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Thema: kartoffenknolle in der zwickmühle

  1. #1
    kartoffenknolle3

    Frage kartoffenknolle in der zwickmühle


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    hi leute
    bin weiblich und fast 20
    komme aus der schweiz und bin schon bald 12 jahre vegi und fühle mich wunderbar so. weil ich tiere liebe, möchte ich sie nicht verputzen.
    nun habe ich sozusagen ein riesiges problem.
    ich hab n freund. und ihr glaubt es nicht. aber er ist jäger.
    ich bin sonst so absolut glücklich mit ihm und denke dass er DER mann ist.
    wir sind schon über 1.5 jahre zusammen (am anfang hab ich das jäger ding recht verdrängt)
    nun beginnt es mich aber immer mehr zu stören. ich möchte ihn aber nicht aus diesem grund verlassen. und er möchte das jagen nicht aufgeben.
    .... war jemand mal in einer ähnlichen situation??
    was denkt ihr darüber?
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    Geändert von kartoffenknolle3 (01.06.2009 um 23:55 Uhr)

  2. #2
    Haldir

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Wenn es keinerlei Aussicht auf einen Richtungswechsel gibt, bleibt nur: Wäge ab, was ist Dir wichtiger? Wähle, entscheide und geh den Weg. Was anderes kann und will ich Dir dazu nicht sagen.
    Gruß
    Haldir

  3. #3
    Katzenmum

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Ganz ehrlich: Ich könnte nicht mit einem Jäger/Schlachter oder ähnlichem zusammenleben. Wahrscheinlich nicht mal mit einem überzeugten Fleischesser, weil ich mich dann immer irgendwie nicht verstanden fühlen würde. Solche Leute müssen ja eine ganz andere Einstellung zu Tieren und zum Leben haben als ein Vegetarierer oder Veganer.

    Aber du musst ganz alleine etscheiden, ob du dein ganzes Leben mit einem Jäger verbingen kannst und willst.

    Was sagt er denn dazu, dass du Vegetarier bist? Hat er ein Problem damit? Nimmt er Rücksicht darauf?

  4. #4
    sojabohne

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Also ich würde mit einem Massenmörder nichts zu tun haben wollen!Gewöhnlich macht es Jägern auch noch Spass,auf ein Tier zu schiessen.Warum wird man sonst Jäger?:confused:

  5. #5
    Haldir

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Zitat Zitat von sojabohne Beitrag anzeigen
    Also ich würde mit einem Massenmörder nichts zu tun haben wollen!Gewöhnlich macht es Jägern auch noch Spass,auf ein Tier zu schiessen.Warum wird man sonst Jäger?:confused:
    Es gibt Jäger, und es gibt Jäger:
    Jäger entsprechend dem deutschen Jagdrecht ist eine Person, die durch nachhaltiges Bejagen, weidgerechtes Erlegen (Töten) von Wild zum Erhalt eines artenreichen und gesunden Wildbestands beiträgt. Damit verbunden ist die gleichzeitige Pflicht des Jägers zur Hege, also der Pflege und Bewahrung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt, soweit diese das Jagdrecht bestimmt. (Auszug aus dem deutschen Jagdrecht)

    Auf deutsch, ein Jäger nach allen Regeln der Kunst ist eine Person die den Job von Wolf, Luchs und Bär erledigt, weil diese aufgrund von menschlicher Angst und Profitgier (fast) ausgerottet wurden.

    Und dann gibt es noch die "Jäger" denen das Gewehr als Männlichkeitsinsignie und P...Prothese dient....

  6. #6
    Pauli

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Jaeger toeten. Andere essen das Fleisch. Wiederum andere trinken Milch. Am toeten beteiligt sind alle drei.

    Dies soll jetzt kein Vorwurf sein, aber man sollte sich bewusst sein was man selbst verursacht, bevor das Urteil ueber einen Dritten gesprochen wird.
    Wenn Du Ihn gerne hast und Ihn liebst, er Dich respektiert, dann wuesste ich nicht was gegen eine Weiterfuehrung eurer Beziehung spricht.
    Ich selbst koennte nicht mit jemandem zusammen sein, welche direkt toetet. Aber das ist meine persoehnliche Einstellung und sollte Dich daher auch nicht beeinflussen.

  7. #7
    Michael

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    (Edit: Hat sich erledigt, ich habs kapiert. ;) )
    Geändert von Michael (01.06.2009 um 05:24 Uhr)

  8. #8
    Wilhelm

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Zitat Zitat von kartoffenknolle3 Beitrag anzeigen
    nun habe ich sozusagen ein riesiges problem.
    ich hab n freund. und ihr glaubt es nicht. aber er ist jäger.
    ich bin sonst so absolut glücklich mit ihm und denke dass er DER mann ist.
    Ja, und wo bitte ist jetzt das Problem?

  9. #9
    kartoffenknolle3

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    er tötet...

  10. #10
    Wilhelm

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Ach so, dass er tötet, ist das Problem.
    Ja, das muss einem aber auch erst mal gesagt werden.

  11. #11
    kartoffenknolle3

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    wie muss ich das verstehen?

  12. #12
    Pauli

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    gar nicht. Willhelm hat wahrscheinlich mal wieder die morgendliche Verpeilnis :rolleyes:

  13. #13
    kartoffenknolle3

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    hihi super

  14. #14
    Chimera

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Entschuldige Kartoffelknolle, aber was genau erwartest du?
    Entscheidungshilfe ob du dich von deinem Freund trennen sollst, von Menschen die weder dich noch deine Beziehung kennen?

    Jeder Mensch ist anders - manche können in Beziehungen gut Kompromisse eingehen und problemlos mit ungeliebten Eigenschaften des Partners umgehen, andere stören sich schon an Kleinigkeiten so sehr, dass ein Zusammensein unmöglich ist.
    Zu welchem Typ du gehörst weißt nur du allein.

  15. #15
    kartoffenknolle3

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    ich wollte eigentlich wissen ob es leute gibt, die ähnliches erlebt haben.
    und diese villeicht einen gemeinsamen weg gefunden haben.
    und ob nur ich damit ein problem habe oder es anderen auch so ginge.

  16. #16
    Chimera

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Jeder, der schonmal eine Beziehug hatte, hat sowas änliches schonmal erlebt: Der Partner hat gewisse Eigenschaften, Hobbies oder Eigenarten, die einem selbst nicht passen - die perfekte Partnerschaft gibt es nicht.
    Allerdings sagt der Erfahrungsbericht eines Fremden nichts darüber aus, wie du und dein Freund dieses Problem bewältigen könnt. Denn das hängt eben von unzähligen Faktoren ab, die in jeder Partnerschaft anders sind und von den Menschen auch anders gewichtet werden.

    Also: Werde dir selbst klar darüber, wie wichtig dir diese Beziehung ist und was du bereit bist zu akzeptieren und was nicht. Sprich mit deinem Freund über dieses Problem und versuche es mit ihm zusammen zu lösen.
    Viel Glück für euch beide.

  17. #17
    kartoffenknolle3

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    wir haben bereits viel darüber gesprochen. wir wollen diese beziehung weiter führen nur wissen wir noch nicht genau wie unsere lösung aussehen soll
    aber auf jeden fall danke für eure antworten.

