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Thema: Jagd und Jäger

  1. #1
    Benutzer Vegetarier und Veganer Vegetarierforum.com ist ein Treffpunkt für Vegetarier und Veganer.
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    Standard Jagd und Jäger

    Direkt vorab, ich bin ein Jäger. Komme aus einem Jägerhaushalt und bin mit der Jagd und der Jägerschaft groß geworden. Da sich in letzter Zeit die negative Presse zum Thema Jagd häuft, habe ich mal ein bischen im Netz recherchiert - und bin auf Euer Forum hier aufmerksam geworden. Ich würde gerne! sachlich zu diesem Thema diskutieren.

    Was mich erschreckt ist die Tatsache, wie über eine so große Gruppe von Menschen pauschal geurteilt wird. Was ich extrem beunruhigend finde ist wie offen, wenn auch evtl. nur zum Spaß, zu Sabotage und Sachbeschädigung aufgerufen wird. (Hochsitze "ansägen")

    Wenn jemand vegetarisch oder vegan leben möchte habe ich da kein Problem mit.
    Die Toleranz die von Euch gefordert wird, die Offenheit für neue Ideen die von Euch gefordert wird, lasst Ihr dem Thema Jagd gegenüber sehr vermissen.
    Pauschaliäten sind hier wirklich fehl am Platz.
    Sicherlich ist das Thema Jagd verbesserungswürdig - und wir haben auch einige Bekloppte in unseren Reihen - aber nicht mehr als in anderen Gruppen auch.

    Erwartet bitte nicht von mir, das ich auf "alles" immer die richtige Antwort habe, aber ich glaube das der Dialog das einzige ist was ein miteinander zumindest erträglicher macht.

    Bin sehr gespannt auf Eure Fragen und ähnliches.

  2. #2

    Standard AW: Jagd und Jäger

    Hallo!

    Erstmal Respekt dafür, dass du dich hier anmeldest. Mit sehr viel Verständnis würde ich aber nicht rechnen. Wenn du zu Toleranz aufrufst, solltest du verstehen, dass für viele Menschen, die sich vegan ernähren, das fundamentale Interesse eines Tieres dasselbe Gewicht wie jenes eines Menschen hat. Man könnte es also damit vergleichen, dass jemand SomalierInnen "abschießt" um sie vor dem Hungertot zu retten. (Sorry, für diesen zugegebenermaßen krassen Vergleich.) Da würdest du Toleranz wohl auch als unangebracht betrachten.

    Ich sehe die pauschale Verurteilung von JägerInnen als dumm ect. allerdings auch als kritisch und denke, dass sich einige durchaus Gedanken zb. über ökologisches Gleichgewicht ect. machen - ich kenne aber auch einige, die einfach nur einen Knall haben, sorry.

    Das wars auch schon wieder von mir.
    "Die Speisekarte in der Hand,seh ich über den Tellerrand[...]
    die Würde des Schweins ist unantastbar." (Reinhard Mey)

  3. #3

    Standard AW: Jagd und Jäger

    Zugegeben, meine Kenntnisse über die vegane Lebensweise halten sich in Grenzen. Aber der Vergleich, Menschen zu töten um sie vor dem Hungertod zu retten, hinkt schon gewaltig. Was hat das jetzt bitte mit Jagd zu tun?

    Hier stehen neben ökologischen sicherlich auch wirtschaftliche Interessen im Vordergrund.
    Forstwirtschaft und Wilddichte.
    Landwirtschaft und Wilddichte.
    Ausgeglichener Wildbestand - aktuell einziger Beutegreifer ist der Jäger oder der Straßenverkehr.
    Auch wenn es euch weh tut, Fleischgewinnung.
    Ausgeglichener Wildbestand und Arterhaltung.

    Wenn man Landwirt ist, oder Forstwirt, und davon leben muß sieht die Sache schon anders aus.

    Es ist immer leicht, über eine Sache zu urteilen, mit der man im Alltag wenig zu tun hat oder konfrontiert wird. Auch das Bild über den Jäger, ihr habt hier im Forum in einem Beitrag ein paar der Lächerlichkeit preisgegeben, ist ziemlich stereotyp.

