Vegetarierforum.com ist ein Treffpunkt für Vegetarier und Veganer.
Ich klink mich dann auch mal kurz ein...
Ich bin grundsätzlich gegen Zoos im klassischen Sinne und auch die dort betriebene Arterhaltung, die nicht zu Wiederauswilderungszwecken gemacht wird. Wildparks (mit Tieren, die in dieser gegend heimisch sind) usw. finde ich wie koerschken und auch aus den von ihr genannten Gründen gut.
ich lehne Tierhaltung eigentlich ab, sehe aber, dass es bei den ganzen Notfellen (absichtlich so geschrieben) in unserer Gesellschaft nicht anders geht und ahbe auch selber 5 Ratten ein zu Hause geschenkt. Zucht und Vermehrung von Haustieren finde ich unter aller Kanone und sehe aus Gesprächen mit Menschen, die sich für solche Tiere entscheiden immer nur die Bequemloichkeit und den Egoismus des "Käufers" als Hauptmotivation für die Anschaffung eines gezüchteten Haustieres.
Zur Ernährung der verschiedenen Tierarten kann ich nichts allzu fundiertes Beitragen. Meine Tiere sind kleine Omnis, die zu wenig Blut haben, um es regelmäßig abnehmen und beim TA untersuchen zu lassen, würde ich sich vegetarisch oder vegan ernähren. Also lass ich das.
Hätte ich eine waschechten Carnivoren wie z.B. Katze oder Frettchen, müsste ich aus meiner Sicht wohl Fleisch und Futtertiere verfüttern. Deshalb kann ich einem solchen Tier kein Heim schenken.
Hunde sind ja Beutegreifer und vertragen auch tierische Produkte und gekochte Pflanzen. Da würde ich mir ein gutes Barf-Buch leisten und mal schauen, ob man diese Ernährung nicht durch Schlachtabfälle beim Metzger mit tierischen Produkten und Pflanzen nachbauen kann. DAs reine Muskelfleisch, das uns ja so verkauft wird, hat eh zu wenig Nährstoffe für das Tier...
Momentan steck ich auch in der Zwickmühgle meinen Tieren Fleisch geben zu müssen, da sie ein bestimmtes medikament bekommen, das ich ausschließlich mit Fleischbrei verabreichen kann, da es ansonsten nicht genommen wird (Die Testreihe dazu war 50 Euro teuer, sehr aufwändig und führte nur zu diesem Ergebnis) Was soll man da machen? Zusehen wie das eigene Tier immer kränker wird?
Ich kann das in dem Moment nicht...
Hi, @koerschken: Und woher hat die Doku das Wissen? Vom lieben gott abgeschrieben?
Nein. Biologen untersuchen Mageninhalte, ethologen chippen die tiere, Ranger etc. teilen ihre erfahrungen mit. Ohne wissen (nicht aus einem Zoo, so war das nicht gemeint) kann man kein tier schützen, und auch kein sinnvolles Biotop erhalten. Die meisten Leute lesen doch nicht, was in einem Zoo nebendran steht, da geht es um den Schaueffekt. Trotzdem hilft dieser schaueffekt, andere, sinnvolle Projekte zu unterstützen.
Und nur wer biologische Zusammenhänge versteht, kann natur verstehen.
Tierzucht finde ich (auf das einzeltier bezogen) nicht problematisch, solange das tier nicht durch die zuchtform gequält wird. Triefaugen, verkürzte Köpfe, fehlende zähne müssen nicht sein. HD auch nicht. Sinnlose vermehrung ist auch nicht gut, klar. Notfellchen oder Nottiere sollten immer erste Wahl sein, klar. ich verstehe aber trotzdem nicht, warum ein Hund nicht einfach Hund sein darf, statt ihn mit einem Wolf zu vergleichen. Hunde sind so lange domestiziert worden, dass sie in meinen Augen mit einem Wolf kaum noch verglichen werden können. Wölfe kommunizieren anders als hunde( durch andere Körpersignale, viel feiner als bei hunden, lautäusserungen (Wölfe bellen in der regel nicht, hunde kommunizieren viel dadurch, auch mit dem menschen), Hunde haben schon menschliche Mimik angenommen("lächeln" des hundes, das zeigt kein Wolf), es gibt sogar untersuchungen, das hundewelpen menschliche gesellschaft die anderer kleiner Hunde vorziehen (warum? kein stress durch Konkurrenz, ect). Wenn ihr das letztere nachlesen wollt: bloch hat viel geschrieben, Zimen natürlich, Dorit Feddersen-Petersen auch.
