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http://www.ndr.de/regional/niedersac...schlag149.htmlIm östlichen Niedersachsen ist erneut ein Brandanschlag auf eine im Bau befindliche Hähnchenmastanlage verübt worden. Ziel der Täter war diesmal ein Gebäude in Schnega im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Die Polizei geht nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen davon aus, dass das Feuer aus politischen Motiven gelegt wurde. Ein Sprecher sagte, der Verdacht liege nahe, da die Hähnchenmastanlage von Tierschützern heftig kritisiert wurde.
Mann ist das ein trüber Bunker. Ob die Hähnchen traurig sind, dass sie nicht in ihr neues Eigenheim umziehen dürfen? *Witz-Modus aus*
Seid Ihr Vegitarier seit leidet ihr an haufen Weise Mängel!einself
Ich finde ja schade, dass in den Medien immer von Tierschützer statt von Tierrechtler die Rede ist![]()
Ich weiß, ich bin echt doof, aber ich musste bei der Überschrift an Grillhänderl denken...
Spaß beiseite, es wäre wirklich toll wenn solche Aktionen was bringen würden, ich fürchte aber da wird nur eine Versicherung tief in die Tasche greifen und dann steht da bald wieder alles.
Außerdem bin ich bei Vandalismus immer kritisch, egal gegen wen es sich richtet.
Aber wenn man das Zündeln partout nicht lassen kann, dann sollten schon solche Tierfabriken brennen.
Trotzdem, lieber wäre es mir, man könnte durch Vernunft überzeugen, nicht durch Gewalt.
"Es rieselt ihm auch nicht trüb-mürbe das Gehirn aus der Nase, was ein Gehirn anstandshalber tun sollte, nachdem es sowas gedacht hat... Nein, er sagt es einfach so, als würde er es wirklich glauben."
Das geht aber besser!
"Es rieselt ihm auch nicht trüb-mürbe das Gehirn aus der Nase, was ein Gehirn anstandshalber tun sollte, nachdem es sowas gedacht hat... Nein, er sagt es einfach so, als würde er es wirklich glauben."
Eben.
Ich bin fest davon überzeugt, dass man mit solchen Aktionen niemanden für die "gute Sache" gewinnen kann.
Habe erst gestern einen Bericht über Mastanlagen gesehen, für viele Leute hängt da ein Arbeitsplatz dran, die werden richtig sauer, wenn man den anzündet. Es ist immer besser den Leuten Alternativen zu geben. Ich kann das leider nicht, darum zünde ich nichts an und versuche weiterhin an Hirn und Herz zu appellieren.
Wenn ich in einem freien Land jemandem mächtig eine reinhau und dann sage "ab jetzt mach es so wie ich will", was wird wohl die Reaktion sein? Richtig, Trotz... Jetzt erst recht!
Man kann nicht mit Gewalt arbeiten und dann behaupten man würde auf der guten Seite stehen.
Wer auf Gewaltakte zurückgreifen muss, dem sind die Argumente ausgegangen.
"Es rieselt ihm auch nicht trüb-mürbe das Gehirn aus der Nase, was ein Gehirn anstandshalber tun sollte, nachdem es sowas gedacht hat... Nein, er sagt es einfach so, als würde er es wirklich glauben."
ich überleg es mir ;)
Meinst du, dass in der Definition von TierrechtlerInnen das Abfackeln von Gebäuden inkludiert ist oder was?Ich finde ja schade, dass in den Medien immer von Tierschützer statt von Tierrechtler die Rede ist
Ich glaube ehrlich gesagt, unter Tierrechten versteht man was anderes.
"Die Speisekarte in der Hand,seh ich über den Tellerrand[...]
die Würde des Schweins ist unantastbar." (Reinhard Mey)
Per Definition sicherlich nicht, bekannte Vertreter schrecken allerdings auch nicht vor illegalen Aktionen zurück.
BrandstifterInnen nenne sich die, die Brände legen, die TierrechtlerInnen setzen sich für die Rechte der Tiere ein - steht eigentlich schon so im Namen...