    Auch die Jägerschaft ist extrem angenervt was den Umgang mit der Natur, dem Wild durch den Menschen angeht.

    Zum Einstieg mal ein einfaches Beispiel. Der Klassiker, Hund im Wald bitte an die Leine.
    Auch hier suche ich den Dialog. Versuche zu erklären warum. Viele Hundebesitzer haben ihren Hund nämlich nicht besonders erzogen -der Hund hört schlicht und einfach nicht.
    Also geht er los, sucht und schnüffelt im Unterholz, im Dickkicht. Das erzeugt Streß für das Wild - das z.B. Rehwild eigentlich tagaktiv aber durch die hohe Besuchsdichte im Wald, mittlerweile nachtaktiv, geworden ist. Aber auch ich kenne Hundebesitzer die ihren Hund gut im Griff haben. Wenn ich das sehe - kann dieser auch unangeleint in der Nähe seines Menschen laufen - Null Problemo.

    Aber allein dieser Satz: Würden Sie bitte Ihren Hund anleinen. Dann sind wir die Waldpolizei. Dann wird geschimpft - oder kurz nachdem wir weg sind, wird der Hund wieder losgemacht. Das nervt. Nach geschätzten 200 Gesprächen zum selben Thema lässt die Bereitschaft zum erklären nach!
    Denn, wie passend, wie es in den Wald hineinschallt - so schallt es auch hinaus.

  4. #4

    Standard AW: Jagd und Jäger

    Also,
    erstmal natürlich top das du hier das Gespräch suchst.

    Der Vergleich mit dem erschießen von Menschen hinkt kein bisschen. Es ist genau so Mord, und ohne diese Diskussion erstmal geführt zu haben (Ethik) ist es unmöglich über Jagdt zu diskutieren, wobei sich das danach eh erledigt hätte. - Ihr Jäger seid schlicht ein weiterer Zweig des absolut kranken Bewusstseins des Menschen.
    Das meine ich aber nicht böse, schließlich suchst du ja wenigstens den Austausch.

    liebe Grüße
    Ich will in der Scheinwelt keinen tieferen Einblick. Nur lange schlafen, damit der Tag schnell wieder vorbei ist.
    ...Gott lebt...

  5. #5

    Standard AW: Jagd und Jäger

    Aber der Vergleich, Menschen zu töten um sie vor dem Hungertod zu retten, hinkt schon gewaltig. Was hat das jetzt bitte mit Jagd zu tun?

    Hier stehen neben ökologischen sicherlich auch wirtschaftliche Interessen im Vordergrund.

    Naja, das wäre die einzige Begründung, der ich zumindest ein wenig Verständnis entgegenbringen könnte, dass es für das Tier evtl weniger qualvoll ist, erschossen zu werden als zu verhungern. Aber deine Bemerkung bzgl wirtschaftlicher Interessen hat mich auch schon wieder desillusioniert. Was genau möchtest du eigentlich mit diesem Thread bezwecken - uns von der wirtschaftlichen Notwendigkeit von Wildbret überzeugen?

    Das erzeugt Streß für das Wild - das z.B. Rehwild eigentlich tagaktiv aber durch die hohe Besuchsdichte im Wald, mittlerweile nachtaktiv, geworden ist.
    Ähm, das ist jetzt aber wohl nicht ernst gemeint, oder? Ich denke wohl eher, dass der Jagddruck das Wild von den Weideflächen fern hält (was ja durchaus gewollt ist.)
    Das dem so ist, kann ich leicht selbst erkennen, ich fahre täglich neben einem wirklich sehr stark frequentierten Hundefreilaufgebiet mit dem Rad. Dort sehe ich bei weitem mehr Wild, als in meiner Zeit am Land, da dort keine Jagd stattfindet im Gegensatz zum Umland.
    Geändert von PoweredByTofu (07.08.2011 um 19:52 Uhr)
    "Die Speisekarte in der Hand,seh ich über den Tellerrand[...]
    die Würde des Schweins ist unantastbar." (Reinhard Mey)

  6. #6

    Standard AW: Jagd und Jäger

    Jagdfreund lass es - schau in die Suchfunktion - gibt dort ellenlange Treads über Jagd. Hardcore Veganer sind Bildungsressistent in diesem Thema. Ist wie mit Islamisten über andere Religionen zu diskutieren - es gibt nur eine wahre Religion - Allah ist allmächtig.
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten!

