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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Als Veganer Haustiere halten ( = einsperren )?


lapine
23.11.2006, 11:41
Hallo!

Mich beschäftigt schon länger die Frage, was Veganer eigentlich über Haustierhaltung denken. Bei Freigängerkatzen sowie Hunden stellt sich die Frage jetzt nicht so, aber bei Kaninchen, Nagetieren, Exoten etc...
Diese werden ja - selbst bei dem Versuch einer artgerechten Haltung - im Verhältnis zum natürlichen Lebensraum auf einer relativ kleiner Fläche eingesperrt.
Außerdem werden diese Tiere aus menschlichem Egoismus gezüchtet ( überzüchtet ) - oft unter nicht besonders tierfreundlichen bzw. katastrophalen Bedingungen.

Habt ihr Haustiere ( außer Hunde bzw. Freigängerkatzen )? Wenn ja, welche? Wie haltet ihr sie? Woher habt ihr sie ( Tierheim, Züchter, von Bekannten...)?

LG Bianca

sonny
23.11.2006, 12:59
Ich hab hier zwar schon einmal von meinen Mäuschen berichtet - aber für Dich schreib ich es nochmal :D
Ich hab drei Mäuschen aufgenommen, nicht gekauft. Sie leben in Offenhaltung auf einen 1,20 Meter großen Tisch. In der Mitte steht ihr Käfig mit ständig geöffneter Tür. Sie gehen nur zum Schlafen oder pinkeln rein. Ansonsten hab ich den Tisch in einen Mausespielplatz verwandelt und sorge für ständige Abwechslung. Ich glaube, ihnen geht es gut. Sie sind mittlerweile auch schon recht alte Damen und mögen es gern behaglich. Kaufen würde ich keine Tiere - aber ich würde immer wieder Notfalltierchen (Mäuse, Hamster, Ratten u.ä.) aufnehmen, wenn ich damit helfen kann.

http://www.my-smileys.de/smileys3/1.gif
Liebe Grüße von Sonny

NightShade
23.11.2006, 13:00
Habt ihr Haustiere ( außer Hunde bzw. Freigängerkatzen )? Wenn ja, welche? Wie haltet ihr sie? Woher habt ihr sie ( Tierheim, Züchter, von Bekannten...)?


Ich "habe" 4 Kaninchen und 2 Meerschweinchen. Davon wohnt ein Kaninchen in einem "Offenstall", dh ein Häuschen mit Auslauf. 2 andere haben einen Stall, der größter ist als die "Mindestanforderung" und sie können täglich im Garten frei laufen bzw. einer kommt zu der anderen im Offenstall. (ist ein bisschen Kompliziert :p )
Eine ist im Zimmer in einem Käfig, weil sie schon so alt ist und ihr Immunsystem durch eine Krankheit geschwächt ist, dass sie draussen nicht überleben würde. Jeden Tag läuft sie im Zimmer frei oder auch draussen wenns schön ist mit den anderen.
Die Meerschweinchen ebenso.

Die Meerschweinchen haben wir von einer Bekannten, weil sie glaubte, den Meeris sei bei ihr Fad.
Ein Kaninchen haben wir vom Züchter (das war vor 10 Jahren, jetzt würden wir das nicht mehr tun... ;) ) und eins von einer Nachbarin aus einer Hobby-Zucht (das war vor 6 Jahren)
Eines hatte einen gebrochenen Hinterlauf und wäre wahrscheinlich deswegen geschlachtet worden, genau wie das 4. Kaninchen...

Nächstes Jahr im Frühling wird ein großer Auslauf mit Hütte gebaut, die Männchen werden Kastriert und dann können da alle zusammen leben. :)

Bei Nagern ist die Haustierhaltung wirklich bedenklich, weil unseren Kaninchen unser Garten schon fast zu klein ist zum Leben und deswegen immer zu den Nachbarn gehen (aber zurückkommen ^^).
Und dann erst ein kleiner Auslauf oder Stall als Lebensraum....
Das schönste wäre, die Kaninchen einfach frei im Garten zu lassen, was eine Bekannte macht. Aber mit einer Straße direkt daneben und lauter Katzen ist das problematisch.
Am besten ist es, Kaninchen aus schlechter Haltung zu retten oder aus dem Tierheim, und ihnen dann soviel Platz wie möglich bietet.
Ich denke, dann ist es gerechtfertigt.

Lg Melanie

lapine
23.11.2006, 14:39
Tiere aus dem Tierheim oder schlechter Haltung bzw. ungewollte Tiere zu übernehmen, finde ich auch vollkommen in Ordnung.

Aber wenn mir ein Veganer sagen würde, dass er Tiere beim Züchter oder noch schlimmer aus Tierhandlungen kauft, würde ich das schon sehr seltsam finden.

Wir haben ( neben Katzen ) momentan drei Kaninchen. Das Außengehege ist vor dem kalten Wetter nicht mehr fertig geworden, also leben sie bis Frühling in einer Art umfunktionierten Garage auf knapp über zwölf Quadratmetern.
Selbst bei diesem Platzangebot merkt man aber schon, dass es eigentlich zu wenig ist um wirklich Haken schlagen und herumsausen zu können.
Ich kann mir deshalb gar nicht vorstellen, wie es jemand übers Herz bringt, solche bewegungsfreudigen Tiere in einem Käfig zu halten, wohlmöglich auch noch ohne Artgenossen.
Das kann man natrürlich auch auf viele andere Tierarten umlegen.

LG Bianca

TattooedThing
23.11.2006, 19:44
für mich stellt sich immernoch die frage ob sich die vegane/vegetarische lebenseinstellung mit der nahrung für hunde und katzen (fleisch aus der dose) vereinbaren lässt!!!!

lapine
23.11.2006, 20:30
Manche ernähren ja auch ihre Hunde und Katzen vegan.
Finde ich aber nicht in Ordnung - wenn ich nämlich von artgerechter Haltung spreche, meine ich persönlich damit, soweit als möglich die natürlichen Bedingungen herzustellen.
Meine Meinung: Wer es mit sich nicht vereinbaren kann, einem in der Natur fleischfressenden Lebewesen Fleisch zu verfüttern, der soll sich Kaninchen o.ä. zulegen.

Rygel
23.11.2006, 20:47
Manche ernähren ja auch ihre Hunde und Katzen vegan.
Finde ich aber nicht in Ordnung - wenn ich nämlich von artgerechter Haltung spreche, meine ich persönlich damit, soweit als möglich die natürlichen Bedingungen herzustellen.
Meine Meinung: Wer es mit sich nicht vereinbaren kann, einem in der Natur fleischfressenden Lebewesen Fleisch zu verfüttern, der soll sich Kaninchen o.ä. zulegen.

Wobei wir wieder beim Thema wären, welche wildlebende Katze sich Rinder, Lämmer und Gänse reißen und nach Thunfisch und Kabeljau angeln würde. Artgerecht wäre Whiskas "Maus", "Singvogel" oder auch "Ratte", habe ich aber noch nicht im Laden entdeckt. Allerdings weiß ich selber aus eigener Erfahrung, wie schwierig eine vegane Umstellung ist, gerade wenn die Katzen die carnivore Ernährung gewohnt sind. Im Moment läuft bei meinen 2 Süßen alles wieder vegan ab, das geht aber nie länger als höchstens ein, zwei Wochen gut, weil danach die Alternativen fehlen. Ich hoffe zwar insgeheim, daß die Phasen immer länger werden, richtig glaube ich aber nicht daran...

für mich stellt sich immernoch die frage ob sich die vegane/vegetarische lebenseinstellung mit der nahrung für hunde und katzen (fleisch aus der dose) vereinbaren lässt!!!!

Oder mit dem Lieben einer omnivoren Freundin... (Hey, DU hast angefangen... ;) )

TattooedThing
23.11.2006, 23:58
Oder mit dem Lieben einer omnivoren Freundin... (Hey, DU hast angefangen... ;) )

ja ja ja ich weiß :D :D :D wollte es ja nur nochmal ins Forum werfen....

aber wünsch dir noch viel erfolg mit deinen beiden süßen!!!!

lapine
24.11.2006, 11:10
Wobei wir wieder beim Thema wären, welche wildlebende Katze sich Rinder, Lämmer und Gänse reißen und nach Thunfisch und Kabeljau angeln würde. Artgerecht wäre Whiskas "Maus", "Singvogel" oder auch "Ratte", habe ich aber noch nicht im Laden entdeckt.

Das Dosenfutter ist natürlich keine Nachempfindung der Natur, wirklich artgerechte Ernährung bei Hunden und Katzen ist meiner Meinung nach das BARFEN.

sonny
24.11.2006, 11:25
Was ist BARFEN ????:confused:

susanna
24.11.2006, 13:31
also ich hab nen hund und der hats sehr gut bei mir hoffe ich doch :D
exotische tiere halten wie echsen oder so oder einen papagei das finde ich nicht so toll, finde solche tiere gehören nicht zum menschen...

