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Thema: alles zum Thema "Honig"

  1. #551
    Rippy

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"


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    Funky hätte Talent zum Stabsunteroffizier

    @Ophelia: Ich finde das ganze etwas schwammig. Laut Wiki stammt fast 90 % des Zuckers in Europa aus europ. Zuckerrüben. da gäbe es dann das Problem mit den Bedingungen im Rohrzuckeranbau in Südamerika/Afrika nicht. Sonst wäre Biohonig da eine gute Alternative (wenn dieser dehnbare satz nicht wäre)
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  2. #552
    Ophelia

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Ich hab mich ja nicht für oder gegen was ausgesprochen und bin selbst nicht allwissend.

    Man muss es eben individuell abklären, ob heimischer Zucker verwendet wird.

  3. #553
    funkymunky

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Oder man spart sich diese ganze Kompliziertheit und isst ihn einfach nicht. Stattdessen kann man in den Wald fahren und ein Bienennest bauen.

  4. #554
    Ophelia

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Zitat Zitat von Rippy Beitrag anzeigen
    Funky hätte Talent zum Stabsunteroffizier

    @Ophelia: Ich finde das ganze etwas schwammig. Laut Wiki stammt fast 90 % des Zuckers in Europa aus europ. Zuckerrüben. da gäbe es dann das Problem mit den Bedingungen im Rohrzuckeranbau in Südamerika/Afrika nicht. Sonst wäre Biohonig da eine gute Alternative (wenn dieser dehnbare satz nicht wäre)
    Ich blicke offiziell auch nicht durch bei der Zuckergeschichte. Gibt es denn Imker, die Bienen nur durch Honig überwintern lassen, ohne Zuckerlösung? Es ist knifflig...

  5. #555
    funkymunky

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Zitat Zitat von Rippy Beitrag anzeigen
    Funky hätte Talent zum Stabsunteroffizier
    Das wäre aber ein ziemlicher Abstieg vom Schlächter-Diktator, oder?

  6. #556
    hareigev

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Zitat Zitat von Rippy Beitrag anzeigen
    @Harei: Dein Honig-Argument fand ich auch durchaus schlüssig, wenn ich an die extrem üblen Zustände in der Zuckerrohr Ernte denke, da aber die Bienen ja scheinbar nichts anderes als Zucker als Ersatz bekommen, sehe ich nicht ein was an Honig besser sein soll?
    Dass Bienen im Normalfall mehr produzieren, als sie brauchen, wurde ja schon gesagt. Aus meiner Sicht liegt der Hauptnutzen der Imkerei aber nicht darin, dass am Schluss ein ethisch einwandfreies Lebensmittel rauskommt, das nicht nur (netto) keine Toten verursacht, sondern Leben rettet.
    (Für Rübenzucker und Honig habe ich einmal eine "Bodycount-Rechnung" gemacht in diesem Thread:

    Zitat Zitat von hareigev Beitrag anzeigen
    Vergleichen wir mit Rübenzucker: Pro Quadratmeter erntet man in guten Jahren gut 6kg Rüben (611 Dezitonnen pro ha). Zuckerrüben enthalten rund 20% Zucker. Man erntet also in guten Jahren etwa 1-1.5 kg Zucker pro m^2. Wieviele Tiere sterben dabei? Ich beschränke mich in dieser Rechnung auf Tiere, die mindestens etwa so entwickelt sind wie Bienen, also auf Makro- und Megafauna. Pro Quadratmeter Boden leben etwa 10000 solche Tiere (klick). Als Aussaatvorbereitung wird der Boden umgepflügt und geeggt. Dadurch stirbt ein grosser Teil dieser Tiere entweder durch Zermantschen oder durch Austrocknung. Wenn ich annehme, dass nur 10% dieser Tiere bei der Prozedur umkommen, dann tu ich das einzig aufgrund meiner Grosszügigkeit gegenüber den Honiggegnern und weil es schwer ist, mit Quellen die bestimmt grössere Zahl zu bestätigen. Wir sprechen aber dennoch von mindestens 1000 Tieren allein bei der Vorbereitung der Saat. Bei der Ernte kommen auf diese 1000 nochmal vergleichbar viele drauf - mitunter eben auch Rehkitze und andere tatsächlich leidfähige Tiere. Ich muss den flächendeckenden Einsatz von Insektiziden und Rodentiziden gar nicht mal erwähnen, um sagen zu können, dass für 1 kg Zucker mit Sicherheit deutlich mehr als 1000 Tiere umkommen, die mit Bienen vergleichbar oder gar deutlich höher entwickelt sind.
    Bei Honig sprechen wir von einem eher schlechten Jahr, wenn ein Bienenvolk nur 20 kg nicht gebrauchte Überschüsse produziert. Bei der Ernte dieses Honigs wird der geschickte Imker kaum eine Biene töten, zu Ehren der etwas stümperhaften Imker rechne ich aber mal mit 10 Bienen. Dazu kommt ein Anteil an Zucht und Körung, der freilich stark davon abhängt, ob und wie oft eine Zuchtkönigin gekauft wird. Beim Hobbyimker wird die Zahl nahe Null sein, bei anderen liegt der Anteil Tote pro Jahr pro Volk bei höchstens (ein paar) hundert Bienen. (Pro ausgeschiedene Zuchtkönigin sterben ~100 Bienen. Selbst der übermotivierte Zuchtköniginnenkäufer wird nicht häufiger als alle 2 Jahre kaufen.) Auf diese Bienen kommen dann noch die schwerstkranken Bienen, die - wie jedes noch so geliebte, aber schwerstkranke tierische Familienmitglied auch - getötet werden. Ich persönlich finde fraglich, ob man diese Bienen wirklich "verrechnen" soll, aber gut: Wir sprechen alle paar Jahre von einem Kummervolk mit vielleicht noch 10000 Bienen, das abgetan wird. Auf Jahr und Volk umgerechnet sprechen wir von einer Anzahl getöteter Bienen im tiefen Tausenderbereich. Wir kommen also grob überschlagen bei 20 kg Honig insgesamt auf höchstens 2000 tote Bienen - wenn man Sterbehilfe tolerierbar findet, ist es gar mindestens eine Grössenordnung weniger.
    Wir reden also pro Kilo Zucker von mehr als 1000 toten Tieren, die vergleichbar entwickelt oder (deutlich) höherentwickelt sind als Bienen. Pro Kilo Honig von maximal 100.

