Das Alternaria sucht Mitbewohner_innen!

Du bist politisch aktiv, lebst vegan oder freegan (oder bist daran interessiert, es auszuprobieren), und möchtest Dich gern in einem im Werdungsprozess befindlichen Hausprojekt einbringen? Vielleicht ist ja das Alternaria etwas für Dich!

Das Alternaria ist ein politisches und gleichzeitig ein Wohnprojekt in Löhne bei Bielefeld. Die Idee dafür entstand und entwickelte sich im Sommer 2011, seit August 2011 wird in einem Mietshaus in Löhne an ihrer Umsetzung gearbeitet. Es bestehen also noch keine fest etablierten Projektstrukturen. Das Alternaria hat noch viel Potential, weiter geprägt und als Projekt ausgebaut zu werden!
Es handelt sich um einen halboffenen Raum, in dem funktionelles Wohnen und politisches Arbeiten verbunden werden und in dem Spielraum ist, Alternativen zu Kapitalismus und Herrschaft auszuprobieren.

Warum offen?
Es wird eine Infrastruktur aufgebaut, indem beispielsweise Ressourcen wie Räumlichkeiten, Werkzeug, Aktionsmaterial, Technik etc. hier gesammelt werden, damit etwa politische Gruppen oder Einzelpersonen diese nutzen können.

Warum nur „halb“ offen?
Die jetzigen Bewohner_innen des Projekts legen viel Wert auf ein respektvolles, solidarisches Miteinander. Damit das harmonisch funktioniert, müssen die hier wohnenden und arbeitenden Personen aber auch zwischenmenschlich miteinander auskommen. Um das zu gewährleisten, möchten wir gern, dass sich bisherige Bewohnis und Neuankömmlinge erst einmal eine Weile kennen lernen können und dann entscheiden, ob sie fest zusammenziehen wollen.

Funktionelles Wohnen
Beim funktionellen Wohnen werden die Räume nicht in Privaträume aufgeteilt, sondern nach ihren Funktionen und gemeinschaftlich genutzt. So gibt es beispielsweise ein Gemeinschaftsschlafzimmer und Ampelräume, in welche Menschen sich zurückziehen können, um Privatsphäre zu haben.

Die politische Arbeit
Thematisch legen wir Wert darauf keine „single issue politik“ zu betreiben, weil wir verschiedene Unterdrückungs- und Ausbeutungssysteme im Zusammenhang sehen. Momentan liegen die thematischen Schwerpunkte im Alternaria auf gesellschaftlicher Tierbefreiung und radikaler Ökologie, es ist aber absolut möglich und gewünscht auch andere Arbeitsfelder von hier aus anzugehen.
Methodisch wollen wir auf ein möglichst breites Spektrum, etwa Protest, Widerstand sowie auf Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zurückgreifen.
Auch im Alternaria selbst wollen wir Alternativen zum Kapitalismus ausprobieren und versuchen, Abhängigkeiten, z.B. von Lohnarbeit, abzubauen. Z.B. soll auch das Thema Ernährungssouveränität beackert werden, sowohl im theoretischen als auch im handfesten Sinne. Eine wöchentliche Vokü in Herford wird von hier aus organisiert.
Auch an weiterer Vernetzung mit anderen linken Projekten und Gruppen sind wir interessiert.

Und sonst so
Neben oder auch in Verbindung mit der politischen Arbeit soll Raum sein für Kunst in all ihren Formen, gemeinsames Lernen, und vieles andere.
Die Bewohner_innen leben alle vegan/freegan und streben einen emanzipatorischen Lebensstil an, versuchen also die Unterstützung von Ausbeutung zu umgehen. Um sich hier wohlfühlen zu können wünschen sich die Menschen die hier leben, dass keine gekauften Tierprodukte und auch kein containertes Fleisch mitgebracht werden.