TattooedThing
24.11.2006, 13:47
Das Dosenfutter ist natürlich keine Nachempfindung der Natur, wirklich artgerechte Ernährung bei Hunden und Katzen ist meiner Meinung nach das BARFEN.

hat mich jetzt auch mal intressiert!!!!

BARFEN - was heißt das?

Barf = Bones and raw food (Knochen und rohes Futter)

Barf = Biologically appropriate raw food
(biologisch angemessenes rohes Futter)

kann man noch unter http://www.hunde-barfen.de/
nachlesen...

Lena
24.11.2006, 17:23
Bei mir wohnt ein Kater, den ich aus dem Tierheim geholt habe. Ich würde nie Tiere beim Züchter kaufen. Ungewollte Tiere aufzunehmen stellt für mich kein moralisches Problem da und sie sind schließlich in der freien Natur nicht überlebensfähig und somit auf meine/unsere Hilfe angewiesen.

Dass es generell Tiere gibt, die man zu Hause einsperrt finde ich schlecht. Ich finde ein Mensch darf sich ein Tier nicht zum Untertan machen. Nach und nach sollte die Haustierhaltung abgeschafft werden - soviel dazu. Aber um die jetzigen Opfer dieser "klugen" Idee muss man sich kümmern.

sonny
24.11.2006, 18:51
Bei mir wohnt ein Kater, den ich aus dem Tierheim geholt habe. Ich würde nie Tiere beim Züchter kaufen. Ungewollte Tiere aufzunehmen stellt für mich kein moralisches Problem da und sie sind schließlich in der freien Natur nicht überlebensfähig und somit auf meine/unsere Hilfe angewiesen.

Dass es generell Tiere gibt, die man zu Hause einsperrt finde ich schlecht. Ich finde ein Mensch darf sich ein Tier nicht zum Untertan machen. Nach und nach sollte die Haustierhaltung abgeschafft werden - soviel dazu. Aber um die jetzigen Opfer dieser "klugen" Idee muss man sich kümmern.

Leider wird man es so schnell nicht abschaffen können:( Wollte heute in einer kleinen Zoohandlung Hamsterwaffeln für meine Süßen holen - und da saß eine zuckersüße EINZELNE Ratte ganz traurig in einem kleinen Käfig. Ich mußte mich sehr beherrschen, keinen Mitleidskauf zu tätigen - Meine Tochter hätte sie sicher aufgenommen. Ich bin ganz schnell weg und hab meine Hamsterwaffel im Supermarkt gekauft. Aber sie geht mir irgendwie nicht aus dem Kopf...:( LG von Sonny

hof butenland
24.11.2006, 19:02
ich sehe es ähnlich wie lena.
ich füttere hier u.a. 4 wildlebende katzen mit dosenfutter, obwohl sie sich sicher gut von mäusen ernähren könnten.
aber : um zu verhindern, dass diese katzen sich vermehren, was sie ab februar sicher tun, um dann ein wenig gutes leben zu haben, oder von jägern abgeknallt zu werden, füttere ich sie an, um sie zwecks kastration einfangen zu können. ( das thema kastration als eingriff des menschen ist auch so eine sache.....?)
ich habe keinen anteil daran, dass es soviele ungewollte tiere gibt. aber ich habe die verantwortung schwächeren gegenüber sie zu schützen, und wenn möglich ihnen einen lebensplatz zu geben.
die frage, ob es für einen veganer / vegetarier vereinbar ist,
tiere mit fleischlicher nahrung zu füttern ist für mich eher hintergründig, solange es soviel tierelend gibt.
wenn die einstellung der menschen sich gegenüber tieren positiv ändert, wird die situation der tiere sich auch zum besseren ändern.
wir können nuneinmal fleischfressende tiere nicht umpolen.
aber wir können versuchen menschen zum umdenken zu bewegen.

sonny
24.11.2006, 20:13
Genauso sehe ich es auch. Die Kastrationen sehe ich als vernünftig an, um die Anzahl leidender Tiere zu veringern. Natürlich ist es ein unnatürlicher Eingriff, aber die andere Alternative ist noch schlimmer.

lapine
24.11.2006, 23:10
Kastration ist zwar wirklich ein unnatürlicher Eingriff, aber als Antwort/ Reaktin auf einen anderen unnatürlichen Eingriff der Menschen zurückzuführen --> gezielte Zucht = Überproduktion, bei Haustieren keine natürliche Selektion mehr etc.

ad BARFEN:

Hier ein Link über das barfen von Hunden:
http://www.barfers.de/barf/

bin leider selbst kein Profi - unsere Katze wird bei uns leider auch hauptsächlich mit ganz normalem Dosenfutter gefüttert, da es meine restliche Familie - vor allem meine Mutter - zu aufwändig, übertrieben etc. findet ( und da ich zwecks Studium in einem anderen Bundesland wohne, muss ich die Fütterung ihnen überlassen )

Rygel
25.11.2006, 20:03
wir können nuneinmal fleischfressende tiere nicht umpolen.

So traurig das auch ist, aber der von Natur aus pflanzenfressende Mensch wird ja mehrheitlich auch zum Fleischfresser umgepolt, indem es ihm sein soziales Umfeld von Anfang an so aufzwingt. Warum sollte so etwas nicht im positiven umgekehrten Sinn, eben Umerziehung von Fleisch- zu Pflanzenfressern, funktionieren?

lapine
25.11.2006, 21:02
So traurig das auch ist, aber der von Natur aus pflanzenfressende Mensch wird ja mehrheitlich auch zum Fleischfresser umgepolt, indem es ihm sein soziales Umfeld von Anfang an so aufzwingt. Warum sollte so etwas nicht im positiven umgekehrten Sinn, eben Umerziehung von Fleisch- zu Pflanzenfressern, funktionieren?

Beim Mensch ist diese Umpolung ja auch in die Hose gegangen - und obwohl wir Menschen nun schon jahrtausende lang unnatürlicherweise Fleisch essen, ist es für unseren Körper nach wie vor nicht gesund.
Warum glaubst du also, dass das Umpolen von ursprünglich fleischfressenden Tieren wirklich funktionieren kann?

LG Bianca

Rygel
25.11.2006, 22:22
Beim Mensch ist diese Umpolung ja auch in die Hose gegangen - und obwohl wir Menschen nun schon jahrtausende lang unnatürlicherweise Fleisch essen, ist es für unseren Körper nach wie vor nicht gesund.
Warum glaubst du also, dass das Umpolen von ursprünglich fleischfressenden Tieren wirklich funktionieren kann?

LG Bianca

Ich gebe gleich vorneweg zu, daß ich natürlich kein Experte bin, aber das hauptsächliche Problem bei der omnivoren Ernährung eines Pflanzenfressers liegt doch daran, daß wir einen viel zu langen Darm haben und nicht genug Magensäure produzieren können, um Fleisch richtig zu verdauen. Hinzu kommt, daß Fleisch schnell verdirbt, weshalb die Fleischfresser eben einen sehr kurzen Darm haben und auch entsprechend Magensäure produzieren können, um das Fleisch eben so schnell wie möglich zu verarbeiten. Wenn diese Fleischfresser jetzt aber pflanzliche Nahrung kriegen, ändert sich nichts, bis auf das sie diese noch schneller verdauen als carnivore Nahrung. Vergleichbar ist das vielleicht mit der Motorleistung von Autos: Ein Wagen, der 80 PS hat, kann auch ohne Probleme und ohne Schaden zu nehmen nur mit 50 fahren, einer der von vorneherein nur 50 hat, kommt aber nie auf 80 bzw. nicht ohne dauerhaft Schaden zu nehmen. JAAAAAA, ICH WEISS, ABER MIR FIEL JETZT KEIN BESSERES BEISPIEL EIN... ;)

lapine
26.11.2006, 11:53
Wenn diese Fleischfresser jetzt aber pflanzliche Nahrung kriegen, ändert sich nichts, bis auf das sie diese noch schneller verdauen als carnivore Nahrung.

Ich bin mir jetzt nicht sicher, aber ist nicht genau das ein Problem? Rein pflanzliche Ernährung ist relativ kalorienarm - dadurch, dass die Nahrung einen sehr langen Weg im Darm passieren muss, können die Pflanzenfresser dennoch genug Nährstoffe, Vitamine etc. herausfiltern --> die zu schnelle Verdauung pflanzlicher Nahrung von ursprünglichen Fleischfressern verhindert also eine ausreichende Zufuhr von wichtigen Nährstoffen.

