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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pest oder Cholera?


Rygel
22.11.2006, 17:26
Es ist heute etwas Unglaubliches passiert: Ich wurde auf der Arbeit mit einer Frage konfrontiert, die mit meiner veganen Lebensart zu tun hat, aber weder albern noch selbsterklärend ist. Ja, ich bin auch angenehm überrascht...;) Also, here we go: Ihr bekommt auf eurer Arbeit einen neuen direkten Kollegen und könnt selbst entscheiden, wer es werden soll. Es stehen 2 Kandidaten zur Auswahl: ein rechtsorientierter Tierrechtler oder ein linksorientierter Fleischfresser. Bis auf diese 2 Fakten wißt ihr nichts über die 2 Leute. Für wen würdet ihr euch entscheiden?
Der Hintergrund der Frage war, daß ich seit Urzeiten als sehr linksorientiert gelte und mir jetzt eben auch sehr für Tierrechte den Mund fusselig rede. Ich selber habe mich nach einiger Bedenkzeit dann doch für den rechtsorientierten Tierrechtler entschieden, wobei ich nicht mal glaube, daß es sowas überhaupt gibt. Wen würdet ihr eher nehmen?

WolkeSieben
22.11.2006, 17:45
Ich würde den rechtsorientierten Tierrechtler ebenfalls bevorzugen. Ich glaube wenn jemand schon Tierrechtler ist, dann kann er so ein schlechter Mensch doch gar nicht sein und ist womöglich einfach nur von anderen Menschen sehr enttäuscht worden.

Vielleicht würde er auf lange Sicht diese Einstellung ändern.

Lena
22.11.2006, 18:32
Der Begriff "rechtsorientierter Tierrechtler" setzt nicht voraus, dass er Menschen tötet oder sie verletzt. Wer Rechter ist, der ist noch lange kein Mörder.

Beim linksorientierten Fleischesser ist es ja wohl klar, dass er Lebewesen für seine Zwecke tötet.

Die politische Orientierung ist zweitrangig und noch lange nicht mit Mord zu vergleichen/gleichzusetzen.

Rygel
22.11.2006, 18:37
Der Begriff "rechtsorientierter Tierrechtler" setzt nicht voraus, dass er Menschen tötet oder sie verletzt. Wer Rechter ist, der ist noch lange kein Mörder.

Beim linksorientierten Fleischesser ist es ja wohl klar, dass er Lebewesen für seine Zwecke tötet.

Die politische Orientierung ist zweitrangig und noch lange nicht mit Mord zu vergleichen/gleichzusetzen.

Damit wären wir wieder beim alten Thema was gefährlicher ist: der tumbe Nazi-Schläger, der die Ausländer jagt oder der Herr im Anzug, der ihm die gefährliche Propaganda ins Ohr geflüstert hat.

johannes
22.11.2006, 18:45
tolle Sache, selbstverständlich würde ich auch den Veganer bevorzugen!

...und ich glaube auch nicht daran, dass es in der Tierrechtsszene wirklich rechte Leute gibt, das würde sich klar widersprechen. Wenn er über die frauenverachtende Kultur mancher Türken schimpft ist das für mich ebenso links wie gegen Rassismus zu sein. Es ist bestimmt ein lieber Kerl, gibt ja so viele Vorurteile, auf die man besser nicht hören sollte:rolleyes:

Er lebt vegan, tötet nicht und wendet wohl hoffentlich auch keine Gewalt an, somit ist das eine tolle Sache, freue mich für Dich :)

Lieben Gruß
Johannes

Rygel
22.11.2006, 20:11
Er lebt vegan, tötet nicht und wendet wohl hoffentlich auch keine Gewalt an, somit ist das eine tolle Sache, freue mich für Dich :)

Das hast du falsch verstanden. Die Frage ist rein utopisch und wurde mir von meinen Kollegen gestellt, weil das eben die 2 Formen von Lebensarten vermischt, die ich ziemlich ablehne, wenn nicht sogar verachte, eben die omnivore und die rassistische mit ihren jeweiligen Kontrapunkten. Mein direkter Kollege ist nach wie vor der jüngste Schützenkönig Lüdenscheids, der gerne mal bei Schlachtungen zugucken und bei einer Jagd mitmachen würde.:mad: Allerdings weiß ich nachwievor nicht, was davon pure Provokation mir gegenüber und was ernst gemeint ist...