@rote rosen: habe ein chronisch krankes, da Qualzuchtopferkaninchen(zu kurzer Kopf, verschobener Kiefer, chronisch enzündete Augen durch geschlossenen tränen-nasenkanäle)). Seit Jahren bin ich immer wieder mit dem Tier beim Tierarzt, päppele es wieder auf bis es sich wieder verschlechtert..etc. Wir sind jetzt im achten jahr :-) Kein tier hat es verdient zu leiden. Und so schlimm es ist, die Tiere,deren fleischbrei du gibst, habens hinter sich, aller Philosophie zum trotz.
Ich bin gegen Tierhaltung. Die einzige Ausnahme für mich sind Tiere, die bereits im Tierheim gelandet sind oder Notfalltiere, die von irgendwo gerettet wurden.
Sich Tiere aus Zuchten anzuschaffen, geht in meinen Augen gar nicht. Hat in meinen Augen auch nichts mit Tierschutz/liebe zu tun, wenn man sich zur eigenen Belustigung Tiere anschafft - für mich fällt das eher unter Egoismus.
Zoos, Tierparks und Zirkus meide ich. Bei Nachzuchten von Tieren, die vom Aussterben bedroht sind, bin ich manchmal zwiespältig. Ist zwar schön, dass damit dieses Tier nicht von der Welt verschwindet...aber es wird ja sein Dasein meistens dort verbringen und nicht wieder ausgewildert, um die natürliche Population zu erhalten.
Ach ja: wenn schon Tiere halten, dann artgerecht. Schließt für mich auch das Füttern von Fleisch (wenn tiergerecht) ein. Deshalb würde so ein Tier zu halten für mich schon dreimal nicht Frage kommen.
Ich kann nicht verstehen, wie man vegetarisch/vegan leben kann und dann Hunde barfen.
Ich glaube, dass geistiger Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt, dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen Verlangen zu töten. (Gandhi)
Ich habe selbst Haustiere und zwar nicht nur zwei.
Meine Katzen und Hunde werden gebarft. Das ist zwar nicht wirklich mit meinem Veganertum vereinbar, aber sie haben keine Wahl. Ich halte nichts davon Fleischfresser mit Getreide zu füttern.
Bei Katzen geht das sowieso nicht. Meine Hunde bekommen bei schlechtem Futter sofort Durchfall.
Tiere sind keine Menschen, sie bekommen (sofern sie nicht wild leben), das was wir ihnen auftischen. Ich wünsche mir für meine Tiere ein langes, gesundes Leben, also fütter ich ihnen das beste für sie verträgliche Futter.
Ein Mensch in meinem Haushalt hat die Wahl und ich finds richtig ätzend, wenn dann dort Fleisch gegessen wird. Das muss nicht sein, der Mensch hat halt die Wahl.
Die Aussage "wie kann jemand Veganer sein und seine Hunde barfen" fällt mir schwer nachzuvollziehen. Ich versuche mein Möglichstes meine Mitmenschen zu beeinflussen, insbesondere meine direkten Familienmitglieder.
Ich weiß dass Futter in direktem Zusammenhang steht mit Krankheiten. Bei einem Tier wahrscheinlich noch mehr, als beim Menschen, da sich dieser auch noch weiteren Gefahren aussetzt wie z.B. Alkohl trinken. Daher versuche ich die Krankheiten natürlich zu vermeiden. Z.B. bekommen meine Hunde als Snack zwischendurch gerne mal eine Karotte oder ein Stück Apfel. Dennoch brauchen sie Fleisch.
