Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Schmerz der Schweine
Zähne werden abgeschliffen, Hörner entfernt und Schwänze gekürzt: Viele Eingriffe bei landwirtschaftlichen Nutztieren erfolgen ohne Betäubung. Hierzu gehört auch die Kastration.
Die letzte Änderung des Deutschen Tierschutzgesetzes betraf die Kastration von Ferkeln. Bislang durften männliche Ferkel bis zum Alter von einem Monat ohne Betäubung kastriert werden. Seit Mai 2006 ist dies nur noch in den ersten sieben Lebenstagen erlaubt.
Dass die Operation auch für junge Ferkel eine Tortur ist, war kürzlich Thema auf dem Symposium "Schmerz bei Tieren" der Tierärztlichen Hochschule Hannover.
Grund für die Kastration ist, dass sich das Fleisch von unkastrierten Ebern nicht vermarkten lässt. Im Hoden der Schweine wird von der Pubertät an das Hormon Androstenon produziert, das dem Fleisch der Tiere den strengen "Ebergeruch" verleiht. Etwa 20 Millionen männliche Ferkel werden deshalb jedes Jahr in Deutschland ohne Betäubung kastriert.
Der Landwirt hält das Ferkel hierzu an den Hinterläufen, schneidet die Hodenhaut auf, durchtrennt den Samenstrang und entfernt den Hoden. Der Eingriff dauert nur wenige Sekunden.
Bei der Operation schreien die Ferkel ununterbrochen. Ob dies ein Indiz für starke Schmerzen ist, war lange umstritten. Die Ferkel schreien nämlich schon, sobald sie festgehalten werden - bevor sie das Skalpell überhaupt spüren.
"Wahrscheinlich ist das ein angeborener Mechanismus, um Feinde abzuwehren", sagt Birger Puppe, Experte für die Verhaltensbiologie von Nutztieren. Puppe und seine Kollegen entwickelten ein Gerät, um Ferkelschreie vor und während der Kastration zu analysieren.
Sie kamen zu dem Schluss, dass während der chirurgischen Prozedur mehr hochfrequente Schreie auftraten als vor und nach dem Eingriff. Außerdem ändert sich auch die Lautqualität: Die Forscher verzeichneten eine höhere Reinheit der Laute und insgesamt längere Schreie.
"In der Humanmedizin hat man noch vor einigen Jahrzehnten fälschlicherweise angenommen, dass Säuglinge kaum Schmerzen empfinden", sagt Susanne Zöls, Tierärztin an der Universität München. "Diese Denkweise wurde für tiermedizinische Eingriffe wie die Kastration übernommen."
Noch immer vermute man, dass die Kastration umso schonender ist, je jünger das Tier ist: Das Gewebe ist bei jüngeren Tieren weicher, wodurch weniger Zerreißungen auftreten.
Erhöhter Stresspegel
Susanne Zöls zeigte in mehreren Versuchen die Konsequenzen des Routineeingriffs für den Hormonhaushalt der Tiere: Demnach ist der Stress für betäubte Tiere genauso gering wie bei Tieren, die nur festgehalten und nicht kastriert werden.
In dem Versuch kastrierte Zöls eine Gruppe Ferkel ohne Betäubung. Einer zweiten Gruppe wurde kurz vor der Kastration ein Schmerzmittel gespritzt. Eine dritte Ferkelgruppe wurde nur eingefangen und kurz festgehalten.
Die Tierärztin maß vor und nach der Kastration das Stresshormon Cortisol im Blut aller Tiere. Die Cortisolwerte waren bei den ohne Betäubung kastrierten Tieren noch vier Stunden nach der Operation stark erhöht; bei den anderen beiden Gruppen waren sie deutlich niedriger.
Was daraus folgt, ist noch ungewiss, denn die Kastration von Ferkeln wird in und außerhalb der EU sehr unterschiedlich gehandhabt. In Norwegen etwa dürfen Ferkel seit 2002 nur noch mit Betäubung und ab 2009 gar nicht mehr kastriert werden. "Die Situation in Norwegen lässt sich nicht mit der in Deutschland vergleichen", sagt Jens Ingwersen vom Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion (ZDS). "Das Land hat nur wenig Schweinemast."
