Vegetarierforum.com ist ein Treffpunkt für Vegetarier und Veganer.
Hi Alle,
als ich meiner älteren Schwester erzählte, dass ich (leider) kein Vegetarier mehr sei, sagte sie grinsend: "Na ja, so ein Phase hat jeder mal, wo man kein Fleisch isst." Das hörte sich so an, als sei die fleischlose Ernährung eher zu belächeln und nur etwas vorübergehendes, während einer Selbstfindungsphase z.B. oder wenn man/frau schockierendes über Tierhaltung im TV gesehen hat. Und zugegeben, bei mir war es ja nichts dauerhaftes. Und auch aus meinen Freundeskreis weiß ich von vielen, die nur eine gewisse Zeit VegetarierInnen waren - von 6 Wochen bis 6 Jahren war da alles dabei.
Was meint Ihr? Ist das alles nur so eine Phase, die man mal so durchmacht? "Nichts ernstes"? Oder anders gefragt, wie bleibt man auf Dauer ein Vegetarier, so dass es einen "in Fleisch und Blut" übergeht? Denn schließlich gibts die ja auch: die lebenslangen VegetarierInnen!
Bin gespannt auf Eure Antworten!
H.
Also ich muss sagen ich kenn auch einige leute die mal vegetarier waren und dann wieder zum omni geworden sind. Teilweise waren die jahrelang dabei, aus den selben wie man so schön sagt ethischen gründen wie die meisten hier und haben dann plötzlich wieder fleisch gegessen. Bei denen war das meistens in der pubertät und dann sind sie "erwachsen" und wieder zum omni geworden
Ich kann nur für mich selbst sprechen, aber bei mir wird es bestimmt nicht nur eine zeitlich begrenze Phase sein. Bin jetzt seit etwas mehr als 3 Jahren Vegetarier und habe eigentlich nicht vor irgendwann wieder Leichen zu schlemmen. :rolleyes:
Hallo!
Personen, die das wirklich ernst nehmen, und ich meine richtig ernst, bleiben ihr Leben lang Vegetarier/Veganer.
Für mich sind die Leute, die weider Omnis werden, einfach schwache Personen, die es nicht schaffen,sich gegen Omnis durchzusetzen.
Ich war seit Oktober 05 Vegetarierin und seit ich hier bin bin ich Veganerin und ich werde niemals wieder tierische Sachen essen oder benutzen.
Mein ältester Bruder war 2 Jahre Veggie und wurde dann wieder Omni.
Als Scheingrund gab er das Geld an, das Leichenfressen angeblich achso günstig im Gegensatz zur vegetarischen/veganen Ernährung sei.
Ich bin selbst zur Zeit Hartz-4 Empfängerin und komme gut als Veganerin mit dem Geld klar.
Ich denke, er war einfach viel zu schwach, um sich weiter gegen den Strom zu stellen.
Gruss, Sabrina
Ich hab mit 20 Jahren angefangen, mich vegetarisch zu ernähren. Glaube nicht, dass ich da noch in der Pupertät war ;)
"Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur die Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt" (Wilhelm Busch)
Das hoffe ich doch sehr, daß der Vegetarismus für dich nur eine Phase ist.
I can't have s*x with your personality,
And I can't put my p*nis in your college degree,
And I can't shove my fist in your childhood dreams,
So why're you sharing all this information with me?
Jon Lajoie
Ich habe auch schon von Leuten gehört, die leider plötzlich wieder angefangen haben Fleisch zu essen, ich denke (und hoffe), dass
jedoch nur ein ganz kleiner Teil der Vegis "rückfällig" wird.
Für mich persönlich ist es was "sehr ernstes" und ich werde sicher nie wieder Fleisch essen.
Ich habe auch Bekannte, die immer mal wieder fragen: "Na, isst du immer noch kein Fleisch?", die sehen das als eine Art Krankheit, die bestimmt irgendwann vorüber ist. Über sowas kann ich nur den Kopf schütteln. :o :mad:
Wenn ich zitieren darf, besser kann man es kaum sagen:
Örm, ich behaupte von mir eigentlich auch, dass ich nie wieder Fleisch essen möchte, aber können wir so genau wissen was wir in Zukunft machen und sein? Ich jedenfalls habe mir auch schon oft in meinem Leben gesagt "das mache ich nicht (mehr)" und habe es später trotzdem (wieder) gemacht... :rolleyes:
Kenne auch ein paar solche wiederfleischis. Wenn sie es wollen, sie müssen es wissen.