P.S: Meine Tiere sind aus dem Tierschutz bzw auch ehemalige Streuner. Von Zucht halte ich gar nichts. Es gibt zu viele Haustiere die elendig in Tötungsstationen oder Tierheimen dahinvegetieren und verrotten.
Also... bin ich eigentlich die einzige, die das Wort barfen mehr als seltsam findet?
Ich kannte das bisher nur als englisches Synonym für kotzen.
Kotzen, füttern... ich krieg da im Hirn einfach keine feine Verbindung hin, ich lehne dieses Wort in diesem Zusammenhang also ab.
Aber ich stimme Nascha zu.
Generell kann ich nur betonen, dass ich sehr dafür bin Haustierhaltung auf ein Minimum zu reduzieren.
Ein Kurs in artgerechter Haltung sollte verpflichtend sein, damit sich nicht jeder A*sch an der nächsten Ecke was flauschiges für die Kids besorgen kann.
Viele Menschen kompensieren Einsmkeit mit Haustieren.
Wär doch schön wenn wir die Viecher in Ruhe llassen und stattdessen mit Unseresgleichen reden würden.
Wie heißt es beim Peter? Jeder hat nen Hund aber keinen zum Reden.
Weniger Tierhaltung, mehr Kommunikation!
Damit möchte ich keineswegs den Tierhaltern im Forum unterstellen, sie hätten allesamt kein Sozialleben. Ich will nur darauf hinweisen, dass es bei manchem Menschen so ist und wenn wir nett zu unseren Mitmenschen sind, werden weniger Tiere gequält. Ha!
"Es rieselt ihm auch nicht trüb-mürbe das Gehirn aus der Nase, was ein Gehirn anstandshalber tun sollte, nachdem es sowas gedacht hat... Nein, er sagt es einfach so, als würde er es wirklich glauben."
"Es rieselt ihm auch nicht trüb-mürbe das Gehirn aus der Nase, was ein Gehirn anstandshalber tun sollte, nachdem es sowas gedacht hat... Nein, er sagt es einfach so, als würde er es wirklich glauben."
Widersprichst Du Dir da nicht selbst? Du kannst meine Aussage schwer nachvollziehen, räumst aber ein, dass sich das Barfen eigentlich nicht mit Deinem veganen Leben vereinbaren lässt.
Ich finde ja auch nicht, dass jemand, der Hunde und Katzen hält, diese mit Getreide füttern soll. Ich hab ja von artgerecht gesprochen. Und halt festgestellt, dass ich das nicht könnte und deshalb auch keine Tiere halte.
Ich glaube, dass geistiger Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt, dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen Verlangen zu töten. (Gandhi)
Ich finde es zumindest mit veganer/vegetarischer Ethik nicht weniger vereinbar, als einen Hund der sowiso existiert nicht aufzunehmen, um ihm das Essen von Fleisch bei anderen Haltern zu ermöglichen. Der Unterschied ist vor allem praktischer Art, also Ekelgefühle und innere Konflikte die durch Distanz vermieden werden.
Ich ekel mich nicht vor dem Barf, da ich auch las nichtvegetarier nicht vorhatte das zu essen. Meine Tiere bekommen ja keine Steaks sondern mehr oder weniger Fleischbrei.
mit nicht vereinbar meinte ich, dass ich mir sonst alle Mühe gbe Tierleid zu vermeiden.
Ich halte dennoch Fleischfresser, ja das ist ein Konflikt. Da muss ich versuchen das Beste draus zu machen.
Aber barfen müsste ich sie so oder so, wenn ich Interesse an der Gesundheit meiner Tiere habe.
Aber auch Dosenfutter wäre der selbe Konflikt.
Keine Tiere halten käme für mich nicht in Frage. Es ist mir schleierhaft, wie man ohne Haustiere leben kann. Mir würde da ein Stück Lebensqualität verloren gehen. Außerdem sind sie ja da. Abgeben kommt nicht in Frage.
Aber wenn Du den einsamen Menschen die Tiere weg nimmst, werden sie auch mit angebotenen Alternativen nicht zurecht kommen.
