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Thema: Der erste offizielle Gedichtstread

  1. #1
    Benutzer Vegetarier und Veganer Vegetarierforum.com ist ein Treffpunkt für Vegetarier und Veganer.
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    Standard Der erste offizielle Gedichtstread

    Hallo Leute, nach der Idee von Rygel eröffne ich hier einen Gedichtstread, hier könnt ihr nach Belieben Gedichte zu den unterschiedlichsten Themen reinstellen.

    Ich denke die von mir bisher geschriebenen Gedichte lasse ich mal raus, denn sie haben bereits jeweils einen Beitrag.

    So, dann zeigt mir was ihr so könnt.
    Sobald ich mal mehr Zeit habe schreibe ich auch ein Gedicht hierein.

  2. #2

    Standard

    i'm looking for answers and asking You why
    i'm searching for truth and finding the lie
    i'm hopeless, frustrated and aching inside
    i'm haunted and lost and got nowhere to hide

    this world is so crazy, extremely gone wrong
    the poor going weak and the rich ones grow strong
    the people are shallow and cruel to eachother
    Oh Christ where's your sister and where is your brother?

    i'm seeking solutions and begging You please
    forgive them their sins and expel this desease
    wipe out all the agony and tortures within
    and give us the strength for a war to begin

    a war without weapons but words against crime
    we cannot go on like we did all the time!
    we cannot destroy what's been given in love
    altough you can't see it there's help from above

    Make towards your enemy, take him by his hand
    get over your fury though thinking you can't
    start heaven on earth for one thought must remain
    we shall be the change - that's the sense of our pain.
    Can't you hear the choir now? Listen to the animals sing!
    Can't you hear the slaughterhouse bells? In the land of the pigs the butcher is king...

  3. #3

    Standard

    Schönes Gedicht, schreibst Du immer in englisch?
    Ist für mich nur ein bisschen ungewöhnlich.


    Hier mal zwei von mir, hoffentlich gefallen sie euch:

    Ein Engel, der möcht' ich sein

    Wenn ich Morgens aufstehe, blicke ich in den Himmel
    Dann erscheint mir das Leben, wie eine Wand ohne Schimmel

    Doch in der Nacht, wenn die Dunkelheit erwacht
    Wird mein Leben so schwer, als hätt' sie das Böse gemacht

    So merke ich, ich bin ein Mensch des Hellen
    Ein Mensch, am Tage ohne Ketten und Schellen

    In der Nacht bin ich aber gefangen
    Arm und schwach, um meinen Frieden gebangen

    Jede Nacht, die ich so erlebe
    Denke ich an mein wahres ich, das ich zu suchen erwäge

    Dann kann ich nicht schlafen und denke ich muss es wagen
    Ich schau in den Himmel, so weiss ich, ich muss es sagen:

    Ein Engel, der möcht' ich sein


    ----------------
    Das nächste Gedicht ist mein erstes.
    Ich hatte Lust etwas neues zu versuchen, da ich den Blues liebe und zu dieser Zeit Boom boom boom von John Lee Hooker gehört hatte, kam ich auf die Idee diesen zu schreiben.
    Ich finde ihn naja, aber wirklich schlecht ist er ja für den Anfang nicht.
    Ich schreibe aber nicht aus eigener Lebenserfahrung, ich habe versucht das Leben eines täglichen Straßenblues-Sängers einzufangen, denn die haben echt ein schweres Leben und spielen den Blues um alles zu ertragen.
    -----------------
    Ich singe den Blues

    Ich singe den Blues, denn er hält mich am Leben
    Und ich singe in nur, um mich von der Trauer zu erheben

    Mein Leben ist schrecklich, ich weiss es genau
    Und meine Kleider so hässlich, meine Zukunft ist versaut

    Mein Beutel ist so leer, ich hunger und ich leide
    Wie gerne hätt' ich mehr, dann müsst' ich nicht mehr beneiden

    Darum sing ich in täglich, Abends, Mittags und am Morgen
    So ist mein Leben wieder erträglich, der Blues hilft mir und vertreibt mir die Sorgen

