Vegetarierforum.com ist ein Treffpunkt für Vegetarier und Veganer.
Ungefähr ein Siebentel der Weltbevölkerung, circa 1 Milliarde Menschen, leidet an den
Folgen von Unterernährung. Jeden Tag sterben viele von ihnen an den Folgen des
Nahrungsmangels. 30 % des Festlandes, der Erde, werden als Weideland oder zur
Tierfuttererzeugung genutzt. Zusätzlich wird ein großer Teil der Weltgetreideernte
zur Herstellung von alkoholischen Getränken, Bioethanol und Biokunststoff
verwendet. Die Weltgetreideernte betrug 2011 circa 1,7 Milliarden Tonnen
( Ohne die Reisernte ).
http://www.agrarheute.com/icg-weltgetreideernte
Rechenbeipiel :
1,7 Milliarden Tonnen Getreide : 7 Milliarden Menschen : 360 Tage = 674 Gramm.
Jeder Mensch würde, wenn das Getreide gleichmäßig unter der Erdbevölkerung
aufgeteilt werden würde, 674 Gramm pro Tag erhalten. Zusätzlich stünden jedem
Menschen etwa 269 Gramm Reis pro Tag zur Verfügung.
( 2009 wurden weltweit 678,7 Mio. t Reis geerntet ).
http://de.wikipedia.org/wiki/Reis
Rechenbeipiel :
Ein Mensch, der täglich zusätzlich etwas Obst oder Gemüse verzehrt, kann von 250g Weizen, oder anderem Getreide, pro Tag leben. Eine Tonne Weizen kann man heute in Deutschland ab 202 € kaufen.
http://www.agrarfax.de/index.php?opt...d=53&Itemid=60
250g Weizen kosten also nur wenig mehr als 5 Cent.
Für 1 Milliarde Menschen, 250g Weizen zu kaufen, würde also etwa 50,5 Millionen Euro kosten. In Deutschland leben etwa 80 Millionen Menschen. 50,5 Millionen Euro : 80 Millionen Menschen = 0,63 Euro. Jede(r) deutsche Einwohner(In) müsste täglich
nur 63 Cent bezahlen, damit für jeden der 1 Milliarde hungernden Menschen, täglich 250g Weizen gekauft werden könnte. Das wären monatlich 18,90 €, jährlich 226,80 €.
Deutschland wäre also alleine, ohne großen finanziellen Aufwand in der Lage, für alle unterernährten Menschen der Erde
genügend Getreide zu kaufen, um sie vor dem Hungertod zu retten.
Mit Hilfe der anderen Staaten der Erde, wäre es ein Kinderspiel jedem Menschen eine ausreichende Ernährung zu bieten.
Die Bevölkerungzahl der Erde würde wahrscheinlich, wenn kein Mensch hungern müsste, stabil bleiben oder sinken. Steigender materieller Wohlstand führt meist zu einer sinkenden Geburtenrate.
Um die hungernden Menschen mit Nahrung zu versorgen, müsste in vielen Fällen keine Nahrung, z.B. von Deutschland, zu ihnen transportiert werden, sondern es müssten lediglich Nahrungsmittelexporte ihres Heimatlandes gestoppt oder reduziert werden
oder die dortige Nahrungsmittelerzeugung optimiert werden. Wenn ein Staat nicht ohne Nahrungsmittelimporte auskommen könnte, wäre dies bei effizienter Organisation des Nahrungsmitteltransports kein Problem und könnte eventuell, durch Export von Non-Food-Waren ausgeglichen werden. Die globalen Gütertransportkosten würden mit Sicherheit durch das Anwachsen der
sozialen Gerechtigkeit sinken.
Endlich hat jemand brauchbare Ideen um den Welthunger zu bekämpfen.
ironie - ironie - ironie- ironie - ironie <--
Eine gute Gelegenheit ist schwer erlangt und leicht versäumt.
-jap. Sprichwort
wobei in der Rechnung zu berücksichtigen ist, ob der Getreidepreis Viehfutterqualität hat oder für den menschlichen Verzehr geeignet wäre?
