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Thema: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

  1. #1
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    Standard Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Hallo,
    ich habe hierfür schon die Suchfunktion bedienht,dabei kamen allerdings keine richtigen Ergebnisse raus.
    Mich interessiert, ob ihr selber haustiere habt(scheinen ja viele von euch zu haben), ob ihr generell für tierhaltung seid, und wenn ja, für oder gegen welche: Also Hunde, katzen, Pferde, Terrarien, Aquarien.. usw. Mich würden vor allem eure begründungen interessieren.
    Kurz zu mir: ich bin selber tierhalterin, befürworte verantwortungsvolle tierhaltung, und habe selbst vor alllem Aquarien mit Amphibien und Fischen. Ich halte das auch nicht für tierquälerei, weil ich in der regel meine tiere nachziehe, mich über ihre bedürfnisse informiere und diese auch ernstnehme.
    Ich persönlich glaube auch daran, dass tierhaltung allein deswegen gefördert werden sollte, weil man nur dass schützen kann, was man kennt.
    Ausserdem bin ich auch für Zoologische Gärten (ja, und ich finde die praxis, nachzuziehen und die Jungtiere dann zu verfüttern, auch nicht in Ordnung), weil ich finde, dass sie für viele Arten die letzte Möglichkeit des überlebens sind, weil der Mensch die Umwelt und intakte ökologische Nischen der Tiere schlicht und ergreifend zerstört hat. Beispiel hierfür ist der Spixara (wer ihn nicht kennt: Wiki hilft).
    Ausserdem würde es mich interessieren, obs hier einen unterschied zwischen vegetariern und veganern gibt.
    Also, raus mit eurer Meinung!

  2. #2

    Standard AW: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Hola

    Wellensittich im Käfig geht nicht,Hund mit viel Bewegung(ohne Leine) und nicht mitten im Zentrum von Berlin geht,Katzen mit Auslauf auch,vegane Ernährung von beiden Genannten geht gar nicht.
    Ich sehe das mit den Zoo's ähnlich wie du...allerdings Raubkatzen,Bären oder Affen im Käfig geht gar nicht.
    Allerdings hätte ich eine Frage...womit bitte sollten denn die fleischfressenden Tiere im Zoo gefüttert werden?
    Ich habe dich so verstanden dass du Nachzucht und Verfütterung ablehnst.
    Es gibt gewiss einen Unterschied zwischen Vegetariern und Veganern,hängt ganz davon ab wie ernsthaft und verbissen der Jeweilige die Sache nimmt und aus welchen Gründen einer Vegetarier ist.

    Gruß und angenehmes Wochenende
    Geändert von Arvedson (03.12.2011 um 13:30 Uhr)
    "Ad viola.Junge,Junge.Flambiertes Korsett.Steigt Eim ja die Feder aus der Matte."::::Bud Spencer

  3. #3

    Standard AW: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Obwohl ich selber Haustiere habe, ich bin grundsätzlich gegen Tierhaltung, egal ob privat oder in Zoos. Egal, wie groß ein Gehege ist und wie sehr man sich auch um ein Tier kümmert, es bleibt trotzdem ein Gefangener, der für unsere Unterhaltung herhalten muss. Außerdem bin ich der Meinung, dass man viele Tiere einfach nicht artgerecht halten kann (Vögel z B, aber auch viele Nager, die sich erst in einer großen Gruppe richtig wohl fühlen). Außerdem ist bei Fleischfressern wieder das Problem, dass Tiere getötet werden müssen, um diese zu ernähren. Ich schließe dabei natürlich Tiere aus dem Tierheim aus, da diese nun einmal da sind und man keine Zucht unterstützt, indem man ihnen ein neues zu Hause gibt (das auf alle Fälle besser als im TH ist). Wenn die TH irdengwann mal leer wären, würde es für mich keine Haustiere mehr geben.
    Und was die Nachzucht von bedrohten Tierarten im Zoo angeht: Was nützt es einem Tier, dass seine Art erhalten wird? Und was bringt es einer Art, wenn sie nur noch in Zoos existiert? Das ist für mich ein an den Haaren herbei gezogener Grund, um die Tierhaltung in Zoos o. ä. zu rechtfertigen.

