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Slackerbitch
04.11.2006, 21:22
Hallo ihr Lieben!
Ich würde gerne Vegetarier werden, es ist etwas schwer in unserem Haushalt, alles überzeugte Fleischfresser, und ich finde es ehrlichgesagt abartig Fleisch zu essen. Meistens schmeckt es mir nicht, und wenn ich mir vorstelle, dass das, was vor mir liegt, irgendwann mal gelebt hat, wird mir schlecht.
Leider sagen meine Eltern (Bin 15), dass es total ungesund ist, und ich leide auch so schon unter Eisenmangel, dann würde es nur noch schlimmer werden.
Was ist nun dran an der Sache? Leide ich wircklich darunter, wenn ich kein Fleisch mehr esse? Fehlt es mir an Vitaminen und Nährstoffen oder kann ich das alles gut durch andere SAchen ersetzten?
Lieben Gruß,
Juri :)
Spirit.Sweet
04.11.2006, 21:36
Hallo Juri ;) Hier einen kleinen Text zu der gleichen Thematik aus dem Forum ;)
Naturwissenschaftler und Philosophen (Pythagoras, Leonardo da Vinci, Einstein) haben es schon immer gewusst. Nachdenkliche, sensible Menschen haben es stets empfunden, was heute kaum noch von einem seriösen Wissenschaftler in Frage gestellt wird. Viele Studien in aller Welt bestätigen es - der Mensch ist im Schöpfungsplan ein Pflanzenesser und gelangt bei dieser Ernährungsweise zu seiner optimalen körperlichen, seelischen und ethischen Entfaltung.
Unübersehbare Indizien für diese Wahrheit sind unter anderem:
a) Das typische Gebiss des Pflanzenessers, das nicht geeignet ist zum Zerreißen und Schneiden des zähen Fleisches und Zerbrechen der Knochen, wohl aber zum Zerquetschen und Zermahlen der Früchte.
b) Die Länge des Darmes entspricht mit der etwa 6-fachen Länge des Körpers der anderer Pflanzenesser. Der Darm der natürlichen Fleisch- und Aasesser ist gerade halb so lang und erfüllt auf dieser kurzen Strecke seine Funktion nicht zuletzt deshalb, weil für die Verdauung eine etwa 10mal stärkere Konzentration von Magensäure zur Verfügung steht als bei Pflanzenessern.
c) Der Mensch hat die Fähigkeit, Mitleid zu empfinden. Nur wenige würden Fleisch essen, wenn sie selbst schlachten müssten. Beutetiere zu schlagen und gleichzeitig Mitleid mit dem Opfer zu empfinden, ist ein Widerspruch, den sich die Natur nicht leisten kann.
d) Die Höhe der Lebenserwartung bei Völkern mit niedrigem und hohem Fleischkonsum spricht eine deutliche Sprache hinsichtlich der richtigen Versorgung mit Nährstoffen. So haben die Hunza, ein überwiegend vegetarisch lebendes Bergvolk im Himalaya, eine Lebenserwartung von durchschnittlich 80 -100 Jahren. Kirgisen und Eskimos, die sich überwiegend von tierischen Produkten ernähren, bringen es dagegen nur auf durchschnittlich 40 Jahre.
Diese kleine Auswahl handfester Fakten sollte eigentlich schon ausreichen, die Bestimmung des Menschen hinsichtlich der Ernährung zu definieren. Dennoch folgt die Praxis nicht der logischen Folgerung.
Die Forschung stößt immer wieder auf Hinweise, dass unsere Vorfahren schon zu Urzeiten auch Tiere und nicht zuletzt ihre Artgenossen verspeist haben. Die Frage, warum dies geschah, ist leicht zu beantworten:
1. Wenn bedingt durch Naturkatastrophen (beispielsweise Eiszeiten) pflanzliche Nahrung nicht gedeihen konnte, gab es immer verendete Tiere, deren Fleisch die wichtigsten Nährstoffe zum Überleben lieferte.
2. Mit dem relativ kurzen und geringen Kraftaufwand des Jagens und Fischens konnte der Kalorienbedarf viel bequemer gedeckt werden als mit dem mühsamen Sammeln von Früchten und Knollen (Sündenfall?).
3. Im Konkurrenzkampf um das weibliche Geschlecht konnte der erfolgreiche Jäger offenbar mehr imponieren als der fleißige Gärtner, denn er demonstrierte geschätzte Eigenschaften wie Kraft, Schnelligkeit und List.
