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Hallo,
da ich mich im Moment auf der Suche nach guten (wasserdichten, warmen) Winterschuhen befinden, die zudem noch möglichst günstig sein sollen, bin ich schon des öfteren bei Ebay und Co gelandet.
Nun stellt sich mir die Frage: Findet ihr es ok, gebrauchte Lederartikel (z.B. Schuhe) zu kaufen?
Meine Lederschuhe aus "Nicht-vegan-Zeiten" trage ich noch.
Wäre ja sinnlos nun Neue zu kaufen, da die schon echt lange halten.
Aber gebrauchte Ledersachen kaufen? Was denkt ihr?
LG,
ginny
Geht gar nich. Überlass die Sachen lieber einem armen Omni der sich sonst neue Lederschuhe kaufen müsste. Es gibt hier einen Schuh-Thread, vielleicht findest du dort Inspiration.
Meine Lederstiefel trage ich auch noch, aber ich werde sie durch vegane ersetzen, sollten sie eines Tages auseinanderfallen. Ich kaufe ja auch keinen Käse nur weil er runtergesetzt ist und sonst vielleicht weggeworfen wird.
Seid Ihr Vegitarier seit leidet ihr an haufen Weise Mängel!einself
Ich würde mittlerweile sagen, es kommt stark drauf an was es für Alternativen gibt. Wenns günstig sein soll, wäre es sinnvoller sich was gebrauchtes zu holen aus gutem Material, als Gummischuhe von Deichmann. Vor ein paar Tagen habe ich mir für umgerechnet 6 Euro einen super schicken Wollmantel gekauft. In gutem Zustand und der wird auch ne Weile noch halten. Finde ich um Längen besser als KiK und das Geld dafür ist gleichzeitig eine Spende an einen Frauenverein. Besser geht es für mich nicht.
Ich kaufe auch keine gebrauchten Lederwaren.
Ich hab den Unterschied, auch als ich noch Lederwaren gekauft habe, nie verstanden, warum ich keine neuen Lederschuhe kaufe, aber gebrauchte und der Verkäufer kauft sich mit meinem Geld neue Lederschuhe (eben Salzsteuerins Argument).
Zudem fühle ich mich schon zunehmend in meinen alten Lederstiefeln unwohl. Die trage ich zwar noch auf, aber nach außen bin ich doch die Vegetarierin, die keine Tiere essen will, aber die Leder (also auch totes Tier) kauft/trägt. Finde ich eher unangenehm.
Ophelias Argument kann ich aber auch sehr gut nachvollziehen und hat in meinen Augen auch etwas handfestes.
"Die Welt existierte, um gelesen zu werden. Und ich las sie."
Aber woher will ich denn wissen, was der Verkäufer vom Bioladen sich mit dem Geld kauft was ich für Tofuwürstchen ausgebe?
Das ist kein Argument.
Wenn Geld keine Rolle spielt dann investiert man als Veganer in faire Kleidung (denn Menschen sind auch irgendwie Tiere). Wenn Geld knapp ist, dann investiere ich doch nicht in Ausbeuter-Betriebe, nur damit das Label stimmt? Zudem müsste man ja auch drauf achten, dass der Kleber vegan ist. Ich würde einem Veganer mit knappen Geldbeutel auf jeden Fall zu Second Hand (auch wenn die Ware unvegan sind) raten. Ist günstig, schont die Umwelt und ist auf alle Fälle besser als Billig-Ware.
Geändert von Ophelia (18.11.2011 um 17:31 Uhr)
Ich sehe es ähnlich wie Ophi... (Unvegane) Secondhand Ware erhöht nicht den Konsum, d. h. die Firmen produzieren deswegen nicht mehr unvegane Produkte. Andererseits unterstützt man eben auch nicht die Firmen, die vegane bzw. fair gehandelte Waren anbieten. Aber wenn man sich hochwertige, vegane, faire Ware eben nicht leisten kann, sehe ich kein Problem, wenn man auf Secondhand Produkte zurückgreift.
Hm, das finde ich doch recht oberflächlich... Wer sich daran stört, kann dich doch ansprechen und du klärst auf. Ich trage auch noch H&M Klamotten, Lederstiefel, Wollsocken... Und wer mich nur aufgrund unveg* Kleidung für inkonsequent hält, kann mir sowieso gestohlen bleiben. ;-)
Hail Seitan! \m/
Da hast Du Recht. Aber in meinem Kopf ist das irgendwie drin.Zitat von Ophelia
Zudem wollte ich mich auch mehr Salzstreuerins Argument anschließen, dass nicht der Verkäufer, sondern ein anderer Omni dann vielleicht besser mit den gebrauchten Schuhen vorlieb nehmen soll anstatt neue zu kaufen. Der Ansatz ist wohl schlüssiger.