    Lg Sibbi

  4. #4

    Standard AW: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Hola Sibbi,

    dein post ist sehr widersprüchlich.
    Warum ist es ein Problem dass man zur Ernährung von Fleischfressern in Zoos Tiere töten muss,andererseits dabei natürlich die fleischfressenden Tiere im Tierheim in den Genuss von Nahrung kommen können?
    Was ist denn nach der Vermittlung?
    Sollten sie dann verhungern,da man sie ja nach der Vermittlung ebenfalls mit Fleisch von getöteten Tieren ernähren muss?
    Warum halten Tiere in Zoos nur zur Unterhaltung her,deine eigenen Haustiere anscheinend dagegen nicht?

    Gruß Arvedson
    "Ad viola.Junge,Junge.Flambiertes Korsett.Steigt Eim ja die Feder aus der Matte."::::Bud Spencer

  5. #5

    Standard AW: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Es geht darum, dass ein Tier im Zoo extra dafür gezüchtet wird, ein Tier im TH dagegen nicht. Es ist also sowieso da und frisst sein Fleisch entweder im TH oder bei seinem neuen Besitzer, das macht also keinen Unterschied. Wenn aber extra Tiere vermehrt werden, dann ist das für mich was anderes. Oder was würdest du denn mit den ganzen TH Tieren machen?

  6. #6

    Standard AW: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Ich finde Tierhaltung schon problematisch, lehne sie aber nicht absolut ab. Für mich spricht z.B. nichts dagegen, Tiere aus dem Tierheim zu holen. Ich plane mir einen Hund zu holen und den dann vegetarisch zu ernähren. Vorher habe ich mich natürlich informiert ob die Ernährungsform für einen Hund gesundheitlich unbedenklich ist. Langfristig denke ich auch darüber nach, wenn ich irgendwann mal einen Garten haben werde, dort ein paar aussortierte Hühner zu halten.

  7. #7

    Standard AW: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Hmm,

    dazu habe ich jetzt keinen festen Standpunkt.
    Aber ich versuche es mal so....du solltest bedenken dass auch einTierheimhund im Laufe seines Lebens Fleisch von mehr als 1 toten Tier essen wird.
    Wo liegt da der Sinn...um ein TH-Hund lebenslang zu ernähren ist es auch ok dass x Tiere dafür gezüchtet und getötet werden müssen.
    Was wäre-gemessen an der Zahl der toten Tiere-sinnvoller?
    1 TH-Hund töten und dafür x Tiere zu seiner Ernährung gar nicht erst züchten und töten müssen,also viel größeres Leid vermeiden?!
    Ich habe keine Antwort.
    "Ad viola.Junge,Junge.Flambiertes Korsett.Steigt Eim ja die Feder aus der Matte."::::Bud Spencer

  8. #8

    Standard AW: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Zitat Zitat von Arvedson Beitrag anzeigen
    Aber ich versuche es mal so....du solltest bedenken dass auch einTierheimhund im Laufe seines Lebens Fleisch von mehr als 1 toten Tier essen wird.
    Wo liegt da der Sinn...um ein TH-Hund lebenslang zu ernähren ist es auch ok dass x Tiere dafür gezüchtet und getötet werden müssen.
    Was wäre-gemessen an der Zahl der toten Tiere-sinnvoller?
    Da hast du auf alle Fälle recht, 1 Tier töten um zig andere zu retten ist ethisch sicherlich vertretbarer. Allerdings besteht Tierfutter zu einem großen Teil aus Abfällen der Fleischindustrie, es werden also nicht unbedingt extra deswegen Tiere gezüchtet. Trotz allem bleibt es eine Zwickmühle, da ich auch keine Zahlen kenne, wieviel das ausmacht. Was ich von vegetarischen Hunden und Katzen halten soll, weiß ich nicht so genau. Auf der einen Seite glaube ich, dass man zumindest einen Hund auch veg. ernähren könnte, finde es auf der anderen Seite aber irgenwie falsch, einem Fleischfresser nur pflanzliche Nahrung zu geben.

