuss von Haustieren, Teil 1

    Jagdlicher Abschuss von Haustieren, Teil 2

    Zitat Zitat von Chimera
    Nein, meine Antwort darauf ist:
    Wie kann es dann sein, dass in den Niederlanden (einem durchaus mit Deutschland vergleichbaren Habitat) das Jagdverbot dazu geführt hat, dass sich die Schwarzwildpopulation explosionsartig vermehrt hat?
    Auch das müsste man genauer untersuchen. In dem Beispiel von Meles (Pilotprojekt in Lübeck) beispielsweise funktioniert es. Man muss eben auch gucken, wo man die Prioritäten setzt. Wenn man sie für die Tiere und für die Natur setzt, versucht man, die Bewirtschaftung und die Abschaffung der Jagd so gut wie möglich unter einen Hut zu bringen und nach Alternativen zu suchen (ich habe z.B. mal etwas von bestimmten Umzäunungen u.ä. gelesen) Solange Tierleben als so minderwertig angesehen werden wie momentan, klappt sowas eher nicht, aber wenn sich alle Beiteiligten um Alternativen bemühen, dann kann es funktionieren.

    Die Sicht der genannten Biologen würde mich wie gesagt auch interessieren, ich persönlich halte sie aber für so kompetent, dass sie auch diese Beispiele kennen und begründen können, weshalb es dort so ist, welche Faktoren evtl. dazu geführt haben und weshalb es dennoch möglich wäre, die Jagd abzuschaffen.

    Hier werden wir wohl nicht auf einen Nenner kommen, aber ich werde mich wie gesagt gerne nochmal darüber unterhalten, wenn ich selber einen guten Zugang zu dem Gebiet habe und alles selber nachprüfen kann.

  9. #59
    Pauli
    Gast

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Hab mir gerade die beiden Videos angesehen.
    200 m ist echt ein Witz. Welche Freigaengerkatzen bewegen sich denn nur ums eigene Haus ?
    Der Hammer ist jedoch diese Lockstoff, welcher die Katzen in einer Entfernung von bis zu 300m anzieht.
    Das sagt eigentlich alles aus. Total absurd, Katzen duerfen sich frei bewegen(was artgerecht und richtig ist) und trotzdem duerfen Jaeger diese toeten.

    In meinem Heimatort wohnt auch so ein Vollidiot von Jaeger.
    Als ich Sonntags mit meinem Bruder auf einem oft von Spaziergaengern genutzten Feldweg spazieren war, rannte aus 50 m Entfernung der Jagdhund des Jaegers auf uns zu.
    Der Waidmann reagierte nicht, auch nicht als der Hund kurz vor uns war. Mein Bruder rief dann einen Warnruf aus.
    Und wir reagierte der Jaeger ? Er schimpfte warum mein Bruder seinen seinen Hund anschreien wuerde. Wir wuerden uns schliesslich in der freien Natur bewegen.

    Der Typ ist dermasen unterbelichtet. Dieser Jaeger im Film welcher meinte er wuerde auch noch die andere Katze abschiessen, machte auf mich den gleichen verwirrten Eindruck.

    Jaeger sind Moerder ! Punkt.

  10. #60

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Zitat Zitat von Chimera Beitrag anzeigen
    @ Michael:
    Gib mal "Nabu" und "Heckrinder" bei google ein.
    Ok, habe ich gemacht.



    @ kartoffenknolle3

    Was bedeutet eigentlich dein Nick?

    http://youtube.com/watch?v=vMLJi9efcFs
    http://youtube.com/watch?v=Ud1cyJE5EPc
    http://youtube.com/watch?v=FOGG_osOoVg

  11. #61

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Zitat Zitat von Chimera Beitrag anzeigen
    @ Michael:
    Gib mal "Nabu" und "Heckrinder" bei google ein.
    Und dann schau dir mal nicht die "Berichte" von einschlägigen Jägerzeitschriften an.
    http://niedersachsen.nabu.de/presse/..._niedersachsen
    http://www.nabu-mettnau.de/Aktuelles...chanderied.pdf

  12. #62

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Zitat Zitat von Cdh Beitrag anzeigen
    Und dann schau dir mal nicht die "Berichte" von einschlägigen Jägerzeitschriften an.
    http://niedersachsen.nabu.de/presse/..._niedersachsen
    http://www.nabu-mettnau.de/Aktuelles...chanderied.pdf
    Ja die Jäger-Berichte müssen nicht sein.


