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Thema: "Fanatismus"

  1. #51
    thomas87

    Standard AW: "Fanatismus"


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    Genmanipulation anstatt Gentechnik


    BUUUUUHHHHH
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  2. #52
    tara76

    Standard AW: "Fanatismus"

    Ich denke, man muß eben differenzieren, wann Provokation berechtigt ist. Die Sachen von Avenging Animals sind genial (habe übrigens gerade festgestellt, daß ich zusammen mit Roland studiert habe )), finden ja aber auf einer völlig anderen Ebene statt, als wenn ich mit einer voreingenommenen Person im Gespräch bin. Ich sehe einen Unterschied zwischen dem Transportieren einer Wahrheit über Kunst, Bilder, Comics, Spots etc. und dem Argumentieren in einem Gespräch: da versuche ich mein Ziel (aufklären, informieren, überzeugen - was auch immer) zu erreichen, indem ich mich so gut wie möglich auf die Person einstelle (Ausnahmen bestätigen die Regel).

  3. #53
    Blumenkind

    Standard AW: "Fanatismus"

    @ Schlunz

    WESSEN Ton ist WANN aggressiv und von oben herab?
    Was geschieht dort? WO wird auf WAS WIE geantwortet?
    Soll ich jetzt den Zeigefinger ausstrecken? Ich meine z.B. Menschen, die Vegetarier anspringen, die im Vegetarier-Bereich ein Rezept mit Ei posten.
    Fakt ist, ich habe selten einen so rabiaten allgemeinen Umgangston erlebt, wie hier. Irgendwie ist es auch verständlich, wenn man sich ständig Sachen wie "Du isst meinem Essen das Essen weg" anhören muss...


    Stumpfe Parolen?
    Es handelt sich nicht um Leichenteile? Nicht um Tierleid? Nicht um menschliche (und somit auch nichtmenschliche) Tiere?
    Es gibt keinen Speziesismus?
    [...]
    Ein ruhiger Ton herrscht überall dort, wo nicht mit Verharmlosungen, Entschguldigungen und Ähnlichem hausiert wird.
    Der Ton macht die Musik. Und wenn man andere Leute von dem überzeugen will, was man denkt, dann sollte man klar, sachlich, objektiv und vernunftsbezogen argumentieren.
    Ganz nebenbei nimmt man so auch den leidigen Antiveganern den Wind aus den Segeln; ihr Hauptgekreisch ist doch "Veganer sind nervige, hysterische Freaks blablabla."

    Der Theorie vom "Anti-Speziesismus" stehe ich, wie vll. schon an anderer Stelle erwähnt, recht kritisch gegenüber. Und nein, ich bin nicht der Meinung, dass der Mensch Tiere töten und misshandeln darf.

    Muss ich als Marxist nun auch "GeneralMotors-"Ausbeuten-und-dann-rationalisieren"-Erzeugnis" zu meinem Auto sagen?


    Sagt man? Ganz simpel? Ohne ganz simpel das Leid zu betonen, das dahinter steckt?
    Weil es sonst gewissen Leuten den Appetit verderben könnte?
    Stelle mir gerade die Frage, wieviele Menschen sich nicht bewusst sind, dass der Begriff "Steak" mit einem getöteten Tier in Verbindung steht. Und ob diese aufhören würden, es zu essen, wenn man "Kuhtötungsprodukt" sagt.
    Was ich sagen will: Die meisten Menschen wissen, wie es in Legebatterien, Großställen, Schlachthäusern etc. aussieht. Trotzdem denken sie nicht um. Bei denen hilft es dann nicht, "Tierleidprodukt" zu sagen. Überzeugen statt bloßes Aufzeigen.


    Wenn hier, wenn da... Warum lebst Du nicht vegan, statt Dich darüber zu äussern, wie es bei anderen sein sollte?
    Ich lebe noch nicht "richtig" vegan, da ich mich noch nicht genug über das Thema informiert habe. Sobald ich das habe, werde ich auch komplett auf tierische Produkte verzichten. Haben nicht die meisten Veganer als Vegetarier begonnen? Wie sieht es mit dir aus?
    Und warum greifst du mich als Person an?

  4. #54
    Cdh

    Standard AW: "Fanatismus"

    Zitat Zitat von Blumenkind Beitrag anzeigen
    Stelle mir gerade die Frage, wieviele Menschen sich nicht bewusst sind, dass der Begriff "Steak" mit einem getöteten Tier in Verbindung steht. Und ob diese aufhören würden, es zu essen, wenn man "Kuhtötungsprodukt" sagt.
    Was ich sagen will: Die meisten Menschen wissen, wie es in Legebatterien, Großställen, Schlachthäusern etc. aussieht. Trotzdem denken sie nicht um. Bei denen hilft es dann nicht, "Tierleidprodukt" zu sagen. Überzeugen statt bloßes Aufzeigen.
    Zwischen "wissen" und "wirklich verstanden haben" ist aber doch ein recht beachtlicher Unterschied.

  5. #55
    Schlunz

    Standard AW: "Fanatismus"

    Zitat Zitat von tara76 Beitrag anzeigen
    Ich denke, man muß eben differenzieren, wann Provokation berechtigt ist. Die Sachen von Avenging Animals sind genial (habe übrigens gerade festgestellt, daß ich zusammen mit Roland studiert habe )), finden ja aber auf einer völlig anderen Ebene statt, als wenn ich mit einer voreingenommenen Person im Gespräch bin.
    Ich kenne Roland auch persönlich. Sicher kein Mensch, der schimpfend durch die Gegend läuft und Tierrechte für sein Ego missbraucht.
    Und was bringen Deine Einwände ihm, Dirk, mir und anderen, die sich auf die von Dir kritisierte Art und Weise vermitteln?

    Zitat Zitat von Blumenkind Beitrag anzeigen
    @ Schlunz
    Soll ich jetzt den Zeigefinger ausstrecken? Ich meine z.B. Menschen, die Vegetarier anspringen, die im Vegetarier-Bereich ein Rezept mit Ei posten.
    Fakt ist, ich habe selten einen so rabiaten allgemeinen Umgangston erlebt, wie hier. Irgendwie ist es auch verständlich, wenn man sich ständig Sachen wie "Du isst meinem Essen das Essen weg" anhören muss...
    Worum geht es Dir denn hier?
    Du hast doch eigentlich geäussert, dass Du die Begriffe, welche für Tierrechte und Antispeziesismus stehen, als "kindisch" empfindest und ablehnst...

    Zitat Zitat von Blumenkind Beitrag anzeigen
    Der Ton macht die Musik. Und wenn man andere Leute von dem überzeugen will, was man denkt, dann sollte man klar, sachlich, objektiv und vernunftsbezogen argumentieren.
    Ganz nebenbei nimmt man so auch den leidigen Antiveganern den Wind aus den Segeln; ihr Hauptgekreisch ist doch "Veganer sind nervige, hysterische Freaks blablabla."
    Gibt es da jemanden, den man ernst genug nehmen muss, um ihm den "den Wind aus den Segeln zu nehmen"? ;o)

    Zitat Zitat von Blumenkind Beitrag anzeigen
    Der Theorie vom "Anti-Speziesismus" stehe ich, wie vll. schon an anderer Stelle erwähnt, recht kritisch gegenüber. Und nein, ich bin nicht der Meinung, dass der Mensch Tiere töten und misshandeln darf.
    Aber ausnutzen und benutzen darf er sie... darfst DU sie... Das ist der Freibrief, den Du Dir selber ausstellst, weil es die Masse vormacht.
    Dabei ist es Dir und jener Masse völlig egal, ob das Ganze wirklich sein muss, oder nicht. Es ist halt bequem für Euch und den Preis zahlen andere.

    Zitat Zitat von Blumenkind Beitrag anzeigen
    Muss ich als Marxist nun auch "GeneralMotors-"Ausbeuten-und-dann-rationalisieren"-Erzeugnis" zu meinem Auto sagen?
    Du musst gar nichts. Du musst hier weder lesen, noch schreiben, noch musst Du vegan leben, doch Du SOLLTEST zumindest mit Kritik leben können und Du solltest Dich nicht in Angelegenheiten und Themen einmischen, die Du für Dein alltägliches Leben ablehnst.