LG Bianca

Rygel
26.11.2006, 17:17
Ich bin da leider auch überfragt. Tatsache ist sowieso, daß meine 2 Süßen niemals Veganer werden würden, heute morgen habe ich wieder einen Mäusekopf mit Gedärm und eine halb zerfleischte Maus unter meinem Bett entsorgt. Mir geht es mehr darum, was ich kaufe und ihnen anbiete.

Fighter
15.01.2007, 10:05
Ich denke, das heutzutage das Leben in "guter" Gefangenschaft weitaus lebenswerter ist, als in freier Wildbahn.

Denn da draußen lauert für alle Freilebenden die größte, grausamste Gefahr; der Mensch. Wir verseuchen ihre Nahrung, zerstören ihre Lebensräume... jagen, berauben & töten sie!

Überall wo der Mensch ist, ist die Natur keine Natur mehr. Ich würde bei unserer Haustierhaltung fast schon von "Schutzhaft" sprechen...

Zumal unsere Haustiere auch domestiziert sind. Sie könnten (höchstwahrscheinlich) in Freiheit gar nicht überleben.

So traurig es ist; aber ich würde eine gute Gefangenschaft vorziehen. Was bedeuted schon die Freiheit; wenn man der rücksichtslosen Menschheit vollkommen schutzlos ausgeliefert ist?!

India
19.01.2007, 09:13
Zumal unsere Haustiere auch domestiziert sind. Sie könnten (höchstwahrscheinlich) in Freiheit gar nicht überleben.


Also meine India (http://www.vegetarierforum.com/showpost.php?p=1893&postcount=36) hat 1996 schon mal 12 Tage alleine in Frankreich überlebt :D

Andrak
19.01.2007, 09:18
Ich finde dass mein Kater bei mir zu Hause bedeutend besser aufgehoben ist als irgendwo im freien oder im tierheim... Außerdem zwinge ich ihn ja nicht bei mir zu bleiben, wenn er wollte könnte er weggehen und nicht mehr kommen... aber bis jetzt ist er immer wiedergekommen ;)

Fighter
19.01.2007, 10:09
Also meine India hat 1996 schon mal 12 Tage alleine in Frankreich überlebt :D :D Wie kam es denn dazu? :D

India
19.01.2007, 12:21
Wir waren in der Normandie in den Ferien. Am Tag der Ankunft schlugen wir nur kurz unser Zelt auf, und gingen dann am Strand spazieren.
Dort war eine kleine Gruppe junger Leute die "irgendwas" werkelten. Urplötzlich gab's einen lauten Knall, denn die hatten Feuerwerkskörper losgelassen.
Wir sahen India nur noch wie einen Pfeil panikartig losrennen - und weg war sie!!!

Geschlagene 12 Tage suchten wir sie: täglicher Besuch im nahegelegenen Tierheim, bei der Polizei, Suche mittels Foto usw. usw.... es war der blanke Horror!!!

Am 12. Tag gingen wir wieder in dieses Tierheim (die die Vermisstmeldung auch weitergegeben hatten), folgende Neuigkeiten wurden uns da mitgeteilt: ... ELLE EST TROUVÉ!!!
Einem Polizisten war es endlich gelungen, sie mit Futter anzulocken - der hat sie dann in ein Tierheim gebracht (50 Kilometer von unserem Standort entfernt).
Seit diesem Erlebnis hat sich India nie wieder auch nur einen Zentimeter von uns entfernt bei lauten Geräuschen.

Fighter
19.01.2007, 12:25
Ach herrje... Du musst doch Blut u. Wasser geschwitzt haben?!

Da habt ihr beide ja unheimliches Glück gehabt!!!

Seit diesem Erlebnis hat sich India nie wieder auch nur einen Zentimeter von uns entfernt bei lauten Geräuschen. Klingt so, als hätte ihr Frankreich nicht gefallen. ;)

OwenJackson
06.07.2007, 13:19
Nunja, ich halte keine Haustiere, denn den Begriff Haustiere halte ich für eine Beleidigung.
Ein haustier ist ein Besitz und somit eine Ware.
Der Mensch sollte nicht eingreifen.

Zudem gibt es noch zwei weitere Gründe.

Fleischfressende Tier halte ich nicht, weil ich sie nicht für viel besser als fleischfressende Menschen halte.
Wieso sollte ein Tier für ein anderes leiden/sterben.

Vegetarisch/vegan lebende Tiere halte ich nicht weil ich deren tot nicht ertrage.
Wenn ich aber jemanden kenne der welche hat, dann behandel ich sie immer möglichst wie Freunde, nicht wie Haustiere.

Ich lasse die Tiere in Ruhe, ich helfe wenn ich kann, aber ich unterscheide beim Leben nicht zwischen Tier und Mensch, jeder hat die gleichen Recht.
Dass ich kein Tier halte ist mein Beitrag, so lasse ich die Tiere Tiere sein und stempel sie nicht als Ware ab.

Rahijana
06.07.2007, 15:04
Zu unserer Familie gehören 2 Hunde und eine Katze....keines der Tiere wird vegan ernährt. Sie haben oft die Wahl, entscheiden sich aber grundsätzlich mal fürs Fleisch. Hunde und Katzen sind eben keine Pflanzenesser.

Ich persönlich finde das nicht so schlimm. Katzen vegan zu ernähren ist mMn nicht ok. Und auch Hunde haben nicht den passenden Verdauungstrackt.

Wie ich es vereinbaren kann? Ich geben Ihnen die Wahl, sie können wählen. Ich habe auch die Wahl und kann für mich eine andere Entscheidung treffen. Ich stülpe anderen meine Meinung nicht über oder zwinge Ihnen meinen Lebensstil auf..meinem Mann nicht, meiner Tochter nicht, den Tieren in unserem Haushalt auch nicht.

Sie fressen übrigens Timberwolf Organics..also wenigstens "Bio" ...

Daitscha
09.07.2007, 23:40
Hi
ich habe Fische,Korallenfrösche, einen Hamster und so paar Reptilien, die natürlich Tiere essen. Ich hab damit kein Problem, da sie nunmal Fleisch essen müssen, deswegen halte ich weder sie noch menschliche Fleischfresser für schlechter als mich, das ist für mich einfach nur assoziales Geblabber.
Wir leben nunmal in einer Welt, wo es nicht nur Friede Freude und so gibt, ich will das auch garnnnicht und wir sind alle gleich daran beteiligt, egal ob Veganer oder Omnivor.
Gennau solche Beiträge sind doch schuld daran, dass Veganer immer als assoziale Randgruppe dastehen:(
Meine Tiere sind meine Freunde und ich geben ihnen was sie brauchen, einen Platz zum leben, Futter und gegebenen Falls auch Wärme und Aufmerksamkeit.

Soi
12.07.2007, 14:05
Wir haben einen ehemaligen Laborbeagle.

Und dieser bekommt auch Fleisch im Trockenfutter, was ich für völlig normal halte.

Mausispatz
12.07.2007, 14:09
Und dieser bekommt auch Fleisch im Trockenfutter, was ich für völlig normal halte.

Das ist das Problem. Ein Omni hält es auch für völlig normal, Fleisch zu essen. Die Omi von nebenan findet es ganz normal dass Milch für unter einem Euro zu haben ist.
Die Kunst ist doch, sich mit dem, was man für normal hält zumindest auseinander zu setzten. Du als Veggi solltest dann zumindest erkennen, dass es nicht egal sein kann, wo das Fleisch für deinen Hund herkommt.

Hilmar
14.07.2007, 20:02
Unser Hund - nach familiärer Absprache vom Züchter- lebt seit 4 1/2 Jahren bei uns . Er bekommt seitdem Organic vegetarian dog food von Yarrah ab und zu gebackene vegetarische Knochen etwa zwei Eier in der Woche und sonst, was wir auch Essen. Ganz verrückt ist er auf gekochten Spargel und auch auf Möhren, die er wie Gurke auch mal roh ist. Öfters fällt Leuten mal auf, dass er ein sehr schöner Hund ist. Allerdings verzichten wir bei ihm auch auf die sonst übliche tierärztliche Verrichtung. Bevor wir den Hund gekauft haben, haben wir uns informiert, es gibt eine Studie von Peta über vegetarisch gehaltene Hunde, und haben dann innerhalb von wenigen Tagen sein Futter umgestellt. Das wir es nicht mochten wenn er beim Spaziergang mit irgendwelchen Knochen ankam, hat er auch relativ schnell begriffen. Für uns ist das so gut.

Nyctea
16.07.2007, 10:20
Also solange man sich die Tiere aus dem Heim oder von Notfallstationen holt, finde ich Tierhaltung völlig okay.

