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Thema: Kath. Kirche verfolgte Vegetarier

  1. #1
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    Standard Kath. Kirche verfolgte Vegetarier

    Hab gerade einen interessanten Artikel im Netz gefunden, über den man echt nur noch den Kopf schütteln kann. In ihrer nicht gerade ruhmvollen Geschichte hat die Kath. Kirche auch Vegetarier und Veganer verfolgt, gefoltert und ermordet.

    Der Bannfluch vom Papst damals war dabei noch fast das harmlosere an der Geschichte:

    »Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ... sei er mit dem Bannfluch belegt.« Papst Johannes III. (561-574) verkündete dieses Anathem auf der 1. Synode von Braga (Portugal).
    Heftig:

    Hunderttausende Vegetarier und Veganer wurden über viele Jahrhunderte auf Initiative der Kirche verfolgt, verhört und getötet. Ganze Landstriche wurden entvölkert, ganze Dörfer vernichtet, ganze Gemeinschaften ausgerottet. Ein Beispiel: Durch Ablassversprechungen des Papstes angelockt, bildete sich in Südfrankreich Anfang des 12. Jh. eine bis 200.000 Mann starke kreuzzugartige Mörderbande, die über Dörfer herfiel und alle Menschen einschließlich Frauen, Kinder und Greise erstach, erschlug, köpfte oder verbrannte - allein des Verdachts wegen, es könnten Vegetarier oder Veganer der Gemeinschaft der Albigenser oder Katharer darunter sein. Im Dorf Beziéres starben 20.000 Menschen an einem Tag.
    Der ganze Artikel...

    Zum Glück ist die RKK aus diesen schlimmen Zeiten heraus. Aber es könnte eine Erklärung dafür sein, dass Vegetarismus immer noch so exotisch ist und Fleischessen fast schon ein Ritual ist. In dem Artikel steht z.B., dass im streng katholischen Polen es Vegetarier schwer haben und als dubiose Sektierer angesehen werden.

    Gruß
    H.

  2. #2

    Standard

    Bei Aussagen über historische Ereignisse sollte man sich immer fragen, was derjenige, der die Aussagen macht, damit bezweckt.

    Der von Dir genannte Artikel stammt aus der Zeitschrift „Vegetarisch genießen“, die dem "Universellen Leben" (früher: „Heimholungswerk Christi“) verbunden sind. Diese "religiöse Vereinigung" stellt sich selbst als urchristlich dar und versucht alle Kritik an ihren totalitären Strukturen und an ihrer nicht gerade demokratischen Ideologie mit dem Totschlagargument abzuwehren, dass die Kritik irgendeiner Form immer von den großen Kirchen käme, was natürlich nicht richtig ist.

    Diese Vereinigung versucht sich als Opfer einer angeblich noch immer tätigen Inquisition beider Kirchen (als ob die evangelische Kirche jemals eine Inquisition gehabt hätte...) zu stilisieren.

    Dazu geht sie verschiedene propagandistische Wege. Ein gutes Beispiel ist der von Dir ausgewählte Artikel:

    In völlig ahistorischer Weise vergleicht sie sich mit häretischen, von der offiziellen Kirche verfolgten Gruppierungen wie z.B. den Manichäern. In dem von Dir erwähnten Artikel in der Zeitschrift "Vegetarisch genießen" wird der angebliche oder wirkliche Vegetarismus innerhalb der verschiedenen historischen Sekten als DAS Merkmal hingestellt, weswegen historische Sekten von der Kirche verfolgt worden wären. Genannt werden die Manichäer, die Bogomilen (oder Bogumilen) und die Katharer.

