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Thema: alles zum Thema "Honig"

  1. #101
    Benutzer Vegetarier und Veganer Vegetarierforum.com ist ein Treffpunkt für Vegetarier und Veganer.
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    Standard AW: Honig

    Was bleibt, ist das Signal, dass Tiere "nutzbar" sind.
    Und wie hier irgendwo auch steht, gibt es Leute, ja gar Veganer, die Tiere für nutzbar halten.

    Nehmen wir den ungesunden Rohr- und Rübenzucker mal aus dem Programm und fragen uns, was als Alternative für Küche und Industrie bleibt. Honig? Reine Fructose? Damit kann man den weltweiten Bedarf an Süssem sicher nicht decken.
    Nun den Bedarf daran decken kann man vielleicht nicht für alle. Aber für einige schon.
    Und wenn es mit weniger Tierleid verbunden ist oder besser für die Umwelt (oder einfach weil jeder Entscheidungsfreiheit hat), warum sollte man es nicht tun?

    Allerdings glaube ich nicht, dass sich der Verzicht auf Tierleidprodukte mit einer Küche ohne Geschmacksträger gut bewerben lässt, genausowenig wie durch den Verzicht auf elektrischen Strom, Holz, Kupfer, Plastik...
    Wohl wahr. Nur sind viele dieser Dinge vermeidbar.
    Wenn ich nach der Argumentation mancher Veganer gehe, kann ich guten Gewissens jeden Veganer als Mörder/Tierleidverursacher etc. beschimpfen da er nicht alles vermeidet was vermeidbar ist.

    Würde man statt Monokulturen Platz für Schmetterlinge, Hummeln und Wildbienen schaffen
    Würde...
    Falls es je eintreten sollte, dass alle vegan werden, würden evtl. erstmal weniger Felder benötigt und somit weniger Bienen. Aber man würde nicht umgekehrt erst die Bienen abschaffen/ersetzen. Für vegane Ernährung braucht man zwar weniger Land, heisst aber nicht, dass dann alle Felder in blühende Wiesen verwandelt werden. Vielleicht werden die dann einfach zur Biomasseerzeugung genutzt oder sonstwas.
    Honig spielt für Veganismus kaum eine Rolle . Der Verzicht darauf wird noch um einiges mehr belächelt als der Verzicht auf Fleisch, Eier, Milch. Mir wäre zumindest noch kein Veganstand oder Demo aufgefallen wo auf die Ausbeutung der Bienen hingewiesen wird. Hat sicher seine Gründe.

  2. #102

    Standard AW: Honig

    ich schätze die gründe sind, dass das die meisten am wenigsten überzeugen würde und als absurd angesehen werden würde etc. aber nur weil es der kleinste oder vllt kann man sagen nicht ganz so wichtige faktor ist, heisst es ja nicht, dass man ihn weglassen kann.
    Ich seh' das Töten eines Tieres, die Reaktion eines Kindes, ich sehe was normal ist, und frage mich wer blind ist... (Albino-Kein Frieden)

  3. #103

    Standard AW: Honig

    Zitat Zitat von hareigev Beitrag anzeigen
    Nur am Rande: Mit gentechnisch veraenderten Pflanzen hat sich noch niemand vergiftet. Viel entscheidender als eine allfaellige Kontamination von Honig mit Pollen von gentechnisch veraenderten Pflanzen ist:
    Schade, dass du scheinbar nicht gegen Agro-Gentechnik bist, denn gerade Bio-Imker sind ja die Vorreiter im Kampf gegen die Gentechnik.


    http://www.bioimkerhonig.de/keine-agro-gentechnik/

    http://www.gendreck-weg.de/

    http://youtube.com/watch?v=vMLJi9efcFs
    http://youtube.com/watch?v=Ud1cyJE5EPc
    http://youtube.com/watch?v=FOGG_osOoVg