Bei mir leben sechs Ratten in einem Schrankkäfig. Natürlich haben sie weniger Platz, als Ratten in freier Wildbahn, aber im Tierheim hätten sie noch weniger Platz gehabt, schlechteres Futter, kein Frischfutter, kein Auslauf und keine Aufmerksamkeit, sowie nur die notwendigste tierärztliche Versorgung.
In freier Wildbahn dagegen wären sie schon tot.
(Wurden am Rhein ausgesetzt)

Außerdem haben wir noch eine Katze von einem Bauernhof, dessen Bäuerin sich streunender Katzen angenommen, und zumindest die Babys vermittelt hat. Hätten wir sie nicht genommen, wäre sie jetzt tot.

Solange man den Tieren ein artgerechtes Heim geben kann, sollte man sich immer überlegen, ob man nicht noch einem Tier ein Zuhause geben kann, das sonst im Tierheim vergammeln würde.

Leute, die Tiere vom Züchter oder aus dem Zooladen holen, kann ich nicht verstehen.
Sie setzen Tiere mit einer Ware gleich, die man auf Bestellung abholen kann.
Natürlich müssen die Tiere hübsch und gesund und brav und intelligent sein.
Am besten schleppt man sie dann noch auf irgendwelche Ausstellungen und lässt sie Preise gewinnen für das gestörte Ego des Herrchens.
Wenn ich sowas höre und gleichzeitig unser überfülltes Tierheim vor Augen habe... ich könnt kotzen.

Wer es nicht ertragen kann, das manche Tiere Fleschfresser sind, soll sich Kaninchen halten. Damit sind die Tierheime voll.
Natürlich sollte man bei Fleisch drauf achten wo es herkommt, am besten barfen mit dem Fleisch vom Biobauern um die Ecke.

LG

Rahijana
16.07.2007, 10:29
So da hab ich dann auch mal eine Frage *gg* ich sehe das genausp= Tiere ja und gern....die Frage ist das "woher". Meine Tochter hat mit ihrem Papa nun eine Voliere gebaut ( 2 meter lang, 2 meter hoch, 1 meter breit). Also ein recht großes Ding für ein Kinderzimmer....

Sie möchte dort Vögel aus dem Tierheim aufnehmen. Deswegen braucht sie ja dringend diese Voliere...Papa macht das shcon *g*

Nun hockt bei uns im Tierheim ein Nymphensittich, den wir morgen wohl holen gehen (heute hat das Tierheim leider zu)

Jetzt das aber an der Geschichte= 1 Vogel?? Nicht gerade artgerecht....wenigstens zu zweit sollten sie ja nun doch sein. Natürlich wird es immer mal Vögel im Tierheim geben und sicher wird früher oder später ein neuer Freund mit in der Voliere einziehen.

Was aber bis dahin? "Einzelhaft" ? Oder doch lieber Zoogeschäft? Ich find das is echt ne Zwisckmühle.....Ich weiss nicht wie lange so ein Nymphensittich mit der Gesellschaft von einem menschen zufrieden sein kann. Und man weiss ja nun nicht wann im Tierheim der nächste Vogel abgegeben wird, der dann zu dem Nymphensittich passt. Ein Kanarienvogel hat halt doch ne andere Sprache.

Was würdet ihr machen? Lieber warten bis etwas passendes im Tierheim auftaucht und den Sittich erstmal alleine halten? Oder doch Zoohandlung, wegen der artgerechten Haltung?

himbeerchen
16.07.2007, 11:06
Hmm, meine Alternativen zum Tierheim sind Hobbyzuchten und natürlich Notstationen. Natürlich gibt es dabei auch solche und solche aber man sieht ja, wenn man bei den Züchtern daheim ist, wie es den Tieren geht und ob es sich tatsächlich um eine Zucht aus "Leidenschaft" oder "Nebenverdiensthalter" handelt.

Ich habe z. B. eines meiner Meeris aus einer Hobbyzucht und beinahe auch später ein weiteres aus der selbigen genommen. Aber das Schweinchen, so schien es mir, passste nicht zu meiner Gruppe. So zog letztlich doch eine Strubbeldame aus einer Notstation zu meinem Doppelpack ein.

Viell. gibt es eine Notstation für Vögel in Deiner Nähe? Googlen macht Spaß ;-)

Seid gegrüßt,

himbeerchen

Nyctea
16.07.2007, 11:51
Hi,
ich finde ehrlich gesagt Hobbyzüchter schlimm. Sie haben meist wenig Ahnung von Genetik. In meinen Augen sind das gewissenlose Vermehrer, die sich noch nie richtig mit dem Tierschutzgedanken auseinander gesetzt haben. Selbst eine Zucht aus "Leidenschaft" kann ich nicht untestützen, da für dieses Hobby andere Tiere leiden müssen.

Wenn man ein bisschen warten kann und diverse Notfallforen im Intenet sowie Tierheime in der Nähe abklappert, findet sich bestimmt immer ein Tier, das auf ein liebevolles Zuhause wartet.

Zu den Vögeln:
Mal im Intenet in divesen Vogelfoen anmelden und stöbern. Viele haben eine Notfallvermittlung.
Oder auch in anderen Tierheimen in der Nähe nachgucken. Bei uns (Duisburg) sitzen relativ viele Vögel, vor allem Wellensittiche.

Viele Forenmitglieder (bin zB in einem Rattenforum mit Notfallvermittlung) sind bereit, ihre Tiere zum zukünftigen Besitzer zu transportieren.
So können sie auch gleich noch Haltungstipps und Hinweise zum Charakter der Tiere geben.

Bitte nicht in die Zoohandlung, dort sind Tiere doch nur Ware und man unterstützt das System "Nachfrage bestimmt das Angebot"

Ich weiss nicht wie das ist, müssen Vögel integriert werden? Wenn ja, als Anfänger lieber gleich ein Pärchen oder einen kleinen Schwarm (3-4 Tiere) holen.

Bloß nicht irgendwelchen Büchern (à la: "Mein Nymphensittich") vertrauen, da steht teiweise so viel Mist drin.

LG

Nyctea
16.07.2007, 12:00
Ein paar Links auf die Schnelle:

http://www.nymphensittichseite.de/

http://www.sittich-foren.de/

http://www.papageienhilfe.de/seite/vermittlung.htm

http://www.welliworld.de/vermittlung/index.php

http://www.nymphensittich-forum.net/forum/index.php

LG

himbeerchen
16.07.2007, 12:07
Um das noch richtig zu stellen, ich rede nicht von irgendwelchen Leuten, die ihre Tiere halten und ohne Sinn und Verstand vermehren lassen. Soetwas ist kein Hobbyzüchter.

Ich meine solche Leute, die sich mit dem Thema Zucht beschäftigen, also wissen was sie tun. Mein Böckchen ist nicht ohne Grund ein Kastrat, er entsprach nicht der Zuchtrichtlinie und sollte sich nicht vermehren können...mir kam das Recht, da ich keinen Nachwuchs im Sinn hatte.

Und ich sagte ja bereits, man sollte sich vorher immer vergewissern. ;)

himbeerchen
16.07.2007, 12:16
Hi,
ich finde ehrlich gesagt Hobbyzüchter schlimm. Sie haben meist wenig Ahnung von Genetik. In meinen Augen sind das gewissenlose Vermehrer, die sich noch nie richtig mit dem Tierschutzgedanken auseinander gesetzt haben. Selbst eine Zucht aus "Leidenschaft" kann ich nicht untestützen, da für dieses Hobby andere Tiere leiden müssen.

LG

Warum müssen andere Tiere leiden? Ich wüsste z. B. aus dem Beispiel Meerschweinzucht nicht, welches Tier da leidet? Die Tiere werden erst ab einem bestimmten Alter verpaart, haben danach immer eine Art Ruhephase, da sie sollen nicht dauerschwanger sein sollen und werden auch nicht x-mal verpaart bis sie nicht mehr ein und aus können. Meeris die keine Babys mehr bekommen, werden Liebhaberschweinis und haben bei vieler dieser Züchter einen eigenen Bereich, manche werden sicher auch verkauft. Tiere die einer Rassenrichtlinie nicht entsprechen, werden kastriert und eben auch verkauft. Und es wird immer darauf geachtet, das es keine Inzucht gibt oder das immer die gleichen Tiere verpaart werden. Demnach werden auch ab und anTiere aus anderen Zuchten in die eigene Zucht zur Verpaarung gebracht, damit "frisches Blut" in die Zucht kommt.

Ich kann bisher nur positiv von Hobbyzüchtern oder von mir aus auch Privatzüchtern sprechen (oder sollte man das doch strikt trennen). Viell. hast Du da andere Erfahrungen gemacht...leider gibt es immer schwarze Schafe!!:(

Nyctea
16.07.2007, 12:22
Hi,
so mein ich das auch nicht, aber für jedes Tier, das neu produziert wird, bleibt eins im Tierheim sitzen. Und das in oft viel zu kleinen Käfigen, ohne Auslauf.
Würdest du kein Tier vom Züchter nehmen, hättest du eins aus dem Heim nehmen können.
Und der züchter hätte vllt. einen Wurf weniger gehabt.