    Das Hauptmerkmal dieser Sekten war nicht ihr Vegetarismus. Alle diese Sekten hatten Speisevorschriften, nach denen zumindest auf Fleisch und Eier verzichtet werden sollte. Das stimmt. Aber warum hatten sie diese Vorschriften? Die Manichäer, Bogomilen und Katharer waren christliche Sekten, die einen starken Dualismus predigten. Vereinfacht gesagt: Nach ihrer Ansicht gab es nur Gut und Böse. Die Welt war schlecht, vom Teufel beherrscht oder sogar vom Teufel geschaffen, dem man anders als die Katholiken, die gleiche Macht oder fast die gleiche Macht wie Gott zusprach.
    Alles Weltliche war sozusagen böse, es ging darum möglichst schnell und unbeschadet in den Himmel zu gelangen. Darum befürworteten diese Gruppierungen eine strenge Askese bis hin zum Sich-Selbst-Verhungern-Lassen. Weil alles Körperliche, Fleischliche des Teufels war, waren sie gegen Eheschließung und Kinderzeugung. Ein normales, weltliches Leben mit Familie, Beruf, Haushalt, war für einen strenggläubigen Manichäer, Bogumilen oder Katharer nicht vorstellbar. Ihre Weltabkehr ging so weit, dass sie ihre religiöse Vorstellung auf Tiere ausdehnten und verbreiteten, dass auch das Leben und die Fortpflanzung der Tier Sünde wären. Das war einer der Hauptgründe, warum Angehörige dieser Sekten Vegetarier waren. Und genau das verschweigt der Artikel in „Vegetarisch genießen“.

    Diese drei Sekten wurden brutal verfolgt, unterdrückt und ausgerottet, das stimmt. Aber nicht weil sie Vegetarier gewesen sind, sondern weil sie die nach der Meinung der Kirche die Grundordnung der damaligen Gesellschaft aufkündigten, nicht mehr ihrer früheren Arbeit nachgingen, sich nicht mehr um ihre Familien kümmerten und zur Kirche gingen, sondern als Asketen durch die Lande reisten. Die im erwähnten Artikel Papstzitate sind in diesem Zusammenhang zu lesen. Es ging nicht darum, Vegetarier ausfindig zu machen, die aus Mitleid gegenüber Tieren kein Fleisch mehr essen wollten, sondern es ging der Kirche darum weltabgewandte Asketen, die die Kirche zu Recht fundamental angegriffen hatten, in die Hände zu bekommen. Die Ketzer wurden nicht hingerichtet, weil sie sich aus Tierliebe weigerten, die Hühner zu töten, sondern weil das zur damaligen Zeit deutlich machte, dass sie Ketzer waren und einem starken Dualismus, durch den die Welt als böse begriffen wurde, predigten. Sie wurden wegen ihres Ketzertums hingerichtet.

    Die Christen, die im römischen Reich nicht Getreide opfern wollten, wurden ja auch deswegen hingerichtet, weil sie dem Kaiser nicht opfern wollten und nicht, weil sie Mitleid gegenüber Getreide gehabt hätten.

    Es ist völlig ahistorisch, wenn der „Vegetarisch-genießen“ –Artikel von den Manichäern, Bogumilen und Katharern als Urchristen spricht. Diese drei Bewegungen waren religiöse Bewegungen der späten Antike und des Mittelalters, hatten keine Verbindungen mehr zu den frühen Christen des 1. und 2. Jahrhunderts nach Christus, weil diese nämlich schon ein paar Jahrhunderte tot waren. Die Bogumilen interpretierten die Wunder Jeus Christus nur symbolisch und sahen ihn nicht als Sohn Gottes, sondern als Engel an. Wie kann eine solche Gruppierung als urchristlich bezeichnet werden?

    (Dass der „Vegetaisch genießen“-Artikel nicht auf der Höhe der Zeit ist, erkennt man auch daran, dass hier von Ostblockstaaten gesprochen wird. Hallo? Wir leben im Jahre 2007, nicht mehr im Jahre 1987.)

    Und für diese Aussage „Anzeigen für Vegetarier-Veran-staltungen etc. werden noch heute von Zeitungen wegen Sektiererei abgelehnt“ hätte ich gerne ein Beleg, eine Quelle.

    Zusammengefasst: Das in dem Artikel stilisierte Bild von durch die Kirche verfolgten Vegetariern ist ahistorisch, teilweise verfälschend und deutlich tendenziell.

    Der Schlusssatz lautet:“ Dabei erstaunt die hohe Ethik dieser Urchristen. Sie ist den heutigen Menschen meilenweit voraus. Würden die heutigen Menschen dieses Wissen besitzen und leben - es ginge den Tieren und der Natur besser.“

    Na so ein Zufall, dass sich „Universelles Leben“ selbst als urchristliche Gemeinschaft beschreibt, die vegetarische Lebensweise propagiert.
    Hier schließt sich dann der Kreis zwischen den verfolgten Manichäern, Bogomilen, Katharern und dem „Universellen Leben“.
    Geschichte als Legitimationswissenschaft nennt man so was.