Auch Dir gebe ich recht. Und um Inkonsequenz geht es mir auch nicht. Mich nervt es nur ab und zu einfach.Zitat von Jule86
Ich wollte aber auch einfach nur ginny meine Gedankengänge dazu schreiben. Ein richtig oder falsch soll sich daraus nicht ableiten lassen.
"Die Welt existierte, um gelesen zu werden. Und ich las sie."
Das Argument von Salzstreuerin passt mir nicht. Wenn ich mir keine vegetarischen, fairen Schuhe leisten kann dann muss ich wenn ich nicht Second Hand kaufe, zu minderwertiger Billgneuware greifen.
Damit ist weder mir geholfen (schlechte Qualität der Schuhe, hält vll einen Winter) noch dem Tier das da in Kleberform an meinem Fuss hängt noch den Menschen die in irgendwelchen weitweitweg Fabriken ausgebeutet werden.
Ich muss also in Menschenausbeutung investieren, damit ein Omni nicht eventuell in Tierausbeutung investiert. Verstehe ich nicht.
Tante Edith : Was mir aber einfällt zu dem Thema ist, dass man ja auch seinen Freundeskreis abklappern könnte. Also Freundinnen/Bekanntinnen/Verwandtinnen () mit Schuh-Tick hat jeder und wenn man Glück hat, kann findet sich eine gute Seele die sich von einem Paar Tretern trennen kann. Ob nun für lau oder für ein kleines Geschenk oder einen wilden Kuss, es wäre doch auch noch eine Option!
Geändert von Ophelia (18.11.2011 um 20:28 Uhr)
Oder zu hochwertigeren Second-Hand Schuhen, die nicht aus Leder sind.Zitat von Ophelia
Zitat von Ophelia
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"Die Welt existierte, um gelesen zu werden. Und ich las sie."
Wenn er es denn täte! Secondhand-Ware wird oft zu Ramsch-Preisen in Entwicklungsländer verschachert, weil die niemand kauft hier. Dort konkurrenziert sie die dann lokale Textilindustrie. Man nimmt keinem Omni was weg, wenn man Secondhand was kauft. Man ermöglicht höchstens dem afrikanischen Zwangsveganer, einen Job in der Textilindustrie zu finden. Wenn man menschliches Elend berücksichtigt, dürfte Secondhand-Ware auf alle Fälle gut abschneiden. Eine Lederjacke würde ich aber aus ästhetischen Gründen nicht kaufen wollen. Leder-Irgendwas wäre generell ein Grenzfall.
Ich sehe das in allen Punkten wie Ophi.
Ich habe noch ein paar alte Lederstiefel, die ich nicht wegwerfe. Neue kaufen kommt natürlich nicht in Frage.
Aber Second Hand oder gar aus dem Freundeskreis oder von der Familie kann ich durchaus akzeptieren.
"Es rieselt ihm auch nicht trüb-mürbe das Gehirn aus der Nase, was ein Gehirn anstandshalber tun sollte, nachdem es sowas gedacht hat... Nein, er sagt es einfach so, als würde er es wirklich glauben."
Danke für die Antworten!
Ist wirklich ein interessanter Gedanke, daran hab ich noch gar nicht gedacht
Das war der Grund, weshalb ich mir überlegt hab evtl. auch Leder zu gebraucht zu kaufen.
...natürlich die beste Möglichkeit. Nur sind nun mal viele hochwertige Schuhe aus Leder, wenn auch nicht alle.
Ist auf jeden Fall auch eine gute Idee. Ich trage im Moment auch die „alten“ (wurden eigentlich nie benutzt) Leder-Wanderschuhe meine Oma (kann sie aufgrund körperlicher Verfassung nicht mehr benutzen). Sah auf den Hütten immer irgendwie sonderbar aus, wenn zwischen all den Wanderschuhen meine weißen Joggingschuhe standen![]()
Die letzten Lederklamotten habe ich mir gekauft, ehe ich Vegetarier wurde. Und ich habe auch kein Problem damit, die weiter zu tragen.
Und mit 10 € für eine alte Lederjacke auf dem Flohmarkt unterstütze ich auch keine Industrie, sondern den Studenten der seinen Kleiderschrank ausmistet
Das einzige, wo ich mir nicht ganz sicher bin, ist die Wirkung auf andere... ob die dann denken "Der Vegetarier da trägt Leder, also ist das wohl okay". Ich glaube zwar nicht, dass ich ein Trendsetter bin und jemand was kauft nur weil ich sowas hab... aber man weiß ja nie.
