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http://radioberg.de/berg/rb/693333/p.../am_nachmittagAuch Tiere können weinen - das weiß der Ex-Schlachter Hubert Liebertz aus Rösrath aus seinem Job. Das Leid der Tiere hat er nicht ausgehalten.
Die Tiere wissen, was ihnen bevorsteht, erklärt uns Hubert. Sie leiden, haben Schmerzen und Angst. Als ein Kalb vor ihm stand und eine Träne aus dem Auge lief, hat der Rösrather spontan die Brocken hingeworfen - in derselben Minute noch. Dem Chef die Kündigung zugerufen und ist nach Hause gegangen.
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Sehr "menschlich" habe ich gedacht als ich den text gelesen habe, bis ich merkte, dass menschlich leider nicht der richtige Ausdruck ist....
Ich war bei einer Schlachtung dabei und mir fiel auf, dass die Schweine in meine Richtung guckten. Sie waren eingepfercht in einer Ecke und mir kommt die Sache im nachhinein etwas unheimlich rüber. Die Blicke habe ich noch ziemlich vor Augen und ich frage mich schon, wie ich danach noch Fleisch essen konnte.
Du warst wie die meisten von uns einfach an das System angepasst.
In meiner Jugend habe ich an sehr vieles Gedacht und habe Tierquäler verabscheut.
Sogar ein Referat habe ich über das Thema gehalten.
Trotzdem saß ich nach der Schule am Essens-tisch und habe mir von meiner Mutter das Fleisch reichen lassen.
Wenn dich jemand mitgenommen hätte und dir vorher gesagt hätte wie schlimm das gleich ist, hättest du vorher aufgehört Tiere zu essen.
Doch man ist ja in eine Schlachterei gegangen unter den Vorwand, dass das richtig sei und man dort was lernen könnte *blabla
Du hast dich wenigstens freiwillig entschieden, ich bin die erste Zeit unfreiwilliger Vegetarier gewesen und erst später habe ich gemerkt, dass das der Richtige weg ist.
Als ich in der Klasse erzählte, dass ich im Schlachthaus war, erntete ich von einem Mädchen einen ziemlich bösen Moralapostel-Spruch. Sie schob sich übrigens davor ein Stück Wurst in den Mund. Das habe ich dann auch kommentiert. "Woher meinst Du kommt Deine Wurst?". Und zu wissen woher die Wurst kommt ist für mich wichtig um es mir ins Gedächtnis zu rufen.
Ok, das die Mädels bei mir wahrscheinlich gesagt hätten wie widerlich das ist, zu sehen wie ein Tier getötet wird, kann ich mir gut vorstellen.
Das diese Mädchen diese Aussage machen, um das Leid des Tiers zu mindern glaube ich eher weniger.
Meist geht es doch nur um den eigenen Ekel im Schulalter, ansonsten hätte dieses Mädel sich bestimmt kein Stück Wurst in den Hals gestopft.
Kann natürlich auch sein, dass sie nicht ganz helle im Kopf war und wirklich nicht wusste was sie da grad aß.
Es ging schon darum, dass die armen Tiere leiden beim Schlachten. Sie war vielleicht auch etwas verwirrt an dem Tag.
Die Mitarbeiter der Metzgerei haben zudem alle Klischees bedient. Der Schlachter hat dann auf den Schweinehälften geboxt und hat ganz lässig demonstriert wie er von weiter weg Fleischstücke in eine Schüssel werfen kann ohne mich zu treffen (ich stand neben der Schüssel). Das fand ich gruselig.
Kann ich gut verstehen, ich bin da für ein Mann auch eher zart besaitet.
Ich würde gern wissen ob dein damaliger Schlachter überhaupt keine Gewissensbisse hat, oder ob er wirklich so abgestumpft ist.