  3. #3

    Standard

    Hi enedwaith,

    danke für Deine Hinweise. Ehrlich gesagt, gewisse Zweifel hatte ich bei dem Artikel auch, bin ihnen aber nicht weiter nach gegangen. Aus dem einfachen Grund, weil die RKK in ihre blutigen Geschichte bekanntlich so alles und jeden verfolgt hat, was mit ihren Lehren nicht konform ging. Also könnte ich mir auch gut vorstellen, dass sie - aus welchen absurden theologischen Begründungen auch immer - eben auch Vegetarier verfolgten. Zuzutrauen wäre es ihr meiner Meinung nach alle mal!

    Dass die Seite dem "Universellen Leben" gehört, wusste ich nicht. Mit denen möchte ich eigentlich nix zu tun haben.

    Auf ein paar Dinge in Deinem Beitrag möchte ich dennoch eingehen:

    Es ist völlig unerheblich, warum diese Menschen damals Vegetarier waren. Ob nun aus ethischen Gründen oder weil ihnen Fleisch nicht schmeckte oder sie kein Geld dafür hatten oder eben aus religiösen Gründen (die Katharer glaubten, in Tieren könnten unerlöste Menschenseelen eingeschlossen sein) - was auch immer - nichts rechtfertigt die Verfolgung, die sie erleiden mussten; auch nicht, wenn sie " die Grundordnung der damaligen Gesellschaft aufkündigten".

    Außerdem hat sich die RKK offensichtlich ganz schön am Vegetarismus aufgezogen. Der oben zitierte Bannfluch (übrigens bis heute noch nicht offiziell aufgehoben) ist - auch wenn Du auf einen "Zusammenhang" hinweist, der zu beachten sei - recht unmissverständlich. Dann sei auch auf Begebenheiten wie in Gosslar 1051 hingewiesen, wo "Ketzter" alleine deswegen hingerichtet wurden, weil sie sich weigerten, Hühner zu töten.


    Auch wenn ich weder die "Katharer" noch das "Universelle Leben" mag, dass sich beide als die "wahren" Christen bezeichnen, kann man ihnen nun wirklich nicht vorwerfen. Welcher ernsthaft Gläubige würde schon von sich sagen: "ja, ich glaube daran, aber es ist der falsche/nicht unverfälschte Glaube!"

    Ja, Geschichte lässt sich wohl niemals unverfälscht dar stellen (ich kann z.B. auch nicht begreifen, wie trotz aller Fakten und Dokumenten oftmals selbst die jüngste Geschichte verleugnet wird). Und ehrlich gesagt habe ich dann doch nicht so viel Interesse und Zeit, der Frage nach zu gehen, ob die Kirche nun gezielt Vegies verfolgt hat oder nicht. Aber nochmals: sollte dem so sein, würde das (mit-) erklären, warum im Einflußgebiet der RKK Vegetarismus so selten und Fleisch-"Genuss" fast schon ritualisiert ist.


    Gruß
    H.

  4. #4

    Standard

    Moin Hamburger,

    ich wollte weder die katholische Kirche verteidigen noch die Verfolgung dieser religiösen Gruppierungen irgendwie rechtfertigen. Natürlich ist es schrecklich, wenn Menschen aufgrund ihres Glaubens oder ihrer Lebensweise verfolgt werden und durch nichts zu rechtfertigen. Dass ich das geschrieben habe mit "die Grundordnung der damaligen Gesellschaft aufkündigen" sollte nicht heißen: Selbst schuld, dann wird man verfolgt, ich wollte nur zeigen, dass die Katharer etc. mit ihrer gesamten Lebensweise eine starke Opposition zur Kirche darstellten und deswegen verfolgt wurden und nicht allein aus dem Grund, weil sie Vegetarier waren (wie der Zeitschriftenartikel suggeriert).

    Dass sich jemand als "wahrer" Christ bezeichnet, werfe ich ihm dann vor, wenn er aufgrund dieser Aussage andere Positionen nicht mehr zulässt und überzeugt ist, dass nur sein Lebensweg der richtige ist und sein kann und deswegen der Lebensweg anderer Menschen schlechter oder sogar böse sei.