  18. #18
    KLeeNe

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Zitat Zitat von kartoffenknolle3 Beitrag anzeigen
    wir haben bereits viel darüber gesprochen. wir wollen diese beziehung weiter führen nur wissen wir noch nicht genau wie unsere lösung aussehen soll
    aber auf jeden fall danke für eure antworten.
    Wenn ihr euch liebt, denn solltet ihr euch nicht wegen sowas trennen find ich!! Ich meine du hast sogar das Gefühl, dass er DER Mann ist... ich finde da solltest du die Beziehung nicht deswegen beenden..
    Natürlich ist das blöd, das er jagt. Würd mir auch nicht gefallen. Aber find ich immerhin 1000 Mal besser als so ein Bauer, wirklich. Da leiden die Tiere wenigstens nicht so dolle.. ;)

  19. #19
    Wilhelm

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    KLeeNe, wie kommst Du darauf, dass Tiere im Wald durch die Jagd nicht so dolle leiden?

  20. #20
    KLeeNe

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Zitat Zitat von Wilhelm Beitrag anzeigen
    KLeeNe, wie kommst Du darauf, dass Tiere im Wald durch die Jagd nicht so dolle leiden?
    ... sie müssen nicht ihr ganzes Leben in engen Ställen verbringen, das meint ich damit.

  21. #21
    Wilhelm

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Man muss nicht unbedingt ein paar Monate (älter wird ein
    Mastschwein ja nicht) in einem engen Stall verbringen,
    um sagen zu können, dass man doll leidet. Tiere im Wald, auf
    die es der Freund von kartoffenknolle3 abgesehen hat, leiden auch
    jeden Tag. Sind ständig auf der Flucht, werden angeschossen,
    Familien werden zerissen. Eltern verlieren ihre Kinder, Kinder
    ihre Eltern. Monat für Monat, Jahr für Jahr - ein unerträgliches
    Leid. Bleibt also die Frage, warum der Freund von kartoffenknolle3
    1000 mal besser als ein Schweinebauer sein soll?
    Aber was solls, so schlecht kann er nicht sein, das habe ich ja von
    Chimera heute gelernt. Jeder Mensch hat halt gewisse Eigenschaften,
    Hobbies oder Eigenarten. Der eine sammelt Fußballbilder, der andere
    schießt im Wald halt auf wehrlose Tiere. Was macht das schon für
    einen Unterschied.

  22. #22
    Chimera

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Tiere im Wald, auf die es der Freund von kartoffenknolle3 abgesehen hat, leiden auch jeden Tag. Sind ständig auf der Flucht, werden angeschossen,
    Familien werden zerissen.
    Auch nicht viel anders als das Leben von Tieren in Regionen, die statt der Jäger natürliche Prädatoren haben - nur das diese keine Schonzeiten kennen.

    Jetzt werden schon Fluchttiere betrauert, weil sie oft flüchten.

    Man kann ja gegen Jagd sein, aber ein wenig Realitätsnähe ist schon angebracht.

  23. #23
    nova

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    wie meinst du dass "wie eure Lösung sein sollte"?
    Also kommst du genau so wie es jetzt ist, nicht damit klar? Dann musst du doch überlegen, WAS man machen müsste, damit ihr beide zufrieden seid.

    zb. dass er weniger jagen geht, du nicht mehr mitkommst (was wohl klar ist), er nicht mehr über seine "jagderfolge" spricht, das Wild mit nachhause bringt oder was weiß ich....

    Mein Freund ist zb. Angler. Das war er schon immer und wird er wohl immer sein. Früher in Omnizeiten bin ich ab und zu mal mitgekommen und hab auch mal selbst kurz geangelt dann. Dass ist nun vorbei, klar. Er geht trotzdem weiter los, ich kann es ihm ja schlecht verbieten. Das ausnehmen muss er leider bei uns in der küche machen weil es nicht anders geht. Schon sehr eklig für mich aber er macht es ja alles wieder sauber usw. Für mich ist es so ok.

  24. #24
    kartoffenknolle3

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    also nun muss ich ihn schon fast verteidigen.
    in der schweiz ist es so, dass man nur im september jagt.
    den rest vom jahr muss er sich weiterbilden, den wald pflegen und so weiter.
    er erzählt mir auch nicht unbedingt von der jagd.
    wir wohnen nicht zusammen und falls wir zusamen ziehen hat er versprochen
    weder die waffe noch die geweihe etc ins haus zu bringen.
    er kommt wirklich recht weit auf mich zu.. aber aufhören wird er wahrscheinlich nie..
    es ist ja auch erwiesen dass die jagd gut ist. die tiere leiden wirklich weniger wenn sie mit einem sauberen schuss getötet werden als wenn es zu viele tiere und zu wenig futter gibt usw. --> ich weiss wahrscheinlich werde ich dafür harte kritik ernten.
    aber ich glaube das istt schon so...

  25. #25
    Wilhelm

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Chimera, gut dass Du uns auf die Schonzeiten aufmerksam machst, dieses edle Geschenk an die Tiere kann man den Jägern nämlich gar nicht hoch genug anrechnen. Gilt zwar nicht für alle Tiere im Wald, aber mein Gott, der Mensch muss sich ja schließlich nicht immer und ständig vom Tiere abgrenzen. Bei Wildschweinkindern, Kaninchenkindern oder Fuchskindern darf der jagende Mensch zum Beispiel dann auch mal ruhig ganze zwölf Monate im Jahr ganz Prädator sein. So ist das hier bei uns jedenfalls geregelt im schönen Nordrhein-Westfalen. Geschossen wird also ständig! Und das ist auch gut so, damit die Tiere nicht das schöne Feeling verlieren, was ihre Artgenossen in anderen Regionen durch natürliche Prädatoren noch genießen dürfen.

    Kartoffenknolle3, an Deiner Stelle würde ich mir einen schweizer Schonzeiten-Kalender besorgen. Vielleicht hat ja Dein Freund spezielle Vorlieben, von denen Du noch gar nichts weißt. Steht er beispielsweise nur auf Keiler (das sind große, männliche Wildschweine), empfindest Du die Beziehung zu ihm zwischen Februar und Juli womöglich nur noch für halb so grausam, denn da darf er diese Tiere nicht aus dem Hinterhalt so einfach abknallen. Du schreibst ja, dass Dein Freund eigentlich der Mann Deines Lebens ist. Heirat in Planung? Dann würde ich eine Hochzeit im November empfehlen. Selbstverständlich nur, wenn Dein Freund eher auf Rehböcke abfährt - die stehen nämlich wiederum im Depressions-Monat unter Schonung. Du siehst also, mit etwas Mühe lässt sich das ganze Grausen schon viel besser handeln. Aber bitte, unbedingt abgleichen, ob diese Abknall-Regelungen auch für schweizerische Waldtöter gelten.

  26. #26
    kartoffenknolle3

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    wie gesagt. hier darf man nur im september jagen.
    und er schiesst hirsche und rehe..
    bis jetzt hat er aber "nur" ein hirsch geschossen...

  27. #27
    KLeeNe

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Sorry Wilhelm, wollt jetzt damit nicht sagen, dass Jagen gut ist oder so..
    Naja halt wie Kartoffelknolle3 auch gesagt hat, mit den sauberen Schuss, etc. Das weiss ich auch, und naja auch wenn sie ein Leben lang auf der Flucht leben.. schlimmer als in der Massentierhaltung stelle ich es mir echt nicht vor! Obwohl das natürlich auch nicht schön ist, keine Frage!!