Tiere geben gerade einsamen (geistig) behinerten und älteren Menschen etwas, das kein Mensch ihnen geben kann:
Eine wortlose, sehr direkte Kommunikation und Anteilnahme und ein Verstädnis, eine direktere Rückmeldung als jeder Mensch das könnte (gerade, im Fall von geistig Behinderten und älteren Menschen, denen oft nur noch fremde Menschen zur Seite stehen, niemand (mehr) aus der direkten Familie).
Gerade zwischen geistig Behinderten und Tieren kommt oft sehr schnell eine Kommunikation zustande.
Oft haben auch die Tiere gerade von einsamen Menschen eine sehr gute Lebensqualität, weil sie voll und 24 Stunden (im Fall von älteren Menschen zumindest) im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen.
Und oft kommt ja gerade DURCH die Tiere wieder ein Kontakt zustande, früher nur auf dem Hundespaziergang, heute wohl auch über das Internet in Tierforen.
Einzig bei sehr einsamen Menschen, die schon lange wenig Kontakt zur Außenwelt hatten, muss man manchmal ein wenig bis viel bzgl. artgerechter Haltung nachhelfen, weil sehr private oder veraltete Vorstellungen existieren (Katze bekommt Essen vom Teller des Menschen etc.).
LG
von Cura
Ich finde Tiere sehr wichtig für das soziale Leben. Z.B. wohnt mein alter Herr (über 80) bei uns im Haus. Wenn wir arbeiten, ist er alleine. Ich finde es gut, dass er wenigstens die Tiere als Kontakt hat.
Für mich kommt das teilweise so rüber, als würdet ihr Veganismus als Interesse des Menschen verstehen, als käme es hauptsächlich ihm zugute und nichtmenschliche Tiere (-> Hund) würden drunter leiden. Man solle keinen Hund halten, wenn man ein Problem damit hätte, ihn mit Fleisch zu füttern.
Aber daran hat man doch in erster Linie nicht selbst ein Problem, sondern die dafür gequälten und ermordeten (nichtmenschlichen) Tiere. Es liegt im Interesse der nichtmenschl. Tiere, nicht ausgenutzt, gequält und umgebracht zu werden und NICHT in erster Linie im Interesse des Menschen, keine nichtmenschl. Tiere auszunutzen und zu ermorden. Der (vegane) Mensch vertritt lediglich jenes Interesse.
Ich hab bisher viel Positives über vegane Hunde- und(!) Katzenernährung gehört und gelesen. Ich hab noch nie einen Hund oder eine Katze ein Rind anfallen sehen - was sollte also daran natürlich sein, Hund/Katze mit dem Fleisch eines Rindes zu füttern? Das ist dann auch nicht "artgerecht".
Ich finde es ideal, wenn das Heimtier die Möglichkeit hat, sich zusätzlich zum veganen Futter selbst Nahrung zu besorgen und Mäuse/Vögel/Ratten/usw. zu jagen. Das ist dann die Entscheidung des Heimtiers und nicht mehr die des Menschen.
Wenn man als Mensch diese Entscheidung für das nichtmenschl. Heimtier trifft, hat das Heimtier kaum noch eine Wahl. Man kann es dem Heimtier vielleicht (vielleicht!) nicht ansehen, ob es mit der angebotenen (veganen) Nahrung zufrieden ist, aber auch genauso wenig, ob es mit der angebotenen unveganen Nahrung zufrieden ist.
Um die Frage zu beantworten, ob es vertretbar ist, ein angeblich fleischfressendes, nichtmenschliches Tier vegan zu ernähren oder nicht unzumutbare Quälerei, würde ich folgenden Vergleich heranziehen:
Was ist die größere Quälerei?