  4. #104

    Standard AW: Honig

    Zitat Zitat von Sankari Beitrag anzeigen
    Wenn ich nach der Argumentation mancher Veganer gehe, kann ich guten Gewissens jeden Veganer als Mörder/Tierleidverursacher etc. beschimpfen da er nicht alles vermeidet was vermeidbar ist.
    Noch mal extra für Dich:
    http://www.ethik-portal.de/index.php...d=280&Itemid=1

    Zitat Zitat von Sankari Beitrag anzeigen
    Würde...
    Falls es je eintreten sollte, dass alle vegan werden, würden evtl. erstmal weniger Felder benötigt und somit weniger Bienen.
    Warum gehst Du nur auf den ersten Teil meiner Aussage ein?
    Das, das wäre und sein könnte/würde, liegt doch in Deiner Hand:
    ...Und wenn das nicht gegeben ist und man Bienen auswildern "muss", dann sollten es vielleicht keine Hochleistungshybriden sein, sondern ganz normale Wildbienen, die man ansiedelt und in Ruhe lässt.

    Das bedeutet, dass man als Honigkonsument das Signal senden kann, Tiere wären "nutzbare Nahrungslieferanten", oder man lässt es. Dass jedes solcher Signale eine Brücke zur "Nutzbarkeit" anderer Spezies setzt (Alibifunktion), ist vielen Menschen klar.
    Schon deshalb unterlassen sie es, Honig zu konsumieren. Und wenn man Schellläuse aus Naturschutzgründen nachzüchten würde, gäbe es dennoch keinen Grund, ihre Pipi zu vernaschen...
    Deine Aussage, es gäbe Veganer, die Tiere für "nutzbar" halten, ist schlichtweg falsch. Wer Tiere für "nutzbar" hält, achtet sicher nicht konsequent darauf, Tierprodukte zu boykottieren.

    Zitat Zitat von Sankari Beitrag anzeigen
    Der Verzicht darauf wird noch um einiges mehr belächelt als der Verzicht auf Fleisch, Eier, Milch. Mir wäre zumindest noch kein Veganstand oder Demo aufgefallen wo auf die Ausbeutung der Bienen hingewiesen wird. Hat sicher seine Gründe.
    Was jemand belächelt, und wie man das aufnimmt, ist doch eine Frage des inviduellen geistigen Horizontes.
    Aber auch ich würde das Leid von Bienen nicht mit dem höher entwickelter Tiere gleichstellen.
    Das heißt aber nicht, das ich sie deshalb ausbeuten, bzw. "nutzen" muss.
    Geändert von Schlunz (09.01.2009 um 01:32 Uhr)

  5. #105

    Standard AW: Honig

    Zitat Zitat von Schlunz Beitrag anzeigen
    Ich wiederhol mich an dieser Stelle mal:
    Industriell werden sicherlich jeden Tag mehr Tonnen Zucker verarbeitet, als Honig in einem Monat.
    Du hast scheinbar immer noch nicht kapiert, dass Honig nur einen verschwindenden Teil des Nutzens der Imkerei ausmacht. Es geht bei Honig nicht darum, Zucker zu ersetzen, sondern darum, dem Imker fuer seine wertvollen Dienste einen Ertrag zu bringen.

    Honig von "besonders bienenfreundlichen" Imkern hat hier somit den Status der vermeintlich "glücklichen Hühner" von der Oma, deren paar Eier sicher sicher nicht in Relation zur Eierindustrie stehen.
    Der kleine Unterschied ist, dass 95% der Imker dies hobbymaessig tun, hingegen nicht 95% der Eierproduzenten liebe Omas sind. Zudem ist wie gesagt Honig nicht der Hauptnutzen der Imkerei, sondern die Bestaeubung von Natur und Landwirtschaftskulturen. Mit dem Kauf von Honig unterstuetzt man in erster Linie dies.