    Bei Honig ist aber überdies zu erwähnen, dass eben die landwirtschaftliche Produkion dadurch um 50% gesteigert wird (bzw. nicht um 33% zusammenbricht). Die gemäss Wikipdia im Jahr 2002 820'000 Völker verhinderten also manch zusätztlich benötigten Quadratmeter Landwirtschaftsland. Ich gehe von obigen Zahlen der Zuckerproduktion mit mehr als 1000 toten Tieren/m^2 und von knapp 19 Mio ha Landwirtschaftsland in Deutschland aus. Von den 19 Mio ha sind Viehweiden geschenkt. Afair ist in D 45% Ackerbau. Weil ich den Honiggegnern gerne grosszügige Geschenke mache rechne ich mit 6 Mio ha Ackerland (entspricht prozentualem Anteil Ackerland in der CH). Ohne Bienen bräuchte es 9 Mio ha. Die weniger als 1 Mio Völker sparen also 3 Mio ha Ackerland. Pro Volk sprechen wir also von 3 ha gespartem Ackerland. Pro Quadratmeter Ackerland sterben mehr als 1000 Tiere. Also verhindert jedes Bienen-Volk 3*100m*100m*1000 Tiere/m^2=30 Millionen Tiere. In unserer Bioimkerei-Rechnung mit 20 kg Honig pro Jahr werden also pro Kilo Honig mehr als eine Million Tiere gerettet.

    => Netto netto rettet Honig mehr als eine Million Tiere, Zucker tötet über 1000
    pro Kilo
    )

    Wirklich unersetzbar ist, dass Imkerei als erstes Missstände aufdeckt. Imker merken als erste, wenn
    Insekten mitten im Sommer verhungern oder wenn neue Pestizide die Bienen umbringen. Von den Anstrengungen der Imker profitieren natürlich auch Wildbienen und andere Insekten. Imkerei gibt den Insekten ein wirtschaftliches Gewicht, das eher gehört wird als reiner Naturschutz.

  7. #557
    hareigev

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Zitat Zitat von funkymunky Beitrag anzeigen
    Oder man spart sich diese ganze Kompliziertheit und isst ihn einfach nicht. Stattdessen kann man in den Wald fahren und ein Bienennest bauen.
    Wildbienenbehausung kann man bauen, z.B. http://www.bienenhotel.de/html/beispiele.html
    Honigbienen im Wald ansiedeln und sich selbst überlassen wird nicht gut gehen, weil die innerhalb von einem oder höchstens wenigen Jahren tot sind, sei es wegen der Varroa-Milbe oder weil sie ungeeignetes Winterfutter zusammengetragen haben oder weil sie zwischendurch mal in unserer "aufgeräumten" Landschaft nichts mehr fanden oder oder oder... Zudem ist es meines Wissens nicht mal erlaubt.

  8. #558
    Rosen rot

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Nur damit du bescheid weißt Chimera, du hast von mir zweimal versehentlich eine positive Bewertung bekommen, ja zu dumm aber auch...

