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Thema: Tiere aus dem Ausland

  1. #1
    Bob23

    Standard Tiere aus dem Ausland


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    Hallo! Kennt sich jemand aus mit dem Thema "Hunderettung in Rumänien"!
    Würde mir gerne einen Hund holen, aber da hört man ja ganz schlimme sachen.
    Bin mich jetzt nicht sicher, ob ich damit einen großem Betrug unterstütze oder wirklich etwas sinnvolles tue!
    Freue mich über Antworden, hat jemand sich damit beschäftigt?
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  2. #2
    Flora

    Standard AW: Veganer werden?!?

    Bob, du bist bisschen off topic, oder?!
    Mit Hunderettung in Rumänien kenn ich mich nicht aus. Aber in unseren Tierheimen sitzen sehr viele liebe Vierbeiner, die einen Anschluss suchen....
    Wär das nicht auch eine Überlegung?

  3. #3
    Angelus

    Standard AW: Veganer werden?!?

    Ich bin der Meinung das man immer erst vor der eigenen Haustür kehren sollte. :cool:
    Kann ich Flora also 100% zustimmen.

  4. #4
    tripnotic

    Standard AW: Tiere aus dem Ausland

    ihr habt schon recht, es gibt sehr viele hunde in den tierheimen in der umgebung. wenn ich später mal die wahl habe, würde ich mir allerdings auch eher einen hund aus dem ausland aus einer tötungsstation holen wollen, als einen aus einem näheren tierheim. auch wenn sie eingesperrt sind, haben viele tiere in unseren tierheimen ein bisschen besseres leben als in fremdländischen tierheimen geschweige denn tötungsstationen.

    wenn ich einmal groß bin würd ich mir auch gern einen hund aus spanien holen. am besten noch einen dreibeinigen, denn die bekommen noch seltener einen platz.

    zu hunderettung aus rumänien kann ich allerdings nichts sagen.

  5. #5
    Chimera

    Standard AW: Tiere aus dem Ausland

    Bevor man einen Hund zu sich nimmt, sollte man IMMER vorher testen, ob es das geeignete Tier ist (durch Spaziergänge, Besuche u.s.w.)

    Speziell ausländische Tierheimtiere haben oftmals psychische Probleme, ganz zu schweigen von dem Gesundheitszustand. Einen solchen Hund extremen Stress mit Transport, Flug, neues Umfeld u.s.w. zuzumuten ist mit Sicherheit schwerlich mit dem Tierschutzgedanken vereinbar, darüber hinaus kennt man das Tier nur von Bildern und Beschreibungen - wie es sich innerhalb der Familie oder einer normalen Wohnumgebung verhält kann man nicht wissen. Solche Hunde werden dann zu Wanderpokalen.

    Nicht nur Tierheime hierzulande (in denen oftmals überwiegend große oder kampfhundänliche Hunde angeboten werden) bieten heimatlose Tiere, auch in regionalen Anzeigeblättern sieht man immer zig Anzeigen, in denen Menschen ihre Hunde privat gut vermitteln möchten.

  6. #6
    samito

    Standard AW: Tiere aus dem Ausland

    Also ich kenn mich damit nicht wirklich aus, wäre aber sehr vorsichtig, bzw würde mich einfach wahnsinnig gut erkundigen. Ist das gleiche mit Adoptionen aus dem Ausland, da kann man nie ganz sicher sein, wie das wirklich abläuft, obwohl die Sache an sich natürlich gut ist.

    Falls du noch nie einen Hund hattest, will ich dich nur davor warnen, einen Hund mit schlimmer Vergangenheit zu nehmen. Die Tiere verhalten sich im Tierheim (oder sonst wo) immer anders, als später, wenn sie bei dir zu Hause sind, d.h. du kannst eigentlich nicht abschätzen, was für Verhaltensauffälligkeiten der Hund eigentlich hat.
    Ich will es dir auch nicht ausreden, wie gesagt, das ist eine wunderbare Sache, aber ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass schon ein Hund aus einem "normalen" österreichischen Tierheim nicht immer leicht ist.

    Alles Liebe

  7. #7
    Cavia aperea

    Standard AW: Tiere aus dem Ausland

    Ich schließe mich meinen Vorpostern- besonders Chimera- an.
    Die Aufnahme von Tieren aus dem Ausland halte ich für ein zweischneidiges Schwert. Klar ist es gut, einem Tier aus schlimmen Zuständen ein neues Heim zu geben (und die Zustände dort sind sicherlich um einiges schlimmer als in unseren Tierheimen)- allerdings gibt es auch hier soviele Tiere, die auf ein Zuhause warten und ich persönlich fände es sinniger, vor Ort durch Kastrationen etc. der Vermehrung entgegen zu wirken (auch wenn ich jetzt dafür geschlagen werde). Wenn man bedenkt, wieviele Tiere man für das Geld, was für Behandlung vor Ort, Transport, Quarantäne etc. investiert wird, kastrieren könnte- fände ich das langfristig sinniger.
    Auch habe ich schon sehr oft von meiner Freundin, die im Tierheim arbeitet gehört, dass Tiere, die aus entsprechenden Länder rüber geholt wurden, schließlich ins Tierheim hier abgeschoben wurden, weil sie einfach nicht in die Familie integriert werden konnten.