  9. #9

    Standard AW: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Sibbi,

    sehe ich genau so wie du....ein Hund frisst in der freien Natur auch lieber fleischiges Zeugs als nur Pflanzenkram,obwohl er damit vllt. auch überleben kann.Wie lange weiß ich nicht.Erik Ziemen hat mal in einem seiner Bücher geschrieben dass er einen Jungwolf nach ein paar Monaten ausgebüxt sein wieder in Empfang genommen hat und der Kot dieses Jungwolfes nur Blätter enthielt.Klingt irgendwie ungesund für ein Tier,dass am Tag ein paar Kilo Fleisch braucht.
    Man kann es auch übertreiben.
    "Ad viola.Junge,Junge.Flambiertes Korsett.Steigt Eim ja die Feder aus der Matte."::::Bud Spencer

  10. #10

    Standard AW: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Ich plane mir einen Hund zu holen und den dann vegetarisch zu ernähren.
    Tut mit leid, aber: Was soll den sowas?
    Es gibt nun wirklich genügend Haustiere, die von Natur aus Vegetarier sind. Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel u.s.w.

    Warum holt man sich denn bitte ein fleischfressendes Raubtier, um es dann vegetarisch zu füttern?

  11. #11

    Standard AW: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Hola Chimera,

    "Warum holt man sich denn bitte ein fleischfressendes Raubtier, um es dann vegetarisch zu füttern?"

    Weil man als Mensch die Macht dazu hat und man fälschlicherweise denkt dass man seine eigenen-guten- Absichten problemlos 1:1 auf eine andere Spezies übertragen kann und muss.....vielleicht.
    Artgerecht ist es auf alle Fälle nicht.
    "Ad viola.Junge,Junge.Flambiertes Korsett.Steigt Eim ja die Feder aus der Matte."::::Bud Spencer

  12. #12

    Standard AW: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Ausserdem bin ich auch für Zoologische Gärten (ja, und ich finde die praxis, nachzuziehen und die Jungtiere dann zu verfüttern, auch nicht in Ordnung), weil ich finde, dass sie für viele Arten die letzte Möglichkeit des überlebens sind, weil der Mensch die Umwelt und intakte ökologische Nischen der Tiere schlicht und ergreifend zerstört hat. Beispiel hierfür ist der Spixara (wer ihn nicht kennt: Wiki hilft).
    Warum ist es denn nicht in Ordnung, nachgezogene Tiere an die fleischfressenden Zoobewohner zu verfüttert? Sowas weckt ja doch immer wieder Entrüstung, die ich garnicht nachvollziehen kann.
    Fakt ist: Fleischfressende Tiere brauchen Fleisch.
    Welchen genauen Sinn macht es da, die im Zoo gehaltenen Beutetiere künstlich unfruchtbar zu halten und gleichzeitig von außen tote Tiere anzukaufen, die für genau diesen Zweck gezüchtet wurden?
    Noch dazu hatte es keines der Nutztiere, die als Fleischlieferanten dienen, so schön wie es die Zootiere in ihren Gehegen haben. Darüber hinaus ist dem Zoo genau bekannt, welche Medikamente (Antibiotika) die eigenen Tiere genommen haben, wie sie gefüttert und gehalten wurden u.s.w., d.h. sie bieten viel gesünderes Fleisch als die Nutztiere aus der Massentierhaltung.
    Das hält auch die fleischfressenden Zootiere gesünder und vitaler. Dazu hat der Zoobesucher noch Spaß an den Babytieren.

  13. #13

    Standard AW: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Zitat Zitat von Axolotl Beitrag anzeigen
    Ausserdem bin ich auch für Zoologische Gärten (ja, und ich finde die praxis, nachzuziehen und die Jungtiere dann zu verfüttern, auch nicht in Ordnung), weil ich finde, dass sie für viele Arten die letzte Möglichkeit des überlebens sind, weil der Mensch die Umwelt und intakte ökologische Nischen der Tiere schlicht und ergreifend zerstört hat.
    Nee, also das Argument zieht bei mir gar nicht. Die meisten Zoos sind eine dermaßen riesige Tierquälerei, dass ich keinerlei Rechtfertigung für sie sehe.
    Die plärrenden Rotzgören die da von ihren Müttern durchgeschleift werden dürfen sich Elefanten gern in einer tollen Doku anschauen, aber nicht im Zoo.
    Als Zootiere wären nur heimische Tiere akzeptabel, die ein sehr großes, artgerechtes Gehege hätten.