Lucy
28.12.2006, 19:40
Ich würde den linksorientierten nehmen. Es gibt sehr viele linksorientierte Gründe, um Fleischkonsum einzustellen. Wenn es ein Mensch mit genug Verstand ist, wird er es irgendwann einsehen, dass sein Fleischkonsum unnötig ist. Du warst doch auch mal ein linksorientierter Fleischesser und ich auch (zwar "nur" Wurst, aber ist ja das Gleiche). Uns beide hat unser Verhalten irgendwann eingeholt und wir haben uns umentschieden. Jetzt machen wir es aus Überzeugung. Du als linksorientierter wirst Dich politisch besser verstehen, d.h. ihr könnt Euch einander so weit annähern, dass Du ihn irgendwann überzeugen kannst.
Ich würde es für einen fatalen Fehler halten, sich für den rechten zu entscheiden, dann würdest Du die Chance verpassen, einen weiteren Menschen von pflanzlicher Kost überzeugen zu können. Rechte sind eh nur Veganer, weil sie gestört sind und ein gestörtes Verhältnis zu ihren Mitmenschen haben, die nicht dem Idealbild entsprechen, sie haben nur ein Ziel, nämlich das Dritte Reich wieder aufleben zu lassen.

Ich garantiere Euch, wenn die Rechten (damit meine ich Rechtsextreme) damit fertig wären "das Idealbild" des Menschen erschaffen zu haben, werden sie sich an die Tiere machen, da gibt es auch noch einiges auszusortieren, wenn man genauer hinschauen will, findet man bestimmt was.

Sorry, aber ich bin entsetzt über Eure Blauäugigkeit, dass der Rechte ein Stück besser sein soll als der Linke.:eek: http://www.my-smileys.de/smileys3/boxed2.gif

Ich bin selbst linksorientiert, habe aber mit Sozialismus oder Kommunismus nix zu tun! Lege ich wert drauf!, bin eher sozial-demokratisch, aber kein Parteimitglied (mehr). Eigentlich halte ich gar nichts von den Begriffen links und rechts, mir geht es einzig und allein um ein soziales Leben miteinander. Aber um mal bei den Begriffen zu bleiben, bin ich auch eher links als rechts. Ich habe sehr viel Kontakt zu linksorientierten und da, wo ich mich politisch mit den Leuten verstehe, d.h. sie meine Ansichten teilen und wir gegenseitig unsere Arbeit gut finden, dort merke ich immer öfter, dass ich meine Kollegen zum Nachdenken anrege, was ihren Fleischkonsum betrifft. Eine gewisse "Toleranz" mit Unwissenden muss man schon aufbringen, um unsere Mitmenschen zum Nachdenken anzuregen, mit Sturheit erzeugen wir bei unserem Gegenüber auch nur Sturheit.

Rygel
28.12.2006, 21:03
Ich würde den linksorientierten nehmen. Es gibt sehr viele linksorientierte Gründe, um Fleischkonsum einzustellen. Wenn es ein Mensch mit genug Verstand ist, wird er es irgendwann einsehen, dass sein Fleischkonsum unnötig ist. Du warst doch auch mal ein linksorientierter Fleischesser und ich auch (zwar "nur" Wurst, aber ist ja das Gleiche). Uns beide hat unser Verhalten irgendwann eingeholt und wir haben uns umentschieden. Jetzt machen wir es aus Überzeugung. Du als linksorientierter wirst Dich politisch besser verstehen, d.h. ihr könnt Euch einander so weit annähern, dass Du ihn irgendwann überzeugen kannst.
Ich würde es für einen fatalen Fehler halten, sich für den rechten zu entscheiden, dann würdest Du die Chance verpassen, einen weiteren Menschen von pflanzlicher Kost überzeugen zu können. Rechte sind eh nur Veganer, weil sie gestört sind und ein gestörtes Verhältnis zu ihren Mitmenschen haben, die nicht dem Idealbild entsprechen, sie haben nur ein Ziel, nämlich das Dritte Reich wieder aufleben zu lassen.