  4. #4

    Standard

    Zitat Zitat von OwenJackson Beitrag anzeigen
    Schönes Gedicht, schreibst Du immer in englisch? Ist für mich nur ein bisschen ungewöhnlich.
    Dankeschön! :o Deine sind aber auch klasse!
    Ja, ich schreibe hauptsächlich auf Englisch. Wenn ich versuche, Gedichte auf Deutsch zu schreiben, klingt es mir oft zu hart und zu "nahe", wenn du verstehst, was ich meine?
    Can't you hear the choir now? Listen to the animals sing!
    Can't you hear the slaughterhouse bells? In the land of the pigs the butcher is king...

  5. #5

    Standard

    Owen, du beeindruckst mich. Gleich ein Veganer und ein Engel sein wollen! Respekt!

    I can't have s*x with your personality,
    And I can't put my p*nis in your college degree,
    And I can't shove my fist in your childhood dreams,
    So why're you sharing all this information with me?
    Jon Lajoie

  6. #6

    Standard

    Ein Gedicht aus meiner Schulzeit, an das ich mich oft erinnere:

    Siehst Du den Mond dort stehen?
    Es ist nur halb zu sehen.
    Und doch ist er rund und schön.
    So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil uns're Augen sie nicht sehen.

  7. #7

    Standard

    Das Kalb.

    Du Tier, im dunkelen Stall geboren,
    eh' du des Lebens recht bewußt,
    greift dich der Schlächter bei den Ohren
    und reißt dich von der Mutterbrust!


    Dein großes Auge, fromm und helle,
    sieht da die Au zum ersten Mal,
    doch angstvoll, denn des Hunds Gebelle,
    treibt rastlos dich durchs grüne Tal!

    Bald binden sie dir deine Glieder,
    sie achten nicht dein Angstgeschrei,
    man wirft dich auf die Schlachtbank nieder,
    und schneidet dir den Hals entzwei!

    Doch bei dem letzten Hauch der Kehle,
    ein Glanz aus deinem Auge spricht:
    "In mir auch wohnet eine Seele,
    für mich auch hält ein Gott Gericht!"


    Justinus Kerner
    (1786 - 1862)

  8. #8

    Standard

    Zitat Zitat von Quky Beitrag anzeigen
    Ein Gedicht aus meiner Schulzeit, an das ich mich oft erinnere:

    Siehst Du den Mond dort stehen?
    Es ist nur halb zu sehen.
    Und doch ist er rund und schön.
    So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil uns're Augen sie nicht sehen.
    Ist das nicht ein teil eines schlafliedes?:confused:
    Nun kann ich euch in Frieden betrachten; ich esse euch nicht mehr - Franz Kafka

  9. #9

    Standard

    Ein bekanntes Gedicht von Rainer Maria Rilke:

    Der Panther

    Im Jardin des Plantes, Paris



    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe

    so müd geworden, daß er nichts mehr hält.

    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe

    und hinter tausend Stäben keine Welt.



    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,

    der sich im allerkleinsten Kreise dreht,

    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,

    in der betäubt ein großer Wille steht.



    Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille

    sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,

    geht durch der Glieder angespannte Stille -

    und hört im Herzen auf zu sein.

    I can't have s*x with your personality,
    And I can't put my p*nis in your college degree,
    And I can't shove my fist in your childhood dreams,
    So why're you sharing all this information with me?
    Jon Lajoie

  10. #10
    Fighter
    Gast

    Standard

    Oh... der Panther. Dazu passt ja mein Rücken.

    http://www.vegetarierforum.com/showp...5&postcount=53

  11. #11

    Standard

    Zitat Zitat von Wargrider Beitrag anzeigen
    Ist das nicht ein teil eines schlafliedes?:confused:
    Hab nicht die geringste Ahnung. Ich kenne es nur so.

  12. #12

    Standard

    Zitat Zitat von Lena Beitrag anzeigen
    Ein bekanntes Gedicht von Rainer Maria Rilke:

    Der Panther

    Im Jardin des Plantes, Paris



    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe

    so müd geworden, daß er nichts mehr hält.