99% of all cookies are eaten by <1% of all monsters.
#OCCUPY SESAME STREET
@Moewe
Pragmatisch und richtig!!
"Ad viola.Junge,Junge.Flambiertes Korsett.Steigt Eim ja die Feder aus der Matte."::::Bud Spencer
Wow, was seid Ihr denn für Vorzeige-Veggies?
Voll normal, einfach Leder kaufen bla. Niemand hat ein Problem damit, die Haut toter Tiere am Körper zu tragen?
Kann ich nicht verstehen und finde es etwas traurig.
Wolle ist da eher nachvollziehbar, aber LEDER????
Auftragen, na gut, meinetwegen. Aber sowas auch in Second Hand neu kaufen? Geht gar nicht.
Fakerbande.
edit: Ja, da seid Ihr sprachlos, was?
Stimmt, da gab es ja doch noch so etwas wie Ethik bei all den tollen Gründen, Veg* zu sein...
Geändert von funkymunky (19.11.2011 um 11:49 Uhr)
Zitat von Jagdfreund
Jetzt übertreib mal nicht.
Es ging hier nicht darum, dass irgendjemand besonders scharf darauf ist Leder zu tragen.
Ich für meinen Teil mache es absolut nicht gern, trage meine Lederstiefel nur, wenn es sich gar nicht vermeiden lässt, ansonsten vertrete ich auch eher die Fraktion "ein Paar Wollsocken mehr tut's auch".
Ich besitze außer einem alten paar Stiefel auch keinerlei Lederartikel, nicht mal einen Gürtel, Geldbeutel, auch kein Handtäschchen und was es sonst noch für Kleinigkeiten gibt.
Ich bin auch noch nie in einen Second Hand Laden gegangen und hab mich nach Lederprodukten umgeschaut. Wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, werde ich niemals Ledersachen kaufen.
Bisher lässt es sich auch wunderbar vermeiden.
Aber davon ab das Tierhaut zu tragen durchaus eklig ist, ging es hier um eine andere Frage.
Ich finde es übrigens genauso eklig Schuhe zu tragen, die von kleinen Kinderhänden unter widrigsten Bedingungen hergestellt wurden.
Und daher mache ich folgende Ausnahme:
Wenn es unmöglich ist, dass sich jemand ein Paar hochwertige, vegane Winterschuhe kauft, dann ist es mir lieber, er/sie kauft sich einmal ein Paar Lederschuhe (natürlich NUR Second Hand), als jedes Jahr ein weiteres Paar Billigschuhe aus Indonesien. (Ich mache weder das eine, noch das andere)
Hier betonen einige ja oft, dass ihnen ein Tierleben genauso wichtig ist, wie ein Menschenleben.
Aber niemand sagt: ein Menschenleben ist mir genauso wichtig wie ein Tierleben.
Man ist auch nicht gerade ein Vorzeige-Veggie, wenn man es okay findet Menschen auszubeuten.
Für mich gilt der Grundsatz der Leidverminderung/-vermeidung auch für Menschen.
Und verzeih bitte, dass du erst so spät eine Antwort bekommen hast, möglicherweise hängt nicht jeder Samstagmorgens vorm PC rum...
"Es rieselt ihm auch nicht trüb-mürbe das Gehirn aus der Nase, was ein Gehirn anstandshalber tun sollte, nachdem es sowas gedacht hat... Nein, er sagt es einfach so, als würde er es wirklich glauben."
Nu ma nich hier so auf die Füße getreten fühlen. Und wie es für einen fühlenden Menschen einen Unterschied macht, ob man sich ein gebrauchtes Lederstück neu kauft oder sein altes aufbraucht.
Vielleicht ist es ja ein Fetisch, möglichst viele unterschiedliche tote Tiere an den Füßen haben zu wollen. Ist ja auch problemlos weil viel harmloser als Kinderarbeitschuhe. Rationaliät ist toll?
Und koerschken: Mit der gleichen Argumentation ist es auch ok, indonesische Kinderarbeitschuhe Second Hand zu kaufen? Ja, oder?
Zitat von Jagdfreund
Eigentlich fühl ich mich gar nciht angesprochen, da ich ja ungern Leder trage.
Mit keiner Silbe habe ich sagen wollen, das Leder weniger schlimm ist als Kinderarbeit. Nur dass neugekaufte Kinderarbeit schlimmer ist als aufgetragenes Leder.