Ich garantiere Euch, wenn die Rechten (damit meine ich Rechtsextreme) damit fertig wären "das Idealbild" des Menschen erschaffen zu haben, werden sie sich an die Tiere machen, da gibt es auch noch einiges auszusortieren, wenn man genauer hinschauen will, findet man bestimmt was.

Sorry, aber ich bin entsetzt über Eure Blauäugigkeit, dass der Rechte ein Stück besser sein soll als der Linke.:eek: http://www.my-smileys.de/smileys3/boxed2.gif

Ich bin selbst linksorientiert, habe aber mit Sozialismus oder Kommunismus nix zu tun! Lege ich wert drauf!, bin eher sozial-demokratisch, aber kein Parteimitglied (mehr). Eigentlich halte ich gar nichts von den Begriffen links und rechts, mir geht es einzig und allein um ein soziales Leben miteinander. Aber um mal bei den Begriffen zu bleiben, bin ich auch eher links als rechts. Ich habe sehr viel Kontakt zu linksorientierten und da, wo ich mich politisch mit den Leuten verstehe, d.h. sie meine Ansichten teilen und wir gegenseitig unsere Arbeit gut finden, dort merke ich immer öfter, dass ich meine Kollegen zum Nachdenken anrege, was ihren Fleischkonsum betrifft. Eine gewisse "Toleranz" mit Unwissenden muss man schon aufbringen, um unsere Mitmenschen zum Nachdenken anzuregen, mit Sturheit erzeugen wir bei unserem Gegenüber auch nur Sturheit.

Ich gebe dir in deiner Beurteilung dieses Beispiels absolut recht, bis auf die Weise, wie du den Mord an Tieren herunterspielst. Das klingt mal wieder so, als wäre das nur halb so schlimm und sowieso nur eine Frage der Zeit, bis dieser Mensch auf den richtigen Trichter kommt. Mein ehemaliger Freundeskreis bestand ausschließlich aus Linken und Linksradikalen und glaube mir, da gestand niemand den Tieren irgendwelche Rechte zu, das waren einfach Nahrungsmittel. Ich würde auf jeden Fall mit beiden Menschen aus diesem Beispiel brechen, weil ich sie beide für lebensverachtend und eiskalt halte, aber es ging nunmal darum, wen man von diesen beiden Menschen noch am ehesten tolerieren könnte. Und das ist für mich nachwievor der rechtsorientierte Tierrechtler, sorry. Da könnte niemals eine Freundschaft draus entstehen, ich wöllte noch nicht mal zu seinen Bekannten gehören, aber das gilt halt alles auch für den Tiermörder und sogar die Leichen seiner Opfer Fresser. Nochmal: es geht nicht um Blauäugigkeit, daß ich den Rechten besser als den Linken finde, die beiden Zusätze sind da extrem wichtig bei und Tiermord ist für mich einfach kein sympathischer Kavaliersdelikt.

Lucy
28.12.2006, 21:16
Ich gebe dir in deiner Beurteilung dieses Beispiels absolut recht, bis auf die Weise, wie du den Mord an Tieren herunterspielst. Das klingt mal wieder so, als wäre das nur halb so schlimm und sowieso nur eine Frage der Zeit, bis dieser Mensch auf den richtigen Trichter kommt. Mein ehemaliger Freundeskreis bestand ausschließlich aus Linken und Linksradikalen und glaube mir, da gestand niemand den Tieren irgendwelche Rechte zu, das waren einfach Nahrungsmittel. Ich würde auf jeden Fall mit beiden Menschen aus diesem Beispiel brechen, weil ich sie beide für lebensverachtend und eiskalt halte, aber es ging nunmal darum, wen man von diesen beiden Menschen noch am ehesten tolerieren könnte. Und das ist für mich nachwievor der rechtsorientierte Tierrechtler, sorry. Da könnte niemals eine Freundschaft draus entstehen, ich wöllte noch nicht mal zu seinen Bekannten gehören, aber das gilt halt alles auch für den Tiermörder und sogar die Leichen seiner Opfer Fresser. Nochmal: es geht nicht um Blauäugigkeit, daß ich den Rechten besser als den Linken finde, die beiden Zusätze sind da extrem wichtig bei und Tiermord ist für mich einfach kein sympathischer Kavaliersdelikt.