    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe

    und hinter tausend Stäben keine Welt.



    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,

    der sich im allerkleinsten Kreise dreht,

    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,

    in der betäubt ein großer Wille steht.



    Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille

    sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,

    geht durch der Glieder angespannte Stille -

    und hört im Herzen auf zu sein.
    ...wunderschönes gedicht,.. wusste bisher nie von wem der text kommt, kenne nur die seeehr schöne musikalische umsetzung von Rantanplan....

    na gut, wo ich schon mal dabei bin, geb ich hier auch mal meinen senf dazu.. schöner thread übrigens! gute idee owen jackson...

    (für lena und all die anderen von brigitte heidebrecht...)

    begriffsbestimmung

    weh/mut
    das heißt
    durch leiden mutig werden
    heißt mit weh und ach
    doch weitergehen

    heißt
    daß der sommer in wehen liegt
    einen herbst zu gebären
    heißt
    einen neuen tag
    im nebel beginnen

    weh/mut
    das ist
    ein warmer dunkler mantel
    um meine schultern
    ist die sanfte schönheit
    des sterbens
    ist der weiche fall
    in den fluß der zeit
    weh/mut
    das heißt
    daß meine haut weich bleibt
    trotz aller narben



    hach jetzt binnich grad so schön drin... hier noch ne zugabe von mir...
    (teilweise schon etwas älter...)

    disappointed?
    what did you expect?
    emty promises
    never listened
    deeper feelings
    never shown
    closed up
    to not get hurt
    hidden thoughts
    eating you
    from inside

    mind-destroying
    self-protection

    does it really work?



    no time

    ...
    and when the years
    go by
    and time passes
    things will have changed
    nothing`s the same
    not even yourself
    and when your heart cries
    and your soul
    you will remember
    how time
    can be
    and you just want to
    SCREAM


    trugschluß

    viele menschen glauben,
    nur weil sie die selbe
    sprache sprechen,
    sie würden sich
    verstehen!


    hach... da sind noch so viele.... aber das reicht erstmal... :o)

  13. #13

    Standard

    Ausgeschickte Taube

    Aber das Herz
    ist eine ausgeschickte Taube,
    gezeichnet mit dem Ring
    an den Füßen,
    und muß heim,
    muß den Weg finden
    auch mit zerfetzten Flügeln
    und blinden Augen,
    muß heim, heim,
    wieder heim zu sich selbst.

    (Max Bollinger, * 1929)
    "Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur die Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt" (Wilhelm Busch)

  14. #14

    Standard

    Ich möchte auch ein Gedicht von mir veröffentlichen. Es heißt der Stein und soll die Verbindung zwischen Lebewesen, Natur und Materie aufzeigen.
    Ist die Geschichte eines Steins, nicht auch unsere Geschichte?

    Der Stein

    Unscheinbar liegend am Meeresrand,
    von wem gesandt, durch Gottes Hand?
    Wenn er nur sprechen könnt zu mir,
    nur ein Wort n'Zeichen befehl ich dir.
    Mich ergreift die Sehnsuchtsgier.

    Mit Tränen und Ergebenheit,
    fühl' ich dieses gebundene Band.
    Welche Strecke hat dein Weg,
    glühend Lichter am Himmelsmeer.

    Nun wer? - hat dich allein gelassen,
    sprachlos, starr zum erblassen.