1. Ein Heimtier (z.B. Hund, Katze) vegan zu ernähren, ohne Anzeichen von Fehlernährung erkennen zu können und sich gut um es zu kümmern
2. Fleisch aus der Massentierhaltung zu kaufen und damit die Tötung nichtmenschlicher Tiere in Auftrag zu geben bzw. durch Erwerb von Fleischabfällen finanziell zu unterstützen, obwohl das Heimtier, für das man es kauft, ein solches Tier in der Natur nicht jagen würde
3. das Heimtier im Tierheim bei sichtbaren Anzeichen von schlechter Haltung zu lassen
Ich finde die 1) mit Abstand die beste Option - wenn man die Verantwortung übernehmen möchte. Zwischen 2) und 3) möchte ich mich nicht entscheiden - denn 3) schließt ja indirekt-passiv 2) mit ein. Allerdings könnte das nichtmenschl. Tier aus dem Tierheim auch von einer/m ähnlich denkenden Veganer_in/Vegetarier_in aufgenommen werden, der/die mehr Zeit hat. Möglichkeit 1) fällt für mich unter aktiven Veganismus, d. h. das Tierleid, das andere Menschen als ich verursachen, zu verringern, also die Tierausbeutung über die Grenzen meines Nichtkonsums und Unterlassen von Taten auszuweiten. Aktiven Veganismus sehe ich zwar als sehr gute Sache an, allerdings nicht als meine Pflicht und vor allem räume ich mir das Recht ein, zu entscheiden, in welcher Form ich aktiv vegan sein möchte. Damit sehe ich Möglichkeit 3) als ethisch vertretbar an.
Ich finde passiven Veganismus (eigenen Nichtkonsum bzw. Unterlassen von tierausbeutenden Taten) bis zu einem gewissen Grad wichtiger als aktiven Veganismus, da man sich doch mit seinen eigenen Taten nicht seine eigene Ideale brechen sollte. Ab dem Punkt, wo man sich aus der Gesellschaft zurückziehen würde (z.B. im Freien leben, um nichtmenschl. Tieren nicht durch Bau von Häusern Lebensraum wegzunehmen oder um keine Möbel mit Glutinleim zu konsumieren; oder Selbstmord) würde ich bei passivem Veganismus die Grenze ziehen und mit aktivem Veganismus beginnen - letzterer wäre bei einem Rückzug aus der Gesellschaft deutlich in seinen Möglichkeiten eingeschränkt.
So, das war nun etwas theoretisch und Offtopic, aber ich wollte, dass es nachvollziehbar ist, warum ich Möglichkeit 2) ablehne, 3) aber praktiziere - und damit Vorwürfen der Inkonsequenz vorbeugen.
Ich habe kein Heimtier, weil ich die Verantwortung bisher nicht übernehmen wollte; als Kind wollte ich lange Zeit eine Katze, allerdings war meine Mutter strikt dagegen und dafür bin ich ihr im Nachhinein ein bisschen dankbar.
Geändert von Leo (07.12.2011 um 03:50 Uhr)
Die Vorgfahren des Rindes sowie auch das Hausrind gehörten zum Speiseplan des Wolfes - zwar wurden selten ausgewachsene, gesunde Exemplare erlegt, aber dafür umso mehr junge Tiere. Daher ist es sicherlich ziemlich natürlich, einen Hund mit Rind zu füttern.. Ich hab noch nie einen Hund oder eine Katze ein Rind anfallen sehen - was sollte also daran natürlich sein, Hund/Katze mit dem Fleisch eines Rindes zu füttern? Das ist dann auch nicht "artgerecht".
Für eine Katze empfehlen sich dagegen Kaninchen und alle Arten von (Wild)geflügel.
Was es so in Whiskas-Dosen zu kaufen gibt (u.a. auch Hochseefisch und anderer Quatsch) hat natürlich wenig mit ihrer ursprünglichen Ernährung zu tun. Ist das aber ein Argument, um komplett auf jegliche Natürlichkeit zu verzichten und eine Katze nur mit Pflanzlichem zu füttern?? (was sie übrigens tötet, es müssen zwingend künstlich hergestellte Ergängungen hinzugemischt werden).
Das ist doch wirklich nun eine tolle Idee - ich als Mensch möchte meinen Raubtier (!) kein Fleisch kaufen, weil ich das ethisch nicht verkrafte, aber gerne darf mein Heimtier in der sowieso schon durch Landwirtschaft, Urbanisierung u.s.w. geschädigten Fauna wildern gehen?!?Ich finde es ideal, wenn das Heimtier die Möglichkeit hat, sich zusätzlich zum veganen Futter selbst Nahrung zu besorgen und Mäuse/Vögel/Ratten/usw. zu jagen. Das ist dann die Entscheidung des Heimtiers und nicht mehr die des Menschen.