    Zitat Zitat von Blumenkind Beitrag anzeigen
    Stelle mir gerade die Frage, wieviele Menschen sich nicht bewusst sind, dass der Begriff "Steak" mit einem getöteten Tier in Verbindung steht. Und ob diese aufhören würden, es zu essen, wenn man "Kuhtötungsprodukt" sagt.
    "Tierleidprodukt" reicht völlig aus und ist auch auf die Leichen von Schweinen, Hühnern, Schafen, etc. sowie auf Milch, Eier, Wolle und Leder übertragbar.
    Und ja, es hat schon viel bewirkt, dass Menschen das Leid im Produkt betonen.

    Zitat Zitat von Blumenkind Beitrag anzeigen
    Was ich sagen will: Die meisten Menschen wissen, wie es in Legebatterien, Großställen, Schlachthäusern etc. aussieht. Trotzdem denken sie nicht um. Bei denen hilft es dann nicht, "Tierleidprodukt" zu sagen. Überzeugen statt bloßes Aufzeigen.
    Hmmm... Ich kann nicht mehr zählen, wieviele Menschen mir Mails schickten, weil sie durch meinen Blog vegan wurden.
    Die wenigen Beschwerden kamen von Menschen, die unvegan leben und mir die Schuld daran geben, dies weiterhin zu tun.
    "Ich wollte gerade aufhören, mein Kind zu verprügeln, aber jetzt, wo Sie mich kritisieren, kriegt es noch mal richtig Dresche..."
    Das, was Du hier kritisierst, kommt keinem vegan lebenden Menschen in den Sinn. Vielleicht fragst Du Dich einfach mal, wessen Interessen Du hier verteidigst.

    Zitat Zitat von Blumenkind Beitrag anzeigen
    Ich lebe noch nicht "richtig" vegan, da ich mich noch nicht genug über das Thema informiert habe. Sobald ich das habe, werde ich auch komplett auf tierische Produkte verzichten. Haben nicht die meisten Veganer als Vegetarier begonnen? Wie sieht es mit dir aus?
    Und warum greifst du mich als Person an?
    Du beutest Tiere aus und äusserst Dich in meinem Thread.
    Du hast genausowenig wie Samito begriffen, was Antispeziesismus bedeutet.
    Ihr lehnt den Begriff und alles was damit einher geht ab, da es Euch als unbequem erscheint.
    Sich kein Stück für Tierrechte einzusetzen, im Gegenteil sogar Tiere auszubeuten und nebenher jene, die sich für Tierrechte einsetzen aufgrund ihrer angeblichen Ineffektivität zu kritisieren, spottet jeder Beschreibung.

    EDIT:
    Solange ich mich für Tierrechte einsetze, kommt die Kritik am Umgangston (mit welchem die Kritik am Unveganen an sich gemeint ist), sowie an Begrifflichkeiten rund um den Antispeziesismus von unveganer Seite, also von Menschen, die sich eh kein Stück darum scheren, dass Tieren das Recht auf physische und psychische Unversehrtheit zugesprochen wird.
    Eine Bitte an all jene: Bevor Ihr Euch hier und andernorts weiterhin zum Löffel macht, geht doch mal bitte in Euch und sucht nach dem kleinen bißchen Herz und Hirn, welches Euch vom Verstehen dessen trennt, mit dem Ihr Euch schon so lange beschäftigt.
    Das erspart mir und anderen Menschen viel Zeit und Nerven und vor allem erspart es jenen, die Ihr ausbeutet, eine Menge Leid.
    Geändert von Schlunz (07.09.2008 um 15:02 Uhr)

  6. #56
    tara76

    Standard AW: "Fanatismus"

    Zitat Zitat von Schlunz Beitrag anzeigen
    Und was bringen Deine Einwände ihm, Dirk, mir und anderen, die sich auf die von Dir kritisierte Art und Weise vermitteln?
    Nichts - ich bezog mich ja nicht auf die Thematisierung durch die "visuelle Ansprache" (also Slogans auf Shirts, Plakate, Kampagnen), sondern vielmehr auf das posting von Cdh oder Currende. Will sagen: Kunst kann und muß u. U. auch progressive Wege gehen um bewußt durch Provokation aufmerksam zu machen.
    Im Dialog allerdings (dies gilt auch für Publikationen in bestimmten Medien, Interviews etc.) sollte man sich meiner Meinung nach besser nicht gewisser Begriffe bedienen, da dies einfach häufig vom Thema weg und zu Abblock-Verhalten führt.


    Zitat Zitat von Blumenkind Beitrag anzeigen
    Die meisten Menschen wissen, wie es in Legebatterien, Großställen, Schlachthäusern etc. aussieht.
    Das wage ich zu bezweifeln! Mach doch einfach mal eine Stichprobe und befrage Menschen aus Deinem Umfeld dazu - würde mich stark wundern, wenn ihre Kenntnisse der Umstände über das übliche Minimum hinausgehen.

  7. #57
    Cavia aperea

    Standard AW: "Fanatismus"

    Zitat Zitat von tara76 Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Blumenkind
    Die meisten Menschen wissen, wie es in Legebatterien, Großställen, Schlachthäusern etc. aussieht.
    Das wage ich zu bezweifeln! Mach doch einfach mal eine Stichprobe und befrage Menschen aus Deinem Umfeld dazu - würde mich stark wundern, wenn ihre Kenntnisse der Umstände über das übliche Minimum hinausgehen.
    Der Einschätzung von tara76 schließe ich mich an. Ich frage nämlich ständig in meinem Umfeld nach- und bis auf ungefähre Vorstellungen, dass Tiertransporte schrecklich sind und die Hühner es in ihren Käfigen auf den Gittern schlecht haben, hat wirklich NIEMAND!
    Wenn man jemand "Interessierten" vor sich hat, dann weiß er ev. noch, dass Hühner automatisiert durch Maschinen geschlachtet werden- und das wars.
    Und dass das nur eine winzige Spitze des Eisbergs der Tierleidindustrie ist, muss ja nicht nochmals betont werden.

  8. #58
    Blumenkind

    Standard AW: "Fanatismus"

    Ok, vielleicht komme ich dann aus besonders informierten Gegenden, aber bei meinem Umfeld hört man immer wieder: "Ja, ich weiß das es den Tieren schlecht geht, aber ich esse trotzdem Fleisch, schmeckt mir halt..."
    Wenn das anderorts nicht so ist- entschuldigung.


    Gibt es da jemanden, den man ernst genug nehmen muss, um ihm den "den Wind aus den Segeln zu nehmen"? ;o)
    Leute wie von der Lippe erreichen leider ein sehr breites Publikum, dass sich dann auch noch in seinen falschen Ansichten bestärkt fühlt.


    Was ich bemerkenswert finde:

    Du kennst mich kaum, Schlunz. Du weißt nicht, ob und wie ich mich für Tierrechte einsetze und unterstellst mir trotzdem, es nicht zu tun.
    Ich schreibe mehrmals, dass ich einen sachlichen, Objektiven Wortschatz bevorzugen würde. Trotzdem unterstellst du mir, die "Kampfbegriffe" seien mir einfach zu unbequem.
    Ich schreibe, dass ich kein Veganer bin, da ich mich noch nicht genug informiert habe. Ich weiß noch nicht einmal, wo überall tierische Produkte drinnen stecken und würde mich noch lange nicht als Veganer bezeichnen.
    Wenn ich dann irgendwann vegan lebe, werde ich auch noch diese Begriffe ablehnen und werde auch noch "Fleisch" und "tierische Produkte" sagen. Und du schreibst dann, ich würde den Veganismus ablehnen.
    Falscher Schluss.

    Wäre es für dich so gemein, wenn ich sage, dass menschliches Leben eine höhere Priorität als das des Tieres hat und der Mensch trotzdem kein Recht hat, Tiere zu benutzen und zu töten, wenn es andere Möglichkeiten gibt (die es definitiv immer gibt, von den Inuit vll. mal abgesehen) ? Dann bin ich ja ein Speziesist, oder?

    Wenn jemand das _permanente_ Provozieren ablehnt, dann lehnt er in deinen Augen auch Projekte wie "avenging animals" ab (so ging es aus dem Post, in dem du die Links gebracht hast, hervor). Das ist einfach ein falscher Schluss!
    Natürlich ist Provokation erlaubt, sie sollte m.M. nach aber nicht in jedem Satz stecken...

