Vegetarierforum.com ist ein Treffpunkt für Vegetarier und Veganer.
Bei der Anzahl an Zeitungsartikeln und der verwendeten Sprache ("Schock-Tv" "Sarah Wiener provoziert" "Jetzt schockt Fernsehköchin Sarah Wiener (46) mit der blutigen Realität.".. sogar bei Bild gibts was dazu) - zweifele ich aber daran, dass die alle nur über diese "Selbstverständlichkeit" und die eher unspektakuläre Serie auf Arte informieren wollen..
Bei den Schlagzeilen lohnt sich auch ein Blick auf die Qualität der Zeitungen:
sogar bei Bild.... BZ-Berlin, Bild, Hamburger Abendblatt (mit Fotostrecken wie "Tessa in der FHM" oder "die Formel 1-Grid Girls"), klar stehen die auf reisserische Titel. Dahinter steht die Intention der Zeitung/des Autors und der Redaktion und nicht die Ansicht von Otto Normalverbraucher. Ein Trugschluss, dem viele Politiker bei der BILD aufsitzen.
Es vermutet wohl auch keiner, daß sich bei der Bild, einer an Schlachtungen stört.
Ja, das ist doch gerade der Punkt. Otto Normalverbraucher kauft und liest ja scheinbar die Bild, wenn man sich die Auflage anschaut(*schauder*). Und die Bild schreibt das was Leute lesen wollen.
Ansonsten ..Was ist so schlimm daran, dass es in der grossen Masse von fleischessenden Menschen bestimmt auch genug gibt, die die Aktion schlecht finden?
Man regt sich auch aktuell leidenschaftlich über getötete Babyrobben auf, das finde ich bei Omnis auch ein bisschen wirr. Ist wie über Pelz jammern, selbst aber Leder tragen.
Es gibt auch genug Leute, die sagen sie könnten/würden selber nie ein Tier töten aber jeden Tag Fleisch essen.
Wieso muss man das leugnen? Weil es nicht in das Bild das abgeklärten Omnis passt, der sich all dessen voll bewusst ist und es dennoch "gerne" in Kauf nimmt? Hm.
Völlig richtig Kindern die Ermordung von Tieren zu zeigen, allerdings nicht wenn jemand dabei ist der die Leichen später zubereiten will und den Kindern suggeriert es sei völlig in Ordnung das zu tun und Ihnen noch die Möglichkeit gibt mit Hand anzulegen. Es gibt genug Film und Fotomaterial über die Haltung, die Tötung von Tieren und Ihren damit verbundenen Qualen...Einfach Kinder so etwas, natürlich ohne Kommentar eines Erwachsenen anschauen lassen. Kinder haben ein starkes Gerechtigkeitsempfinden und würden die Tötung von Tieren niemals zulassen,bin ich mir ganz sicher. Ich fand es als Kind schrecklich als meine Oma früher die Hühner killte ohne mit der Wimper zu zucken und habe geheult und wollte natürlich auch nichts davon essen. Nach gutem Zureden und der Erklärung das es nunmal so funktioniert und das die Hühner ein schönes Leben hatten war für mich als Kind die Welt leider wieder in Ordnung. Kinder an die Macht!!!
Völlig richtig Kindern die Ermordung von Menschen zu zeigen, allerdings nicht wenn jemand dabei ist der den Kindern suggeriert es sei völlig in Ordnung das zu tun und Ihnen noch die Möglichkeit gibt mit Hand anzulegen. Es gibt genug Film und Fotomaterial über den Krieg und die damit verbundenen Qualen...Einfach Kinder so etwas, natürlich ohne Kommentar eines Erwachsenen anschauen lassen. Kinder haben ein starkes Gerechtigkeitsempfinden und würden die Tötung von Menschen niemals zulassen,bin ich mir ganz sicher. Ich fand es als Kind schrecklich als mein Opa früher die feindlichen Soldaten killte ohne mit der Wimper zu zucken und habe geheult und wollte natürlich auch nicht davon profitieren. Nach gutem Zureden und der Erklärung das es nunmal so funktioniert und das die Menschen ein schönes Leben hatten war für mich als Kind die Welt leider wieder in Ordnung. Kinder an die Macht!!!
Gestern kam der Teil, bei dem den Kindern der Umgang mit Nutztieren gezeigt wurde.
Repräsentativ für die normalen Verhältnisse in der Nutztierhaltung war dies aber nicht - es waren Tiere auf einer Finca, mit massig Platz, Freigelände u.s.w.