    Aber ich habe beim NABU noch was gefunden:
    http://berlin.nabu.de/nabuaktiv/fach...utz/10906.html

    Klar gehört die Bleimunition verboten, aber das Foto auf der Seite mit dem folgenden Kommentar finde ich auch etwas unpassend:
    "Bei einer NABU-Feier wird bleifrei geschossenes Wild zubereitet."

    http://youtube.com/watch?v=vMLJi9efcFs
    http://youtube.com/watch?v=Ud1cyJE5EPc
    http://youtube.com/watch?v=FOGG_osOoVg

  13. #63

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    hihi sollte schnell gehen und dann schrieb ich kartoffenknolle und nicht kartoffelknolle
    aber jetzt gefällt es mir irgendwie;) is speziel... chchchch

  14. #64

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Der NABU schreibt auch (in dem Link von mir auf Seite 4):

    "Aus Sicht des NABU besteht die einzige Legitimation für die Jagd auf wild lebende Tiere in ihrer Nutzung, also in der Bereitstellung natürlich gewachsener Produkte für den sinnvollen Gebrauch durch den Menschen."

    Daher sagte ich, dass ich einige Aussagen von denen für ziemlich bescheuert halte. Aber immerhin haben sie erkannt, dass man die Jagd weitgehend abschaffen könnte, deren einzige Legitimation ist ja die Nutzung der Tiere... :rolleyes:

  15. #65

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Zum Thema NABU und Heckrinder:
    Es gab einen Prozess vor dem Schöffengericht in Leer, der (nun ehemalige) Geschäftsführer der NABU wurde der Tierquälerei schuldig gesprochen und zu einer Geldstrafe verurteilt (20 Tiere sind verhungert).
    Gleiches ist auch an deren Standorten vorgefallen.

    Tut nur aber nichts weiter zur Sache, der verlinkte Bericht der der NABU bringt allerdings wieder das Beispiel mit dem "jagdfreien" Holland an und lobt ihre Reformierung der Jagd, verschweigt aber leider die ganze Problematik drumherum. Das ist wirklich schade, denn so werden wir NIE ein neues Jagdkonzept erarbeiten können, wenn einfach keinerlei Fehleranalyse vorgenommen wird und Negativbeispiele von Jagdreformen unter den Tisch gekehrt werden.
    An Holland sieht man nämlich eine Sache ganz schön: Nicht die Jäger gingen auf die Barrikaden und forderten "ihr" jagbares Wild zurück, sondern die Bauern forderten auf Grund der massiven Schäden eine großflächige "Vernichtung" der Schädlinge.
    Zwar hatte die Niederlande einen Fond eingerichtet, aus dem die Bauern für ihre Ernteausfälle entschädigt werden sollten, allerdings war dieser wohl nicht ausreichend.

    Schlussendlich läuft es eben dann doch auf die Finanzen heraus - wieviel darf Jagdfrei kosten und ab wann wird es nicht mehr tragbar. Ist natürlich nicht leicht, Leben mit Geld aufzuwiegen, aber leider ist es ein Faktor, der nicht vernachlässigt werden kann.