Das Herz kennt Gründe, von denen der Verstand nichts weiß (Blaise Pascal)
hallo,
aber jetzt gebt euch mal das:
http://www.adipositas-stiftung.de/cm...-weltweit.html
http://www.uni-protokolle.de/Lexikon...n%E4hrung.html
Das ist wirklich traurig. Aber fast alle der adipösen Menschen hatten und haben
eine bessere Chance, ein vernünftiges Leben zu führen, als verhungernde Kinder
und Erwachsene denen Niemand hilft und die sich beim besten Willen nicht
selbst helfen können, weil ihr Lebensraum ihnen keine ausreichende Grundlage
bietet, um Überleben zu können. Ausgewogene Vegane Ernährung, in
ausreichender Menge, wäre sowohl für untergewichtige als auch für
übergewichtige Menschen rettend. Immerhin hat z.B. auch die
Wanderviehhaltung, in einigen Regionen Afrikas, zur dortigen
Vegetationsverminderung beigetragen und ist deswegen für die dort herrschende
Trockenheit mitverantwortlich.
Geändert von Matthias Jaurich (12.01.2012 um 23:16 Uhr)
Hallo,
und Nahrungsmittelabfälle nach Afrika zu schaffen, zerstört die dortige Wirtschaft. Hühnerteile z.B. die die Europäer nicht essen, werden tiefgekühlt nach Afrika geschafft, werden dort oft ungekühlt gelagert, infizieren sich mit allen möglichen Fäulnisbakterien und werden dann dort billig auf Märkten verkauft. Gleichzeitig müssen wegen dieser "hilfslieferungen" afrikanische Unternehmer in der hühnerwirtschaft, die Arbeitsplätze und eine sinnvolle Wirtschaftsstruktur schaffen, ihre Unternehmen schliessen.
Das ist unethisch, und damit meine ich nicht die Geflügelwirtschaft, sondern diese Hilfslieferungen. Vegane ernährung ist kein Alllheilmittel. Was den hunger, und Mangelerscheinungen wie Kwashiorkor und Marasmus bekämpft, ist eine stabile Binnenwirtschaft in Afrika und anderen betroffenen regionen, die nicht immer wieder durch die Profitsucht von herzchen wie der europäischen lebensmittelindustrie oder meinem lieblingschemiekonzern mon... cherie zerstört wird.
Und bezüglich der adipösen: Öhm, es ist nicht traurig, das diese menschen dick sind. Die meisten Adipösen führen ein ganz gutes Leben. Warum auch nicht? Dicksein ist ein gewichtszustand, kein Lebenszustand.
Es ist nur so, dass mittlerweile (steht im zweiten Thread) mehr Menschen Adipös sind als an hunger leiden. das ist, was völlig krank ist...
Hunger hat viele Gesichter. Unter- und Fehlernährung heißen dabei nicht zwangsläufig, dass die Menschen klapperdürr und mit Hungerbäuchen durch die Gegend ziehen. Auch Übergewicht kann eine Form von Fehlernährung sein. Sieht man sich gerade von Armut stark betroffene Gebiete an, dann gibt es dort auch Menschen, die adipös sind und trotzdem unter einer Mangelernährung leiden. Wer sich z.B. überwiegend von Getreidebrei ernährt, dazu aus Geldmangel den Ernährungsplan nur selten um Fleisch, Gemüse und Obst erweitern kann, kann zwar durchaus dick werden, ist aber trotzdem mangelernährt.
Übergewicht ist auch in der westlichen Welt oftmals ein Problem der unteren Schichten, geht dabei nicht selten einher mit diversen Mängeln.
Hallo,
menschen mit Hungerbäuchen leiden unter Kwashiorkor. Die Leute sind extrem dürr, haben aber durch wassereinlagerungen extrem aufgetriebene Bäuche.
Mangelernährung hat auch viele gesichter. So gibt es noch immer in Jodmangelgebieten wie in den Anden oder früher im Süden deutschlands Kropfbildungen. Adipöse können sich nährstoffreich, oder mit starkem Nährstoffmangel ernähren. Gewicht hat mit mangelernährung nur bedingt etwas zu tun, da hast du natrülich recht.
