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Argumente gegen den Konsum von Honig:
- Honig ist als Produkt tierischer Herkunft nicht vegan. (Nur für Personen relevant, die sich unbedingt Veganer nennen wollen.)
- Bienen werden als nutzbares Eigentum des Imkers betrachtet
- Viele Imker, aber nicht alle, verschicken Bienen per Post.. Dies könnte durch persönliche Auswahl des Imkers umgangen werden.
- Viele Imker töten Völker, die krank oder nicht ausreichend produktiv sind. Dies könnte durch persönliche Auswahl des Imkers umgangen werden.
- Das Pflegen von Honigbienen zur Unterstützung derselbigen ist auch ohne Honigentnahme und -verkauf möglich
- Die Honigentnahme bedeutet Stress für die Tiere und häufig werden dabei Techniken eingesetzt, die die Tiere bewusst in Angst versetzen (zb. Rauch). Dies kann durch die Verwendung wenig aggressiver Bienenstämme verringert werden, eine gewisse Stressbelastung bleibt aber immer. Darüber hinaus müssen zum Zweck der Zucht nicht geeignete Bienen aussortiert (= getötet) werden.
- Bei der Honigentnahme werden unweigerlich Bienen getötet
- Durch die Haltung von Bienen können Krankheiten und Parasiten auf Wildbienen übertragen werden.
- Durch die Verwendung von Honig, welcher den eigenen moralischen Kriterien entspricht, wird automatisch auch Werbung für Honig gemacht, der nicht auf diese Weise produziert wurde.
Hier stellt sich die Frage ob jemand dafür dass ein anderer sich nicht informiert, zur Verantwortung gezogen werden kann. In jedem Fall sollte man sich aber dieses Aspektes bewusst sein.
Argumente für den Honigkonsum:
- Die Haltung von Honigbienen sichert einen Teil der zur Nahrungsproduktion notwendigen Bestäubung
- Imker sind gleichzeitig eine Lobby für Wildbienen, da sich die Interessen von Honig- und Wildbienen häufig decken
- Imkerei kann die Bestäubung durch Hummeln zum Teil ersetzen, welche zu diesem Zweck gezüchtet, verschickt und anschließend dem Tod durch Verhungern ausgesetzt sind.
- Imkerei ist eine Lobby gegen den Einsatz von Insektiziden, was auch anderen Tieren zugute kommt.
- Imkerei ist eine Lobby gegen die Landwirtschaft mit GVOs.
- bei der Honigproduktion sterben weniger Insekten als beim Anbau der meisten pflanzlichen Süßungsmittel wie zb. Zucker.
- der Erlös vom Verkauf des produzierte Honig dient als Bezahlung für den Imker. Somit muss für die Pflege der Bienenvölker niemand mehr bezahlt werden und es muss auch nicht ehrenamtlich gemacht werden, wo sich womöglich nicht genügend Bienenpfleger (?) finden würden.
- Für eine erfolgreiche Überwinterung eines Bienenvolkes kann es nötig sein, Honig in falscher Zusammensetzung zu entfernen oder auszutauschen. Dies erledigt der Imker.
- Die Leidensfähigkeit von Bienen ist umstritten und man geht beim momentanen Stand der Wissenschaft davon aus, dass diese vermutlich über kein Schmerzempfinden verfügen.
- Die bei uns üblichen Imkereistrukturen (großteils Hobbyimkerei) sind für Tier und Umwelt deutlich günstiger als die industriellen Alternativen, wie sie zb. in den USA bereits betrieben werden. (Wandernde Bienenstöcke usw.)