Vegetarierforum.com ist ein Treffpunkt für Vegetarier und Veganer.
Hallo (:
bei mir ist es so:
ich habe nur Fleischesser um mich rum und es ist verdammt schwer, ich habe aber schnell gemerkt das man mit aggresivität und Co. nicht weiter kommt!!
Es ist sehr schwer für mich ruig zu bleiben und ab und zu muss ich einfach was sagen, wenn ich dann noch gefragt werde wie ich auf so leckeres Fleisch verzichten kann, sehe ich die Bilder der Schlachthäuser vor mir und halte den schmerz kaum aus, was ist daran bitte lecker ?!?
Diskusionen führe ich gerne, aber sobald das Leid angesprochen wird, wissen alle davon, können es aber nicht ändern, weil "sie" Fleisch "brauchen"..
Ich kann schon gar nicht mehr anders als zu schmunseln und zu sagen, ne brauchst du nicht !!!!!! schau ich lebe, mir gehts super und ich tuh was für die Tiere !!
Nach der Zeit merke ich auch das es viel Kraft kostet mit Fleischessern drüber zu reden, egal ob aggresiv oder nett..ich habe einfach das Gefühl : " Morgen ist es vergessen "
Dumme Sprüche zu meinem Verzicht bekomme ich nicht, keiner hat mich doof angemacht deswegen, ich höre aber immer wieder dieses Mitleid raus :O
"das könnte ich nie, es schmeckt doch so gut, was isst Du denn?"
Da wäre es mir lieber ich würde angegriffen werden und könnte zurück kontern, als dieses Mitleid !!
Warum man etwas nicht zugeben kann?
Weil man die Erfahrung gemacht hat, das dann Leute ellenlang darauf herumtrampeln, also auch darauf, wie schlecht man sei, was man alles verursacht habe etc.
Es wird verbal noch lange und ausgiebig mit dem Finger auf einen gezeigt.
Besonders gerne (von) Frauen.
Frauen können dann auch, wenn sie nicht beste Freundinnen sind, gerne mal den Kontakt abbrechen ("Mit sooo jemandem...").
Wer solche Erfahrungen gemacht hat, bekommt Angst, wenn der "etwas eingestehen" müsste - egal, was.
Ich habe tatsächlich und persönlich 2 Veganer kennen gelernt, die komplett grundverschieden sind:
Der eine hat eine ominvore Freundin, 2 Hunde. Und hätte ich nicht gewusst, dass er Veganer ist, wäre es mir in den 4 Wochen WG nicht mal aufgefallen.
Die andere war mir auf Anhieb unsympathisch, weil sie noch nicht mal 5 Minuten nach dem sie den Raum betreten hatte mit ihrer Bekehrung anfing.
Das war gerade zur Zeit der versuchten Eier. Hier mit Dioxin.
"Also iich hab zuhause ja erstmal alle ausgelacht. 'Ha!', hab ich gesagt, 'seht ihr jetzt was ihr von habt'."
Das fand ich total krass. Nur weil meine Familie aus Omnis besteht freue ich mich doch nicht, wenn sie gefährliche Sachen essen!
Ihr Vorschlag für unser Seminar war dann auch ein 3 stündiger Veganismusworkshop, der ihr auch genehmigt wurde.
Leider war ich genau dann krank, mein Freund hat mir allerdings augenrollend erzählt, dass er sich vorkam wie bei ner Kaffeefahrt. Die hat wohl irgendwelche Geschichten erzählt, wurde bei Anmerkungen gleich voll aggro, konnte keine Quellen nennen und hat am Ende noch Handzettel mit kräftigen Schlagwörtern ausgeteilt, die von irgendeiner mysteriösen Organisation stammten.
Ziel verfehlt, würde ich mal sagen. Mit sowas erreichst du - wenn überhaupt- nur völlig verängstigte Leute, die ohnehin jeden Mist glauben und morgen schon dem nächsten "Trend" hinterherrennen.
