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Thema: Warum vegan?

  1. #1
    Fighter

    Standard Warum vegan?


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    Folgendes soll erläutern, warum wir den Vegetarismus für nicht ausreichend halten, wenn es darum geht, die Interessen von Tieren zu berücksichtigen. Vorneweg gestellt seien die Definitionen: Ursprünglich bedeutete "vegetarisch" auf Ernährung bezogen genau das, was heute "vegan" benannt wird: Eine Ernährung, beim Veganismus erweitert auf die gesamte Lebensweise, die keinerlei tierische Produkte enthält. Der Begriff "vegan" stammt aus dem englischsprachigen Raum und wurde in Abgrenzung zu den VegetarierInnen eingeführt, die lediglich auf Tierleichenteile verzichten, aber weiterhin Milchprodukte, Eiprodukte und sonstige tierische Produkte konsumieren, in letzter Zeit gehören sogar oft Fisch und Vögel dazu. Um zu zeigen, warum wir Veganismus propagieren, stellen wir zunächst relativ kurz die Situation der sog. Nutztiere dar.

    Das Leid der "Nutztiere"

    Kühe: Kühe geben die erwünschte Milch nur, wenn sie regelmäßig Kälber gebären. Dem wird durch Züchtung und Medikamente nachgeholfen. Die meisten Kühe werden nach dem zweiten oder dritten Kalb ermordet oder sterben durch Folgen der Haltung. So ist also klar, daß auch MilchkonsumentInnen nicht nur für das Gefangensein der Tiere, sondern auch für ihren Tod mitverantwortlich sind. Die meisten Kühe haben selbst im Sommer kaum noch Auslauf, sondern sind ihr Leben lang im Stall angebunden. Durch das Anbinden sind sie entgegen ihrem natürlichen Verhalten gezwungen, erst mit den Vorder- und dann mit den Hinterbeinen aufzustehen. "Kuhtrainer" sorgen mit Stromschlägen dafür, daß die Kühe in der richtigen Haltung pinkeln, damit der Bauer wenig Arbeit hat. Durch die Haltung auf Gitterrosten kommt es oft zu Gebärmuttervorfällen und Euterentzündungen.

    Kälber: Die Geburt ist aufgrund der Überzüchtung oft qualvoll, bei der Rasse weißblauer Belgier sind 75% Kaiserschnitt nötig. Sofort nach der Geburt kommen die Kälber in eine Einzelbox, um nicht die wertvolle Milch wegzutrinken, statt dessen gibt`s einen Milchaustauscher. Die für die weitere Zucht Untauglichen werden nach ca. drei Wochen weiterverkauft an eine Kälberintensivmast. Dort fristen sie ihr Dasein oftmals im Dunkelstall, in Einzelboxen mit Lattenrost. Damit das Fleisch statt rosa weiß wird, erhalten sie nur eisenfreies Futter, was zu Eisenmangelanämien führt. In der Bullenmast sieht es ähnlich aus, den Tieren werden die Hörner und die Schwänze entfernt, damit sie sich aus Verhaltensstörungen heraus nicht gegenseitig verletzen, gegen das häufig auftretende Zungenschlagen werden Metallringe durch das Zungenbändchen gezogen. Auf Betonspaltenböden hat jedes Tier etwa zwei qm zur Verfügung, das entspricht dann der Fläche des Körpers...

    Legehennen: Die Küken schlüpfen im Brutschrank und werden sofort "gesext", die männlichen werden geschreddert, vergast oder erstickt und landen in der Musmühle, werden zu Tierfutter oder Dünger verarbeitet. Die weiblichen Küken werden geimpft und verschickt, im Alter von zehn Tagen wird ihnen der empfindliche Schnabel gestutzt. Vom Aufzuchtbetrieb kommen sie mit fünf Monaten in die Legebatterie und enden nach 14 Monaten Dienst als Suppenhuhn, falls sie nicht vorher sterben. Auf stark geneigten Drahtgittern (damit die Eier wegrollen) mit 20 Stunden Kunstlicht täglich, um die Legeleistung zu erhöhen, haben sie dann alle 25 St. einen Eisprung; daß sie so viele Eier legen, wird dann von den Haltern als Beweis dafür angeführt, daß sie sich wohlfühlen!

    Zudem sind die heutigen Haushühner Qualzüchtungen.

    Schafe haben durch Züchtung ebenfalls Gebärprobleme, sowie Moderhinke und Wollblindheit (wenn die Wolle vor die Augen wächst). Sie werden durch Hormone oder einen Tampon zweimal im Jahr zum Ablammen gebracht. Auch Schafe verbringen mittlerweile oft den größten Teil ihres Lebens im Stall. Teilweise erfolgt die Trennung von dem Mutterschaf bereits nach drei Tagen, um die Milch zu erhalten. Die Lämmer werden mit drei bis sechs Monaten geschlachtet. Das Kupieren der Schwänze und die Kastration der Böcke erfolgt ohne Betäubung einfach durch Abschneiden oder durch einen Gummiring, der das Körperteil abschnürt. Beim Massenscheren kommt es meist zu Verletzungen. Manche Schafe müssen ihr Leben mit Plastikfolie über der kostbaren Wolle verbringen.

    Auch Ziegen werden für Milch ähnlich gehalten.

    Eine grausame Statistik:

    Jährlich werden allein in Deutschland in etwa so viele Tiere ermordet:

    6 954 000 Rinder
    647 000 Kälber
    43 500 000 Schweine
    255 000 000 Hähnchen
    44 000 000 männliche Küken
    28 500 000 Legehühner
    14 000 000 Puten
    13 000 000 Enten
    1 000 000 Gänse
    2 406 000 Schafe
    10 780 Ziegen
    17 900 Pferde

    BIO: "Bio" heißt erstmal nur, daß biologisch angebautes Futter verwendet werden muß, keine Pestizide und Antibiotika angewendet werden usw. Also steht hier in erster Linie das Wohl des Menschen im Mittelpunkt, zumal die "artgerechte" Haltung nur freiwillig vom Biobauern aus dazukommt. Außerdem werden die Tiere nach wie vor ausgebeutet und ermordet, was sich leicht am Beispiel der Milchkuh nachvollziehen lässt .

    Bienen schaffen sich während des Sommers lebensnotwendige Honigvorräte für den Winter an. Die Bienen nehmen zuerst den Honig in sich auf und “erbrechen” ihn dann, um ihn an eine andere Biene weiterzugeben.

    Der Mensch macht sich dies zunutze, indem er einen Bereich des Volkes abtrennt, in welchen nur die Arbeiterbienen, nicht jedoch die Bienenkönigin eindringen können. Der so gewonnene Honig wird dem Bienenstaat entnommen, und meist durch eine nährlose Zuckerlösung ersetzt.

    Der “Anbau” von Bienenhonig verletzt Interessen:

    Nicht profitable Bienenstöcke werden vernichtet, um Kosten zu senken und der übrigen Honigproduktion nicht im Weg zu stehen - so kann es zum Beispiel günstiger sein, im Frühjahr in einen neuen Stock zu investieren, statt die Bienen ohne “Einnahmen” über den Winter zu bringen

    Freie Nester von Wespen und anderen “Konkurrentinnen” der Honigbiene werden häufig ausgeräuchert.

    Beim Öffnen und Schließen des Bienenstocks werden regelmäßig Bienen getötet.

    Das Zuckerwasser ist als Ernährung für die Bienen vermutlich unzureichend - wie sonst ist zu erklären, dass der Mensch nicht selbst einfach das Zuckerwasser konsumiert, statt mühsam den Honig daraus zu gewinnen?

    Veganismus ist nicht nur eine Frage des Essens, sondern auch eine Lebenseinstellung. Es ist eine Möglichkeit etwas gegen die Missstände dieser Welt zu tun. Wenn du es ungerecht findest, dass Tiere ausgebeutet werden, kannst du durch Entziehen deiner Konsumkraft und durch Aufklärungsarbeit einen aktiven Beitrag leisten.
    PS: Wenn du als Gast hier bist, kannst du deinen Nickname kostenlos anmelden, damit du auch am Forum mitreden kannst. Dauert nur ein paar Sekunden. Weiter

  2. #2
    Fighter

  3. #3
    Fighter

    Standard

    Aus dem Leben einer Milchkuh:

    Woher kommt die Milch?

    Wie bei allen Säugetieren – also auch bei uns Menschen – produzieren die Milchdrüsen von Kuhmüttern erst nach der Geburt eines Kälbchens die Milch. Das machte sich der Mensch zu Nutze und hält sich Milchkühe als so genannte Nutztiere: Die Hälfte aller Landwirte in Deutschland betreiben Milchproduktion. Um die Vorgänge in dieser Art von Nutztierhaltung besser verstehen zu lernen, möchten wir hier den Lebenslauf eines jungen weiblichen Rindes beschreiben – nennen wir sie »Heidi«:

    Heidi kommt zur Welt

    Sie wird in der Schattenwelt der Milchproduktion gezeugt, geboren und aufgezogen. Jetzt im Alter von 18 Monaten soll sie befruchtet werden, damit sie ein Kälbchen zur Welt bringt. Ihr Nutztierhalter kauft dazu tiefgekühltes Sperma von einem so genannten Spitzenbullen, den er sich aus dem Versandkatalog einer Besamungsstation ausgesucht hat. Wir sehen: die Zeiten der Dorfstiere sind vorbei. Im Jahr 2001 z. B. wurden mit dem Samen eines einzigen Holsteiner-Bullens (»Lake«) 65.000 Kühe besamt. Dieser Stier gehört zu einer dienstleistungsstarken Rasse, d.h. seine Kinder geben viel Milch und viel Fleisch. Nun aber zurück zu Heidi: Nachdem sie ein paar Hormonpräparate schlucken musste, damit das teure Sperma sie auch sicher befruchtet, lässt sie das technische Prozedere der Besamung aus der Plastikspritze geduldig über sich ergehen.
    Danach geht es ähnlich weiter, wie bei uns Menschen: der Embryo wächst in ca. neun Monaten zum Kälbchen heran. Im Alter von 27 Monaten bringt Heidi einen strammen Jungen namens Alfons zur Welt. Er wiegt stattliche 40 kg, eine beachtliche Leistung für seine junge Mutter, die nach menschlichen Wachstumsmaßstäben gerechnet etwa 15 Jahre alt wäre.
    Doch das junge Mutterglück währt nicht lange. Der Nutztierhalter nimmt Heidi nach zwei Stunden ihr Neugeborenes weg, um es – wie er es gelernt hat – mit der Nuckelflasche aufzuziehen, weil nur so die Kolostralmilchzufuhr (Biestmilch) in ausreichender Menge und Qualität zum richtigen Zeitpunkt gesichert sei. Heidi sieht ihren Sohn nie mehr wieder. Er wird gesondert aufgezogen, gemästet und im zarten Alter von wenigen Wochen zum Schlachter transportiert, der mit einem Metallbolzen das Gehirn des Babys zerfetzt, den kleinen Körper an einem Bein aufhängt, die Halsschlagader mit dem Stichmesser aufschlitzt und den noch warmen Körper nach dem Ausbluten zerlegt.
    Die Leichenteile des Babys werden von den Menschen gerne gekauft, weil sie zart und hell sind, und sie bereiten sie zu Feiern im Kreise der Familie oder zu Einladungen von Gästen als Delikatesse zu: als Züricher Geschnetzeltes, als Kalbsbraten, als Kalbsmedaillons, und so weiter.

    Heidis »Leben« geht weiter

    Für die Mutter nimmt das »Leben« seinen gewohnten Lauf: Sie wird morgens und abends gemolken. Über 30 Liter am Tag. Nicht ihr Kälbchen kann sie mit ihrer Milch erfreuen, ja nicht mal ein Mensch melkt sie, sondern eine Maschine erledigt den Job: Fünf Minuten um 6 Uhr in der Früh, fünf Minuten um 6 Uhr abends. Dazwischen vegetiert Heidi im viel zu engen Stall vor sich hin, zusammen mit ihren Schicksalsgenossinnen. Sie hat ständig Hunger und Durst, weil ihre enorme Milchleistung sie auszehrt. ¾ ihres Futters isst sie nur, damit ihr Körper die Milch erzeugen kann.
    Ihre Liegefläche, worauf sie 12 Stunden pro Tag liegt, um wiederzukäuen oder zu schlafen, ist nur wenig größer als ein Bett von uns Menschen. Die Lauffläche im Stall, den sie mit 50 bis 200 Kolleginnen teilt, ist bedeckt von Exkrementen, weil sie sich nirgendwo sonst erleichtern können. Unter der geschlitzten Lauffläche ist ein großes Güllesammelbecken, das alles auffängt – es stinkt schrecklich und ist voller Fliegen und anderer Plagegeister ...

    Dann wieder zum Melken, dann wieder was essen, dann wieder wiederkäuen, dann wieder schlafen, dann wieder alles von vorne, tagein, tagaus. Heidi versteht nicht, was ihr Nutztierhalter mit ihr tut. Sie weiß nicht, dass sie mit normalem Gras und Kräutern und einem normal säugenden Kälbchen knapp die Hälfte der Milch geben würde, ohne körperlich und psychisch ausgelaugt zu sein. Statt dessen bekommt sie Kraftfutter, was sie von sich aus nie essen würde, doch ohne dieses Futter könnte sie vor Schwäche nicht mehr aufstehen. Ihr Nutztierhalter weiß sehr wohl, dass ein Leben auf der Weide für Heidi optimal wäre, doch will er sie als Hochleistungskuh nützen, wie die anderen Nutztierhalter auch, die von der Milchproduktion leben. Und somit stellen für ihn die Fütterung, das Melken, der Auf- und Abtrieb und die Entfernung der Weideflächen unlösbare Probleme dar. Heidi bleibt also immer im Stall.
    Damit ihre Milchleistung nicht nachlässt, was sie der Natur nach tun würde, wird Heidi schon zwei Monate nach der Geburt von Alfons erneut künstlich befruchtet und hat nun eine doppelte Bürde: Milch geben und ein neues Baby in sich heranwachsen zu lassen. Diese doppelte Last schwächt sie ungemein: Ihr Euter entzündet sich, nicht zuletzt auch wegen dem ständigen Kontakt mit den bakteriell belasteten Exkrementen oder verkeimtem Kraftfutter. Ihr Fieber und ihre Entzündungen werden vom Tierarzt mit Antibiotika bekämpft. Der Nutztierhalter ärgert sich über Heidi, weil er wegen der Antibiotika-Rückstände und den Eiter-Bakterien ein paar Tage ihre Milch wegschütten muss. Und wenn sie gar nicht gesund würde, müsste er sie frühzeitig zum Schlachter bringen, was ihm momentan zu wenig Geldeinnahmen bringt. Er will Heidis Milch. Für ihn ist sie »ein Euter mit ein bisschen Kuh drumherum«, wie Dr. Boehncke von der Gesamthochschule Kassel die moderne Hochleistungskuh beschreibt. Doch es geht noch mal gut. Heidi schenkt einem Mädchen das Leben und dreht fast durch, wie auch dieses süße Kälbchen ihr weggenommen wird. Doch Vroni, so heißt es, ist dazu auserkoren, wie Heidi eine Milchkuh zu werden. Sie wird aufgezogen mit Milchaustauscher – einer fettreichen, billigen Milchersatzbrühe, wie Heidi damals – und wird ihre Mutter zwei Jahre später ersetzen.
    Für Heidi geht der Alltagstrott weiter. Nach zwei Monaten erfolgt eine erneute Befruchtung, eine weitere anstrengende Schwangerschaft, und dann die Geburt eines Sohnes, Oskar. Dieser wird als Bulle gemästet und im Alter von zwei Jahren zum Schlachter gebracht (als Mensch wäre er etwa 15 Jahre alt). Seine Leichenteile werden mit Steakmessern in mundgerechte Stücke geschnitten und noch halbblutig verschlungen von elegant gekleideten menschlichen Nutztieressern, die sich geschickt mit Damastservietten sein Blut von ihren Lippen tupfen, bevor sie den erlesenen Rotwein aus Kristallgläsern trinken.