Wie das forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund 2007 feststellte, ist es unmöglich, mit hartz 4 ein kind von 8-9 jahren und älter mit ausreichend nährstoffen zu versorgen.
das macht mich so wütend, das wir hier mehr als genug haben, wegschmeißen und vergammeln lassen und es Menschen gibt die sterben, weil Sie gar nix haben -.-
Wir quälen die Tiere und die Menschen, nur weil "Fleischesser" billiges Gammelfleisch wollen, ahhhh -.-
!! respekTIERen !!
Matthias, auf was beziehst du deine Aussage?
"Es rieselt ihm auch nicht trüb-mürbe das Gehirn aus der Nase, was ein Gehirn anstandshalber tun sollte, nachdem es sowas gedacht hat... Nein, er sagt es einfach so, als würde er es wirklich glauben."
Zu viele Menschen!
... no business like show business
www.pk-one.com
Dagegen würde nahrungsmangel doch helfen....
Jetzt ernsthaft: seit wann ist deutschland der weltretter? Was ist mit USA? China, der künftigen Wirtschaftsmacht?
@Matthias: ich will dich nicht angreifen, ich verstehe es nur einfach nicht: Wenn Deutschland für dich soo schlimm ist, warum ziehst du nicht weg? Oder bist du schon ausgewandert?
Ich glaube, deutschland macht insgesamt viel falsch, aber es macht auch einiges richtig. Und einem Land (irgendeinem, das ist nämlich völlig wurst welchem) die schuld für alles über der Welt in die Schuhe zu schieben, bringt auch nichts.
Alle Tiere sind gleich. Aber manche sind gleicher.George Orwell
Die gerade Linie ist gottlos.
Friedensreich Regentag Dunkelbunt Hundertwasser
!! respekTIERen !!
Zum Beispiel auf Waffenexporte
http://www.juergengraesslin.com/inde...2011-08-29.htm[/URL]
Förderung von Biodieselerzeugung im Ausland und Import von Biodiesel durch
die BRD.
Import von Kaffee- und Kakaobohnen, die von ArbeiterInnen kultiviert und
geerntet wurden welche oft pro Arbeitstag nicht nicht einmal soviel Lohn
bekommen, dass er dem durchschnittlichen Stundenlohn eines deutschen
Arbeiters entspricht.
Import von großen Mengen an Getreide und Sojabohnen durch die BRD, um
billiger Tiere mästen zu können.
Organhandel.
Import von Baumwolle, bei deren Anbau Pestizide eingesetzt werden, die in der EU verboten sind und von ArbeiterInnen ausgebracht werden, welchen oft keine Schutzkleidung zur Verfügung gestellt wird.
Import von Kohle durch die BRD, um Kohlekraftwerke betreiben zu können, wodurch schon unzählige Arbeiter ums Leben kamen (z.B. in der Atacama Wüste). Etc..
Geändert von Matthias Jaurich (17.02.2012 um 02:47 Uhr)
Es gibt in allen Nationen Menschen, die in großem Maße für die Mißstände, welche auf der Erde herrschen, mitverantwortlich sind. Diese Menschen interessieren sich meist wenig für vegetarische Ernährung. Deutschland die Alleinschuld an den globalen Problemen zu geben wäre mit Sicherheit ebenso falsch, wie auf das Lösen der globalen Probleme zu verzichten, weil auch andere Staaten an deren Existenz mitschuldig sind. Chinesische Firmen, bezahlen ihren afrikanischen ArbeiterInnen übrigens meist relativ hohe Löhne, was mancherorts zu einem allgemeinen Steigen der Löhne führte.