  7. #7
    Ralik
    Gast

    Standard AW: Jagd und Jäger

    Nein, Gabor, es ist eher so wie mit Gegnern der Todesstrafe. Vegetarier und Veganer wollen nämlich niemanden töten - nur, falls Dir das jetzt neu war. Ist so ein gaaaanz kleines bisschen anders als bei Islamisten... geringfügig

    An den Jadgdfreund: Falls Du an der Sichtweise von (vielen) Vegetariern und Veganern interessiert sein solltest - und da Du den Vergleich, den PoweredbyTofu gebracht hat, nicht nachvollziehen konntest - zur Information könnte der Wikipedia-Artikel zum Thema Tierrechte ganz interessant sein.

    Zur Information - nicht zur Missionierung.
    Geändert von Ralik (07.08.2011 um 23:06 Uhr)

  8. #8

    Standard AW: Jagd und Jäger

    Die Natur hat ja ihren Kreislauf (Fressen und gefressen werden)
    Das gilt doch bei den Wildtieren ebenfalls. Ein Hase wird ja z.B. vom Fuchs gefressen oder? (hab da nicht so viel Ahnung)
    Wenn kein Mensch mehr jagen würde und wir das der Natur einfach selber überlassen, würde es dann noch immer "zu viele Tiere" geben, die uns (ganz böse ausgedrückt) die Feldfrüchte oder was auch immer wegessen?

    Ich komme selber vom Land, wohn gleich neben den ganzen Feldern und sehe oft Rehe, Hasen oder Fasan. Neulich hatte ich sogar das Glück, 2 Rehen vom Fenster aus beim herumlaufen zuzusehen. Ich verstehe einfach nicht, wie man so wunderschöne Tiere einfach erschießen kann?
    Daher hätte ich eine Frage: Wie fühlst du dich dabei wenn du ein Tier erschießt? Hast du den überhaupt kein Mitleid?
    Wer anderen ein Schule baut muss selbst hinein

  9. #9
    Braunie
    Gast

    Standard AW: Jagd und Jäger

    Wenn Du dich als Raubtierersatz statt als Nahrungsbeschaffer verstehst brauchst Du wirklich keine sachliche Diskussion zu meiden.

    Hätte auch mal paar Fragen:
    Wie siehst Du die Winterfütterung?
    Und weil Du ja die Wirtschaftlichkeit angesprochen hast: Suchst Du ein Jagdrevier nach möglichst geringem Ausgleich von Wildschäden und vielen Trophäen aus?

  10. #10

    Standard AW: Jagd und Jäger

    Zitat Zitat von Smiley Beitrag anzeigen
    Die Natur hat ja ihren Kreislauf (Fressen und gefressen werden)
    Das gilt doch bei den Wildtieren ebenfalls. Ein Hase wird ja z.B. vom Fuchs gefressen oder? (hab da nicht so viel Ahnung)
    Wenn kein Mensch mehr jagen würde und wir das der Natur einfach selber überlassen, würde es dann noch immer "zu viele Tiere" geben, die uns (ganz böse ausgedrückt) die Feldfrüchte oder was auch immer wegessen?
    Einige Tiere haben ja hier keine Fressfeinde mehr - zum Beispiel Wildschweine.
    Wildschweine können an Felder wirklich erheblichen Schaden anrichten, und sind durch Zäune oder ähnliches auch nur sehr schwer vom Feld fernzuhalten.
    Eben wegen des überreichen Nahrungsangebots durch die Landwirtschaft vermehren sie sich dann stark - und auf der Suche nach neuen Revieren siedeln sie sich in Parks oder Gartensiedlungen an, wo sie zur Gefahr für Menschen werden können.