Ich find sowas schade, das bringt die Sache nicht voran. Zumal es auch nicht passt, die moralische Keule in alle Richtungen zu schwingen und selbst dann mit seinen neuen adidas-Lederturnschuhen rumzuhüpfen.
Mein Freund hat dank diesem Vortrag (der noch mit einer Kocheinheit enden sollte, aufgrund mangelnder Organisation und fehlenden Zutaten wohl grauenhaft und ungenießbar war) sein Bild vom Veganismus gefestigt: Alles Spinner, die ohne hinterfragen jeden Mist übernehmen und vorallem amerikansiche Verhältnisse auf Deutschland übertragen.
Das "alles" vor dem Spinner konnte ich ihn schon etwas wegnehmen, aber sobald er mal eine Veganerin trifft und mir davon erzählt, sagt er nur "Ich hab heute wieder eine J. gesehen." Veganer und J. sind für ihn jetzt also Synonym. Und mit Sicherheit ist er mit der Meinung nicht als einziger aus der Veranstaltung gegangen... Na herzlichen Glückwunsch!
"Es denkt der Mensch, zufrieden froh: Ich bin kein Schlächter, blutig roh.
Doch da der Mensch kein Wurstverächter, trägt die Mitschuld er am Schlächter."
[Eugen Roth]
Hallo,
das finde ich ist genau das problem. Solche leute haben eine Riesen Aussenwirkung, weil sie indirekt jedes Vorurteil bestätigen.
Und im Endeffekt wollen wir doch alle-ob veganer, vegetarier-die dazwischen und sogar pescetarier, die ethisch motiviert sind(ja, gibt es)-tierleid verringern.
Als ich noch zur Schule ging, waren da ein paar Mädels, so ungefähr die Linke truppe. Haben ohne groß zu hinterfragen jede linke Propaganda (versteht mich nicht falsch, ich bin auch links, aber nicht so, dass ich den kommnuismus zurückwill) mitgenommen, waren unreflektiert zwischen vegetarisch, vegan(hat jeden dritten tag gewechselt, zwischendrin war auch mal ein Wurstbrot drin) etc. und haben alle möglichen zwischentöne völlig negiert. Mit denen konnte man auch nicht reden.
Dialog mit ihnen ging ungefähr so: Sie: "Frauen und Männer sind ja gleichgestellt." Ich: "ja, deswegen kriegen wir auch für die gleiche Arbeit weniger Lohn." Sie: "was? ne. das stimmt nicht!". Ich "Doch."
Sie, einen Tag später: "ich habe nachgeschaut, das stimmt ja wirklich. Das ist ja voll ungerecht." Öhm. Ja.
Naja. Halte ich auch für Scheisse. Und da muss ich Funky ausnahmsweise recht geben: Entscheidet euch halt. Und dann hört auf zu heulen.
ich möchte nur mal einwerfen:
Toleranz kommt von "tolerare" und das bedeutet "erdulden, ertragen, erleiden".
Wahre Toleranz bedeutet dann also, dass man etwas nicht kommentiert oder anderweitig seine Irritation oder seinen Unmut über etwas ausdrückt, das für einen eben schwer zu ertragen ist.
Toleranz gegenüber Verhaltensweisen, die einen nicht (mehr) stören, sollte zwar das Endziel sein, ist aber keine Kunst und dann im eigentlichen Sinne auch keine Toleranz mehr, sondern Teil des normalen Alltagsverhaltens/ Wertekanons.
Übrigens gibt es in unserer Gesellschaft zig Verhaltensweisen, die allgemein toleriert werden, und auch nicht in Ordnung sind, etwa sein Kind in der Öffentlichkeit (oder zu Hause) zu demütigen oder seine Freunde, Kollegen etc.
Verhaltensweisen, die einem unangenehm sind, müssen oft ertragen werden, etwa der Knoblauchgeruch des Vorgesetzten oder seine feuchte Aussprache.
Es scheint für viele hier keine Kunst zu sein, Fleischesser zu kommentieren oder gar zu provozieren oder demütigen.