    Du ziehst permanent falsche Schlüsse über andere Personen und watscht diese dann als Antiveganer ab. Das ist einfach unter aller Kanone.

    Aber ausnutzen und benutzen darf er sie... darfst DU sie... Das ist der Freibrief, den Du Dir selber ausstellst, weil es die Masse vormacht.
    Dabei ist es Dir und jener Masse völlig egal, ob das Ganze wirklich sein muss, oder nicht. Es ist halt bequem für Euch und den Preis zahlen andere.
    Woher willst du wissen, dass ich mir diesen "Freibrief" ausstelle.
    Du ziehst wiedermal Schlüsse um Kritiker wie mich in irgendeine für dich, ja ich sag es jetzt, bequeme Ecke zu stellen.

    Und jetzt 10 mal durchatmen und jede Community aufzählen, in denen man kritisiert wird, wenn man Sachlichkeit fordert...

  9. #59
    Currende

    Standard AW: "Fanatismus"

    Ok, vielleicht komme ich dann aus besonders informierten Gegenden, aber bei meinem Umfeld hört man immer wieder: "Ja, ich weiß das es den Tieren schlecht geht, aber ich esse trotzdem Fleisch, schmeckt mir halt..."
    Wenn das anderorts nicht so ist- entschuldigung.
    Davon war wohl eher nicht die rede. Das es den Tieren schlecht geht weiß wohl jeder.
    Aber das sie sich ernsthaft darüber im Bewussten sind was dahinter steckt glaube ich nicht.
    Nur die wenigsten denken an den entzündeten Euter der Kuh, die schreie nach dem Kalb und die Qualen die das Tier mitmachen muss während sie sich ihre Milch in den Rachen kippen. Das wird schön verdrängt.

  10. #60
    Schlunz

    Standard AW: "Fanatismus"

    Zitat Zitat von Blumenkind Beitrag anzeigen
    Ok, vielleicht komme ich dann aus besonders informierten Gegenden, aber bei meinem Umfeld hört man immer wieder: "Ja, ich weiß das es den Tieren schlecht geht, aber ich esse trotzdem Fleisch, schmeckt mir halt..."
    Wenn das anderorts nicht so ist- entschuldigung.
    Kälberboxen, Kükenschredder... Was hat das mit Fleisch zu tun?

    Zitat Zitat von Blumenkind Beitrag anzeigen
    Du weißt nicht, ob und wie ich mich für Tierrechte einsetze und unterstellst mir trotzdem, es nicht zu tun.[...]
    Ich schreibe, dass ich kein Veganer bin, da ich mich noch nicht genug informiert habe.
    Das ist ermüdend...
    Lies, was Du schreibst und erkenne die Widersprüchlichkeit.

    Zitat Zitat von Blumenkind Beitrag anzeigen
    Trotzdem unterstellst du mir, die "Kampfbegriffe" seien mir einfach zu unbequem.
    "Kampfbegriffe"?

    Zitat Zitat von Blumenkind Beitrag anzeigen
    Wenn jemand das _permanente_ Provozieren ablehnt, dann lehnt er in deinen Augen auch Projekte wie "avenging animals" ab (so ging es aus dem Post, in dem du die Links gebracht hast, hervor). Das ist einfach ein falscher Schluss!
    Natürlich ist Provokation erlaubt, sie sollte m.M. nach aber nicht in jedem Satz stecken...
    In jedem Satz?
    Was willst Du mir eigentlich sagen? Was ist los mit Dir?

    Zitat Zitat von Blumenkind Beitrag anzeigen
    Du ziehst permanent falsche Schlüsse über andere Personen und watscht diese dann als Antiveganer ab. Das ist einfach unter aller Kanone.
    Bitte lies aufmerksam, was ich schreibe und verwechsle nicht unvegan mit antivegan, okay?
    Das ist wirklich eine ermüdende, unlogische und sinnfreie "Konversation", die Du hier betreibst.
    Vielleicht liest Du das Ganze Geschreibsel von Dir noch mal, wenn Du ausgeschlafen, nüchtern oder entspannter bist (whatever) und reflektierst dann ne Runde...
    Geändert von Schlunz (08.09.2008 um 00:09 Uhr)

  11. #61
    brater

    Standard AW: "Fanatismus"

    Hallo,

    dies ist ein one-post-account, ich werde etwaige Antworten auf diesen Post also vermutlich nicht kommentieren (mir fehlt einfach die nötige emotionale Wertschätzung, s.u.).

    Durch Zufall kam ich (als bekennender Fleischesser) auf diese Seite und habe mich köstlich über den ein oder anderen Post in diesem Forum amüsiert.

    Eigentlich verlasse ich Seiten sehr schnell, wo eine erschreckende Zahl FANATIKER unterwegs ist. -Ja, Ihr lest richtig. Aber dieser Thread hat doch meine Aufmerksamkeit erregt, und ich möchte doch einen Kritischen Kommentar loswerden.

    Als Fanatismus (von fr: fanatique oder lat. fanaticus; göttlich inspiriert) bezeichnet man

    * im engeren Sinn das Besessensein von einer Idee, Vorstellung oder Überzeugung („ein fanatischer Anhänger einer Ideologie oder einer Gruppierung“),
    * im weiteren Sinn eine besonders hohe emotionale Wertschätzung bestimmter Tätigkeiten, Interessengebiete (fanatischer „Motorrad-Freak“ oder „Fußball-Fan“) oder Objekte wie z.B. Sammelobjekte.

    (Quelle: Wikipedia)
    Versteht mich nicht falsch, ich tolleriere jede Art von Ernährung. Auch extreme wie eure. Aber Ihr (oder zumindest ein großer Teil von euch) SEID Fanatiker. Sogar welche im engeren Sinne. Was sogar noch schlimmer ist: Man bewegt sich oft nur in seinen eigenen Kreisen und schätzt die gesamte Outgroup stark ab. Warum? Weil Punkt 2 ebenfalls zutrifft. Der Ernährung wird in eurem Fall "eine besonders hohe emotionale Wertschätzung" zugeordnet. Jeder, der anders denkt, oder der die gleichen emotionalen Bindungen nicht hat, ist in euren Augen ein böser Mensch. Somit ist ein Vergleich mit Pazifismus nicht gegeben, da eine -wenn auch nich offene- aggression ggü. der Outgroup vorliegt. Ich frage euch nun also: Was seid ihr dann, wenn keine faschistoiden Fanatiker?

    Ein schönes Leben noch!

  12. #62
    Linda

    Standard AW: "Fanatismus"

    Zitat Zitat von brater Beitrag anzeigen
    Ich frage euch nun also: Was seid ihr dann, wenn keine faschistoiden Fanatiker?
    *gähn* Also momentan bin ich ziemlich gelangweilt Schrägstrich müde, es könnte an der Uhrzeit liegen, aber auch an diversen Beiträgen (z.b. s.o. ;) )

    Das was du lapidar Ernährungsfrage oder -meinungsverschiedenheit nennst bezeichne ich als Auftragsmord.

    Du hast Angst, dass die aggressive spaßresistente Veganermiliz dir dein Schnitzel vom Teller und die Butter vom Brot nimmt. Wie ich finde zu Recht, und ich hoffe du unterliegst noch weiteren emotionalen Beklemmungen. Deine Schwäche ist unsere Kraft. Dein armseliges Niveau ist die Plattform unserer emotionalen Stärke. Das du dich hinter angekündigter Nicht-Beantwortung und Foren-Anonymität versteckst und somit Diskusssionsunfähigkeit und -unwillen signalisierst zeigt uns, wie richtig der Weg hin zu einer offenen, gewalt- und leidfreien Gesellschaft ist. Menschen wie du sind der Beweis dass es wichtig und richtig ist den Veganismus zu verbreiten. Jeder ist betroffen, jeder fühlt sich angesprochen.

    Zitat Zitat von brater Beitrag anzeigen
    Ein schönes Leben noch!
    Toleranz ohne Doppel-L.
    Ein Text wird inhaltlich nicht besser in dem man vermeintlich angesagte Anglizismen einfügt.
    Du hast dich folgender Gesetzmäßigkeit hingegeben: http://de.wikipedia.org/wiki/Godwins_Gesetz
    Sinn für Humor ist nicht käuflich, ebenso wenig wie Empathie.