    Davon ab: ich hab selber ein Aquarium mit Wirbellosen, bin aber eher gegen Fischhaltung. Das Schwimmbedürfnis der meisten Fische ist einfach zu hoch für die gängigen Aquariengrößen. Ausnahmen gibt es zwar, aber die Mehrheit gehört einfach nicht in einen Glaskasten. Das gilt aber ganz genauso auch für z.B. Katzen, die in einer Wohnung gehalten werden. Oder Hasen im Käfig.

    Hunde rein vegetarisch zu ernähren finde ich fies, bei Katzen ist es sogar echte Tierquälerei.
    generell bin ich also eher contra, aber unter gewissen Umständen ist Tierhaltung schon ok.

    Und zu dem Blödsinn "man kann nur schützen was man kennt"...
    Ich habe noch nie einen Hai oder einen Wal oder einen Silberrücken in Echt gesehen, trotzdem will ich sie schützen.
    Das zählt also nicht.
    "Es rieselt ihm auch nicht trüb-mürbe das Gehirn aus der Nase, was ein Gehirn anstandshalber tun sollte, nachdem es sowas gedacht hat... Nein, er sagt es einfach so, als würde er es wirklich glauben."

  14. #14

    Standard AW: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Zitat Zitat von Chimera Beitrag anzeigen
    Tut mit leid, aber: Was soll den sowas?
    Es gibt nun wirklich genügend Haustiere, die von Natur aus Vegetarier sind. Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel u.s.w.

    Warum holt man sich denn bitte ein fleischfressendes Raubtier, um es dann vegetarisch zu füttern?
    Mein Freund wünscht sich schon seit langem einen Hund ich mag Hunde auch. Ich habe mich informiert und es schadet dem Hund nicht, also warum nicht? Mir sind die Tiere, die ansonsten an den Hund verfüttert würden eben auch nicht egal.

    Hunde leben ebensowenig wie Menschen auf eine natürliche Art und Weise, ihr Leben ist stark durch die Zivilisation geprägt. Warum ist das dann beim Futter plötzlich ein Problem und das dann für viele auch nur, wenn das Futter bewusst vegetarisch ist? Viele Hund fressen Hundefutter oder Reste von Menschen mit einem niedrigen Anteil an Fleisch, mit dem was Wölfe in der freien Wildbahn essen hat das Leben und die Nahrung vieler in Zivilisationen lebenden und für das Leben in der Zivilisation gezüchteten Hunde seit vielen Generationen sehr wenig gemeinsam. Natürlichkeit ist für mich kein relevantes Argument, dann dürfte ich selbst auch nicht vegetarisch essen, nur ob es dem Hund (und anderen Tieren) damit gut geht oder nicht finde ich wichtig. Und da komme ich bei der Abwägung zwischen dem Leben, dass wir einem Hund bieten können und dem Leben, dass ein Tierheim einem Hund bieten kann, zu einem positiven Ergebnis. Natürlich ist keine der beiden Alternativen.

  15. #15

    Standard AW: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Hallo,
    wie man auf meinen Avatarbild sieht, halte ich 4 Wellensittiche.
    Ich bin nicht (grundsätzlich) gegen Tierhaltung eingestellt und glaube sogar, dass die meisten Menschen, wenn man ihnen Zeit und Gelegenheit und Unterstüzung geben würde, ihre Tiere so gut halten würden, dass auch die Tiere Spaß am Leben haben.

    Allerdings habe ich auch die Einstellung, dass das Tier MIT dem Menschen lebt, und nicht der Mensch FÜR das Tier.
    Menschen, die "alles" für ihre Tiere tun, sind mir suspekt und evtl. sogar krank (was nützt es dem Tier, wenn der Halter bald mal ins Krankenhaus uss, aufgrund von Mangelernährung, weil alles Geld für die Tiere drauf ging und der Mensch sich nur von Knächebrot ernährt hat).

    Ich bin der Meinung, dass die meisten Haustiere, die ja Nachzuchten sind, durchaus in einer normalen Haltung ein gutes und auch glückliches, mental und physisch herausforderndes Leben führen können.