Schwierig. Natürlich wäre es am Besten, wenn weder Kinderarbeit noch Tierleid an unseren Füßen hängen würden.
Aber in beiden Fällen ist Second Hand besser als Neu.
Lieber SH Leder als neue Kinderarbeit. Lieber SH Kinderarbeit als neues Leder. Am allerliebsten gar nichts davon!
Ich weiß nicht, was daran jetzt so unverständlich ist.
Wie gesagt, die Vorwürfe brauchst eh nicht mir zu machen, ich sag ja, ich finde Leder mehr als unangenehm.
Ich find ja auch gar nicht, dass du Unrecht hast, nur dein Tonfall gefällt mir nicht.
Aber lass das jetzt nicht zu einem Streit werden, zumindest hab ich da kein Interesse dran.
"Es rieselt ihm auch nicht trüb-mürbe das Gehirn aus der Nase, was ein Gehirn anstandshalber tun sollte, nachdem es sowas gedacht hat... Nein, er sagt es einfach so, als würde er es wirklich glauben."
Klar, das aber ist individuell. Wenn man einen secondhand Lederartikel kauft, leidet oder stirbt kein Tier, man unterstützt keine Firmen, die diesen produzieren usw. Ob man selbst damit klar kommt, ist eine andere Sache und muss jeder für sich entscheiden.
Unter den gegebenen Umständen, sicher. Manche haben eben ein kleines Budget und müssen Prioritäten setzen. Ich persönlich spare lieber eine Weile für gute, vegane, faire Schuhe, aber Secondhandware würde ich immer vorziehen, bevor ich zu ausbeuterischen Schuhen greife.
Hail Seitan! \m/
Mein Anliegen in diesem Fred mitzuschreiben war, dass ich ginny helfen wollte und sie sich hoffentlich ein paar Gedankensplitter mitnehmen konnte. Es ist schön, dass User wie Moewe, Hareigev, Jule und Koerschi sich die Zeit genommen haben um auch ihren Senf dazu zu geben um dem Fred qualitativ nützlich zu machen für Veggies die sich irgendwann die gleiche Frage stellen wie ginny.
Alles andere was hier von Funky geschrieben wurde finde ich nicht verwertbar und es wundert mich bei gewissen Beiträgen nicht um das Image, dass das Hauptthema dieses Forums begleitet. Es geht hier nicht um dekadente Hobbys, sondern darum wie man den Alltag vegan meistert. Es kann nun nicht jeder zu sauteueren vegetarischen superdupi Schuhen greifen. Auch wenn man sich die Altersklasse hier ansieht, finde ich es nützlich günstige Möglichkeiten aufzuzeigen, die Mensch und Tier schonen.
Sorry dass ich das mal aus dem Zusammenhang reiße, aber dieser Kommentar klingt für mich irgendwie sonderbar. Es geht doch nicht darum dass jeder versucht den Preis des Veganers No.1 zu gewinnen. Das ist hier ist kein Wettbewerb und das Forum (sollte) kein Platz (sein) um sich hier gegenseitig anzustacheln und "Gewinner" (die die sich immer adäquat verhalten und mit jeder Situation umzugehen zu wissen) und die "Verlierer" (die eben über solche Fragen wie die Ausgangsfrage von ginny nachdenken) zu sortieren.
Zum Thema: Ich persönlich würde mir keine Second-Hand-Lederwaren kaufen, alleine von dem Geruch von Leder wird mir schlecht. Letzendlich muss jeder selber wissen ob dies mit seinem Gewissen vereinbar ist.
Da ich keine Lust habe mir weiterhin mir diese Teilweise dummen Beitreage anzutun, werde ich diese Forim eine Weile den Ruecken kehren. Wer weiterhin Kontakt moechte kann sich gerne per PN bei mir melden.
Freds wie dieser hier machen Veganismus greifbarer, weil er sich vermehrt da anpasst wo er in der Realität oft scheitert.
Einen Besuch im vegetarischen Schuhladen kann man sich natürlich nicht nur als Bonze leisten, aber wenn das Geld nicht da ist und eine Lösung gerecht sein muss, dann halte ich die Behandlung solcher Fragen durchaus für legitim und wichtig. Und die Lösung zu Second Hand zu greifen erscheint mir als fair für Mensch und Tier.
Investitionen in Ausbeuterbetriebe kann nicht vegan sein, auch wenn die Sklaven/Leidtragenden keine Tiere sind. Da würde für mich das Gewissen ansetzen.
Ich hoffe in diesem Forum werden öfter solche Themen behandelt und die, die dann eine Antwort suchen erhalten mehr als eine heuchlerische Emo-Klatsche.
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