    Ich bin praktizierender Fan des Veganismus und "brater, Sie sind raus."
    Sollte sich deine "Lebensmittel"sensibilität eines Tages eventuell auf andere Lebewesen außer deinem Magen übertragen kannst du gerne nochmal auf einen ernsthaften Gedankenaustausch vorbeischauen.

    Ansonsten Danke für den netten Wunsch !

    Liebe Grüße,
    Linda

  13. #63
    brater

    Daumen runter Was zu beweisen war

    Zitat Zitat von Linda Beitrag anzeigen
    *Dein armseliges Niveau [..]
    *[..] ich hoffe du unterliegst noch weiteren emotionalen Beklemmungen.
    QED! (Abschätzung der OUTGROUP)
    Im Übrigen ist das Wort ein normal verwendeter Begriff in der Soziologie und der Psychologie. Um die "bösen Anglizismen" zu beseitigen: Outgroup = Fremdgruppe.

    Zitat Zitat von Linda Beitrag anzeigen
    *Du hast Angst, [..]
    *Du hast dich folgender Gesetzmäßigkeit hingegeben: http://de.wikipedia.org/wiki/Godwins_Gesetz
    Falsch, böse Unterstellungen.

    Zitat Zitat von Linda Beitrag anzeigen
    Toleranz ohne Doppel-L.
    Toll, ein Rechtschreibfehler. Hast du auch bemerkt, dass ich "Kritischer Kommentar" falsch geschrieben habe?

    Genau das ist der Grund, weshalb ich hier gar nicht mit diskutieren MÖCHTE. Nicht weil ich die Diskussion vermeidlich scheue, sondern weil keine stattfindet, man falsch verstanden, beschimpft und beleidigt wird.

  14. #64
    kadek

    Standard AW: "Fanatismus"

    "dies ist ein one-post-account, ich werde etwaige Antworten auf diesen Post also vermutlich nicht kommentieren (mir fehlt einfach die nötige emotionale Wertschätzung, s.u.)."
    ...Nicht weil ich die Diskussion vermeidlich scheue, sondern weil keine stattfindet,

    "Ich frage euch nun also: Was seid ihr dann, wenn keine faschistoiden Fanatiker?"
    ... man falsch verstanden, beschimpft und beleidigt wird.

    Aha!

  15. #65
    Schlunz

    Standard AW: "Fanatismus"

    Zitat Zitat von brater Beitrag anzeigen
    Jeder, der anders denkt, oder der die gleichen emotionalen Bindungen nicht hat, ist in euren Augen ein böser Mensch.
    Wie kommst Du denn darauf? Wenn dem so wär, würden die meisten Veganer sicher wegen Paranoia in der Klapse landen. Die Paranoia überlassen wir lieber Dir.
    Wir leben in einer Gesellschaft, in der Generationen mit "ganz normalem" Tierleid aufgewachsen sind. Viele Leute checken es nicht und man muss es ihnen erklären.
    Wo wir vielleicht auf einen Nenner kommen, ist der Umstand, dass Leute, die sich erfolglos mit dem Thema Ethik befasst haben, sich in entsprechenden Foren anmelden und grenzwertige Postings schreiben, als Idioten betitelt werden können.

  16. #66
    Cdh

    Standard AW: "Fanatismus"

    Zitat Zitat von brater Beitrag anzeigen
    dies ist ein one-post-account, ich werde etwaige Antworten auf diesen Post also vermutlich nicht kommentieren (mir fehlt einfach die nötige emotionale Wertschätzung, s.u.).


    Warum antworter ihr ihm Überhaupt?
    Er hat doch gesagt, dass er keinerlei Interesse an einer Auseinandersetzung mit dem Thema hat.
    Leute, die sich irgendwo anmelden und kurzerhand alle Anwesenden als faschistoide Fanatiker bezeichnen, weil sie nicht verstehen (wollen?), worum es ihnen geht (Der Ernährung wird in eurem Fall "eine besonders hohe emotionale Wertschätzung" zugeordnet.), gibt es doch überall.

    Einfach nicht darauf antworten.

    Klar, wirft diese Person uns dann vor, dass wir so elitär sind, dass wir nicht mal Kritik von der Outgroup vertragen, aber das war's dann auch schon.
    Wenn man versucht, zu diskutieren, kommt auch nicht mehr raus.

  17. #67
    Schlunz

    Standard AW: "Fanatismus"

    Das Ethik Portal hat mein Eingangsposting als PDF online gestellt.
    http://www.ethik-portal.de/index2.ph...o_pdf=1&id=515

    Nettes Feedback... ;o)

  18. #68
    Kantgrinder

    Standard AW: "Fanatismus"

    Sehr guter Text! Großes Lob an dich, Schlunz!

  19. #69
    kreaktiver

    Standard AW: "Fanatismus"

    Hallo.. Ich möchte nur kurz meine kleine Antwort schreiben zu dem ganzen =) "Am Anfang hatte ich viele dieser angesprochenen Konflikte, Auseinandersetzungen und Diskussionen!- Heute gehe ich mit meiner veganen Ernährung einfach anders um. Ich gehe grundsätzlich (außer an einem Infostand) keine Diskussionen mehr mit Menschen ein, die sich anders ernähren als ich- offene Menschen bitte ich darüber nachzudenken Bioprodukte zu kaufen und sich zumindest für die Diskussionszeit neutral zu verhalten und erst einmal zuzuhören- schwer aber machbar. Ich lebe veganes Leben vor, lade Menschen zu mir in den Verein ein um aufzuzeigen, dass veganes Essen anders sein kann als man es sich doch gedacht hat =) .. Wenn ich spüre, dass jemand absolut anderer Meinung ist und lediglich irgendwas babbelt, dann breche ich sofort ab und verschwende nicht beider Zeit mit sinnlosem Austausch zweier völlig verschiedener Bewusstseinsstufen im Ernährungsbereich!" Ich fahre echt gut damit und habe lediglich 1 Konflikt im letzten Jahr gehabt! Aufklärungsarbeit mache ich lediglich wie angesprochen an meinen kreaiven Abenden mit Essen und Trinken.. seit 4 Jahren ca.

    Ein wundervolles Jahr 2009 für Euch alle!

    Liebe Grüße .. Kihigedo (Oliver)

  20. #70
    dondede

    Standard AW: "Fanatismus"

    Früher half man sich bekanntlich so, daß man dreierlei Seelen annahm, die niederste den Pflanzen, Tieren und Menschen, die höhere den Tieren und Menschen, die höchste den Menschen allein zuschrieb. Mit dieser Distinktion kam man in der Naturbetrachtung nicht weiter, wenn auch natürlich der alte Unterschied zwischen dem Tier und den meisten Menschen und der noch krassere Unterschied zwischen den bekanntesten Tieren und den bekanntesten Pflanzen heute noch mit ähnlichen Worten ausgedrückt werden müßte. Aber alle Wissenschaft hat den Drang nach vereinigenden Formeln. Der Wunsch, die Organismen einheitlich aufzufassen, wurde nicht gefördert. Die Aufstellung einer besonderen niederen, vegetativen Seele erklärte nichts, das heißt vermochte die Organismen nicht mit gleichen Worten zu beschreiben. Daß Tiere und Pflanzen, soweit es nicht auf die Reizerscheinungen ankommt, gleichartig sind, das ist selbstverständlich. Selbst die naiven Unterscheidungsmerkmale zwischen Tieren und Pflanzen sind wissenschaftlich nicht mehr aufrecht zu halten. Es gibt Tiere, die sich nicht frei bewegen können, es gibt Tiere, die ihre Nahrung ohne Magen aufnehmen, es gibt endlich Organismen, die sich in der gegenwärtigen Klassifikation nicht als Pflanzen und nicht als Tiere bestimmen lassen.