    Was bleibt, ist das Signal, dass Tiere "nutzbar" sind.
    Nein. Was bleibt ist, dass das Zusammengehen von Mensch und Tier positiv sein kann fuer alle: Die Bienen kriegen Nahrungsmittelsicherheit, ein gepflegtes Zuhause und medizinische Versorgung. Dass die teilweise zugefuetterte Zuckerloesung unnatuerliche Nahrung ist, ist mit Sicherheit auch nicht schlimmer als die vegane Ernaehrung einer Katze oder eines Hundes. Und dort seid ihr komischerweise auch nicht so hysterisch. :confused:

    Nehmen wir den ungesunden Rohr- und Rübenzucker mal aus dem Programm und fragen uns, was als Alternative für Küche und Industrie bleibt. Honig? Reine Fructose? Damit kann man den weltweiten Bedarf an Süssem sicher nicht decken.
    Ich wiederhole mich auch gerne noch einmal: Bei der Imkerei geht es nicht um die Deckung des Bedarfes an Suessem, sondern in erster Linie um die Reduktion des benoetigten Landwirtschaftsgebietes und damit um die Vermeidung von zig Milliarden Insektizidopfern.

    Würde man statt Monokulturen Platz für Schmetterlinge, Hummeln und Wildbienen schaffen
    Ja! Und wenn wir uns dann irgendwann mal alle nur noch ganz ganz lieb haben - ohhh, das waere sooo schoen!

    Die ganze Naturschutz- und Pestizidargumentation ist lediglich Vorwand, Tiere als "nutzbar" anzusehen.
    Das ist eine haltlose Behauptung. Imkerei kann man durchaus als die Ausnahme ansehen, welche die Regel bestaetigt. Es ist halt objektiv nun mal so, dass das Zusammengehen von Mensch und Tier in diesem Fall fuer alle Seiten Vorteile hat.

  6. #106

    Standard AW: Honig

    Zitat Zitat von Michael Beitrag anzeigen
    Schade, dass du scheinbar nicht gegen Agro-Gentechnik bist, denn gerade Bio-Imker sind ja die Vorreiter im Kampf gegen die Gentechnik.
    Zu Agro-Gentechnik muesste man einen eigenen Thread eroeffnen. Das ist alles nicht ganz so einfach. ;)

  7. #107

    Standard AW: Honig

    Zitat Zitat von hareigev Beitrag anzeigen
    Du hast scheinbar immer noch nicht kapiert, dass Honig nur einen verschwindenden Teil des Nutzens der Imkerei ausmacht. Es geht bei Honig nicht darum, Zucker zu ersetzen, sondern darum, dem Imker fuer seine wertvollen Dienste einen Ertrag zu bringen.
    Den Ertrag bringen die Bienen. Was bekommen sie für ihre "wertvollen Dienste"? Eine Zuckerlösung.
    Ich denke, wenn es darum ginge, dass es zuwenig bestäubende Insekten gäbe, würde der Mensch auch ohne Honig eine Lösung finden.
    Keine Naturschutzmassnahme läuft über Ertrag. Naja... Jäger sehen sich auch als Naturschützer...
    Es gibt noch viel zu tun...

    Zitat Zitat von hareigev Beitrag anzeigen
    Dass die teilweise zugefuetterte Zuckerloesung unnatuerliche Nahrung ist, ist mit Sicherheit auch nicht schlimmer als die vegane Ernaehrung einer Katze oder eines Hundes. Und dort seid ihr komischerweise auch nicht so hysterisch.
    Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun?
    Ob ich einem Tier etwas weg nehme, oder ob ich ein Tier für ein anderes Tier töte, sind völlig verschiedene Kriterien.
    Wenn Du so grottig argumentierst, solltest Du noch mal offline gehen und reflektieren, bevor Du hier weiterschreibst.