  28. #28
    Wilhelm

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    KLeeNe, na entschuldigen musst Du Dich nicht bei mir, sondern höchstens bei den Tieren, die der Freund von kartoffenknolle3 heimtückisch abknallt. Apropos abknallen: Wer sagt uns eigentlich, ob ihr Freund überhaupt immer einen "sauberen Schuss" hinkriegt? Naja, ist ja auch egal, dann trottet das Reh halt verletzt und von Schmerz geplagt noch 'ne Weile durch den Wald. Aber daran sollte die glückliche Beziehung unseres jungen Paares als letztes scheitern...

  29. #29
    kartoffenknolle3

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    er schiesst in seiner freizeit. bringt halt auch bisschen übung.
    und deine ironische art nervt. ich finds ja auch schlimm dass er tötet. aber du hilfst mir nicht wirklich!

  30. #30
    geisterfahrer

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    wilhelm = germany's next *****?

    wir kennen deinen standpunkt zu omni-vegi-beziehungen.. aber bei sowas kommt es eben auf den einzelfall an. ich persönlich könnte niemals mit nem jäger zusammensein, auch wenn er bisher nur ein tier geschossen hat oder nur an einem monat im jahr jagt. ich würde vermutlich sowas sagen wie "die jagd oder ich", aber es geht um kartoffel.

    kartoffel, ich finde es eher seltsam, dass dein freund nicht bereit ist, das jagen aufzugeben dir zuliebe. in einer beziehung muss man nicht alles für den partner tun, aber einiges sollte schon drin sein. das sportschießen, das er sonst macht, kann er ja problemlos weitermachen, warum muss es das lebende tier sein? klingt vielleicht bescheuert, aber man kann auch mit ner kamera auf jagd gehen (wobei ich keine ahnung hab, inwieweit man einfach im wald naturfotografie machen kann) .. dann kann er auch die trophäen ins haus bringen.
    ob die jagd sinnvoll ist oder nicht, ist eigentlich für das problem gar nicht wichtig, da dich das töten des tieres selbst abschreckt.
    vielleicht braucht so eine umstimmung einfach etwas zeit. wenn nicht, musst du halt abwägen, wie die anderen schon gesagt haben.

  31. #31
    KLeeNe

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Zitat Zitat von geisterfahrer Beitrag anzeigen
    kartoffel, ich finde es eher seltsam, dass dein freund nicht bereit ist, das jagen aufzugeben dir zuliebe. in einer beziehung muss man nicht alles für den partner tun, aber einiges sollte schon drin sein.
    Hmhm, aber wenn er so ein überzeugter Jäger ist wie wir Vegetarier, könnte er genauso von ihr erwarten, mit dem Vegtarismus aufzuhören.

  32. #32
    Chimera

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Zitat Zitat von kartoffenknolle3 Beitrag anzeigen
    ich finds ja auch schlimm dass er tötet.
    Sicherlich ist es kein schönes Gefühl zu wissen, dass der eigene Freund Tiere tötet.

    Aber siehe es auch mal von der anderen Seite: In Gebieten, in denen die Jagd aufgegeben bzw. verboten wurde, kehrten schon bald archaische Vernichtungsarten der Schädlinge (denn nichts anderes sind Wildschweine und Rehe für Förster/Bauer) zurück: Tiere werden z.B. ungehindert der Tatsache, dass sie gerade Junge haben zusammengetrieben und vergast.
    Das ist die Schattenseite der jagdfreien Gebiete, und dein Freund trägt dazu bei, dass Tiere auf waidgerechte Art und Weise getötet werden.

    Sterben müssten sie leider so oder so, denn unsere Land- und Forstwirtschaft ist eben unerbittlich was Schäden angeht - wo Hobbyjagd verboten wird, müssen schon bald staatlich angestellte Berufsjäger die "Plage" aus dem Weg räumen.
    Unsere Kulturlandschaft funktioniert eben ohne das Töten nicht. Die Frage ist, wer und wie wir diese Aufgabe erfüllen. Und da ist es in der Tat besser, wenn verantwortungsbewusste Menschen dies übernehmen.

  33. #33
    Pauli

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    @Chimera, Du siehst das meine Meinung nach etwas zu einseitig.

    Hier nochmal den Link, den ich bei einem anderen Thread schon mal gepostet habe. Er ist ebenso einseitig, komisch nur das ein oeffentlich rechtlicher Sender so kritisch ueber die Jagd berichtet...

    Es geht um Wildpflege, das heisst um die Bestandserhaltung eines unnatuerlich hohen Widbestandes, damit Leute mit Privilegien etwas zum abknallen haben, einfach weils Spass macht... . Das ganze wird dann noch als notwendig dargestellt, sozusagen um den Wald zu erhalten.
    Der Bericht spricht fuer sich, es wird eigentlich alles angesprochen.
    Hoffe, der Beitrag ist noch ein paar Tage online:

    www.swr.de/odysso/-/id=1046894/did=4745794/pv=video/gp1=4911384/nid=1046894/ohxo92/index.html

  34. #34
    geisterfahrer

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Zitat Zitat von KLeeNe Beitrag anzeigen
    Hmhm, aber wenn er so ein überzeugter Jäger ist wie wir Vegetarier, könnte er genauso von ihr erwarten, mit dem Vegtarismus aufzuhören.
    ja, da hast du schon irgendwie recht.. man kann es nur nicht so richtig vergleichen, da ein fleischesser sicher weniger darunter leidet, wenn kein fleisch gegessen wird als umgekehrt.. aber weiß ja nicht, wie manche leute so ticken.

  35. #35
    KLeeNe

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Zitat Zitat von geisterfahrer Beitrag anzeigen
    ja, da hast du schon irgendwie recht.. man kann es nur nicht so richtig vergleichen, da ein fleischesser sicher weniger darunter leidet, wenn kein fleisch gegessen wird als umgekehrt.. aber weiß ja nicht, wie manche leute so ticken.
    Ja das schon, aber bring das den Menschen erstmal bei...

  36. #36
    Wilhelm

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Chimera, das ist keine schöne Art der Kommunikation!
    Pauli hat Dir einen Link zu einem sehr aufschlussreichen
    Video genannt, und Du gehst mit keiner einzigen Silbe
    darauf ein. Herr Reichholf hat vorgelegt, jetzt müsstest
    Du als Biologin, gewissermaßen als so 'ne Art Kollegin von
    ihm, eigentlich mit einem schnellen Konter reagieren.
    Warum schweigst Du stattdessen?

  37. #37
    Chimera

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Wilfried, ich kann mir eben in der Arbeit momentan keine Videos anschauen, daher musste ich warten, bis ich eine freie Minute daheim Zeit hatte.

    Ich habe das Video nun gesehen und keine neuen Argumente entdecken können - all das wurde schon in den zig Jagd-Threads hier im Forum durchgekaut, du kannst ja mal suchen.

    Die Behauptung, Wölfe würden sich auf die Bestände garnicht auswirken, kann sich in der Realität nicht behaupten: Nationalparks in den USA haben mit der Wiederauswilderung von Wölfen und anderen Prädatoren ihre Wilddichte auf ein erträgliches Maß senken können - da die Jagd nicht erlaubt war, stiegen die Populationen an und zerstörten die Flora des Parks und damit ihre Nahrungsgrundlage.