4. Überlieferte Rituale bei vielen Völkern weisen daraufhin, dass man die Vorstellung hatte, die Kraft und Schnelligkeit der Tiere sowie deren Jugend (ein Stück Lebenskraft) sich einverleiben und aneignen zu können, indem man sie verspeist. Dieser zum Glauben erhobene Wunsch treibt noch heute bizarre Blüten bei der so genannten Frischzellentherapie, bei der betuchten Kandidaten für viel Geld ein Cocktail aus den noch lebenswarmen Innereien ungeborener Lämmer injiziert wird in der Hoffnung auf Verjüngungseffekte. Beim Kannibalismus war es oft ein Privileg der Häuptlinge, das Gehirn und die Hoden des Opfers zu verspeisen in der Hoffnung auf zusätzlichen Verstand und zusätzliche Potenz. Die genannten Motive haben in unserer Zeit durchweg ihre Bedeutung verloren.
zu 1: Wir haben die Auswahl unter vielen Lebensmitteln und können uns geeignet erscheinende leicht besorgen.
zu 2: Der Kauf von Fleisch bringt heute weder eine Kraft- noch Zeitersparnis, da alles wohlfeil angeboten wird. Die pflanzliche Nahrung ist sogar billiger.
zu 3: Moderne, emanzipierte Frauen erklären bei Umfragen überzeugend, dass der gefühlvolle, kreative Mann inzwischen höher geschätzt wird als der kraftstrotzende Macho.
zu 4: Gewisse Wirkungen, und sei es auch nur ein Placebo-Effekt, sind zwar nicht ganz auszuschließen, konnten bisher jedoch nicht zuverlässig nachgewiesen werden. Im Übrigen ist es eine Frage des ethischen Entwicklungsstandes, ob man sein Leben auf Kosten anderen Lebens verlängert haben möchte. Somit wäre die Ernährungsfrage geklärt, wenn es da nicht noch ein anderes Phänomen gäbe: "Fleisch als Statussymbol und zur Befriedigung unbewusster Triebe". Fleischverzehr galt und gilt noch immer als Dokumentation von Stärke und Machtanspruch. Gefangene bekamen Wasser und Brot, um mit Nachdruck zu unterstreichen, dass sie keine Macht mehr hatten. Die obligatorische Speise der Sieger und Herren ist Fleisch.
Wenig bekannt ist die Tatsache, dass auch heute, wo in Strafanstalten und Therapieeinrichtungen die vermeintliche Normalkost mit Fleisch angeboten wird, auffallend viele Insassen den Fleischverzehr ablehnen und sich vegetarisch ernähren. Sie haben sich damit identifiziert, nicht zur herrschenden Schicht zu gehören und lehnen auch deren Lebensstil ab. Vielleicht liegt es auch daran, dass sie selbst die Unfreiheit kennen und dadurch ein besonderes Gefühl für das Leid der Tiere entwickeln. Diese besondere Situation kann jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass das Streben nach sozialem Aufstieg und Macht eine der stärksten Triebfedern der Gesellschaft ist und Statussymbole und Imponiergehabe bewährte Kampfmittel sind. Bei einer Vereinsfeier mit reichlichem Alkoholgenuss schleuderte zu vorgerückter Stunde ein Arbeiter einem Unternehmer entgegen: "Dir passt es nicht, dass der Arbeiter heute auch ein Schnitzel essen kann!" Obwohl es bei dem Streitgespräch keineswegs um Essen ging, wusste jeder, was gemeint war. Wer Fleisch verzehrt, zeigt, dass er sich zu den Gewinnern zählt. Auch gibt er sich selbst damit die Bestätigung, dass er kein Softy, Weichei oder gar ein Looser ist. Es ist auch kein Zufall, dass es bei der Fleischreklame immer ganze Kerle sind, die da herzhaft in die Wurst beißen. Der Siegertyp schlechthin ist der Jäger, der nicht nur mit einer lockeren Fingerbewegung ein starkes Tier erlegt. Er zeigt auch, dass er finanzielle und soziale Potenz besitzt, denn die Jagd ist teuer, der Erwerb des Jagdscheins auch. Die finale Besiegelung des Unterwerfungsaktes ist das Verspeisen des Opfers. Aufgrund der heutigen Bevölkerungsdichte kommen nur noch wenige zu dem Privileg, selbst zu jagen. Das Bedürfnis, zu beherrschen, zu unterwerfen, sich selbst als Siegertyp darzustellen, ist jedoch bei vielen vorhanden, denn leider ist eine Erziehung, die konsequent Achtung vor dem Leben vermittelt, noch immer die Ausnahme. Was bleibt da dem Nicht-Jäger als Ventil? Die Endstufe der Unterwerfung, das Verzehren des getöteten Tieres, ist für jeden ohne weiteres zu realisieren, notfalls mit Schweinemett aus dem Sonderangebot.