Kurz weg vom Thema: (irgendwie ist es mir beim schreiben eben eingefallen)
Wegen den Abstumpfen, ich hatte eine nette Diskussion unter Männern, dass keiner von uns Frauenarzt werden könnte,
weil wir zu viel angst hätten gegenüber den weiblichen Geschlecht abzustumpfen und unsere eigenen Freundinnen nicht mehr attraktiv finden würden.
Ja ich weiß scheiß Thema, aber mal ganz ehrlich was geht in einen Mann vor der Frauenarzt wird^^
"Mein" Schlachter () schien eher mit anderen Themen beschäftigt zu sein als mit Tierrecht etc. Er war auch noch relativ jung.
Mein ehemaliger Frauenarzt ist ein iranischer Casanova. Aber er hat seinen Job gut gemacht.
Geändert von Ophelia (12.01.2012 um 14:56 Uhr)
Ich gehe einfach mal davon aus, dass irgendwann Tabak, Alkohol und Fleisch komplett verboten wird ;-)
Ok, dass würde mich als Frau anwidern glaube ich
Er war sehr gelassen, das hat mir gefallen. Frauenärztinnen die ich erlebt habe waren eher hysterisch.
Zum Thema : Ich würde nicht mehr in ein Schlachthaus gehen um zuzuschauen. Dazu fehlt mir zu sehr die Distanz und es würde mir zusetzen.
Auf der einen Seite verständlich auf der anderen Seite muss ich sagen, dass wir glück haben das es Menschen gibt die damit kein Problem haben!
Ansonsten würde es ja niemanden geben, der sich für die Tiere auch direkt beim Schlachter einsetzen könnte.
Welches Video meinst du? Habe bei der Suche nach "Chicken" und "Jamie Oliver" nur dieses gefunden, übrigens auch sehenswert
Tante Edit hat es eben gefunden. Was ich nicht ganz verstehe, warum bist du danach Vegetarierin geworden? Die Küken werden doch auch für Vegetarier vergast![]()
Geändert von Fuchs (12.01.2012 um 18:53 Uhr)
Also eigentlich ist vegan nicht kompliziert. Das ist doch ganz einfach![]()
Bei mir hatte das Video komischerweise einen ganz anderen Effekt, ich bin scheinbar durch die ganzen Videos die ich mir hier bisher reinziehen musste schon derart abgestumpft, dass mich die Küken ziemlich kalt gelassen haben. Das einzige, dass mich angeekelt hat waren die Heuchler, die dabei betroffen zugesehen haben. Selbst den "Schlachtern" war es scheinbar unangenehm dies vor allen Leuten zu präsentieren. Toll wie Jamie Oliver die alle entlarvte.
Er wird es bestimmt nicht bereuen müssen. Das ekelhafte Gemetzel sollte sofort aufhören.
Nun, so sehr selten ist das nicht- auch ich habe als 16 jähriger ein Erlebnis gehabt das mein Leben doch sehr beeinflusst hat.
1956 lernte ich einen sehr guten und über die Grenzen unserer Stadt Zittau bekannten Chefarzt unserer Chirurgie des Krankenhauses kennen. Dieser hatte das Privileg in den Alpen jagen zu dürfen und zu können. Eines Tages, er hatte mich wieder mal zum Kaffee eingeladen sagte er mir, er würde ab sofort nicht mehr jagen gehen, nun dies verwunderte schon, da in seiner Villa das ganze Haus voller seiner Jagd Trophäen - Geweihe- ausgefüllt war.Und er erzählte mir seine Geschichte. Bei seinem letzten Besuch in Berchtesgaden und seinem bevorstehendem Abschuss hat ihn der Blick des Tieres schlagartig verändert- das Tier blickt ihn an -den Mörder, er konnte diesem Blick nicht standgehalten und hat die Jagd zeitlebens aufgegeben.
Mein Leben hat es aber leider seiner Zeit noch nicht so verändert Vegetarier zu werden. Dazu brauchte es noch mehr ,Denkanstöße,-aber seit 24 Jahren habe ich es geschafft und nicht einen Moment bereut-übrigens in keiner Hinsicht.
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