    Wer in einer kleinen Wohnung aufwuchs, freut sich, wenn er als Erwachsener in einer größeren Leben kann.
    Er vermisst aber keine Villa.
    Tiere, die nicht in der Natur groß wurden, werden also mit normaler Haltung keine Probleme haben.

    Unter normaler Haltung verstehe ich einen Kompromiss zwischen dem, was im Idealfall wünschenswert wäre und dem, was machbar ist.

    Hunde sollten im Idealfalls z.B. in Rudeln leben, machbar sind aber mindestens 2 Hunde.

    Wichtig finde ich, dass man sich vorher überlegt, wie das Leben mit dem Tier im besten und im schlechtesten Fall sein wird - und sich auf beide Fälle vorbereitet.
    Dass man sich fragt, was mache ich, wenn..." und "kann ich damit leben, dass..." und sich auf beide Fälle vorbereitet.

    Wichtig für das Tier finde ich, dass es (die meisten) seine(r) arteigenen Verhaltensweisen ausleben darf (Abstriche etwa bei der Vermehrung).
    Also ein Tier, das sich in der Natur viel bewegt, sollte dazu in der Heimhaltung die Möglichkeit haben, ein Tier, das viel Zeit mit Nahrungssuche verbringt, sollte das auch in der Heimhaltung tun können, ein Tier, das in der Natur nur in Gruppen lebt, sollte das auch in der Heimhaltung können.

    Natürlich kann man nicht alles aus der natürlichen Lebenswelt des Tieres dar- und nachstellen.

    Aber man kann sich an ausgewählten Parametern orientieren.

    Für Tiere, die keine Angst davor haben, finde ich Abwechslung und Herausforderung (körperlich/ geistig) wichtig, so dass das Leben nicht jeden Tag wieder nach dem gleichen Schema in der gleichen Umgebung abläuft.

    Beim Futter würde ich mich an der Nautr orientieren und an dem, was Tierärzte oder "Experten-Halter" (Biologen, Züchter...) sagen.
    Beim Wellensittich ist es z.B. nicht möglich, natürliche Nahrung zu geben, weil die nicht vollständig bekannt ist.
    Auf der anderen Seite gibt es in Australiens Busch keine Möhren.
    Man füttert trotzdem eine Mischung aus trockenen Samen und Gemüse/ wenig Obst.
    Nur trockene Samen wäre halt zu wenig, und von dem, was die Vögel in der Natur noch aufnehmen (unbekannte Pflanzen, evtl. Insekten) weiß man zu wenig.

    Einen Hund würde ich aus diesem Grunde auch nicht rein vegetarisch ernähren; ich würde mich am Wolf orietieren, der auch pflanzliche Kost fressen kann und dann recherchieren, wie oft Fleisch sein muss und wie viel davon.

    Für viele Tiere lohnt sich sicher ein tägliches oder wöchentliches Programm, bei dem sie gefordert werden, sich zu bewegen, Futter zu suchen wie in der Natur, kreativ zu sein/ zu denken (Probleme zu lösen).
    Langeweile und fehleden Auslastung ist sicher eines der verbreitetesten Probleme vieler Haustiere.
    Und sogar Pferde, die körperlich ausgelastet sind, freuen sich oft über Gelegenheiten zu geistiger Tätigkeit und Kreativität:




    (Ja, und trotz der Videos auch über Gesellschaft!).

    LG
    von Cura

  16. #16

    Standard AW: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Mein Freund wünscht sich schon seit langem einen Hund ich mag Hunde auch. Ich habe mich informiert und es schadet dem Hund nicht, also warum nicht?
    Ich wünsche mir ein Pferd - aber ich habe nicht die Möglichkeiten, es optimal zu versorgen. Deswegen lasse ich es.