    Die Sicht der genannten Biologen würde mich wie gesagt auch interessieren, ich persönlich halte sie aber für so kompetent, dass sie auch diese Beispiele kennen und begründen können, weshalb es dort so ist, welche Faktoren evtl. dazu geführt haben und weshalb es dennoch möglich wäre, die Jagd abzuschaffen.
    Ich denke, dass er (zumindest in dem Beispiel mit dem amerikanischen Nationalpark) garkeinen Grund sehen würde, jagdlich einzugreifen.
    Denn mit der Jagd will der Mensch ja nur einen Zustand beibehalten, den er als optimal ansieht - nämlich in dem Fall ein typischer Wald mit bestimmten Baumarten, Artenvielfalt (Biber, zahlreiche Schmetterlingsarten u.s.w.) und einer gesunden, kleinen Elchpopulation.
    Klar könnte man den Nationalpark sich selbst überlassen. Die Elche würden die Biber und andere Tiere verdrängen, einige Baumarten komplett wegfressen, und sich schlussendlich selbst die Nahrungsgrundlage entziehen und verhungern. Der Beweis dafür, dass eben dieses Gebiet ohne Wölfe u.s.w. nicht dazu geeignet ist, ein Lebensraum für Elche zu sein.
    Der Wald würde sich nach einiger Zeit erholen, andere, kleine Tiere würden ihn als Lebensraum nutzen u.s.w.

    Hier stellen sich aber wiederrum andere ethische Fragen: Ist es richtig, dass die Elche, Biber, Schmetterlinge dafür "bezahlen" müssen, dass wir Wolf und andere Prädatoren verdrängt haben?
    Haben wir das Recht, sie verhungern und an Krankheiten eingehen zu lassen? Oder die Pflicht, regulierend einzugreifen, damit sie weiterhin leben können?
    Würden die Nationalparkbesucher (die ja nunmal mit ihrem Geld die ganze Sache finanzieren) es überhaupt akzeptieren, über Jahrzehnte (oder Jahrhunderte) einen sterbenden Wald zu besuchen, in dem halbverhungerte Tiere herumstreunen, damit irgendwann in einigen Generationen wieder eine Erholungsphase eintritt?

    In den gescheiterten, jagdfreien Gebieten hier in Europa spielen natürlich andere Faktoren eine Rolle, da wir hier eine Kulturlandschaft haben - also müssen neben den Interessen der Tiere auch die Interessen der Bauern und Förster berücksichtigt werden, und diese werden (so hart das für Tierrechtler klingen mag, das ist mir durchaus bewusst, auch wenn ich keiner bin) eben in unserer Gesellschaft höher bewertet.

    Wenn man sie für die Tiere und für die Natur setzt, versucht man, die Bewirtschaftung und die Abschaffung der Jagd so gut wie möglich unter einen Hut zu bringen und nach Alternativen zu suchen (ich habe z.B. mal etwas von bestimmten Umzäunungen u.ä. gelesen)
    Umzäunungen müssen leider sehr stabil und tief und fest im Boden verankert sein, um wirklich etwas gegen Wildschweine zu bringen - und da wird es teuer. Gerade bei den heutigen, riesigen Monokulturen, in denen ganze Wildschweinrotten schon permanent leben können.

    Bewegung gibt es aber mittlerweile bei der Alternative "Verhütung" - vor einigen Jahren noch wg der Kosten absolut undenkbar hat sich nun ein "Sponsor" gefunden, der fleissig an der Sache forscht (jedenfalls bei den Wildschweinen): Die Schweinefleischindustie - aus Angst vor der hohen Wildschweinpopulation (u.a. durch Energiepflanzen verursacht) wollen die Damen und Herren Schweinemäster ein Mittel entwickeln, dass nach einmaliger Aufnahme auf immunologischem Wege Tiere beiderlei Geschlechts für immer unfruchtbar macht.
    Wildbiologen stehen dem sehr skeptisch gegenüber, es gibt so einige Nachteile und die gesundheitlichen sowie sozialen Auswirkungen auf die Tiere sind ungewiss.
    Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.
    Die Schweinezüchter wie Bauern würden die Wildschweine natürlich am liebsten ganz ausrotten - so blöde es klingt, die einzige Lobby, die diese Tiere haben, sind momentan die Jäger. Diese sind gerade in Regionen Frankreichs die letzte Bastion, die sich gegen die Vergiftung der Tiere durch Bauern ausspricht.
    Geändert von Chimera (07.06.2009 um 15:17 Uhr)