Die Kunst sollte aber in der Toleranz bestehen, und wenn man etwas/ jemanden ändern möchte, im leuchtenden Beispiel und der Attraktivität des vorgelebten Lebensstils (etwa durch besonders leckere vegane oder vegetarische Gerichte, die man seinen Gästen serviert oder auf der Geburtstagsfeier etc. mitbringt).
Anders ausgerückt:
Meckern kann (fast) jeder, Tolerieren können nur wenige und sehr wenige machen es einfach still und freundlich so interessant/ verführerisch vor, dass sie Nachahmer im "feindlichen" Lager finden.
Das diese Menschen aber nicht als feindlich definieren würden!
@koerschken: J. war der Name der vortragenden Person. ;)
@Cura: Ich schiebs jetzt einfach mal auf die Uhrzeit, aber so ganz werde ich aus deinem Beitrag nicht schlau...
"Es denkt der Mensch, zufrieden froh: Ich bin kein Schlächter, blutig roh.
Doch da der Mensch kein Wurstverächter, trägt die Mitschuld er am Schlächter."
[Eugen Roth]
Hm .. ich denke, sie wollte sagen, dass es im Grunde zwei Wege gibt, jemanden zu tolerieren:
1. Mit offensichtlicher Abneigung -> bewirkt meistens, dass dich die Leute nur noch ätzender Finden.
2. Still und freundlich -> dadurch fühlen sich die Menschen nicht angegriffen und sind eher gewillt, z.B. zuzugeben, dass ein bestimmtes veganes Rezept gut schmeckt (genanntes Beispiel: Ohne großen Kommentar vegane Sachen mitbringen, wenn du eingeladen bist)
Wenn du also permanent raushängen lässt, wie sch*** du Fleischesser findest, wie viel besser der vegane Lebensstil ist, dann bringt das garnix =)
Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
Auf die Weise werden die Vorurteile auch schön bestätigt.
http://www.sueddeutsche.de/wissen/ps...nden-1.1274443
Wir ziehen Grenzen um andere Menschen draußen zu lassen, aber in Wirklichkeit sperren wir uns nur selbst ein.
Hallo,
danke für deinen beitrag. Der bestätigt meine Vorurteile!
Alle Tiere sind gleich. Aber manche sind gleicher.George Orwell
Die gerade Linie ist gottlos.
Friedensreich Regentag Dunkelbunt Hundertwasser
Also ich glaube nicht, dass sich irgendjemand denkt: "...eigentlich würde ich gern vegan leben, aber die sind alle so komisch drauf, da will ich nicht dazugehören..."
Das ist doch unrealistisch... Wenn jmd. vegan leben möchte, tut er das egal welche menschlichen Erfahrungen er gemacht hat.
Und wenn ich einem Omnivoren erzähle, dass ich toll vegan lebe und dass ich das was er da so isst zwar nicht aktzeptieren kann, aber ihn trotzdem als Mensch toleriere und ihn nicht verurteile... Warum zur Hölle sollte er dann sein Verhalten ändern???
Ich bin auch der Meinung, dass es eine große grooooße Rolle spielt, den Mitmenschen zu zeigen wie einfach und unkompliziert eine vegane Lebensweise sein kann. Aber das ist eben nicht alles.
Menschen werden nicht aus Empathie zu anderen Veganern vegan, sondern aus Empathie zu den Tieren...und das gilt es deutlich zu machen.
Ich geb´s ja zu....mir fällt einfach kein toller Spruch ein
Hallo,
habe mit interesse diese Beiträge gelesen und will mich mal zu Wort melden. Ich bin selbst kein Vegetarier und kein Veganer. ich esse gerne Fleisch ausser Muscheln, Garnelen und sonstiges Meeresgetier. Schnecken und Insekten auch nicht.
Manche die hier gepostet haben, haben eine einstellung die ich ok finde. Bei anderen sträuben sich mir die Haare. Ein thread Aggresivität,Spott und Intoleranz gegen Veggies der von Aggresiven,spottenden und intoleranten Veggies.