    In anderen Nationalparks, die auf Grund ihrer Lage und Größe nicht geeignet für die Auswilderung von Wölfen waren, musste schlussendlich die Jagd wieder eingeführt werden, weil die Bestände explodiert sind.
    Auch diese Entwicklung passt nicht zu der Behauptung des Biologen - Theorien müssen eben immer in der Praxis bewiesen werden.
    Und auch hier in der europäischen Region müssen wir feststellen, dass jagdfreie Gebiete, die an landwirtschaftliche Flächen grenzen einfach nicht ohne Jagd funktionieren - das sehen wir an Holland oder auch am Kanton Genf. Dort wurde es versucht und es ist gescheitert - komisch nur, dass die Befürworter der "es geht ohne Jagd"-Theorie keinerlei Fehleranalyse durchführen, ja noch nichtmal auf diese Problematik eingehen!
    Einfach weil sie wissen, dass das Unwissen des Zuschauers groß ist und keiner sich in die Thematik vertieft.

    Und in einem hat der Biologe natürlich Recht - Krankheiten sind ebenfalls ein Regulator, beim Fuchs war z.B. die Tollwut regelmäßig für ein starkes Ausdünnen der Population zuständig.
    Nun stellt sich die Frage:
    Eine grausamer und qualvoller Tod, ist es das was wir für die Füchse wollen?
    Nur weil es "natürlich" ist?
    Oder ist in dem Fall ein großes Übel durch ein kleineres und weniger qualvolles ersetzt worden, nämlich den Abschuss.
    Die Tollwut interessiert sich nämlich nicht dafür, ob eine Füchsin gerade Junge zu versorgen hat oder nicht.

    Über die Fütterung des Wildes kann man sich natürlich streiten - und das soll man auch! Niemand sagt, dass die Jagd nicht reformiert werden sollte, neue Ansätze verfolgt werden. Vereinigungen wie der ökologische Jagdverband gehen hier schon in die richtige Richtung.
    Aber ganz auf die Jagd verzichten, das funktioniert eben nicht.

    Ich bin kein krasser Jagdbefürworter, ich interessiere mich sehr für die heimische Natur und wenn ich Bilder sehe, auf denen (dank Jagdgegnern) Wildgänse in der Mauser unter Todesangst zusammengetrieben und dann vergast werden, dann sage ich: NEIN!
    Der geregelte Abschuss ist die tierfreundlichste Weise der Bestandsregulierung, und auch Vegetarier/Veganer sollten nicht vergessen, wer diese fordert: Nämlich die Bauern.
    Geändert von Chimera (05.06.2009 um 09:33 Uhr)

  38. #38
    Pauli

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Leider habe ich nicht viel Zeit, da ich lernen muss. Was ich noch ansprechen moechte und daruf bist Du uebrigens nicht eingegangen, ist die kuenstliche Aufrechterhaltung eines hohen Wildbestandes. Damit Leute mit Kohle ihrer Jagdpassion nachgehen koennen.
    Keine anderen Gruppen, ausser Jaeger und Angler haben Zugang zu geschuetzten Naturraeumen, welche sonst nicht betreten werden duerfen. Da haengen uralte Interessen daran.

    Ob es ganz ohne Jagd geht, darueber laesst sich streiten.
    Momentan ist es aber so, dass unnatuerlich viele Nachkommen fuer einen hohen Wildbestand sorgen. Und dafuer sorgen nun mal unsere Waidmaenner.
    Je mehr Nachkommen, desto mehr Leid durch Jagd, das muss doch auch Dir einleuchten.
    Es geht nicht nur um die Tiere, welche qualvoll im Winter verhungern.

    Im uebrigen funktioniert das natuerliche Gleichgewicht in Meckelenburg-Vorpommern schon ganz gut. Hier sind drei Rudel Woelfe, ca 15 Tier aus Polen eingewandert. Man weiss heute auch, dass Woelfe weniger Platz brauchen als angenommen. Woelfe sind uebrigens auch keine Gefahr fuer Menschen, dies ist ebenso ein Vorurteil welches bewusst eingesetzt wird um den Status Quo zu erhalten.

  39. #39
    Rosanna

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    @Chimera: Wie du die Jagd hier darstellst, das ist absolut unrealistisch. Die guten Jäger, ohne die das ökologische Gleichgewicht nicht aufrecht erhalten werden könnte, und die die Tiere vor einem qualvollen Tod retten. Wahre Engel auf Erden für die Tiere! :rolleyes:

    Fakt ist aber, und das erwähnst du kaum bis gar nicht, dass diese Art von Jägern eher selten ist, und dass es für die meisten reiner Spaß, Hobby und Zeitvertreib ist. Leider kenne ich solche Leute selber, aber zum Glück sind sie bei meiner Familie nicht sehr beliebt und ich muss sie nicht so oft ertragen. Die zahlen jedenfalls schonmal ein paar tausend Euro, um in Schweden Elche abknallen zu können, und reden auch offen darüber, was für einen Spaß sie dabei haben.

    Die Jagd, so wie sie in Deutschland momentan betrieben wird, könnte ganz sicher schonmal extrem minimiert werden. Artikel dazu vom Nabu: http://www.nabu.de/themen/jagd/reformderjagd/

    Ob sie ganz abgeschafft werden könnte, müsste erprobt werden. Im Moment greifen Jäger selber andauernd in das Ökosystem Wald ein, sodass sich da eh nichts regulieren kann.
    Geändert von Rosanna (05.06.2009 um 12:20 Uhr)

  40. #40
    Chimera

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Leider habe ich nicht viel Zeit, da ich lernen muss. Was ich noch ansprechen moechte und daruf bist Du uebrigens nicht eingegangen, ist die kuenstliche Aufrechterhaltung eines hohen Wildbestandes. Damit Leute mit Kohle ihrer Jagdpassion nachgehen koennen.
    Darauf kann ich natürlich eingehen, kein Problem.
    Künstlich wird unser Wild in erster Linie durch unsere Kulturlandschaft aufrechterhalten: Vergleiche mal die Kalorienmenge in Wildäckern mit der in von Menschen angelegten Feldern, und du wirst staunen - das deutsche Wild lebt in einem Schlaraffenland aus Energiepflanzen, die sie innerhalb der warmen Monate in wahrsten Sinne des Wortes mästen. Der Abfall der vorhandenen Menge an Nahrung durch die Erntezeit und wärend der Wintermonate wird vom Gesetzgeber als Notzeit definiert - in dieser Zeit ist der Jäger bzw. Jagdausübungsberechtigte verpflichtet, die Tiere zu versorgen, sonst drohen Strafen. (siehe Blase, die Jägerprüfung: 10.1)

    Sicherlich könnte man hier arumentieren, dass man das Wild lieber das warme Jahr über mit Kulturpflanzen mästet, um es dann über die Wintermonate verhungern zu lassen - das wäre "natürlich".
    Mir perönlich ist da der geregelte Abschuss lieber als ein langsames Dahinsiechen, aber das kann jeder sicherlich sehen wie er will.
    Die Diskussion ist sehr lebhaft, und wenn man mal einen Blick in die Jagdzeitschrtiften wirft merkt man, dass man sich mit dem Thema intensiv auseinandersetzt und versucht eine Lösung im Sinne des Wildes zu finden.


    Fakt ist aber, und das erwähnst du kaum bis gar nicht, dass diese Art von Jägern eher selten ist, und dass es für die meisten reiner Spaß, Hobby und Zeitvertreib ist.
    Ich persönlich kenne nur engagierte und interessierte Jäger - denn ein purer Spaß und Zeitvertreib ist die Jagd mit Sicherheit nicht. Oder kennst du noch einen lustigen Zeitvertreib, bei dem durch pures Nichtstun enorme Bußgeldstafen auf einen Zukommen, und bei dessen Ausübung einem Zusätzlich Bauern und Förster im Nacken sitzen und sich Schäden fürstlich bezahlen lassen? Also ich nicht.