    Es ist nun sehr schwer, von den vegetativen Erscheinungen der Ernährung und Fortpflanzung diejenigen Erscheinungen begrifflich zu trennen, die ich vorhin nicht ohne Verlegenheit Reizerscheinungen genannt habe, und die die Phantasie am ehesten veranlassen, das Wort Seele auf die Pflanzen anzuwenden. Alles organische Leben bietet uns ein völlig Unverständliches, was wir zuletzt als eine Wirkung auf Reize bezeichnen. Auch die Nahrungsaufnahme. Ich möchte das noch mit einigen Worten erläutern, um wieder einmal darauf hinzuweisen, wie wenig wir von den Dingen verstehen, die wir zu verstehen glauben.

    Wir können recht gut die Pflanze als ein umgestülptes Tier oder das Tier als eine umgestülpte Pflanze auffassen, wenn wir — wie man zu sagen pflegt — die Verschiedenheit der Nahrungsaufnahme bei beiden erklären wollen. Es ist wirklich nur eine morphologische Frage, ob der Apparat zur Nahrungsaufnahme als Wurzel mit allen Wurzelfasern nach außen geht oder als Darm mit allen Darmzotten inwendig sitzt. Was uns dann als Wirkung einer Seele erscheinen soll, das muß eine Bewegung sein. Wenn die Amöbe von irgend einem Punkte ihrer Hülle aus sich vorstreckt, etwas wie einen Tentakel aussendet, um ein Nahrungspartikelchen zu ergreifen und es zu assimilieren, so sehen wir darin den Anfang tierischer Bewegung. Wenn eine Pflanzenwurzel nicht senkrecht in das Brdreich hinabsteigt, sondern in schräger Richtung der Feuchtigkeit nachgeht, so vergleichen wir das mit der tierischen Bewegung. Beide Bewegungen könnte man bis zu einem gewissen Punkte mechanisch erklären. Die unmittelbare Berührung der Wurzel mit der nährenden Feuchtigkeit macht uns ihr Wachstum mechanisch (wie wir glauben) verständlich, sonach auch die besondere Richtung des Wachstums. Wenn die Amöbe ihre Tentakel nach der Richtung eines Nahrungspartikelchens aussendet, nach der Richtung der Nahrung wächst, trotzdem eine unmittelbare Berührung nicht stattgefunden hat, so können wir uns das immer noch mechanisch so vorstellen, daß die Amöbe die in der Umgebung des Partikelchens fein zerstreuten Teilpartikelchen auf sich so wirken läßt, wie der Mensch auf eine größere Entfernung riecht, als er schmeckt. Die Assimilation der Nahrung wird dann ebenso leicht und ebenso schwer erklärbar wie die Wirkung zweier Stoffe aufeinander, die sich chemisch verbinden. Es steht nichts im Wege, diese Wirkung chemischer Stoffe aufeinander einem gegenseitigen Reize zuzuschreiben, nur daß wir das Wort Reiz auf diese Stoffbeziehungen nicht anzuwenden pflegen. Denn mit dem Worte Reiz verbinden wir eben die Vorstellung von einem einheitlichen, nach menschlichem Standpunkt zweckmäßigen Organismus, der mikroskopische oder makroskopische Bewegungen ausführt, um sich einem Erlebnis anzupassen. Bei chemischen Vorgängen fehlt uns diese Vorstellung der Zweckmäßigkeit des Organismus. Ich will sagen, daß man den Begriff Seele, wenn man ihn vom Menschen über das Tier hinaus erst auf die Pflanzen angewendet hat, mit einer um einen Schritt weiter gehenden Metapher auch auf die unorganischen Dinge erstrecken könnte, insofern sie chemisch aufeinander reagieren. Wie denn der Begriff der Verwandtschaft auf diese Beziehungen längst angewandt worden ist. Wir werden noch sehen, wie diese Ausdehnung des Seelenbegriffs wirklich von Fechner, der da oft mehr ein humoristischer Dichter und Träumer als ein Philosoph war, in kühner Phantasie gewagt wurde.

  21. #71
    Schlunz

    Standard AW: "Fanatismus"

    @dondede:

    Du irrst in der falschen Ecke umher. Was soll das ganze Seelengerede, wenn es doch sowas leicht greifbares wie Bewusstsein gibt?
    Warum betonen, dass alles beseelt sei, ob Tiere, Pflanzen oder Steine, wenn das doch nur zur Relativierung von Leid führt?
    Liegt darin Dein Antrieb? Absolution darin zu suchen, sich dumm zu stellen?
    Bitte folgenden Text lesen:
    http://schlunz-extra.blogspot.com/20...dfhigkeit.html

  22. #72
    Lemur

    Standard AW: "Fanatismus"

    Naja Schlunz(bin eben mal Deinem Link gefolgt)
    Deiner Annahme einer evolutionären Abstufung von Leidensfähigkeit kann ich zwar durchaus folgen,allerdings ergeben sich daraus einige Überlegungen und Fragen.
    Die den Weg kreuzenden Ameisen:Wenn ich im Wald,Feld und Flur unterwegs bin versuche ich durchaus diese Ameisenspuren zu überspringen und vor allem erlebe ich diese Versuche auch immer wieder von allen meinen Begleitern.
    Das heißt doch daß ein gewisser natürlicher Respekt (die meisten meiner "Mitläufer"sind Omnivoren)auch eben vor evolutionär weniger entwickelten Tieren gegeben ist.Intressant hierbei wäre die Frage warum nun jeder die Ameisen überspringt,die meisten dann aber ein Schnitzel auf dem Teller liegen haben.
    Vergleichbares gilt fürs Rasenmähen.Ich lasse z.B. immer einen kleineren Teil als Rückzugsmöglichkeit stehen(völlig bewußt daß in der zu 90% gemähten Fläche zigtausend Insekten sterben)Dies nun wurde auch von Omnis kopiert.
    (Das mag nun eher ökologisch motiviert sein?)
    Schnecken von der Straße an den Wegrand setzen,Fliegen aus dem Fenster wedeln statt erschlagen,alles mehrfach beobachtete Handlungen von Fleischessern.Warum nun an dieser Stelle der gezeigte Respekt dem evolutionär mit weniger Leidensfähigkeit ausgestattetem Tier gegenüber und dann eben doch das Steak(oder was auch immer)?
    Der andere Teil meiner Überlegungen betrifft eine Gefahr welche ich in der geäußerten Abstufung der Leidensfähigkeit sehe trotzdem dies sachlich natürlich richtig ist.
    Mit eben diesem "Argument"aß ich noch eine längere Zeit Fisch bevor ich Vegetarier wurde.Ebenso könnte da die Idee aufkommen daß Vögel ja weniger leidensfähig sind als Säuger.
    Oder am anderen Ende der evolutionären Skala: Die unsägliche Idee Heuschrecken zu verkonsumieren.
    Zwar erwähnst Du in der verlinkten Diskussion das zentrale Nervensystem als ein Kriterium für Leidensfähigkeit,allerdings denke ich daß dieser Punkt konkretisiert werden sollte.
    Ich machs mal an meiner Verhaltensweise fest:Jedes Tier egal mit welchem Leidpotential ausgestattet hat erst mal das Recht von mir nicht gefressen zu werden.
    Je höher die potentielle Fähigkeit Leid in jedweder Form zu verspüren in einem Individuum entwickelt ist desto höher ist meine Verpflichtung möglichst weit Sorge dafür zu tragen daß durch meine Handlungen und Unterlassungen im Idealfall dieses Leid unterbleibt oder zumindest reduziert wird.
    Somit sehe ich es als den größeren Fortschritt an aus z.B. 5Vielfleischfressern 5 Wenigfleischfresser "zu machen"(war ohnehin schwer genug)als einen davon zum Vegetarier.
    Zudem erkenne ich in den letzen Monaten bei einer dieser Personen ein auffallendes Intresse an "vegetarischen Themen".
    Ist der Verdrängungsmechanismus der Leute erst einmal ein wenig angeknackst steht ja auch einer weiteren Entwicklung nix im Weg.
    Aber zurück zur ethischen Verpflichtung in meinem Fall.Ich bin mit Hunden aufgewachsen -mag sie sehr!-und genau deswegen halte ich eben keinen.
    Vorausgesetzt ich hätte Intresse an Heuschrecken würde mich die Ebene meiner diesen Tieren gegenüber verspürten moralischen Verpflichtung zwar davon abhalten diese als potentielle Nahrung anzusehen aber eben nicht diese in einem Terrarium zu halten.
    Wäre dies nach der Definiton Speziesismus(wei wie schreibt sich dat?)wenn ich zwischen Hunden und Heuschrecken eben unterschiedliche Maßstäbe anlege?
    Oder nochmal allgemeiner:Sicher ist es ein Schritt in die richtige Richtung wenn aus jemandem welcher monatlich 25 x Säugerfleisch ,10 x Vogelfleisch und 5 x Fischfleisch aß jemand wird welcher dann noch 5 x Fischfleisch ist...
    ABER :da es bei jedweder Unklarheit über das Potential an Leidensfähigkeit eines Individuums meiner Meinung nach Gültigkeit haben sollte daß eine Entscheidung darüber prinzipell zugunsten des möglichen Opfers fallen muß mag ich eben die durchaus richtige These von der evolutionären Entwicklung der Leidensfähigkeit in der realen Welt da draußen nicht thematisieren.
    Sehr wohl sehe ich auch den Widerspruch zwischen meiner Befriedigung wenigstes bei einer handvoll Menschen zu signifikant niedriegerem Aaßfraß (war vor 17/18Jährchen mal ein beliebtes Scenewort)beigetragen zu haben und meiner grundlegenden Forderung bei irgendeinem Zweifel über das Maß an Leidensfähigkeit eines Individuums dieses eben generell nicht zu "verwerten".
    Hier prallen eben wieder grundlegende Theorie und die oftmals bittere Praxis aufeinander.
    Selbst hab ich es aktuell zwar geschafft Ovo/Lacto Produkte aus meiner 14Tage-Ernährungsphase zu verbannen weiß aber auch zu genau daß es da Ziegenkäse gibt welche mir früher oder später ganz gewaltig durch den Hinterkopf schweben werden...Ergebnis offen....
    In einem anderen Zusammenhang galt und gilt der Spruch:
    Fight Racism!
    In the Streets,
    and in your Mind!
    Dann will ich mal zusehen das hiermit gemeinte auch auf "unser"Thema zu übertragen.
    Nun verschone ich euch mal vor weiteren Gedankenquirlen des nächtlichen Lemur -wer nicht mag muß es ja nicht lesen(hähä)-und begebe mich...chrrrr