    Heidi kann nicht mehr

    Heidi ist fix und fertig. Die ständige Auslaugung durch das vampirhafte Melken der Maschine und die drei anstrengenden Schwangerschaften unter diesen tristen Umständen haben sie matt und mutlos gemacht. Die Euterentzündungen werden immer häufiger, die Tierarztrechnungen immer höher, bis schließlich der Nutztierhalter beschließt, Heidi durch ihre Tochter Vroni zu ersetzen, weil dies für seine Kosten-Nutzen-Rechnung günstiger sei.
    Heidi hat gemäß seiner Kalkulation ihre Lebensleistung von fast 30.000 Litern Milch erbracht und sich somit amortisiert. Sie ist abgeschrieben, sowohl buchhalterisch, als auch als Lebewesen. Den letzten Umsatz, den er mit ihr macht, ist das Blutgeld vom Schlachter. Heidi bringt ihm leider nicht mehr viel ein: ihre Leichenteile sind zäh ob all der Anstrengungen, sie eignen sich nur noch für Gulasch, Sauerbraten oder für die Wurst. Außerdem sind bloß noch 1/3 ihres Lebendgewichtes verwertbar, weil viele Organe krank sind und vergiftet von den Rückständen des jahrelangen Medikamenten-Missbrauchs. Heidi gilt als »Altkuh«, obwohl sie als Mensch noch nicht mal 20 Jahre erreicht hätte. Sie ist bloß eine »disposable cow«, wie man in England sagt, eine Wegwerfkuh: drei Jahre lang riesige Milchmengen und gute Nachkommen, dann Krankheit und Schlachthof.

    Heidi wird als »Altkuh« entsorgt

    Heidi wird im Alter von gut fünf Jahren geschlachtet. Dieses Schicksal teilen mit ihr die meisten der Milchkühe. Im Jahr 2000 haben die deutschen Nutztierhalter in der Milchproduktion folgende Umsätze gemacht: 8,1 Milliarden Euro Umsatz mit Milch, und damit gekoppelt 3,1 Milliarden Euro Schlachtumsätze mit Kälbern, Rindern und Altkühen, was ca. 13 kg Fleisch pro Kopf und Jahr bedeutet. Die Nutztierzüchter verlangen von einer Zuchtkuh eine jährliche Milchleistung von 13 zu 1 bezogen auf das Lebendgewicht. Würde man das selbe mit uns Menschen machen, so müsste eine stillende Menschenmutter mit einem Gewicht von 60 kg täglich 2,6 Liter Muttermilch geben (normal sind 0,8 Liter!) – nur mal so zum Nachdenken.

  4. #4
    Fighter

    Standard Eier



    Am Anfang war das Huhn. Während die Haltungsformen für Haushühner sich extrem gewandelt haben, ist sich das Huhn bis heute treu geblieben. Hühner leben in kleineren Gruppen mit einem dominanten Hahn, mehreren Hennen und Jungtieren. Ein Gruppenrevier erstreckt sich meist 70 bis 100 Meter um den Schlafplatz. Den verlassen sie bei Sonnenaufgang und begeben sich auf die Suche nach Samen, Keimlingen, Früchten, Beeren, Insekten und Würmern. Dazu kratzen und scharren sie im Boden. Um die Mittagszeit kehren die Hühner zurück um sich zu ruhen und zu putzen. Nachmittags unterbrechen sie die Futtersuche nur kurz für ein Sonnenbad oder die Gefiederpflege. Das Staubbad ist dazu ausgesprochen wichtig. Kurz vor Eintritt der Dämmerung begeben sich die Hühner wieder zu ihren Schlafplätzen. Sie übernachten gern auf hohen Plätzen. In der freien Natur sogar auf Ästen in mehreren Metern Höhe.

    Warum das "Frühstücksei" eine Familientragödie ist:

    Grundsätzlich gilt, dass wir keine Eier für eine gesunde Ernährung und schon gar nicht zum Überleben brauchen. Während unsere hominiden Vorfahren gelegentlich ein Vogelei aßen, konsumiert der moderne Mensch so viele Eier, dass allein in Deutschland jährlich ca. 45 Millionen Tiere zur ständigen Eiablage gehalten werden. Fast keinem dieser Tiere wird annähernd die Gelegenheit gegeben, seine natürlichen Verhaltensweisen auszuleben.

    Genau so wenig wie Schnitzel auf Bäumen wachsen, legen Hühner freiwillig Eier für unsere Ernährung. In der Natur legt ein Huhn etwa fünf bis sechs befruchtete Eier im Jahr (bei gutem Futterangebot im Revier kommt auch schon mal ein zweites Gelege vor), um sich zu vermehren. Die sechs bis acht Eier in einem Nest können aber auch von unterschiedlichen Hennen stammen. Das Nest wird stets an einem geschützten und gut versteckten Ort gebaut. Wird ihnen ein Teil ihres Geleges geraubt, z.B. durch Fressfeinde, ersetzt die Henne das Ei. Genau dieser Effekt wird in der Hühnerhaltung ausgenutzt, indem durch den Menschen täglich Nestraub begangen wird. Der Legeprozess ist im Übrigen nicht immer schmerzfrei und erfolgt normalerweise im Stehen.

    Was so ein Eierdiebstahl für eine Henne bedeutet, erkennt man, wenn man die Familienbeziehung der Hühner genauer betrachtet: In der Natur würde die Henne ihr Gelege ca. 20 Tage lang bebrüten und das Nest nur für kurze Zeit verlassen. In regelmäßigen Abständen wendet sie die Eier. Dieser Wenderhythmus beeinflusst den späteren Aktivitätsrhythmus der Küken. In den letzten Tagen, bevor ihre Kinder schlüpfen, nehmen die Küken untereinander und mit ihrer Mutter stimmlichen Kontakt auf. 10 bis 14 Wochen lang führt, wärmt und beschützt die Henne ihre Küken.

    Vor ein paar Jahrzehnten lag die Legeleistung der Zuchthennen noch bei ca. 120 Eiern im Jahr. Heute sind es je nach Haltungsart 250 bis 300 Eier im Jahr. Wie eingangs erwähnt, haben sich Verhalten und Bedürfnisse der Hühner trotz Domestikation nicht wesentlich verändert. Durch die Qualzucht sind die Hennen also gezwungen jeden Tag ein Ei zu legen. Die Eier rollen auf Fließbändern davon oder werden eingesammelt. Ihre Kinder kommen in Brutkästen zur Welt, männliche Küken werden schon einen Tag nach dem Schlüpfen getötet, ihre weiblichen Geschwister wachsen in Aufzuchtsfarmen ihrem Dasein als Legemaschine und ihrem Ende als Suppenhuhn entgegen.

    Der Leidensweg vom Ei bis zum Ei:

    Spätestens einen Tag nach dem Schlüpfen in den Brutanlagen werden die Küken auf ein Fließband gesetzt und nach Geschlecht sortiert. Diesen Vorgang nennt man "sexen". Männliche Tiere sind naturgemäß nicht zum Eierlegen zu gebrauchen und würden als Masthähnchen nicht schnell genug Fleisch ansetzen, wie ihre extra dafür gezüchteten Artgenossen. Am Ende des Fließbandes befindet sich ein Trichter, der die männlichen Küken in einen Apparat leitet...

    "der mit schnell rotierenden, mechanisch angetriebenen Messern oder Schaumstoffnoppen ausgestattet ist. Die Maschinenleistung muss ausreichen, um eine große Zahl von Tieren unverzüglich zu töten."

    ... heißt es im Gesetzestext - Anhang G der EU-Richtlinie 93/119/EG. Etwa 45 Millionen männliche Küken werden so jedes Jahr bei lebendigem Leibe zerquetscht, zerschreddert und auch vergast! Sie enden als Hunde- und Katzenfutter, Tiermehl, Dünger auf dem Acker, oder schlicht in der Mülltonne.

    Die weiblichen Hühner dagegen wandern in die Aufzuchtsanlagen, wo sie rund 20 Wochen bei Dämmerlicht in Käfigen oder zu tausenden in riesigen Hallen gehalten werden. Lange nicht alle Hennen überleben diese Strapazen. Einige werden auch getötet, weil sie sich nicht zu profitabeln Legehennen entwickeln. Der Großteil aller "Lege-Hühner", auch für die alternativen Haltungsformen, stammen aus solcher Zucht!

    Durch die physiologische Manipulation in der Zucht sind die Hühner gezwungen alle 24 bis 30 Stunden ein Ei zu legen. Die gesundheitlichen Folgen sind verheerend. Die für den Aufbau der Eierschalen notwendige Menge an Calcium ist über das Futter kaum zu decken. Deshalb entzieht der Körper den Knochen dieses Mineral, was zu Knochenbrüchen, Osteoporose und Knochenverformungen führt. Manchmal leiden die Tiere auch unter entzündeten Kloaken. Die Eier werden auch zur industriellen Weiterverarbeitung in Form von Voll-, Flüssig-, Trockenei, Ei-Eiweiß (Eiklar), Eigelb (Dotter), Ei-Albumin und Lecithin genutzt.

    Nummerierte Tierqual - Der Erzeugercode und was sich dahinter verbirgt
    Am auf dem Ei aufgedruckten Erzeugercode kennzeichnet die erste Ziffer die Haltungsform, aus der das Ei stammt:

    Ziffer 3 - Legebatterie: Die Hennen leben dicht gedrängt in kleinen Drahtkäfigen auf Gitterrosten. Durch die Enge leiden die Tiere unter erheblichem Stress; gegenseitiges Picken und Kannibalismus sind die Folge. Die Hennen werden mit einem Spezialfutter gefüttert, damit sie die abnorme Legeleistung bringen können; dazu kommen Antibiotika, Pestizide gegen den Fliegenbefall und synthetischer Farbstoff, um einen dunkleren Farbton des Eigelbs zu erzielen. Bei solchen Haltungsbedingungen sterben in einer durchschnittlichen Legebatterie von 80.000 Hühnern etwa 20 am Tag.

    Ziffer 2 - Bodenhaltung / Volierenhaltung: Bei der Bodenhaltung leben meist sieben Hennen auf einem Quadratmeter in großen Hallen. Die Tiere sind durch zu viele Artgenossen völlig überfordert; Federpicken, Kannibalismus und andere Verhaltensstörungen sind an der Tagesordnung. Durch das Gedränge ausgelöster Stress ist häufige Todesursache für viele Hühner, die in der Bodenhaltung sterben. In der Volierenhaltung stehen den Hühnern übereinander angebrachte Ebenen zur Verfügung. Volierenhaltung ist eine Art "Bodenhaltung in mehreren Ebenen".

    Ziffer 1 - Freilandhaltung: Den Hühnern steht tagsüber ein Auslauf ins Freie zur Verfügung (vier qm pro Huhn). Die Bedingungen im Stall entsprechen der Bodenhaltung, manchmal auch der Volierenhaltung. Es gibt immer mehr Großbetriebe mit bis zu 10.000 Tieren, was zu erheblichen sozialen Konflikten unter den Hennen führt.

    Ziffer 0 - Ökologische Haltung: Im Stall werden noch bis zu 3.000 Hennen untergebracht (sechs Hennen auf einem qm). Neben Scharraum, Nestern und Sitzstangen steht den Hühnern ein Auslauf zur Verfügung (vier qm pro Henne). Gefüttert werden gentechnisch unveränderte Pflanzen aus ökologischem Anbau (Details zu den verschiedenen Haltungsformen).

    Jetzt also Augen auf beim Eierkauf damit kein Ei aus Quälerei und schon gar kein Ei mit 3 im Einkaufskorb landet?

    Alternative Haltungsformen verbessern die Lage der durch Qualzucht zu Legemaschinen verdammten Hühner nicht wesentlich. Auch für jedes dieser "glücklichen" Hühner stirbt zu Anfang ein männliches Tier; die Aufzucht erfolgt für alle Haltungsformen gleich tierquälerisch. Da Hühner nicht freiwillig ihre Eier hergeben würden, kommen auch psychische Belastung hinzu, unter der die Tiere durch den Eierkonsum leiden.

    In allen Haltungsformen endet das Leben der Hühner ähnlich: Nimmt die Legeleistung nach ca. 15 bis 18 Monaten ab, werden die ausgemergelten Hühner geschlachtet. Dazu werden sie an den Füßen aufgehängt und durch ein "Strombad" gezogen, das sie betäuben soll. Allerdings klappt die Betäubung nicht immer und die Hühner erleben ihre Schlachtung bei vollem Bewusstsein. Sie werden zu Haustierfutter, Hühnersuppe und teilweise auch zu Futter für die Tiere in Pelztierfarmen verarbeitet. Unter normalen Umständen kann ein Huhn 20 Jahre und älter werden. Auch der Transport zum Schlachthof ist eine Qual für die Hennen. Rücksichtslos in enge Kisten gestopft, brechen sie sich die Beine oder ihnen wird die Hüfte ausgerenkt. Dazu kommen enormer Stress und Angst; bei längeren Transportwegen auch Hunger und Durst.

    Eier sind zudem keineswegs förderlich für unsere Gesundheit. Derzeit wird der Cholesteringehalt eines Hühnereis mit 213 mg angeben. Eier führen häufig zu Lebensmittelvergiftungen durch Salmonellenbefall, die durch die grippeähnlichen Symptome häufig unbemerkt bleiben. Außerdem tragen Eier zu Fettleibigkeit und Herzkrankheiten bei. All dies sind gute Gründe um auf Eier zu verzichten. Alternativen, besonders zum Backen, gibt es genug. In Reformhäusern und Biomärkten gibt es Ei-Ersatz, Johannisbrotkernmehl und Tofu-Rührei zu kaufen. Pflanzliche Bindemittel eignen sich für nahezu alle Gerichte.

    Allein in Deutschland sterben jährlich etwa 100 Millionen Tiere für die Eierproduktion: Als Eintagsküken vergast, als "Ausschuss" getötet, in der Haltung verendet oder als "verbrauchte Legehenne" geschlachtet. 100 Millionen sinnlos getötete, gequälte Tiere. Jedes gekaufte Ei, gleich in welcher Haltung es nun "produziert" wurde, tötet.


  5. #5
    Fighter

    Standard Wolle, Seide, Daunen, Honig

    Das Haarkleid der Schafe ist von Natur aus so eingerichtet, dass es sie vor extremen Temperaturen, Kälte wie Hitze, schützen soll. Menschen jedoch manipulierten durch Zuchtmethoden das Wachstum der Haare so weit, dass ein größtmöglicher Wollertrag errungen wird. Schafe werden bei der Schur brutal zu Boden geworfen und in Akkordzeit „abgemäht“, Verletzungen sind an der Tagesordnung. Der nun nackte Körper ist den extremen Temperaturen schutzlos ausgeliefert, bis die Wolle nachgewachsen ist. Dann beginnt der Leidensprozess von vorn, bis der Tod im Schlachthof wartet.

    „Seide“ ist eigentlich die Faser, die Seidenraupen weben, um Kokons daraus zu machen. Um die Seide für den Menschen zu gewinnen, kochen die Seidenlieferanten die Raupen bei lebendigem Leib in ihrem Kokon.

    Daunenfedern, die für Decken, Kissen oder Winterjacken genutzt werden, werden weißen Gänsen bei lebendigem Leibe mehrmals in ihrem kurzen Leben ausgerupft. Die völlig traumatisierten Tiere sind nach dem Rupfen ihren daraus resultierenden Verletzungen und dem fehlenden Wärmeschutz hilflos ausgesetzt, bis die Federn nachgewachsen sind. Nach 4-5maligem Rupfmartyrium landen sie im Schlachthof.

    Auch die Honigproduktion erfolgt immer mehr in Massenbetrieben. Um einen Pfund Honig zu gewinnen, müssen die Bienen Pollen von 2 Millionen Blüten sammeln und mehr als 88.000 Kilometer fliegen. Der Honig wird von dem Imkern und Imkerinnen entnommen und durch eine billige Zuckerlösung ersetzt. Bei „Einmal“-Bienenstöcken werden diese vor dem Winter abgebrannt, die gesamte BienenstockbewohnerInnen umgebracht. Die Erreichung höchster Produktionsquoten ist für die Tiere mit erheblichen Leiden verbunden, brutale Maßnahmen wie das Ausreißen der Flügel bei der Bienenkönigin, künstliche Besamung oder Verschickung von einem zum anderen Standort per Post sind hierbei nur einige Beispiele.

  6. #6
    Fighter

    Standard Auszug aus "die Tierbefreier"

    Ignoranz tötet – Veganismus rettet!

    Veganismus ist die bewusste Rebellion gegen das herrschende Prinzip, in dem Tiere als vermeintlich „minderwertigere“ Lebewesen kein Recht auf Freiheit und Unversehrtheit erhalten, weil Menschen sie als ausbeutbare Masse betrachten und hemmungslos unterdrücken.

    Gewalt gegen Tiere - der alltägliche Horror

    Warum Veganismus ein wichtiges Element im Kampf für die Befreiung der Tiere ist:

    Der vegane Gedanke

    1945 trat der Begriff „vegan“ von der neu gegründeten Vegan Society in Großbritannien in die Öffentlichkeit. Der Begriff „vegan“ setzt sich aus den ersten und letzten Buchstaben des englischen Wortes „vegetarian“, in deutsch „vegetarisch“ zusammen. Vegan ist auch bekannt unter dem Begriff „rein vegetarisch“.