  9. #559
    Ophelia

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Zitat Zitat von Rosen rot Beitrag anzeigen
    Nur damit du bescheid weißt Chimera, du hast von mir zweimal versehentlich eine positive Bewertung bekommen, ja zu dumm aber auch...
    Nur die Ruhe.

  10. #560
    Rosen rot

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    *nach luft schnappe* sowas dämliches

  11. #561
    Rippy

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Zitat Zitat von funkymunky Beitrag anzeigen
    Oder man spart sich diese ganze Kompliziertheit und isst ihn einfach nicht. Stattdessen kann man in den Wald fahren und ein Bienennest bauen.
    Mir gehts hier um Sklavenarbeiter im Zuckerrohranbau - Biohonig von Bienen die KEINEN Zuckerersatz erhalten kann da als alternatives Süßungsmittel dienen - wenn es den denn gibt. Da lass ich mich auch liebend gerne als Speziesist beschimpfen

  12. #562
    Nescius

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Ich finden den Thread und die Diskussionen um „Honig – vegan oder nicht?“ sehr interessant.
    Anschließend an diesen Thread http://www.vegetarierforum.com/threa...l=1#post234555 möchte ich aber noch zwei, drei Dinge ansprechen.

    Soweit ich das verstanden habe, werden für den Anbau diverser Obst- und Gemüsesorten Hummeln für die Bestäubung eingesetzt. Hier läge damit dieselbe Ausnutzung wie bei Honigbienen vor.

    Nach ein wenig „Recherche“ komme ich zu dem Schluss, dass die Frage, ob Honig vegan ist oder nicht, nur noch für denjenigen von Interesse ist, der ein tierisches Produkt nicht konsumieren möchte. Tierische Produkte nicht zu konsumieren ist aber immer an Motive gebunden und kein Selbstzweck. Denn keinen Honig zu essen, nur weil dieser ein tierisches Produkt ist, das ergibt kein wirkliches Motiv. Außer übertriebenem Sprachfetischismus. Da es aber keine allgemein anerkannte Definition von veganer Ernährung bzw. Veganismus gibt, sehe ich keinen Grund, Honig nicht als vegan zu bezeichnen. Jedenfalls nicht als unverganer als z.B. Äpfel, Zucker, Tomaten oder Getreide.

    Und für mich bleibt nur noch die Differenz zwischen Honig und anderen Insektenerzeugnissen zu betrachten. Der Unterschied: Die Honigbienen produzieren den Stoff für den eigenen Bedarf. Dagegen fungieren z.B. Hummeln nur als Bestäuber und hinterlassen in dem Sinne kein eigenes Produkt, das die Menschen aktiv konsumieren.

    Meinungen sind gerne erwünscht. Gerade, weil Biologie nie meine Stärke gewesen ist.
    Geändert von Nescius (06.05.2011 um 23:00 Uhr)

  13. #563
    Nescius

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Je länger ich in diesem Thread lese, desto mehr werde ich darin bestärkt, dass der Veganismus zu einer Ideologie (im negativen Sinn) werden kann. Ich sehe diesen Thread also auch als einen Hinweis/eine Warnung und hoffe, den "ismus" in "Veganismus" niemals über den Bedeutungsinhalt desselben zu stellen. Honigessen als erster Schritt zum Mord. Was soll man dazu noch sagen? Was hätte man in der Zeit für den Tierschutz/die Tierrechte machen können, in denen man hier über die "Veganität" des Honigs debatierte.

  14. #564
    Pauli

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    ja nescius. dann fang mal damit an.

  15. #565
    Nescius

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Ich erhebe nicht den Anspruch an mich, mich für Tierschutz oder Tierrechte einzusetzen. Noch nicht.

  16. #566
    Pauli

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    dann rede nicht so einen quatsch.

  17. #567
    Nescius

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Diejenigen, die sich für Tierrechte einsetzen, haben hier exzessiv Beiträge geschrieben. Was ist also falsch, darauf hinzuweisen, dass sie die Zeit hätten nützlicher verwenden können?

  18. #568
    Pauli

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Zitat Zitat von Nescius Beitrag anzeigen
    Diejenigen, die sich für Tierrechte einsetzen, haben hier exzessiv Beiträge geschrieben. Was ist also falsch, darauf hinzuweisen, dass sie die Zeit hätten nützlicher verwenden können?
    du zeigst eine arroganz die du dir eigentlich nicht erlauben kannst.

  19. #569
    Nescius

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Das beantwortet meine Frage nicht. Obwohl du recht hast - es ist besser, solche Personen schreiben hier Beiträge über Honig, als ihren Unsinn vom Tiermord durch Eikonsum oder dem ersten Schritt hin zum Mörder durch Honigkonsum noch weiter in die Welt zu tragen.