  23. #73
    Schlunz

    Standard AW: "Fanatismus"

    Zitat Zitat von Lemur Beitrag anzeigen
    Deiner Annahme einer evolutionären Abstufung von Leidensfähigkeit kann ich zwar durchaus folgen,allerdings ergeben sich daraus einige Überlegungen und Fragen.
    Na dann mal...

    Zitat Zitat von Lemur Beitrag anzeigen
    Die den Weg kreuzenden Ameisen:Wenn ich im Wald,Feld und Flur unterwegs bin versuche ich durchaus diese Ameisenspuren zu überspringen und vor allem erlebe ich diese Versuche auch immer wieder von allen meinen Begleitern.
    Cool. Ich kenne viele Menschen, die stampfen wie Bulldozer durch Wald und Wiese.

    Zitat Zitat von Lemur Beitrag anzeigen
    Das heißt doch daß ein gewisser natürlicher Respekt (die meisten meiner "Mitläufer"sind Omnivoren)auch eben vor evolutionär weniger entwickelten Tieren gegeben ist.
    Dünn verteilt...

    Zitat Zitat von Lemur Beitrag anzeigen
    Intressant hierbei wäre die Frage warum nun jeder die Ameisen überspringt,die meisten dann aber ein Schnitzel auf dem Teller liegen haben.
    Weil er zu "weich" ist, eine Ameise zu töten und wenn jemand anders den Mord begeht, "darf es auch etwas mehr sein".
    Wenn jemand für uns mordet, dann hat DIESER JEMAND gemordet, nicht wir... Hauptsache, man macht sich nicht direkt die Hände schmutzig. Eine merkwürdige Nische und scheinbare Sackgasse der menschlichen Moral.

    Zitat Zitat von Lemur Beitrag anzeigen
    Zwar erwähnst Du in der verlinkten Diskussion das zentrale Nervensystem als ein Kriterium für Leidensfähigkeit,allerdings denke ich daß dieser Punkt konkretisiert werden sollte.
    Ich machs mal an meiner Verhaltensweise fest: Jedes Tier egal mit welchem Leidpotential ausgestattet hat erst mal das Recht von mir nicht gefressen zu werden.
    Hmm... Sowohl, als auch und das gegenseitig. Kommt auf die Umstände an... ;o)

    Zitat Zitat von Lemur Beitrag anzeigen
    Je höher die potentielle Fähigkeit Leid in jedweder Form zu verspüren in einem Individuum entwickelt ist desto höher ist meine Verpflichtung möglichst weit Sorge dafür zu tragen daß durch meine Handlungen und Unterlassungen im Idealfall dieses Leid unterbleibt oder zumindest reduziert wird.
    Richtig.

    Zitat Zitat von Lemur Beitrag anzeigen
    Somit sehe ich es als den größeren Fortschritt an aus z.B. 5Vielfleischfressern 5 Wenigfleischfresser "zu machen"(war ohnehin schwer genug)als einen davon zum Vegetarier.
    Damit gebe ich mich nicht zufrieden, weshalb ich durch meine Tierrechtsarbeit mehr Menschen zum Veganismus angeregt habe, als zum wenig Fleisch essen.
    Man muss Probleme an der Wurzel angehen und dafür muss man radikal argumentieren.

    Zitat Zitat von Lemur Beitrag anzeigen
    Zudem erkenne ich in den letzen Monaten bei einer dieser Personen ein auffallendes Intresse an "vegetarischen Themen".
    Ist der Verdrängungsmechanismus der Leute erst einmal ein wenig angeknackst steht ja auch einer weiteren Entwicklung nix im Weg.
    Manche Menschen beginnnen, ethisch zu reflekteieren und dann ziehen sie sich wieder innerlich zurück, bauen eine innere Mauer zwischen sich und der Schuld auf...
    Gesellschaft, Bequemlichkeit, Dekadenz...

    Zitat Zitat von Lemur Beitrag anzeigen
    Aber zurück zur ethischen Verpflichtung in meinem Fall.Ich bin mit Hunden aufgewachsen -mag sie sehr!-und genau deswegen halte ich eben keinen.
    Wieso? Wenn Du genügend Zeit und Platz hast, hole einen aus dem Tierheim.
    Einen "Kandidaten mit schlechten Karten".

    Zitat Zitat von Lemur Beitrag anzeigen
    Vorausgesetzt ich hätte Intresse an Heuschrecken würde mich die Ebene meiner diesen Tieren gegenüber verspürten moralischen Verpflichtung zwar davon abhalten diese als potentielle Nahrung anzusehen aber eben nicht diese in einem Terrarium zu halten.
    Wäre dies nach der Definiton Speziesismus(wei wie schreibt sich dat?)wenn ich zwischen Hunden und Heuschrecken eben unterschiedliche Maßstäbe anlege?
    Dann wäre meine Argumentation speziesistisch. ;o)
    Du weißt instinktiv, warum Du eher den Hund, als die Heuschrecke retten würdest und Du kannst es rational erfassen (siehe obiger Link).

    Zitat Zitat von Lemur Beitrag anzeigen
    Oder nochmal allgemeiner:Sicher ist es ein Schritt in die richtige Richtung wenn aus jemandem welcher monatlich 25 x Säugerfleisch ,10 x Vogelfleisch und 5 x Fischfleisch aß jemand wird welcher dann noch 5 x Fischfleisch ist...
    Skandalöse Äusserung der Bundesfamilienministerin auf einer Pressekonferenz:
    "Es ist sicher ein Schritt in die richtige Richtung, wenn Eltern ihre Kinder nur noch an Wochenenden und ausserhalb der gesetzlich vorgesehenen Ruhezeiten verprügeln."
    Undenkbar... Und was siehst Du hier?
    Hier siehst Du, wie Du vorbildlich die Ethik dehnst, weil es sich "nur" um Tiere handelt.
    Das ist Speziesismus...