    Vegan lebende Menschen lehnen jegliche Art von Gewalt gegen Menschen und Tiere ab und setzen dies auch direkt in ihrem Leben um. So konsumieren sie z.B. keine Lebensmittel, die Stoffe tierlicher Herkunft beinhalten. Das Fleisch und die Haut getöteter Tiere, (Tier-) Milch, Eier und die daraus produzierten „Nahrungsmittel“ werden bewusst aus dem Ernährungsplan gestrichen.

    Aber zur veganen Philosophie gehört viel mehr als nur der Verzicht auf tierliche Nahrungsmittel.

    Veganismus ist die bewusste Rebellion gegen das herrschende Prinzip, in dem Tiere als vermeintlich „minderwertigere“ Lebewesen kein Recht auf Freiheit und Unversehrtheit erhalten, weil Menschen sie als ausbeutbare Masse betrachten und hemmungslos unterdrücken.

    Zudem zeigen vegan lebende Menschen in ihrem alltäglichen Handeln auf, dass es auch anders geht als das Leben auf den Tod von Tieren aufzubauen. Ein vegan lebender Mensch wird immer versuchen, den „unblutigen“, tierleidfreien Weg einzuschlagen, sei es in der Wahl der Kleidung, in der Tierhaut untragbar ist oder bei der täglichen Kosmetik, in der nur solche Produkte verwendet werden, die nicht im grausamen Tierversuch getestet worden sind und keine tierlichen Stoffe beinhalten.

    Veganes Denken umfasst grundsätzlich die Ablehnung jeglicher Nutzung und Tötung von Tieren. Beispiele hierfür sind die Jagd, in der Wildtiere zum Abschuss freigegeben werden, menschliche Sport- oder Vergnügungsbereiche wie z.B. beim Reitsport, Zirkus oder Zoo, in denen Tiere benutzt bzw. erniedrigt und ausgestellt werden, oder aber zu Versuchsobjekten in der Kosmetik-, Pharma- und chemischen Industrie und in der militärischen Forschung degradiert werden. Grundsätzlich ist das Tier immer der menschlichen Willkür ausgeliefert, indem über sein gesamtes Leben, von der Geburt bis zum Tod, bestimmt wird, es nicht seinen artspezifischen Bedürfnissen nachgehen kann und in den allermeisten Fällen sein Leben mit erheblichen Leiden verbunden ist.

    Die Diskriminierung und Unterdrückung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Spezies wird grundsätzlich verurteilt. Der Umgang mit dem Tier ist daher von einer großen Solidarität und Empathie geprägt. Es ist unabhängig davon, ob ein Tier 2 oder 4 Beine, ob es Lungen oder andere Atemorgane besitzt, ob es eine Haut, Federn oder Fell besitzt, ob es der Gattung Mensch ähnelt oder nicht.

    Der Begriff des Speziesismus wurde im Jahre 1970 ins Leben gerufen, um die Unterdrückung der Tiere durch die Menschen beim Namen zu nennen. Speziesismus ist eine Anlehnung an Begriffe für andere Unterdrückungsformen wie z.B. Rassismus, bei dem Menschen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer (vermeintlich minderwertigeren) Rasse von einer anderen Gruppe Menschen (die ihre Gruppe als die vermeintlich höherwertige ansieht) diskriminiert werden. Ähnlich wie in dieser zutiefst verwerflichen Denkart ist es auch in der Mensch-Tier-Beziehung ein ähnlich gelagertes Phänomen. Es gründet auf dem falschen Verständnis, dass das Tier aufgrund seiner Artzugehörigkeit wertloser, oder andersherum: dass das Tier aufgrund seiner Nicht-Zugehörigkeit zur Gattung Mensch minderwertiger sei. Unterschiede in Aussehen und Verhalten werden hier als wertende Kategorien benutzt, die Leidensfähigkeit der Tiere einfach ignoriert, um Wehrlose zum eigenen Nutzen unterdrücken zu können.

    Anti-Speziesismus bedeutet demnach, dieses menschliche Überlegenheitsverständnis außer Kraft zu setzen und die Etablierung eines Gleichwertigkeitsprinzips zwischen Menschen und Tieren im öffentlichen Bewusstsein und im praktischen Umgang anzustreben.

    Im folgenden stellen wir auszugsweise einige Tierausbeutungsformen in unserer mitteleuropäischen Gesellschaft vor. Jeder einzelne Bereich ist so komplex, dass er Bücher füllen würde, um alle Aspekte zu thematisieren. Die folgenden Beispiele sollen aufzeigen, mit welcher eiskalt berechneten Präzision und Profitsucht Tiere ausgebeutet, getötet und vermarktet werden und unterstreichen die Forderung nach einem Umdenken und der Etablierung der veganen Lebensform in unserer Gesellschaft.

  7. #7
    Fighter

    Standard

    Das Leben und Sterben der so genannten Schlachttiere

    Schweine, Rinder, Hühner, Kaninchen und viele andere sog. Nutztierarten werden meist in Massenbetrieben nur zu dem Zweck gezüchtet, um in kürzester Zeit und mit dem geringsten Aufwand „schlachtreif“ zu werden. Sie werden zu Massen in engsten Käfigen, Boxen oder Ställen zusammengepfercht, meist in gnadenloser Enge, ohne Tageslicht und Auslauf.

    Schweine bzw. Ferkel beispielsweise werden durch einen mit chemischen Wuchsstoffen versehenen Futterbrei gemästet, damit sie in nur 22 Wochen ihr gewünschtes Schlachtgewicht erreichen. Die durch diese Fütterungsmethoden und den Bewegungsmangel entstehenden Belastungen für den Körper sollen durch die Verabreichung von Medikamenten „ausgeglichen“ werden. Um den Stress der neugierigen und durch die brutalen Zuchtmethoden oft herzkranken Tiere zu minimieren, erhalten sie zusätzlich Tranquilizer, die sie beruhigen sollen.

    Bei „Masthühnern“ sind es nur ca. 35 Tage, bis sie ihr Schlachtgewicht erreicht haben und der Abtransport zum Schlachthof erfolgt. Oft brechen ihre zarten Füße unter ihrem eigenen Gewicht zusammen.

    Es gibt keinen Bereich der konventionellen Tierhaltung, in dem die Tiere nicht unter für sie entsetzlichen Bedingungen gehalten werden. Stress und Aggressionen durch die Enge sind ebenso an der Tagesordnung wie körperliche Schmerzen und vorzeitiger Tod durch die Mast, zuchtbedingten Leiden, Gefangenschaft und Verletzungen. Familienverbände und soziale Beziehungen, in denen viele Tierarten naturgemäß leben, sind nicht möglich. Mütter werden von ihren Kindern getrennt, Aggressionen und verzweifelte Kämpfe unter Leidensgenossen gehören zum Alltag.

    Auch Fische werden mittlerweile in Massenbetrieben gezüchtet. In der Lachszucht werden die Tiere, die von Natur aus die Ozeane durchwandern, auf einem Bestandslevel von „15 kg Fisch“ pro Kubikmeter Wasser gehalten. Als Nahrung erhalten sie hochkonzentrierte Proteinkügelchen mit Antibiotika. Mehrere Wochen vor ihrer Schlachtung lässt man sie aushungern, um sie besser ausnehmen zu können .

    Die Fahrt in den Tod

    Nach einem qualvollen Leben auf engstem Raum erfolgt der Abtransport zum Schlachthof. Die völlig verunsicherten Tiere, die nie Tageslicht zu sehen bekamen, werden auf Transporter verladen und kilometerweit über laute Autobahnen und Landstraßen verfrachtet. Stress, Hunger, Durst, Knochenbrüche, Kälte und völlige Erschöpfung sind vielfache Faktoren für einen Tod unterwegs. Je länger die Fahrt dauert, umso stärker ist die Belastung für die Tiere. Die äußerst sensiblen Schweine bekommen nicht selten einen Herzinfarkt. Brutale Methoden bei dem „Ein- und Entladen“ der Tiere (beispielsweise mit Elektrogeräten) tun ihr übrigstes, um den Tieren ihre letzte Kraft und Würde zu rauben. Das Geschäft mit dem Fleisch ist unerbittlich.

    Die brutale Verwandlung vom lebendigen Tier in „Fleisch“

    In nur 3 Monaten, nämlich von April bis Juni 2003, wurden allein in Deutschland über 11.209.000 Schweine, 811.500 Rinder und 85.000 Kälber geschlachtet. Die Schlachtzahlen von Hühnern, Enten und Truthühnern sind so gigantisch groß, dass hierbei nur noch von „Geflügelfleisch“ in der Gewichtsklasse Tonnen gesprochen wird. Die getöteten Leben an sich haben ihre Bedeutung verloren, nur noch das Gewicht der Masse zählt. (Quelle der Zahlen: Statistisches Bundesamt, http://www.destatis.de/presse/deutsc...3/p3400142.htm). Diese erschlagenden Zahlen sind so unvorstellbar, dass das einzelne Individuum in der Masse zu verschwinden droht. Doch hinter jedem einzelnen „Schlachttier“ verbirgt sich die Geschichte eines empfindungsfähigen Wesens, das ein unvorstellbar grausames Leben und Sterben hinter sich hat.

    Haben die Tiere das Martyriums ihres genau kalkulierten Lebens als „Fleischlieferant“ lebend überstanden, erwartet sie der vorsätzliche Tod durch Menschenhand. Der Schlachthof ist ein perfekt organisierter, technisierter Apparat des Todes. Die durch die Schreie und durch den Geruch des Blutes ihrer Leidensgenossen völlig verschreckten Tiere werden in die Warteschlange der Betäubungsbucht getrieben. Im Akkordtempo setzen Schlachthofarbeiter Bolzengewehre oder Elektrozangen an die Schläfen der Tiere und hängen sie kurz darauf kopfüber an einem Hinterbein auf. Viele heimlich gefilmte Dokumentationen aus Schlachthöfen haben aufgezeigt, dass aufgrund des hohen Arbeitstempos der Betäubungsvorgang so fahrlässig durchgeführt wird, dass viele Tiere den gesamten Tötungsvorgang bei vollem Bewusstsein miterleben müssen. Durch einen Kehlenschnitt bluten die Tiere langsam aus, erst nach 10 Minuten hört die Atmung und der Herzschlag auf.

    Ein Leben nach dem anderen wird vernichtet, während die anderen panisch in der langen Schlange auf ihre Hinrichtung warten.

    So genanntes Geflügel, Hühner, Puten, Gänse usw. werden bei vollem Bewusstsein kopfüber in einer Reihe aufgehängt und mittels einer Fließbandfunktion durch ein Betäubungsbad gezogen. Auch hier sind unbetäubte Tiere beim Schlachtvorgang keine Seltenheit.

    Der Schlachthof – ein Ort des Grauens und nicht unkalkuliert hinter hohen Mauern verborgen oder abseits der Städte errichtet.

    Kuhmilch den Kälbern

    Als erstes wollen wir kurz den Mythos der Werbung als das entlarven, was es ist: Betrug. Eine idyllische Almwiese mit einer gut gelaunten Kuh soll den Eindruck vermitteln, dass der Lebenssinn der Kühe darin besteht, den Menschen mit guter Milch zu einem gesunden Leben zu verhelfen. Weder der Mythos von der „gesunden“ Milch ist wahr, noch ist es dem Großteil der „Milchkühe“ möglich, auf einer grünen Almwiese herumtollen zu können. Die große Mehrzahl von ihnen verbringt ihr gesamtes Leben angekettet in einem Stall, zu völliger Bewegungsunfreiheit verdammt und unter grausamen Bedingungen zur „Melkmaschine“ umfunktioniert.

    Die Kuh als Säugetier produziert von Natur aus nur Milch, wenn sie ein Kalb geboren hat. Das ist bei ihr so wie bei allen anderen Säugetieren einschließlich des Menschen. In der traditionellen Milchproduktion wird die „Milchkuh“ einmal pro Jahr durch brutale künstliche Besamung geschwängert. Nach neunmonatiger Tragezeit gebiert sie ihr Kind, das ihr in der Regel spätestens 2 Tage nach der Geburt weggenommen wird, für Mutter und Kind ein Trauma, das keiner Erläuterung bedarf, wenn man sich diese Situation bei der menschlichen Mutter-Kind-Beziehung vorstellt. Das Kalb wird unter Rotlicht in eine enge Box gezwängt oder mit anderen Kälbern in einen abgetrennten Raum mit Holzspaltböden gesteckt und mit einer Ersatzmilch gefüttert. Das Brüllen nach seiner Mutter, die Sehnsucht nach Geborgenheit und mütterlicher Wärme wird nur durch das Brüllen der Mutter übertönt, die verzweifelt nach ihrem geraubten Kind ruft. Sie wird nun 2 x täglich an die Melkmaschine angeschlossen. Ihr Kalb wird sie nie wiedersehen. Ihm wird entweder ein ähnliches „Schicksal“ wie das seiner Mutter bevorstehen oder aber der baldige Abtransport zum Schlachthof, um als Kalbfleisch zu enden. Wenn die Gebärfähigkeit der „Milchkuh“ nachlässt, wird auch sie im Schlachthof enden, damit auch noch aus ihrem Fleisch Profit gemacht werden kann.

    Ich wollt’, ich wär’ kein Huhn!

    Albtraum Legebatterie

    90 % der Eier, die in Deutschland konsumiert werden, stammen aus Legebatterien. In dieser Form der Massenhaltung sind bis zu 5 Hennen in winzigen Käfigen eingesperrt, jede Henne hat ungefähr die Größe eines Din-A-4-Blattes als „Lebensraum“. Für die äußerst bewegungsfreudigen Tiere ein unvorstellbarer Stress. Viele sterben schon vor dem Abtransport zum Schlachthof durch Stress oder Krankheiten, die durch die qualvolle Haltungsform hervorgerufen werden. Durch künstliches Licht und vielfache zuchtbedingte Manipulationen legen die Hennen ca. alle 30 Stunden ein Ei, eine Belastung, die die Körper der Hennen bis zur völligen Erschöpfung ausmergeln. Durch die von der Bundesregierung initiierte „Legehennenverordnung“ können bis 2012 weiterhin Mio. Hennen unter diesen grausamen Bedingungen legal gequält werden. Und auch danach wird sich für die Hennen nicht viel verbessern. Aufgrund des hohen Eierkonsums in unserer Gesellschaft werden Tiere dann unter vergleichbar unwürdigen Bedingungen (z.B. Bodenhaltung) in Massen gehalten werden.

    Bodenhaltung – Legebatterie ohne Trenngitter

    Durch die kritische Diskussion über die skandalösen Legebatterien in der Öffentlichkeit wird immer öfter die Bodenhaltung als alternative Haltungsform angepriesen. Die jedoch ist ein Trugschluss: Bei der Bodenhaltung fehlen lediglich die Käfiggitter. Tausende Hennen sind in riesigen Hallen eingesperrt, sie stehen dichtgedrängt Körper an Körper und fristen ein ähnlich leidvolles Dasein wie die Hennen in der Käfighaltung. Auch hier sind vorzeitige Todesfälle durch Stress und Krankheiten eine alltägliche, von den Betreibern einkalkulierte Nebenerscheinung.

    Freilandhaltung – trügerische Idylle

    Für alle Hühner, die für die Eierproduktion vom Menschen gezüchtet werden, gilt das gleiche Schicksal. Sie sollen eine möglichst große Zahl an Eiern legen und schließlich im Kopftopf landen. Dies ist auch in der Freilandhaltung nicht anders.

    Die zumeist in riesigen Brutmaschinen geschlüpften Küken werden brutal nach Geschlecht sortiert (das so genannte Sexen), denn nur weibliche Hühner legen Eier. Die männlichen Küken (die Hälfte aller geschlüpften) werden in riesigen Massen vergast, erstickt oder zerstampft, da sie für die Eierproduktion „wertlos“ sind. Bei jeder kommerziellen Hühnerhaltung – egal ob Batterie-, Boden- oder Freilandhaltung - werden Hühner nur anhand ihrer Legeleistung bemessen, sobald diese nachlässt, werden sie geschlachtet.