    J.L.
    Geändert von painpeace (17.03.2007 um 13:36 Uhr)

  15. #15

    Standard

    Paradox

    09.08.2006 - 02:21
    Ich suche nach dem großen Glück
    ohne zu merken, dass ich es in mir trage
    Ich frage nach dem Sinn des Lebens
    ohne zu merken, dass ich die Antwort habe
    Ich habe Angst vor dem Ende
    obwohl ich weiß, dass es der Anfang ist
    Ich kritisiere die Welt
    obwohl ich ein Teil von ihr bin

    I can't have s*x with your personality,
    And I can't put my p*nis in your college degree,
    And I can't shove my fist in your childhood dreams,
    So why're you sharing all this information with me?
    Jon Lajoie

  16. #16
    Fighter
    Gast

    Standard

    Des Lebens Sinn ist Hoffnung tragen
    Durch Dornen seinen Weg zu schreiten
    Sich durch ein Höllentor zu wagen
    Um in die Finsternis zu gleiten
    Der bittren Liebe Schmerz zu finden
    Der Versuchung widersteh’n
    In Glut der Leidenschaft sich winden
    Dem Bösen ins Gesicht zu seh’n

    Gib mir Hoffnung dass es weitergeht
    Hoffnung dass ich’s übersteh’
    Hoffnung dass Du nie von mir gehst
    Hoffnung dass es weitergeht

    Denn jede Rose die gebrochen
    Und jeder Stachel in Deiner Hand
    Aus Verzweiflung zugestochen
    Wird nur durch Liebe ausgebrannt

    Und wenn die Nacht mich dann umhüllt
    Und mich die Sehnsucht
    zum Wachen zwingt
    Den Raum mit Einsamkeit erfüllt
    Bohrend in mein Herz eindringt...

    Gibst Du mir Hoffnung dass es weitergeht
    Hoffnung dass ich’s überleb’
    Hoffnung dass Du nie von mir gehst
    Hoffnung dass Du zu mir stehst

    Wenn ich jetzt sage, von wem das ist... dann bin ich ja geoutet!

    Gibt ein Video mit dem Song (von dem dieser Text ist). Hat jemand für seinen verstorbenen Rotti gemacht.

    http://youtube.com/watch?v=P3MHHNelSpI
    Geändert von Fighter (14.05.2007 um 12:06 Uhr)

  17. #17
    Fighter
    Gast

    Standard

    Ich weiß noch genau die Stunde,
    als du kamst in unsere Runde.
    Schautest alle einzeln an.
    "Diesen nehm' ich", sagtest du dann.

    Hochgenommen auf den Arm,
    ach, bei dir war's so schön warm.
    Der Geruch, der war mir neu
    und ich dachte voller Scheu:
    "Was kommt jetzt wohl auf dich zu?"
    die Frage ließ mir keine Ruh.

    Ab ins Auto, schon ging's los,
    wohin komme ich denn nun bloß?
    Bald war diese Fahrt vorbei,
    war alles einerlei
    Denn vor Angst konnt' ich nur beben,
    auf den Teppich ging der Segen.

    Ins Körbchen setztest du mich nun,
    sollte mich dort richtig ausruhn
    Neugierig sah ich mich um,
    ach es war doch auch zu dumm.

    Keiner war zum Spielen da,
    und nun wurde es mir klar:
    jetzt bist du doch ganz alleine
    hört denn keiner, dass ich weine?

    Dann kamst du ins Zimmer rein,
    sprachst ganz ruhig auf mich ein.
    Mein ganzer Kummer war schnell verflogen,
    sie waren weg nun, meine Sorgen.

    Es war als hätte ich geträumt,
    nun hatte ich einen großen Freund.

    Viele Jahre sind wir nun zusammen,
    gemeinsam durch Dick und Dünn gegangen.
    Meine Beine wollen heut oft nicht mehr,
    das Laufen fällt mir gar oft schwer.

    Ich will es nun doch einmal wagen
    und es dir hier ganz offen sagen:
    Wenn mein Herz mal nicht mehr schlägt,
    großer Kummer dich bewegt.
    Einen Trost in deinem Leid:
    sie war schön mit dir, die Zeit!

    Denke dann in stillen Stunden,
    wieviel Liebe uns verbunden.
    Einer war für den andern da
    und zudem war es immer klar:

    Eine Liebe, rein wie das Licht,
    Mein Herz, das schlug doch nur für Dich.

    Autor unbekannt

    -------------------------------------------

    Verstoßen! Ich begreif das nicht -
    wie konnte das geschehen?

    Und denk ich noch so lange nach,
    ich werd' es nie verstehn.