    Zitat Zitat von hareigev Beitrag anzeigen
    Ich wiederhole mich auch gerne noch einmal: Bei der Imkerei geht es nicht um die Deckung des Bedarfes an Suessem, sondern in erster Linie um die Reduktion des benoetigten Landwirtschaftsgebietes und damit um die Vermeidung von zig Milliarden Insektizidopfern.
    Es geht um Honigwirtschaft, darüber definiert sich die Imkerei, im Vergleich zum Aushängen von Insekten-Nistkästen und Bienenstöcken, die man in Ruhe lässt.
    Und wenn man Rinder auswildert und sie melkt, betreibt man Milchwirtschaft.
    Die Manipulation von Insekten kann man nicht mit der Manipulation höher entwickelter Tiere vergleichen, doch man kann auch nicht Naturschutz mit ertragbringender Wirtschaft verwursten.
    Allein der Umstand, dass zwecks Honiggewinnung die Manipulation der Tiere über die von Dir genannten Aspekte hinausgeht, reicht Veganern, auf dieses Produkt zu verzichten.
    Ob Du das nun verstehst, oder nicht.

  8. #108

    Standard AW: Honig

    Ich hab jetzt schon oefters gelesen, dass Honig "tierfreundlicher" als anderer Zucker ist. Aber wenn in der Praxis die Bienen Zuckerloesung als Honigersatz bekommen, dann muss man dafuer doch erstmal Zucker aufwenden. Damit ist Honig so umwelt/wasweissich-feindlich wie Zucker und Honig zusammen.

    Und auch 95% Hobbyimker werden sich mal informieren und wenn sie das anhand solcher Buecher, wie dort zitiert, geschieht, dann ist nicht mit Zustaenden, wie auf der Bioimkerseite beschrieben, zu rechnen.

    Es mag in Amerika schlimmer zu gehen als hier. Aber die unterstuetzen, die es nicht so boese machen, wie die anderen, mag ich auch nicht unbedingt. Muss ich mich mit Bio-Fleisch, -Milch und -wasweissich vollstopfen, um mich fuer Tiere einzusetzen? Pflanzen essen waere ja geradezu unethisch.

    und wer mal chatten will: http://veganchat.ve.ohost.de/javachat (wir reden auch mit vegetariern)

  9. #109

    Standard AW: Honig

    Ich hab jetzt schon oefters gelesen, dass Honig "tierfreundlicher" als anderer Zucker ist. Aber wenn in der Praxis die Bienen Zuckerloesung als Honigersatz bekommen, dann muss man dafuer doch erstmal Zucker aufwenden. Damit ist Honig so umwelt/wasweissich-feindlich wie Zucker und Honig zusammen.
    Mein Imker lässt ein Teil des Ertrages für die Bienen zurück. Jeder Mensch ist in der Lage, seinen Arsch hochzubewegen und sich selbst ein Bild von der Art der Bienenhaltung zu machen.
    Also auf zu den nächsten Bioimkern und nachfragen: Ich habe jetzt an zig Orten in Deutschland gewohnt und noch überall einen gefunden, der keine Zuckerlösung als Ersatz anbietet.
    Faulheit ist keine Entschuldigung.

    edit: Übrigens, auch auf Zuckerlösung überwinternde Bienen brauchen ca. 25 kg Ersatzlösung. 35 kg Honig werden dagegen geerntet. D.h. so oder so ist Honig umweltfreundlicher als Zucker, denn was man an Zucker "reinsteckt" bekommt man zu 100% zurück + zusätzliche Ausbeute.
    Geändert von Chimera (11.01.2009 um 21:01 Uhr)

  10. #110

    http://youtube.com/watch?v=vMLJi9efcFs
    http://youtube.com/watch?v=Ud1cyJE5EPc
    http://youtube.com/watch?v=FOGG_osOoVg

  11. #111

    Standard AW: Honig

    Zitat Zitat von Chimera Beitrag anzeigen
    edit: Übrigens, auch auf Zuckerlösung überwinternde Bienen brauchen ca. 25 kg Ersatzlösung. 35 kg Honig werden dagegen geerntet. D.h. so oder so ist Honig umweltfreundlicher als Zucker, denn was man an Zucker "reinsteckt" bekommt man zu 100% zurück + zusätzliche Ausbeute.
    Hättest du da für Nichtbiologen eine Quelle?