  16. #66

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Zitat Zitat von Rosanna Beitrag anzeigen
    Noch eine interessante Dokumentation zu Jägern und was in ihrem Alltag sonst noch so schönes machen:

    Jagdlicher Abschuss von Haustieren, Teil 1

    Jagdlicher Abschuss von Haustieren, Teil 2
    Das zeigt doch eigentlich eindeutig, dass sich Jäger ihr Jagdgebiet von anderen "Jägern" nicht streitig machen lassen.

    http://youtube.com/watch?v=vMLJi9efcFs
    http://youtube.com/watch?v=Ud1cyJE5EPc
    http://youtube.com/watch?v=FOGG_osOoVg

  17. #67

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Hier sollte allerdings auch die andere Seite beleuchtet werden:
    Katzen haben in der freien Natur nichts verloren, es sind Haustiere - gerade bedrohte Kleinvögel, Kleinsäuger und auch Amphibien sind unter ihren Opfern, und an denen hat ein Jäger keinerlei Interesse.

    Es ist und bleibt falsch, sich ein Haustier anzuschaffen, um es dann in der freien Natur wildern zu lassen.
    Ich denke jeder Tierfreund würde sich aufregen wenn er hören würde, dass ein Hundebesitzer sein Tier einfach mal in den Wald entlässt, ihn dort Tiere töten lässt und sich damit herauszureden versucht, es sei eben die Natur des Hundes.
    Bei einer Katze wird dies aber akzeptiert - auch wenn diese ein viel besserer Jäger ist und im Jahr zig Wildtiere töten kann.

    Jeder Tierbesitzer ist in der Pflicht sein Tier so zu halten, dass freilebenden Lebewesen und der Umwelt dadurch kein Schaden zugefügt wird. Das gilt für den Hund genauso wie für die Katze.
    Das Leben eines Haustieres hat keinen höheren Stellenwert als das eines wilden Tieres.

    Mal zum Vergleich:
    In Deutschland leben 8 Millionen Katzen. Nehmen wir an, die Hälfte sind Freigänger, und davon die Hälfte hat Zugang zu naturnahen Biotopen wie Felder, Wiesen, Parks, größere Grünflächen, Wald, Feuchtgebiete u.s.w.
    Wenn jede dieser Katzen 1 x im Monat einen Singvogel tötet, sind das 24 Millionen tote Singvögel im Jahr allein in Deutschland.

    Von Menschenhand werden europaweit (!) im Jahr 30 Millionen Singvögel getötet, und dies gilt als großes Artenschutzproblem bishin zur akuten Gefährdung vieler Arten.
    Geändert von Chimera (07.06.2009 um 16:04 Uhr)

  18. #68

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    sorry aber dieser meinung bin ich null!!!
    ich habe selbst 2 katzen. und ich finde es ist ok diese so zu halten dass sie raus dürfen. jagen würden sie auch wenn sie wild währen.

  19. #69

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Sind sie aber nicht. Sie bekommen ihr Futter, medizinische Versorgung und ein Rückgang ihrer Beutetiere führt nicht zu einem Rückgang ihrer Population, da sie ja sowieso versorgt werden.
    Mir ist völlig klar, dass es ein unangenehmes Thema für Katzenhalter ist - natürlich will man sein Tier so gut wie möglich halten. Trotzdem sind Katzen ein großes Artenschutzproblem. Wildvögel haben keine Besitzer und somit auch keine Lobby - oder wie würdest du dich fühlen, wenn dein Nachbar zwei große Hunde rumstreunen lassen würde, die dann deine Katzen reissen? Wäre das ok, weil es Natur ist? Oder ist es falsch Haustiere frei rumrennen und andere Tiere töten zu lassen?