  8. #8
    Fighter

    Standard

    Ob Pelz oder Leder – Tierhaut ist untragbar

    Dass mit Pelzprodukten unermessliches Leid verknüpft ist, ist inzwischen einem Großteil der Gesellschaft bekannt. Bilder riesiger Nerz- und Fuchsfarmen im In- und Ausland; Bilder von „Pelztieren“, die in ihren engen Verliesen aus Verzweiflung ihre Artgenossen auffressen, oder Bilder von in Fallen verendeten Tieren in freier Natur haben bereits soviel Bewusstsein geschaffen, dass ca. 70 % der in Deutschland lebenden Menschen Pelz ablehnen. Diese Tatsache darf jedoch nicht davon ablenken, dass es noch ein weiter und steiniger Weg ist, bis das Thema Pelz wirklich der Vergangenheit angehören wird.

    Die fast vergessene Tierhaut ist jedoch die weniger behaarte bis unbehaarte. Das Argument, dass Leder ein Abfallprodukt der Fleischindustrie sei, ist weder richtig noch tolerabel. Die Häute der Tiere machen etwa 55-60 % der Rindernebenprodukte aus, ein wichtiger wirtschaftlicher Nebenzweig der Schlachthöfe. Schuhe, Jacken und sonstige Lederprodukte werden vor allem aus der Haut von Kühen und Kälbern angefertigt, aber auch die Haut von Pferden, Schafen, Lämmer, Ziegen und Schweinen wird in bares Geld umgemünzt. Neben der Tierhaut aus deutschen Schlachthöfen werden Rindslederprodukte vor allem aus Indien importiert.

    Sich mit Tierfellen- und Häuten zu kleiden bedeutet, das System, das Tiere zur Ware deklassiert, zu unterstützen und die Tötungsmaschinerie in Gang zu halten.

    Der Bioboom und die Konsolidierung des Tiermords


    Durch wachsendes Umweltbewusstsein und die stärker gewordene Kritik am Elend der sog. Nutztiere wurden neue, „bessere“ Methoden der Land- und Nutztierhaltung entwickelt, die zu einer geringeren Belastung der Natur, zu einer „humaneren“ Tierhaltung und vor allem zu einer für den Menschen gesünderen Ernährung führen soll. Für die Tierhaltung bedeutet dies, dass einheitliche Mindestanforderungen erfüllt werden müssen, um die Produkte mit dem staatlichen Bio-Siegel auszeichnen zu können. Hier gelten bestimmte Kriterien wie z.B. biologisch angebaute Futtermittel ohne Zusatz von Pestiziden und Antibiotika und die Einhaltung eines Mindeststandards bei der Unterbringung der Tiere. Dass auch die größten Mindeststandards die Bedürfnisse der Tiere nicht befriedigen, dürfte klar sein. Sie werden auch auf „Ökohöfen“ eingesperrt, zwangsgeschwängert, ihrer Kinder und ihrer Muttermilch beraubt, schlachtreif gefüttert und schließlich umgebracht.

    Durch die Einkehr von Biofleisch in die Bioläden sollen alle Zweifel und alle Schuldgefühle dem Tier gegenüber ausgeräumt werden. Man vermittelt dem Konsumenten/der Konsumentin, dass die Schuld an dem Tiermord dadurch abgegolten sei, weil die Tiere ein vermeintlich „glückliches und artgerechtes“ Leben führen konnten. Die grundsätzliche Schuld, dass Tiere überhaupt für den menschlichen Egoismus getötet werden, gerät ebenso in den Hintergrund wie die Tatsache, dass auch in der Biohaltung ein tiergerechtes Leben nicht möglich und auch nicht gewollt ist.

    Tierversuchsfreie Kosmetik

    Obwohl seit 1997 ein Verbot von Tierversuchen für Kosmetikendprodukte existiert, sind sämtliche Inhaltsstoffe der handelsüblichen Kosmetikwaren an Tieren getestet worden. Dabei werden beispielsweise Kaninchen und anderen Tieren die zu testenden Substanzen in die empfindsamen Augen oder auf die rasierte Haut geträufelt. Zudem sind in vielen Kosmetikprodukten Inhaltsstoffe vom lebenden oder toten Tier (z.B. Milch, Gelatine etc.). Produkte, deren Inhaltsstoffe seit 1976 nicht mehr speziell für die Kosmetik getestet wurden und die frei von tierlichen Bestandteilen sind, sind bei den verschiedenen Vegan-Versänden (s. Internet-Adressen) abrufbar.

  9. #9
    sonny

    Standard

    In diesem Thema bitte nur Informationen posten .
    Dies soll eine reine Informations-Plattform sein - angeregt von Fighter. Deshalb habe ich die Diskussionen gelöscht.
    Für Diskussionen darüber bitte eine neues Thema eröffnen!
    Dankeschön
    LG Sonny
    Geändert von sonny (11.06.2007 um 15:22 Uhr)

  10. #10
    Fighter

    Standard Wie werde ich vegan?

    Diese Informationen sollen Dir helfen, wenn Du entschlossen hast, vegan zu werden oder gerade vegan geworden bist, die Umstellung einfacher über die Bühne zu kriegen.

    1. Ernährung

    Was ist überhaupt alles in Nahrungsmitteln tierischer Herkunft?

    Da wird's schnell unübersichtlich, neben dem was klar sein dürfte wie Eiklar, Milch, Molkenpulver usw. gibt`s ne Menge Inhaltsstoffe, unter denen mensch sich erstmal nicht viel vorstellen kann. Nicht vegan ist Lab, Kasein (Milcheiweiß), Lactose (Milchzucker), Lactite, Lactoflavin, Gelatine (Knochenextrakt), Boullion, Stearate, Schellack, Carmin, Bienenwachs, Wollwachs, Lanolin,.....

    Vegan dagegen ist Milchsäure, in der Regel Lecithin (meist Weizen- oder Sojalecithin heutzutage), Lactate, Lactone, Lactame, Kakaobutter.

    Problematisch (kann vegan sein, oder auch nicht, muss mensch nachfragen) ist (natürliches) Aroma, Würze, Backmargarine, Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel, Säurungsmittel, Vitamin D3, Süßstoffe, Enzyme, Trennmittel,...das kann alles tierischer Herkunft sein, wenn es nicht näher bezeichnet ist. Nachfragen beim Hersteller sind auch manchmal problematisch, weil Du ihm dann vertrauen musst, aber helfen schon weiter.

    unvegane Zusatzstoffe

    - die mit einem * markierten Stoffe können unvegan sein, müssen es aber nicht sein:

    E 120 Cochenille, Karminsäure, Carmin (Farbstoff aus Schildläusen) / *E 470a Natrium-, Kalium-, Calciumsalze der Speisefettsäuren (natürliche Emulgatoren) / *E 470b Magnesiumsalze der Speisefettsäuren / *E 471 Glyceride von Speisefettsäuren / *E 472a-f Ester von Speisefettsäureglyceriden / *E 473,475,477,479 Zucker von Speisefettsäuren / *E 570 Fettsäuren, Speisefettsäuren / *E 575-578 natürlicher Herkunft / *E 620 Glutaminsäure, Geschmacksverstärker aus pfl. oder tierischem Eiweiß gewonnen / *E 634,635 natürliche Geschmacksverstärker / E 901 Bienenwachs (durch Ausschmelzen von Waben gewonnen) / E 904 Schellack (aus Ausscheidungen der Gummischildlacklaus) / E 966 Lactit (Derivat der Lactose) / E 1105 Lysozym (Konservierungsstoff aus Eiklar)

    Alternativen oder "was kann ich denn überhaupt noch essen?"

    Es gibt mittlerweile bis auf das vegane Spiegelei fast für alles, was Du bisher so gegessen hast einen veganen "Ersatz".

    Hier eine unvollständige Liste von Produkten, die Dich interessieren könnten, sowie Tipps, wie Du Dir selbst Alternativen herstellen kannst. Wo Du das bekommst, siehst Du an den Kürzeln:

    Bioladen (B), Reformhaus (R), Supermarkt (S), Türkischer Laden (T) und Asia-Laden (A). Falls Du auf irgendeinem Dorf hockst, gibt es immerhin noch die Vegan-Versände.

    Statt...

    Milch: Sojamilch (B,R,A,S), Reismilch (B), Nussmilch aus Wasser und gemahlenen Nüssen herstellen.

    Butter: Margarine (Vorsicht, nur ein paar sind vegan!), Alsan (B,R) schmeckt am butter-ähnlichsten.

    Joghurt: Sojajoghurt (B) oder selbst machen aus Kulturen (R) und Sojamilch. Sojamilch mit Kirsch- oder Apfelsaft schmeckt wie Trinkjoghurt und wird auch cremig.

    Quark: Sojaquark (B,R) oder Tofu mit Zitrone.

    Käse: Sojakäse (Vegan-Versand), zum überbacken und für Pizza Hefeschmelz.

    Pudding: Sojadessert (B,R,S) oder selber machen, die meisten Puddingpulver sind vegan.

    Eis: Wassereis (Vorsicht, Gelatine!), Tofutti, Sojaeis, selbst machen aus Sojamilch, Sojasahne, Zucker und dem jeweiligen Geschmack (Früchte oder Vanillezucker usw.).

    Sahne: Sojadream (R,B), die kann allerdings nicht geschlagen werden, also nur geschmacklich wie Sahne, vegane Schlagsahne (Vegan-Versand).

    Eier: zum Backen statt einem Ei einen Eßlöffel Sojamehl (B,R) und zwei Eßlöffel Wasser verwenden, auch für Marinaden geeignet. Mensch kann auch Pfeilwurzelmehl (B,R) oder Eiersatz (R) nehmen. Letzteres eignet sich auch gut für Cremes, z.B. Mousse.

    Lopino (B) erinnert mit Sojasauce (A,S,R,B) angebraten an Rührei.

    Mayonaise: Tofunaise oder Sojanaise (R,B) oder selbst machen, indem Du Tofu (am besten frischen aus dem A) mit (viel) öl, Essig, Zitrone, wenig Zucker, Senf., evtl Gewürzgurken pürierst.

    Gelatine: Agar-Agar (R,B,A), Stärke(S), Gellan (S), Pektin, Guacernmehl (beides R,B).

    Fleisch: Tofu (A,B,R,S), Sojagranulat (A,S,T,R,B) statt Hackfleisch, Sojabrocken (A,T,B,R,S) für Geschneltzeltes usw., in heißer Gemüsebrühe einweichen und anbraten, z.B. mit Sojasauce, Sojaschnitzel (R,B) ebenso, Seitan (R,B) aus Weißeneiweiß gemacht als Schnitzel oder Gulasch-artig usw. zu verwenden, kann mensch auch selber machen, s.u.

    Tofuwürstchen (R;B) schmecken am besten angebraten, Bratlinge selber machen oder einen Fertig-mix nehmen (R,B,S), gibt jetzt auch schon tiefgekühlte Fertigbratlinge

    Aufs Brot: Aufstriche (R;B,S und selbstgemachte), Wheaty (B) ein Seitanaufschnitt, Tofuaufschnitt (B,R), "Teewurst" (R), Frischkäse selbst machen aus Joghurt (über Nacht in ein Tuch mit Salz und Kräutern, je nach Geschmack in den Kühlschrank stellen), Kräutertofu, "Schmalztöpfchen" (R), Kräutersojaquark (R,B), gefüllte Weinblätter (T), Karottensalat (R), Tempeh-"Fleisch"salat (B), Marmelade, Nussmuse (B), Caroblade (B), Schokoaufstrich (T),...

    Honig: Ahornsirup (B,R,S), Birnat (B), Rübensirup (S),...

    Sweeties: je nach Laden und Region gibt`s alles mögliche, Zartbitterschokolade (S,B), Bonbons, Gummibärchen ohne Gelatine (B,R), Kekse (S;R,B,A,T), Salzstangen, Chips, Maischips, Nüsse, Marzipan, Manna-Waffeln (Penny), Nuß-Mandel-Splitter (Aldi), Country-Cookies (Bahlsen), und und und...

    2. Sonstige Gebrauchsgegenstände

    Nicht nur bei der Ernährung begegnet mensch tierischen Produkten, auch bei vielen anderen Artikeln. Einige seien hier wieder mit Alternativen aufgelistet.

    Kleidung: Leder, Seide, Wolle, Pelz, Filz, Federn, Daunen, Felle, Cashmere, Angora,...

    Alternativen: Baumwolle, Stoffschuhe, Lederersatz-Schuhe, Synthetik.

    Federbetten: Decken aus synthetischem Material.

    Rasier- und andere Pinsel: sind meist aus Tierborsten.

    Elfenbein, Schildplatt, Perlen: da braucht mensch wohl keinen Ersatz...

    In Leim, Seife und in Briefmarken sind auch tierische Fette, Haare oder Knochen enthalten, in Filmen ist bisher auch immer Gelatine drin, in Büchern durch Leim auch Tierleichenreste.

    3. Grenzen des Veganismus

    Diese Auflistung zeigt dann auch, dass mensch in diesem System, das so sehr auf Tierausbeutung aufbaut, nicht 100%ig vegan leben kann. Dies ist auch der Fall bei Medikamenten, die eineR nehmen muss (zwar kann mensch auf einiges verzichten, was die Schulmedizin so empfiehlt, aber mehr oder weniger oft ist jedeR mal auf tierversuchserprobte Medis angewiesen), da hat mensch öfters keine wirkliche Wahl.

    Auch tierversuchsfreie Körperpflegemittel gibt`s in dem Sinne gar nicht, nur welche, die nur Inhaltsstoffe enthalten, die schon lange nicht mehr getestet werden.

    4. Tierversuch-getestete Produkte

    Davon betroffen sind außer Medikamenten und Kosmetik, sowie Körperpflegemitteln auch Waschmittel, Spülmittel usw. Es gibt Richtlinien vom DTB (Deutscher Tierschutzbund). Der Vegan-Versand führt nur Produkte, die darüber noch hinausgehen und kritisiert den DTB, da dieser z.B. das Töten von Tieren nicht verurteilt. Der englische Hersteller "Beauty without cruelty" versteht sich dagegen als Teil der Tierrechtsbewegung und hat weitergehende Kriterien. Die Artikel könnt Ihr auch hier in Deutschland kaufen oder beim Vegan Versand bestellen, sowie ein Info über die Distanzierung vom DTB. Der Body-Shop z.B. hat lediglich die Bedingung, daß die Inhaltsstoffe nicht in den letzten 5 Jahren getestet sein dürfen, was wir als Farce betrachten. Außerdem sind die meisten Artikel dort nach den Inhaltstoffen sowieso nicht vegan.

    Hier die Peta-Liste tierversuchsfreier Kosmetik:

    http://www.peta.de/tierversuchsfreie...smetik.72.html

    AUF DEN ERSTEN BLICK SCHEINT DAS ALLES ETWAS KOMPLIZIERT. ABER DAS HIER IST NUR DIE THEORIE - IN DER PRAXIS IST ES EIN KINDERSPIEL!
    Geändert von Fighter (11.06.2007 um 10:24 Uhr)

  11. #11
    Fighter

    Standard Der Gesundheitsaspekt

    Vitamin B 12: B12: Ist nicht auf natürliche Weise in veganen Produkten enthalten, auch nicht wie oft behauptet in Algen, Sauerkraut o. ä. da diese Produkte nur B12-Analoga enthalten welche für den Körper nutzlos sind.
    B12 Supplementierung ist sehr wichtig da Mängel ernste, irreparable Folgen haben können. Als Nahrungsergänzung empfehlen sich somit ausreichend angereicherte Lebensmittel wie bestimmte Marken Sojamilch, vegane Multi-Vitamin-Säfte, Cornflakes usw. Am einfachsten geht es jedoch mit zb. Veg1, ein Nahrungsergänzungsmittel speziell auf die vegane Ernährung abgestimmt.
    B12 ist ein Bakterien-Vitamin und sein Vorkommen hängt ab von bestimmten Bakterien und Voraussetzungen. Diese Voraussetzungen sind bei veganen Quellen, von denen man ursprünglich glaubte sie enthielten B12, wie Algen und Sauerkraut, nicht gegeben. Dort fand man mit veralteten Meßmethoden lediglich Pseudo-B12, was im Körper keine Wirkung hat. Auch Tips wie Gemüse nicht zu waschen sind nicht nur hygienisch bedenklich, sondern auch hier sind die Bedingung der Bakterienart und den Voraussetzungen nicht gegeben für bioaktives B12. Obwohl mit der Bärwald-Methode eine Möglichkeit besteht, B12 in Nahrungsmitteln ähnlich wie Soja-Joghurt zu fermentieren, wird diese Methode zur Zeit nicht angewandt. Veganerinnen und Veganer müssen daher B12 supplementieren, z. B. mit Ankermann Tropfen, Solgar oder Veg1. Auch das B12 in diesen Supplementen wurde mittels Bakterien fermentiert. Für die Qualität des B12s ist es egal, ob diese Bakterien im Kuhmagen oder einem Fermentkessel B12 produzieren."
    (edit by nova da veraltetes wissen...)