Rechnet man mal hoch, wieviele Katzen allein in Deutschland täglich vor die Tür gelassen werden, fressen diese insgesamt mehr Vögel als alle "bösen Singvögeljäger" Europas zusammen. Und das soll dann ethisch vertretbar sein, nur weil man selbst nicht zum Metzger gehen und seinem freiwillig angeschafften Raubtier Fleisch zu kaufen?
Eine Doppelmoral, die seinesgleichen sucht.
Meine Hunde fressen kein Fleisch aus Massentierhaltung und bekommen genau das, was sie in der Natur auch jagen würden. Sicherlich könnte ich sie natürlich auch vegan füttern und gelegentlich mal in den Wald zum wildern schicken, das ist ethisch gesehen ja der Optimalweg...2. Fleisch aus der Massentierhaltung zu kaufen und damit die Tötung nichtmenschlicher Tiere in Auftrag zu geben bzw. durch Erwerb von Fleischabfällen finanziell zu unterstützen, obwohl das Heimtier, für das man es kauft, ein solches Tier in der Natur nicht jagen würde
Und ab da hab ich es nur noch überflogen denn: ich hab kein Wort über Behinderte gesagt. Oder über Therapie-Tiere.
Ich rede von Menschen mit ganz normaler Denkleistung, die Kommunikation mit anderen Menschen einfach nicht auf die Reihe bringen, ob es ihnen jetzt zu anstrengend ist, ob sie zu verklemmt sind oder warum auch immer.
Viele dieser Leute kompensieren ihre Einsamkeit mit Tieren, die dann verhätschelt, überfüttert, in Mäntelchen gesteckt, vermenschlicht werden. Und das ist alles nicht soooo selten, eigentlich erleb ich das jeden Tag mehrfach auf der Straße und das sind nur die Hundebesitzer, wer weiß was die anderen mit ihren Katzen, Vögeln und Nagern treiben...
Hat alles mit Behinderten nichts zu tun.
"Es rieselt ihm auch nicht trüb-mürbe das Gehirn aus der Nase, was ein Gehirn anstandshalber tun sollte, nachdem es sowas gedacht hat... Nein, er sagt es einfach so, als würde er es wirklich glauben."
Unter "einsamen Menschen" verstehe ich vornehmlich ältere, alleingelassene und geistig Behinderte (die oft wenige Kontakte außerhalb der Institutionen Wohnheim- Werkstatt/ Arbeit haben - jedenfalls die, die ich kenne und das sind einige) und ältere Menschen, die auch oft wenige andere Kontakte haben, sowie Pflegefälle oder chronisch Kranke (meist auch ältere) Menschen, die durch ihre Krankheit eingeschränkt sind.
Natürlich gibt es auch noch andere.
Wer aber ein Tier gegen seine Einsamkeit hält, wird es ja meist gut halten (wollen), denn sonst würde es ihm ja nicht gegen die Einsamkeit helfen.
Und dieser Mensch hat sich meist schon so an das Tier gewöhnt, dass das, was das Tier ihm gibt, kein Mensch ihm geben kann.
Dazu kommt oft noch ein Graben, der durch zu lange Kontaklosigkeit zustande gekommen ist: Eigenheiten des Menschen, mit denen andere nur schwer zurecht kommen, Probleme bei der Kommunikation etc.
Wer seine Hunde bspw, mit Mäntelchen etc. bedeckt, sucht doch damit auch Aufmerksamkeit und Kontakt, oder?
An solche Menschen dachte ich wiederum nicht, sondern an Menschen, die sich nur auf das Tier konzentrieren weil sie eben keine Kontakte oder Kontaktmöglichkeiten haben.
Das ist ganz einfach: indem man seinen eigenen Egoismus runterschraubt.
Ich hab auch immer wieder mal gedacht, wäre ja schön, wenn da ein Wesen wäre, um das ich mich kümmern könnte. Das sich freut, wenn ich heimkomme.