    edit: Ich persönlich bin gegen den Abschuss von Haustieren. Es ist unsinnig und bewirkt keinerlei Umdenken bei den Haustierbesitzern. Anzustreben wäre es, die streunenden Tiere einzufangen und den Besitzern zurückzubringen - zusammen mit einem Bußgeld.
    Geändert von Chimera (07.06.2009 um 16:35 Uhr)

  20. #70

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    katzen sind nun mal jäger. hunde reissen keine katzen..
    aber naja ich glaube dein leben ist einfach zu unkompliziert.
    is ja schön sich einige probleme selbst zu schaffen.
    meine katze hat bis jetzt höchstens spatzen gebracht.
    klar ist es brutal. aber ein grösserer fein als di katze ist eher der mensch der immer
    mehr gebiet unbewohnbar macht für ihn!

  21. #71

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    aber ein grösserer fein als di katze ist eher der mensch der immer
    mehr gebiet unbewohnbar macht für ihn!
    Das ist in der Tat so, nur was heißt das nun?

    Wenn ein Haufen Müll im Wald liegt, heißt es ich kann ohne schlechtes Gewissen noch ne Tüte Müll obendraufwerfen? Weil es noch viel schlimmere gibt als mich, die viel mehr zur Vermüllung beitragen?

    katzen sind nun mal jäger.
    Hunde auch. Und glaub mir, ein Hund kann eine Katze reissen...

    Hier ein guter Text zu dem Thema:
    http://www.wildvogelhilfe.org/garten/hauskatzen.html

  22. #72

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Zitat Zitat von Chimera Beitrag anzeigen
    Hier sollte allerdings auch die andere Seite beleuchtet werden:
    Katzen haben in der freien Natur nichts verloren, es sind Haustiere - gerade bedrohte Kleinvögel, Kleinsäuger und auch Amphibien sind unter ihren Opfern, und an denen hat ein Jäger keinerlei Interesse.
    Erzähl das mal dem Jäger in dem Film, dem ging es nämlich nur darum, dass für ihn genug Hasen und Fasane zum Abknallen übrig bleiben.

    Außerdem würde ich "gerne" mal den Kampf Hauskatze gegen Feldhase sehen.

    http://youtube.com/watch?v=vMLJi9efcFs
    http://youtube.com/watch?v=Ud1cyJE5EPc
    http://youtube.com/watch?v=FOGG_osOoVg

  23. #73

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    die hunde sind von den menschen inzwischen recht verändert worden und diejenigen hunde die ich kenne würden keine katze reissen.
    ich meine nicht dass man müll oben drauf werfen soll aber mann muss bei wichtigeren dingen beginnen. z.b die müll-lastwagen stoppen die diesen da hin bringen!

  24. #74

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Ganz ehrlich, ich hab kein Nerv mehr und auch keine Lust mehr, hier noch endlos weiter zu diskutieren. Ich denke, das haben wir jetzt zur Genüge getan, und ich bin jetzt endgültig an dem Punkt angelangt, an dem Pauli schon einige Seiten früher war, und an den ich mich jetzt nochmal endgültig anschließen möchte.

    Zitat Zitat von Pauli
    @Chimera, Meinetwegen schreib weiter ellenlangen Abhandlungen.
    Ich werde sie mir nicht mehr durchlesen, da sie fuer mich pseudowissentschaftlicher Unsinn sind.
    Aber Chimera, mach dich ruhig weiter lächerlich und denk dir zu jedem Film, Beitrag, Argument, zu den Meinungen von Wissenschaftlern und allem anderen, was alles eine sehr eindeutige Sprache spricht (insbes. die Beiträge von SWR und ZDF) irgendeinen ellenlangen Unsinn aus. Was soll man denn erwarten - du hattest selber vor zu jagen, oder hast es vor oder hast es vielleicht ja schon gemacht, also lies schön deine Jagdblättchen weiter und bete hier runter, was da so alles drinsteht.

    So, und nun lasse ich dir das letzte Wort, du denkst dir bestimmt was schönes aus.

