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Thema: Vegan im Beruf

  1. #1
    Benutzer Vegetarier und Veganer Vegetarierforum.com ist ein Treffpunkt für Vegetarier und Veganer.
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    Standard Vegan im Beruf

    Hallo, hab mal ne wichtige Frage:
    Nach meinem Fachabi würde ich gerne soziale Arbeit studieren und dann ein Pflegekind aufnehmen, nun habe ich Angst, das meine Ernährungsweise da eine Rolle spielt und das Jugendamt dagegen wäre, wenn sie das wissen...
    Auch in anderen sozialen Berufen und Einrichtungen (bin angehende Kinderpflegerin) ist das mit der Ernährung ja ziemlich schwierig, gerade die Zubereitung, kann ja nichts abschmecken und auf vegane Kost stellt sich ja wegen mir keiner ein.(geht ja nicht um mich)
    IN DEM KIGA, IN DEM ICH ARBEITE GIBTS JEDEN TAG FLEISCH, Käse überbackene Gerichte, Sahnesoße aufm Salat, iwas mit Ei!!!!
    Habt ihr da irgendwelche Erfahrungen?
    Das ist nämlich das Ziel, was ich mit meiner schulischen Laufbahn anstrebe, ist halt alles nicht so leicht manchmal .
    Danke schonmal
    LG

  2. #2

    Standard AW: Vegan im Beruf

    Also wegen einem Pflegekind würde ich mir keine Sorgen machen. Ich denke wenn Du genug vorbereitet bist?! Junk Food Leuten wird ja auch kein Pflegekind verweigert.

    egen dem kochen auf arbeit= Musst Du überall kochen? In Pflegeeinrichtungen oder Behindertenwerkstätten gibt es doch extra Küchenkräfte. Dann fällt das mit dem abschmecken weg.
    Und Du musst ja das essen dort nicht futter. Sag notfalls Du hast ein Vegetarier mit Laktoseintoleranz, dann wird niemand sich wundern, wenn Du Tupperschüsseln auspackst ;-)
    Lieber ein Licht anzünden, als über die Dunkelheit zu schimpfen.

  3. #3

    Standard AW: Vegan im Beruf

    So, ich hab mal eben meine Beziehungen spielen lassen und mal meine Bekannte im Pflegekinderdienst angerufen *g* Sie war etwas überrumpelt

    Also:
    - Vegetarismus oder Veganismus ist grundsätzlich kein Ausschlußgrund, denn letztendlich ist eine Lebensweise so wie manche Pflegeeltern in die Kirche gehen, berufstätig sind etc. Es gibt welche, die sind jünger, welche die sind alleinerziehend, welche die sind schon älter und verfügen über besonders viel Lebenserfgahrung usw. Also wie bei jeder anderen Person auch, wird dann im Einzelfall die Eignung als Pflegemutter/Pflegeeltern überprüft.

    Es kam natürlich auch der Klassiker, ob dies denn nicht ungesund sei. Vielleicht wäre das ein Problem, wo man überzeugend sein muß - denn an erster Stelle steht das Kindeswohl und wenn die PKD'ler das Gefühl hätten, das Kind würde mangehalft ernährt, wär halt schlecht. Ich vermute mal, man sollte also gut vorbereitet sein, um solche Vorurteile gleich auszuhebeln und überzeigend darstellen, daß es eben nicht ungesund ist. Hält sich ja leider hartnäckig.

    Aber eher hatte meine Bekannte die Befürchtung, daß das Kind das einfach nicht mitmachen würde, denn die Kinder, die eine Pflegefamilie brauchen, sind in aller Regel mit Aldi großgeworden und haben alles gegessen. Also ob man ein Kind dazu kriegt, 'nen Blumenkohl zu essen, wenn es nach Fischstäbchen schreit, oder von den Leiden einer Kuh zu überzeugen, wenn es selbst Verwahrlosung und Vernachlässigung erfahren hat, ist halt fraglich. Wäre dann eine pädagogische Aufgabe. ;)


    Aber generell halt: Veganer und Vegetarier sind jetzt nicht grundsätzlich außen vor.

    Aber du bist ja auch noch sehr jung. Mach doch erstmal dein geplantes Ding jetzt und beschäftige dich dann näher damit, wenn du wirklich meinst, daß es passen könnte. Dann kommen ja erst sowas wie Infoabende für Interessenten, Gespräche mit dem PKD oder ASD und wenn du dann einen souveränen Eindruck machst, ist gut. Oder du hast dann schon gar kein Interesse mehr daran - mittlerweile zweifel ich selbst nämlich auch immer mehr, ob das was für mich wäre.

    Im Kiga selbst habe ich nicht gearbeitet, aber eine Bekannte aus unserer Tierrechtsgruppe. Vorher war sie im Hort wo sie es durchgesetzt hat für ihre Gruppe nur vegetarisches Essen zu bekommen. In ihrer Kiga-Gruppe selbst gibt es kein Essen, aber ein mal die Woche kochen/backen und einmal gesundes Frühstück. Das Kochen übernimmt sie und entsprechend werden die Zutaten einfach eingekauft. Da es auch Kinder mit Laktoseintoleranz gibt, konnte sie das so auch vor den Kollegen rechtfertigen. Somit werden Kuchen etc grundsätzlich mit Alsan und Sojamilch gebacken und die Kinder gleich auch an "unübliche" Lebensmittel rangeführt. Und wenn sie kocht, ist das zumindest vegetarisch.

    Sie hat aber auch erzählt, daß es in den anderen Gruppen oft Pommes, Fischstäbchen etc gibt. Also eher Sachen die schnell gehen, und nicht gesund sind, weil die Erzieher sich damit nicht auseinandersetzen wollen.
    Also guck doch mal, wo du ansetzen kannst. Wenn Essen geliefert wird, daß du versucht, daß wenigstens vegetarisch geliefert wird. Oder ihr öfter selbst kocht und du das dann übernimmst.

    Ach ja, und wenn du irgendwann mal fertig bist mit Studium - geh nicht in einen Jugendtreff, denn da hast du erst recht keine Chance, Veganismus durchzusetzen. Da ist man echt falsch.
    Das Wort heißt "Thread", nicht Fred!!! THREEEEEAAAAD!!!!

  4. #4

    Standard AW: Vegan im Beruf

    Vielen Dank für eure Antworten...
    Hat mir sehr geholfen.
    Ja, ich weiß das ich noch Zeit habe, aber das Zukünftige hat ja auch was mit der Gegenwart zutun und mit dem, was man sich für seine Zukunft vorstellt und einplant.
    Jetzt weiß ich erstmal bescheid und muss mir um das Thema keine Sorgen mehr machen, auch in Zukunft nicht ;).
    LG
    Eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort "Tierschutz" überhaupt geschaffen werden musste. (Theodor Heuss)

  5. #5
    Benutzer Vegetarier und Veganer

    Standard AW: Vegan im Beruf

    Achja, im Moment bin ich ja nur Praktikantin...
    Arbeite nur in Blocks, der Rest ist Schule.
    Das Essen wird von der AWO geliefert und ich habe da im moment ja gar nichts zu hupen. Vielleicht später im Job mal, was auch immer ich dann machen werde(evt. Kiga oder Heim etc.)...
    hoffe ja das mit dem Pflegekind wird klappen.

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