Und dann im Gegenzug: ich arbeite täglich mindestens 8 Std., bin also locker 10 Std. ausser Haus. Die Wochenende fahr ich gerne mal weg... Freunde besuchen, an Events teilnehmen.
Da denke ich mir, das arme Viech...die ganze Zeit alleine! Nur mal Muttern (wohnt in der Nähe), die dann zum füttern vorbei kommt.
Insofern musste ich mich nicht lange entscheiden und kann prima ohne Haustier leben.
Ich glaube, dass geistiger Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt, dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen Verlangen zu töten. (Gandhi)
Hallo,
@tuffy: Egoismus: ja Heimtierhaltung ist egoistisch. Lebensräume zu zerstören auch. Leben an sich auch. Wir brauchen Nahrung, wasser lebensraum, den wir uns auf kosten anderer (tiere, pflanzen) holen.
@Cura: Ich finde deine haltung sehr menschlich. Viele einsame menschen haben nur noch Kontakt zu ihrem Haustier, aus ganz verschiedenen gründen. Auch andere, die grosse Schwierigkeiten mit Kontaktaufnahmen haben, erreichen dies mit Tieren deutlich leichter, auch durch die direkte Rückmeldung, die viele Tiere geben können.
(natürlich ist das auch egoistisch. Aber möchtet ihr besuchsdienste bei einsamen menschen machen? Ladet ihr euren Nachbarn oder den alten obdachlosen mit seinem Hund zu weihnachten ein, wenn ihr wisst, der ist einsam und dem gehts schlecht? da sind wir alle doch ganz froh, das der eine seinen hund und der andere seinen kanarienvogel hat).
@Leo: Du willst tierleid verhindern, indem du Tierheimtiere im tierheim lässt? Wenn jeder deine Meinung teilen würde, hätten wir spanische verhältnisse. Wenn sich in ein paar wochen keiner meldet, wird das tier getötet. Gut, dann ist das leid auch vorbei ;-)
@ Alle: Viele von euch sind gegen tierzucht. Von welchen tieren? Hunde und Katzen? terrrarientiere? Aquarienfische? Ich habe einen ganzen haufen wasserfrösche nachgezogen und halte die Jungtiere mit den Elterntieren in einem Aquarium zusammen. Offensichtlich fühlten sich die tiere wohl genug dazu, sich zu vermehren, und abgegeben habe ich auch keinen (die tiere sind nicht so gross und brauchen nicht viel Platz). Wo ist also das problem?
@ Tuffi:
Naja, wie du ja schreibst, fährst du gern weg und besuchst Veranstaltungen - das alles verursacht Umweltschäden und tötet Tiere. Wenn wir also alle ganz unegoistisch z.B. auf Events wie Massenkonzerte verzichten würden, könnten wir zahlreichen Tieren das Leben retten.Das ist ganz einfach: indem man seinen eigenen Egoismus runterschraubt.
So kann man natürlich weiterspinnen: Jedes Hobby ist umweltbelastend und tiermordend. Für den Skifahrer müssen Pisten aufbereitet und präpariert werden, Bäume gerodet, Hotels/Skilifte/Restaurants u.s.w. gebaut, Tiere vertrieben werden. Für den Modelleisenbahnbauer werden zahlreihe Fabriken gebaut, in denen umweltbelastende Chemikalien zur Herstellung von Teilen verwendet werden oder gar Kinder die Modelle zusammenbauen müssen u.s.w.
Wenn ich mich recht entsinne, geht's hier um Tierhaltung und nicht um Weltrettung.
Und ich für mich würde es halt in meiner Lebenssituation für egoistisch halten, Tiere zu halten, ergo: lass ich's halt.
Das muss ja aber jeder für selbst entscheiden, wie alles in seinem Leben, gelle!![]()
Ich glaube, dass geistiger Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt, dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen Verlangen zu töten. (Gandhi)
Ich glaube, dass geistiger Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt, dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen Verlangen zu töten. (Gandhi)
Du wirst es kaum glauben, aber das tun wir. Hier im Haus wohnt ein älterer Herr, den niemand wirklich leiden kann, weil er ungepflegt, unheimlich und vermutlich schizophren ist. Trotzdem laden wir ihn zu jeder Feier ein. Da ist er dann meist recht ruhig und zurückhaltend, nur mich und eine andere NAchbarin verfolgt er und macht anzügliche Bemerkungen.