Eine/er schreibt das er anderen Menschen angewidert aufs Essen starrt und sich wundert das er auf Ablehnung stösst. eine/er beschwert sich das es auf partys kein Extraveganessen für ihn/sie gibt aber selbst für seine Gäste nur veganes Essen anbietet. Die Krönung ist der Post von Hexe die ihren nichtvegan Gästen selbst den Gang zu Toilette verweigert.
Wie würdet ihr euch fühlen wenn euch so etwas bei einem nicht Veganer passieren würde. Das nenn ich sehr intolerant.
Wie kann ich denn Toleranz erwarten aber selbst keine ausüben. mir persönlich sind die essgewohnheiten andrer Menschen egal solang sie nicht versuchen mich zu bekehren.
Ich kaufe keine billiglebensmittel da ich dabei schon schlechte Erfahrung gemacht habe. Kaufe Bioprodukte. Ich esse gerne Fleisch. Finde die Bezeichnung leichenteile auch wenn sie sinngemäss ist auch eine Art der Intoleranz. Ich Esse Fleisch. Ich fresse nicht. Ich mache mir wenn ich ehrlich bin auch keine Gedanken wie das Fleisch in das Geschäft kommt. ich schaue mir auch keine Produktion von Autos an. Der vergleich hinkt ein wenig weil ein Auto kein Lebewesen ist.
Ich kann mir pers. das leben als Veganer schwer vorstellen. Ich bin Feuerwehrmann. Ich muss zb meine schutzkleidung tragen ( handschuhe, Stiefel zb) damit ich meinen Job, das Retten von Leben von mensch und Tier unbeschadet durchführen kann. Ich muss ein fahrzeug bewegen was Diesel verbraucht der Co2 austösst. Die erdölgewinnung ist im höchsten Masse umweltbelastend. Kann mir auch schwer vorstellen das die Menschheit ernährt werden könnte wenn alle Menschen vegan wären. Das problem wäre das dafür mehr Flächen zum Anbau zur Verfügung stehen müsste die dann den Tieren in freier Wildbahn wieder fehlt. Wenn ich Kinder hätte, was tue ich wenn es von einem Hund oder einem andren tier angegriffen wird?
Eins fällt mir noch ein. Wie kann ich denn eine religion als blöd oder Schwachsinn (weiss den genauen Wortlaut nicht mehr) abstempeln? Kann man nicht jeden Menschen so akzeptieren wie er ist? Kann man sein Leben nicht einfach so leben wie man es mag ohne andre zu ihrer lebensweise zu bekehren/überzeugen/überreden. Das gilt für alle Belange des Lebens. Religion, essgewohnheiten sexuelle neigungen. Natürlich nur wenn sie gegen kein gesetz verstossen.
Darf man als Veganer eigentlich Haustiere haben?
Ich hab 2 Katzen. Die würde ich natürlich nicht essen. mich würde es aber nicht stören in Abwesenheit meiner Katzen Katzenfleisch zu probieren.
Das ist aber meine meinung. Meine Frau findet das komisch. Ist ihre Meinung. sie mag schnecken und Gambas und sowas.
so liebe Leute, mehr fällt mir nicht mehr ein.
hoffe habe niemanden beleidigt aber die Leute die ich gemeint habe können ja mal darüber nachdenken.
Bis dahin
Garulf
Hallo Garulf,
herzlich willkommen im Forum. Ich finde es schön, dass sich auch mal jemand von der "anderen" Seite zu Wort meldet. Wie du es richtig siehst: Alles hat zwei Seiten. Natürlich gibt es Veggies und veganer, die sich schlecht und intolerant benehmen, Fleischesser gibts es aber auch, und wenn man sich für eine vegetarische und vegane Ernährungsweise entscheidet, dann bekommt man schnell mit, wie intolerant manche Fleischesser sind, und wie schnell sich manche auch bedroht fühlen, selbst wenn man kein wort gesagt hat ausser: ich bin vegetarisch. Anders ist das genauso. Unangemmesen sit es natürlich, vor Fleischessern von leichenteilen zu sprechen, aber normalerweise sind wir "Pflanzenfresser" hier unter uns.