    Vitamin D 3: kommt tatsächlich nicht in pflanzlicher Nahrung vor, allerdings ist die Hauptquelle auch das UV- Licht. Also vielleicht ab und zu mal rausgehen....
    edit nova: Allerdings gibt es das Vit D2 welches auch vegan gewonnen wird. Hiervon sollte man allerdings die doppelte Menge als vom D3 konsumieren da es schlechter aufgenommen wird. D2 kommt auch nicht in Pflanzen vor und muss somit supplementiert werden. Ausreichend Sonne findet man nur im Süden Deutschlands, man sollte das also nicht auf die leichte Schulter nehmen.

    Proteine: Der Vergleich mit Ratten führte zu Fehlschlüssen darüber, wieviel Protein der Mensch braucht. Er braucht einfach viel weniger, als meistens behauptet wird, zudem kann der Körper pflanzliches besser aufnehmen und tierisches führt oftmals zu Allergien.

    Calcium: Ist in vielen pflanzlichen Nahrungsmitteln in hohem Anteil enthalten, so ist in Tofu viermal mehr Ca enthalten als in Kuhmilch. Außerdem müssen VeganerInnen weniger Ca aufnehmen, da durch die Aufnahme tierischen Proteins die Fähigkeit, Ca zu absorbieren stark herabgesetzt wird.

    Eisen: Eisen ist ebenfalls in pflanzlicher Nahrung ausreichend vorhanden, z.B. in allen grünen Gemüsen. Ein hoher Fasergehalt, sowie ein hoher Vitamin C-Gehalt in der Nahrung ( was bei VeganerInnen der Fall ist) begünstigt außerdem die Eisen-Aufnahme.

    Im Handel werden Mineralwasser unenteisent in verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten. Eine Flasche deckt ca. 2/3 des Eisen-Tagesbedarfs. z.B. Rhönsprudel Cassis Plus.
    Geändert von nova (12.03.2010 um 15:20 Uhr)

  12. #12
    Sojaschnute

    Standard

    Schokolade gibt es auch als Reismilch Variante in weiss und braun, sowie Zartbitter mit Cranberry in Veganversänden und im Biomarkt, nicht nur in Zartbitter.

  13. #13
    Fighter

    Standard Für die omnivoren Mitleser...

    In unserer Gesellschaft wachsen wir damit auf, es normal zu finden, „Fleisch“, also die Leichen(teile) umgebrachter nichtmenschlicher Tiere, zu essen. Angesichts des Anblicks der – häufig bis zur Unkenntlichkeit – zerstückelten Leichen von Rindern, Schweinen, Hühnern, Truthühnern, Gänsen und anderer nichtmenschlicher Individuen verschiedener Spezies (Arten) erfolgt zumeist kein Aufschrei des Entsetzens. Im Gegenteil: Vielen Menschen läuft das Wasser im Mund zusammen. Das Fehlen von Entsetzen, Trauer oder einer ähnlich angemessenen Reaktion hat ihre Ursache zumeist nicht darin, nicht zu wissen – nämlich ein umgebrachtes nichtmenschliches Tier – auf dem Teller liegt bzw. als Ware (z.B. bei der Metzgerei, im Supermarkt oder im Restaurant) angeboten wird. Es wird jedoch nichts Verwerfliches daran gefunden. Dass Tiere umgebracht werden, um sich ihre Leichenteile einzuverleiben, wird nicht als Verbrechen, sondern als „unser gutes Recht“ angesehen.

    Die allermeisten Tiere, die in den Schlachthöfen umgebracht werden, verbringen ihr Leben, bevor sie in so genannten Tiertransportern dorthin verschleppt werden, auf engstem Raum eingesperrt dem Sonnenlicht entzogen und dem Geruch ihrer Exkremente ausgesetzt. Hier, in den Tiergefängnissen der sogenannten Massentierhaltung, ist selbst der Kontakt zu ArtgenossInnen – sofern die Tiere, wie z.B. Kälber, nicht in Isolation gehalten werden – zu einer (ständig andauernden) traumatischen schmerz- und leidvollen Erfahrung gemacht worden. In der Regel ist es allenfalls die(se) Art der Haltung oder die Tötungsart, um die sich Gedanken gemacht wird. Dabei ist es der gemeinsame Tenor von TierzüchterInnen, Bauern bzw. Bäuerinnen, SchlachterInnen, „FleischfabrikantInnen“, MetzgerInnen bis hin zu den „FleischesserInnen“ und nicht zuletzt auch von den TierschützerInnen (die vorgeben, für die Tiere Partei zu ergreifen), dass dies auf eine sogenannte humane Art und Weise geschehen sollte. Nur vor dem Hintergrund der „Massentierhaltung“ kann die „artgerechte Haltung“ als besser für die Tiere, als deren (besonderes) Glück verkauft werden. Auch wenn es eine Illusion ist, dass diese angeblich glücklichen Tiere keine durch Menschen zugefügten schmerz- und leidvollen Erfahrungen machen, ist es keineswegs so, dass alles in Ordnung wäre, wenn den Tieren nur kein Schmerz und Leid zugefügt würde, als ob dies alles wäre, was für sie von Bedeutung ist. So ist es für sie z.B. absolut nicht ohne Bedeutung, dass sie umgebracht werden. Das Gerede von einer so genannten humanen Schlachtung – was immer darunter verstanden wird – ist ein besonders zynischer Versuch, eine Gewalttat zu rechtfertigen, die nicht zu rechtfertigen ist:

    FLEISCH IST MORD!

    Ob die Schlachtung eines Tieres auf dem Schlachthof oder auf dem Bauernhof erfolgt, ob sie/er zuvor betäubt wird oder nicht, ob sie/er in die Todesbucht hineingeschlagen oder hineingestreichelt wird, ob sie/er weiß, was sie/ihn erwartet oder Hinterlist angewandt wurde, ob Menschen ihr/ihm eine Nummer oder einen Namen verpasst haben, ob sie/er in einem engen Stall oder auf einer Wiese gehalten wurde, ob sie/er sich verzweifelt wehrt oder angesichts des (bislang) Erlebten und/oder der Todesangst nahezu regungslos bleibt, ob sie/er sich schon längst aufgegeben hat oder bis zuletzt noch auf ein Entkommen hofft – es ist und bleibt jedes Mal individuell gespürt, erlebt, erlitten: Gewalt, Terror und Mord. Elektrozange, Bolzenschussapparat und Betäubungsbad sind keine lobenswerten Erfindungen, sondern nichts anderes als Mordwerkzeug.

    Die Tränen, die selbst manch einem/einer „FleischesserIn“ angesichts der Bilder aus der „Massentierhaltung“ oder von „Tiertransporten“ kommen, die Versicherung „Ich selbst könnte kein Tier umbringen“ (als ob dies das Ausschlaggebende wäre!), die für die umgebrachten Individuen irrelevanten Beschwichtigungen „nur wenig (oder ab und zu) Fleisch“ oder „nur Fisch“ zu essen, die Überzeugung, durch den Kauf von „Bio-Fleisch“ den Tieren etwas Gutes zu tun u.ä., wie können sie als etwas anderes angesehen werden als ein Ausdruck von Heuchelei und Mittel zur eigenen Gewissensberuhigung?

    Das Töten von nichtmenschlichen Tieren, um ihre Leichenteile – „Fleisch“, „Geflügel“, „Fisch“, „Wild“ – zu essen ist und bleibt, wie es auch immer ausgeführt wird, eins: MORD!

    Kein Tier sehnt sich danach, von einem Menschen gegessen zu werden! Kein Tier geht freiwillig zum Schlachter bzw. zur Schlachterin! Nichtmenschliche Tiere sind Individuen, deren Leben in all seinen Dimensionen, wie z.B. Freude, Leid, Schmerz und Geselligkeit für sie selbst eine Bedeutung hat. Die Benennung von Tieren als z.B. Schlachtvieh, Schlachtgeflügel oder Nutztier, also danach inwiefern sie von Menschen ausgebeutet werden (können), ist nichts Naturgegebenes, hat nichts mit ihrem Sein zu tun. Sie ist ein Ausdruck der Ideologie, nach der Menschen das Recht dazu hätten, die anderen tierlichen Spezies auszubeuten und umzubringen oder anders gesagt zu (be)nutzen. Gemäß dieser Ideologie – dem Speziesismus – sind nichtmenschliche Tiere unser Eigentum.

    Die „Fleischindustrie“ ist unmittelbar mit anderen Tierausbeutungsindustrien verbunden. Während ein Teil ihrer Opfer eigens dafür gehalten wird, um geschlachtet zu werden, wird ein anderer Teil zuvor, bis sie als nicht produktiv genug angesehen werden, für z.B. Milch, Eier und „Wolle“ ausgebeutet. Um nicht (mehr) für Tiermord mitverantwortlich zu sein, reicht es schon deshalb nicht aus, vegetarisch zu leben, sondern es ist notwendig, vegan zu leben.

    Ebensowenig wie Schweine Schlachtvieh sind, sind beispielsweise Kühe Milchkühe oder Hennen Legehennen, sowohl die ‚Ware Ei’ als auch die ‚Ware Milch’ sind Ausbeutungsprodukte. Vegan zu leben ist die Konsequenz daraus, nichtmenschliche Tiere nicht als Mittel zum Zweck, als SklavInnen, als Eigentum, als Wesen im Dienste der Menschheit o.ä. anzusehen, sie nicht als z.B. Nahrung, Kleidung oder Forschungsobjekte zu betrachten, sondern sie als Individuen zu respektieren und ihre Ausbeutung und ihre Ermordung nicht zu akzeptieren.
    Geändert von Fighter (11.06.2007 um 11:34 Uhr)

  14. #14
    Sojaschnute

    Standard

    Hast du auch was über die "Produktion" von Fisch?

    O-Ton meiner Mutter eben,nachdem sie eine Greenpeace Doku über Thunfisch abgeschaltet hat und ich ihr gesagt habe, dass sie mit Schuld dran ist weil sie das isst.:
    Ich esse keinen Thunfisch, bin doch nicht bescheuert.
    Mein Fisch wird in Netzen gefangen.

    Ich: Klar, der hüpft da von alleine rein und will gegessen werden

    Mama: Was haben die denn früher gemacht, die haben doch auch Fisch gegessen.

    Ich könnte kotzen, echt...:mad:
    Edit:



    Fische empfinden Schmerz
    Wissenschaftliche Studien haben nun auch die letzten Zweifel ausgeräumt und zeigen, dass Fische ebenso starke Schmerzen empfinden können wie Säugetiere. Dies bestätigen die neuesten Forschungsergebnisse von Dunlop (2005), Chandroo (2004) und Sneddon (2003). Auch Professor Dr. Hoffmann von der tiermedizinischen Universität in München bestätigt, dass Fische Schmerzen empfinden.

    Grausame Schlachtmethoden
    Auf Fischfarmen und in Zuchtanlagen werden Fische mit einem Schlag auf den Kopf getötet oder solange gegen die Wand geschlagen, bis sie tot sind.

    Auf dem offenen Meer werden Fische in riesigen Netzen gefangen und zusammengequetscht. Wenn sie aus den Meerestiefen heraufgezogen werden, erleiden Fische eine qualvolle Druckverminderung - oft zerreißt durch den enormen Innendruck ihre Schwimmblase, die Augen treten aus ihren Höhlen und der Magen wird aus dem Maul herausgepresst. An Bord gezogen, ersticken sie meist langsam und qualvoll oder sie werden erschlagen, erstochen, zertrampelt oder man legt sie lebend in die Gefriertruhe. Die meisten sind noch am Leben, wenn ihnen Kiemen und Bauch aufgeschnitten werden. Tausende sterben schmerzvoll am Angelhaken. Dr. Hans Jo***** Rätz von der Bundesforschungsanstalt für Fischerei äußerte sich folgendermaßen: "Wenn Fische schreien könnten, wären die Menschen viel sensibler für das Leid der Fische." Aber da sie nicht einmal schreien können und sich auch sonst wenig Menschen Gedanken über Fische machen, wurde die Schlachtverordnung für Fische seit 1936! nicht verändert!

    Leichenberge so schwer wie Millionen Blauwale
    Die Zahl der jährlich weltweit getöteten Fische wird nicht mehr in Individuen, sondern in Tonnen gezählt: 100 Millionen Tonnen Fisch werden jedes Jahr aus den Weltmeeren gezogen. Hinzu kommen 55 Millionen Tonnen Fisch, die auf Fischfarmen gezüchtet und getötet werden. Diese Milliarden Fische, die zusammen 155 Tonnen wiegen, sind so schwer wie 1,5 Millionen Blauwale (die Größten aller Wale). Würden wir einfach stumm zusehen, wie jährlich 1,5 Millionen Blauwale getötet werden? Wieso akzeptieren wir dann die Massenschlachtung von Milliarden von Fischen?


    Fische sind faszinierende Tiere
    Fische gibt es seit etwa 500 Millionen Jahren. Sie sind folglich etwa 80 Mal so alt wie "der Mensch". Fische leben in tropischen Regionen und in der Antarktis. Es gibt 25.000 verschiedene Arten, die sehr unterschiedlich aussehen: Igelfische sehen aus wie Igel, Seepferdchen, wie winzige Pferde, Manta-Rochen wie riesige Fledermäuse, Muränen wie Schlangen und Steinfische wie Steine. Der größte Fisch (der Walhai) wird bis zu 18 m lang. Der friedliche Meeresriese könnte ein kleines Auto verschlingen, ernährt sich aber nur von Plankton. Man kann sogar auf seinem Rücken durch das Meer reiten, wenn man das Glück hat einen zu sehen und die Rückenflosse zu erwischen. Es gibt auch fliegende Fische, Fische die auf Bäume klettern, wie der Schlammspringer Periophthalmus, männliche Seepferdchen, die die Jungtiere gebären, Goldfische die Fußball spielen. Barrakudas, die Geschwindigkeiten von 150 km/h erreichen können. Fische stecken voller Überraschungen!

    Fische sind clever!
    Die Wissenschaftlerin Dr. Theresa Burt de Perera an der Oxford University hat vor kurzem durch Tests (Umgehen von Hindernissen) herausgefunden, dass Fische schneller lernen als Hunde. Als die Forscher versuchten die Fische auszutricksen stellte sich heraus, dass sich die Fische noch Monate später an das Gelernte erinnern konnten. Auch sind sie in der Lage komplexe mentale Aufgaben zu lösen, an denen Hamster und Hunde gescheitert sind. Fische unterscheiden und erkennen ihre Artgenossen, sie benutzen Werkzeuge, spielen, zeichnen sich durch ein Langzeitgedächtnis, Umweltintelligenz und soziale Intelligenz aus. Ihre kognitiven Fähigkeiten entsprechen denen von Primaten, so die Wissenschaftler des Max-Planck Instituts.

    Aquakultur ist Tortur
    Die meisten Lachse und Forellen stammen aus Fischfarmen. Für die Ernährung der gezüchteten Lachse und Forellen werden aber auch Millionen wild lebender Fische gefangen und getötet: für ein Kilo gezüchtetes Lachsfleisch werden 5 Kilogramm kommerziell gefangener Fisch für die Fütterung benötigt. Von rund 20 Millionen Tonnen in den 90er Jahren stieg die Produktion auf fast 55 Millionen Tonnen. Die Folgen für Fisch und Umwelt sind verheerend. Inzwischen gibt es auch Störfarmen, Tilapiafarmen, Thunfischfarmen und andere Fischfabriken.

    Sushi mit Arsen, Sardine mit Benzol oder lieber Thunfisch mit Quecksilber - Soße?
    Mmmm, das schmeckt lecker nach gesundem Gift! Aber auch PCBs, DDT, Dioxine und Blei gehören zu den wertvollen Inhaltsstoffen, die uns Fischhändler gerne schmackhaft machen wollen. Auch leckere Chemierückstände fehlen nicht. in Fischen sind solche Giftstoffe in 9 millionenfacher Konzentration angereichert. Selbst Sardinenkonserven sind oft mit Benzol oder Xylol belastet (Frankfurter Rundschau). Erst Anfang 2006 warnte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vor dem Kauf von Fischen aus Südostasien (Quecksilber), im Tagesspiegel wird vor Arsen in Sushi gewarnt.Wissenschaftler fanden heraus, dass Menschen, die nur zwei Fischgerichte im Monat essen, Schwierigkeiten haben, sich an Informationen zu erinnern, die sie 30 Minuten vorher gelernt haben. Schuld daran sind die hohen Konzentrationen an Quecksilber, Blei und PCB's im Blut. PCBs sind synthetische Chemikalien, die das Wasser verschmutzen und sich in Fischfleisch anreichern, sich wie Hormone verhalten, das Nervensystem angreifen und zu Vergesslichkeit, Schwindel, Krebs und zu Unfruchtbarkeit führen können. Fischfleisch enthält außerdem zuviel Fett und Cholesterin, was zu Arterienverstopfung führen kann

    Gefährlich für Ungeborene und Kinder
    Was Mütter an ihre Kinder weitergeben ist meistens sehr wertvoll. Nur: wenn schwangere oder stillende Frauen Fisch essen, geben sie auch die aufgenommenen Schadstoffe an ihre Babys weiter. Studien haben gezeigt, dass Kinder Fisch essender Mütter im Durchschnitt später anfangen zu sprechen und zu laufen, sie ein schlechteres Gedächtnis und Konzentrationsprobleme aufweisen. Wissenschaftler der Harvard School of Public Health fanden heraus, dass Fischkonsum bei Kindern und bei Ungeborenen zu irreversiblen Gehirnschäden führen kann. Speziell Quecksilber ist nicht selten in hoher Konzentration in Fisch enthalten und kann nachhaltige Gesundheitsschäden nach sich ziehen.