In Norwegen werden zwar alle männlichen Ferkel unter Betäubung kastriert - es sind aber in jedem Jahr nur 700.000. "Die Kastrationen nur noch unter Betäubung durchzuführen, wäre in Deutschland mit seiner ausgeprägten Schweinezucht organisatorisch nicht machbar und auch nicht bezahlbar", sagt Ingwersen.
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/972/89883/
Die Ferkel schreien nämlich schon, sobald sie festgehalten werden - bevor sie das Skalpell überhaupt spüren.
Vermutlich weil sie ganz genau wissen, dass "etwas" passiert!!!
Habe selbst schon von einer Bäuerin gehört, dass Schweine eben "sehr wehleidige" Tiere sind :mad:
Was ist der Mensch nur für ein grausames Tier - da kann kein anderes mithalten!
Horror pur!!!
Das macht mich jedes Mal todtraurig, wenn ich sowas lese... :(
Und MediaMarkt wirbt mit seinem "süssen" Ferkel... (siehe mein Beitrag "Werbung") :mad:
Das muß man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen: Da wird einem Wesen, das zu 90 % genetisch mit dem Menschen übereinstimmt, ohne Betäubung in die Hoden geschnitten und es gibt tatsächlich Arschlöcher, die die dabei entstehenden Schreie nicht sofort auf Schmerzen zurückführen. Wie abgestumpft oder blöd muß man sein, um da andere Gründe überhaupt ernsthaft in Betracht zu ziehen? Vielleicht sollte man einfach mal das Messer bei den Kastrierern ohne Betäubung ansetzen, damit sie die dabei entstehenden Schmerzen richtig einordnen können. Da kriege ich tatsächlich Hass, ein Gefühl, dem ich bisher immer recht erfolgreich ausgewichen bin, bis ich auf solche und andere perverse Auswüchse der Tierausbeutung stieß...:mad:
Spirit.Sweet
31.10.2006, 13:08
Diese Menschen verstehen einfach nicht, dass Tiere genauso schmerzen fühlen wie das vermeindlich beste Tier der Mensch.. Das ist für die nicht nachvollziehbar. Deshalb werden solche Menschen auch nie Vegetarier..
lg Dani
Vielleicht sollte man einfach mal das Messer bei den Kastrierern ohne Betäubung ansetzen, damit sie die dabei entstehenden Schmerzen richtig einordnen können.
GANZ GENAU!!! WIE verroht kann jemand sein, überhaupt so einen Job zu machen?!
Das ist für die nicht nachvollziehbar. Deshalb werden solche Menschen auch nie Vegetarier..
Und genau das ist es, was mich manchmal fast in den Wahnsinn treibt!
Ein Onkel von mir war früher Bauer. Er "liebte" seine Tiere (auf seine Weise eben). Wenn die männlichen Ferkelchen kastriert werden mussten, liess er ihnen vorher "wenigstens" eine Art Betäubung spritzen. Er meinte, es koste zwar mehr, aber das sei ihm egal, er wolle nicht, dass die Tiere Schmerzen haben.
Abends bevor er zu Bett ging, ging er auch immer nochmals in den Stall, und sprach noch kurz mit jeder Kuh... als sein Hof versteigert wurde, sah ich ihn das 1. und einzige Mal in meinem Leben weinen.
Ein Widerspruch in sich selbst... denn er verdiente "sein täglich Brot" durch die Tiere...
Das muss man sich mal durchlesen... das arme Schwein schwimmt um sein Leben, und niemand interessiert die Todesangst und die Panik... kein Mitleid, kein Erbarmen, keine Begnadigung... was ist das bloss für eine Welt :confused: :mad: :confused:
Schwein schimmt um sein Leben (http://www.presseportal.de/polizeipresse/p_story.htx?nr=893238)
Und seht Euch auch das Bild unter obigem Link in der Vergrösserung an... seinen Peinigern völlig ausgeliefert sitzt es da... ich könnte kotzen...
Ist das grausam - und der Artikel zieht es auch noch ins Lächerliche!!!!!