Nach solchen Betrachtungen könnte man sagen: "So ist die Welt leider eingerichtet, es muss wohl so sein." Aber halt! Warum flechten wir das Wörtchen leider ein? Irgendwie scheinen wir an solchen Umständen zu leiden. Da ist jener dunkle Drang, der Lust am Zerstören verspricht. Konrad Lorenz hat ihn als das "so genannte Böse" bezeichnet. Erich Fromm wird noch deutlicher und nennt ihn "Todestrieb". Die Religionen sehen in der Bewältigung dieses Triebes den Weg zur Erlösung. Wir haben nicht nur die Sehnsucht, sondern auch die Fähigkeit, Grausamkeit und Gewalt zu vermeiden. Grausamkeit hat keine unterschiedliche Qualität bei verschiedenen Opfern. Leo Tolstoi hat es wohl treffend formuliert, indem er sagte: "Solange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Schlachtfelder geben".
Jeder hat die Fähigkeit, seine dunklen Triebe zu sublimieren und die entsprechenden Energien auf Kreativität und Mitgefühl hinzulenken.
Auf diesem Weg winkt schönste Selbstbestätigung und Erfüllung.
Setz dich durch, deinen Eltern können dich nicht zwingen Fleisch zu essen, zumal es dir nicht schmeckt! Sammel dir Zahlen und Fakten und dann überzeugst du sie mit links ;) Wir helfen dir gern dabei.
lg Dani
minka852
04.11.2006, 21:42
hey du
also ich bin scho seit 10 jahren (seit ich 7 bin) veggie un ich bin 100% gesund, hab weder eisen- noch sonst irgendwelche mängel... es gibt immer solche leute, die meinen, vegetarisch zu leben, wäre ja so ungesund und habe sich nie vorher genauer darüber informiert...bei mir in der familie ist es auch so, dass ich die einzige vegetarierin bin...aber meine familie isst auch sehr wenig fleisch...von daher muss vllt einmal in der woche extra für mich gekocht werde...wie ist das bei dir??wie oft esst ihr fleisch?? es ist eh ungesund, jeden tag fleisch zu essen..du kannst dir ja hier im forum und sonst im internet noch einige argumente raussuchen, um deine eltern zu überreden und ihnen zu zeigen, dass vegetarisch zu leben sogar gesünder ist, als jeden tag fleisch zu essen...
außerdem finde ich, dass man mit 15 schon selbst darüber entscheiden kann, wie man sich ernähren will und auch selbst auf seine gesundheit achten kann
find ich übrigens cool, dass du veggie werden willst und viel glück beim eltern überrden :D
LG
minka852
04.11.2006, 21:44
jetzt ist mir Spirit.Sweet zuvorgekommen :p
Spirit.Sweet
04.11.2006, 21:51
Kein problem Minka ;) Wir können doch alle unsern Senf dazugeben :D
lg Dani
Slackerbitch
04.11.2006, 22:06
Wow, vielen lieben dank für die schnellen Antworten!
Aber ich habe noch eine Frage: Welche genauen Nährstoffe stecken denn in dem Fleisch? Und ihr sagt also, dass das, was da drinsteckt, leicht durch Pflanzen ersetzt werden kann?
Danke nochmals!
Juri
Spirit.Sweet
04.11.2006, 22:15
naja es stecken schon vitamine drin, aber wie gesagt, alles ist mit Pflanzlicher Nahrung locker, leicht und auch noch in einer viel gesünderen Form vorhanden. Und wenn du Ovo-Lacto-Vegetarier bist, also noch Milch und Eier zu dir nimmst, dann hast du erst recht keinen Mangel, weil du dann noch genug eiweiss und calzium und so darüber zu dir nimmst. Du musst auch wissen, dass du mit dem Fleisch fremde Hormone des Tiers zu dir nimmst, die nicht grade positiv sind sowie Arzneimittel, die die Tiere bekommen haben. Das ist nicht so gesund.
Weitere Argumente für den Vegetarismus sind, dass für ein Kilo Fleisch ca 15kg Getreide verfüttert werden. Das belastet die Umwelt (weil sie den platz für den Anbau brauchen) und man könnte mit dem ganzen Getreide die dritte Welt ernähren, wenn sie nicht verfüttert würden.