LG

Lena
16.07.2007, 12:22
So jetzt schliesse ich mich auch mal an.


Ich empfinde die Haltung "meines" Katers in unserer Wohnung wirklich als Einsperren. Er wird gegen seinen Willen festgehalten und er versucht jedes Mal zu flüchten, wenn die Haustüre aufgeht. Er tut mir so leid, aber aussetzen möchte ich ihn nicht. Unsere Wohnung ist leider nicht auf dem Parterre so wie ich meine Eltern 1000 Mal gebeten habe darauf zu achten. Sie machen was sie wollen und nicht was dem Kater gut tun würde. Sie haben mir versichert, dass er dort nach draussen kommt, aber das war eine Lüge.

Von einem Balkon kann auf auf eine Rampe und auf andere Balkone. Aber auf diesen Balkon darf er aus Sicht meiner Eltern nicht. Sie wollen ihn einsperren.

Ich werde ihn vielleicht doch mit in die Schweiz nehmen und eine Parterrewohnung suchen. So geht das echt nicht weiter :mad:.

himbeerchen
16.07.2007, 12:35
Hi,
so mein ich das auch nicht, aber für jedes Tier, das neu produziert wird, bleibt eins im Tierheim sitzen. Und das in oft viel zu kleinen Käfigen, ohne Auslauf.
Würdest du kein Tier vom Züchter nehmen, hättest du eins aus dem Heim nehmen können.
Und der züchter hätte vllt. einen Wurf weniger gehabt.

LG

IN meinem Fall war es leider nicht möglich. Ich suchte nach einem kastrierten Böckchen und (auch wenn es komisch klingt) gab es in der gesamten Umgebung nur Meeriweiber... deswegen bin ich auf den Züchter ausgewichen und war dann auch zufrieden, einen "ausrangierten" Bock aufzunehmen.

Mein neues Mädel ist ja z. B. auch aus einer Notstation...

Nyctea
17.07.2007, 14:17
Hi,

ich denke auch, dass es "Züchter" gibt, die ihre Tiere lieben, aber trotzdem würde ich immer auf Heime oder ähnliches zurückgreifen. Und einen "ausrangierten" Bock aufzunehmen, hat ja auch noch was gutes, denke ich

Alles andere widerspricht ja auch dem Tierrechtsgedanken. Man soll Tiere imo nicht als Ware sehen, die auf Bestellung "hergestellt" und geliefert wird.
Wenn man ein Kind will, lässt man sich ja auch keins züchten (am besten noch mit den Merkmalen blond, blauäugig, unkompliziert und langlebig...).
Man geht auch in keinen Laden, um sich dort ein Baby zu kaufen, das dort hinter Glas auf mögliche Kunden wartet...
Aber gegen Kinderheime hat sicher niemand etwas einzuwenden.
Deswegen, warum sollte es mit Tieren anders sein?

@ Lena: Ich denke auch, wenn dein Kater so ein Freiheitsbedürfnis hat, fühlt er sich bestimmt nicht sehr wohl, schade, dass deine Eltern das nicht verstehen.
Allerdings wäre aussetzen auch keine Lösung. Er ist ja gewöhnt, gefüttert zu werden und kennt die Gefahren, die draußen lauern (Verkehr) nicht.
Hat nicht irgendjemand, den du kennst ein Haus mit Garten, wo er vielleicht leben könnte?
Wenn du ihn mit in die Schweiz nehmen könntest, wäre das aber sicherlich auch was.
Ist er denn kastriert?
Unsere Katze kann kommen und gehen wie sie will, aber meistens liegt sie auf der Terasse in der Sonne... ist ne faule Socke.

Flare
17.07.2007, 23:56
@himbeerchen: bei Kaninchen aber funktioniert das zum Beispiel nicht. Da sind zumindest die Rammler immer gezwungen, alleine zu bleiben, da sie sich unkastriert in aller Regel nicht mit männlichen Artgenossen vertragen. Oder sie werden mit einem Meerschwein zusammengesetzt. Beides ist artwidrig. Als Kaninchen-Züchter kann man seine Tiere schlichtweg nicht tiergerecht halten.

Und da wir (die Tierrechtsgruppe) regelmäßig beim Burgdorfer Tiermarkt Mahnwachen abhalten und natürlich auch auf den Platz gehen und gucken, daß die Händler die Marktordnung einhalten, erleben wir eigentlich nur, daß die "Hobbyvermehrer" ihre Kaninchen viel zu früh abgeben, teilweise schon mit 5-6 Wochen. Wenn man sie darauf anspricht, werden sie aggressiv.

Ines
18.07.2007, 10:38
hi
nun muss ich auch meinen senf dazugeben
ich kuemmere mich auch um viele tiere
ich habe soetwas wie ein kleines tierheim-da ich die tiere in not nicht einfach sich selbstueberlassen kann-und dann nehme ich sie bei mir auf und versuche sie nach meinem besten wiessen zu halten und zu pflegen
da waren 3 hunde
die erste habe ich neben einer muelltonne gefunden-und da hab ich sie mitgenommen zu mir
der 2 ist ein sohn von der oben genannten huendin-die durch ein "unfall" von einem der vielen streuner geschwaengert wurde-2 der kid konnte ich hier in italien vermitteln(was uebrigens sehr schwer ist) der 3 sollte zu einer familie nach deutschland die aber kurzvoher abgesagt haben so blieb er auch bei mir
die dritte ist auch eine streunerin die vor meiner hastuer angefahren wurde-als ich zur hilfe eilte um zu sehn was los war stellte sich raus das ihr nichte ernstes passiert war aber ich holte sie von der stasse und brachte sie zu meinen anderen 2 hunden und dort ist sie nun seid fast 4 monaten-und wurde auch schon sterelisiert damit nicht noch mehr passiert...
dann sind da noch 4 katzen
eine davon ist der sohn meiner ersten katze die ich gefunden hatte und kein zuhause hatte
die zweite ist eine strassen katze die total veraengstigt war und auch verlaetzt-sie habe ich nach vielen vertrauens versuchen bei mir im haus aufgenommen
dann wurde mir ein kleiner kater gebracht mit der begruendung kuemmer du dich drum sonst stirbt er hier-also was soll ich tun-und die 4 das aktuellste pflege kaetzchen ist eine kleine die mein bruder gefunden hat ich wollte sie eigendlich vermitteln wie schon 5 andere gefundere katzen babys aber sie hatte eine lebensbedrohliche lungen entzuendung und ewentuell sogar ein zwwerchfellriss-was auch toetlich sein kann hinzu kommt dann auch noch ein bauchdecken bruch wodran sie nexten monat operiert werden muss...
so auserdem halte ich dann auch noch viele fische (die ich ueberwiegend durch ein mittleidskauf bekommen habe)ich sah ein fisch im tierladen leiden und wollte ihm ein besseres leben erschaffen...usw...
soweit zu meinen tieren......
erschoepften gruss ines

Hilmar
18.07.2007, 16:27
Leute, die Tiere vom Züchter oder aus dem Zooladen holen, kann ich nicht verstehen.
Sie setzen Tiere mit einer Ware gleich, die man auf Bestellung abholen kann.
Natürlich müssen die Tiere hübsch und gesund und brav und intelligent sein.
Am besten schleppt man sie dann noch auf irgendwelche Ausstellungen und lässt sie Preise gewinnen für das gestörte Ego des Herrchens.
Wenn ich sowas höre und gleichzeitig unser überfülltes Tierheim vor Augen habe... ich könnt kotzen.