Die Schweine waren nicht einmal zum Verzehr bestimmt, hatten von Schlammkuhle bishin zu zahlreichen Wühlgelegenheiten praktisch alles, was sie brauchen.
Die Tierhalterin erklärte den Kindern die Intelligenz der Hühner (erkennen ihren Pfleger u.s.w.) und den vorsichtigen, ruhigen Umgang mit den Tieren.
Und genau das ist das Problem.
Da werden die Kinder letztlich fehlinformiert und die bestehenden Verhältnisse in der Tiernutzung und -schlachtung werden beschönigt. So entsteht der Eindruck, auch das verpackte Schnitzel im Supermarkt war mal ein glückliches Schweinchen, das beim Tiertransport ganz viel Spaß hatte und beim Schlachtvorgang selbst absolut nichts gemerkt hat.:mad:
Sowohl die heutige Nutztierhaltung (die ja nun mal leider zu 99 % mit Massentierhaltung gleichzusetzen ist) als auch der Vorgang des Schlachtens selbst werden nicht realistsich dargestellt.
Ich habe nichts dagegen, wenn Sarah Wiener (ich hasse diese Frau mit ihrem Biofleischfimmel...) Kindern zeigt, wo ihr Fleisch herkommt. Dann aber bitte auch realitätsnah! Die Kinder müssten also die Geburt eines Masttieres erleben, die Mastzeit in einer meist viel zu kleinen Anlage (wäre z.B. bei Hühnern völlig unproblematisch möglich, da sie ja schon nach wenigen Wochen Mastzeit schlachtreif sind..), den Tiertransport und das Schlachten im Schlachthof. Das volle Programm von der Geburt des Masttieres bis zum fertigen Endprodukt.
Das mag für manch zarte Kinderseele vielleicht etwas zuviel des Guten sein.
Gut, dann muss man eben bei kleineren Kindern auf Videomaterial zurückgreifen oder einfach warten, bis die Kinder erwachsen sind (letzteres halte ich für vernünftiger). Für jeden jungen Erwachsenen müsste es in der Schule Pflichtprogramm sein, den Produktionsweg eines Hambugers von A-Z vor Augen geführt zu bekommen.
Ich halte es nicht zwingend für notwendig, dass jemand dabei steht und kommentiert, wie grausam doch die Mast des Tieres, der Transport zum Schlachthof und die Schlachtung selbst sind...
Jeder junge Erwachsene, der nicht persönlichkitsgestört ist, wird dies (hoffentlich) von selbst erkennen.
Ein Film wie "wie feed the world" wirkt auch ohne viele Worte allein über sein Bildmaterial.
LG
Allegra
Der Text ist ca. 4 Jahre alt:
http://vegankids.de/schlunzgedanken
Es liegt immer und zuerst in der Verantwortung der Eltern...
Glaube ich nicht. Ist doch die Nahrungskette und völlig normal und außerdem braucht der Mensch Proteine. Und mir schmeckt's halt -.-
Wie wäre es mit verschiedenen Unterrichtsprojekten? Die Schüler können wahlweise Gemüse anbauen und das am Ende des Schuljahres essen oder ein kleines Ferkelchen ein Jahr lang pflegen. Müssen sie dann natürlich auch selbst schlachten. Das würden wohl weitaus weniger Jugendliche über ihr Herz bringen. :/
Ich kann mich Chimeras Argumentationsfolge nur anschließen.
Die Kids sollen schön schauen, woher ihr "Lecker-Essen" her kommt. Vielleicht prägt es sie für die Zukunft.
Insofern finde ich Sarah Wieners Aktion für durchaus sinnvoll.
Schon richtig.
Aber wenn alles gemeinsam am nächsten Tag das Kaninchen essen - mit Anwesenheit der Erwachsenen - halten sie es womöglich noch für okay. Schließlich machen es ihre Vorbilder ja genauso.
Und was ist schon irgendein Kaninchen, dass man nicht kennt (außer in den 2 Minuten bevor man ihm die Haut abzieht)?
Ich bin mir sicher, dass (fast) keines der Kinder das Kaninchen essen würde, wäre es "seines" und hätte es zuvor bei dem (den) Kind (Kinderrn) gelebt!