    In diesem Fall finde ich das Abschießen der Tiere zwar immernoch nicht gut, aber ich weiß auch keine bessere Lösung.
    Einfangen und Umsiedeln löst ja das Problem nicht - wo sollten wir die Tiere denn hinbringen, wo sie nicht gleich wieder in der Nähe des Menschen sind? Unberührte Wälder fernab der Zivilisation sind ja in Deutschland leider Mangelware.
    99% of all cookies are eaten by <1% of all monsters.
    #OCCUPY SESAME STREET

  11. #11

    Standard AW: Jagd und Jäger

    Zitat Zitat von Jagdfreund Beitrag anzeigen
    Denn, wie passend, wie es in den Wald hineinschallt - so schallt es auch hinaus.
    So siehts aus...nicht wahr?
    Das Leben ist eine
    dominoartige Verkettung aus Scheiße

  12. #12

    Standard AW: Jagd und Jäger

    Junge, Junge...
    Und ich geh mal davon aus, das Ihr noch friedlich mit mir umgeht.

    Also, das grundsätzliche Problem zwischen uns ist also das generelle töten von Tieren. Laut Liebeskrieger müsste hier erstmal die Ethik Diskussion einsetzen.
    An dieser Stelle verweise ich gern einfach mal auf Mutter Natur.
    Das Tiere Tiere fressen ist also ok, das Menschen Fleisch essen nicht?
    Das der Mensch ein Allesfresser ist, ist auch bekannt.
    Um Fleisch zu gewinnen....ist klar. Trotzdem kann mann Rinder und Schweine artgerecht halten - an dieser Stelle gebe ich Euch uneingeschränkt recht.
    Allerdings, so ist das wirtschaftliche System, muß das bezahlt werden.
    Deshalb sind echte Bioprodukte auch deutlich teuer.

    Die Jagd in Deutschland ist weitesgehend so ausgerichtet möglichst "waidgerecht" zu jagen. Sprich, schnell zu töten ohne unötigen Schmerz!
    Die Achtung vor der Kreatur ist oberstes Gebot. Jetzt bitte keine dummen Sprüche - das ist absolut ernst gemeint.
    Jagdgeschosse, sind beim Militär verboten, sind Zerlegungsgeschosse.
    Ich erspar auch die Details, soll nur bedeuten das möglichst effektiv und schmerfrei das Wild erlegt wird.

    Zu Smiley
    Mitleid, hmmm?! Ja und nein.
    Ich bin ein absoluter Tierfreund, auch wenn das für Euch paradox klingt.
    Das töten löst bei mir keinen Kick aus, obwohl viele von Euch das glauben.
    Ich empfinde die Jagd mehr als eine Aufgabe, schwer zu beschreiben.
    Ich kann übrigens auch gut das Gewehr in der Ecke stehen lassen und mir die Tiere einfach nur anschauen.


    Zu Tofus Beitrag.

    Das Beispiel mit den Somaliern hinkt doch.
    Beispiel Schwarzwild (Wildschweine)
    Diese Kameraden haben außer dem Straßenverkehr keinen Freßfreind.
    Durch die milden Winter (hohe Bucheckern und Eichelmast im Wald) und die großen landwirtschaftlichen Flächen finden sie ein überaus großes Nahrungsangebot.
    Dies führt zu starkem anwachsen der Population und zur Aufhebung der Paarungszeit. Bedeutet die Jungs und Mädels paaren sich ganzjährig und nicht wie normalerweise nur im Dezember. Wenn jetzt nicht per Jagd eingegriffen wird passiert erstmal folgendes:
    1. hohe Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen
    2. hohe Schäden an forstwirtschaftlichen Flächen
    3. hohes ansteigen von Wildunfällen
    4. Wildschweine in den Vorgärten (siehe Berlin)
    5. Schweinepest (in den letzen Jahren oft ausgebrochen, letztens im Rhein-Gebiet)

    Also, bevor das erste Tier verhungert (Deine Begründung) passiert vorher schon eine ganze Menge - und wir haben noch nicht über rein Rassenspezifische Probleme gesprochen, da keine Selektion stattfindet.