Dass mit den angeekleten blicken und leichenteilen: das darfst du uns nicht übel nehmen. In der regel versucht der normalovegetarier/veganer, sowas zu vermeiden, oder zu verdecken, aber wenn du einmal für dich selbst die notwendigkeit erkannt hast, dass tiere nicht gegessen werden dürfen, weil es FALSCH ist (und ja, ich gestehe dir zu, und akzeptiere, dass deine meinung in diesem Punkt eine andere ist als meine), wirst du dich nicht mehr gut fühlen, wenn du weisst, dass neben dir ein unschuldiges tier getötet, gemartert, und gequält wurde. Es geht dir einfach nahe.
ich persönlich halte auch tiere. Kaninchen. Selbst wenn ich fleisch essen würde, würde ich keine kaninchen essen. Gut, dass du keine katzen ist, aber was ist der unterschied zwischen der katze und dem kalb? Beides liebevolle, der sozialen Kontakte fähige Tiere mit dementsprechender Intelligenz. Das ist eben die (sozialisierte)grenze, die vegetarier nicht mehr ziehen.
Ich würde mein Kind auch vor einem Tier verteidigen, kein Thema. Das heisst aber nicht, dass ich eine Kuh töten muss, die einfach nur auf der weide steht. die tut mir nichts. Wenn du neben mir an der Bushaltestelle stehst, ramme ich dir ja auch kein messer in den Bauch. Wenn du mich angreifst, und ich habe gerade eins griffbereit: da kann ich für nichts garantieren.
Toleranz ist immer beiderseitig. Ich bekehre auch niemanden. jeder muss selbst seine entscheidung treffen. Religiöse intoleranz geht gar nicht, genausowenig wie Homophobie, das geht ebenfalls nicht, da stimme ich dir auch zu. Ich hoffe, ich habe dir jetzt auch ein paar denkweisen von vegetariernn und veganern erklärt. Ich ekle mich übrigens auch, wenn jemand neben mir fleisch ist. Aber ich versuche es zu ignorieren. Ist nicht immer einfach.Aber mein freundeskreis ist trotzdem gemischt, wenn auch überwiegend vegetarisch/pescetarisch. aber meine besten freunde essen fleisch. ihre entscheidung.
Übrigens: leder: darauf verzichtet nicht jeder vegetarier, und viele veganer haben beruflich auch keine andere wahl. Musst nicht alles so eng sei´hen, es gibt sehr strenge und weniger strenge. Wäre schön, hin und wieder von dir zu hören. Vor allem, weil mich auch interessieren würde, warum du hier mitliest. Reiner zufall oder doch interesse? neue Freunde die vegetarisch, vegan sind?
Alle Tiere sind gleich. Aber manche sind gleicher.George Orwell
Die gerade Linie ist gottlos.
Friedensreich Regentag Dunkelbunt Hundertwasser
Hi Garulf, willkommen im Forum!
Viele Veggies sehen das genauso. Andererseits kann man auch argumentieren, dass die Bezeichnung "Essgewohnheit" beim Fleischessen eventuell zu harmlos ausgedrückt ist. Immerhin ist es eine Entscheidung, die nicht nur dich selbst betrifft, sondern auch all die, die für deine Essgewohnheit benutzt und getötet werden. Oft sieht man als Veggie die Verbindung vom leidensfähigen Tier zum "Essen" deutlicher.
Jetzt wo du dich hier angemeldet hast, wäre es doch ein guter Zeitpunkt, dich über sowas schrittweise zu informieren. Und ja, das betrifft auch andere Dinge, die du kaufst. Etwas über die Herkunft zu wissen, ist nicht verkehrt, ich finde es sogar ziemlich wichtig, denn vieles, was zunächst unschuldig aussieht, hat eine problematische Vergangenheit von Tierquälerei, Menschenrechtsverletzung und Umweltbelastung. Der Konsument entscheidet, wem er sein Geld gibt und ihn dadurch unterstützt, deshalb sollte er informiert sein.