Hallo Nyctea,
die Frage ist, ob Du Leute die Tiere vom Züchter holen nicht verstehen kannst, weil Du sie nicht verstehen willst. Sollte das so sein lies hier bitte nicht weiter, wir wollen doch, dass das Happachen drin bleibt ;-) und ich wünsche Dir von Herzen , dass Du Deine Selbstgerechtigkeit noch lange ungeschoren durch diese Welt tragen kannst.
Liebe Grüße Hilmar

Sollte es aber daran liegen, dass Dir einfach der Austausch mit Leuten fehlt, die sich zu diesem Schritt entschlossen haben auf diese Weise ein Tier in Ihre Familie aufzunehmen möchte ich Dir einige Beweggründe mitteilen.
Nicht immer ist in Tierheimen ein Tier das der Größe der vorhanden Wohnung entspricht. Auch wir haben uns zweimal auf den Weg gemacht, in das Tierheim der Stadt in der wir damals wohnten. Es spiele schon eine Rolle ein Tier zu uns zu nehmen, dem es nicht gut ging. Ja, und ich denke mit Grausen daran zurück. Das Elend machte sprachlos. Aber letztlich kein Hund, der in unsere Wohnung gepaßt hätte.
Wir hatten vorher Meerschweinchen ( ein Bekannter hatte irgendwie zuviel davon), die männlichen Tiere haben wir - zu unserem späteren tiefsten Bedauern - nach einmaliger Vaterschaft zum Tierarzt gebracht. Bei einem Tier - das schon kurz nach dem Eingriff erhebliche Schwierigkeiten hatte - entwickelte sich Jahre später durch Fehler bei der Operation ein Harnstein in Größe einer Haselnuss, was einen nochmalen Eingriff nötig machte. Beide männliche Tieren starben zuerst. Wir würden nie wieder ein Tier freiwillig solch einem Eingriff unterziehen. Es schwächt die Lebenskraft zu sehr. Hier ist abzuwägen, ob man dafür die Verantwortung übernimmt, dass andere das nicht so sehen.
Wenn man unerfahren ist, was die Haltung von Hunden angeht, möchte man schon gerne wissen, wenn man einen jungen Hund zu sich nimmt, was dann nach dem Auswachsen bei raus kommt zum einen wegen des Vermieters, den man um Erlaubnis fragen muss, zum anderen wegen der Verantwortung überhaupt und schließlich muss es für alle Familienangehören in Ordnung sein.
Womit sich schon der nächste Punkt anschließt. Wenn Familienangehörige sagen, ich möchte nicht immer für alles Elend dieser Welt Verantwortung übernehmen, weil sie es eben teilweise schon mussten, wenn man sich eben lange mit dem ganzen Thema auseinandergesetzt hat ( die Belastung durch Arzneimittel und Impfungen will ich hier garnicht weiter anführen)und dann die Entscheidung trifft einen Hund vom Züchter in die Familie aufzunehmen, der dann auch auf immer ein Bestandteil der Familie ist, dann ist das eine verantwortungsvolle Entscheidung. Die aber nicht ausschließt, dass vielleicht später mit dem gefestigten Wissen und der veränderten Familiensituation ein Tier aus dem Tierheim dazukommt.
Hilmar

Nyctea
18.07.2007, 17:00
Hi,
ich weiss nicht, was meine Einstellung mit Selbstgerechtigkeit zu tun hat. Vielleicht willst du mir das nocheinmal genauer erklären, ansonsten bitte ich dich, solche Untestellungen zu untelassen, danke.
Ich habe lediglich meine Meinung gepostet, es war kein Angriff auf dich; dass dein Post über meinem stand, war Zufall, vielleicht hätte ich warten sollen, bis jemand einen Kommentar dazwischen setzt, damit du dich nicht angesprochen hättest fühlen müssen?

Ihr wart also zweimal im Tierheim eurer Stadt? Wow, warum hast du das nicht gleich gesagt, das ändert natürlich alles.:confused:

Achtung, jetzt kommt meine Meinung:

Wenn man ein Tier haben möchte, ist dies ersteinmal ein egoistischer Wunsch. Denn seit wann sind Tiere dazu da, Menschen zu erfreuen, bei ihnen zu wohnen, von ihnen gefüttert zu werden?
Wenn man nun ein Tier aus einer Notfallstation oder dem Heim holt, tritt der Egoismus aber in den Hintergrund, da man dem Tier ein besseres Zuhause gibt.
So, wenn man zum Züchter geht und ein für den Menschen produziertes Tier kauft, ist das imo Unterstützung des Handels mit Lebewesen und widerspricht der antispezizistischen Einstellung, die Veganer doch haben, oder?

Ich glaube nicht, dass ihr euren Hund nicht liebt und keine Verantwortung für ihn übernehmt.
Ich habe auch nicht behauptet, dass ihr nun immer wieder zu Züchter rennen werdet.
Jedoch sollte man, wenn man kein passendes Tier im Tierheim findet, einfach keins zu sich nehmen und warten. Entweder man findet dann doch eines oder eben nicht.
Ihr seid doch nicht auf einen Hund angewiesen?
Es sei denn jemand in eurer Familie braucht die Unterstützung eines Blindenhundes...


Liebe Grüße, Nyctea

Mausispatz
25.07.2007, 23:37
@Rahijana... hier kannst du auch nach Vögeln schauen:
http://www.vogelforen.de/forumdisplay.php?f=180

Lena
26.07.2007, 00:25
So ich bin heute ein bisschen meinen moralischen Pflichten nachgegangen und habe Strolchi im Hinterhof rumlaufen lassen. Im hat das dermassen gefallen, man hat es ihm richtig angesehen :). Danach war er verschmuster dennje und hat ganz bitterlich vor der Haustüre gestanden und wollte wieder raus. Morgen Mittag gehe ich gleich nochmal mit ihm raus. Ich glaube wir haben ein gemeinsames Hobby :D!

Cavia aperea
10.09.2007, 07:54
Warum müssen andere Tiere leiden? Ich wüsste z. B. aus dem Beispiel Meerschweinzucht nicht, welches Tier da leidet? Die Tiere werden erst ab einem bestimmten Alter verpaart, haben danach immer eine Art Ruhephase, da sie sollen nicht dauerschwanger sein sollen und werden auch nicht x-mal verpaart bis sie nicht mehr ein und aus können. Meeris die keine Babys mehr bekommen, werden Liebhaberschweinis und haben bei vieler dieser Züchter einen eigenen Bereich, manche werden sicher auch verkauft. Tiere die einer Rassenrichtlinie nicht entsprechen, werden kastriert und eben auch verkauft. Und es wird immer darauf geachtet, das es keine Inzucht gibt oder das immer die gleichen Tiere verpaart werden. Demnach werden auch ab und anTiere aus anderen Zuchten in die eigene Zucht zur Verpaarung gebracht, damit "frisches Blut" in die Zucht kommt.

Ich kann bisher nur positiv von Hobbyzüchtern oder von mir aus auch Privatzüchtern sprechen (oder sollte man das doch strikt trennen). Viell. hast Du da andere Erfahrungen gemacht...leider gibt es immer schwarze Schafe!!:(

Ich darf mal diesen alten Beitrag rauskramen--- so leid es mir tut, dort leiden Tiere und zwar nicht zu knapp. Ich bin aktiv im Meerschweinchenschutz tätig, und was ich da über Züchter jeglicher Art erfahren musste, ist unter aller Sau.
Als erstes hält kaum ein Züchter die Ruhepausen zwischen den Würfen ein- wenn man eine besonders edle Sau hat, muss die ziemlich oft ran- und werden dementsprechend ausgelatscht. Tiere mit Fehlfarben und Fehlwirbeln- also ein nichterreichen des Zuchtzieles- sind eh unnütze Fresser und müssen weg.
Und... es gibt wenige Züchter, die sich tatsächlich Gedanken darüber machen, was mit ihren Tieren geschehen soll- ab in die Zoohandlung, ab hier hin oder dahin- oder sie werden entsorgt. Mit entsorgen meine ich erschlagen, erschießen oder lebendig in den Mülleimer entsorgen. Das hört sich für euch jetzt überspitzt an- aber genau diese Erfahrungen machen wir an der Nagerstation. Wir haben Kontakt mit einigen nach außen hin gut wirkenden Züchtern, die ihre unnützen Fresser einfach erschlagen! Gut, jetzt übernehmen wir sie- deswegen habe ich ja auch soviele Rassetiere- aber vorher erwartete die "unnützen Fresser" ein hartes Ende. Bei uns im Umkreis ist eine "Nagertonne" weit bekannt, dem Veterinärsamt gemeldet, aber keiner kümmert sich, weil Schweinis nicht an 1.Stelle im Tierschutz stehen. Unter "Nagertonne" verstehe ich eine Mülltonne auf einem Bauernhof, in dem Schweinis lebendig entsorgt werden können. Die Tonne steht immer für alle zugänglich rum- und die Züchter können darin ihre Schweinis entsorgen. Was der Bauer schließlich mit denen macht- keiner weiß es. SO sieht die Wirklichkeit aus- ich muss gestehen, ich habe bisher KEINEN wirklich guten Züchter gefunden- erst Recht nicht bei den Hobbyzüchtern oder Züchtern aus Leidenschaft. Allen geht es um ihr Zuchtziel, das Tier dahinter wird komplett vergessen. Und dass Züchter ihre Rentnerböcke oder die, die nicht "gut geworden sind", kastrieren lassen und so vermitteln- ist eine absolute Ausnahme. Kaum wer investiert Geld in die "unnützen Tierchen"--- teilweise ja ncoh nicht mal in medizinische Versorgung! Dann bestimmt nicht für ne Kastration die je nach Tierarzt bis zu 40Euro kosten kann.
Als Beispiel für die mangelhafte medizinische Betreuung:
viele Züchter behandeln die meisten Krankheiten selbst- wo meistens auch nichts gegen einzuwenden ist, da ich das bei den Tierchen der Nagerstation und bei meinen ebenfalls mache. ABER viele Züchter behandeln dann auch Krankheiten, wo definitv eine Tierarzthand her müsste. Bsp: Halsabszesse, relativ häufig. Viele Züchter schneiden diese Halsabszesse einfach so- ohne Vereisung, Betäubung oder Desinfektion mit nem Skalpell auf und "operieren" ihre Schweinis auf dem Küchentisch. Diese Schweinis sterben dann oft an Infektionen oder an Rezidiven. Nicht umsonst existiert die Faustformel, dass 1 von 10 Schweinis einen Halsabszess überlebt. Die Prognose ist generell schon sch... bei so nem Abszess, dann aber so unfachmännisch dran rumzuschneiden, ist quasi fast immer das Todesurteil für das Schweini.
Nun ja-ich könnte mich hier in Rage schreiben und noch stundenlang Horrorgeschichten erzählen- aber das spare ich mir an dieser Stelle. Ich hoffe nur, dass du dein Verhältnis zu Züchtern ein bisschen überdenkst -.-
LG,
Cavia