Nur weil es - zumindest in unserem Land - gerade Mode hat, jede Straftat mal eben einer/m TierrechtlerIn in die Schuhe schieben zu wollen, heisst das noch lange nicht, dass das der Fall ist. Wobei ich mich mit mit den Vorgängen in dieser Anlage noch gar nicht auseinandergesetzt habe.
In jedem Fall aber schließen Tierrechte Menschenrechte mit ein und somit meines Erachtens eindeutig Brandanschläge aus.
Hast du dich eigentlich schon mal mit Tierrechten beschäftigt?
"Die Speisekarte in der Hand,seh ich über den Tellerrand[...]
die Würde des Schweins ist unantastbar." (Reinhard Mey)
Wir sind weit davon entfernt jede Straftat einem Verfechter der Tierrechte anzuhängen. Nachweislich werden solche Anschläge aber von Leuten aus jener Szene verübt (Bsp. ALF).
Ein Wenig, derzeit bereitet mir die Durchsetzung der Rechte von natürlichen sowie juristischen Personen aber genug Schwierigkeiten. Tierrechte (nach Singer & Co) scheinen mir in diesem Jahrhundert unrealistisch.
Geändert von Fuchs (17.12.2011 um 12:35 Uhr)
nur zur Klarstellung: ich bezog mich hier auf Österreich, weil ich von dort komme.Nur weil es - zumindest in unserem Land - gerade Mode hat, jede Straftat mal eben einer/m TierrechtlerIn in die Schuhe schieben zu wollen
Ich verstehe nicht ganz, warum du denkst, BrandstifterInnen seien eher TierrechtlerInnen als TierschützerInnen (oder vielleicht genervte AnwohnerInnen, oder oder oder..) und betonst, dass hier von TierrechtlerInnen anstatt TierschützerInnen gesprochen werden muss (obwohl Tierrechte, wie gesagt, Brandanschläge - zumindest nach meinem Verständnis - und ich glaube auch nach Singers? aber das weiss sicher jemand anderes genauer - ausschließen)
Die Frage, ob du dich mit Tierrechten beschäftigt hast, bezog sich nicht auf deren realistische Umsetzung, sondern darauf, dass ich eben nicht verstehe, wie du darauf kommst, dass TierrechtlerInnen Brandstiftungen begehen.
Genauso könnte ich behaupten, man müsse schreiben, es handelt sich bei den Anschlägen um männliche Täter oder um deutsche StaatsbürgerInnen um zu suggerieren, Männer oder Deutsche würden mal eben gerne Gebäude abfackeln.
Dass es offenbar in manchen Ländern Menschen gibt, die glauben, Brandanschläge würden die "Befreiung der Tiere" fördern, ist schlimm genug, mit Tierrechten hat das aber wie gesagt nichts zu tun.
Geändert von PoweredByTofu (17.12.2011 um 13:24 Uhr)
"Die Speisekarte in der Hand,seh ich über den Tellerrand[...]
die Würde des Schweins ist unantastbar." (Reinhard Mey)
Ich rede nicht von Brandanschlägen generell, sondern von gezielten Anschlägen auf Mastanlagen/Forschungsreinrichtungen welche von radikalen Tierrechts-Vereinigungen wie z.B. der ALF ausgeübt werden. In den Medien wird hier meiner Meinung nach nicht genügend differenziert, es ist sind einfach alles Tierschützer. Mit Tierschutz hat das allerdings nichts zu tun, beim Tierrecht setze ich mal ein Fragezeichen.
Zur Erinnerung: Das "Zufügen ökonomischer Schäden für alle jene, die von der Not und der Ausbeutung der Tiere profitieren" steht in den Grundsätzen der ALF. Singer bezeichnet das übrigens als zivilen Ungehorsam und rechtfertigt illegale Mittel als Erweiterung der legalen Mittel, um echte demokratische Ergebnisse (was auch immer das bedeutet) sicherzustellen.