Du hast auf drei Dinge nicht geantwortet.

1. Wir beide waren auch einmal linksorientierte Tiermörder, um es mal so zu sagen. Und haben auch die Kurve gekriegt.
2. Ich bin der Meinung, dass es darauf ankommt, WIE man mit dem Unwissenden umgeht. Ich nenne die meisten Fleischessenden erst einmal Unwissende, weil ich selber nicht besser war und wir es eigentlich besser wissen sollten, wie es ist, Fleisch in sich reinzustopfen ohne den Verstand zu gebrauchen.
Jedenfalls habe ich gemerkt, dass man mit weniger militantem Auftreten mehr Einsicht ernten kann, als wenn man gleich mit dem Kopf durch die Wand will.
Das ist vielleicht auch der Unterschied der zwei Linken Lager: Sozialdemokratisch und Linksradikal. Ohne Dir etwas unterstellen zu wollen: Ich habe auch einen Linksradikalen Kollegen, mit dem ich seine Ansichten zwar teile, aber er kommt mit seiner Radikalität einfach nicht an die Leute dran, weil viele gleich abblocken. Und er versucht es schon seit 35 Jahren.

UND das alles entscheidende hast Du auch vergessen:
3.
Ich garantiere Euch, wenn die Rechten (damit meine ich Rechtsextreme) damit fertig wären "das Idealbild" des Menschen erschaffen zu haben, werden sie sich an die Tiere machen, da gibt es auch noch einiges auszusortieren, wenn man genauer hinschauen will, findet man bestimmt was.
Rechtsradikale haben nur das Ziel eine perfekte Welt zu schaffen, sind sie mit den Menschen fertig, kommen die Tiere dran. Oder glaubst Du, sie würden ihre Finger von den Tieren lassen, wenn sie irgendwann erkennen, dass man sie auch perfekter züchten kann, wie sie es mit den Menschen im 3. Reich gemacht haben?

Rygel
28.12.2006, 21:28
1. Wir beide waren auch einmal linksorientierte Tiermörder, um es mal so zu sagen. Und haben auch die Kurve gekriegt.

Völlig richtig und mit uns auch Millionen anderer. Aber ich kenne auch 7 Menschen an meiner Arbeitsstelle, mit denen ich super auskomme, bis zu dem Zeitpunkt, wenn das Thema auf das Essen kommt. Die sind dann absolut verbohrt und machen sogar noch Witze darüber. Wenn du mein Büro kennen würdest, wüßtest du, daß die über alle Hintergründe mehr als genug aufgeklärt sind. Trotzdem ist das für die noch immer eine sehr lustige Sache, heute habe ich wieder zu hören gekriegt "Ich habe Weihnachten übrigens teilweise vegan gefeiert: Ich habe abends Nüsse gegessen!" Das sind dann für die echte Schenkelklopfer. Auch immer wieder gern genommen "Ich bin ja strenger Giraffen-Vegetarier, diese Tiere würde ich niemals essen!" Solche Leute kriegst du nicht bekehrt, einer würde sogar gerne mal an einer Jagd teilnehmen und bei einer Schlachtung zugucken, weil er das interessant fände.
Außerdem verstehe ich nicht, warum du bei Fleischfressern eine Chance zum Bekehren siehst, bei Rechtsradikalen aber nicht. Um ehrlich zu sein sehe ich diese Chance sogar eher bei Rechtsradikalen, weil die wenigstens nicht so gesellschaftlich akzeptiert sind wie Tiermörder. Oh Mist, jetzt habe ich 2. und 3. gleich mitbeantwortet, na ja, dann halt ohne Zitat aus deinem Posting...;)