    Die Jagd, so wie sie in Deutschland momentan betrieben wird, könnte ganz sicher schonmal extrem minimiert werden.
    Also doch nicht ganz unsinnig? Inwiefern sie minimiert werden könnte, darüber kann man sich unterhalten. Links von der Nabu klicke ich generell ungern an, wenn man sich ansieht wieviele Tiere diese Organisation hat qualvoll verrecken lassen...

    Ob sie ganz abgeschafft werden könnte, müsste erprobt werden. Im Moment greifen Jäger selber andauernd in das Ökosystem Wald ein, sodass sich da eh nichts regulieren kann.
    Es wurde schon erprobt - immer und immer wieder an vielen Stellen. Und immer lief es auf eins hinaus: Entweder die Jagd musste wieder eingeführt werden, oder es wurden viel brutalere Möglichkeiten gefunden, das Wild zurückzustutzen.

    Ein Ökosystem Wald gibt es im übrigen nicht in Deutschland. Wir leben in einer Kulturlandschaft, und auch der Wald wird wirtschaftlich genutzt.
    Hätten wir riesige, nicht genutzte Flächen, könnten wir dort ohne Probleme ein jagdfreies Utopia gründen: Mit Tollwut, Hungertod und allen anderen Annehmlichkeiten der natürlichen Lebensweise.
    Nur, diese Lebensräume haben wir hier nicht - weil die Menschen eben überall ihre Felder und forstwirtschaftlichen Flächen haben

    Momentan ist es aber so, dass unnatuerlich viele Nachkommen fuer einen hohen Wildbestand sorgen. Und dafuer sorgen nun mal unsere Waidmaenner.
    Im Moment sorgt, wie gesagt,in erster Linie unsere Landwirtschaft, gerade der enorme Anstieg von Monokulturen an Energiepflanzen. In der aktuellen Ausgabe von "Wild und Hund" kannst du dir die Schäden an einem Feld in Luftaufnahme ansehen + die aufgelisteten Kosten für die Jäger.
    Wenn man sich überlegt, dass ohne Jäger diese Summen auf die Bauern abgewälzt werden würden, dann kann man sich vorstellen welche Methoden wieder Verwendung finden würden - das holländische Modell wäre da noch human, Schlingen und Gift sind die Waffen des Landwirtes.

    Im uebrigen funktioniert das natuerliche Gleichgewicht in Meckelenburg-Vorpommern schon ganz gut. Hier sind drei Rudel Woelfe, ca 15 Tier aus Polen eingewandert. Man weiss heute auch, dass Woelfe weniger Platz brauchen als angenommen. Woelfe sind uebrigens auch keine Gefahr fuer Menschen, dies ist ebenso ein Vorurteil welches bewusst eingesetzt wird um den Status Quo zu erhalten.
    Dazu müssten noch andere natürliche Feinde wie Bären und Luchse kommen, + eine höhere Population an Wildkatzen und anderen kleinen Prädatoren.
    Es wäre eine gute Entwickung, aber leider gerade in dicht besiedelten Gebieten leider eine reine Utopie.
    Wir wissen ja alle, welche Panik auch nur ein einzelner Bär auslösen kann - eine ganze Population in der direkten Nähe von Menschen, das wird sehr, sehr schwer und es bräuchte noch viele Generationen an Aufklärungsarbeit.

    Eine regulative Jagd wie sie im Kanton Genf mittlerweile praktiziert wird ist definitiv anzustreben.
    Die Idee, die Jagd generell abzuschaffen ist aber momentan, gerade im Angesicht der vielen gescheiterten Projekte weltweit ohne eine einzige Fehleranalyse seitens der Jagdgegner, nicht realisitsch.

  41. #41
    Pauli

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Das ist mir jetzt zuviel der speziesistischen Propaganda.

    Warum muessen wohl die Jaeger, wie Du sagst fuer die Fuetterung, also die permanente Ehaltung eines hohen Bestandes sorgen ?
    Jagd ist in Deutschland ein Heiligtum. Die Politik ( Viele Politiker sind auch Jaeger) und die Interessen von Klein- und Grossindustriellen, welche sich Ihre Jagdprivilegien nicht streitig machen wollen, sorgen dafuer dass sich nichts aendert.

    @Chimera, Meinetwegen schreib weiter ellenlangen Abhandlungen.
    Ich werde sie mir nicht mehr durchlesen, da sie fuer mich pseudowissentschaftlicher Unsinn sind.

    Sorry, geht nicht persoehnlich gegen Dich, auch wenn es agro klingt. Ich kann einfach mit Deinen Beitraegen nichts anfangen, sie wirken fuer mich wie die Reden von irgendwelchen ergrauten konservativen Politikern, die nichts aendern wollen und sich gegen jeglichen Fortschritt, sei es umweltpolitisch oder gesellschaftlich stellen. Diese schmettern jede Vision, genau wie Du, mit der alten Leier "nicht realistisch ab". Solche Meinungen sind fuer mich uninteressant, da unproduktiv und reaktionaer.

  42. #42
    Michael

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Zitat Zitat von Chimera Beitrag anzeigen
    Links von der Nabu klicke ich generell ungern an, wenn man sich ansieht wieviele Tiere diese Organisation hat qualvoll verrecken lassen...
    Schreib doch mal mehr dazu.



    Zitat Zitat von Chimera Beitrag anzeigen
    Wenn man sich überlegt, dass ohne Jäger diese Summen auf die Bauern abgewälzt werden würden, dann kann man sich vorstellen welche Methoden wieder Verwendung finden würden - das holländische Modell wäre da noch human, Schlingen und Gift sind die Waffen des Landwirtes.
    Die Agrarsubventionen müssen gestrichen werden, dann gibts auch nicht mehr so viele Landwirte.

  43. #43
    Wilhelm

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Zitat Zitat von Chimera Beitrag anzeigen
    Wilfried, ich kann mir eben in der Arbeit momentan keine Videos anschauen, daher musste ich warten, bis ich eine freie Minute daheim Zeit hatte.
    Chimera, Ich bin noch am rätseln, ob das jetzt eine faustdicke Lüge oder eine
    bodenlose Anstandslosigkeit von Dir ist. Nachdem Pauli seinen interessanten
    Videolink hier reingesetzt hat, ist massig Zeit vergangen, in der Du immer
    wieder hier im Forum eingeloggt warst. Kommt ja nicht so häufig vor, Dich
    mal nicht hier im Forum anzutreffen, stimmts?! Wenn Du tatsächlich während
    der Arbeit als Biologin keinen Computer zur Verfügung haben solltest, der ein
    simples Flashvideo abspielen kann, hätte ich an Deiner Stelle dem lieben
    Pauli das einfach mal kurz erklärt. Einfach so anstandshalber, Du verstehst?
    Oder aber Du wolltest gar nichts zu dem Video sagen und hast darauf gehofft,
    dass Paulis Beitrag sich früher oder später ja eh in den weiten Welten dieses Forum verliert.
    Wenn keiner nachfragt, kann sowas klappen. Klappt aber glücklicherweise nicht immer!

    Morgen gehts dann weiter, den Rest der schönen Nacht habe ich nämlich leider schon
    einem spannenden Buch und einem reizenden Glas Whishy versprochen. Aber wie ich sehe
    bleibt Dein versuchtes Jagdpamphlet ja
    eh nicht ohne Widerworte. Und das ist auch dringend nötig!