    Hier schleicht sich mir ein Verdacht auf.
    Die Argumente die teilweise gegen die Jagd kommen sind substanziell eher schwach, oberflächlich. Das Töten ist das Problem. Alles andere wird ausgeblendet.
    Und ich weiß, Rehe sind niedlich. Kleine Kanninchen auch.
    Eure streunende Hauskatze frisst ohne groß nachzudenken das Kanninchen.
    Euer Mischling das Reh. Beide denken da nicht so richtig drüber nach, es liegt in Ihrer Natur. Also kommt mir bitte nicht mit Mensch und Tier sind gleich.
    Was nicht heißt, das mann Tiere schlecht behandeln oder quälen muß.
    Schreib ich direkt mal präventiv.


    Desweiteren haben wir in Deutschland (das beste Jagdgesetzt weltweit, kein Witz) feste Jagd- und Schonzeiten. Ich kann nicht wann, wo und wie ich will jagen. Wir haben mehrere Behörden die das auch überwachen. Es wird also nicht andauernd alles gejagt - soviel zum Jagddruck. Das Rehwild sich an örtliche Begebenheiten gewöhnt ist nichts besonderes. Bei meinen Eltern stehen auch ständig Rehe im Garten. Übrigens auch auf den von uns Jägern angelegten Wildäckern. Oder auf den landwirtschaftlichen Flächen, oder, oder, oder - also Jagddruck sorry, gilt nicht.


    Zu Braunie
    In Notzeiten wird zugefüttert! Die Notzeit wird von der Jagdbehörde bestimmt.
    ...und wenn die sagen es muß zugefüttert werden, dann muß wirklich zugefüttert werden.

    Ich kenne nicht ein Jagdrevier was seine Umkosten deckt!! Jagd kostet Geld.
    Kein Revier wirft auch nur einen cent Gewinn ab. Diese Leute sind mit Leidenschaft bei der Sache. Sicher auch ein paar Idioten - aber überwiegen (meine Erfahrung) gute Leute. Trophäen- und der Kult darum gehören seit Urzeiten zur Jagd. Manche machen sich viel daraus, manche nicht.

    Nur zur Kosteninfo:
    Wir zahlen Jagdsteuer - die absolut lächerlich ist!
    Wir bergen verunfalltes Wild - ohne Bezahlung, zu Tag und Nachtzeiten.
    Wir zahlen Jagdpacht.

    usw.

    So, relativ viel Text von mir. Bin gespannt auf Eure Antworten.

  13. #13

    Standard AW: Jagd und Jäger

    @ Rosen rot. Ich kenne kein Kaliber 66? Ist so ungefähr das selbe Niveau wie: Vegetarier fressen meinem Futter (Fleisch) das Futter weg. Superlusig.

  14. #14

    Standard AW: Jagd und Jäger

    Grundsätzlich sollte man sich als Jäger schon am Anfang die Frage stellen. Welche Funktion führe ich später in der Natur aus. Bin ich der, der nur jagen geht um die Tiere hinterher auszustopfen und vor dem Kamin zu stellen. Bin ich der Jäger, der als Raubtierersatz fungiert weil es der Mensch machen muss. Weil der Wildbestand so durcheinander ist das es ohne eine menschliche Regulierung komplett ausarten würde. Was in vielen Regionen bei den Wildschweinen schon ist.

    Oder ist er der Jäger und Falkner, der als Raubtierersatz mit den erlegten Tieren seine Tiere versucht artgerecht zu füttern. Und Greifvögel züchtet die vom austerben bedroht sind und ihnen zusätzlich zur kontrollierten Nachzucht noch die Möglichkeit bietet, das diese Tiere auch jagen dürfen.

    Egal wie man es als Jäger versucht zu machen, seine eigene Ethik zu der Thematik hat. Man ist und bleibt der Tiermörder in Grün.

