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Hallo zusammen,
nachdem ich schon einige Jahre immer wieder mit Entsetzen Berichte über die schlimmen Methoden des Schlachten und Transportierens von Tieren sehe, habe ich es nach einiger Zeit immer wieder fleissig verdrängt. Es schmeckte ja auch gut, wahrscheinlich würde es mir heute noch schmecken - ich mag nur nicht mehr.
Ich mich in den letzten Tagen wieder verstärkt damit auseinander gesetzt, weil ich selber eine HP zu dem Thema Tierschutz aufbaue. Die Videos und Bilder die mir begegnet sind haben mich dazu gebracht immer die Augen vor mir zu sehen und die Schreie zu hören, wenn ich ein Stück Fleisch vor mir habe, egal ob in der Kühltruhe oder gegrillt ...
Nun, ich habe vor gut einer Woche das letzte Stück Fleisch gegessen und davor schon lange lange keine Wurst mehr.
Allerdings esse ich noch Käse und Eier und ich trinke auch Milch. Ich achte darauf, möglichst bewußt einzukaufen.
Ich weiß noch nicht viel über das Essen ohne Fleisch, habe aber schon im Inet einiges gefunden, was man anstelle dessen zu sich nehmen kann.
Ich denke wir lesen uns ... ;)
johannes
20.05.2006, 17:09
Herzlichen Glückwunsch, der erste Schritt ist geschafft! ;-)
Falls du nach Rezepten suchst, kann ich dir das Tierrechtskochbuch empfehlen.
www.tierrechtskochbuch.de
Hallo Tina,
es freut mich sehr, dass du deine Augen nicht mehr vor den Qualen verschließt, die den Tieren in der Fleischindustrie zugefügt werden.
Klar liest man sich hier im Forum ;) .
Weiterhin noch viel Erfolg in all dem was du dir als nächstes vornimmst, deine Entscheidung war die einzig richtige.
LG Magdalena :)
Ja, das eine oder andere Rezept werde ich bestimmt brauchen, bisher habe ich auf Grillfeten statt Fleisch Grillkäse gegessen, aber mal ehrlich ... abwechlung wär nicht verkehrt.
Danke für den Tipp Johannes.
@ Lena ... ich bin auch froh, obwohl mein Umfeld mir das noch nicht so recht abnimmt.
Ich bin verheiratet und habe eine Tochter.
Sie essen beide weiter Fleisch und ich kann da nur vorleben und hoffen, dass auch sie zumindest weniger essen werden, oder bewußter.
Einkaufen muß ich für meine Familie also trotzdem noch Fleisch und zubereiten auch. Mein Mann zweifelt noch stark, akzeptiert aber meine Entscheidung soweit.
Das hört sich aber nicht gerade nach Begeisterung an, was dir deine Familie da entgegenbringt. Es erging mir ganz ähnlich wie dir: Meine Mutter wollte mir noch lange Zeit Fisch andrehen, den ich selbstverständlich nicht gegessen habe.
Ich denke das Umfeld muss sich erst daran gewöhnen und oft gibts auch Kritik oder Neugierde. Die häufigste Frage ist dann immernoch: "Warum?". Es nervt teils, weil man mit fast jedem Fleischesser anfangen muss zu debatieren, aber solange sie dich nicht vom Fleischkonsum überzeugen wollen hält es sich in der Norm.
Ich habe mir selber überlegt wie ich die Ernährung gestalten würde, wenn ich eine Familie hätte. Und wenn ich nunmal fürs Essen zuständig wäre, würde ich vegetarisch kochen. Wem es nicht schmeckt oder nicht passt, müsste dann schon selber den Kochlöffel schwingen. Ein Ziel des Vegetarismus ist es nämlich, dass man die Fleischindustrie nicht finanziell Unterstützt und somit keinen ihrer Produkte kauft. In dem Sinne ist es eine Art Boykott, der sich aber natürlich darauf bezieht, dass man das Fleisch ohnehin nicht braucht.
Aber wenn ein Vegetarier Rücksicht auf den Konsum seiner Mitmenschen nimmt, finde ich das auch ok.
LG Lena
Ich sehe das genauso wie du, allerdings glaube ich schon dass meine Tochter kein Problem damit hätte und bei meinem Mann die Akzeptanz weiter steigen wird, wenn er merkt, dass ich das Ernst meine.
Meine Mutter hat mich auch belächelt ... naja, soll sie.
Vorhin im Fernsehen habe ich von einer Vereinigung einen Bericht gesehen, da ging es um Biobauern und eine Schlachterei.
Mal abgesehen davon, dass ich generell kein Fleisch mehr essen mag, fand ich die Ansätze ... mh, gut kann ich nicht sagen, weil geschlachtet wurden die Tiere doch, aber humaner.
Die Transporte der Tiere fanden in bekannten Gruppen statt, so wie sie auch in Stallungen (Bio-Höfe) gehalten wurden. Auch in dem Schlachthaus standen die Tier in Boxen (mit Stroheinlage) so zusammen. Im Stall war es ganz ruhig und die Tiere wirkten nicht gestreßt.
So verbleiben sie noch eine Zeit bis zu ihrem letzten Gang ... über die Schlachtung selber haben sie nicht berichtet.
Mein Mann ißt während der Woche in der Kantine der Firma, so muß ich da schon mal nichts kochen für ihn. Die Wurst morgens werde ich mal versuchen durch vegetarische zu ersetzen, ob er das merkt?
Ich esse z. Zt. Brotaufstriche in Form von Marmelade, Honig oder eben Käse oder pflanzliche Aufstriche. Ich habe aber gesehen, dass es z. Bspl. vegetarische Gelbwurst gibt ... ich m ag aber nicht gleich online bestellen und werde mal hier in Detmold auf die Suche gehen - hab mir schon einen Link gesetzt mit Shops hier im Umkreis.
Es gibt inzwischen täuschend echten Fleischersatz aus Soja, gibts eigentlich in jedem Reformhaus oder Naturkostladen. Du kannst es ja mal auf den Tisch legen und wenn er drauf reinfällt und ihm sogar schmeckt, dann kann er es ja öfters essen ^^. Ich mein du hast ja auch nie behauptet, dass es echte Wurst bzw. Schinken ist ;) .
Man darf sich von seinem Umfeld nicht unterkriegen lassen. Ich kam mir erst auch sehr einsam vor und vor allem missverstanden, aber die Zahl der Vegetarier in Deutschland spricht für sich. Also: Alleine ist man ohnehin nicht.
Ich finde Bio-Bauernhöfe auch besser als als diese Massentier-Ställe. Unwürdig ist es ohnehin, für Nahrung zu sterben. Aber generell finde ich es schon sehr schlecht Tiere für unseren Magen zu töten, egal welche Lebensumstände sie davor hatten!
LG Magdalena
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