  12. #112

    Standard AW: Honig

    Zitat Zitat von Chimera Beitrag anzeigen
    edit: Übrigens, auch auf Zuckerlösung überwinternde Bienen brauchen ca. 25 kg Ersatzlösung. 35 kg Honig werden dagegen geerntet. D.h. so oder so ist Honig umweltfreundlicher als Zucker, denn was man an Zucker "reinsteckt" bekommt man zu 100% zurück + zusätzliche Ausbeute.
    Rischtisch.
    Bienen brauchen unbedingt Zuckerlösung zum Überwintern.
    Und Zucker läßt sich selbstverständlich 1:1 durch Honig ersetzen.
    :rolleyes:

    Die umweltfreundlichere Variante ist, sich die 25kg zu sparen und die 35kg dort zu lassen, wo sie hingehören ;)

    Julia, was genau benutzt du als Zuckeralternative für Backwaren etc?
    (Ich habe verstanden, dass du keinen Haushaltszucker im Haushalt hast,
    seit Jahren schon nicht mehr. Vielleicht ist von deinen Alternativen das
    ein oder andere brauchbare für Veganer dabei )
    ---
    Satzzeichen sind keine Rudeltiere???!!!!....??!!?!!....!!!?!!???!!!?..

  13. #113

    Standard AW: Honig

    Zitat Zitat von Linda Beitrag anzeigen
    Julia, was genau benutzt du als Zuckeralternative für Backwaren etc?
    (Ich habe verstanden, dass du keinen Haushaltszucker im Haushalt hast,
    seit Jahren schon nicht mehr. Vielleicht ist von deinen Alternativen das
    ein oder andere brauchbare für Veganer dabei )
    Ja Chimera, bzw. Julia, das würde mich auch sehr interessieren... ;)

  14. #114

    Standard AW: Honig

    Ahornsirup vielleicht? :confused::confused::confused:

  15. #115

    Standard AW: Honig

    Ich backe generell wenig süßes, war noch nie mein Fall. Wenn in der Vorweihnachtszeit unser Pfegekind da ist, gibts Apfel-Honig-Plätzchen oder einen zuckerfreien Bananen-Schoko-Kuchen.

  16. #116

    Standard AW: Honig

    Zitat Zitat von Cdh Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Chimera Beitrag anzeigen
    edit: Übrigens, auch auf Zuckerlösung überwinternde Bienen brauchen ca. 25 kg Ersatzlösung. 35 kg Honig werden dagegen geerntet. D.h. so oder so ist Honig umweltfreundlicher als Zucker, denn was man an Zucker "reinsteckt" bekommt man zu 100% zurück + zusätzliche Ausbeute.
    Hättest du da für Nichtbiologen eine Quelle?
    Lorem Ipsum.

  17. #117

    Standard AW: Honig

    Entschuldige, das hatte ich übersehen.

    Diese Angaben standen auf der verlinkten Seite.

  18. #118

    Standard AW: Honig

    Zitat Zitat von Schlunz Beitrag anzeigen
    Den Ertrag bringen die Bienen. Was bekommen sie für ihre "wertvollen Dienste"? Eine Zuckerlösung.
    Und eine Behausung. Und medizinische Versorgung. Und Nahrungssicherheit fuer den Fall, dass der Stock gepluendert wird. Zudem: Zumindest nach Schweizer-Imker Richtlinien essen die Bienen im Sommer Honig. Im Winter, wenn die Bienen den Stock nicht verlassen, kann es sein, dass man aus verschiedenen Gruenden Zuckerloesung zufuettert. Unter anderem ist Zuckerloesung aermer an Balaststoffen. Im Extremfall kann es sein, dass Bienen, die im Winter zu viel Honig haben, in ihrer eigenen Scheisse verrecken (bzw. den ethisch voll korrekten Weg ins Jenseits antreten).