    Es ist nicht so, dass ich die Einstellungen der Katharer etc. völlig abwegig oder schlechter finde, als die der damaligen Kirche.

    Geschichte lässt sich wohl niemals unverfälscht darstellen, das stimmt. Es empört mich aber immer wieder, wenn egal von welcher politischen, religiösen oder sozialen Richtung Geschichte in einer derart auffälligen und systematischen Weise benutzt und verfälscht wird, um die eigene Position hochzuhalten, wie es in dem Zeitschriftenartikel geschehen ist.
    Da die meisten Leute keine Ahnung von Kirchengeschichte haben (woher auch), werden sie diesen Artikel unkritisch aufnehmen.

    Mich stört einfach, dass "Universelles Leben" durch verschiedene Publikationen und durch Mittel wie Demonstrationen (mit Slogans wie "Wer dies isst, ist ein Kirchenchrist") versucht, kirchenkritische, aber den grundsätzlichen christlichen Werten zugeneigte Vegetarier und Veganer für sich zu gewinnen.

    Zum Thema Vegetarismus und Kirche:
    Nach allem, was ich weiß, haben Menschen der Antike und im Mittelalter aus anderen Gründen Vegetarismus betrieben wie heute. Vegetarismus wurde vor allem aus zwei Gründen betrieben: Der wohl am meisten verbreitete war die religiös motivierte Askese. Sie stand meistens nicht im Gegensatz zu den Werten und Normen der Gesellschaft. Askese war zu einem großen Teil in das alltägliche Leben eingebunden (Fastentage, spezielle Speisevorschriften an Feiertagen). Als eine Form dieser Askese konnte Vegetarismus gelten. Grundlage dieser Art von Vegetarismus war aber keine tierfreundliche Einstellung, Fleisch sollte in ähnlicher Weise wie Alkohol und andere "Leckereien" zur Schulung der Selbstdisziplin vermieden werden. Überlegungen , dass die durch die Tötung im Fleisch vorhandene Gewalt bei der Suche nach Gott hinderlich sei, spielten teilweise in der Mystik eine Rolle.

    Vegetarismus einer ganz anderer Begründung war der, der auf Philosophen wie Pythagoras zurückging, der an eine Seelenwanderung glaubte und deswegen den Verzehr jeglicher Tiere, aber auch von blähenden Hülsenfrüchten (erstes Anzeichen einer Seele), ablehnte. Die Idee der Seelenwanderung wirkte in die Entstehung der christlichen Religion hinein, war aber mit dem christlichen linearen Geschichtsbild nicht vereinbar.

    Somit sah die Kirche im Mittelalter diesen Vegetarismus als Signal für eine nichtkatholische Ansicht (Häresie oder Ketzerei genannt) an. Auch die erste Art von Vegetarismus, der auf Askese beruhte, konnte für die Kirche gefährlich werden, wenn sich große Mengen von Menschen zu einem strengen asketischen Leben abseits der Gesellschaft entschieden. In der Spätantike hat die Kirche in der Hinsicht die Kurve gekriegt und diesen Menschen verschiedene Arten des geregelten Zusammenlebens geboten, woraus das Mönchtum entstand.

    Vegetarismus konnte also immer ein Signal für eine der katholische Kirche entgegengesetzte Ansicht sein und deswegen gefährlich sein. Vegetarismus konnte aber auch in Gestalt von asketischen Mönchen und Nonnen in die Kirche eingebunden werden.

    Deswegen sehe ich die Formel: "Die Kirche verfolgte Vegetarier" problematisch. Dass in Zeiten, in denen Katharer als Bedrohung empfunden wurden, Menschen hingerichtet wurde, weil sie sich weigerten, Hühner zu töten, steht damit in Zusammenhang, dass man damit für bewiesen ansah, dass es sich um Katharer handelte.

    Dass die Kirche aber Vegetarier um des Vegetarierseins verfolgte, wäre mir neu, ich bin aber gerne bereit, dazuzulernen.
    Da hätte die Kirche auch einiges zu tun gehabt. Schließlich lebte ein Großteil der Menschen in vielen Regionen und zu vielen Zeiten des Mittelalters und der Antike hauptsächlich vegetarisch, weil es gar keine andere Möglichkeiten gab.