  15. #15

    Standard AW: Jagd und Jäger

    Was bitte hat meine Signa, mit dir zu tun?
    Du bist ja lustig...Sarkasmus Honey...nichts weiter...
    Das Leben ist eine
    dominoartige Verkettung aus Scheiße

  16. #16
    Ralik
    Gast

    Standard AW: Jagd und Jäger

    Zitat Zitat von Jagdfreund
    Also kommt mir bitte nicht mit Mensch und Tier sind gleich.

    Deshalb weiter oben meine Empfehlung:
    Zitat Zitat von Ralik
    An den Jadgdfreund: Falls Du an der Sichtweise von (vielen) Vegetariern und Veganern interessiert sein solltest - und da Du den Vergleich, den PoweredByTofu gebracht hat, nicht nachvollziehen konntest - zur Information könnte der Wikipedia-Artikel zum Thema Tierrechte ganz interessant sein.
    Lies das doch erstmal. Vielleicht verstehst Du dann ja ein bisschen mehr.
    So diskutierst Du nur mit Dir selber.

  17. #17

    Standard AW: Jagd und Jäger

    Deine Signatur hat halt perfekt zum Thema gepasst.
    Wenn Sie nichts zu bedeuten hat, ok.
    Aber Danke fuer das "honey"!

    Tiermörder in grün. Ehrlich, ohne Worte.
    Doppelmoral lässt gruessen.

  18. #18

    Standard AW: Jagd und Jäger

    Hallo Jagdfreund,
    voran gestellt, in meinem weitläufigeren Bekanntenkreis gibt es auch einen Jäger, der sich wohl auch als Tier- und Naturfreund bezeichnen würde, und dem ich das glaube. Ich halte das daher auch nicht zwangsläufig für einen Widerspruch. Ich schätze Jäger sehen die Natur mehr in - ich sag jetzt mal "natürlicheren" oder "ursprünglicheren" Zusammenhängen, weil mir kein besseres Wort einfällt - als Vegetarier/Veganer/Tierrechtler. Das sieht man z.B. in deinem Argument "Fressen und gefressen werden". Das ist so gesehen ja auch nicht falsch und passt zu deiner Logik die Jagd als Ersatz für natürliche Regulierung durch Fressfeinde zu sehen.

    Für V/V/T ist das Töten bei der Jagd deswegen ein Problem, weil sie von dieser Sichtweise abrücken und das ganze aus einem moralischen Blickwinkel sehen. Denn der Mensch ist im Gegensatz zum Tier aufgrund seiner Vernunft ein moralisches Wesen. Während Tiere also nicht darüber entscheiden können, ob sie nun lieber andere Tiere fressen wollen oder nicht, kann der Mensch das sehr wohl. Dazu kommt eben der Aspekt, dass wir - zumindest hier in Europa - gesundheitlich völlig unbedenklich auf Fleisch verzichten können, und somit das Töten eines Lebenswesens für unsere Nahrung überflüssig ist.
    In dieser Hinsicht unterscheiden wir uns also von Tieren. Gemeinsam haben Tiere und Menschen allerdings Empfindungsfähigkeit und Interesse am eigenen Leben. Tieren wird daher das gleiche Recht an Leidfreiheit und Leben zugesprochen. Und genau das ist der Grund, weshalb V/V/T Jagd verurteilen. Also das ist sozusagen der Grundkonflikt zwischen den beiden Sichtweisen.

    Ich persönlich weiß zu wenig über Jagd usw., um beurteilen zu können inwiefern sie für die Artenregulierung usw. notwendig ist, kann mir aber vorstellen, dass du mit deinen Argumenten wirklich recht hast. Kurz um, ich persönlich habe nichts gegen Jagd, sofern sie wirklich die Rolle regulierender Fressfeinde übernimmt und nicht nur ein blutiges Hobby ist. Man darf dabei ja auch nicht vergessen, dass der Mensch es selbst in Schuld ist, dass es die besagten Fressfeinde nicht in genügender Menge gibt...
    Jagd ist daher auch nicht zwangsläufig unethisch (z.B. utilitaristisch betrachtet), auf die gesamte Tierpopulation hin gesehen.