Was soll's, ich komm damit klar.
Aber wenn ich mir vorstelle dass der Haustiere hat... furchtbar und eine Zumutung für das Tier, das sich ja nicht wehren kann.
@Cura
Was du unter einsamen Menshcen verstehst ist doch nur die Spitze des Eisbergs, quasi das Offensichtliche.
Genau diese Leute meine ich nicht.
Sondern die scheinbar "Normalen", die (wie Tuffi auch bemerkte) gerne mal 10 Stunden außer Haus sind und das Tier sich selber überlassen, nur damit sie, wenn sie heimkommen, irgendwas zum kuscheln oder beschäftigen haben.
Ganz ehrlich, ich find das nicht gut.
"Es rieselt ihm auch nicht trüb-mürbe das Gehirn aus der Nase, was ein Gehirn anstandshalber tun sollte, nachdem es sowas gedacht hat... Nein, er sagt es einfach so, als würde er es wirklich glauben."
Hallo,
dann seid ihr du rühmliche ausnahme.
Und was ist mit den leuten, die ihren kindern ein Tier kaufen, und es dann wissentlich oder zumindest billigend "totspielen" lassen? Solchen Leuten könnte ein Tierhaltungstest, den jeder ablegen muss für das zu haltende heimtier/bzw. Heimtiergruppe, den garaus machen.
ich glaube, dass aus unwissenheit und falsch verstandener "tierliebe" mehr gequält wird als bei sachgerechter Tierhaltung, die ich persönlich eindeutig unterstützte.
Diese leute, die das tier sich selbst überlassen: naja, hier muss man differenzieren. Hamster stört das nicht, die Schlafen, Chinchillas auch nicht. Die meisten reptilien und fische juckt das auch nicht. Also hier wäre kein problem. Wer leidet sind hunde (geht gar nicht)und katzen ohne freilauf. Oder einzeln gehaltene (und damit ohnehin gequälte) soziale Wirbeltiere wie Vögel, Nager, kaninchen etc.. Sorry, aber das Argument zählt nicht gegen "tierhaltung an sich".
Es ist ein langsamer und langwieriger Prozess, artgerechte Haltung als "Norm" zu etablieren - zumindest hierzulande sind durchaus schon einige Erfolge zu verbuchen, Kettenhaltung von Hunden z.B. wird wohl schon von den meisten Menschen als nicht tolerierbar angesehen bzw. geächtet (sichernicht nicht zuletzt auch durch das Verbot). Durch das Internet bzw. Foren werden auch viele Tierhalter erreicht und langsam spricht sich wohl tatsächlich rum, dass Wellensittiche Schwarmvögel sind und Hamster nicht in Laufbälle gehören.
Ich habe kein Problem mit Tierhaltung bin aber gegen Tierzucht und gegen Tierhandel. Zu Zoos ist meine Meinung zwiespältig und wenig fundiert, daher beziehe ich mich nur auf private Haustierhaltung.
Tiere, die in Käfigen, Terrarien, Aquarien gehalten werden müssen gehören für mich nicht in den Haushalt. Die Aufnahme von Notfellen (schön geschrieben, RoteRose :-)) finde ich immer toll. Und den Wunsch nach einem Tier, der natürlich sehr egoistisch ist, kann ich absolut nachvollziehen, da ich es wunderschön fand mit Tieren aufzuwachsen. Ein "neues" Tier aus der Tierhandlung oder von einem Züchter käme für mich nicht in Frage. Auch keine Bestellung bei Hobbyzüchtern oder Privatleuten, die "so gerne einmal Welpen haben wollen" oder sowas geht gar nicht.
Ich sehe das für mich so, dass ich vorhandene Tiere aufnehmen würde (und davon wird es wohl immer genügend geben) aber ich möchte nicht unterstützen, dass für mich ein neues Tier produziert wird.
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