  20. #570
    Lena

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Der Honig hats dir echt angetan Nescius. ;o/

  21. #571
    Nescius

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Nicht der Honig. Mehr die Verbissenheit mancher "Veganer". Auch wenn viele interessante Argumente ausgetauscht wurden. Welche Seite ich plausibler finde - das sollte ersichtlich geworden sein.

  22. #572
    hareigev

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Zitat Zitat von Nescius Beitrag anzeigen
    Das beantwortet meine Frage nicht. Obwohl du recht hast - es ist besser, solche Personen schreiben hier Beiträge über Honig, als ihren Unsinn vom Tiermord durch Eikonsum oder dem ersten Schritt hin zum Mörder durch Honigkonsum noch weiter in die Welt zu tragen.
    Was ich von der ""veganen"" Ablehnung von Honig generell halte, habe ich hier wohl hinreichend dargelegt. Aber um zur Frage zurückzukommen: Bei einigen dürfte genau Dein oder der Grund dafür sein, Honig abzulehnen. Honig wird als "Fuss in die Tür"-Fall gesehen, mit dem tierische Produkte an sich legitimiert werden sollen. Man hängt an die Argumente, die nunmal eindeutig für Honig sprechen, noch ein "oder Eier" dran. So geht das dann aber natürlich schon nicht. Bei Eiern ist es so, dass eine Legehenne nach gut 20 kg gelegten Eiern getötet und in der Regel vernichtet (!) wird. Nur rund 20% der Hennen werden noch als Suppenhuhn verwendet. Neben der Legehenne wird ihr Bruder, da weder als Legehähnchen noch als Fleischlieferant rentabel, unmittelbar nach der Geburt vernichtet. Pro etwas mehr als 20 kg sterben also 2 Hühnertiere, "1.8" davon ungenutzt und einzig wegen der Ei-Produktion. Man muss also sagen, dass für rund 12 kg Ei heute ein Hühnertier umgebracht und vernichtet wird. Man sollte den mMn mehr als zweifelhaften Ei-Konsum deshalb in keinster Weise mit Honig in Verbindung bringen. Das eine hat mit dem anderen null und nichts zu tun.

    An sich wäre es gut, wenn alle Veganer Honig - und nur Honig! (*) - akzeptieren würden, weil Veganismus mit der Fähigkeit zur Differenzierung mehr Relevanz erhalten würde. Veganismus könnte nicht mehr einfach als verbissene, kontraproduktive Deppenideologie abgetan werden, sondern müsste als das, was er sein sollte, gesehen werden: Ein Beitrag zu einer gerechteren, ökologischeren Welt, in der Tiere noch als Tiere gesehen werden und nicht als Produktionsapparate (wie in der Ei-Produktion), die man einfach wegschmeisst bei Bedarf.

    (*) Es sei denn, es gebe auch bessere Argumente pro [anderes noch nicht allgemein anerkannt veganes Produkt] als dagegen.


    btw..
    Zitat Zitat von Rippy Beitrag anzeigen
    Mir gehts hier um Sklavenarbeiter im Zuckerrohranbau - Biohonig von Bienen die KEINEN Zuckerersatz erhalten kann da als alternatives Süßungsmittel dienen - wenn es den denn gibt.
    Es wird kaum Imker geben, die auf Zuckergabe grundsätzlich verzichten wollen, weil er in gewissen Situationen auch für die Bienen Vorteile hat (z.B. wenn ein Volk seinen Honig durch Räuberei verloren hat). Von Honigzukauf ist aus Seuchengründen abzuraten. Rohrzucker kriegen die Bienen dennoch nicht, sondern heimischen Rübenzucker, weil der auch tut und billiger ist. Sklavenarbeit im Zuckerrohrbau wird mit Honigkonsum sicher nicht unterstützt.

  23. #573
    Nescius

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Zitat Zitat von hareigev Beitrag anzeigen
    Aber um zur Frage zurückzukommen: Bei einigen dürfte genau Dein oder der Grund dafür sein, Honig abzulehnen.
    Mein „oder“ bezog sich auf die Beiträge. Sie verfassen Beiträge über Hühnermord oder Honig als ersten Schritt dahin. Von mir aus kann man auch ein „und“ setzen. Mein oder war kein ausschließendes oder.