    Zitat Zitat von Lemur Beitrag anzeigen
    Hier prallen eben wieder grundlegende Theorie und die oftmals bittere Praxis aufeinander.
    Selbst hab ich es aktuell zwar geschafft Ovo/Lacto Produkte aus meiner 14Tage-Ernährungsphase zu verbannen weiß aber auch zu genau daß es da Ziegenkäse gibt welche mir früher oder später ganz gewaltig durch den Hinterkopf schweben werden...Ergebnis offen....
    Ich hab "härterem Stoff" als Ziegenkäse die Stirn geboten und muss da leider passen.
    Versteh ich nicht...

    Zitat Zitat von Lemur Beitrag anzeigen
    In einem anderen Zusammenhang galt und gilt der Spruch:
    Fight Racism!
    In the Streets,
    and in your Mind!
    Oder GO VEGAN! ;o)

  24. #74
    Lemur

    Standard AW: "Fanatismus"

    Um in Deinem Bild mit den verprügelten Kindern zu bleiben:
    Ich finde es sehr wohl einen Unterschied ob in meiner Stadt 40 Kinder von ihren Eltern verprügelt werden oder eben "nur"noch5.
    (Daß jedes verprügelte Kind{wie auch jedes zur Verwertung gezüchtete Tier} exakt eines zu viel ist stelle ich ja gar nicht in Abrede)
    Und Menschen sind nun mal inkonsequent und schwach(was wiederum auch ich nicht als Ausrede gelten lasse,aber zumindest "nachsichtiger"argumentiere als Du.)
    Das konkrete Beispiel:
    Eine alte Bekannte von mir,selber Oekotrophologin ernährt sich seit Jahren vegetarisch.(wenig Eier, aber viel Milchprodukte)
    Ich werde sie nicht zur Veganerin machen können mithin sehe ich es als Teilerfolg an daß sie ihren relativ hohen Käsekonsum(durch eigenes Erkennen-ich habe lediglich mal kurz darauf hingewiesen)stark reduzierte.
    Ich weigere mich auf dem extrem langen Weg welchen die Gesellschaft im Hinblick auf den Umgang mit Tieren wie auch untereinander zu gehen hat nicht auch jedweden möglichen Teilerfolg welcher im konkreten Fall wenigstens zu einer winzigen Reduktion an Tierleid führt zu nutzen.
    In Grundsatzdiskussionen radikal zu argumentieren sehe ich durchaus ebenso als berechtigt wie Notwendig an.
    In der bösen Realität ist für mich allerdings "ein nicht mehr geprügeltes Kind "immer dann durchzusetzen wenn sich dazu eine Möglichkeit bietet!
    Ändert ja nüscht an der generellen Forderung Kinder niemals zu prügeln.

    zum Hundlatz hätte ich mehr als ausreichend-es ist die Zeit welche fehlt!

    und:Oh ja...härterem "Stoff"als Ziegenkäse habe auch ich die Stirn geboten....
    aber das ist laaang her.

    bei Gelegenheit eventuell mal ausdifferenzierter .....das Bett ruft laut!

  25. #75
    Maggy

    Standard AW: "Fanatismus"

    also ich hab jetzt hier nix groß gelesen, will aber grundsätzlich zu dem thema sagen, dass ich es manchmal einfach nur daneben finde, wie abfällig man behandelt wird, weil man nicht lebt, wie es ein veganer gerne hätte.
    natürlich ist das an sich alles richtig, ich denk auch länger darüber nach, schränke milch und eierkonsum inzwischen ein, aber mach das eben nicht von jetzt auf gleich.

    aber mord an tieren ist (leider!) noch so "normal", dass eben nicht viele darüber nachdenken...
    man kann die leute drauf aufmerksam machen, aber ich denke, wenn man alle fleischesse oder auch vegetarier verurteilt, schreckt das auch ab.

    natürlich kann man mord nicht tolerieren, aber dadurch dass das eben noch wie schon gesagt, relativ "normal" ist in unserer gesellschaft muss man noch irgendwie damit leben, so schlimm es auch sein mag.
    ich persönlich finde auch vieles schlimm, urteile aber trotzdem nicht über die menschen.

    und allgemein...
    auch wenn ich selbst darüber nachdenke, mal vegan zu leben...

    einige SIND fanatisch, so leid es mir tut, was ich in ein paar stunden mit denen ich mich mit dem thema näher befasst habe, lesen musste, das ist teilweise wirklich krankhaft, meiner meinung nach. ich will damit niemanden angreifen, aber es wirkt so, als hätten einige kein normales leben mehr und ihr ganzes leben würde sich nur darum drehen, fleischesser und vegetarier zu verurteilen und auch sonst sich nur darum zu kümmen, ob auch der kleinste krümel in ihrem leben vegan ist. (nicht speziell in diesem forum, allgemein im interner!)

    ich will normal leben und werd mich nicht, auch wenn ich mal vegan lebe, darin verfahren, alle von meiner lebensweise zu überzeugen.
    klar wäre das wohl richtig, verurteilt mich für die einstellung auch gern, aber es ist einfach nicht möglich.
    besser heute, als morgen. klar.
    aber ich denke, wenn man das vernünftig angeht, dann funktioniert es eher, als so radikale methoden, die auf andere einfach nur "bescheuert" wirken..

    meine meinung dazu.

  26. #76
    Rosanna

    Standard AW: "Fanatismus"

    @Maggy:

    ich sehe das ähnlich wie du. Das Thema hatten wir auch gerade erst hier. ;)

  27. #77
    Mausispatz

    Standard AW: "Fanatismus"

    hallo Maggy,

    ich möchte dir mal kurz von meinen Erfahrungen auf dem Gebiet berichten.

    Es ist überhaupt nicht nötig, irgendwo rumzulaufen und Leute anzuquatschen um sie vom Veganismus zu überzeugen.
    Es reicht völlig aus, irgendwo etwas in Gesellschaft zu essen.
    Es dauert dann nicht lange, bis irgendwer fragt "Du bist Vegetarier?" Und wenn du dann antwortest "Nein, Veganer", kannst du sicher sein, dass du deinen Gegenüber so schnell nicht los wirst ;)

    Das postivie daran ist, dass in dem Moment nicht ICH diejenige bin, die eine derartige Disskusion provoziert, sondern sie vom anderen ausgeht.
    Aus diesem Grund wurde mir noch nie von irgendjemandem vorgeworfen, ich würde missionieren oder wäre fanatisch.

  28. #78
    Polli

    Standard AW: "Fanatismus"

    Maggy, du hast total recht! Ich finde nur wichtig, dass du deine Entscheidung, ob du vegan oder vegetarisch leben willst, nicht von extrem denkenden Menschen abhängig machst, sondern von deiner eigenen Einstellung. Es gibt in jedem Bereich Extremisten, aber das ist nicht die Regel.

    Nicht alle Veganer sind "so" und rennen durchs Internet mit "Vegetarier sind Mörder" oder wollen permanent missionieren. Ich bin Veganerin, mein Mann Vegetarier. Wir leben sehr glücklich miteinander, auch wenn er Käse und Eier isst. Natürlich wäre es mir lieber, er wäre auch vegan, aber ich akzeptiere es, dass er nicht so lebt wie ich.

    Er weiß, dass er weiterhin an Tierleid mitschuldig ist, er verschließt davor nicht die Augen, aber das ist seine Entscheidung und deswegen liebe ich ihn nicht weniger oder verurteile ihn als Mörder.

    Du selbst entscheidest, wie du lebst und wenn du Vegetarierin bist und bleibst, dann ist das ok! Nur, wenn du mit dem Gedanken spielst vegan zu leben, dann mache diese Entscheidung nicht abhängig von extrem denkenden Menschen, deren Sicht der Dinge dir unsympatisch ist, denn die Tiere können nichts dafür.

    Ich fand das noch wichtig zu sagen.

  29. #79
    Navel

    Standard AW: "Fanatismus"

    Jeder Mensch is in irgend ner form Fanatisch,obs Veganer sind, die CDU, Saddam hussein, Fleischfresser....jeder hat etwas wofür er sich gradezu "Fanatisch" einsetzt.Die frage bleibt nur immer wie man drauf reagiert,wenn mir einer beim Essen was von toten Tieren oder sonstwas erzaehlt interessiert mich das recht wenig,euch gehts ja auch am a*** vorbei wenn die zeugen jehovas bei euch klopfen oder ? ;)

  30. #80
    g0re

    Standard AW: "Fanatismus"

    Das zweite Mal, dass ich den Vergleich mit den Zeugen Jehovas höre - wie kommt man auf sowas?
    Beim Einen gehts um Einbildungen, beim Anderen um tatsächlich existierende Lebewesen.

