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Wie unterstuetzt du denn Bienen?
Kaufst du Bluetenpollen oder Bienenwachs?
Darf ich den Satz als Signatur verwenden?Das ist eine wissenschaftliche Tatsache das Honig ein tierisches Produkt auf pflanzlicher Basis ist.
Es ist fuer mich durchaus nicht unwichtig, ob strenge Vegetarier generell als Vollpfosten gelten oder nicht.Aber in einem muss ich sagen, er sollte nicht sagen was vegan ist und was nicht, da er ja keiner ist. Für ihn ist diese Wichtigkeit ja nicht diesselbe.
Und ob es dir gefaellt oder nicht - ich bin weder Baecker noch Autofahrer und auch kein Ziegelstein und habe trotzdem eine Meinung, was diese Begriffe ausmacht.
Nein, sie bleiben natuerlich Veganer. Schliesslich ist Honig wohl das veganste Lebensmittel ueberhaupt. ;)Werden jetzt alle anderen Veganer wieder Vegetarier, weil sie so unbeginnt Honig essen wollen?
Du bleibst auch Veganer wenn du kein was-auch-immer isst. Die Unterscheidung zwischen Leuten wie dir und Honig essenden Veganern kann man mit Adjektiven bewerkstelligen, z.B. "orthodoxe Veganer". Andernorts wurde der Begriff Radikalveganer gepraegt fuer veganreligioese Fanatiker mit Scheuklappen vor den Augen. Aber wenn du noch mehr Separatismus unter den (strengen) Vegetariern wuenschst steht es dir natuerlich frei einen neuen Begriff zu praegen.Wenn Honig vegan ist, dann bin ich ja kein Veganer mehr, zumindest kein richtiger. Dann muss man für mich ja eine neue Art des Veganismus erfinden.
Fallen Dir noch andere Feindbilder zum Veganismus ein? Der "orthodoxe Veganer" ißt nichts tierisches, weil er ein "veganreligiöser Fanatiker" ist, währenddessen der Nichtveganer in Wirklichkeit der liberale Veganer ist, der vernunftsbetont und wirklichkeitsnah ist?z.B. "orthodoxe Veganer". Andernorts wurde der Begriff Radikalveganer gepraegt fuer veganreligioese Fanatiker
Ich habe nur einen Begriff vorgeschlagen, mit dem sich Honigverweigerer von Honig essenden Veganern abgrenzen koennen und ein Beispiel aufgefuehrt, wo ein modifizierter Veganerbegriff fuer die Unterscheidung von religioesen Fanatikern und liberalen Veganern (guter Ausdruck) eingefuehrt wurde. Was das mit Feindbildern zu tun haben soll erschliesst sich mir nicht ganz.
Und nebenbei sind wir off topic. Das Thema ist Honig.
Es heißt doch: Wehret den Anfängen: Wo die sich vegetabil ernährenden Vegetarier gestern Eier und Milch gegessen haben, heute Fisch essen und morgen Hühnchen, essen die Veganer heute Honig?
Glaube kaum, dass man Fisch essende Vegetarier mit Honig essenden Veganern vergleichen kann. Während die komischen Pescitarier in jedem Fall Leben vernichten, erhält nach hareigev Honigkonsum sogar Bienvölker. Sollte seine Wirkungskette funktionieren.
Es geht um die Verwässerung des Begriffs. Mal sehen, was die Veganer morgen alles essen.
Wieso denn Verwaesserung des Begriffs? Vegan=Tierleid so weit als moeglich vermeiden. Honig vermeidet Tierleid. Also ist Honig vegan. In Abgrenzung dazu rvegan=ideologische Heuchelei mit Scheuklappen vor den Augen, wo man ausblendet, dass fuer die eigenen Lebensmittel auch und im Vergleich zu Honig gar mehr Tiere ausgenutzt und getoetet werden.
Wenn vegan alles ausschliesst wo gezielt Tiere ausgenutzt werden muesstest du mit einem Grossteil der pflanzlichen Lebensmittel das groessere Problem haben als bei Honig. Wegen Bienenmangel werden heute mehr und mehr Einweginsekten (Hummeln) eingesetzt, welche die Tomaten, Erdbeeren etc. bestaeuben und danach aus Futtermangel qualvoll sterben. Von Insektizideinsatz brauch ich nicht einmal reden. Da lob ich mir doch die Imkerei, wo nach bestem Wissen und Gewissen dafuer gesorgt wird, dass es den Bienen gut geht.