- Die Energie, die wir brauchen, bekommen wir von dem Strom, gegen den wir schwimmen -
Leander Segebrecht
Demnächst werden noch Zuhälter und Generäle Sendungen machen, in denen sie über die Natürlichkeit ihrer Berufe berichten, wobei ihnen junge Menschen ganz praxisnah assistieren. :rolleyes:
Wie gesagt, wenn ihnen ihr Leben lang vorher eingetrichtert wurde, dass es völlig natürlich und ok ist, Tiere zu töten, um sie zu essen, ihnen Leid und Gewalt zuzufügen, und wenn auch eine solche Aktion mit diesem Hintergrund abläuft, dann wird in der Richtung nicht viel passieren.
Stimmt, weil die meisten Vegetarier und Veganer von Geburt an auf Fleisch verzichtet haben....
Eine gute Gelegenheit ist schwer erlangt und leicht versäumt.
-jap. Sprichwort
Es geht speziell um die Aktion von Sarah Wiener, und die wird die Kinder nur darin bestärken, dass es natürlich und ok ist, Tiere zu töten um sie dann zu essen.
Hmm, also ich bin da jetzt mal von mir ausgegangen.
Wenn man mich als Kind/Jugendliche in eine echte Mastanlage geschleppt hätte, wo die Tiere eng zusammengepferchtjeden Tag Höllenqualen leiden und ich danach noch in einem großen Schlachthof, wo tagtäglich hunderte Tiere wie am Fließband weggemetzelt werden, die volle Dröhnung bekommen hätte, hätte ich das Fleischessen sofort eingestellt.
Allerdings habe ich Fleischessen schon als ganz kleines Kind (auch ohne Schlachthof) als Unrecht angesehen und bin mit 12 Vegetarier geworden. Vielleicht sollte man tatsächlich nicht darauf vertrauen, dass alle Kinder heute so denken und handeln würden...
LG
Allegra
Erstmal unterstellst du den Kindern etwas und zwar, dass sie die Fähigkeit nicht besitzen die gesamte Situation zu hinterfragen und zu bewerten. Das halte ich für falsch. Möglicherweise ebnet diese Erfahrung den Weg zum Vegetarismus, sehr wahrscheinlicht nicht für alle, aber vielleicht für eines der Kinder. Auszuschließen ist das nicht.
Ich kann schon nachvollziehen, was du meinst, denn die gesamte Situation ist vorbelastet und nicht vorurteilsfrei. Bedingung für Sarah Wieners Show ist nunmal, dass Tiere (Nutztiere) essbar sind. Dass der Schlussstrich der Sendung die klare Tendenz aufzeigt zu Fleischkonsum ist mehr als deutlich.
Begrüßen würde ich zum Beispiel ein ähnliches Format mit einem Gegenpol zu Sarah Wiener, der Alternativen aufzeigt, aber nicht bekehrend eingreift in die Situation. Das würde dann daraus hinauslaufen, dass es 2 Köche gibt (omnivor und vegetarisch). Die Kinder könnten dann freier wählen zwischen den Angeboten ohne unter Gruppenzwang doch Tierisches zu essen etc.
Soweit ist der Vegetarismus aber leider noch nicht etabliert.
Eine gute Gelegenheit ist schwer erlangt und leicht versäumt.
-jap. Sprichwort
Interessant, daß allüberall über die Kaninchen lamentiert wird, während kaum jemand die Fische erwähnt, die die Kinder "angeln", um sie dann aufzufressen (von anderen Beipspielen gar nicht zu reden).
Interessant finde ich wiederum, dass du in deinen Rezensionen zu "ethisch unbedenklichen" Kinderbüchern empfiehlst, die Raupe Nimmersatt essen zu lassen (statt fressen), bei Menschen aber das Wort fressen bevorzugst.
Und ich finde es sehr inkonsequent von dir, Bücher zu kaufen (oder zu empfehlen), in denen unveganes Verhalten propagiert wird. So unterstützt du den Autor/Verlag aktiv. Du kannst auch nicht empfehlen, ein Käsesandwich zu kaufen und den Käse gegen veganen Käse zu ersetzen![]()
Ich persönlich würde allerdings den Raupennamen auch ersetzten. Raupe Nimmersatt, was soll das eigentlich bedeuten? das Raupen gierige Fressmaschinen sind? Das ist raupenbeleidigend.
Nur der Mensch frisst mehr als er braucht - eine Raupe führt sich nur so viel Energie zu, wie sie für die Verpuppung braucht, und keine (vegane) Wurst zuviel.
Ich würde die Raupe vielleicht eher Raupe Isstgenausovielwiesiebraucht nennen - das wird ihr auf jeden Fall mehr gerecht.
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