Ich könnte heulen, wenn ich bedenke, daß viele Menschen noch darüber LACHEN! Es ist wirklich eine hartherzige Welt! :mad:
Das zeigt nur wie unsere "hochentwickelte Wissenschaft und ihre Wissenschaftler" funkzionieren. Das sind Vollidioten. Das die sich damit beschäftigen welche Schrei-welche Intensitet, zeigt nur in was für primitive Geselschaft wir leben.
Fritz Köster, Campingplatzbetreiber in Polle und Inhaber eines
schnellen Flachgängers auf dem Wasser, als Helfer in solchen
Notsituationen den Polizeibeamten in Holzminden bestens bekannt, ließ
sich nicht lange bitten. Innerhalb kürzester Zeit war er mit seinem
90PS-Flitzer zur Stelle und half erfolgreich das ca. 250 Pfund
schwere Schwein ans Ufer zu drängen und zu bergen.
Mutig, bei sowas seinen echten Namen mit Wohnort zu veröffentlichen... Also ich komme da sofort auf "dumme" Gedanken...:mad: :mad: :mad: :mad: Schiffe versenken live...
Spirit.Sweet
31.10.2006, 20:27
Hey Rygel, der hat dem schwein doch geholfen!
Aber ich lese mir den Rest lieber nicht durch, weil ich weiß wie sehr Tiere leiden können. Ich kann mich (schon fast zu gut) in die Tiere versetzen und spüre dann selbst diese Panik, diese Angst, diesen Schmerz...
Schade dass es nicht mehr solche menschen gibt
lg Dani
Hey Rygel, der hat dem schwein doch geholfen!
Wenn mich jemand mit einem Boot ans Ufer abdrängt, mich da einfängt, um mich in einen Schlachthof zu schicken, würde ich das nicht unbedingt als willkommene Hilfe ansehen.
Spirit.Sweet
31.10.2006, 20:54
wie gesagt, ich hab den text nicht ganz gelesen, nur den abschnitt, der zitiert wurde und da klingt das so als würde dem schwein geholfen...
hab ich mich wohl geirrt..
wie gesagt, ich hab den text nicht ganz gelesen, nur den abschnitt, der zitiert wurde und da klingt das so als würde dem schwein geholfen...
hab ich mich wohl geirrt..
Wer aber nun dachte, das Schwein ließe sich nun mit einem Strick
um ein Hinterbein zurück zum Schlachthof führen, hatte sich
getäuscht. Wenn schon zurück, dann aber mit Stil dachte sich
sicherlich das Schwein und ließ sich an Land keinen Zentimeter
bewegen, aber freiwillig stieg es ins Boot und ließ sich nur mit
Fritze Kösters schnellem Flitzer zurückbringen.
Dem zugedachten Schicksal entkam das Schwein letztlich - im
Schlachthof wieder angekommen - aber nicht.
Ich kriege sogar schon ziemliche Wut über den Reporter und seinem Schreibstil, der scheint das Ganze ja mal für eine richtig lustige Sache zu halten. :mad:
Ich habe im Internet einen sehr dramatischen aber gleichzeitig sehr schönen Film über Schweine gesehen. Wenn ihr wollt stelle ich den Link hier rein.
Es gibt zwar ein paar Schlachtszenen, aber der Film ist absolut sehenswert. Am Ende kamen mir dermaßen die Tränen, aber nicht aus Traurigkeit. Lasst euch überraschen.
"(K)ein Herz für Lucie" (http://www.tierrechtsfilme.at/langfilme/schweinehaltung_lucie/lucie.htm)
Oooh, vielen Dank für diesen Link, Lena... DAS sollte sich jeder/jede ansehen!!!
Werde diesen Link weiterverbreiten!
Liebe Grüsse
India
Hast du den Film schon angeschaut? Wie hat er dir gefallen?
Oh- hab grad versucht, mir den Film anzusehen... An der Stelle, wo man berichtete, daß das Mutterschwein eventuell an den Boden gefesselt wird, mußte ich aufhören. Mir ist übel geworden und ich hab geheult. Wie furchtbar: Die werdende Mutter hat das Bedürfnis, ein Nest zu bauen, und ist in so einem kleinen Eisenverschlag eingepfercht.
Dabei waren die ersten Bilder von dem freilebenden Schwein so schön....
Du hättest die grausamen Szenen überspringen können. Das Ende ist wirklich sehenswert und alles andere als negativ.