    Vielleicht findest Du ja zwischenzeitlich noch etwas Zeit, mir schon mal
    eine Frage zu beantworten, die sich mir mittlerweile immer dringlicher
    stellt: Bist Du selbst eine Jägerin? Wenn es Dir möglich ist, würde ich
    mich über eine klare Antwort freuen. Über Deinen persönlichen Fleischkonsum
    hast Du Dich hier im Forum ja schon schleierhaft genug ausgedrückt.

  44. #44
    Rosanna

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Zitat Zitat von Pauli Beitrag anzeigen
    Das ist mir jetzt zuviel der speziesistischen Propaganda.

    Warum muessen wohl die Jaeger, wie Du sagst fuer die Fuetterung, also die permanente Ehaltung eines hohen Bestandes sorgen ?
    Jagd ist in Deutschland ein Heiligtum. Die Politik ( Viele Politiker sind auch Jaeger) und die Interessen von Klein- und Grossindustriellen, welche sich Ihre Jagdprivilegien nicht streitig machen wollen, sorgen dafuer dass sich nichts aendert.

    @Chimera, Meinetwegen schreib weiter ellenlangen Abhandlungen.
    Ich werde sie mir nicht mehr durchlesen, da sie fuer mich pseudowissentschaftlicher Unsinn sind.

    Sorry, geht nicht persoehnlich gegen Dich, auch wenn es agro klingt. Ich kann einfach mit Deinen Beitraegen nichts anfangen, sie wirken fuer mich wie die Reden von irgendwelchen ergrauten konservativen Politikern, die nichts aendern wollen und sich gegen jeglichen Fortschritt, sei es umweltpolitisch oder gesellschaftlich stellen. Diese schmettern jede Vision, genau wie Du, mit der alten Leier "nicht realistisch ab". Solche Meinungen sind fuer mich uninteressant, da unproduktiv und reaktionaer.
    Dem kann ich mich zu 100 % anschließen.
    Chimera, du schreibst hier gebetsmühlenartig irgendwas runter und missachtest alle Fakten, sowohl die in dem Film, welche, mal ganz ehrlich, von einem in diesem Gebiet sehr viel erfahreneren und qualifizierteren Biologen stammen als von dir, und der Link vom Nabu ist dir auch nicht gut genug (ich persönlich finde einnige Aussagen in diesem Artikel auch ziemlich abscheulich, dennoch glaube ich nicht, dass die Fakten zur Jagd erfunden sind).
    Du stellst Jäger als verantwortungsbewusste, interessierte Menschen dar, für die das Jagen natürlich kein Hobby, kein Spaß und kein Zeitvertreib ist, und die auch noch unsagbare Kosten auf sich nehmen.
    Guck dir doch mal die Politiker und die Jagdlobby an, und guck dir mal an, was für ein Schlusslicht Deutschland in Sachen Einschränkung der Jagd ist. Ein bisschen mehr Realismus wäre hier angebracht, auch wieder einmal in anbetracht des Beitrags vom SWR und anderen...
    Ganz ehrlich, da halte ich mich lieber an die Meinungen und Aussagen von anerkannten Biologen, und nicht an pseudowissenschaftliches Gerede von jemandem, der bei jeder Gelegenheit und in allen Belangen versucht, speziesistisches Gedankengut aufrecht zu erhalten. Mit deiner Darstellung der Jagd und von Jägern hast du dich hier einfach nur lächerlich gemacht. Ich glaube du liest zu viele Jagdzeitschriften, auf die du ja nun auch schon verwiesen hast...
    Geändert von Rosanna (06.06.2009 um 12:16 Uhr)

  45. #45
    Chimera

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Chimera, Ich bin noch am rätseln, ob das jetzt eine faustdicke Lüge oder eine
    bodenlose Anstandslosigkeit von Dir ist. Nachdem Pauli seinen interessanten
    Videolink hier reingesetzt hat, ist massig Zeit vergangen, in der Du immer
    wieder hier im Forum eingeloggt warst. Kommt ja nicht so häufig vor, Dich
    mal nicht hier im Forum anzutreffen, stimmts?!
    Es sind 3 Tage vergangen, und in der Tat, an meinem Arbeits-PC konnte ich das Video nicht abspielen. Ob du mir nun glaubst oder nicht ist mir völlig wurscht. Ich habe das Video nun gesehen und mich dazu geäußert.

    Ich kann einfach mit Deinen Beitraegen nichts anfangen, sie wirken fuer mich wie die Reden von irgendwelchen ergrauten konservativen Politikern, die nichts aendern wollen und sich gegen jeglichen Fortschritt, sei es umweltpolitisch oder gesellschaftlich stellen. Diese schmettern jede Vision, genau wie Du, mit der alten Leier "nicht realistisch ab". Solche Meinungen sind fuer mich uninteressant, da unproduktiv und reaktionaer.
    Ich sehe, du liest meine Beiträge in der Tat nicht - ich bin die letzte, die nichts ändern möchte. Ich bin allerdings gegen pauschale, unwissenschaftliche und Fakten negierende Meinungen wie "Jagd verbieten!"
    Warum?
    Weil die Erfahrung uns nunmal gelehrt hat, dass es so nicht funktioniert.
    Man muss und soll andere Wege finden.

    Diese schmettern jede Vision, genau wie Du, mit der alten Leier "nicht realistisch ab". Solche Meinungen sind fuer mich uninteressant, da unproduktiv und reaktionaer.
    Man kann die Vision eines jagdfreien Deutschland ja haben, da habe ich nichts gegen einzuwenden.
    Sicherlich wäre es schön, wenn sich die Wildtiere ohne Jagd auf ein für den Menschen erträgliches Maß einpendeln würden und wir alle im Einklng miteinander leben.
    Aber leider funktioniert das nicht so.
    Als die Niederlande mit ihren Fauna-Gesetzen kam war ich überrascht und gleichzeitig gespannt auf die Entwicklungen der nächsten Jahre. Wie werden sich die Bestände der in den Niederlanden als "landwirtschaftlich kritisch" angesehenen Tieren entwickeln?
    Wird die Population stabil bleiben, oder gar (wie es Jagdgegner gerne behaupten) zurückgehen - interessante Fragen, auf die wir nun Antworten haben.
    Komischerweise interessiert das KEINEN.
    Und da frage ich ehrlich: Wieso?
    Nun haben wir doch ein Land, das "mit gutem Beispiel" voran geht, an dem wir die Problematik analysieren können, über das wir diskutieren könnten.
    Aber keiner geht darauf ein.
    Wieso? Das hätte ich wirklich gerne erklärt.

    Guck dir doch mal die Politiker und die Jagdlobby an, und guck dir mal an, was für ein Schlusslicht Deutschland in Sachen Einschränkung der Jagd ist. Ein bisschen mehr Realismus wäre hier angebracht, auch wieder einmal in anbetracht des Beitrags vom SWR und anderen...
    Das ist ja nun wieder ein ganz anderes Thema - ich bin nicht für die Jagd wie sie im Moment betrieben wird, aber ich bin nicht gegen Jagd allgemein.
    Ich halte sie für nötig und sinnvoll im Sinne des Wildes.

    Ganz ehrlich, da halte ich mich lieber an die Meinungen und Aussagen von anerkannten Biologen, und nicht an pseudowissenschaftliches Gerede von jemandem, der bei jeder Gelegenheit und in allen Belangen versucht, speziesistisches Gedankengut aufrecht zu erhalten.
    @ Rosanna:

    Du bist also auch der Meinung, dass Prädatoren keinen Einfluss auf die Population ihrer Beutetiere haben?