Geändert von Herr Deornoth (31.05.2007 um 22:20 Uhr)
3°~
Meine große Schwester war auch schon Vegetarier, heute ist ihr Motto 'Wenn man Tiere nicht essen soll, wieso sind sie dann aus Fleisch?' :/
Seehr bedenklich. Sonst kenne ich nicht genügend Leute, also kann nicht sagen, wer von denen mal vegetarisch gelebt hat.
Für meinen Bekanntenkreis ist eben doch der Mensch wichtiger.
Kennt Ihr den Film 'down of the death'?
Da gibts (relativ am Anfang) eine Szene in denen die Zombies die Menschen essen (oder Teile davon). Genau so sieht es für mich aus, wenn mein Schatz ein Hünchen oder ein Steak isst!
Immer, wenn ich Menschen blankes Fleisch essen sehe (also nicht in Sosse eingekocht) muss ich an diesen Film denken. Und ich frage mich jedesmal: wo ist der Unterschied?
Tiermörder sind Verbrecher!
Hi Bin seit 6 Jhren Vegitarierin und seit einigen Wochen veganerin und habe null Probleme damit /gehabt weil ich mich nach einer Zeit davor geekelt habe könnte ich es nie meht essen, vielleicht nicht die beste Lösung aber versuch dir einfach vorzustellen was Fliesch eigentlich ist und du wirst dich sehr schnell davor ekeln.
LG
Ich weiß, wo sie es kriegen können, wenn sie es haben wollen...
Zum Thema: Für mich ist es nicht mehr vorstellbar, Fleisch zu essen. Es ist für mich schon die reinste Tortur, wenn ich meiner Familie beim Fleischkonsum zusehen muss.
Beim Kater kann ich das tolerieren, der gehört ja naturbedingt zu den Fleischfressern...Obwohl auch seine Fleischfahne nach dem Essen nicht gerade prickelnd ist, aber ich kann darüber hinweg riechen, wenn er erstmal auf mir draufliegt und sich einen abschnurrt![]()
Ich hab folgende Beobachtungen gemacht...
Es gibt Leute (die zu diesem Zeitpunkt meist eher noch sehr jung sind), die werden Vegetarier und suhlen sich regelrecht darin, darauf angesprochen zu werden. Dann führen sie stolz ihre edlen Gründe dafür an und fühlen sich gut dabei... doch das ist Vegetarismus, dessen Wurzeln eher im Egoismus zu finden sind. Diese Leute bekommen nicht dieses erste "KLICK" ab, weil sie sich nicht tatsächlich mit dem Herzen darauf einlassen und sich in der Regel auch nicht wirklich gewissenhaft informieren (und daher anfällig für den ganzen Nonens sind, den die breite Masse halt so darüber zu wissen glaubt)... irgendwann ist die Show dann vorbei, sie haben sich fertig profiliert und "lassen sich zum Omni bekehren"... danach gibts vielleicht noch eine Art "welcome back" Show, in der sie erneut gefeiert werden, weil sie nun doch noch "zur Vernunft" gekommen sind.
Es gibt aber auch die, die sich diese Angelegenheiten doch auch mal mit dem Herzen ansehen und sich intensiver damit beschäftigen... die sich nicht "super" vorkommen, sondern vielleicht sogar wirklich wundern, früher so blind gewesen zu sein... Irgendwann kommt dann dieses berühmte "KLICK"... und die Frage, ob man jemals wieder Fleisch essen wird, stellt sich gar nicht mehr... weil man mit diesem KLICK die Sicht dauerhaft von einem neuen Standpunkt aus betrachtet und innerlich genau weiß, das man genau hier hingehört und das es so richtig ist.
Was mich selbst betrifft: Ich habe vor 14 Jahren das letzte mal Fleisch gegessen, also vor ziemlich genau meinem halben Leben... die Frage, ob ich jemals wieder ein totes Tier zerkauen würde, stellt sich mir unter Umständen und höchstens dann, wenn ich tatsächlich nahe dem Hungertod wäre... momentan kann ich mir das allerdings nicht einmal in einer solchen Situation vorstellen. Von einer Phase kann man bei mir also sicherlich nicht sprechen - und ich hatte niemals, nichtmal ein einziges klitzekleines Mal, ernsthafte Zweifel an dieser Entscheidung. Selbst, als ich damals noch nicht ganz sicher war, ob man sich als Vegetarier nun wirklich gesund ernähren kann (ja, ich war auch Opfer der Massenverblödung ;)), hab ich mich entschieden: lieber ein Wesen (ich) hat ein Unwohlsein, als viele andere werden gefoltert und ermordet.