Bei Milchueberschuss kann es schonmal sein, dass eine Kueh etwas frueher geschlachtet wird. In der Schweiz wird momentan wegen Milchueberschuesssen in der Tat von einigen gar eine Schlachtpraemie gefordert, um den Milchkuhbestand zu reduzieren. Nur aendert die fruehere Schlachtung nichts daran, dass die Kuh sowieso frueher oder spaeter geschlachtet wird. Mit Imkerei hat das Ganze null und nichts zu tun.Zitat von Grasblut
Und ohne Milch- oder Rindfleischkonsum wuerden in der Tat keine Kuehe gehalten. Das ist eigentlich eine unbestreitbare Tatsache, tut hier aber ebenfalls nichts zur Sache.
Bienen werden geschlachtet, wenn sie keinen Honig mehr geben? Das ist eine ernsthafte Frage. Für mich ergibt es keinen Sinn Bienen zu töten, nur weil sie nicht mehr Honig geben. Als Imker würde ich einfach abwarten ob sie nächstes Jahr fleissiger sind oder ob es vll. an den gespritzten Pflanzenfeldern liegt. Aber umbringen wäre doch tatsächlich sinnlos.
Vielleicht liegt hier ein Unterschied zwischen kommerziellen Imkern und Hobbyimkern?Zitat von PatrickHH
Ich vermute schon, dass die erste Gruppe unproduktive Völker auslöscht...
Jo, das denke ich auch, dass konventionelle Berufsimker durchaus unproduktive Stöcke beseitigen würden.
Aber was ist mit den Hobbyimker? Vll. weiß hareigev was.
Ich wuesste von keinem Imker, der heute fuer Profitoptimierung gesunde Voelker abtun wuerde.
Es geht doch das Gerücht, unproduktive Völker würden verbrannt werden.
Was ist da dran?
Nichts. Warum sollte ein gesundes Volk ploetzlich weniger produktiv werden? Bienen werden ja nicht altersschwach; die Honigsammlerinnen sterben nach gut einem Monat. Wenn die Koenigin in ihrer Legeleistung nachlaesst wird sie hingegen tatsaechlich vorsaetzlich getoetet, allerdings nicht vom Imker, sondern von den Bienen.
Auf ein paar Veganermaerchen wird hier eingegangen.
Hab schon mal reingelesen, hört sich interessant an.
Ist das deine Seite?
Ein Contrapunkt vieler Veganer kann aber nicht entkräftet werden:
Es kann allerdings vorkommen, daß bei der Entnahme oder beim Wiedereinsetzen der Honigwaben einzelne Bienen versehentlich zerdrückt werden. Oder wenn der Imker gestochen wird, verliert die Biene ebenfalls ihr Leben. Aber im Verhältnis zur Gesamtzahl der Individuen ist die Anzahl dieser Opfer extrem gering.Und was ist die Firma Bayer? Richtig, nicht vegan ;)Richtig ist, daß die meisten konventionellen Imker chemische Mittel gegen die Varroa-Milbe einsetzen (z.B. Perizin® der Firma Bayer)
Aber was geschieht jetzt mit unproduktiven Völkern?
Müssen diese auch zwangsläufig krank sein?
Nein.
Wirklich nicht?Ein Contrapunkt vieler Veganer kann aber nicht entkräftet werden:
Dass fuer pflanzliche Lebensmittel mit Insektiziden vorsaetzlich ein regelrechtes Insektenmassaker angerichtet wird haette man auch noch anfuegen koennen.Man kann auch auf dem Weg zum Salatbeet aus Versehen einen Käfer zertreten – dann wäre Kopfsalat nicht mehr vegan.
Und woher kommen Insektizide? Vom Veganversand? ;)Und was ist die Firma Bayer? Richtig, nicht vegan ;)
Biene in der Pubertaet: "Heute hab ich voll keine Lust diese bescheuerten Blueten anzufliegen. Ich haeng dann mal am Bahnhof rum und stech nen Spiesser in die Nase, Mann ey!"Aber was geschieht jetzt mit unproduktiven Völkern?
Müssen diese auch zwangsläufig krank sein?
Im Ernst: Was stellst Du Dir fuer Gruende vor, weshalb ein Volk ploetzlich unproduktiv sein soll? Solange Wiesen bluehen produzieren gesunde Bienen. Was geschieht, wenn Bienen aus Nahrungsmangel nicht sammeln koennen, kannst Du hier nachlesen. Bienen SIND heute zuweilen tatsaechlich unproduktiv. Und nur dank der Nahrungshilfe der Imker koennen sie ueberhaupt ueberleben. Dank der Imkerei wird ueberhaupt wahrgenommen, dass die heutige Intensivlandwirtschaft ein Problem ist. Es gibt in meinen Augen nichts Veganeres als diesen Einsatz der Imker mit Honigkonsum zu wuerdigen.