    Toter Fisch mit lebenden Würmern
    Wenn selbst das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) auf mögliche Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit dem Konsum von rohen Fischen und rohen Fischerzeugnissen aufmerksam macht, ist die Sachlage wirklich ernst. In rohem Fisch findet man häufig Parasiten, darunter auch lebende Larven und Würmer. Erkrankungen wie Bauchkrämpfe, Erbrechen oder Vergiftungen können die Folge sein. Der bekannteste dieser Fischwürmer ist wohl "Anisakis" auch "Heringswurm" genannt, der zu den Nematoden oder Rundwürmern gehört und die meisten Erkrankungen beim Menschen hervorruft. Die lebenden Larven gelangen meist über ungenügend erhitzte oder rohe Produkte in den menschlichen Verdauungstrakt und nisten sich hier ein.

    Warum Fisch essen, wenn es doch Veggie Fisch gibt?
    Vianas Kapt'n Tofu Knusperstäbchen können Fischen das Leben retten! Versuchen Sie doch einmal vegetarische Fischgerichte. Es gibt Fertigprodukte oder "Fischgerichte" zum selbst experimentieren, die mit Tofu, Algen und Gewürzen zubereitet werden. Sie sind garantiert gesünder, auch für die Fische. Eine Fisch-freundliche, da Fisch-lose Ernährung rettet Milliarden von Fischen jährlich das Leben!
    Geändert von Sojaschnute (15.06.2007 um 21:49 Uhr)

  15. #15
    Fighter

    Standard

    Hier gibt es noch eine Broschüre zum ausdrucken (in englisch):

    http://students.washington.edu/careuw/Why%20Vegan.pdf

  16. #16
    Fighter

  17. #17
    India

    Standard

    Hier noch eine gute Seite betreffend Fische:

    http://www.fischen-tut-weh.de/

  18. #18
    tripnotic

    Standard

    hallo

    ich hab noch eine frage bzgl der milch.
    einen extra thread wollt ich nicht aufmachen deswegen, bin mir nicht sicher, obs hier her passt.

    eine kuh muss ja einmal im jahr kalben.
    mir wurde als gegenargument erklärt, dass die kuh nur einmal kalben muss.
    durch das ständige saugen am euter stellt sich der körper der kuh auf ständiges milchgeben ein. hormone, die das fördern, kommen natürlich noch dazu.

    (ich kannte früher wirklich eine frau, die noch immer ihren 7jährigen sohn gestillt hat)

    also geht das bei kühen auch, ist da was dran?

  19. #19
    Rahijana

    Standard

    Nein,d ass stimmt leider nicht so ganz. Die Kühe würden wohl auch über diesen zeitraum hinaus Milch geben. Aber da es eine lohnende Sache sein , muss die Kuh neu kalben, sonst ist es nicht effektiv genug.
    Sicher ist es möglich auch ohne Kalb der Kuh Milch wegzunehmen. Aber es würde zu wenig bringen. Die Milchbauern müssen Profit machen um zu überleben.

    Die Milchpreise sind tief..die Kühe müssen Leistung bringen. Deswegen wird jedes Jahr neu gekalbt. Das ist einfach so. Bei Zweifeln von Deinen bekannten, sollen sie einfach bei einem Milchbauer ihrer Wahl nachfragen.

    Auch Deine Bekannte wird das 7 jährige Kind nicht mehr nur gestillt haben. Die Milch wird nicht ausgereicht haben um ihn satt zu bekommen.

    Und bei Kühen ist es nicht anders. Mal ganz davon abgesehen, dass sie meist ncihtmal 7 Jahre alt werden also die Kühe.

  20. #20
    Steffi

    Standard

    Nein, das geht definitiv nicht. Es gibt das Hormon Oxytozin (kp wie man das schreibt), das aber auch nur den Milchfluss anregt z.B. wenn die Kuh aufgrund von Stress etc. die Milch verweigert.
    Ich kann dir leider auch nicht erklären, warum eine Frau 7 Jahre stillen kann, eine Kuh aber einmal pro Jahr kalben muss.
    Soweit ich das von meinen Eltern weiß, ist der Milchfluss in den Wochen nach der Geburt des Kalbes am stärksten, bei Hochleistungskühen z.T. auch so stark, dass sie ihre ganze Energie in die Milchproduktion stecken und dann körperlich irgendwann schlappmachen (Kreislaufkollaps).
    Mit der Zeit lässt er dann nach und etwa 6 Wochen vor der Geburt des nächsten Kalbes wird die Kuh "trocken gestellt" soll heißen, der nur noch schwache Milchfluss wird mit Hilfe von Medikamenten gestoppt, damit die Kuh ihre Energiereserven in das Kalb stecken kann.

  21. #21
    Rahijana

    Standard

    Also hier ist was von ärzten, allerdings ärzte pro vegetarismus

    http://www.fleisch-macht-krank.de/
    UL-verwandter Link!
    siehe:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Universelles_Leben
    http://www.projektwerkstatt.de/ul/index.html


    Etwas interessantes von neutraler Seite

    http://www.curado.de/krebs/brustkreb...jungen-frauen/

    Auch im Focus gibt es was:

    http://www.focus.de/gesundheit/ratge...id_108501.html

    Hoffe das hilft :-)
    Geändert von kadek (13.09.2010 um 13:36 Uhr)

  22. #22
    Rahijana

    Standard AW: Warum vegan?

    Eines meiner Lieblingslieder ;-) Mal ganz ohne Blut und gruseligen Bildern. Aber der Text ist wirklich klasse:

    http://de.youtube.com/watch?v=MfgIIXsOnYs

    Hier auch ein toller Text

    http://de.youtube.com/watch?v=f8tTIjqRU2o

  23. #23
    kirschtorte

    Standard AW: Warum vegan?

    Zitat Zitat von Steffi Beitrag anzeigen
    Ich kann dir leider auch nicht erklären, warum eine Frau 7 Jahre stillen kann, eine Kuh aber einmal pro Jahr kalben muss.
    sorry, wenn ich hier auf ein uraltes posting antworte, aber diese frage konnte anscheinend nicht ganz geklärt werden. ich mache es also kurz:

    mensch: lebensdauer: 80-90 jahre, dauer der kindheit: ca. 15 jahre.
    rind: lebensdauer: 20-30 jahre, dauer der kindheit: ca. 1 jahr.

    damit ist auch klar, wieso eine kuh nicht so viele jahre lang milch gibt wie ein mensch, oder?

    gruß torte
    Geändert von kirschtorte (10.01.2008 um 01:50 Uhr)

  24. #24
    Shiruke

    Standard AW: Warum vegan?

    Hallo,

    ihr habt in euren Aufzählungen ja die Kaninchen vergessen (oder bin ich blind?)
    30 Millionen Kaninchen werden jährlich in Deutschland für den Verzehr getötet. Die sogenannten Mastkaninchen vegetieren unter so schlimmen Bedingungen dahin wie Legebatterien-Hühner (alle Welt regt sich über die Batteriehaltung bei Hühnern auf, Kaninchen dagegen scheinen wohl die Stiefkinder zu sein, oder warum tut die Politik etwas gegen die Legebatterien, aber rein gar nichts für die Mastkaninchen?)

    http://www.tierschutzbund.de/00218.html
    http://www.presseecho.de/vermischtes/NA3731154438.htm
    Ich bekomme (im wörtlichen Sinne) Magenschmerzen bei diesen Fotos.

    LG,
    Shiruke

  25. #25
    Chimera

    Standard AW: Warum vegan?

    Wenn eine Katze eine Maus oder einen Vogel anschleppt, ist das keinesfalls Natur.
    Bei der Katze handelt es sich um ein domestiziertes, künstlich in einen Lebensraum eingeführes Haustier, welches dort an sich nix verloren hat.

    Wenn ich meinen Hund auf ein Rehkitz hetze, sag ich ja auch nicht "das ist die Natur".
    Und Tiere, Lebewesen, zu züchten, um sie dann zu essen, ist eher pervers als das es okay ist. Das muss man doch mit etwas gesundem Verstand einsehen. Ob sie aus artgerechter Haltung kommen (wenn es sie denn gibt) oder nicht, spielt auch keine große Rolle mehr. Am Ende sind sie alle tot und haben gelebt und ausgebeutet und ermordet zu werden.
    Kein Beutetier stirbt eines natürlichen Todes, jedes wird gefressen. Von daher werden sie rein objektiv betrachtet geboren, um schlussendlich als Nahrung zu enden. Wärend ihres Lebens können sie zwar das eine oder andere Mal einem Raubtier entkommen, aber enden tun sie als Mahlzeit.
    Man sollte die Natur nicht zu sehr romantisieren.

  26. #26
    Linda

    Standard AW: Warum vegan?

    Zitat Zitat von Chimera Beitrag anzeigen
    Kein Beutetier stirbt eines natürlichen Todes, jedes wird gefressen. Von daher werden sie rein objektiv betrachtet geboren, um schlussendlich als Nahrung zu enden. Wärend ihres Lebens können sie zwar das eine oder andere Mal einem Raubtier entkommen, aber enden tun sie als Mahlzeit.
    Man sollte die Natur nicht zu sehr romantisieren.
    Hallo Chimera,

    selbstverständlich sterben auch sog. Beutetiere an anderen Ursachen als nur an der Tatsache, dass sie Beuteopfer eines Raubtieres wurden ;) Und zu diesen Ursachen gehört u.a. auch das Erreichen der natürlichen Lebensgrenze.

    Dass sie als Mahlzeit enden, ob dann für Aaßfresser oder aaßverwertende Kleinstorganismen steht auf einem anderen Blatt.

    Ich gebe dir Recht, die Natur sollte man trotzdem nicht verklären. Aber schließlich leben wir auch nicht in einer natürlichen Umwelt, sondern haben uns unser eigenes künstliches Habitat geschaffen und genügend Hard- und Software um logisch und rational, aber auch und vor allem empathisch zu agieren und reagieren.

    Natur ist aggressiv; Vergewaltigung, Totschlag und Hunger stehen dort ziemlich häufig auf der Tagesordnung.

  27. #27
    Peech

    Standard AW: Warum vegan?

    Grundsätzlich gehören Katzen schon in unsere Umwelt, wohl aber nicht in diesem Ausmaß.
    Alle gezüchteten (domestizierten) Katzen haben wilde Vorfahren.
    Die heutige Hauskatze gehört also voll und ganz in unsere künstlich geschaffene Welt in der Welt.

    Wieso also kann es unnatürlich sein, wenn eine Katze nun ein Beutetier fängt? Das ist ganz einfach der natürliche Jagdtrieb- ein Instinkt, der an ihre Wurzeln erinnert.

    Beim Hund verhält sich das auch nicht anders. Hunde haben eben so einen Jagdtrieb, wie Katzen auch. Mal stärker, mal weniger stark ausgeprägt. Und ich glaube wir alle kennen die Geschichten, wenn ein Hund diesen Trieb plötzlich nicht mehr unter Kontrolle hat.
    Wenn ich meinen Hund allerdings auf ein Tier hetze, wie du Chimera es schreibst, dann ist es tatsächlich unnatürlich, weil ich dem Tier so bestimmte Reize gebe, sodaß ich als Mensch den Jagdtrieb auslöse- nicht das Beutetier.

  28. #28
    Chimera

    Standard AW: Warum vegan?

    Zitat Zitat von Angelus Beitrag anzeigen
    Die Umwelteinflüsse ändern sich, Tiere die mal hier gelebt haben kommen wieder und verdrängen wieder andere Arten. Neue Tierarten kommen durch das milde Klima dazu. Aber warum sollten diese Tiere nicht hier leben. Für mich ist das natürlich. Wann ist ein Tier den nur Eingedeutscht, vielleicht Zeitabhängig?
    Es geht hier nicht um Tiere, die von selbst in neue Habitate wandern. Dies ist ein langwieriger, absolut natürlicher Prozess - in dieser Diskussion ging es um Katzen, also Haustiere.
    Wurden Katzen früher auf Bauernhöfen zur Mäuse- und Rattenbekämpfung eingesetzt, entwickelte sich aus dem Nutztier ein Haustier, welches eben auch ohne Nagerplage angeschafft und in die Umwelt entlassen wird.
    Die Tiere vergreifen sich an Singvögeln, Bodenbrütern, berohten Amphibienarten u.s.w. und das ist einem enormen Ausmaß - denn die natürlichen Regulationsprozesse greifen bei Haustieren nicht, denn sie werden unabhängig vom Beuteangebot vom Menschen zugefüttert.
    D.h. hat man eine Freigängerkatze, dann hält man sich ein Raubtier, welches man damit beschäftigt, es auf die umgebende Natur loszulassen.
    Klar ist das für die Katze eine spaßige Sache, für unsere Fauna aber mit Sicherheit nicht. Gerade unsere Gartenanlagen, Parks und stadnahe Erholungsbegiete sind in unserer Kulturlandschaft die letzten Rückzugsmöglichkeiten vieler Kleintierarten - und dort lauern ihnen dann unsere Haustiere auf.

  29. #29
    Angelus

    Standard AW: Warum vegan?

    Zitat Zitat von Chimera Beitrag anzeigen
    Es geht hier nicht um Tiere, die von selbst in neue Habitate wandern. Dies ist ein langwieriger, absolut natürlicher Prozess - in dieser Diskussion ging es um Katzen, also Haustiere.
    Wo liegt da der Unterschied zu z.B. Waschbären? Sind die nicht auch große Nesträuber!?
    Zitat Zitat von Chimera Beitrag anzeigen
    Wurden Katzen früher auf Bauernhöfen zur Mäuse- und Rattenbekämpfung eingesetzt, entwickelte sich aus dem Nutztier ein Haustier, welches eben auch ohne Nagerplage angeschafft und in die Umwelt entlassen wird.
    Ich glaube Du solltest Dir mal die Kanalisation + Umgebung genau anschauen, weißt Du eigentlich wieviele Ratten in unseren Städten rumlaufen? Glaub mir, sei mal froh das Nachts noch die Katzen auf den Straßen sind.
    Zitat Zitat von Chimera Beitrag anzeigen
    Die Tiere vergreifen sich an Singvögeln, Bodenbrütern, berohten Amphibienarten u.s.w. und das ist einem enormen Ausmaß - denn die natürlichen Regulationsprozesse greifen bei Haustieren nicht, denn sie werden unabhängig vom Beuteangebot vom Menschen zugefüttert.
    D.h. hat man eine Freigängerkatze, dann hält man sich ein Raubtier, welches man damit beschäftigt, es auf die umgebende Natur loszulassen.
    Klar ist das für die Katze eine spaßige Sache, für unsere Fauna aber mit Sicherheit nicht. Gerade unsere Gartenanlagen, Parks und stadnahe Erholungsbegiete sind in unserer Kulturlandschaft die letzten Rückzugsmöglichkeiten vieler Kleintierarten - und dort lauern ihnen dann unsere Haustiere auf.
    Soweit ich weiß gab es hier in unserer Fauna auch einmal Wildkatzen, die dann ausgerottet wurden. So Fremd sind unsere "Hauskatzen" doch gar nicht. Eine vollgefressene Katze ist viel zu faul um noch auf Vogeljagd zu gehen. So richtig Ahnung von Katzen hast Du, glaub ich, nicht.


    Aber meine Frage ist noch nicht beantwortet. Wie wollen die Herren/Damen dieses Problem beheben? Was machen wir mit den Flamingos, Nutrias, Papageien, Waschbären und was sonst noch hier rumläuft? Die sind auch nicht über einen langwierigen Prozess eingebürgert.