Und die ganzen Tiere produzieren auch eine Menge Abfallstoffe, (Kot, Urin und Methan) die die Umwelt belasten und die Klimaerwärmung begünstigen..
Also das sind wirklich triftige Gründe (im zusammenhang mit den oben zitierten) die deine Eltern sicher nicht kaltlassen ;) Ich drücke dir die daumen
lg Dani
Slackerbitch
04.11.2006, 22:38
Okay, dankeschön, das ist das einzigste, was mir Angst gemacht hat, aber wenn wir schon dabei sind, in welchem Nahrungsmittel steckt denn viel Eisen? :)
Süßer Hase übrigens, habe selbst zwei ;)
Hallo Juri ;) Hier einen kleinen Text zu der gleichen Thematik aus dem Forum ;)
Naturwissenschaftler und Philosophen (Pythagoras, Leonardo da Vinci, Einstein) haben es schon immer gewusst. Nachdenkliche, sensible Menschen haben es stets empfunden, was heute kaum noch von einem seriösen Wissenschaftler in Frage gestellt wird. Viele Studien in aller Welt bestätigen es - der Mensch ist im Schöpfungsplan ein Pflanzenesser und gelangt bei dieser Ernährungsweise zu seiner optimalen körperlichen, seelischen und ethischen Entfaltung.
Unübersehbare Indizien für diese Wahrheit sind unter anderem:
a) Das typische Gebiss des Pflanzenessers, das nicht geeignet ist zum Zerreißen und Schneiden des zähen Fleisches und Zerbrechen der Knochen, wohl aber zum Zerquetschen und Zermahlen der Früchte.
b) Die Länge des Darmes entspricht mit der etwa 6-fachen Länge des Körpers der anderer Pflanzenesser. Der Darm der natürlichen Fleisch- und Aasesser ist gerade halb so lang und erfüllt auf dieser kurzen Strecke seine Funktion nicht zuletzt deshalb, weil für die Verdauung eine etwa 10mal stärkere Konzentration von Magensäure zur Verfügung steht als bei Pflanzenessern.
c) Der Mensch hat die Fähigkeit, Mitleid zu empfinden. Nur wenige würden Fleisch essen, wenn sie selbst schlachten müssten. Beutetiere zu schlagen und gleichzeitig Mitleid mit dem Opfer zu empfinden, ist ein Widerspruch, den sich die Natur nicht leisten kann.
d) Die Höhe der Lebenserwartung bei Völkern mit niedrigem und hohem Fleischkonsum spricht eine deutliche Sprache hinsichtlich der richtigen Versorgung mit Nährstoffen. So haben die Hunza, ein überwiegend vegetarisch lebendes Bergvolk im Himalaya, eine Lebenserwartung von durchschnittlich 80 -100 Jahren. Kirgisen und Eskimos, die sich überwiegend von tierischen Produkten ernähren, bringen es dagegen nur auf durchschnittlich 40 Jahre.
Diese kleine Auswahl handfester Fakten sollte eigentlich schon ausreichen, die Bestimmung des Menschen hinsichtlich der Ernährung zu definieren. Dennoch folgt die Praxis nicht der logischen Folgerung.
Die Forschung stößt immer wieder auf Hinweise, dass unsere Vorfahren schon zu Urzeiten auch Tiere und nicht zuletzt ihre Artgenossen verspeist haben. Die Frage, warum dies geschah, ist leicht zu beantworten:
1. Wenn bedingt durch Naturkatastrophen (beispielsweise Eiszeiten) pflanzliche Nahrung nicht gedeihen konnte, gab es immer verendete Tiere, deren Fleisch die wichtigsten Nährstoffe zum Überleben lieferte.
2. Mit dem relativ kurzen und geringen Kraftaufwand des Jagens und Fischens konnte der Kalorienbedarf viel bequemer gedeckt werden als mit dem mühsamen Sammeln von Früchten und Knollen (Sündenfall?).
3. Im Konkurrenzkampf um das weibliche Geschlecht konnte der erfolgreiche Jäger offenbar mehr imponieren als der fleißige Gärtner, denn er demonstrierte geschätzte Eigenschaften wie Kraft, Schnelligkeit und List.