Ich konnte mir das Leben als Veganer auch vor 5 Jahren noch nicht richtig vorstellen.. man gewöhnt sich dran ;) Du hast recht, ein völlig ethisch korrektes Leben ist schwer bis gar nicht durchzuführen. Irgendwo hat jeder seine Grenzen. Aber diesen Grenzen kann man sich annähern. Sprich, nur weil du im Beruf Leder trägst, musst du zu Haus nicht jeden Tag Fleisch essen. Du kannst einfach anfangen, an irgendeiner Stelle in deinem Leben etwas zu verbessern, und damit hast du schon etwas gutes getan und kannst eventuell weiter darauf aufbauen.
Du hast dich vermutlich noch nicht viel mit diesen Themen befasst, das ist ok, die wenigsten tun das. Wenn du möchtest, kannst du ein wenig hier im Forum oder an anderen Stellen im Netz weiterlesen, dann wirst du viele Argumente kennenlernen. Fakt ist jedenfalls, dass der Großteil der landwirtschaftlichen Fläche tatsächlich für den Tierfutteranbau benutzt wird, denn die Anzahl der "Nutztiere" ist gigantisch. Um eine bestimmte Menge Fleisch zu erhalten, muss man etwa die 3-10fache Menge (je nach Tierart) an Futter geben. Und die Mehrheit der Tiere wird nicht durch nicht anders nutzbare Grasflächen gefüttert, sondern mit Soja und Mais von Anbauflächen, die man genausogut direkt für den Menschen nutzen könnte, ohne den Umweg übers Tier. Man könnte also durch Reduzierung der Tierzucht weitaus mehr Nahrung produzieren als es zur Zeit der Fall ist. Die vielen Tiere machen übrigens auch andere Probleme, z.B. einen sehr großen Anteil der Treibhausgasemissionen.
Notwehr gegen Tiere ist übrigens auch Veganern erlaubt
Manche sehen das anders, aber ich würde sagen ja, auf jeden Fall. Jedes Tierheimtier freut sich über ein gutes Zuhause, und wenn man die Tiere artgerecht hält, freuen sich Halter und Tier. Die artgerechte Haltung ist natürlich wichtig. Und ich würde kein Tier von nem Züchter oder gar aus ner Zoohandlung kaufen (außer in bestimmten Ausnahmefällen). Aber zur Tierheimrettung sagen wohl die meisten Veganer nicht nein.
Such a pretty house and such a pretty garden.. No alarms and no surprises please.
IRC-Vegan-Chat --> Network: irc.iz-smart.net Channel: #vegan --> Klimatisiert! Eintritt für jedermann!
An nova: wann hat es dein partner denn akzeptiert? wenn ud sagst der weg war steinig, so ist es bei mir ein ganzer steinbruch er da abgearbeitet wird / werden muss..es gibt jeden tag darüber diskussionen, wie ungesund das ist was ich mache. ist auch erst 3 wochen her, aber in den nächsten drei wochen zum beispiel habe ich diverse vegan-back- und kochkurse belegt. und da macht er sich jedene tag nicht nur drüber lustig, sondern meinte, dadurch würde ich noch fanatischer. ..es gibt sooooo viele leckere sachen, und ich koche wahnsinnig gerne. das heisst, ich würde auch gerne weiterhin für uns beide kochen, und er macht halt seine "beilage" wenn er will. kein problem.zum essen eingeladen werden ist viel schlimmer, er schämt sich quasi für mich, weil ich den gastgebern "unstände" mache...wie soll ich dem entgegenwirken? und wenn ich doch mitkomme, dann muss ich alle 5 minuten irgendeinen kommentar über mich ergehen lassen...puuhh..