  31. #81
    kadek

    Standard AW: "Fanatismus"

    die sind ein Symbol für's überzeugen wollen und missionieren, da sie nicht merken, wann es für den Gesprächspartner zuviel ist.

  32. #82
    Navel

    Standard AW: "Fanatismus"

    Zitat Zitat von kadek Beitrag anzeigen
    die sind ein Symbol für's überzeugen wollen und missionieren, da sie nicht merken, wann es für den Gesprächspartner zuviel ist.
    richtig =)

  33. #83
    Phoenix

    Standard AW: "Fanatismus"

    Ob sie das nicht merken oder ob es ihnen egal ist, sei dahingestellt.

  34. #84
    gurkenhobel

    Standard AW: "Fanatismus"

    Naja ich klink mich mal kurz ein. Aber einige Veganer haben schon einen an der Waffel, zumindest hier im Net. In einem anderen Forum wurde ich wüst angegangen als ich schrieb dass meine Familie (Mann und Kinder) "normale" Fleischesser sind und ich somit meinen Kühlschrank mit Salami und Co. teile.

    Dort habe ich mich schleunigst wieder löschen lassen, aber diesen Haufen kann man schlecht auf die breite Masse umwälzen. Hoffe ich.

  35. #85
    PoweredByTofu

    Standard AW: "Fanatismus"

    Da stimme ich dir zu - aber es gibt wahrscheinlich bei jeder "Ideologie" ein paar, die es ein bissl sehr übertreiben. Wobei so manche Veganer sich hierbei wirklich selbst übertreffen. Und im Internet natürlich besonders, schließlich kann ja hier das "Opfer" nicht kontrollieren, wieviel Wurst der "perfekte Veganer" in Wahrheit unter der Matratze bunkert. ;) Ich glaube ja, dass die es mit der Angst zu tun bekommen, dass die Anzahl der Veganer weiter zunimmt und es am Ende nicht mehr was superbesonderes ist, vegan zu sein. Und darum versuchen sie wohl mit aller Kraft, andere davon abzubringen. :rolleyes:

    Im echten Leben hab ich sowas aber überhaupt noch nie erlebt - zumindest könnt ich mich jetzt nicht erinnern.

  36. #86
    gurkenhobel

    Standard AW: "Fanatismus"

    Internet ist doch eh eine Sache für sich. Da kann man viel erzählen, überprüfen kann es keiner. Ich glaube auch nicht, dass im RL ein normaler Mensch so pöbeln würde wie im Net. Vor allem in den Familienforen. Hilfe, da liegen die Messer virtuell blank. Darum habe ich mich auch aus sämtlichen Foren zurückgezogen. Dieses hier ist gerade das einzige.

  37. #87
    Braveheart

    Standard AW: "Fanatismus"

    Schlimm sind die Menschen die aus ihrem freiwilligem Essverhalten eine Ideologie machen.

    Ekel vor Tierprodukten macht auch noch lange keinen Tierschützer.

  38. #88
    Cdh

    Standard AW: "Fanatismus"

    Schlimm sind vor allem die Menschen, die die ethische Entscheidung, nicht mehr bewusst Tiertötungen in Auftrag zu geben, auf "Essverhalten" reduzieren.

  39. #89
    Braveheart

    Standard AW: "Fanatismus"

    Schlimm sind die Menschen die die Natur und den natürlichen Kreislauf nicht akzeptieren und meinen Gott spielen zu müssen.

    Da merkt man wie weit sich der Mensch von der Natur entfernt und aus dem natürlichen Kreislauf ausgeklinkt hat.

    Hat solch Gottkomplex eigentlich auch einen Fachbegriff ?

  40. #90
    Hospes

    Standard AW: "Fanatismus"

    Bravenheard :p ...nein nein Scherz
    oder etwa nicht?
    Geändert von Hospes (07.12.2009 um 22:12 Uhr)

  41. #91
    mizzimuzzi

    Standard AW: "Fanatismus"

    was heißt hier gott "spielen" ;)

    ---blasphemiealarm--- :o

  42. #92
    Cdh

    Standard AW: "Fanatismus"

    Zitat Zitat von Braveheart Beitrag anzeigen
    Schlimm sind die Menschen die die Natur und den natürlichen Kreislauf nicht akzeptieren und meinen Gott spielen zu müssen.
    Meinst du mich damit?

  43. #93
    Tierfreund 95

    Standard AW: "Fanatismus"

    Mich nervt das total! Ich habe meine Familie vegetarisiert ( sie haben alle früher Fleisch gegessen) , meine Mutter und meine zwei kleinen Schwestern. Mein Vater hält Veganer allerdings für geisteskrank und sie "hätten ein falsches Weltbild" und Tierrechtler wären die allerschlimmsten. Keine Ahnung, wie ernst er das meint, aber vegetarisch scheint völlig in Ordnung zu sein und vegan ist eine Krankheit.... Ich würde Veganer auf keinen Fall fanatisch nennen, sondern konsequent.

  44. #94
    kyuss

    Standard AW: "Fanatismus"

    hallo zusammen,
    fühle mich betroffen von ein paar anmerkungen hier und möchte auch was sagen:
    es ist deshalb nicht leicht, vegan zu leben, weil man/frau damit schätzungsweise unter 1% der Bevölkerung liegt. ich empfinde es als kindisch, die ERKENNTNIS, dass es freundlicher ist, andere Spezies NICHT auszubeuten, als Ideologie zu BESCHIMPFEN.
    Das erinnert mich an Situationen, in denen ich in meiner vegetarischen Jugend belächelt und gemobbt wurde.
    Ich möcht bemerken, dass es sehr schmerzhaft sein kann - und dies nicht nur, wenn man gerade den Veggie-Kultfilm Earthlings gesehen hat - mit anzusehen wie die Mehrheit die Massaker verleugnen, die unsere Spezies den Tieren antut. Zum schämen. Und ich KANN verstehen, dass dieser Schock einigen ins Hirn steigt und sie fanatische Züge annehmen lässt. Es IST schockierend, bitte erinnert euch an Momente in denen ihr selbst mit blanken Nerven einen Horrorfilm gesehen habt oder an Situationen im Leben, in dem man jemanden den man liebt verliert und keiner versteht was man empfindet.
    Kaum einer von uns läuft 24h/Tag mit offenen Sinnen herum, aber die Momente kennt jeder und jede/r kann sich wenn er/sie will darauf zurückbesinnen. Die Brutalität gegenüber Tieren ist vielleicht nicht der einzige Grund warum jemand fanatisch wird und versucht für den Veganismus zu KÄMPFEN, aber es tut mir weh zu lesen wie Leute sich aus Abscheu vor diesen Fanatikern, die nunmal wirklich stark sein müssen wenn sie konsequent leben und dennoch ihre alten Freunde behalten wollen, vom Veganismus mit dem distanzgründenden Begriff "Ideologie" etc. fernhalten.
    Also ich z.B. bin hier DESWEGEN weil ich dacht ich find ein paar Gleichgesinnte die sich gegenseitig das im Anblick der Stumpfheit der Welt schwächelnde Herz stärken und von denen ich lernen kann, mich sinnvoll freundlich zu verhalten ohne mich zu verleugnen wenn ich von Leuten umgeben bin die für Tiere nichts nachhaltiges empfinden.

  45. #95
    Nienna

    Standard AW: "Fanatismus"

    wow...ich bin völlig hin und weg...

  46. #96
    Tapejunkie

    Standard AW: "Fanatismus"

    @kyuss
    dem schließe ich mich gerne an... ich vergleiche die ganze sache gerne mit platos höhlengleichnis. man hat für sich erkannt, was das richtige ist (die erkenntnis), und verspürt den drang, in die höhle zurück zu keheren und es den dortigen mitzuteilen. und weil man ihnen erzählt, dass ihre art zu leben lediglich eine lüge/eine illusion ist, wird man umgebracht. es ist 1:1 auf vegetarier/veganer übertragbar...

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