Cavia aperea
10.09.2007, 08:13
Ok- erstmal sorry für den Doppelpost... ich möchte nü einmal systematisch noch deine Argumente/Fragen aufarbeiten:
Hier eine Aufarbeitung von Himbeerchens Post

Warum müssen andere Tiere leiden? Ich wüsste z. B. aus dem Beispiel Meerschweinzucht nicht, welches Tier da leidet? Die Tiere werden erst ab einem bestimmten Alter verpaart (Stimmt nicht, so sollte es sein, ist aber bei weitem nicht so- teilweise werden die Tiere im Alter von 2-3 Monaten schon gedeckt- Soll ist 6 Monate- und gearde erst diese Woche haben wir ein Mädeln in die Nagerstation bekommen, das bis zum 6. Lebensjahr werfen musste- Soll ist nach MAX. 5 Würfen Zuchtende- im Alter von 2 1/2 -3 Jahren),
haben danach immer eine Art Ruhephase (komisch dass alle Schweinis, die wir von diversen Züchtern bekommen, einen Wurf mindestens mehr haben, als sie laut Ruhephasen haben müssten; es gibt skrupellose Züchter ohne Ende, die ihre Mutterschweinis schon wieder decken, wenn die Jungtiere noch gestillt werden- man hat zwar gewisse Regeln, aber die Ausführung ist selten in der Praxis so wie sie sein sollte)
, da sie sollen nicht dauerschwanger sein sollen und werden auch nicht x-mal verpaart bis sie nicht mehr ein und aus können.(Doch- genau so ist es- wir haben Tiere, die sind flach wie Teller- komplett ausgelatscht- Pfeifen aus dem letzen Loch- es ist schön, wenn Züchter sich dran halten- aber ich stelle einfach mal in den Raum- die meisten Züchter vermehren nicht vernünftig)
Meeris die keine Babys mehr bekommen, werden Liebhaberschweinis und haben bei vieler dieser Züchter einen eigenen Bereich, manche werden sicher auch verkauft.(Sicherlich haben manche ihren Bereich für die Rentnertiere (Liebhaberschweinis sind die die Fehlwirbeln oder -farben ;) )--- aber die meisten schieben ihre Rentner einfach als unnütze Fresser nur ab- oder töten sie, denn lange Zeit mit der Vermittlung lässt sich kaum jemand, da die Tiere Platz blockieren)
Tiere die einer Rassenrichtlinie nicht entsprechen, werden kastriert und eben auch verkauft. (Verkakuft, erschlagen, abgeschoben- vielleicht manchmal tatsächlich gut "an den Mann gebracht" und noch seltener kastriert- höre ich zum ersten Mal von -.- )
Und es wird immer darauf geachtet, das es keine Inzucht gibt oder das immer die gleichen Tiere verpaart werden. Demnach werden auch ab und anTiere aus anderen Zuchten in die eigene Zucht zur Verpaarung gebracht, damit "frisches Blut" in die Zucht kommt. (DEM kann ich sogar zustimmen-nur hast schon mal drüber nachgedacht, wie das praktisch mit dem "frischen Blut" funktioniert? Die Tiere werden hin und her geschoben- im Schnitt sind die Rentnertiere, die wir bekommen- bei uns in 5.-6. Hand. Bei besonders begehrten seltenen Rassen, verschicken sich die Züchter die Tiere per Post durch ganz Deutschland bzw. auch Europa- habe vor 3 Wochen erst ein Gnadenbrotschwein aufgenommen, was schon den Weg aus der Schweiz hierher nach NRW gefunden hat- alles fürs "frische Blut"--- ich kann nur sagen: es ist nicht alles Gold was glänzt... -.- )

Ich kann bisher nur positiv von Hobbyzüchtern oder von mir aus auch Privatzüchtern sprechen (oder sollte man das doch strikt trennen). (Und ich habe bisher bei meiner Arbeit keinerlei positive Erfahrungen gemacht- man muss halt- wie in der Lebensmittelindustrie- hinter die Fassade schauen und hinterfragen, was so idealistisch beschrieben wird...)
Viell. hast Du da andere Erfahrungen gemacht...leider gibt es immer schwarze Schafe!!:( (Traurig aber wahr- man sollte es so formulieren: Hoffentlich gibt es auch weiße Schafe -.- [/QUOTE]

Ich darf noch ergänzen- je "edler" die Rasse ist, desto schlimmer hat es das Tierchen i.d.R. gehabt. Langhaarrassen werden verdammt oft einzeln gehalten, da sie zur Fellfresserei neigen, was auf Ausstellungen natürlich sch... aussieht- zudem fristen die Tierchen ihr Dasein AUCH HEUTE NOCH oft auf Gittern- damit das Fell nicht verschmutzt. Da können die Züchter einen erzählen was sie wollen- und ihre tollen Käfige zeigen- warum haben denn die Edelschweinis von manchen Züchtern, die ihre vermeintlich super saubere Stallanlage- ohne einen Krümmel Dreck- präsentieren, alle verkrüppelte Füßchen und Krallen?!?! Da kann mir keiner erzählen, dass die ihr ganzes Leben gemütlich im Streu gesessen haben... pff.
Nun denn- Schweinischutz ist mein "Lieblingsthema" und ich könnte hier den Rahmen sprengen- das lass ich dann mal lieber ;)

nepenthes
10.09.2007, 15:51
Hmm, Du scheinst eine Menge Erfahrung zu dem Thema gesammelt zu haben...keine gute wie mir scheint. Mein Kastrat z. B. ist von einer Privatzucht... er ist ein schwarzer Rex (war auch schon kastriert) mit einer weißen "Krone" und einer Blesse und zur Zucht nicht geeignet. Ich hatte die Züchterin ganz schön über die Haltung ausgequetscht...bevor ich ihn mitnahm..aber viell. gibt es da doch Unterschiede zwischen Hobby- und Privatzucht? Hmm... sie hatte ein großes Areal für ihre älteren Schweine... wobei mir da etwas einfällt:

Als ich zu einem späteren Zeitpunkt ein zweites Mädel suchte um meine ältere Meerisau zu entlasten (hatte Kastrat u. ein Mädel), bin ich wieder auf die Züchterin zurückgekommen weil sie bei mir einen guten Eindruck hinterlassen hatte. Ich erfuhr das sie ein Mädel zur Vermittlung hatte...Naomi hieß sie. Als ich dort ankam, wurde mir ein Tier vorgestellt das einen "ausgeleiherten" Bauch hatte, ... er schien sich nach der Schwangerschaft nicht zurückgebildet zu haben... es sah irgendwie komisch aus. Die Züchterin meinte, dass dies nicht bei allen Schweinis so sei aber manchmal käme das vor.

Meinst Du, sie könnte zu oft gedeckt worden sein? Dann war meine Einschätzung mehr als nur schlecht...

Ich habe sie nicht mitgenommen. Mittlerweile tut mir das sehr leid. Aufgenommen habe ich ein Mädel aus einer Notstation... sie wohnt mittlerweile auch seit einem halben Jahr bei mir... ein Culy-Abisinnian.

Grüße,

nepenthes

nepenthes
10.09.2007, 16:03
.... Ich hoffe nur, dass du dein Verhältnis zu Züchtern ein bisschen überdenkst -.-
LG,
Cavia

jeder kann nur von seinen Erfahrungen sprechen Cavia. Aber es gibt nicht nur schwarze Schafe... auch wenn Dein Bericht traurig zu lesen ist...denn es gibt wohl tatsächlich zu viele davon...:mad:

Ich weiß nicht, ob es interessant ist...aber meine Hautperfahrung stammt von der Zucht: vom Norfbach. Es gibt eine Internetseite zur Zucht!