    Wenn man, aus welchen Gründen auch immer, nicht in der Lage ist, ein Tier artgerecht zu halten, dann muss man sich dagegen entscheiden - egal, wie nett man das Tierchen findet oder wie stark der Wunsch danach ist.
    Ein Hund ist biologisch gesehen ein Wolf und hat auch dessen Gebiss wie Verdauungstrakt. Die Domestikation hat ihn zäh gemacht gegenüber suboptimaler Ernährung. Kettenhunde in vielen Teilen der Welt leben fast ausschließlich von vegetarischen Abfällen und werden sogar durchaus recht alt damit. Die Frage ist wohl: Will ich meinem Hund das füttern, mit dem er halt überleben kann (auch ein gängiges Argument für Billigfressen vom Discounter), oder will ich ihm die Nahrung bieten, an die er von Natur aus angepasst ist?
    Die überall zitierte "Studie" über vegetarische Ernährung von Hunden stammt von Peta - es handelt sich dabei um eine Befragung von Hundebesitzern zur vegetarischen Ernährung ihrer Tiere. Diese Aussagekraft solcher Studien ist... dürftig.

    Und da komme ich bei der Abwägung zwischen dem Leben, dass wir einem Hund bieten können und dem Leben, dass ein Tierheim einem Hund bieten kann, zu einem positiven Ergebnis.
    Im Tierheim sitzen auch ne Menge Kaninchen und Wellensittiche. Die freuen sich auch über einen Besitzer.
    Die Hündchen kann man dann doch wohl den Menschen überlassen, die diese auch optimal versorgen wollen.

  17. #17
    Nescius
    Gast

    Standard AW: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Zitat Zitat von Chimera Beitrag anzeigen
    Wenn man, aus welchen Gründen auch immer, nicht in der Lage ist, ein Tier artgerecht zu halten, dann muss man sich dagegen entscheiden - egal, wie nett man das Tierchen findet oder wie stark der Wunsch danach ist.
    Ein Hund ist biologisch gesehen ein Wolf und hat auch dessen Gebiss wie Verdauungstrakt. Die Domestikation hat ihn zäh gemacht gegenüber suboptimaler Ernährung. Kettenhunde in vielen Teilen der Welt leben fast ausschließlich von vegetarischen Abfällen und werden sogar durchaus recht alt damit. Die Frage ist wohl: Will ich meinem Hund das füttern, mit dem er halt überleben kann (auch ein gängiges Argument für Billigfressen vom Discounter), oder will ich ihm die Nahrung bieten, an die er von Natur aus angepasst ist?
    Die überall zitierte "Studie" über vegetarische Ernährung von Hunden stammt von Peta - es handelt sich dabei um eine Befragung von Hundebesitzern zur vegetarischen Ernährung ihrer Tiere. Diese Aussagekraft solcher Studien ist... dürftig.
    Du hast immer noch nicht verstanden, dass es keine "artgerechte" Haltung geben kann und Tierhaltung per se eine Beschränkung der Tiere durch den Menschen ist.
    Hunde können meines Wissens nach vegetarisch ernährt werden; und zwar ohne Mangelerscheinungen. Also spricht nichts dagegen, einen Hund vegetarisch/vegan zu ernähren. Das Argument der "Natürlichkeit" wurde ja bereits widerlegt.

  18. #18

    Standard AW: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Hunde können auch an einer Kette gehalten werden.

  19. #19

    Standard AW: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Nescius,

    du bist also der Meinung wenn man durch Tierhaltung den Hund in seiner Freiheit beschränkt zum Ausgleich quasi noch mit veganen Kochkünsten beglücken sollte?
    Das Argument der "Natürlichkeit" wurde nur für diejenigen widerlegt die genau dieses auch so wissen möchten.
    Und nicht jeder Hundebesitzer gibt seinen Hunden Dosenfutter.
    Es ist definitiv "artgerechter" ihm einen toten Vogel/ein Rinderbein hinzuschmeißen anstatt ihm Reis mit Gemüse zu kochen oder Kekse zu backen.
    "Ad viola.Junge,Junge.Flambiertes Korsett.Steigt Eim ja die Feder aus der Matte."::::Bud Spencer

  20. #20
    Nescius
    Gast

    Standard AW: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Zitat Zitat von Chimera Beitrag anzeigen
    Hunde können auch an einer Kette gehalten werden.
    Nur dass der Hund davon nichts hat. Der Halter ebenso wenig. Veg. Ernährung bei Hunden ist nicht im Interesse des Hundes, sondern im Interesse des Halters. Ein Problem entstünde, wenn elementare Interessen des Hundes durch die Einstellung des Halters beschnitten würden. Das ist bei der veg. Hundeernährung aber nicht der Fall. Bei Katzen sieht das schon wieder ganz anders aus.