    Ich bin raus.

  25. #75
    Neuling Vegetarier und Veganer

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Zitat Zitat von Chimera Beitrag anzeigen
    Hier sollte allerdings auch die andere Seite beleuchtet werden:
    Katzen haben in der freien Natur nichts verloren, es sind Haustiere - gerade bedrohte Kleinvögel, Kleinsäuger und auch Amphibien sind unter ihren Opfern, und an denen hat ein Jäger keinerlei Interesse.

    Es ist und bleibt falsch, sich ein Haustier anzuschaffen, um es dann in der freien Natur wildern zu lassen.
    Ich denke jeder Tierfreund würde sich aufregen wenn er hören würde, dass ein Hundebesitzer sein Tier einfach mal in den Wald entlässt, ihn dort Tiere töten lässt und sich damit herauszureden versucht, es sei eben die Natur des Hundes.
    Bei einer Katze wird dies aber akzeptiert - auch wenn diese ein viel besserer Jäger ist und im Jahr zig Wildtiere töten kann.

    Jeder Tierbesitzer ist in der Pflicht sein Tier so zu halten, dass freilebenden Lebewesen und der Umwelt dadurch kein Schaden zugefügt wird. Das gilt für den Hund genauso wie für die Katze.
    Das Leben eines Haustieres hat keinen höheren Stellenwert als das eines wilden Tieres.

    Mal zum Vergleich:
    In Deutschland leben 8 Millionen Katzen. Nehmen wir an, die Hälfte sind Freigänger, und davon die Hälfte hat Zugang zu naturnahen Biotopen wie Felder, Wiesen, Parks, größere Grünflächen, Wald, Feuchtgebiete u.s.w.
    Wenn jede dieser Katzen 1 x im Monat einen Singvogel tötet, sind das 24 Millionen tote Singvögel im Jahr allein in Deutschland.

    Von Menschenhand werden europaweit (!) im Jahr 30 Millionen Singvögel getötet, und dies gilt als großes Artenschutzproblem bishin zur akuten Gefährdung vieler Arten.
    Erst argumentierst du, dass die Natur nie ohne Jäger ausgekommen sei und nachdem der Mensch die meisten Raubtiere hier bei uns ausgerottet oder erheblich dezimiert hat, kommst du jetzt damit, dass die Hauskatzen nicht in die Natur dürften und deshalb abgeschossen werden sollten.

    Sorry, das ist ziemlich unglaubwürdig. Die Jäger haben nun mal Spaß am töten bzw. morden, da kommen ihnen die Katzen gerade recht. Natürlich muss dann wieder eine Argumentation her, in denen sich die Jägerschaft als Naturretter darstellt. Der Film war da auch sehr entlarvend.
    Diejenigen Jäger, welche den Katzenabschuss ablehnen, sind so ehrlich und geben zu, dass es ihnen dabei nur um den Erhalt eines sauberen Images geht und die Aktzeptanz ihres privilegierten Hobby innerhalb der Gesellschaft.

    Wie immer gehst du kaum ins Detail und deutest vieles nur an: Welche "zig Wildtiere" kann die Hauskatze denn alles töten?

    Und was ist mit der europäischen Wildkatze, die wir auch größtenteils aus den Wäldern vertrieben haben - müsste diese auch stark bejagt werden?

    Ebenso wenig wird klar, wozu die ganzen kleinen Raubtiere in Fallen gelockt werden und grausam getötet werden? Ohne die Jagd soll es also Iltis-Plagen geben oder was...

    Echt krank, was ihr euch alles ausdenkt um euer grausames Hobby zu legitimieren. Und ganz schön übel, dass die Jagdgesetze in Deutschland veraltet sind. Die ganze Jäger-Lobby hat leider eine ganz schön starke Position in Berlin...

    P.S.: Beachte doch mal die Argumentationen der Jäger im Film, die ballern immer auf Katzen, auch wenn diese nicht jagen. Das geht eindeutig aus deren Aussagen hervor...

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