    Ich denke, wenn es darum ginge, dass es zuwenig bestäubende Insekten gäbe, würde der Mensch auch ohne Honig eine Lösung finden.
    Die Realitaet zeigt, dass du falsch liegst. Das System in den USA ist in dramatischer Weise kollabiert... Aber traeum mal schoen weiter. :rolleyes:

    [QUOTE]Keine Naturschutzmassnahme läuft über Ertrag. [/QUOTE-
    Das ist derartiger Schwachsinn, dass man kaum mehr weiss was sagen. Natuerschutz ist im Gegenteil nur dann erfolgreich, wenn der Ertrag (z. B. Oeketourismus, Honig) stimmt. Das Fressen kommt vor der Moral.

    Naja... Jäger sehen sich auch als Naturschützer...
    Ohne Entschaedigungszahlungen von Jaegern an Landwirte wuerden z. B. Wildschweine tatsaechlich als reine Kulturschaedlinge betrachtet...

    Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun?
    Ob ich einem Tier etwas weg nehme, oder ob ich ein Tier für ein anderes Tier töte, sind völlig verschiedene Kriterien.
    In beiden Faellen (vegane Katze, Zuckerloesung essende Biene) ist die Nahrung nicht natuerlich, was du bei der Biene ganz ganz schlimm findest und bei der Katze komischerweise nicht. Aus der perspektive des Tieres, und darum geht es doch, sind deine Kriterien egal. Eine Katze interessiert sich nicht fuer veganes Gutmenschentum.

    Wenn Du so grottig argumentierst, solltest Du noch mal offline gehen und reflektieren, bevor Du hier weiterschreibst.
    Sagt jemand, der schlunziges Argumentieren zum Programm macht. :rolleyes:

    doch man kann auch nicht Naturschutz mit ertragbringender Wirtschaft verwursten.
    Man muss sogar, wenn man langfristig erfolgreich Naturschutz betreiben will. Das Fressen kommt vor der Moral.

  19. #119

    Standard AW: Honig

    Zitat Zitat von Grasblut Beitrag anzeigen
    Damit ist Honig so umwelt/wasweissich-feindlich wie Zucker und Honig zusammen.
    Im Sommer muessen 0% des entnommenen Honigs durch Zucker ersetzt werden. Die Rechnung stimmt also mal von vornherein nicht. Kommt dazu, dass Honig+Zucker weit weniger schlimm ist als Zucker allein, denn durch Honig wird viel Gutes getan. Honig ist alles andere als schlimm und kann die negativen Aspekte der Zuckerloesung mehr als kompensieren.

  20. #120

    Standard AW: Honig

    das fressen vor der moral? passt irgendwie nicht- ich glaube nicht, dass ich für honig meine moral hinten anstellen würde. wow, hier wird ja eine riesen sache aus honig gemacht, die weltindsutrie bricht zusammen usw. das glaube ich ist totaler quatsch- man kann alles in der ernährung ändern, dann halt anderes/moralischeres anbauen/erwirtschaften.
    also ich für mich habe aus dem gespräch jetzt rausgelesen, dass ich keinen honig mehr essen will(tu ich ja eh nicht) und ich finde es überhauot nicht unangebracht das aus ethischen gründen zu tun. der honig gehört der biene- und egal wie selten da mal eine zerquetscht wird oder dass auch beim salat mal ein käfer draufgeht (wobei der salat kein produkt des käfers ist)- es kann halt immer zu nachteilen kommen- und in der gewichtunge halt keinen honig mehr zu essen und dafür sicher zu sein, lohnt es sich für mich.
    honig ist für mich (wenn man das bei einem besagten bio imker kauft der wirklich wie es auf der seite steht handelt) sozusagen zwar an unterster stelle zum weglassen, aber trotzdem- hört sich schon fast so an als wird man fertig gemacht dafür. bei ersatzprodukten wird in dem sinne nunmal kein produkt weggenommen (perfekt kann man nicht sein hinsichtlich insekten dann könnte man nix mehr essen) - deswegen sehe ich die als besser an. dieser kampf mit den fakten-natürlich findet jeder welche für seine seite..tz..ich hab mir da mein bild gemacht und finde es nachvollziehbar.
    auch wenn es nicht das, ich nenn es mal unethischtes ist (fleisch, milch, eier, leder usw. = schlimmer und unethischer), sehe ich doch einen sinn drauf zu verzichten (mal ein bisschen was vom super perfekten bioimker kann meinetwegen ja mal jmd essen aber da ich es nicht brauch und es doch nachteile geben kann, lass ich es eben weg.)
    und von wegen schutz usw- jedes tier ist auf sich gestellt in der freiheit glücklicher.
    Ich seh' das Töten eines Tieres, die Reaktion eines Kindes, ich sehe was normal ist, und frage mich wer blind ist... (Albino-Kein Frieden)