    Fleichgenuss ist in der Kirche meiner Meinung nach auch deswegen noch so stark anzutreffen, weil das Christentum einerseits Elemente heidnischer Opferriten aufgenommen hat und andererseits das Gebet das Opfer abgelöst hat.

    Grüsse, endewaith

  5. #5

    Standard

    Das bedeutet, Jesus der Prophet wäre verfolgt worden, der war nähmlich Vegetarier.
    Ich hasse diese Kirche.
    Sie glauben sie machen alles besser und seien die guten, alle anderen seien böse.
    Wenn son bescheuerter Papst sagt, Schwule und Lesben sind schlecht, könnte ich kotzen.
    Das sind alte notgeile Männer, welche immer heilig tun, aber hinter unserem Rücken all die Intrigen starten.
    Zwar mag es heut nicht mehr so schlimm wie früher sein, aber aufgehört haben die nicht.
    Das schlimmste ist, das es so viele Menschen gibt die auf den scheiss reinfallen.
    Die Bibel, der Christentum im katholischen und evangelischen, das alles wurde von der Kirche erfunden, Jahrhunderte nachdem Jesus lebte.
    Die wollen einfach nur Macht.
    Und leider wird Religion ständig als Ausrede benutzt, als Beispiel:
    -Die Kreuzritter als sie in Persien einfielen
    -George Bush mit seinen Amis
    -Die Römer, auf Eroberungsfeldzug
    -Christoph Kolumbus, welcher im Namen der Königin (was gleichbedeutend mit Namen Gottes ist), viele Indianerstämme brutal unterwarf (er war kein Held, er war ein Halunke der als Held dargestellt wurde)
    uvm.

    Es ist schrecklich.
    Und die Leute gestehen nichts ein, die sagen immer sie seien gute Menschen, gute Christen, aber sie befolgen nicht ein Gebot.

    ICH HASSE DIE KIRCHE :mad: *basta* *nachItalienreiskräftigschrecklichesEssenkosteunda ufVatikankotz*

    P.S.:
    Die Bibliothek im Vatikan ist ständig verschlossen, kaum einer darf rein und lesen was dort drin ist.
    Wenn es um was unangenehmes geht erschrecken die immer und erzählen dort ist nichts und verbieten.
    Die verheimlichen doch etwas.
    Vielleicht liegt in der Bibliothek ein absoluter Beweis das Gott eine Erfindung ist, ist doch möglich, oder weshalb versperren sie es sonst.
    Die sind einfach feige.
    Oder vielleicht erschuf Gott ein Buch, in dem steht das man der Kirche nicht trauen darf etc.
    Die sollen nicht so verschlossen tun, die sind einfach nur gierig.

  6. #6

    Standard

    Mal ein abgewandeltes Zitat, was gut beschreibt warum ich den ganzen Kram unsinnig finde:

    "Ich weigere mich zu beweisen, dass ich existiere," sagt Gott, "denn ein Beweis ist gegen den Glauben, und ohne Glauben bin ich nichts."

    "Aber", sagt der Mensch, "der Mensch ist doch eine unbewusste Offenbarung, nicht wahr? Wir hätten uns nicht zufällig entwickeln können. Wir beweisen, dass es dich gibt, und darum gibt es dich, deiner eigenen Argumentation zufolge, nicht. Quod erat demonstrandum."

    "Ach, du lieber Gott," sagt Gott, "daran habe ich gar nicht gedacht" und löst sich in ein Logikwölkchen auf.

    Zitat Zitat von Douglas Adams, Das Restaurant am Ende des Universums
    Wollen Sie einen Blick in die Speisekarte werfen, oder dürfte ich Ihnen das Gericht des Tages persönlich vorstellen?

  7. #7

    Standard

    Ehrlich gesagt versteh ich nicht, warum ihr immer die Leute, die eben ihrem Glaube folgen möchten verhöhnt und sagt sei seien verblendet oder ähnliches.
    Nicht Gott hat all das Unheil über uns gebracht, sondern wir selbst, waren es, die nicht auf ihn hörten. Er gab uns den freien Willen, wir sind für unsere Taten verantwortlich. Überlegt doch mal wie eine Welt aussähe ohne den Glauben, sie wäre trist, trotz der wenigeren Kriege (was eh zu bezweifel ist, da es im Irak längst nicht mehr um Religion geht, es ist nur das vorgeschobene Motiv).
    Das erinnert mich immer an die Büchse der Pandorra, die iirgendwo auf dieiser Welt ist, wenn sie jemand zum Orakel bringt und die Dämonen wieder einfängt, geht auch die Hoffnung verloren, es wäre eine triste Welt, trotz dem Fehlen der Dämonen.