  30. #30
    Chimera

    Standard AW: Warum vegan?

    Angelus, ich weiß das du Katzenhalter bist und dem entsprechend stark emotional auf das Thema reagierst.

    Wo liegt da der Unterschied zu z.B. Waschbären? Sind die nicht auch große Nesträuber!?
    Waschbären sind natürlich auch ein Problem. Aber im Gegensatz zur Katze haben diese kein Herrchen, welches man zur Verantwortung ziehen kann.

    Ich glaube Du solltest Dir mal die Kanalisation + Umgebung genau anschauen, weißt Du eigentlich wieviele Ratten in unseren Städten rumlaufen? Glaub mir, sei mal froh das Nachts noch die Katzen auf den Straßen sind.
    Katzen haben mit Sicherheit der Rattenpopulation in der Kanalisation nichts entgegenzubringen.

    Soweit ich weiß gab es hier in unserer Fauna auch einmal Wildkatzen, die dann ausgerottet wurden. So Fremd sind unsere "Hauskatzen" doch gar nicht. Eine vollgefressene Katze ist viel zu faul um noch auf Vogeljagd zu gehen. So richtig Ahnung von Katzen hast Du, glaub ich, nicht.
    Eine Wildkatze beanspruchte vorher ein Areal von ca. 5-10 qkm - auf diesem tummeln sich heutzutage min. an die 20 Katzen. Die Strategie der meisten Vögel, ihre Nestlingszeit (und die Zeit kurz nach dem Ausfliegen) zu überleben ist einfach und heißt Glück. Dadurch, dass Räuber ein großes Revier beanspruchen können sie nicht überall sein, und so haben viele Jungvögel die Möglichkeit ihre wehrlose Aufzuchtzeit zu überleben, indem sie unentdeckt bleiben.
    Und ich habe mit Sicherheit Ahnung von Katzen - ich habe 20 Jahre lang in einer naturnahen Häuschensiedlung gelebt, und hatte ca. 30 dieser Tiere als unmittelbare Nachbarn - und konnte Szenen beobachten, wie fette Hauskatzen nur darauf gewartet haben, dass Amseljunge aus dem Nest direkt in ihre Fänge hüpfen. Eine Katze braucht keinen Hunger um zu jagen.

    Aber meine Frage ist noch nicht beantwortet. Wie wollen die Herren/Damen dieses Problem beheben?
    Bei Katzen wäre es einfach: Katzenmarkierungspflicht und Katzensteuer - vorbei die Zeiten, dass Menschen sich 5 Katzen auf einmal halten und alle in die freie Natur "zum Spielen" entlassen.

  31. #31
    Angelus

    Standard AW: Warum vegan?

    Ich weiß wie schlimm das ist wenn die kleinen aus den Nestern geholt werden. Ich hab selber schon ne Amsel, einen Raben und eine Elster großgezogen. Soll heißen, ich bin nicht nur Katzenfreund ;)

    Na ja vielleicht sollte man mal damit anfangen streunende Katzen/Kater kastrieren zu lassen um so die population in Grenzen zu halten.

    Tut nix zu Sache, aber unsere drei sind in der Wohnung. Hauen also keine Vögel um.
    Ja wir sind böse, wir haben drei Gefangene die nicht raus dürfen. Grund dafür sind böse Nachbarn die Schießen, Giftköder legen usw.

  32. #32
    Chimera

    Standard AW: Warum vegan?

    Na ja vielleicht sollte man mal damit anfangen streunende Katzen/Kater kastrieren zu lassen um so die population in Grenzen zu halten.
    Hier in Deutschland halten sich die Populationen von herrenlosen Katzen absolut in Grenzen - nicht aber die Populationen an freilaufenden Katzen.
    Knapp 8 Millionen Katzen leben in Deutschland, davon sicherlich die Hälfte bis 3/4 als Freigänger.
    Wenn nun 4 Millionen Freigängerkatzen nur ein mal im Monat ein Tier erlegen, dann macht das fast 50 Millionen tote Kleintiere im Jahr.
    Das ist die zehnfache Menge an Tieren, die jedes Jahr durch Jagd getötet werden. Letzteres wird praktisch von jeder Tierschutzorganisation als unfassbare Greueltat angeprangert, ersteres wird nicht nur geduldet, sondern sogar als besonders tierfreundliche Haltung von Katzen angepriesen!

    Eine Katzensteuer würde verhindern, dass sich Menschen 2,3 oder noch mehr Katzen auf einmal halten, weil diese ja so pflegeleicht sind: Einfach Tür auf und raus mit den guten Tierchen.
    Markierungs- und Meldepflicht, damit verantwortungslose Halter endlich zur Rechenschaft gezogen werden, wenn ihr Tier wildert, Unfälle verursacht u.s.w.

  33. #33
    Angelus

    Standard AW: Warum vegan?

    Hätte dann zur Folge das wieder mehr Katzen ausgesetzt würden, oder im Tierheim landen. Supi

  34. #34
    Chimera

    Standard AW: Warum vegan?

    Jede Gesetzesänderung zu Gunsten von Haustieren hat die Folge, dass bestimmte Halter die neuen Anforderungen nicht erfüllen wollen und sich ihrer Tiere entledigen.
    Ebenso sah es nach dem Verbot der Kettenhaltung aus: Hundehalter, die ihrem Tier keine bessere Haltungsform bieten wollten oder konnten, haben ihr Tier abgeschafft.
    Trotzdem würde wohl keiner im Nachhinein behaupten, diese Änderung wäre schlecht gewesen, weil manche Hündchen ihr Zuhause verloren haben.
    Man muss eben langfristig denken.

  35. #35
    nova

    Standard AW: Warum vegan?

    Zitat Zitat von paramecium Beitrag anzeigen
    Man kann es auch positiv sehen: So hat die Kuh, die ihr Leben lang auf einer Stelle in Anbindehaltung steht, sogar ihre Kälber dort gebären muss, wenigstens etwas Bewegung - Sarkasmus wieder ausschalt.

    Was in den Ställen der "Nutz"tiere abgeht, ist ehe unvorstellbar für die Leute, die sonst nichts im Stall zu tun haben. Ich wußte es vor meinem Studium auch nicht. Die, die damit ihr Geld verdienen haben leider ein hartes Fell. Wie heißt es so schön: "Rinder sind sehr leidensfähig." Ein Satz, den ich inzwischen nur all zu oft gehört habe. Kuhtrainer sind da noch harmlos.

    Auf dem Weg zur Schlachtbank bzw. zum Bolzenschußgerät sind auch "elektrische Treibhilfen" wie man diese brutalen Geräte euphemistisch nennt, erlaubt. Gerade die Kühe, die ein Leben lang nur auf einer Stelle standen, sind wenn sie plötzlich vom LKW laufen sollen und dann noch vielleicht 20 m zum Bolzenschußgerät einfach überfordert. Vom Licht geblendet, vom Transport schon in äußerster Panik bleiben sie oft einfach laut brüllend auf einer Stelle stehen. Sie gehen keine Schritt vorwärts, egal wie sehr der Knüppel benutzt wird. Aber die nette "Treibhilfe" bingt sie dann doch dazu sich dem fauenden Ungetüm zu nähern. Denn das Bolzenschußgerät wird mit Druckluft betrieben und ist sehr laut. Auch das verängstigt die Kühe natürlich noch mehr. Dazu der Geruch von Blut... Aber der Schmerz läßt ihnen keine Wahl. Innerhalb von Minuten hängen sie am Hinterbein in Reihen - noch zuckend und sich windend ausblutend. Ich möchte nicht ausprobieren, wie viel man in diesem Zustand noch fähig ist wahrzunehmen. Fragt man die Verantwortlichen, bekommt die Kuh natürlich gar nichts mehr mit...

    Im Stall werden OPs im Stehen durchgeführt. Kühe werden anders als Menschen oder Kleintiere nie in eine bewustseinsausschaltende Narkose gelegt. Sie bekommen immer nur eine Lokalanästhesie. D. h. die betroffenen Hautnerven werden per Spritze in die Nähe des Nerves ausgeschalten. Leider kann man damit aber nicht die Muskelschichten tiefer im Kuhbauch erreichen. Und auch die Haut ist oft nicht genügend betäubt. Die Tiere springen oft vor Schmerz einen halben Meter vor und zurück. Weiter können sie dank Absperrungen nicht fliehen. Sie stöhnen. In der Humanmedizin oder auch bei den Kleintieren wird (zumindest an der Uni) sorgfältig drauf geachtet, dass der Patient keine Schmerzäußerungen oder auch nur Bewegungsreflexe zeigt. In so einem Falle werden die Narkotika sofort nachdosiert. Nicht so bei Kühen. Ich habe OPs gesehen, wo es fast unmöglich war die Kuh auch nur wieder zuzunähen, weil sie hin und her sprang. Werden die tiefen Muskelschichten durchtrennt hab ich es nie anders gesehen. Aber Narkotika in der erforderlichen Menge sind halt "teuer" - 20 Euro mehr oder weniger machen hier schon einen gewaltigen Unterschied. Geht auch ohne - dauert halt nur etwas länger. Auf diese Art werden Kaiserschitte durchgeführt, der Pansen wird eröffnet um Fremdkörper zu entfernen oder Klauen werden amputiert (nur eine Hälfte - denn dreibeinige Kühe könnten aufgrund ihrer Massen nicht mehr laufen).

    Letzters wird dann im "Klauenpflegestand" gemacht, wo die Kuh gefesselt auf die Seite gedreht werden kann. Hier werden die Geschwüre ausgeschnitten - das Horn drumherum wird entfernt bis es im Rinnsal blutet. Beteubung gibt es natürlich keine. Man stelle sich vor man bekäme einen entzündeten Zehennagel bis aufs Blut eingeschitten, ist gefesselt, kann sich nicht wehren... Da Kühe dank der Haltung auf zu hartem Spaltboden oft Klauengeschwüre bekommen, haben sie mit nur einer Klaue (nach Amputation der anderen) meist kein langes Leben mehr. Müssen sie aber auch nicht. Denn Klauen werden z. B. auch amputiert, weil die Kuh das Kalb mit dem sie gerade schwanger geht (Tiere "tragen", "werfen" oder "fressen" nicht - das tun höchstens die, die für Tiere derart abwertende Bezeichnungen erdacht haben) nach bekommen soll. So kann man zumindest noch ein Kalb mehr mästen und noch mal Milch verkaufen, ehe das Tier nur noch den Schlachtpreis wert ist.

    Gerade Probleme in Folge oder im Zusammenhang mit den häufigen Geburten sind bei Kühen häufig. Andere Krankheiten wie sie beim Menschen oder beim Kleintier behandelt werden, sind bei Kühen sind dagegen kaum beschrieben. Nicht weil es sie nicht gibt. Ganz einfach, weil sie nie behandelt werden. Diabetes, Nieren- oder Herzprobleme etc... Darüber ist in der Vet-Med kaum etwas bekannt. Wenn eine Kuh daran erkrankt geht sie zum Schlachter. Die ganze Rinder"medizin" beschränkt sich neben etwas Chirurgie fast ausschließlich auf die "Reproduktion". Welches Hormon zu welcher Zeit, damit die Kuh noch drei Tage schneller wieder "aufnimmt" - also schwanger wird. Die Kühe werden schon wieder geschwängert, wenn sie noch Milch vom letzten Kalb geben. Nur wer ununterbrochen als Gebährmaschine fungiert hat das Recht auf ein beschissenes Leben.

    Nennen wir sie Saskia. Sasika war eine "Kalbin", sie hatte also gerade ihr erstes Kalb im Bauch. Leider war der Stier, obwohl für "Kalbinnen" angeblich geeignet, wohl für sie zu groß, denn ausgewachsen sind die Kühe bei der ersten Schwangerschaft noch nicht. Jedenfalls war Saskias Mitkuh - ebenfalls eine Erstgebährende - auch schon mit Kaiserschnitt entbunden worden, weil ihr Kalb für den zu engen Geburtsweg zu groß war. Leider mit "Totalverlust" - sprich Kalb und Mutter waren dabei gestorben. Der Bauer wollte deshalb, als es erneut Probleme, diesmal mit Saskia, gab, keinen Kaiserschnitt wieder zulassen. Noch eine Kuh wollte er seinem Konto nicht zumuten. Also entschied man sich für eine Fetotomie. D. h. das Kalb wird mittels schneidender Ketten, die man von außen durch die Vagina ums Kalb im Uterus schlingt, im Uterus der Mutter zerschnitten und stückweise aus ihr herausgezogen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Fetotomie
    http://books.google.de/books?id=w29f...otomie&f=false
    Bei Saskia dauerte die Prozedur über vier Stunden.
    Leider war ihr Leidensweg damit keinesfalls zu Ende. Denn dank der Verletzungen, die ihr dabei im Vaginalbereich und im Uterus zugefügt wurden, bekam sie eine Phlegmone. Ihr gesamtes Hinterteil schwoll zu. Es war ihr in der Folge unmöglich Urin zu lassen. Täglich wurde vom TA ein Katheter geschoben, um den gestauten Urin abzulassen. Dabei wurde natürlich immer wieder in wunde Vagina gegriffen - anders kann man keinen Katheter legen.
    Natürlich wollte Saskia in diesem Zustand auch kein Futter mehr aufnehmen bzw. nur noch wenig. Da ihr Stoffwechsel dank parasitenfreundlicher Zucht jedoch so ausgerichtet ist, dass an erster Stelle immer die Milchproduktion kommt, auch wenn die Zufuhr von Nährstoffen weit hinter dem Verlust dieser über die Milch zurücksteht, bekam sie eine Stoffwechselstörung. Sie fiel in eine Ketose. Diese allein ist immer lebensgefährlich. Tagelang war nicht klar, ob sie es schaffen würde. Aber da sie inzwischen Antibiotika erhalten hatte, war auch ihr Schlachtwert auf null gesunken. Antibiotika haben eine "Wartezeit" in der das Fleisch der betroffenen Tiere nicht verwertet werden darf. Der Parasit hat Angst, er könne Antibiotikarückstände in seinem wertvollen Steak finden. Also ließ man Saskia vorerst gewähren.
    Erst drei Wochen nach der Fetotomie, als sich Saskias Zustand trotz überstandener Ketose kaum verbesserte (noch immer war die Phlegmone nicht ganz abgeklungen - noch immer verweigterte Saskia zu viel Futter, die Milchproduktion ging zurück), entschied man, "nicht mehr länger zu warten".
    Wie alle Großtiere wurde Saskia mit T61 umgebracht. Bei Kleintieren ist T31 inzwischen ohne vorherige Narkose verboten, weil man annimmt, dass die Tiere jämmerlich ersticken. T61 lähmt die gesamte Muskulatur - natürlich auch die Atemmuskulatur. Das Tier kann sich jedoch nicht mehr bemerkbar machen. Selbst zur Lautäußerung sind ja Muskeln nötig. Von außen sieht also alles ganz friedlich aus. Bei Großtieren ist T61 natürlich nach wie vor OHNE Narkose erlaubt. Wie gesagt, es sieht alles ganz friedlich aus. Normalerweise. Nicht jedoch bei Saskia. Warum auch immer, für sie reichte die Dosis nicht aus. Sie fiel zwar kurz nach der Injektion wie ein Stein zur Seite, aber sie pumpte weiterhin mit großen Augen nach Atem ringend. Eine zweite und dann noch eine dritte Spritze wurde aufgezogen und ihr intravenös in den Hals verabreicht, wozu ihr Kopf nochmals am Gitter "fixiert" also gefesselt werden musste. Erst dann erstickte sie. Kurz darauf wurde die dritte "Erstkalbin" in diesem Stall per Kaiserschnitt entbunden.

    Ich werde Saskia mein Leben nicht wieder vergessen... wie viele andere, deren Namen und Geschichten ich nicht so ausführlich kannte, ebenfalls nicht. Nie vergessen werden ich auch die vielen Kälber mit ihren wunderschönen Augen, die mit Durchfall angeliefert werden. Die meisten werden wieder gesund - nur damit sie anämisch-eisenarm ernährt und krank aber mit weißem dem "Verbraucher" so wertvollen Fleisch zum Schlachthof gekarrt werden können. Oder damit sie ein Schicksal wie Saskia ereilt - denn früher oder später geht die Milchleistung zurück, treten zu viele Probleme bei der Geburt auf, spielen die Klauen nicht mehr mit...