Das es sogar sehr gesund ist, sich ohne Tierprodukte, und bewußt zu ernähren, hab ich anfangs erst mit der Zeit (und mit möglichst objektiver Informationssuche alá "sich aus der Massenverblödung heraus ziehen") begriffen und am eigenen Körper erfahren... und je länger ich mich so ernährt habe, desto gesünder wurde ich und desto wohler fühlte ich mich in allen Belangen... (und desto sicherer wurde ich in dieser Sache, auch in Gesprächen)
Welchen Grund sollte es also geben, sich nach diesen Erfahrungen für die Sinnfreiheit zu entscheiden, nun doch Fleisch zu essen?
Leute, die in den ersten Absatz hier passen, denen fällt schon irgendein Grund ein...
Leute, die in den zweiten Absatz passen, suchen normalerweise gar nicht nach solchen Gründen... wozu denn auch. Wie sollte es also je wieder mit Absicht passieren, wo es doch keinen vernünftigen Grund dafür gibt, selbst wenn man danach suchen würde.
Ob das Vegetarier sein eine Phase (zwischen dem Omnivor sein) ist oder nicht, hängt also meiner Meinung nach nur von einem ab: der Wille zu sehen, verstehen und begreifen, wahrnehmen und dann dennoch den Blick nicht abzuwenden. - mit anderen Worten: ob die Basis für ein KLICK existiert oder nicht.
Für sehr viele Vegetarier stellt sich das Vegetariersein später allerdings durchaus als Phase heraus - allerdings nicht als Vorübergehende, um dann Rückschritte zu machen, sondern als Übergangsphase auf dem Weg zum vegan werden - ich weiß, das Du das so nicht gemeint hast, doch wollte ich das aufgrund der Überschrift dennoch wertfrei hinzufügen.
Liebe Grüße
Jinu
Ich bin seit 11 Jahren Vegetarier und der einzige Moment, in dem ich wieder ein Stück Fleisch essen würde, wäre wenn das Leben meiner kleinen Nichte dran hängen würde. So nach dem Motto: Iss, oder wir erschießen sie!
Ich habe Respekt vor dem Leben und der Schöpfung, deshalb verzichte ich darauf, ein Kannibale zu sein
Für mich ist das keine Phase, sondern ein Grundsatz!
Für mich ist es auch keine Phase....im Gegenteil!
Liebe Grüße
Lysann
Ich bin dafür, dass ich dagegen bin!
Ja, leider - aber dann ist es auch keine richtig gelebte Einstellung, sondern einfach nur eine Modeerscheinung und etwas, das halt "in" oder "cool" oder was weiß ich was ist! Das ist für mich dann auch kein richtiger Vegetarismus/Veganismus! Das hilft zwar auch, Tierleid zu vermeiden, aber eben nur kurzzeitig.
Ich denke, das Leben besteht ständig aus Phasen, und natürlich gehört dieses Verhalten auch dazu - aber im Voraus weiß ja niemand, wie lange er bei dieser Phase bleibt - sie kann auch ja bis ans Lebensende gehen!![]()
Can't you hear the choir now? Listen to the animals sing!
Can't you hear the slaughterhouse bells? In the land of the pigs the butcher is king...
Danke für Eure interessanten Meinungen!
So, wie's die meisten hier geschrieben haben, seh' ich's auch: Der Beweggrund muss stimmen. Wenn ich mich fleischlos ernähre, nur um ne Show abzuziehen oder weil's gerade "in" ist, etc, wird das nichts.
Was mich betrifft, so bilde ich mir schon ein, dass es den Klick gemacht hatte, von dem Jinu sprach. Über Nacht hatte ich plötzlich null Verlangen auf Fleisch und hatte sogar ne Packung Fischstäbchen weg geschmissen, die ich noch im Gefrierfach hatte.Mehrer Jahre lang hatte ich mir es gar nicht mehr vorstellen können, Fleich zu verzehern.
Ich muss aber zugeben, dass es mir schwer fällt, auf Dauer gegen den Strom zu essen. Irgendwann nervte es, dauernd gefragt zu werden, warum man das isst und jenes nicht, etc. Besonders auf Geschäftsessen oder auf Privatpartys bei Freunden war das recht nervig. Man ist leider immer noch ein Exote, wenn man sich fleischfrei ernährt und überall um einen herum, ständig "leckeres" Fleisch propagiert wird. Von daher glaube ich nicht so recht an einmal überzeugt - immer überzeugt. Wir Menschen werden nun mal von unserer Umgebung beeinflusst. Und unsere derzeitige Umgebung ist eindeutig pro-Fleisch - leider.![]()
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