Selbst als Vegetarier stört mich der Ausdruck "Fleischfresser". Diese Bezeichnung ist abwertend und somit verwundert es doch auch nicht, wenn von der Omniseite Gegenwehr kommt. Aggressive, militante Vegetarier/Veganer gibt es genauso wie spöttelnde und nicht verstehen wollende Omnis. Ich möchte mich in keine Liga einreihen müssen. Ich esse Pflanzenkost und hin und wieder ein Ei, andere essen Fleisch. Es ist das gegenseitige Akzeptieren, ohne verstehen zu müssen warum und wieso und schon klappt das Zusammenleben.
Fanatisch ist alleine schon ein amüsanter Ausdruck für eine überzeugte Art sich zu ernähren. Ich persönlich werde krank von Fleisch und Milch und Fisch. Bekomme plötzlich Allergien die bei einer vegetarischen Ernährung weg sind. Von da ab ist es nur noch ein kurzer Weg zu erkennen was krank macht. Es ist das streßbelastete Schlachttier, das mit pestizidversuchtem Futter in Massen in dreckigen Ställen gehalten wird, dann noch weit herumgekarrt bis es schließlich in der menschlichen Nahrungskette landet. Es ist nicht fanatisch sich dem entgegenzustellen. Und weil das Tier bio gefüttert wurde, heißt es noch lange nicht, daß die Haltung besser war. Solchen Argumenten kann man eigentlich nichts mehr entgegenbringen.
Ja das Thema Haustiere. Entweder man geht einen Kompromis ein, füttert seinen Hund ovo-lacto-vegetarisch oder läßt es sein.
LG
Es gibt auch "vegane" haustiere.Kaninchen und pferde sind von haus aus vegan. Kühe. Gazellen. Giraffen (gut für Hochhäuser geeignet....).
Alle Tiere sind gleich. Aber manche sind gleicher.George Orwell
Die gerade Linie ist gottlos.
Friedensreich Regentag Dunkelbunt Hundertwasser
Toleranz gegenüber Intoleranz ist nicht immer die moralisch richtige Entscheidung. Wenn zum Beispiel mein Nachbar jemanden in seinem Keller gefangen hält, sollte ich das nicht tolerieren, sondern die Polizei rufen.
Die Frage ist eher, welche Einstellung für die Verbreitung vom Veganismus sinnvoller ist. Ich glaube es gibt Grund zur Annahme, das "friedliche Aufklärung" meistens sinnvoller ist, weil Menschen eher etwas an ihrem Leben ändern, wenn sie selbst darüber nachdenken und die Entscheidung treffen, als wenn jemand sie aggressiv dazu zwingen will. ;)
@Newwigan: Vielleicht ist es Zeit, deinen Freund in den Wind zu schießen, wenn er dich nicht akzeptiert.
Everyone takes the limits of his own vision for the limits of the world. Arthur Schopenhauer
Hallo,
Ich finde, man muss hier auch den Faktor Zeit einplanen. Im moment ist fleischverzehr so sehr in unserer gesellschaft verankert, dass ein offener protest nur unverständnis hervorruft. Ein stummes "Machen" kann hier in meinen Augen mehr bewegen.
Anders zum beispiel beim Pelz. Hier kann offener Protest etwas bewirken, dass die letzten Mottenkisten noch ausgeräumt werden. Hier ist das gesellschaftliche Bewusstsein schon da.
Aufklären anhand nicht so "alltagsnaher" Beispiele bringt teilweise auch mehr als auf hühnchen und Schweine und Rinder zu verweisen, über die fleischesser in der regel nichts negatives hören wollen.: als ich neulich auf einer party erwähnte, dass Wachteln-die eine zuzubereiten gedachte- Mutanten sind, die ihre eigenen Eier nicht mehr ausbrüten können, erntete ich geschocktes Schweigen. Das ich problemlos mit sämtlichen anderen tieren hätte weitermachen können, die alle anderen regelmässig verzehrten, wäre too much gewesen, aber ich denke, wachteln werden sie jetzt eine weile aus ihren gedanken streichen...
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