  8. #8

    Standard

    Ja, klar, aber durch GOTT gibt es einen Grund, um Verbrechen zu rechtfertigen. Heiliger Krieg, Kreuzzüge, Hexenverbrennung, Judenverfolgung, Krawalle in Nordirland... hallo??
    "Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur die Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt" (Wilhelm Busch)

  9. #9

    Standard

    Da hast du schon recht, aber glaubst du nicht das die geisteskranken Männer, die einfach nur auf kriege aus sind, nicht ein neues Motiv finden würden, wenn sie die Religion nicht mehr als Scheinmotiv verwenden könnten?
    Durch Gott gibt es all das nicht, es gibt es durch die gestörten machtgierigen Männer. Liebe deinen Nächsten, sagte Gott, nicht bringe ihn um, nur weil manche die Bibel verwenden, um ihre Gräueltaten zu rechtfertigenn heißt es noch lange nicht, dass es stimmt.
    Oder steht in den Schriften etwa etwas von Kriege und Töten ohne Zweck, nein, auch die Päpste waren nicht perfekt, sie gelten nur als die Vertreter Gottes, nicht als Gott selbst, außerdem gab es sicher auf Päpste, die nnur auf Macht und andere weltliche Güter aus waren. Wie gesagt, kein Mensch ist perfekt.

  10. #10

    Standard

    Selber Denken heißt die Devise ;)
    Ich habe gestern einen Artikel im Stern über Atheisten gelesen... war sehr interessant. Da standen auch die 10 Gebote der Gottlosen drin. 1. "Du sollst nicht glauben"
    Mist, die anderen bekomme ich so nicht hin.
    Mich hat das alles sehr angesprochen.
    Wenn man logisch denkt, rational denkt, MUSS man doch einfach erkennen, dass Religionen nicht mehr zeitgemäß sind. Meine Meinung.
    Jedem das seine.
    "Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur die Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt" (Wilhelm Busch)

  11. #11

    Standard

    Normalerweise halte ich mich ja aus solchen Themen raus ..aber nun doch *lach*

    Ich denke Religionen sind eine gute Sache, egal ob Hinduismus, Zeuge Jehovas, Christ oder Wicca.

    Nur fanatisch sollte man dabei nicht sein.

    Ja ich bin religiös.....und nein...ich halte keine andere religion für besser, schlechter oder weniger perfekt wie meine. ( gehe einen ähnlichen Weg wie die Wicca)

    Schlimm ist nicht die Religion an sich, sondern was Menschen damit machen.

    Strom kann man nehmen um eine Glühbirne zum leuchten zu bringen oder einen elektrischen Stuhl zu bedienen. Strom an sich ist deswegen nichts gutes oder schlechtes. Und so ist es mit religionen auch.
    Lieber ein Licht anzünden, als über die Dunkelheit zu schimpfen.

  12. #12

    Standard

    Zitat Zitat von Mausispatz Beitrag anzeigen
    Selber Denken heißt die Devise ;)
    Ich habe gestern einen Artikel im Stern über Atheisten gelesen... war sehr interessant. Da standen auch die 10 Gebote der Gottlosen drin. 1. "Du sollst nicht glauben"
    Mist, die anderen bekomme ich so nicht hin.
    Gibt's den Artikel online? Würd mich total interessieren .. :-)

  13. #13

    Standard Stern

    Die 10 Gebote der Atheisten

    Typisch "Stern". Als ob Atheismus eine zeitlich, kulturell, sozial oder geographisch irgendwie eingrenzbare Strömung wäre. Als ob alle Atheisten einer Vereinigung angehören würden, die auf einer großen Versammlung Gebote für ihren Glauben festgelegt hätte. Paradox