Hallo,
soweit stimme ich dir zu matthias.natürlich müssen die probleme gelöst werden, keine Frage. Aber da ein interesse an vegetarischer ernährung als einen Punkt zu nennen, ist gerade bei europäischen Staaten, die "fleischfresser" sind, in meinen Augen dennoch wirklichkeitsfremd. Natürlich könnte man durch eine weitgehend vegetarische oder vegetarische Ernährung Probleme lösen, allerdings ist fleischkonsum gerade in bestimmten Schichten (und ernährung ist schichtabhängig, machen wir uns nichts vor) Teil der identität. Menschen sind Omnivoren, keine Pflanzenfresser. In unserer Kultur von einem grossen teil bzw. allen vegetarische ernährung mit noch so guten gründen zu verlangen, kann zumindest zum jetzigen zeitpunkt nur schiefgehen. Dazu ist ernährung zu tief in Kultur, schicht, tradition etc. verankert. So eine entwicklung braucht zeit. Beispiel Frauenrecht: Was in der europäischen Kultur nach teilweise deutlich fortschrittlicheren Antiken kulturen Leute wie Paulus und thomas von Aquin verbrochen haben, konnten erst zwei Weltkriege und "emma" wieder hinbiegen...
Alle Tiere sind gleich. Aber manche sind gleicher.George Orwell
Die gerade Linie ist gottlos.
Friedensreich Regentag Dunkelbunt Hundertwasser
Axolotl> Welche antiken Kulturen wuerdest du in Bezug auf Frauenrechte als fortschrittlich bezeichnen sorry fuer Tastatur
230 Euro für einen Kindersklaven - Fairtrade Schokolade schmeckt besser
Es ist auch ein Fakt, dass wir mit unserem Billiggemüse anderen die Lebensgrundlage wegfuttern.
Ich will damit nur sagen, dass es mir überhaupt nicht gefällt, wenn man rumschreit wei schlimm die Zustände sind und dann meint, es wäre mit "kein Fleisch essen" getan.
Viele schmücken sich damit dass sie mitfühlend sind und die Ungerechtigkeit nicht ertragen können, aber morgen greifen dann doch wieder alle bei den 1,49 Tomaten zu...
Tut mir leid dass es jetzt dich trifft, bitte nimm es mir nicht zu übel sondern lieber dir zu Herzen, aber diese Mitleids-Heuchelei geht mir sowas von auf den Keks!
Wer wirklich etwas verändern will engagiert sich politisch, macht auf das Thema aufmerksam, wählt die richtigen Parteien und unterstützt durch sein gesamtes Konsumverhalten eine faire Ressourcenverteilung.
Solange wir hier weiter ohne groß nachzudenken zu LIDL, Aldi, H&M, C&A und Co rennen, haben wir eigentlich nicht das Recht rumzuflennen.
Wir sind schuld, wir können was ändern.
Aber 99,9% aller Heuler sind im Alltag dann eben doch zu faul und zu sehr an ihren normalen Luxus gewöhnt.
"Es rieselt ihm auch nicht trüb-mürbe das Gehirn aus der Nase, was ein Gehirn anstandshalber tun sollte, nachdem es sowas gedacht hat... Nein, er sagt es einfach so, als würde er es wirklich glauben."
@Rippy: das Alte Ägypten beispielsweise. Frauen konnten dort ein geschäft haben, arbeiten, waren deutlich gleichberechtigter als Frauen im europäischen mittelater oder deutsche frauen bis in die fünfziger sechziger Jahre hinein, deren Mann ihnen ohne ihre Zustimmung den Job kündigen konnte.
teilweise gibt es auch Ansätze im Alten greichenland, beispielsweise Sappho, die auf lesbos eine mädchenschule betrieb...
Alle Tiere sind gleich. Aber manche sind gleicher.George Orwell
Die gerade Linie ist gottlos.
Friedensreich Regentag Dunkelbunt Hundertwasser
Klingt interessant! Von den Griechen war mir bisher nur eine sehr Frauenfeindliche Einstellung bekannt
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Hallo,
im großen und ganzen waren die alten griechen auch eher frauenfeindlich. Aber da gabs noch so was nettes wie die Philosophie, die nicht nur aus Schwachmaten bestand, und so konnten einige wenige gebildete frauen auch durchaus halbwegs angenehm leben. Und wurden teilweise selbst Philosophinnen.. das alte Ägypten ist die frauenfreundliche Kultur (zumindest im großen und ganzen) und auch in Mesopotamien, bspw. babylon waren Frauen teilweise fast gleichberechtigt und hatten deutlich mehr freiheit als viel viel später...
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