    Bei Rindern wird gespart was das Zeug hält. Alle Medikamente müssen möglichst billig sein. Antibiotika oder Nichtsteriodale Antipholgistika, die in der Kleintiermedizin kaum noch verwendung finden, da zu alt, zu nebenwirkungsreich und überholt, überleben in der Rindermedizin nach wie vor. So wird z. B. Infusionflüssigkeit selbst hergestellt. Beim Menschen und beim Kleintier steril verpackt eingekauft, wird für Kühe einfach der Wasserhahn aufgedreht. Etwas Bikarbonat und Salz dazu gegeben - fertig ist die Infusionlösung, die kranken Tieren direkt in die Vene geträufelt wird. Die Tiere überleben trotzdem meist. Warum zum Teufel macht man beim Menschen so ein Getue? Auch der würde wahrscheinlich meistens überleben.

    Mich hat das Rinder- und Schlachthofpraktikum nur eines gelehrt: Der Mensch ist eine Bestie, der keinerlei Ethik kennt. Für seinen Fraß geht er über Leichen - und er schämt sich nicht einmal dafür. Nein, er erhält für die noch effizientere oder billigere Therapie von Kälberdruchfällen etc. sogar noch Tierschutzpreise.

    Ich schäme mich inzwischen dieser Art anzugehören.

    Paramecium

    ........................

  36. #36
    Ava Odoemena

    Standard Argh!

    Zitat Zitat von Fighter Beitrag anzeigen
    Vitamin B 12: ist in Seetang, Germextrakt, Pecannüssen, Feigen, Tempeh, Sauerteig, Petersilie, Sprossen, Tofu, Bier, Wein und sogar im Trinkwasser enthalten. B 12 kann in der Leber jahrelang gespeichert werden, so dass es nicht nötig ist, davon täglich etwas zu sich zu nehmen. Es gibt auch Hinweise darauf, daß es durch bakterielle Synthese im Darm entsteht. Das Problem ist vielmehr, dass es durch Zucker, Alkohol und Nikotin zerstört wird.
    Bisher mit Spannung gelesen den Thread, aber da klappen mir mal wieder die Zehennägel hoch, denn das ist ganz grober Unfug. Diese Behauptungen sind seit 30 Jahren widerlegt.

    Bitte an die Moderation da einen ADMIN-Vermerk an der Stelle im Text einzubauen, dass diese Behauptungen der Faktenlage entbehren. Es kann ja wohl nicht Sinn der Sache sein, wenn in einem Thread in dem für Veganismus argumentiert wird, so schlimme Fehlinformationen zur veganen Ernährung verbreitet werden.

    Siehe dazu Hintergründe B12, Professor Bärwalds Methode und warum die Fermentation in Lebensmitteln nicht zur Anwendung kommt:

    oder folgende Polemik über die B12 Kontroverse mit viel Fakten zum Thema:

    und last but not least, der Crashkurs vegane Ernährung in 10 Punkten.
    Geändert von Ava Odoemena (07.03.2010 um 15:48 Uhr)

  37. #37
    Fridom

    Standard AW: Warum vegan?

    Zitat Zitat von © 2007 Gary L. Francione
    WAS SIE TUN KÖNNEN, UM ZU HELFEN, DIE ABSCHAFFUNG DER TIERAUSBEUTUNG ZU ERREICHEN

    Sie haben die Präsentationen angeschaut und die anderen Informationen auf dieser Website gelesen. Sie möchten wissen, was Sie tun können, um das Ziel, die Tierausbeutung abzuschaffen, zu erreichen.

    Die Antwort ist einfach:

    Das Wichtigste, was Sie tun können, ist, vegan zu leben.

    - Veganismus ist nicht lediglich eine Sache der Ernährung oder des Lebensstils. Veganismus ist der persönliche Ausdruck Ihrer Unterstützung des abolitionistischen Ansatzes.

    - Veganismus bedeutet, dass Sie keine Tierprodukte essen – kein Fleisch einschließlich Huhn oder anderer Vögel sowie Fisch , keine Milchprodukte, Eier oder Honig. Es bedeutet, dass Sie keinen Pelz tragen, kein Leder, keine Wolle oder Seide und dass Sie keine Produkte verwenden, die Nebenprodukte tierlichen Ursprungs enthalten oder an Tieren getestet wurden.

    - Jeder Mensch, der vegan lebt, bewirkt einen Rückgang der Nachfrage nach Tierprodukten.

    - Vegan leben ist etwas, das jeder von uns jetzt tun kann. Keine Kampagne, keine Gesetzgebung, kein Gerichtsprozess ist erforderlich. Sie können es einfach tun. Es steht völlig in Ihrer Macht.

    - Und es ist leicht. Es ist nur eine Sache des wirklichen Ernstnehmens von Tieren und nicht bloß zu sagen, dass Sie sie ernst nehmen. Es ist nur eine Sache der Anerkenntnis, dass, welchen Genuss auch immer Sie an einem Steak, einem Eis oder daran finden, einen Ledermantel zu tragen, dies unmöglich rechtfertigen kann, einem Tier Schmerz, Leiden und Tod zuzufügen.

    - Fleisch aufzugeben ist nicht genug. Es kann kein moralischer Unterschied gemacht werden zwischen Fleisch auf der einen Seite und Milch, Eiern oder anderen Nahrungsmitteln tierlicher Herkunft auf der anderen Seite. Für Milch und Eier genutzte Tiere werden schrecklich behandelt und enden im selben Schlachthaus wie für Fleisch genutzte Tiere.

    - In einem Glas Milch steckt wahrscheinlich mehr Leiden als in einem Steak.

    - Tiere oder Tierprodukte aus "Freilandhaltung" oder "humaner Aufzucht" sind keine Lösung. Solche Etiketts mögen Sie sich besser fühlen lassen, aber sie helfen den Tieren nicht, die Sie ausbeuten.

    - Genauso, wie Sie nicht folgerichtig ein Abolitionist in Bezug auf Menschensklaverei sein konnten, wenn Sie Sklaven besaßen, können Sie nicht folgerichtig ein Abolitionist in Bezug auf Tiersklaverei sein, wenn Sie fortfahren, Tierfleisch und andere aus Tieren gewonnene Produkte zu essen, anzuziehen oder anderweitig zu gebrauchen.

    Und nachdem Sie angefangen haben, vegan zu leben, beginnen Sie damit, jeden, den Sie kennen, über Veganismus aufzuklären und anderen die Ideen zu erklären, die Sie motiviert haben.

    Sie brauchen kein Geld oder eine große für Tiere tätige Organisation oder sonst etwas – außer Ihrer eigenen Entscheidung –, um zu helfen, die Abschaffung der Tierausbeutung zu erreichen.

    Und wenn Sie können, nehmen Sie ein Tier auf und geben Sie ihr oder ihm ein liebevolles Zuhause.
    Quelle: http://abolitionismusabschaffungdertiers.blogspot.com/
    Weitere Literatur: http://www.abolitionistapproach.com/

  38. #38
    Pauli

    Standard AW: Warum vegan?

    Video von Arte Tracks:


  39. #39
    Ginianka

    Standard AW: Warum vegan?

    Folgendes soll erläutern, warum wir den Vegetarismus für nicht ausreichend halten,

    Wer sind WIR? o.O

  40. #40
    ANKA

    Standard AW: Warum vegan?

    Zitat Zitat von Ginianka Beitrag anzeigen
    Wer sind WIR? o.O
    So ne schätzung ins blaue hinnein: The vegan community vielleicht....

  41. #41
    Ginianka

    Standard AW: Warum vegan?

    Pauschalisierung? Verallgemeinerung?
    Ich mein, ich bin zwar nur n Neuveganer aber ich möchte nicht, dass ich dann so in die Vegane Community eingebunden werde. Vor allem wenns um das Thema Vegetarismus geht.
    Ich finds komisch, wenn man selbst auch für andere spricht die vielleicht gar nicht derselben Meinung sind. Wollt ich nur kurz mal gesagt haben^^

    LG

  42. #42
    Ophelia

    Standard AW: Warum vegan?

    Zitat Zitat von Ginianka Beitrag anzeigen
    Pauschalisierung? Verallgemeinerung?
    Ich mein, ich bin zwar nur n Neuveganer aber ich möchte nicht, dass ich dann so in die Vegane Community eingebunden werde. Vor allem wenns um das Thema Vegetarismus geht.
    Ich finds komisch, wenn man selbst auch für andere spricht die vielleicht gar nicht derselben Meinung sind. Wollt ich nur kurz mal gesagt haben^^

    LG
    Ich verstehe ungefähr was Du meinst. Vegetarismus ist zwar ein Schritt in die "richtige" Richtung, aber Vegetarier ist nicht gleich Vegetarier. Ich unterscheide schon, ob jemand einfach einfach ab und an mal ein Produkt konsumiert das ein wenig Milch enthält oder ob es doch jeden Tag Käse und Ei gibt. Letzteres verbinde ich nicht mit Tierleidvermeidung und bin eher irritiert bzw. frage mich dann was das soll. Letztendlich wird man nach seinem Outing mit unterschiedlichen Vorurteilen und Assoziationen konfrontiert, damit muss man leben und seinen Weg finden wie man damit umgeht.

  43. #43
    Pauli

    Standard AW: Warum vegan?

    man denke sich daß wir in fighters beitrag einfach weg und ersetze es durch "mögliche gründe warum ethisch motivierte veganerInnen die ovo-lacto-vegetarische lebensweise für nicht ausreichend halten".

    oder noch einfacher, man denke sich ein "ich" stellvertretend für fighter ;-)

    es gibt schlimmeres als die generalisierung von fighter, die zudem über 3 jahre alt ist. scheint auch nicht viele zu kratzen, bei den wenigen beiträgen in nem forum während so einem langen zeitraum. zudem sind die aussagen jetzt auch keine brandneuen erkenntnisse über ethisch motivierte veganerInnen..

    welche aussagen stören dich den ganz konkret, daß du dich distanzieren musst?

  44. #44
    Ginianka

    Standard AW: Warum vegan?

    Nun, es stört mich ziemlich, wenn Verallgemeinert wird oder wenn von einer großen Masse gesprochen wird die wohl anscheinend die gleiche Meinung hat. Man kann sich ja nicht sicher sein.
    Ich würde auch nie sagen, dass ich in irgendwelchen Dingen stellvertretend für alle Frauen sprechen kann, nur weil ich weiblich bin. Genausowenig spreche ich für alle Reiter. Ehrlich gesagt kann doch jeder nur für sich sprechen. Und wenn Veganer alle mit diesem einen Satz übereinstimmen, dann bin ich wohl keiner ;)
    Ich möchte keiner Gruppe zugeordnet werden weil ich laut Individuum schreie ;) Und nicht homogene Masse.
    Mich störte einfach dieses wir und der darauffolgende Satz.
    Ich meine wir kann bekräftigen und ganz schön sein aber in dem Kontext fand ich es nicht gerade gut gewählt.

    LG

  45. #45
    Pauli

    Standard AW: Warum vegan?

    Zitat Zitat von Ginianka Beitrag anzeigen
    .
    Mich störte einfach dieses wir und der darauffolgende Satz.
    Ich meine wir kann bekräftigen und ganz schön sein aber in dem Kontext fand ich es nicht gerade gut gewählt.
    Zitat Zitat von Fighter Beitrag anzeigen
    Folgendes soll erläutern, warum wir den Vegetarismus für nicht ausreichend halten, wenn es darum geht, die Interessen von Tieren zu berücksichtigen. Vorneweg gestellt seien die Definitionen: Ursprünglich bedeutete "vegetarisch" auf Ernährung bezogen genau das, was heute "vegan" benannt wird: Eine Ernährung, beim Veganismus erweitert auf die gesamte Lebensweise, die keinerlei tierische Produkte enthält. Der Begriff "vegan" stammt aus dem englischsprachigen Raum


    das wir, ok gut. es ist ein ungeschicktes rhetorisches mittel um gemeinsamkeit zu generieren. in dem kontext finde ich es zwar nicht tragisch, kann dein einwand aber verstehen.

    aber was ist mit dem folgenden satz, was stört dich an der def. ?

    wie lange bist du denn schon veganköstlerin ?

  46. #46
    Ginianka

    Standard AW: Warum vegan?

    Ich störe mich nicht an der Definition ;)
    Ich störte mich nur an dem Wir weil es mich irritierte, zu einer Gruppe von Menschen dazuzugehören, die Vegetarismus für nicht ausreichend hält. Es störte mich, dass das Wir sich anscheinend auf die ganzheit der Veganer bezog und ich darin miteingeschlossen bin, obwohl ich dem Beitrag nicht zustimmen konnte.
    Man kann schon fragen, wie lange bist du denn schon Veganerin das stört mich ja nicht. Es stört nur, wenn es um persönliche Meinung geht und verallgemeinert und auf eine ganze Gruppe bezogen wird. Wenn so etwas passiert halte ich mich doch lieber raus aus der "Gruppe"
    Verstehst du was ich meine? Is nicht ganz so einfach zu erklären ;)

  47. #47
    Pauli

    Standard AW: Warum vegan?

    du bezogst dich ein beitrag vorher auch auf den folgenden satz und der ist korrekt. man muss nicht unbedingt das wort tierleiche verwenden, aber ansonsten ist daß die allgemeingültige def., in den worten von fighter wiedergegeben.

    ledersättel sind nun mal nicht vegan. allerdings gehöre ich auch nicht zu den menschen die alle tierlichen sachen nach der umstellung wegwerfen. wer allerdings neue ledersachen erwirbt, lebt nunmal nicht vegan. vegan ist keine ernährung, sondern der verzicht auf jegliche tierliche produkte. ich würd auch die ablehnung der nutzung von tieren als sportgerät, im zirkus oder zoo hinzuzählen.

  48. #48
    Ginianka

    Standard AW: Warum vegan?

    Zum Thema reiten habe ich schon was gesagt ;) Im Thread dazu... Und neue ledersachen erwerbe ich nicht^^

    Es geht mir nicht um die Definition oder den Begriff an sich. Sondern einfach um das WIR in dem Satz. Denn dann sind alle veganer einbezogen und alle müssten dem ja zustimmen...

  49. #49
    Pauli

    Standard AW: Warum vegan?

    ja, das wir sagtest du ja bereits.

    was die def. betrifft, die ist korrekt. kann natürlich jedeR für sich halten..

    auch wenn ich anmerke daß die folgenden punkte inhaltlich richtig sind sind. wer vegan kapiert hat, müsste dann mit dem wir auch kein problem haben. leider wird all zu oft auf ausdrucksweisen herumgeritten, der inhalt hingegen als zweitrangig betrachtet.

  50. #50
    funkymunky

    Standard AW: Warum vegan?

    Zitat Zitat von Ginianka Beitrag anzeigen
    Es stört nur, wenn es um persönliche Meinung geht und verallgemeinert und auf eine ganze Gruppe bezogen wird. Wenn so etwas passiert halte ich mich doch lieber raus aus der "Gruppe"
    Verstehst du was ich meine? Is nicht ganz so einfach zu erklären ;)
    Ich verstehe Dich. :-)
    Du drehst Deine Fahne lieber nach dem Wind und willst auf Deibel komm´ raus nicht als eine(r) der radikalen/missionierenden nervigen Vegane(r)rinnen gelten und Dich selbst ins gesellschaftl. Abseits stellen.
    Kann ich ja grundsätzlich verstehen, ist auch nicht verwerflich.

    Ich zitiere mal aus meinem Vorstellungsfaden hier (*hust*):
    Zitat Zitat von funkymunky Beitrag anzeigen
    Was ich nicht vorhabe, ist, so ein militanter Veganer zu werden. Nicht mehr als vorher als Veggie jedenfalls. Ich erlebe viele Veganer schon seit Ewigkeiten als nervtötende Menschen-Exemplare.
    In Foren keifen sie Vegetarier teils so sehr an, dass man meinen möchte, sie würden eher mit Fleischessern, oder Omnis, wie ihr hier ja sagt, sympathisieren. brrrr.
    Nunja, ich schätze, es kommt mit der Zeit, dass Du Dich auch auf die Seite "der Veganer" stellst, sofern Ethik für Dich kein komplett hinfälliges Wort ist.
    Du reitest? Nun, irgendwann wirst Du auch das möglicherweise in Frage stellen, vielleicht aber auch nicht. Ist dann eben so.
    Klar denkt nicht jeder Veganer gleich und alle leben den Veganismus auf eigene Art und Weise aus, das wollte der Pauli sagen. Dennoch gibt es einen gemeinsamen Konsens.

    Übrigens hier ein absolut genialer Artikel, den ich hiermit stas und allen anderen RVEGoppos widmen möchte. Werde ich aber nochmal gesondert zeigen.
    Wobei die meisten vermutlich diesen Faden angucken, wenn dort steht, dass ich zuletzt etwas gepostet habe, also brauche ich dafür wohl keinen Extrafaden eröffnen... Sensastionslüsternes Pack!

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