  21. #121

    Standard AW: Honig

    Was bist du, die Tierflüsterin? Wenn ich solche unbelegten Biene-Maja-Fantasien schon lese gruselts mich. Und nur weil sich in der Welt nichts ändert (und zwar wirklich nichts), weil du auf ein Glas Honig im Jahr verzichtest, ändert das nichts daran, wie wichtig dieser Wirtschaftszweig für die Aufrechterhaltung der übrigen Landwirtschaft ist.

  22. #122

    Standard AW: Honig

    ne glaub nich dass ich ne tierflüsterin bin-hatte ich zumindest noch nicht bemerkt..das is es doch grade jeder sagt es bringt nix und macht nix und genau deswegen passiert nix..aber zum glück gibt es ja menschen die es trotz des tropfens auf dem heißen stein machen und grade dadurch ändert sich dann eben doch was ;) zB je mehr menschen kein fleisch essen, desto weniger tiere müssen gehalten/geschlachtet werden. würde eine auwrikung direkt sichbar oder so würden sich vllt viel mehr die mühe machen..
    warum so aufgeregt? wenn jmd. keine teddybären kauft ist es dann auch schlimm weil die teddybärenbranche zusammenbricht? ich sag ja nicht, dass es einfach so wegfallen kann- sowas wäre ein langer prozess und eine umstellung.
    kannst du mal genau erläutern wieso der wirtschaftszweig für die anderen zur aufrecht erhaltung wichtig ist? ich sag ja-nicht weglassen sondern umstellen/ersetzen etc.
    natürlich bringt das was..und ein mensch isst nicht nur ein glas im jahr.
    man sollte zudem seine einstellung leben, das, was man für richtig hält umsetzen.
    von biene maya find ich gar nix in meinem text, nur dass es das eben nicht gibt (weiter oben aber ein schönes video bei intresse )

    *edit: ich sag ja auch: wenn es einen 100% perfekten imker geben sollte, dann sehe ich es nicht als weltuntergang wenn jmd. da mal was holt. trotzdem finde ich das ganz verzichten besser/am besten und deswegen mache ich es so.
    dass honig überall drin ist zB (wenn das gemeint war) weiss ich, aber ich glaube nicht dass das shampoo zugrunde gehen wird- vieles ist glaub ich sowieso nicht echt und ansonsten wird stattdessen was andres genommen-da wird nicht die welt untergehen-wir menschen sind doch so schlau und toll..dann werden stattdessen zuckerrüben angebaut (doofes bsp aber ersatz halt/ zB) und sind dann im shampoo und im essen ^^ also jez mal ganz verallgemeinert und hypothetisch im grundprinzip natürlcih nur (;
    Geändert von Naywen (13.01.2009 um 21:30 Uhr)
    Ich seh' das Töten eines Tieres, die Reaktion eines Kindes, ich sehe was normal ist, und frage mich wer blind ist... (Albino-Kein Frieden)