    @Daitscha

    "Nicht Gott hat all das Unheil über uns gebracht, sondern wir selbst, waren es, die nicht auf ihn hörten. Er gab uns den freien Willen, wir sind für unsere Taten verantwortlich. Überlegt doch mal wie eine Welt aussähe ohne den Glauben, sie wäre trist, trotz der wenigeren Kriege"

    Genau, der Mensch ist wie eine Elster. Er hat dunkle und helle Anteile. Und es kommt darauf an, welche er wie nutzt (mittelalterlich gesprochen). Ich denke übrigens nicht, dass sich ein Gott unmündige Kinder wünscht, die ihm gehorchen, sondern solche, die ihn aus freiem Willen heraus suchen.
    Ich kenne viele Menschen, die an keinen Gott und schon gar nicht an einen personalisierten Gott glauben. Für sie ist die Welt keineswegs trist , sondern spannend und interessant. Man kann seine Wahrheit auch abseits der Religionen finden. Problematisch finde ich, dass einige Gläubige der Ansicht sind, dass sie nur dass glauben müssten, was ihnen von kirchlichen Autoritäten vorgesetzt wird. Dabei existiert wohl in jeder Religion eine mystische Richtung, die zeigt, dass die Suche damit noch längst nicht am Ende angelangt ist, sondern dass dann erst der eigentliche Weg der persönlichen Suche beginnt. Wie kann man sich das Recht herausnehmen, den Weg der Suche, den andere gehen, als trist zu beurteilen, wenn man ihn nicht schon selbst gegangen ist? Man kann höchstens sagen: Für mich wäre eine Welt ohne meinen Glauben trist.
    Geändert von enedwaith (11.07.2007 um 12:25 Uhr)

  14. #14

    Standard

    Zitat Zitat von Seepferdchen Beitrag anzeigen
    Gibt's den Artikel online? Würd mich total interessieren .. :-)
    ich schau mal nach. Aber ich hab die zeitung jetzt hier und werde später mal daraus zitieren, wenn ich etwas mehr Zeit habe
    "Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur die Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt" (Wilhelm Busch)

  15. #15

    Standard

    DER SPIEGEL (22/2007) - 26.05.2007 (30 Zeichen)
    TITELBILD: "Gott ist an allem schuld!"
    TITELBILD Der Kreuzzug der neuen Atheisten
    Link auf diesen Artikel im Archiv: http://service.spiegel.de/digas/find?DID=51714138

    kostenlos
    Artikel als PDF

    Wow, habs online gefunden *jubel*
    "Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur die Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt" (Wilhelm Busch)

  16. #16

  17. #17

    Standard

    Zitat Zitat von enedwaith Beitrag anzeigen
    Ok, zum Spiegel passt's natürlich auch....
    ich weiß gar nicht was du hast.... :rolleyes:
    "Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur die Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt" (Wilhelm Busch)

  18. #18

    Standard

    @enedwaith: Ich habe das wahrscheinlich etwas doof ausgedrückt, aber ich finde es gibt nunmal Dinge die nicht rational zu erklären sind, also kann man nicht nur rational denken, eine Verbindung von beidem wäre wohl das beste.
    Ich wollte niemanden verurteilen und ich bin auch nicht religiös aufgewachsen, sondern habe meinen Glauben in mir selbst gefunden, er gibt mir nunmal Stärke und Kraft und hält mich wie ein Vater in den Armen, wenn die Grausamkeit der Welt mich zu übermannen versucht, gibt er mir trost.
    Ich lasse mir von kirchlichen Autoritäten nichts weismachen und folge meinen eigenen Weg der Wahrheit, der mich eben mit Gott verbindet, ich habe den Anfang des Weges gefunden und ich denke, ich weiß es allerdings nicht, dass wir letztendlich alle an etwas gauben, sei es Gott oder sonst was.

  19. #19

    Standard

    @Daitscha

    Vielleicht habe ich es auch nur nicht richtig verstanden. Aber das, was Du jetzt schreibst, gefällt mir schon viel besser.

  20. #20

    Standard

    Naja ich hab vielleicht ein wenig fanatisch geklungen, aber jedem seinen Glauben oder bzw. seinen nicht-Glauben
    Nur das es immer diese Anschuldigungen an die katholische Kirche gibt ist nichct fair, sie ist nicht schlechter oder besser als alle anderen Kirchen.