    Die Welt ist doch so schrecklich groß
    und ich so winzig klein -

    wieso soll denn gerad für mich
    kein Platz zu finden sein?

    Autor unbekannt

  18. #18

  19. #19

    Standard

    Zitat Zitat von sonny Beitrag anzeigen
    Habt Ihr nicht auch mal etwas heiteres???
    Viel grün, viel Wiese, viel Bäume,
    lauter grüne Urlaubsträume
    Dann sitz' ich unter Blumen
    und kann trumen
    - dann sitz' ich unter Bäumen
    und kann träumen.
    Rotblaue Sonne,
    Ameisen quietschen wie Mäuse,
    Was für einen Wonne,
    wir bleiben zu häuse.




    ein pumuckl-gedicht.....

    ...schön, nicht? :p

  20. #20

  21. #21
    Fighter
    Gast

    Standard

    Ich bin klein,
    mein Herz ist schmutzig.
    Ich könnnt schon wieder...
    ist das nicht putzig. :p

  22. #22

  23. #23

    Standard

    ....zwischen rosen
    und narzissen

    hat ein kleiner hund
    .....geschlafen


  24. #24
    Fighter
    Gast

    Standard

    Parademarsch, Parademarsch,
    der Hauptmann hat ein Loch im A...

    ...Alle Vöglein sind schon da, alle Vöglein, alle...
    Amsel, Drossel, Fink u. Meise und die ganze Vogelsch...

    ...scheint die Sonne so warm,
    nimm ich`s Papier unter`n Arm.
    Scheint die Sonne so heiß;
    setz ich mich nieder und sch...

    ...scheint die Sonne so warm...

  25. #25
    Fighter
    Gast Vegetarier und Veganer

    Standard

    Ein Geburtstagsgedicht:

    Etwas grau und etwas kahl
    - ach, die Jugend war einmal!
    Doch was nützt denn das Gewimmer,
    lieber Freund, es kommt noch schlimmer!

    Haare - wachsen aus den Ohren,
    der Geruchssinn - geht verloren;
    dabei hast Du noch zu kämpfen,
    um den Nasensaft zu dämpfen,
    der sich an der Spitze sammelt
    und als Tropfen runterbammelt.

    Flach und trüb’ liegt die Pupille,
    trotz der scharf geschliffnen Brille!
    Du bekommst Parodontose,
    Deine Zähne werden lose.
    Schmerzhaft, wie sie einst gekommen,
    werden sie Dir jetzt genommen
    und das künstliche Gebiss
    ist sehr oft ein Hindernis.

    Schweigen wir von Nierenschmerzen,
    von dem starken Klopf am Herzen;
    von dem Magen, diesem Hund,
    - keinesfalls ist er gesund.

    Unten wird die Bauchwand faltig,
    der Urin ist zuckerhaltig;
    der Popo, einst straff und rund,
    leidet stark an Muskelschwund.
    Und wenn Dir mal ein Wind entfleucht,
    wird Dir gleich das Hemde feucht!

    Und des Mastdarms volle Falten
    können kaum den Stuhlgang halten.
    Oftmals stören Deinen Frieden
    wallnussgroße Hämorrhoiden.
    Und die so genannte gute,
    viel gepriesene Wünschelrute
    hängt als leicht gekrümmter Schlauch
    unterm ach so schlaffen Bauch!

    Nur zum Pinkeln lediglich,
    dient der Schnippeldillerich;
    und er ist an dieser Stelle
    wirklich keine Freudenquelle.
    Denn die holde Weiblichkeit
    wittert dies und weiß Bescheid!

    Schonungslos kommt sie zum Schluss:
    er ist sittsam, weil er muss!
    Doch trotz allem, lieber Knabe
    bring’ ich Dir als gute Gabe
    Wünsche für das nächste Jahr:
    Dein Urin sei wieder klar,
    alle Glieder soll'n sich straffen,
    Du sollst klettern wie die Affen;
    kurz, Du sollst zum Playboy werden
    noch viele Jahre hier auf Erden!

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