4. Überlieferte Rituale bei vielen Völkern weisen daraufhin, dass man die Vorstellung hatte, die Kraft und Schnelligkeit der Tiere sowie deren Jugend (ein Stück Lebenskraft) sich einverleiben und aneignen zu können, indem man sie verspeist. Dieser zum Glauben erhobene Wunsch treibt noch heute bizarre Blüten bei der so genannten Frischzellentherapie, bei der betuchten Kandidaten für viel Geld ein Cocktail aus den noch lebenswarmen Innereien ungeborener Lämmer injiziert wird in der Hoffnung auf Verjüngungseffekte. Beim Kannibalismus war es oft ein Privileg der Häuptlinge, das Gehirn und die Hoden des Opfers zu verspeisen in der Hoffnung auf zusätzlichen Verstand und zusätzliche Potenz. Die genannten Motive haben in unserer Zeit durchweg ihre Bedeutung verloren.
zu 1: Wir haben die Auswahl unter vielen Lebensmitteln und können uns geeignet erscheinende leicht besorgen.
zu 2: Der Kauf von Fleisch bringt heute weder eine Kraft- noch Zeitersparnis, da alles wohlfeil angeboten wird. Die pflanzliche Nahrung ist sogar billiger.
zu 3: Moderne, emanzipierte Frauen erklären bei Umfragen überzeugend, dass der gefühlvolle, kreative Mann inzwischen höher geschätzt wird als der kraftstrotzende Macho.
zu 4: Gewisse Wirkungen, und sei es auch nur ein Placebo-Effekt, sind zwar nicht ganz auszuschließen, konnten bisher jedoch nicht zuverlässig nachgewiesen werden. Im Übrigen ist es eine Frage des ethischen Entwicklungsstandes, ob man sein Leben auf Kosten anderen Lebens verlängert haben möchte. Somit wäre die Ernährungsfrage geklärt, wenn es da nicht noch ein anderes Phänomen gäbe: "Fleisch als Statussymbol und zur Befriedigung unbewusster Triebe". Fleischverzehr galt und gilt noch immer als Dokumentation von Stärke und Machtanspruch. Gefangene bekamen Wasser und Brot, um mit Nachdruck zu unterstreichen, dass sie keine Macht mehr hatten. Die obligatorische Speise der Sieger und Herren ist Fleisch.
Wenig bekannt ist die Tatsache, dass auch heute, wo in Strafanstalten und Therapieeinrichtungen die vermeintliche Normalkost mit Fleisch angeboten wird, auffallend viele Insassen den Fleischverzehr ablehnen und sich vegetarisch ernähren. Sie haben sich damit identifiziert, nicht zur herrschenden Schicht zu gehören und lehnen auch deren Lebensstil ab. Vielleicht liegt es auch daran, dass sie selbst die Unfreiheit kennen und dadurch ein besonderes Gefühl für das Leid der Tiere entwickeln. Diese besondere Situation kann jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass das Streben nach sozialem Aufstieg und Macht eine der stärksten Triebfedern der Gesellschaft ist und Statussymbole und Imponiergehabe bewährte Kampfmittel sind. Bei einer Vereinsfeier mit reichlichem Alkoholgenuss schleuderte zu vorgerückter Stunde ein Arbeiter einem Unternehmer entgegen: "Dir passt es nicht, dass der Arbeiter heute auch ein Schnitzel essen kann!" Obwohl es bei dem Streitgespräch keineswegs um Essen ging, wusste jeder, was gemeint war. Wer Fleisch verzehrt, zeigt, dass er sich zu den Gewinnern zählt. Auch gibt er sich selbst damit die Bestätigung, dass er kein Softy, Weichei oder gar ein Looser ist. Es ist auch kein Zufall, dass es bei der Fleischreklame immer ganze Kerle sind, die da herzhaft in die Wurst beißen. Der Siegertyp schlechthin ist der Jäger, der nicht nur mit einer lockeren Fingerbewegung ein starkes Tier erlegt. Er zeigt auch, dass er finanzielle und soziale Potenz besitzt, denn die Jagd ist teuer, der Erwerb des Jagdscheins auch. Die finale Besiegelung des Unterwerfungsaktes ist das Verspeisen des Opfers. Aufgrund der heutigen Bevölkerungsdichte kommen nur noch wenige zu dem Privileg, selbst zu jagen. Das Bedürfnis, zu beherrschen, zu unterwerfen, sich selbst als Siegertyp darzustellen, ist jedoch bei vielen vorhanden, denn leider ist eine Erziehung, die konsequent Achtung vor dem Leben vermittelt, noch immer die Ausnahme. Was bleibt da dem Nicht-Jäger als Ventil? Die Endstufe der Unterwerfung, das Verzehren des getöteten Tieres, ist für jeden ohne weiteres zu realisieren, notfalls mit Schweinemett aus dem Sonderangebot.