Lucy
28.12.2006, 22:44
Völlig richtig und mit uns auch Millionen anderer. Aber ich kenne auch 7 Menschen an meiner Arbeitsstelle, mit denen ich super auskomme, bis zu dem Zeitpunkt, wenn das Thema auf das Essen kommt. Die sind dann absolut verbohrt und machen sogar noch Witze darüber. Wenn du mein Büro kennen würdest, wüßtest du, daß die über alle Hintergründe mehr als genug aufgeklärt sind. Trotzdem ist das für die noch immer eine sehr lustige Sache, heute habe ich wieder zu hören gekriegt "Ich habe Weihnachten übrigens teilweise vegan gefeiert: Ich habe abends Nüsse gegessen!" Das sind dann für die echte Schenkelklopfer. Auch immer wieder gern genommen "Ich bin ja strenger Giraffen-Vegetarier, diese Tiere würde ich niemals essen!" Solche Leute kriegst du nicht bekehrt, einer würde sogar gerne mal an einer Jagd teilnehmen und bei einer Schlachtung zugucken, weil er das interessant fände.

Klar, solche Menschen bekehrt man nicht mehr.
Aber wahrscheinlich sieht es jeder aus seinem eigenen Erlebnis heraus. Für Dich sind die Linken (die Du kennst) nicht zu bekehren und für mich sind die Rechten (die ich kennenlernen "durfte") nicht zu bekehren. Von einem Rechten wirst Du diese Sätze, die Du von Linken zu hören bekommen hast in abgewandelter Form in Bezug auf Juden, Schwarze oder Behinderte hören.
Für mich auch nicht erstrebenswert.


Außerdem verstehe ich nicht, warum du bei Fleischfressern eine Chance zum Bekehren siehst, bei Rechtsradikalen aber nicht. Um ehrlich zu sein sehe ich diese Chance sogar eher bei Rechtsradikalen, weil die wenigstens nicht so gesellschaftlich akzeptiert sind wie Tiermörder. Oh Mist, jetzt habe ich 2. und 3. gleich mitbeantwortet, na ja, dann halt ohne Zitat aus deinem Posting...;)

Trotzdem würde ich lieber einen Fleischessenden versuchen zu bekehren, weil ich aus eigener Erfahrung schöpfen kann.
Mit einem Rechtsextremisten zusammen zu arbeiten, dafür hätte ich zu große Angst.
Die Fleischfresser, die solche Sprüche loslassen -und da sind wir wieder beim Thema Strafen ;)- bekommen früher oder später ihre Strafe. Du hast es ja selbst gesehen, was passieren kann, wenn man es mit dem Milchkonsum übertreibt, so wird es ihnen irgendwann mit dem Fleischkonsum ergehen: Die getöteten und verdauten Tiere werden sich spätestens im Alter in Form von Schmerzen zurückmelden, glaub' mir.
Auch hier gilt: Wer zuletzt lacht, lacht am Besten. Zwar werden die Tiere nicht mehr lachen können, aber Du kannst dann ihre alten Witze wieder rauskramen und abgewandelt gegen sie verwenden.;)

Herr Deornoth
29.12.2006, 12:45
Ich habe für den Linken gestimmt, weil man sagt ja Hitler wäre auch Vegetarier gewesen, darum muss ich beim "rechtsorientierten tierrechtler" halt an ihn denken... Aber allgemein könnte ich die Frage vielleicht gar nicht beantworten es gibt viel für und wieder. Kommt halt drauf an wie weit links und rechts die beiden sind.
Es gibt ja da so einen berühmten Satzt aus Auschwitz: "Es sind ja nur Tiere..." von dem her passt tierfreundlich und Rechts für mich eindeutig nicht in eine Tüte.

mfg, Herr Deornoth

Rygel
29.12.2006, 18:53
Trotzdem würde ich lieber einen Fleischessenden versuchen zu bekehren, weil ich aus eigener Erfahrung schöpfen kann.