    Zitat Zitat von hareigev Beitrag anzeigen
    Honig wird als "Fuss in die Tür"-Fall gesehen, mit dem tierische Produkte an sich legitimiert werden sollen.
    Und das muss ich strikt ablehnen und verneinen. Honig ist nicht das „erste“ tierische Produkt, das zum Verzehr weiterer tierischer Produkte führen würde (so wie man Kiffen als Einstieg in „härtere“ Drogen sehen könnte). Vielmehr ist Honig in den Produktions- und Konsumprozess mit eingebunden. Ich sehe es nur als konsequent an, dass eine Gesellschaft, die Säugetiere und Vögel verzehrt, sich auch die Insekten nutzbar macht. Das Letzte, was für eine vegane Gesellschaft verwirklicht werden muss, ist die Ausbeutung von Insekten. Und mit dem Letzten meine nicht den Protest gegen Honig (im Vergleich zum Einsatz für „höhere“ Tiere), sondern die tatsächliche Veränderung des Bewusstseins der Akteure einer (tierkonsumierenden) Gesellschaft.
    Ich fände es geradezu befremdlich, wenn eine Gesellschaft den Verzehr von Rindern, Schweinen oder/und Hühnern billigen, die Nutzung von Insekten aber ablehnen würde.

    Zitat Zitat von hareigev Beitrag anzeigen
    Man hängt an die Argumente, die nunmal eindeutig für Honig sprechen, noch ein "oder Eier" dran. So geht das dann aber natürlich schon nicht.
    Exakt. Man kann Insekten nicht mit Vögeln und Säugetieren auf eine Stufe stellen. Von der Unterschiedlichkeit der „Nutzung“ mal abgesehen.

    Zitat Zitat von hareigev Beitrag anzeigen
    An sich wäre es gut, wenn alle Veganer Honig - und nur Honig! (*) - akzeptieren würden, weil Veganismus mit der Fähigkeit zur Differenzierung mehr Relevanz erhalten würde. Veganismus könnte nicht mehr einfach als verbissene, kontraproduktive Deppenideologie abgetan werden, sondern müsste als das, was er sein sollte, gesehen werden: Ein Beitrag zu einer gerechteren, ökologischeren Welt, in der Tiere noch als Tiere gesehen werden und nicht als Produktionsapparate (wie in der Ei-Produktion), die man einfach wegschmeisst bei Bedarf.
    Ich stimme dir zu. Aber was meinst du mit „in der Tiere noch als Tiere gesehen werden“?

    Zitat Zitat von hareigev Beitrag anzeigen
    Ich fänd das gut. Dann könnte man an prominenter Stelle klarstellen, dass der masslose Fischkonsum noch viel gravierendere negative Konsequenzen hat (tote Meere, hungernde Selbstversorger-Fischer) als anderer Fleischkonsum.
    Stehst du noch zu dieser Aussage?
    (http://www.vegetarierforum.com/threa...l=1#post150513)

  24. #574
    hareigev

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Zitat Zitat von Nescius Beitrag anzeigen
    Mein „oder“ bezog sich auf die Beiträge. Sie verfassen Beiträge über Hühnermord oder Honig als ersten Schritt dahin. Von mir aus kann man auch ein „und“ setzen. Mein oder war kein ausschließendes oder.
    Öhm... Mir gegenüber musst Du Dich eigentlich nicht erklären. Ich bin voll und ganz Deiner Meinung. Ich habe mir bloss erlaubt, mich mal in die Gegenseite hineinzudenken, weil ja sonst niemand gewillt war, Deine Frage zu beantworten.

    Ich stimme dir zu. Aber was meinst du mit „in der Tiere noch als Tiere gesehen werden“?
    Einerseits meine ich damit, dass man mit diesen Wesen anständig umgehen soll, weil es nicht angeht, ein Tier wie ein Stück Dreck zu behandeln. Andererseits meine ich aber auch, dass die Vermenschlichung von Haustieren zuweilen perverse Züge annimmt. Wenn ich an Diätfutter, Pediküre etc. für Hunde denke, kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln. Das Vermenschlichen von Hunden grenzt teilweise an Tiermisshandlung und wird dem Tier sicher nicht gerecht.

    Stehst du noch zu dieser Aussage?
    (http://www.vegetarierforum.com/threa...l=1#post150513)
    Ja, klar. Wie gesagt, ich habe hier nur den Gegenpart übernommen, weil sonst niemand wollte.

  25. #575
    Nescius

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Zitat Zitat von hareigev Beitrag anzeigen
    Öhm... Mir gegenüber musst Du Dich eigentlich nicht erklären. Ich bin voll und ganz Deiner Meinung. Ich habe mir bloss erlaubt, mich mal in die Gegenseite hineinzudenken, weil ja sonst niemand gewillt war, Deine Frage zu beantworten.
    Ich weiss. Ich wollte das nur für eventuelle Leser und Kritiker klarstellen.

    Zitat Zitat von hareigev Beitrag anzeigen
    Einerseits meine ich damit, dass man mit diesen Wesen anständig umgehen soll, weil es nicht angeht, ein Tier wie ein Stück Dreck zu behandeln. Andererseits meine ich aber auch, dass die Vermenschlichung von Haustieren zuweilen perverse Züge annimmt. Wenn ich an Diätfutter, Pediküre etc. für Hunde denke, kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln. Das Vermenschlichen von Hunden grenzt teilweise an Tiermisshandlung und wird dem Tier sicher nicht gerecht.
    Heisst das, du lehnst die Nutzung von Tieren nicht generell ab, sondern nur den heutigen Umgang damit?
    Perverser finde ich es, in ein Schnitzel zu beißen und dabei den eigenen Hund zu streicheln...