  21. #21

    Standard

    Zitat Zitat von Daitscha Beitrag anzeigen
    @ich finde es gibt nunmal Dinge die nicht rational zu erklären sind,
    das wäre??
    "Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur die Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt" (Wilhelm Busch)

  22. #22

    Standard

    @ Mausispatz

    Klar kann man immer alles rational erklären. Nur ob diese Erklärungsversuche dann immer zutreffend sind, ist eine völlig andere Frage.

  23. #23

    Standard

    JEDE rationale Erklärung ist logischer als eine göttliche, überdimensionale oder was auch immer.
    Trotzdem warte ich auf Beispiele ;)
    "Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur die Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt" (Wilhelm Busch)

  24. #24

    Standard

    Ich finde zum Beispiel keine erklärung für das Blut an manchen Jesusstatuen die geradezu verbluten, klar gibt es auch verar******* aber es ist für mich ein Rätsel, auch Leute die die Stigmata durchleben, es ist erwiesen das es solche gab sind nicht rational zu erklären.
    Falls du ein persönliches Erlebnis meinst, fällt mir gerade auf Anhieb die Geschichte mit meinem Großvater ein.
    In der Nacht als er starb, ich war da weiters weg bei meinem Vater, bin ich nachts aufgewacht weil ich ein kleines Mädchen weinen gehört hab, in dem Haus war aber sonst niemand, da mein Vater mit meiner Stiefmutter auf nem Fest war und im Umkreis von gut ner Meile sind keine Häuser und der Kater war n der Zeit in ner Tierkliik, sonst gibt es da keine Tiere und es war eh Menschlich, klar muss mir das niemand glauben, aber ab dem Moment wusste ich das er mich verlassen hat, und als am nächsten Tag die Nachricht kam, wusste ich es schon, bevor meine Mutter es mir erzählt hat.
    Ich glaube, dass ich es war in der Nacht, die geweint hat.
    Ich will das nicht mit Schizophrenie vergleichen, aber wenn ich bestimmte Dinge höre, sehe, rieche oder mich daran erinner, falle ich manchmal in einen Klein-Mädchen zustand, es liegt daran, dass ich als Kleinkind Krebs hatte und von einem Auto überfahren wurde, der Arzt der mich danach betreut hat, meint, dass ich mich dann in den Zustand dieses Alters zurückversetze, nein ich bin nicht gestört:o.
    Naja und zurück zum Thema, ich kann mir das eben nicht anders erklären, als das mir das jemand eingeflüstert hat, der mich vor dem Schock, den ich sonst erlitten hätte schützen wollte, es war als hätte derjenige mich getröstet in dem Moment wo er es mir vermittelte, ich werde dieses Gefühl niie wieder vergessen können, es war für mich der schönste und traurigste Augenblick in meinem bisherigen Leben.
    Sorry für die OTs aber dazu musste ich halt manches erklären

  25. #25
    Benutzer Vegetarier und Veganer

    Standard

    @Owen

    Dass Jesus Vegetarier war (obwohl ich das auch denke) ist einfach nicht belegt, also kannst du nicht schreiben, dass der Vegetarier war. Zugegeben ich befinde mich auf Glatteis bei dem Thema, aber es gibt doch genug Stellen (von dem was Jesus nachgesagt wird) die auch nicht-vegetarische Elemente haben ("Gastfreundlichkeiit", "Fische Teilen" usw).

    Jetzt wenn ich deinen Post ganz neutral betrachte finde ich einfach, dass du alles viel zu fest verallgemeinerst. Ich verachte auch die Homosexuellen-Feidlichkeit, aber du kannst auch nicht sagen, dass die ganze Kirche etwas gegen Homosexuelle hat. Auch kann nicht jeder Christ was für die unendlichen Leiden, die von wenigen Menschen im Namen der Kirche begangen worden sind.


    Man kann doch auch anderen Menschen ihren Glauben lassen ohne ihn zu beleidigen. Wenn sie Ruhe und Frieden darin finden, ist das doch schön...?

    @topic die Vegetarier Verfolgung, so denke ich, gehört auch zu den dunklen Kapiteln die im Namen der Kirche (!) ausgeführt wurden. Auch wenn ich denke dass es noch viel schwerwiegendere und grössere Massaker gab...

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