Cavia aperea
10.09.2007, 18:55
@nepenthes:
Ich werde jetzt nicht nach der Zucht googlen- denn das bringt aus eigener Erfahrung auch nichts. Besagte Züchter, bei denen ich Erfahrungen gesammelt habe, haben auch alle tolle Websites und sind von den "Meerschweinchenfreunden Deutschland e.V. zertifiziert"... aber das heißt schon mal gaaaaaaaaaaaaar nichts...
Mit dem Tellerbauch- ich denke, dass die Naomi definitiv zu oft gedeckt wurde, vor allem zu schnell hintereinander. Denn ich habe bisher noch nie so ein Auseinanderfließen bei Schweinchen entdeckt, wenn nicht vorher so ein "Missbrauch" vorgelegen hat. Ich nehme mir jetzt nicht heraus, es generell auszuschließen, dass so ein Auslatschen nicht auch bei nem Schweini mit Bindegewebsschwäche nach dem ersten Wurf möglich ist... aber in meiner langjährigen Erfahrung habe ich das noch nie gesehen! Und wir haben bis zu 100 Schweinis in der Notstation- hab also schon einiges gesehen -.-
Nun denn- soviel dann dazu...
LG

nepenthes
11.09.2007, 10:05
Du musst ja auch nicht schauen. Ich möchte damit einfach nur sagen, dass man nicht alle über einen Kamm scheren kann. Ich hoffe, das die kleine tatsächlich nur eine Bindegewebsschwäche hatte... nunja, ich weiß es nicht!

Auf jeden Fall werde ich überdenken, ob ich noch einmal ein Tier von einem Züchter nehme...zum Nachgrübeln bringt einen das alles schon...:( Ich verstehe das nicht... die Haltung dieser Kleinen geschieht bei mir einfach nur aus purer Freude ihnen zuzuschauen wie sie die ihre Röhren und Häuser unsicher machen... wie sie miteinander kommunizieren und der Genuss ihrers fordernden Geschreies wenn ich nach Hause komme und sie wissen jetzt gibts was feines... aber wie grausam Menschen sind bzw. sein können wissen wir ja alle....)

tripnotic
11.09.2007, 10:50
meine mutter wollte unbedingt einen rassehund.
also sind wir zu ein paar züchtern gefahren und bei einem wars auch garnicht schön. hunde in zwingern, pro hund vielleicht 3 m². die hunde haben so dermaßen gestunken, kein wunder die haben da nur auf holzbrettern gelebt, wo sie natürlich auch draufpinkeln und -kacken. die füße der hunde haben ganz schlecht ausgesehen. die krallen waren sehr lang und total verborgen und bei unserem besuch ist auch ein hund zwischen den brettern hängengeblieben. das fell war einfach nur eklig und die hunde selbst haben nur gejault. es wurde uns erklärt, dass sie am tag eine halbe stunde auf die wiese dürften.
im haus drinnen bei denen hats auch schlimm gestunken und man ist fast am laminatboden festgeklebt.. wir haben dankend den kaffee dort abgelehnt.

meine mutter hat jetzt einen hund dieser rasse, aber von einem anderen züchter. da sind die hunde nicht durch zwinger sondern durch zäune getrennt. wiese ist auch nicht mehr viel dort gewesen, weil die ja ständig dort rumrennen, aber wenigstens keine bretter, wo nägel rausstehen... diese hunde haben viel auslauf, weil die neben einer großen wiese und wald wohnen, sie dürfen auch ab und zu ins haus und es wird mit ihnen gespielt. die hunde waren ruhig, haben nicht gebellt der gejault, waren freundlich, lieb, haben gesund ausgesehen...

diese züchterei besteht nur aus geld machen und beziehungen. ein paar züchter untereinander haben gestritten (meine mama war in so einem forum und hat das mitgekriegt) und auf einmal hat bei der nächsten ausstellung der erste züchter gewonnen und hat damit die "erlaubnis" mit seinem rüden weiterzuzüchten.

ich finde generell züchten unnötig. es gibt sooo viele tiere, die jeden tag drauf hoffen, ein schöneres leben zu kriegen, aus dem käfg rauszukommen usw. jeden tag in ihrem leben.. das ist doch schlimm... :(
trotzdem gibt es sicher unterschiede was züchter anbelangt. es gibt welche, die wirklich nur auf geld aussind und die sich nicht um die tiere scheren. aber es gibt auch wirklich welche, die das wegen der tiere machen. (sie denken auch nicht weit genug meiner meinung nach), aber sie kümmern sich gut um die hunde, achten drauf wo sie dann hinkommen usw.
aber eigentlich könnte man sich züchten meiner meinung nach echt sparen.

Fighter
11.09.2007, 12:43
Generell: Es gibt unzählige Tiere in Tierheimen etc. die DRINGEND ein Heim suchen.

Kommerzielle Zucht gehört verboten!!! Da gibt es kein Pro! Menschen züchtet man schließlich auch nicht um sie dann zu verkaufen...

Josie
11.09.2007, 14:31
Wir haben fünf Hunde (drei ausgewachsene, Welpen) und einen Fuchs zu Hause (siehe mein Thread "Unser Fuchs") und ich stimme Fighter zu, dass nichts falsch daran ist, herrenlose und heimatlose Tiere bei sich aufzunehmen. Die Tierheime sind voll von gequälten Seelen, denen man zeigen sollte, dass nicht alle Menschen böse sind.

Zucht ist nicht richtig! Man sieht ja, was dabei herauskommt (Nackthunde und sowas). Das ist nicht richtig und es werden dadurch immer mehr Lebewesen, die niemand haben will. Aber gezüchtet mussten sie werden.

nepenthes
11.09.2007, 14:38
Oh Mann, jetzt gehts aber los... manche Vergleiche sind wirklich total Banane.

Vergleichen wir doch gleich Tierhaltung mit Sklaverrei! :rolleyes:

Generell: Es gibt unzählige Tiere in Tierheimen etc. die DRINGEND ein Heim suchen

korrekt!:)

Fighter
11.09.2007, 15:34
Oh Mann, jetzt gehts aber los... manche Vergleiche sind wirklich total Banane.

Vergleichen wir doch gleich Tierhaltung mit Sklaverrei! :rolleyes:
Das hat keiner behauptet. Ich persönlich bin der Meinung, das eine tiergerechte Haltung nicht negativ ist. Habe selber einen halben Zoo.

Solange es den Tieren gut geht - es ihnen an nichts fehlt; gibt es gar nichts dagegen einzuwenden.

Und falls Du den Vergleich mit Menschen züchten gemeint hast; wo bitte ist dieser Vergleich denn bitte "banane"?

Mausispatz
11.09.2007, 20:30
Denkt doch bitte auch in dem Zusammenhang an "Selektion". Keine Zucht ohne zu selektieren.
Ich unterstelle nicht, dass jeder Kleinstzüchter selektiert, aber jeder Züchter profitiert davon, denn keine Rasse wäre ohne Selektion entstanden.

Cavia aperea
11.09.2007, 21:31
Denkt doch bitte auch in dem Zusammenhang an "Selektion". Keine Zucht ohne zu selektieren.
Ich unterstelle nicht, dass jeder Kleinstzüchter selektiert, aber jeder Züchter profitiert davon, denn keine Rasse wäre ohne Selektion entstanden.

Jep, da muss ich dir voll zustimmen- und ich denke, gerade die kleinen Züchter sind gezwungen zu selektieren. Denn sonst wären sie keine Züchter, sonder Vermehrer. Gerade die kleinen Züchter wollen weder den Platz noch das Geld dafür aufbringen, jeden "Überschuss" oder jedes "Liebhaberschwein" zu behalten, zu versorgen oder gescheit zu vermitteln...

Edit:
Ich habe auch eine Bekannte in einer Tierklinik arbeiten, wo auch immer die Züchter (bin jetzt bei Hunden) zum Röntgen hinkommen. Einige Züchter, das weiß ich über sie- hat sie mir Vertrauen erzählt- lassen alle Hunde, deren Hüften nicht top sind dort einschläfern...
Jetzt mögen alle explodieren- wie kann diese Tierklinik nur die Hunde einschläfern, die sonst soweit gesund sind--- nun ja- das habe ich auch gefragt. Aber die Erfahrungen in der Tierklinik haben die Ärzte gelehrt, dass viele Züchter so "gnadenlos" sind, ihre nicht einwandfreien Tiere auf grausamere Art zu "entsorgen". Und so haben die Tiere einen "angenehmeren" Tod, als wenn sie ertränkt oder erschlagen werden -.-