    Zitat Zitat von hareigev Beitrag anzeigen
    Ja, klar. Wie gesagt, ich habe hier nur den Gegenpart übernommen, weil sonst niemand wollte.
    Ich meinte nicht in Bezug auf das Festpinnen, sondern auf die Aussage, der Fischkonsum habe mehr negative Konsequenzen. Denn diese Aussage halte ich – je nach angelegtem Kriterium- doch für sehr gewagt.


    Edit: Noch ein Artikel zum Thema:
    Die Sehnsucht nach Natur in der Stadt wächst, Imkern wird immer beliebter. Doch vor dem Honig steht eine Menge Geduld, Zeit und Schweiß.
    Geändert von Nescius (10.05.2011 um 15:42 Uhr)

  26. #576
    hareigev

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Zitat Zitat von Nescius Beitrag anzeigen
    Heisst das, du lehnst die Nutzung von Tieren nicht generell ab, sondern nur den heutigen Umgang damit?
    Genau. Man kann ja nicht bestreiten, dass der Einsatz von Hummeln bei der Obst- und Gemüseproduktion eine Form der Tiernutzung ist, die nunmal in einer halbwegs effizienten Landwirtschaft notwendig ist. Es sei denn man verzichtet auf alles, was auf Bestäubung angewiesen ist...
    Grundsätzlich habe ich auch kein Problem mit den vielleicht 10% an tierischen Erzeugnissen, die mit Abfällen oder ansonsten unbrauchbarem Land erzeugt werden können. Selbst wenn man eine Kuh am Schluss aktiv tötet, kommen nicht zwingend mehr Tiere um, als man für ein Nahrungsäquivalent an Getreide durch Schreddern von Rehkitzen etc. umbringt. Nur ist diese akzeptable Form der Tierhaltung heute in keinster Weise aktuell. Es braucht eine Reduktion von tierischen Erzeugnissen um 90%, bis man über sinnvolle Nutztierhaltung überhaupt erst debattieren kann. Vorher ist mMn eine (fast) vegane Ernährung eindeutig vorteilhaft.

    Ich meinte nicht in Bezug auf das Festpinnen, sondern auf die Aussage, der Fischkonsum habe mehr negative Konsequenzen. Denn diese Aussage halte ich – je nach angelegtem Kriterium- doch für sehr gewagt.
    Ja, Fischkonsum wie hierzulande hat mMn sehr viel mehr unmittelbare und eben gravierendere Konsequenzen als Fleischkonsum. Da werden ganze Ökosysteme ausgerottet und Menschen in Drittweltländern die Nahrungsgrundlage geraubt. Es gibt nicht genug nachhaltig produzierbaren Wildfang-Fisch für alle. Es geht schlicht nicht. Und die Kapazitäten für nachhaltigen Zuchtfisch sind marginal heute. Dass es ein paar wenige Tümpel gibt, wo man im Prinzip noch ein paar Süsswasserfische mehr rausziehen könnte, ohne das Ökosystem zum Kippen zu bringen, ändert daran auch nichts. Dass in absoluten Zahlen anderes Fleisch als Fisch mehr Schäden anrichten mag, liegt höchstens daran, dass Fisch den kleineren Teil ausmacht.

  27. #577
    Nescius

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Okay. Das war auch nur mehr aus eigenem Interesse gefragt. Ich stimme dir auch nicht unbedingt zu (in Bezug auf die Nutzung von Tieren und die Schäden durch/für die Fische [im Vergleich zu anderen Tieren]), das macht aber nichts.
    Das führt jetzt wohl auch zu weit, auch wenn die Nutztierhaltung die Frage nach den Bienen und anderen Insekten stellen muss. Aber wenn wir dort als Hauptfrage angelangt sind, bin ich vor Rührseligkeit wahrscheinlich schon explodiert. ;-)

  28. #578
    Rippy

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Ich hol den Thread mal wieder hoch, hihi...
    Hier wurde mal geschrieben, dass der Imker die Bienen schon alleine deshalb gut behandelt (darauf achtet, dass Bienen bei der Honigentnahme nicht zerquetscht werden etc.), da er sie ja für die nächste Ernte benötigt.
    Wenn ich richtig informiert wurde, haben Bienen eine Lebenserwartung von ca. 9 Monaten (mit Ausnahme der Königin). Honigernten finden ca. im Mai und im August statt. Inwiefern hat der Imker nach der zweiten Ernte noch ein Interesse am Fortleben der Biene, wenn sie zur nächsten Ernte eh tot ist?
    Falls meine Daten falsch sind, hätte ich gegen Aufklärung nichts einzuwenden

  29. #579
    geisterfahrer

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Ich glaub, die Königin macht bis auf den Winter das ganze Jahr über durchgängig Kinder.