    WIe erklärst du dir dann das hier:
    http://www.wissenschaft-online.de/artikel/835534

    Ich hätte wirklich sehr, sehr gerne eine Antwort darauf.

    @ Michael:
    Gib mal "Nabu" und "Heckrinder" bei google ein.

  46. #46
    Rosanna

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Zitat Zitat von Chimera
    Das ist ja nun wieder ein ganz anderes Thema - ich bin nicht für die Jagd wie sie im Moment betrieben wird
    Ach ja? Das hört sich aber nach dem zu urteilen, was du so von dir gibst, ganz anders an. :rolleyes:

    Zitat Zitat von Chimera
    @ Rosanna:

    Du bist also auch der Meinung, dass Prädatoren keinen Einfluss auf die Population ihrer Beutetiere haben?

    WIe erklärst du dir dann das hier:
    http://www.wissenschaft-online.de/artikel/835534

    Ich hätte wirklich sehr, sehr gerne eine Antwort darauf.
    Schick das doch mal dem Herrn Reichholf. Er ist in dem Gebiet sehr viel qualifizierter als ich, und sehr viel qualifizierter als du sicherlich sowieso. ;) Du weisst doch genau, dass ich, um dir darauf wirklich ausführlich zu antworten, mich mit dem Thema intensiv beschäftigen und dieses eine Beispiel mit all seinen Faktoren und auch vergleichend zu anderen Gebieten und anderen Fällen betrachten müsste. Am besten müsste ich dafür auch Biologin mit Schwerpunkt Ökologie sein. Aber, wer weiß, vielleicht bin ich das irgendwann - mein Studium geht bald los und wir können uns dann, wenn ich mich denn für Biologie entscheiden sollte, gerne in ein paar Jahren nochmal unterhalten. Wäre doch mal nicht schlecht, wenn hier im Forum jemand ist, der deinen pseudowissenschaftlichen Unsinn entlarven und auf deine "Totschlagargumente- und Beispiele" eingehen kann.
    So lange musst du dich, wie gesagt, mit Herrn Reichholf begnügen. Du kannst ja gerne mit ihm in Kontakt treten, ich fände seine Sicht dazu sehr interessant.
    Bis dahin kann ich nur sagen, müsste man genaue Zahlen haben, ökologische Potenz, Lotka-Volterra-Regeln und vieles mehr beachten, um dann im einzelnen auf dieses Beispiel einzugehen. In einem anderen Fall, bzgl. Rabenvögeln und ihrer Beute, habe ich schonmal eine Arbeit darüber geschrieben. Da wurde übrigens die völlig sinnfreie Argumentation der Jäger auch sehr gut entlarvt, bzw. habe ich das als Antwort auf die Aufgaben getan und wurde nicht gerade schlecht dafür benotet. ;)

  47. #47
    Chimera

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Interessant, Rosanna.

    Du glaubst also diesem Biologen seine Thesen nur aus dem Grund, weil sie dir persönlich gefallen? Gegenargumente zählen hier nicht, weil du, wie du selbst schreibst, zu wenig über Biologie weißt. Aber eins weißt du mit Sicherheit, nämlich das Jagd immer unsinnig ist? Und das meine Behauptungen "pseudowissenschaftlicher Unsinn" sind?

    Um ehrlich zu sein, habe ich wenig Lust mir hier ständig Inkompetenz und Pseudowissenschaftlichkeit vorwerfen zu lassen - eine geregelte Diskussion ohne solche Vorwürfe scheint wohl nicht möglich zu sein.
    Ich persönlich respektiere jedenfalls jeden Gesprächspartner (egal welcher Qualifikation) wenn er sich nur für das Thema wirklich interessiert und sich Wissen dazu angeeignet hat. Scheinbar bin ich aber die einzige, die so denkt.

    Schick das doch mal dem Herrn Reichholf. Er ist in dem Gebiet sehr viel qualifizierter als ich, und sehr viel qualifizierter als du sicherlich sowieso.
    Ich brauche es ihm nicht zu schicken, ich weiß auf welchen Überlegungen und auf welcher Studie seine Aussage fußt, ich habe die Studie sogar hier irgendwo herumfliegen: Es geht hierbei um einen Vergleich von Populationsentwicklungen bei Bisamratten in zwei Habitaten. Eine geregelte Jagd bewirkt bei der Bisamratte einen Anstieg der Population, weil die Tiere in nur einen begrenzten Lebensraum (sie brauchen naturnahe Gewässer) bewohnen und ein starker Abfall der Population den einzelnen Individuen mehr Überlebenschancen einräumt und ihre Vermehrung ankurbelt.
    Eine gute Studie, um die regulierende Jagd auf Bisamratten kritisch zu betrachten.
    Allerdings überträgt Herr Reichholf seine Beobachtungen unreflektiert auf ALLE anderen Wildtiere - und dies ist einfach nicht möglich. Schon wegen der einfachen wie schlichten Tatsache, dass ein Reh oder Hirsch überhaupt nicht die Möglichkeit hat, pro Jahr mehrere Würfe zu produzieren.
    Es ist Biologisch einfach nicht möglich.
    Auch sind unsere "kritischen Wildarten" was ihren Lebensraum angeht extrem anpassungsfähig und sind nicht nur, wie die Bisamratte, an Gewässer gebunden, die sowieso nur eine bestimmte Populationsgröße zulassen.
    Ein Abzug der Bisamratte in ein Rapsfeld, um dort dauerhat zu leben, ist einfach biologisch nicht möglich, im Gegensatz zu Reh und Wildschwein.

    Daher mag ein geregelter Abschuss die Bisamratte nicht sonderlich stören, bei Hirsch, Reh u.s.w. aber schon.
    Deswegen reagiert auch das Wapiti auf die Auswilderung von Wölfen und halbiert die viel zu große Population dauerhaft. Das ist auch keine böse Projagdpropaganda, sondern einfach ein Faktum, welches jeder nachlesen kann.
    Gegen die These von Reichholf spricht auch eine groß angelegte Studie u.a. in dem "jagdfreien" Kanton Genf zum Thema Wildschweinpopulation (Durchgeführt von Dr. Reinhard Schnidrig ) - dort ist die Jagd seit 30 Jahren abgeschafft und staatlich bezahlte Wildhüter führen gut durchdachte, regulierende Abschüsse durch die zu einer Ausdünnung der Wildscheinpopulation führen und so die Schäden gering halten.

    Auch in den Niederlanden zeigte sich leider, dass der Abschuss durch die Jäger durchaus eine populationseindämmende Wirkung auf die Wildtiere hatte:
    http://www.jaeger-wesermarsch.de/son...ng_graug08.pdf

    Ach ja? Das hört sich aber nach dem zu urteilen, was du so von dir gibst, ganz anders an.
    Wo schreibe ich, dass ich die Jagd so wie sie heute praktiziert wird voll und ganz zustimme? Ich schreibe lediglich, dass sie bei vielen Wildtieren eben notwendig ist. Wie diese Jagd in Zukunft aussehen sollte, ob sie weiterhin privat finanziert oder (wie in Genf) nur noch durch staatliche Berufsjäger ausgeübt werden sollte, welche Tierarten auch ohne Beschuss auskommen könnten, ob und wie Winterfütterung durchgeführt wird u.s.w.
    Das alles sind Fragen, die diskutiert werden müssen.

    edit:
    Um noch ein Beispiel zu bringen, bei dem die These "Wild reguliert sich selbst, auch ohne Prädatoren" nicht wirklich zutrifft, ist die Situation der Elche im Rocky Mountain Nationalpark - 12 Jahre lang hat man an einer nicht blutigen Lösung gearbeitet und gehofft, die Herden würden sich natürlich regulieren und auf einen Stand einpendeln, der für die Natur und andere Tiere vertretbar ist - leider vergebens.
    Jagdfrei musste aufgegeben werden, nachdem die Schäden zu drastisch wurden:
    http://www.denverpost.com/huntfish/ci_11626107

    Up to 100 cow elk will be culled between now and early March in an effort to keep the herd in the 600 to 800 range to restore the park's natural balance. An overabundance of elk has destroyed vital stands of willow and aspen.