    Ich selbst würde zwar niemals jagen (höchstens wenn ich mal in die Situation kommen sollte irgendwo in der Wildnis verschollen zu sein...), denke aber, dass die Jagd noch die natürlichste und ehrlichste Form der Fleischnahrungsbeschaffung darstellt. Wenn sie dann zudem nur aus Gründen der natürlichen Regulierung betrieben wird, kann ich sie nicht gänzlich verurteilen.
    Geändert von kleine1002 (08.08.2011 um 16:16 Uhr)
    "Food is an ethical issue - but you don't have to do be fanatical about it." Peter Singer

  19. #19

    Standard AW: Jagd und Jäger

    Also ganz ehrlich, deine Diskussionsfreude in ehren.
    Aber bitte beschäftige dich erstmal mit Ehtik an sich, wie weit sie doch eigentlich geht.
    Dann können wir hier weiter machen :-)
    Ich will in der Scheinwelt keinen tieferen Einblick. Nur lange schlafen, damit der Tag schnell wieder vorbei ist.
    ...Gott lebt...

  20. #20
    Pauli
    Gast

    Standard AW: Jagd und Jäger

    Der Kan*ton Genf ist zu einem Vor*bild für andere Kan*tone gewor*den. Aller*dings wer*den noch soge*nannte Hege*ab*schüsse durch staat*lich bestellte Wild*hü*ter der so genann*ten »police nature« durch*ge*führt. Diese Abschüsse füh*ren aber wie*der zu einer Ver*meh*rung der Wild*schweine — nicht nur bei den Jagd*flücht*lin*gen aus Frank*reich, son*dern auch bei den ein*hei*mi*schen Tie*ren, da kein Mensch, ob Wild*hü*ter oder Jäger, sicher ist, wenn er schießt, was er schießt.

    Das Pro*blem der erhöh*ten Repro*duk*tion jedoch löst man dadurch nicht, im Gegen*teil: Durch die kon*stante Bedro*hung der Tiere und die zusätz*li*che Füt*te*rung auch außer*halb der Not*zei*ten im Win*ter för*dert man die Ver*meh*rung der Spe*zies. Denn der Win*ter hat immer schon für die Aus*lese bei den Tie*ren gesorgt und dafür, dass nur starke und wider*stands*fä*hige Tiere sich ver*meh*ren. Dafür hat die Natur auch aas*fres*sende Tiere parat, um so für Ord*nung in Wald und Flur zu sor*gen — es braucht den Men*schen als Regu*la*tor keineswegs.
    Quelle: http://antijagd.ch/jagd-nein-danke/genf.html

    seit 74 haben die das wildschweinjagdverbot, soso.

    @ mods: hoffe das dass kein ul-verein ist. jedenfalls habe ich bei ul-antijagdseiten keinen link auf diese seite hier gefunden. sie bedienen sich wohl zum teil der gleichen quellen, trotzdem halte ich die seite für glaubwürdig.



    ich habe eigentlich keinen bock auf eine jagddiskussion, zumal wie schon oben erwähnt, das thema hier bereits ordentlich breitgetreten wurde. trotzdem äussere ich mich wenigstens einmal. der vorwurf es gebe nur ideologische gründe gegen die jagd entspringt tatsächlich einer archaischen unlogischen ideologie. es gibt auch eine bourgoise schicht die ganz gerne zum spass jagt und reviere zu diesem zweck pachtet.

    dass eine umstellung in einem bejagten gebiet auf ein jagdverbot nicht ohne anpassungsprobleme vonstatten geht sollte klar sein. es gibt beispiele für und gegen ein jagdverbot. je nach interessenlage kann man sich dann bedienen ;-) dass es aber zumindest sehr gut funktionieren kann ist hinreichend belegt.

    die meinung das wölfe riesige gebiete bräuchten ist auch veraltet. die hiesige jagdlobby hat einfach kein interesse an einer wiederkehr des wolfes, verständlicherweise.