  8. #8
    tripnotic

    Standard AW: Tiere aus dem Ausland

    ja, ihr habt schon recht...

    bekannte haben sich einen welpen aus einer tötungsstation geholt. bei einem welpen ist noch nicht soo viel "verhaut" wie bei einem größeren hund.

    was haltet ihr davon, einen hund aus dem ausland als zweithund zu einem schon eingesessenen zu holen? der hund würde sich eventuell leichter tun.. aber wissen kann man das ja sowieso nie, auch bei heimischen tierheimen nicht.

  9. #9
    Tanja

    Standard AW: Tiere aus dem Ausland

    Hallo,
    man sollte hier auf jeden Fall unterscheiden zwischen ausgewachsenen Hunden, die evt. schon eine Zeit als Straßenhund (evt. sogar mit dem menschen als Feind) hinter sich haben und ähnlichen mit schlimmer Vergangenheit und jungen Hunden, die aus dem Ausland hierher kommen. Zum einen decken die jungen Hunde hier eine "Nachfrage" in Tierheimen ab, die durch diese natürlich normalerweise nicht "gedeckt" würde und zum anderen sind gerade sie es, die von Leuten aufgenommen würden, die sich sonst eher einen Hund beim Züchter "kaufen" würden. Seriös arbeitende Organisationen schicken i.d.R. auch keine nicht in unsere Gesellschaft integrierbaren Straßenhunde etc. hierher sondern kümmern sich primär um Kastrationen - aber die Welpen sind es ja oft, die dabei mit eingefangen werden und dann, nach einem Leben in der lokalen Auffangstation, eh kaum noch in der Lage sind, auf der Straße zu überleben. Die hierher zu schicken, solange es da noch aufnahmewillige Leute gibt, finde ich also durchaus legitim - zudem decken die Leute vor Ort ihre Kosten, die durch Kastrationen etc. entstehen, oft zumindest zum Teil durch die Vermittlungsgebühren.
    So, zu dieser rumänischen Organisation kann ich nun nichts sagen.
    Anmerkung zu "speziell ausländische Tiere haben oft psychische Probleme": das kann ich aus meiner mittlerweile 11-jährigen Erfahrung in der Arbeit mit Tierheimtieren (speziell verhaltensauffälligen) nicht bestätigen. Es kommt auch hier darauf an, wo das betr. Tier vorher gelebt hat, wie es sozialisiert wurde etc. Hunde aus dem Süden haben z.B. ein meist deutlich besseres Sozialverhalten gegenüber Artgenossen als deutsche Hunde und Streß durch Flug etc. läßt sich mit einem Beruhigungsmittel und anschließender guter Betreuung gut mildern (die meisten Hunde haben auch Streß, wenn sie zum Tierarzt müssen - trotzdem käme kaum jeman dauf die Idee, seinem Hund den nicht zuzumuten, wenn es nun mal nötig ist). Man sollte also auf keinen Fall hier zu pauschal werden.

    Tanja

    Edit: ein guter Indikator für seriöses Arbeiten der jeweiligen Organisation ist, ob die Vermittlungstiere kastriert sind (kranke, ganz junge und alte ausgenommen). Danach sollte man sich immer richten, ebenso sollte man natürlich nach Impfungen und Tests auf Krankheiten fragen. (habe nämlich gleich beim Aufmachen der ersten Webseite jede Menge erwachsene unkastrioerte Hunde gesehen)

  10. #10
    ManekiNeko

    Standard AW: Tiere aus dem Ausland

    Nur ein kurzer Beitrag meinerseits: Ich habe einen Hund aus Spanien, sie ist mit 7 Monaten aus Spanien nach Deutschland gekommen... organisiert hat das ganze das Albert Schweitzer Tierheim (das ganz nebenbei auch noch ein Tierheim ohne Gitter ist, was ich auch sehr begrüße)
    "speziell ausländische Tiere haben oft psychische Probleme"
    dem kann ich in meinem Fall zustimmen. Meine Kleine hat angst vor kleinen Kindern sowie großen, kräftigen Männern. Scheinbar wurde sie von denen einmal misshandelt (vermutlich mit langen Stöcken oder Angeln, davor hat sie nämlich auch angst). Aber durch Vertrauen und die Hilfe einer Hundeschule arbeiten wir daran und es wird immer besser. Und noch etwas: Dadurch dass sie ein Straßenhund war frisst sie bis sie platzt und hört auch nicht vorher auf ;)
    Natürlich ist es nicht der Regelfall dass Hunde aus dem Ausland einen "Knacks" haben, aber man muss definitiv damit rechnen...

    Edit: Man sollte sich übrigens nicht 100 Prozent auf die Beschreibung des Tierheims verlassen und wirklich schauen ob der Hund zur Familie passt (Besuche, spazieren gehen, gegenseitiges beschnuppern). In der Beschreibung meines Hundes stand beispielsweise sie sei kinderfreundlich - was ja wie oben beschrieben absolut nicht zutrifft.