    The loss of the willow and aspen has had a huge negative impact on the park's water table, other plant species, birds, butterflies and especially beaver, whose population in the elk's primary range had declined 90 percent since 1940.

    Research has shown that the elk herd in the park and the Estes Valley is larger, less migratory and more concentrated than it would be under natural conditions.
    Natural conditions, das wäre natürliche Prädatoren...

    ... die vielleicht schon bald wieder im Park für eine geregelte Population sorgen könnten:
    http://www.nationalparkstraveler.com...-national-park
    Bis dahin bleibt aber nur der Abschuss, um die Natur vor den Elchen zu beschützen.
    Geändert von Chimera (06.06.2009 um 16:02 Uhr)

  48. #48
    Rosanna

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Zitat Zitat von Chimera
    Du glaubst also diesem Biologen seine Thesen nur aus dem Grund, weil sie dir persönlich gefallen? Gegenargumente zählen hier nicht, weil du, wie du selbst schreibst, zu wenig über Biologie weißt. Aber eins weißt du mit Sicherheit, nämlich das Jagd immer unsinnig ist? Und das meine Behauptungen "pseudowissenschaftlicher Unsinn" sind?
    Ich glaube diesem Biologen, und nicht dir, seine Thesen, weil er in dem Gebiet qualifiziert ist, und ja, weil ich davon ausgehe, dass er weitaus qualifizierter ist als du. Zudem sind sowohl der Zoologe Prof. Carlo Consiglio als auch der im Natinalpark Gran Paradiso zuständige Tierarzt Bruno Bassano einer sehr ähnlichen Ansicht und der Meinung, dass die Jagd abgeschafft werden kann. Findest du es nun erstaunlich, dass ich diesen Leuten, von denen zwei Professoren sind und von denen einer direkt in den einen jagdfreien Nationalpark involviert ist, eher glauben schenke als einer, entschuldigung, aber es ist doch so, dahergelaufenen Biologin, die in diesem Gebiet nicht einmal ansatzweise so qualifiziert ist wie die o.g. Wissenschaftler?

    Zitat Zitat von Chimera
    Ich persönlich respektiere jedenfalls jeden Gesprächspartner (egal welcher Qualifikation) wenn er sich nur für das Thema wirklich interessiert und sich Wissen dazu angeeignet hat. Scheinbar bin ich aber die einzige, die so denkt.
    Grundsätzlich sehe ich das auch so. Allerdings habe ich bei dir ganz ehrlich gesagt den Eindruck, dass du bei jedmöglichem Anlass krampfhaft versuchst, speziesistisches Gedankengut aufrechtzuerhalten, oder auch nur krampfhaft versuchst, irgendwie "dagegen" zu sein. Dass man sich Wissen angeeignet hat, kann man immer behaupten, ist nur die Frage, wie und wo - bei dir scheinen da Jagdblättchen eine nicht ganz unerhebliche Rolle zu spielen. Und mit der Aussage "Ich bin Biologin und ich habe mich damit beschäftigt" versuchst du doch von Anfang an, Totschlagargumente aufzubringen, und du weisst ganz genau, dass Beispiele, die du hier bringst, von keinem hier richtig analysiert werden können - was aber passieren müsste, um das ganze genau zu beurteilen. Und ich persönlich würde mich dann bei sowas lieber an qualifizerte Biologen halten als an dich, die du ja selber vorhast oder vorhattest (oder es bereits gemacht hast) zu jagen und somit eindeutig auf der Seite der Jagdbefürworter stehst - warum sollte ich dir und deinen selektiv rausgepickten Beispielen vor diesem Hintergrund mehr Glauben schenken, als o.g. Wissenschaftlern?

    Deine Ausführungen zu den Studien, auf denen die Aussagen von Herrn Reichholf basieren, sind schön und gut, dass sie nur darauf basieren, behauptest du, und dass seine Kompetenzen als Ökologe keine anderen Informationen beinhalten, halte ich für sehr zweifelhaft. Daher fände ich es weiterhin sehr interessant, seine Sicht zu deinem Beispiel zu erfahren. Und du weißt doch selber, dass man in verschiedenen Gebieten verschiedene Faktoren beachten, Zahlen einbeziehen muss usw.

    Zitat Zitat von Chimera
    Wo schreibe ich, dass ich die Jagd so wie sie heute praktiziert wird voll und ganz zustimme?
    Du stellst Jäger als sich der Natur aufopfernde, verantwortungsbewusste und interessierte Menschen dar, die natürlich keinerlei Spaß an der Jagd haben, sondern dies nur aus Naturverbundenheit tun, die noch dazu enorme Kosten auf sich nehmen und ohne die ein ökologisches Gleichgewicht nicht möglich wäre. Auf gegenteilige Aussagen, wie sie beispielsweise ganz klar aus dem SWR- Beitrag hervorgehen und wie sehr viele Menschen sie auch selber erleben (nicht umsonst ist ein Großteil der Bevölkerung gegen die Jagd) entgegnest du nur, dass du nur verantwortungsbewusste Jäger kennst. Naja, immer im Sinne des Betrachters - und mir vermittelt sich eindeutig die Tatsache, dass du auch der Jagd, so wie sie heute in Deutschland existiert, nicht wirklich kritisch, sondern eher positiv, gegenüberstehst.

    Edit: Unter deinem Link steht übrigens "LJN". Liege ich richtig in der Annahme, dass es sich dabei um die Landesjägerschaft Niedersachsen handelt? Willst du mich jetzt veräppeln? Jetzt kommen schon Links von Landesjägerschaften als "Beweis" für irgendwas. Wirklich, es wird immer unseriöser.

  49. #49
    Cdh

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Würde es euch etwas ausmachen, das im entsprechenden Thread zu diskutieren? Ich glaube nämlich nicht, dass die letzten 10 Beiträge kartoffenknolle aus der zwickmühle helfen.

  50. #50
    Rosanna

    Standard AW: kartoffenknolle in der zwickmühle

    Zitat Zitat von Cdh
    Würde es euch etwas ausmachen, das im entsprechenden Thread zu diskutieren? Ich glaube nämlich nicht, dass die letzten 10 Beiträge kartoffenknolle aus der zwickmühle helfen.
    Wenn du mir sagst, wo der entsprechende Thread zu finden ist (es gibt anscheinend so einige Threads in diesem Forum, in denen das Thema diskutiert wurde).
    Dass kartoffenknolle hier jemand aus der Zwickmühle helfen kann, glaube ich aber eh nicht, von daher sollte die Diskussion hier für sie keine so große Rolle spielen. ;)
    Aber vielleicht kann ein Mod entweder die Beitrage in den passenden Thread verschieben oder einen neuen aufmachen!?

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