  30. #580
    Rippy

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Zitat Zitat von geisterfahrer Beitrag anzeigen
    Ich glaub, die Königin macht bis auf den Winter das ganze Jahr über durchgängig Kinder.
    Trotzdem hätte der Imker bei der August-Ernte ja nicht mehr wirklich einen Grund Rücksicht zu nehmen?

  31. #581
    hareigev

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Zitat Zitat von Rippy Beitrag anzeigen
    Wenn ich richtig informiert wurde, haben Bienen eine Lebenserwartung von ca. 9 Monaten (mit Ausnahme der Königin). Honigernten finden ca. im Mai und im August statt.
    Sammlerinnen werden nur rund einen Monat alt. Winterbienen werden mehrere Monate alt. (Halt so lange wie Winter ist, also in manchen Gegenden tatsächlich bis 9 Monate.)

    Inwiefern hat der Imker nach der zweiten Ernte noch ein Interesse am Fortleben der Biene, wenn sie zur nächsten Ernte eh tot ist?
    Die Winterbienen sind dazu da, dafür zu sorgen, dass der Bienenstock samt Königin und Brut den Winter überlebt. Der Imker hat ein Interesse daran, dass das Bienenvolk den Winter überlebt, weil er ansonsten im Frühling ein neues kaufen müsste, was eben teurer ist, als das Bienenvolk mitsamt vermeintlich unproduktiven Winterbienen zu überwintern.

  32. #582
    Rippy

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Okay, danke!

  33. #583
    Braunie

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Seltsame dieser Glaube, alle Leute, die mit Tieren zu tun haben, würden deren Leben überhaupt nicht achten und nur aus wirtschaftlichen Gründen vorübergehend verschonen.

  34. #584
    Lena

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Zitat Zitat von Braunie Beitrag anzeigen
    Seltsame dieser Glaube, alle Leute, die mit Tieren zu tun haben, würden deren Leben überhaupt nicht achten und nur aus wirtschaftlichen Gründen vorübergehend verschonen.
    Nein, nur wirft sich die Frage auf ob Respekt und Profitmaximierung Hand in Hand gehen können. Und mal ehrlich: Den meisten liegt das zweite näher als das erste. (jetzt unabhängig von Honig)

  35. #585
    Rippy

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Zitat Zitat von Lena Beitrag anzeigen
    Nein, nur wirft sich die Frage auf ob Respekt und Profitmaximierung Hand in Hand gehen können. Und mal ehrlich: Den meisten liegt das zweite näher als das erste. (jetzt unabhängig von Honig)
    Word!..........

  36. #586
    mistershadowx3

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Also ich komme schon öfters ins Grübeln, ob ich die Geschichte mit dem Honig nun wirklich knallhart
    so konsequent durchziehen soll, es ist auch ziemlich lästig (schränkt die Müsli-Auswahl z.b. enorm ein).

    Wenn ich bedenke, dass ich Mücken, die durch mein Zimmer fliegen grösstenteils ohne nachzudenken töte, zweifle ich schon manchmal an der Sinnhaftigkeit auch streng auf jedes Produkt zu verzichten, wo nur irgendwas von Honig beisteht aber ansonsten ein super veganes Essen darstellt. Besser als den Tieren in der Massentierhaltung scheint es den Bienen ja auf jeden Fall zu ergehen.
    Bin einfach sehr verunsichert, entweder ich sollte meine Haltung gegenüber allen Tieren auf Onsektengröße überdenken oder mir die Sache mit dem Honig am Arsch vorbei gehen lassen.

  37. #587
    Rippy

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Zitat Zitat von hareigev Beitrag anzeigen
    Sammlerinnen werden nur rund einen Monat alt. Winterbienen werden mehrere Monate alt. (Halt so lange wie Winter ist, also in manchen Gegenden tatsächlich bis 9 Monate.)


    Die Winterbienen sind dazu da, dafür zu sorgen, dass der Bienenstock samt Königin und Brut den Winter überlebt. Der Imker hat ein Interesse daran, dass das Bienenvolk den Winter überlebt, weil er ansonsten im Frühling ein neues kaufen müsste, was eben teurer ist, als das Bienenvolk mitsamt vermeintlich unproduktiven Winterbienen zu überwintern.
    Um jetzt mal pingelig zu werden: Kann man die Winterbienen & die Sammlerinnen optisch unterscheiden?