Sei doch nicht so bissig :rolleyes:
Hey, eine Marktlücke - nach der veganen Umstülpung werde ich reich mit deiner...äh meiner Idee *hehe*Und woher kommen Insektizide? Vom Veganversand
Ich hab keine Ahnung von Bienen - deshalb frag ich... ;)Im Ernst: Was stellst Du Dir fuer Gruende vor, weshalb ein Volk ploetzlich unproduktiv sein soll?
Ups, sorry. Da hab ich wohl etwas uebers Ziel hinausgeschossen. :o
Die Idee schenk ich Dir sogar. Ich glaub das wird doch nichts. ;)Hey, eine Marktlücke - nach der veganen Umstülpung werde ich reich mit deiner...äh meiner Idee *hehe*![]()
Na dann. Hier gibts Infos, was man mit schwachen Voelkern, die nicht voellig krankheitsverseucht sind, tut, damit sie ueberlebensfahiger werden.Ich hab keine Ahnung von Bienen - deshalb frag ich... ;)
Hm, diese 'Vereinigung schwacher Völker' scheint ja nicht immer zu funktionieren, sonst gäbe es nicht diese Maßnahme.
Die Vereinigung ist sicher erste Wahl, wenn anzunehmen ist, dass die Bienen sich erholen, oder?
Und getötet wird das Volk, wenn die Krankheit überhand genommen hat?
Heißt "todgeweiht" nicht einfach "unrentabel", weil die Imker halt alle unrentablen vernichten, die also "todgeweiht" sind? Ist nicht klar, dass sie die rentablen natürlich nicht vernichten?
Warum fallen hier eigentlich so viele auf diese Lügen und Halbwahrheiten? rein, wenn man doch leicht in Imkerbüchern nachlesen kann, wie es wirklich ist?
Und was soll die Bioimkerpropaganda? Ist es da etwa anders? Gibt es da z.B. keine "Körung"?
Oder suchen manche nur einfach Ausreden, um weiterhin Mordprodukte(Honig) konsumieren zu können?
Ach gut, dass der Thread wieder hochgekramt wurde, da fällt mir doch direkt ein, dass ich die Antwort auf eine Frage aus den FAQ von einem Bioimker ganz interessant fand:
Füttern Sie Ihre Bienen mit Zucker?
Ja – doch der Zucker ist nicht der Ersatz für den Honig, den der Imker den Bienen nimmt. Manche Imker denken so — und haben bald keine Bienen mehr. Voraussetzung für eine gute Honigernte ist, dass es den Bienen in jeder Hinsicht optimal gut geht und sie dann auch viel mehr Honig machen als sie in einem Winter brauchen. Bienen legen, wenn sie können, Vorräte für zwei oder drei Winter an. Der nächste Sommer könnte ja völlig verregnen. Dann reicht es auch noch den nächsten Winter und einige Völker werden überleben. 80 Kg Honig ist der „Grundumsatz“ eines starken Bienenvolkes. Das verbrauchen sie nur für sich selbst, davon 20 Kg im Winter. Davon bekommt der Mensch erst mal gar nichts ab. Was sie darüber hinaus noch produzieren — davon können wir nehmen. Und wenn wir nehmen, dann maßvoll und wir lassen ihnen reichlich Vorräte. Nun kommt aber im August kein Überschuss mehr zu Stande und die Bienen fahren das Brutgeschäft herunter. Sie sollten aber vor dem Herbst noch einen Zuwachs an jungen gesunden Winterbienen bekommen und als starke Völker in den Winter gehen. Hier hilft der Zucker, maßvoll in nicht zu großen Portionen gegeben. Die Verdauungsarbeit mit dem Zucker bringt Leben in die Bude — Folge: etwas mehr Brut und davon stärkere Völker im Winter und bis ins Frühjahr. Durch maßvolle Zuckergaben nach der Honigernte wird die Brutperiode und damit der all zu kurze Sommer verlängert. Die Bienenvölker kommen besser durch den Winter, weil sie mehr junge Arbeitsbienen haben. Quelle
Die Zufütterung mit Zucker ist auch nicht immer nötig. Es gibt auch einige Bio/Hobbyimker die ihre Völker nur auf Honig überwintern. Das hängt aber davon ab wo man seine Völker hat. Wenn man auf Honigtau (Waldhonig) aus ist ist es besser zuzufüttern, da hier u.a. viel Melezitose enthalten ist. Dadurch kann es zu Bienenruhr kommen und das Volk wird stark dezimiert oder kann auch ganz eingehen. Bei anderen Honigsorten ist das nicht unbedingt ein Problem und dort kann evtl auf Zufüttern verzichtet werden.
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