Nach solchen Betrachtungen könnte man sagen: "So ist die Welt leider eingerichtet, es muss wohl so sein." Aber halt! Warum flechten wir das Wörtchen leider ein? Irgendwie scheinen wir an solchen Umständen zu leiden. Da ist jener dunkle Drang, der Lust am Zerstören verspricht. Konrad Lorenz hat ihn als das "so genannte Böse" bezeichnet. Erich Fromm wird noch deutlicher und nennt ihn "Todestrieb". Die Religionen sehen in der Bewältigung dieses Triebes den Weg zur Erlösung. Wir haben nicht nur die Sehnsucht, sondern auch die Fähigkeit, Grausamkeit und Gewalt zu vermeiden. Grausamkeit hat keine unterschiedliche Qualität bei verschiedenen Opfern. Leo Tolstoi hat es wohl treffend formuliert, indem er sagte: "Solange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Schlachtfelder geben".
Jeder hat die Fähigkeit, seine dunklen Triebe zu sublimieren und die entsprechenden Energien auf Kreativität und Mitgefühl hinzulenken.
Auf diesem Weg winkt schönste Selbstbestätigung und Erfüllung.
Setz dich durch, deinen Eltern können dich nicht zwingen Fleisch zu essen, zumal es dir nicht schmeckt! Sammel dir Zahlen und Fakten und dann überzeugst du sie mit links ;) Wir helfen dir gern dabei.
lg Dani
Klaut einfach meinen Text, den ich mir selber im Schweiße meines Angesichts irgendwo geklaut habe. Und setzt mich noch nicht mal als Quelle drunter, die ich gar nicht bin. Die Welt ist schlecht...:D ;)
Okay, dankeschön, das ist das einzigste, was mir Angst gemacht hat, aber wenn wir schon dabei sind, in welchem Nahrungsmittel steckt denn viel Eisen? :)
Spinat, Sonnenblumenkerne, Mandeln, vielen Pilzarten (Pfifferlinge!!), Nüsse, Weizenkeime usw.. Wobei Weizenkeime und Sonnenblumenkerne sogar in der omnivoren Eisen-Top Five mitspielen. Du brauchst ca. 10 mg Eisen pro Tag und in 100 g Weizenkeimen sind schon gut 7 mg drin. Wenn du also öfters zu einem Müsli greifst, am besten noch mit Nüssen oder Sonnenblumenkernen, bist du schon fast auf der sicheren Seite.:)
Slackerbitch
04.11.2006, 23:59
Wow, das freut mch, denn Sonnenblumenkerne mampfe ich eigendlich immer, sozusagen als Chipsersatz^^.
Habe schon viele Freunde mit meiner Sonnenblumenkernsucht angesteckt. :D
Wow, das freut mch, denn Sonnenblumenkerne mampfe ich eigendlich immer, sozusagen als Chipsersatz^^.
Habe schon viele Freunde mit meiner Sonnenblumenkernsucht angesteckt. :D
"Scully? Ich bin´s..." Tschuldigung, diese Anspielung auf den berühmtesten Sonnenblumenkernsüchtigen konnte ich mir als alter Akte-X-Jünger nicht verkneifen...:D
Klaut einfach meinen Text, den ich mir selber im Schweiße meines Angesichts irgendwo geklaut habe. Und setzt mich noch nicht mal als Quelle drunter, die ich gar nicht bin. Die Welt ist schlecht...:D ;)
Ich hab ihn aber gleich wiedererkannt!:D
Hallo Slackerbitch -sei willkommen bei uns! Bestimmt findest Du hier viele Anregungen für Dein zukünftiges vergetarisches Leben!
Selbst lebe ich schon jahrzehntelang vegetarisch und habe keine Mangelerscheinungen! SpiritSweet hat eigentlich schon alles gesagt - brauchst keine Angst zu haben!
Liebe Grüße von Sonny
Hallo Slackerbitch
*freu* wieder jemand mehr, der keine Tiere essen will - SUPI :)
Zum Thema Eisen stelle ich Dir hier gleich einen Link rein, der Dir ganz bestimmt weiterhilft: Eisen (http://www.vegetarismus.ch/info/17.htm).
Ich wünsche Dir viel Glück und Durchhaltevermögen bei Deinem Vorhaben *Daumendrück*...
... und natürlich: Herzlich willkommen hier im Forum.
Liebe Grüsse
India
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