  21. #21

    Standard AW: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Danke Nescius. Chimera interessiert sich für meine Argumente doch garnicht. Auf die nun eingebrachte Studie habe ich mich z.B. garnich berufen. Es gibt übrigens sogar ein Tierheim, dass Hunde vegetarisch ernährt und damit durchweg gute Erfahrungen gemacht hat.
    Sorry Chimera, aber wenn unnatürlich=schlecht dein einziges Argument ist können wir den Dialog hier abbrechen, da wir auf der Ebene nicht zusammen kommen.

  22. #22

    Standard AW: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Das ist eben die "ich will"-Mentalität.

    Man will einen Hund halten, möchte aber kein Fleisch füttern. Die Alternativen, die ebenso froh wären über ein Zuhause - Vögel, Kaninchen, Meerschweinchen - sind langweilig, man wünsch sich ja einen Hund.
    Was also tun? Natürlichkeit per se als nicht machbar abstempeln und das Raubtier mit Gemüse füttern.

    @ sabji:
    Dein Argument ist "es geht". Es geht so einiges in der Tierhaltung. Die Frage ist nur, ob dies auch vertretbar ist.

  23. #23
    Nescius
    Gast

    Standard AW: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Zitat Zitat von Arvedson Beitrag anzeigen
    du bist also der Meinung wenn man durch Tierhaltung den Hund in seiner Freiheit beschränkt zum Ausgleich quasi noch mit veganen Kochkünsten beglücken sollte?
    Nein. Ich bin der Meinung, dass das Argument, die veg. Ernährung würde das Interesse des Hundes beschneiden, fehl am Platz ist, wenn man sich selbst einen Hund hält, ihm Dosenfutter gibt, an der Leine spazieren führt und/oder in einen Zwinger sperrt.

    Zitat Zitat von Arvedson Beitrag anzeigen
    Es ist definitiv "artgerechter" ihm einen toten Vogel/ein Rinderbein hinzuschmeißen anstatt ihm Reis mit Gemüse zu kochen oder Kekse zu backen.
    Und? Das rechtfertigt was?

  24. #24
    Nescius
    Gast

    Standard AW: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Zitat Zitat von Chimera Beitrag anzeigen
    Das ist eben die "ich will"-Mentalität.

    Man will einen Hund halten, möchte aber kein Fleisch füttern. Die Alternativen, die ebenso froh wären über ein Zuhause - Vögel, Kaninchen, Meerschweinchen - sind langweilig, man wünsch sich ja einen Hund.
    Was also tun? Natürlichkeit per se als nicht machbar abstempeln und das Raubtier mit Gemüse füttern.
    Ich habe nicht behauptet, dass ich für Tierhaltung bin. Aber u.U. ist eine Tierhaltung notwendig (bei ausgesetzten Hunden z.B.); und an dieser Stelle kommt eben der "Kompromiss" der veg. Ernährung ins Spiel.

  25. #25
    Neuling Vegetarier und Veganer

    Standard AW: Tierhaltung- lehnt ihr sie ab oder nicht?

    Zitat Zitat von Chimera Beitrag anzeigen
    Das ist eben die "ich will"-Mentalität.

    Man will einen Hund halten, möchte aber kein Fleisch füttern. Die Alternativen, die ebenso froh wären über ein Zuhause - Vögel, Kaninchen, Meerschweinchen - sind langweilig, man wünsch sich ja einen Hund.
    Was also tun? Natürlichkeit per se als nicht machbar abstempeln und das Raubtier mit Gemüse füttern.

    @ sabji:
    Dein Argument ist "es geht". Es geht so einiges in der Tierhaltung. Die Frage ist nur, ob dies auch vertretbar ist.
    Diese Unterstellung finde ich ziemlich unverschämt. Eine "Ich will Haltung " ist doch gerade dadurch geprägt, dass mensch sich vor der Erfüllung eines Wunsches nicht darum schert ob es geht und anders als ich es gamacht habe Vor- und Nachteile und mögliche Riskien nicht vor der Entscheidung informiert und rational abwägt.

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