Ich weiss nicht wie es euch dabei geht, aber mir läuft es spätestens hier eiskalt den Rücken runter. [Quelle]
Geändert von Fuchs (17.12.2011 um 13:30 Uhr)
Nun in dem Fall halte ich Singer's Position hier für falsch.
Bin ich jetzt Tierrechtlerin oder Tierschützerin?
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die Würde des Schweins ist unantastbar." (Reinhard Mey)
Das freut mich. Singer und andere Vordenker der Tierrechtsbewegung vertreten auch noch andere fragwürdige Positionen, aber das ist ein anderes Thema. Ob du dich nun Tierrechtlerin oder Tierschützerin nennen willst musst du selber wissen.
Geändert von Fuchs (17.12.2011 um 13:58 Uhr)
Ich denke du willst nicht verstehen, was ich dir sagen will.
Ein letzter Versuch: Nehmen wir an, ich wäre TierschützerIn, natürlich gegen Tierrechte und für Brandanschläge - wäre die Behauptung, TischützerInnen könnten den Brand gelegt haben, dann richtiger?
Ich bin ja wirklich gespannt, was da rauskommt - beim "Tierschützerprozess" haben die JägerInnen damals ja glaub ich ihre Jagdhütte selbst versehentlich abgefackelt. (Könnte auf JägerInnen als TäterInnen hindeuten, nicht...)
"Die Speisekarte in der Hand,seh ich über den Tellerrand[...]
die Würde des Schweins ist unantastbar." (Reinhard Mey)
Bis eben hatte ich das Gefühl dich gut zu verstehen. Allerdings stehe ich bei deiner letzten Frage wirklich auf dem Schlauch. Kannst du das für mich umformulieren? Tierschützer verüben schliesslich keine Brandanschläge und sind auch nicht gegen Tierrechte (im juristischen Sinne).
Warum unterscheidest du dann zwischen TierrechtlerInnen (die mit den Brandanschlägen) und TierschützerInnen (die, die keine verüben).
"Die Speisekarte in der Hand,seh ich über den Tellerrand[...]
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Weil Tierrecht und Tierschutz bis auf eine Schnittmenge in den Interessen (Wohl der Tiere) nicht das gleiche ist. Es gibt meines Wissens keine Natur/Tierschutzorganisation die Gewalt in irgend einer Form toleriert. Umgekehrt vertreten die Mitbegründer der Tierrechtsbewegung/Tierbefreiungsbewegung radikale und fragwürdige Positionen die Gewalt als Mittel begreifen um ihre Interessen durchzusetzen, Bsp. ALF und SHAC.
Du hast es ja selbst gesagt, auch "Tierschutzorganisationen" wollen oftmals Tierrechte. Ich hab übrigends letztens ein neues Wort gehört "konsequenter Tierschutz", dass ist dann Tierschutz, der anscheinend Tierrechte erreichen will oder so. (Kann mich nicht mehr an die genaue Definition erinnern ;-))
Dann kann man ja wieder trennen in Abolitionismus vs Reformismus.
Also vielleicht fragst du ja die BrandanschlägerInnen dann, welcher der beiden "Bewegungen" sie angehören um in Zukunft die mögliche TäterInnengruppe noch genauer einzugrenzen.
Die TäterInnen sollten bestraft werden, nicht die Idee, hinter der sie sich verstecken, wie auch immer man die dann nennen mag
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Rechte für Tiere ist hier nicht mit Tierrechten zu verwechseln. Tierschützer wollen die gesetzlichen Rahmenbedingungen wie z.B. die Haltungsbedingungen verbessern. Tierrechtler stellen jedes Tier dem Menschen grundsätzlich gleich, deshalb fordern sie die gleichen Grundrechte auch für Tiere. Das ist meines Wissens nicht Ziel des Tier- und Artenschutzes. Die Tierrechtler bezeichnen sich dabei selber gerne als "konsequente Tierschützer". Interessant dabei ist hier die Parallele zum Veganismus.
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