  23. #123

    Standard AW: Honig

    Millionen Jahre der Evolution... Trostlose Wüsten und Steppen... Doch dann kam der Mensch und erfand die Imkerei.
    Und die Wüsten erblühten...
    Was sind wir doch genial darin, uns was vorzumachen...
    Is klar, dass man ohne zusätzliche Bestäuber keine riesigen Monokulturen aufrecht erhalten kann, erstrecht, wenn man diese in Gegenden anpflanzt, die über wenig bestäubende und zudem spezialisierte Insekten verfügen (USA).
    Ob man diese Bestäuber dann über einen mehr oder weniger großen Kollateralschaden beklauen muss und ohne diese Ausbeute auf die Bestäuber verzichten würde, ist die Frage.
    Der ästhetische Aspekt, etwas zu konsumieren, das Insekten immer und immer wieder reinsaugen und auskotzen, ist dabei nebensächlich (auch, wenn kaum jemand Insekten anderer Arten die Erlaubnis erteilt, über sein Gesicht zu krabbeln oder in seinem Essen zu verweilen). "Wenns schee macht..."
    Fakt ist, dass es Menschen gibt, die auf den Konsum von Tierprodukten verzichten können.
    Dieses Naturschutzargument, das hier miteingestreut wird, zieht nicht, es sei denn, man würde die Eier ausgewilderter Steinadler zu Crepès Suzette verarbeiten.

  24. #124

    Standard AW: Honig

    Zitat Zitat von Schlunz Beitrag anzeigen
    Ob man diese Bestäuber dann über einen mehr oder weniger großen Kollateralschaden beklauen muss und ohne diese Ausbeute auf die Bestäuber verzichten würde, ist die Frage.
    Die Frage haben wir doch schon diskutiert?! Wie Chimera ausgefuehrt hat, waere "ohne diese Ausbeute" ein System wie in den USA die Konsequenz, wo riesige Voelker ein
    gefundenes Fressen fuer Krankheiten waeren. In de USA sind deshalb vor 2 jahren 80% der Bienenvoelker kollabiert. Deshalb ist es gut, dass sich Leute um die aktuellen Imkereistrukturen bemuehen. FAZ Artikel zum Thema

    Fakt ist, dass es Menschen gibt, die auf den Konsum von Tierprodukten verzichten können.
    Hat das jemand abgestritten? Fakt ist aber auch, dass der Konsum von Honig eine gute Sache ist.
    Dieses Naturschutzargument, das hier miteingestreut wird, zieht nicht, es sei denn, man würde die Eier ausgewilderter Steinadler zu Crepès Suzette verarbeiten.
    Die Auswilderung von Steinadlern wurde von freiwilligen Spendern finanziert. Wenn du ein Bienenvolk sponsorst musst du in der Tat keinen Honig essen. Tust du das? Oder pflaumst du nur diejenigen an, die die Bienen tatsaechlich finanzieren (Honigkonsumenten)?

  25. #125
    Benutzer Vegetarier und Veganer

    Standard AW: Honig

    Zitat Zitat von hareigev Beitrag anzeigen
    Die Auswilderung von Steinadlern wurde von freiwilligen Spendern finanziert. Wenn du ein Bienenvolk sponsorst musst du in der Tat keinen Honig essen. Tust du das? Oder pflaumst du nur diejenigen an, die die Bienen tatsaechlich finanzieren (Honigkonsumenten)?
    Selbst als freiwilliger Spender ist man leider nicht davor gefeit, Honig hinterhergeschmissen zu bekommen.

    Wenn es diesen Kleinbioimkern tatsächlich ausschließlich um ökologische Aspekte gehen würde, könnten sie das sicherlich auch so umsetzen. Schließlich schaffen auch weit weniger sinnvolle Aktionen Grundlage für Spendenmarathons und Eintragungen ins Vereinsregister.

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