    hab hier noch einen sehr nützlichen reader gefunden, falls sich jemand engagieren möchte:

    http://archiv.free.de/vegan/jagdsabotage.html

  21. #21

    Standard AW: Jagd und Jäger

    Zitat Zitat von Jagdfreund Beitrag anzeigen
    Zu Smiley
    Mitleid, hmmm?! Ja und nein.
    Ich bin ein absoluter Tierfreund, auch wenn das für Euch paradox klingt.
    Das töten löst bei mir keinen Kick aus, obwohl viele von Euch das glauben.
    Ich empfinde die Jagd mehr als eine Aufgabe, schwer zu beschreiben.
    Ich kann übrigens auch gut das Gewehr in der Ecke stehen lassen und mir die Tiere einfach nur anschauen.
    danke für deine Antwort. Hat mich einfach nur mal interessiert
    Wer anderen ein Schule baut muss selbst hinein

  22. #22

    Standard AW: Jagd und Jäger

    Und ich weiß, Rehe sind niedlich. Kleine Kanninchen auch.
    Auf diesem Niveau ist eine "Diskussion" zwecklos - oder denkst du ernsthaft, deine Diskussions"partner" fühlen sich da ernst genommen?

    Ich bin sicher kein Fan von Jagdsabotagen und denke auch, dass es durchaus JägerInnen gibt, die sich über Ökologie ect. Gedanken machen. Auch ist das Problem sicher zu komplex, um ihm mit "alle Jäger sind Mörder" Parolen gerecht zu werden. Genausowenig aber wird deine oben genannte Bemerkung den Tierrechten gerecht, weshalb eine Diskussion auf dem Niveau eben zu nichts führen wird.
    "Die Speisekarte in der Hand,seh ich über den Tellerrand[...]
    die Würde des Schweins ist unantastbar." (Reinhard Mey)

  23. #23

    Standard AW: Jagd und Jäger

    ich habe eigentlich keinen bock auf eine jagddiskussion, zumal wie schon oben erwähnt, das thema hier bereits ordentlich breitgetreten wurde. trotzdem äussere ich mich wenigstens einmal. der vorwurf es gebe nur ideologische gründe gegen die jagd entspringt tatsächlich einer archaischen unlogischen ideologie. es gibt auch eine bourgoise schicht die ganz gerne zum spass jagt und reviere zu diesem zweck pachtet.

    dass eine umstellung in einem bejagten gebiet auf ein jagdverbot nicht ohne anpassungsprobleme vonstatten geht sollte klar sein. es gibt beispiele für und gegen ein jagdverbot. je nach interessenlage kann man sich dann bedienen ;-) dass es aber zumindest sehr gut funktionieren kann ist hinreichend belegt.
    auch ich habe keine Lust auf einen Jagdthread (wo ist eigentlich Chimera?). WOZU AUCH, kann mir das bitte mal einer sagen?
    Will man uns wieder die Notwendigkeit des Jagens beweisen?
    Es geht doch eigentlich darum, das töten Spaß macht (Adrenalinkick). Und den will man immer wieder haben.

  24. #24

    Standard AW: Jagd und Jäger

    1. Keiner muss hier mit diskutieren!
    Wer keinen Bock hat, einfach lassen!
    (fällt wohl schwerer als gedacht)
    2. Einen Link zur page Jagdsabotage zu Posten
    geht natuerlich vollkommen in Ordnung!
    Mir aber vorwerfen ich wollte nicht sachlich diskutieren.
    3. Ich habe nicht vor unsachlich zu argumentieren oder jemanden
    bewusst zu kränken. Aber das sollte doch wohl für alle gelten! Oder?

  25. #25
    Benutzer Vegetarier und Veganer

    Standard AW: Jagd und Jäger

    Nein Jagdtfreund, du bist es der nicht sachlich diskutiert.
    Die Ebene von der du versuchst du argumentieren ist schlicht nicht anzunehmen.
    Wir sind nicht vegan/vegetarisch weil ein Kaninchen süß aussieht, sondern weil es Rechte besitzt die wir als Menschen (Ehtik) als solche erkennen sollten.

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