  11. #11
    Chimera

    Standard AW: Tiere aus dem Ausland

    Ich bin ja nun selbst aus dem östlichen Europa und habe nun mittlerweile den 5ten Hund aus osteuropäischen Tierheimen, der auf Umwegen durch deutsche Familien zu mir gekommen ist.
    Die Hunde aus diesen Gefilden unterscheiden sich in einem grundlegenden Punkt von deutschen Tierheimhunden: Hierzulande gibt es praktisch keine Straßenhunde, wärend dort der Großteil der Tierheimhunde entweder halbwild war, oder ein Leben außerhalb des Hauses geführt hat.
    D.h. man bekommt einen Hund, der höhstwahrscheinlich in seinem Leben nie Auto gefahren ist, nie in einer Großstadt unterwegs war, nie Fahrstuhl gefahren ist, nie Treppen laufen gelernt hat u.s.w.
    Hinzu kommt, dass speziell Straßenhunde nicht gern gesehen werden, d.h. schlechte Erfahrungen mit Menschen und Kindern kommen oftmals auch hinzu.

    Wenn man dann als Familie oder Hundeanfänger einen solchen Hund übernimmt, bei dem es zig erzieherische Baustellen gibt, dann macht sich Verzweiflung breit.
    Da nützt die beste Sozialisierung nix, wenn das Tier vor alltäglichem Angst hat. Ich habe schon Wracks erlebt, bei denen nur noch die Einschläferung Sinn machte - und diese Tiere wollte man ahnungslosen Hundeanfängern andrehen.
    Ich hatte 2 Jahre einen ungarischen Straßenhund im Garten leben, der praktisch wild war. Und diesem Tier wurde der Weg ins Ausland zugemutet, danach eine Wanderung durch 2 Pflegestellen und 2 Familien. Denn er war klein, wuschelig, süß - und wurde auch so im Internet vorgestellt, samt knuddeligen Hundebild.

  12. #12
    Bob23

    Standard AW: Tiere aus dem Ausland

    Hallo,
    danke für die vielen Beiträge!
    Allerdings finde ich es nicht richtig, einen Hund einzuschläfern, nur weil er ein "Wrack" ist und nunmal vor dem "Alltäglichen" Angst hat. Einen Menschen bringt man auch nicht um, wenn er psychisch gestört ist. Tja das ist eben meine Meinung! Es ist allgemein ein bisschen schwierig (auch für mich, deswegen habe ich ja nach Meinungen gefagt) das ganze so sachlich zu betrachen, schließlich leiden die Tiere jeden Tag.
    Ich bedanke mich bei allen recht herzlich für die Beiträge!
    Liebe Grüße

  13. #13
    FrauLehmann

    Standard AW: Tiere aus dem Ausland

    hallihallo da muss ich mich wohl auch mal zu Wort melden
    Also grundsätzlich gibt es nicht "den" Hund aus dem Ausland, sei es nun Rumänien oder sonst ein Land - es kommt immer ganz darauf an, wie Hunde dort gelebt haben, ob schon auf der Straße geboren, ob erst in einer familie und dann ausgesetzt oder, oder..
    Aus diesem Grunde kann man auch keine verallgemeineren Aussagen darüber treffen, wie solche Hunde sind in Bezug auf Sozialverhalten, Krankheitsanfälligkeit o ä.

    Zum Thema "Es gibt hier genug Tiere in unseren Th kann ich nur sagen: Tierschutz sollte nicht an einer Grenze aufhören -Leute, die dieses unglaubliche Leiden und Elend nicht selbst gesehen haben, können sich kaum vorstellen, wie die Tiere dort leben und leiden!
    Vieler "sogenannter Tierheime in Ost- und Südeuropa kann man nun absolut nicht mit den hiesigen vergleichen- oftmals sind es wirklich nur Tötungsstationen, in die die Tiere verbracht werden, damit sie auf der Straße ( die Touris ) nicht stören.

    Die seriösen Orgas unterstützen in den dortigen Ländern den Tierschutz mit Kastrationsaktionen und haben hier in Deutschland Pflegestellen bzw. wie hier bei uns sogar ein sog. "Gasthaus für Tiere- so kann man ein Tier erst einmal kennenlernen und sich dann entscheiden, ob die Chemie passt- das kann man z. b nicht, wenn man nur ein Foto im Internet sieht.
    Wenn du also vorhast einem Hund aus dem Ausland ein Zuhause zu schenken, dann kann ich dir zu dieser Variante raten ! Bei Bedarf kann ich dir mit Adressen weiterhelfen.
    Wenn du dich etwas vorbereiten möchtest, kann ich dir das Buch "Einwanderer auf 4 Pfoten" sehr empfehlen !!!

    PS. ich habe seit über 6 Jahren eine wunderbare Hündin aus Spanien, und außerdem seit gut 4 Jahren eine kleine süße Hündin aus einem deutschen Tierheim.

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