Meine direkten Kontake mit Rechtsradikalen beschränken sich auch darauf, daß ich nach Konzerten oft vor ihnen weglaufen mußte und bei NPD-Gegendemos ihnen gegenüber stand. Aber trotzdem glaube ich, daß ich in einer Büroatmosphäre, um die es ja eingangs ging, mehr Chancen zum Bekehren des Rechtsradikalen als des Fleischessers hätte. Schon alleine, weil es nicht einen logischen Grund für den Rechtsradikalismus gibt. Das sind im Endeffekt alles saudumme Leute. Und solchen Idioten kann man eher mit Argumenten kommen als den Fleischfressern, denn die haben immerhin nachvollziehbare Gründe (Geschmack, Verbreitung, gesellschaftliche Akzeptanz) auf ihrer Seite, was haben da die Rechtsradikalen? Gar nichts, und das muß man ihnen "nur" klar machen.

sonny
29.12.2006, 19:27
Meine Kinder haben leider öfters schon mal mit solchen Typen zu tun gehabt. Das liegt einerseits daran, daß man ihnen ansieht, nicht ganz deutsch zu sein und zweitens an ihrer linksgerichteten Gesinnung, die man ihnen auch ansieht. (Fragt mich nicht, woran - kenne mich mit den "Erkenungsmerkmalen" nicht so aus) Mein Sohn hat schon öfters versucht, mit ihnen vernünftig zu diskutieren. Aber immer Fehlanzeige - meist waren sie nicht mal in der Lage, sich klar und verständlich auszudrücken.
Leider gibt es in Deutschland verschiedene Gegenden, wo sie nie hinfahren könnten, weil es ihnen dort zu gefährlich ist.
Es gibt aber sicherlich Fleischesser, die man zum Nachdenken anregen und zum Fleischverzicht bringen kann. Irgendwie waren wir doch alle mal die, die man überzeugt hat...
Aber ich glaube nicht, daß ich mit Typen diskutieren möchte, der eben meinen Sohn verprügelt und ihn dazu gezwungen haben, viele Kilometer zu Fuß zu gehen, weil sie ihn nicht auf dem Bahnhof gelassen haben....
Aber das nur am Rande.

Rygel
29.12.2006, 22:28
Aber ich glaube nicht, daß ich mit Typen diskutieren möchte, der eben meinen Sohn verprügelt und ihn dazu gezwungen haben, viele Kilometer zu Fuß zu gehen, weil sie ihn nicht auf dem Bahnhof gelassen haben....
Aber das nur am Rande.

Absolute A-Löcher, keine Frage. Aber ich diskutierte täglich mit Typen, denen ich Bilder aus Schlachthöfen vorgelegt habe, die diese Typen noch nicht mal sehen wollten, und als sie es schließlich doch gemacht haben, noch dumme Witze darüber rissen ("Da würde ich mich aber beim Vermieter beschweren, der Raum ist ja total verdreckt!" "Gut, aber das sind ja auch keine befreundete Tiere!" "Wieso hast du eigentlich nur solche Bilder, wenn es überall so aussieht? Das ist mir aber sehr verdächtig, wenn das wahr wäre, hätte man doch schon längst etwas unternommen. Du bist einfach zu leichtgläubig, Jens!"). Wie gesagt, wir haben hier Pest mit Cholera verglichen und beide Seiten haben einen ziemlichen Schuß an der Waffel.

sonny
29.12.2006, 23:15
Ja das stimmt wohl, beide haben einen Schuß an der Waffel, wie Du so schön sagst. Als ich die beiden weihnachtsgedichte in meinem Büro aufgehängt habe, die mich persönlich so sehr bewegt haben, da habe ich von meinen Kollegen ja auch nur schallendes gelächter geerntet. Sie haben sich wirklich fast ausgeschüttet vor Lachen... War sehr deprimiert danach.:(
Ich glaube, beides ist wirklich wie Pest und Cholera.....-