  38. #588
    Braunie

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Weiß es nicht genau, aber höchstwahrscheinlich nicht. Die Winterbiene ist eine normale Arbeiterin, die nicht nach 40 Tagen runterfällt sondern den Winter überdauert, um die Ausgangspopulation fürs nächste Jahr zu bilden.
    Aber für was willst Du die denn überhaupt unterscheiden?

  39. #589
    hareigev

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Zitat Zitat von Rippy Beitrag anzeigen
    Um jetzt mal pingelig zu werden: Kann man die Winterbienen & die Sammlerinnen optisch unterscheiden?
    Kommt wohl drauf an wer man ist. Mit Lupe/Mikroskop geht es wohl. Von Auge geht es am zielsichersten, wenn man die Umgebung anschaut. Wenn es kalt ist und Winter, dann ist es eine Winterbiene. Ich habe das hier aus einem anderen Forum geklaut:

    Sommerbienen — die in der Zeit von März bis August geborenen, etwa sechs Wochen lebenden Arbeitsbienen.

    Winterbienen — die im September geborenen Bienen. Weil sie für Brutaufzucht, Futterbereitung, Bauen nicht oder nur in geringem Umfang eingesetzt werden, verschleißen ihre Drüsenfunktionen nicht und ihre Leistungsfähigkeit bleibt voll erhalten; sie arbeiten sich nicht ab. Deshalb beträgt ihre Lebensdauer zum Unterschied zu den Sommerbienen etwa 6 bis 8 Monate. Ihnen obliegt sowohl die Aufzucht der Brut im nächsten Frühjahr als auch das Einbringen der Frühtracht. Zu diesem Zweck legen sie für die Überwinterung ein sog. Fetteiweißpolster an, dass sowohl der Ernährung, vor allem aber der Futterproduktion dient.

    Fetteiweißpolster — Im Fettkörper des Hinterleibes speichern die überwinternden Bienen aus dem reichlich verzehrten Pollen große Mengen Fett und Eiweiß. Der Fettkörper befindet sich in Polstern unter dem Chitinpanzer des Hinterleibes (Name). Die erste Frühjahrsbrut wird mit diesen körpereigenen Stoffen ernährt. Bei zu frühem Brutbeginn, vor der Weideblüte, wird dieser Vorrat zur Unzeit aufgebraucht, und die Bienen werden krankheitsanfällig. Je größer das Pollenangebot im Herbst, desto besser das Fetteiweißpolster der Winterbienen.
    Originalquelle gemäss Forenbeitrag: Waldemar Bloedorn "Kleines abc der Imkerei" 1971 (Forenbeitrag bei landlive)

    Ohnehin nicht ganz klar ist mir, worauf Du eigentlich hinaus willst. Die Winterbienen sind unabdingbar dafür, dass die erste Brut Ende Winter (Februar/März) versorgt und die Königin immer warmgehalten wird.

  40. #590
    Pauli

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Zitat Zitat von mistershadowx3 Beitrag anzeigen
    Wenn ich bedenke, dass ich Mücken, die durch mein Zimmer fliegen grösstenteils ohne nachzudenken töte,
    es gibt fliegennetze die man vor das fenster spannen kann, oder man wedelt die fliegen einfach aus dem fenster.

  41. #591
    Ophelia

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"


  42. #592
    Nescius

    Standard AW: alles zum Thema "Honig"

    Überschätzte Lebensmittel (V)

    Heute: Honig

    Honig? Fuck you! Nicht fest, nicht flüssig, immer so wachsweich opportunistisch aus dem Glas schleimend – Honig ist echt das Allerletzte. Schon seine Herstellung ist widerlich: Bienen erbrechen ihn! Hmm, "herrlich", Bienenkotze, warum nicht gleich Mäusescheiße aufs Brot schmieren, oder diese kleinen Haarbällchen, die Katzen immer herauswürgen, oder Pferdesperma? Sogar in ägyptischen Pyramiden hat man die gelbe Ekelcreme schon gefunden. Und zwar unverdorben, frisch wie am ersten Tag! Das heißt, wenn man versehentlich mal ein Glas Honig (diesen Dreck!) gekauft hat, kann man ihn nicht einmal schlecht werden lassen. Man kann ihn bei vierzig Grad wochenlang auf den Balkon stellen, da lacht der Honig nur, das macht ihm gar nichts! Und weil er nicht verfault und verschimmelt wie anständige Lebensmittel, können wir ihn nur loswerden, indem wir ihn essen. Was für ein übler Trick vom Honig! Diese Sau-Substanz, dieses Arschloch unter den Aufstrichen! Als Rache sollten wir wenigstens hin und wieder in einen Bienenstock reihern. Am besten gleich heute abend. Wir treffen uns um 23 Uhr hinter der Scheune vom Imker, bitte pünktlich sein!

    Quelle

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