Ja, ich werds noch tun. Weiß auch nicht, warum mich gerade der Film so mitgenommen hat - hab wirklich schon grausamere Videos gesehen....
Aber es hat mich so abgeschnürt, das die trächtige Sau so das Bedürfnis hat, ein molliges Nest zu bauen für ihre Babys und ihre Jungen dann auf dem harten Boden, in Gitter gezwängt und ev. noch angebunden gebären muß...:mad: :mad:
Hab den Film übrigens auch schon weitergeleitet.
Hast du den Film schon angeschaut? Wie hat er dir gefallen?
Ja, habe ihn mir in "voller" Länge angeschaut... ausser bei einigen Szenen habe ich die Augen verdeckt... die Schreie alleine waren quälend genug :(
Ich finde den Film absolut top - jeder Fleischfresser sollte ihn sich ansehen... vielleicht wird ja dem einen oder anderen so klar, WAS Mensch diesen Geschöpfen antut/verwehrt.
Sollte an Schulen zur Pflicht gehören!
@Sonny
Vermutlich hat Dich der Film so mitgenommen, weil Du selber Mutter bist?
Die Musik am Ende ist total passend finde ich. Allein schon wenn ich an die frei rennenden "Produktionseinheiten" denke muss ich lächeln :) . Ein Tropfen auf dem heißen Stein? Vielleicht, aber nach wie vor gilt für mich: Jedes Leben zählt.
Ja der Film ist wirklich gelungen, auch wenn es um Österreich geht werde ich ihn meinen Freunden zeigen. Das V-Heft ist übrigens schon gekommen. Beim nächsten Treffen werde ich sie verteilen.
India: Für mich war es besonders erstaunlich zu sehen was Spielzeug bei Ferkeln für Schranken lösen kann. Die Reaktion der beiden Ferkelgruppen auf Menschen war extrem unterschiedlich.
Sonny, wenn du es gesehen hast kannst du ja berichten wie du den Film gefunden hast.
India: Für mich war es besonders erstaunlich zu sehen was Spielzeug bei Ferkeln für Schranken lösen kann. Die Reaktion der beiden Ferkelgruppen auf Menschen war extrem unterschiedlich.
"Erstaunlich" fand ich es eigentlich nicht - ich würde eher sagen "eindrücklich".
Ja, das Ende ist total extrem - da konnte ich heulen und lachen zugleich!
Ok nicht erstaunlich, falscher Ausdruck :o .
sternchen
06.11.2006, 00:57
Ich finde den film auch ganz toll. Und er unterscheidet sich von anderen filmen dieser art, weil er zeigt, wie es sein könnte, wenn schweine frei wären. Dadurch wird der Unterschied und die Grausamkeit der Menschen noch viel deutlicher finde ich.
lg
Ich hatte den Link zum Film ja weitergeleitet, unter anderem auch an meinen Bruder. Gestern fragte ich ihn dann ob er ihn sich angeschaut hat: "nein, ich befürchtete, dass da wieder so schreckliche Bilder zu sehen sind." :mad:
Viele Fleischfresser wissen ganz genau was abläuft, und so wird eben verdrängt, weil man am eigenen Verhalten nichts ändern, und sich um nichts Sorgen machen will *seufz*
Ich hatte den Link zum Film ja weitergeleitet, unter anderem auch an meinen Bruder. Gestern fragte ich ihn dann ob er ihn sich angeschaut hat: "nein, ich befürchtete, dass da wieder so schreckliche Bilder zu sehen sind." :mad:
Viele Fleischfresser wissen ganz genau was abläuft, und so wird eben verdrängt, weil man am eigenen Verhalten nichts ändern, und sich um nichts Sorgen machen will *seufz*
Ja, da könnte ich auch beispiele aufführen. Ich glaub, die haben einfach Angst, daß es ihnen vielleicht den Appetit auf Fleisch verderben würde :mad:
Ja, da könnte ich auch beispiele aufführen. Ich glaub, die haben einfach Angst, daß es ihnen vielleicht den Appetit auf Fleisch verderben würde :mad:
Immer schön weiter machen wie immer, ja keine Veränderungen :mad:
Und wieder haben 3 Schweine die Flucht vor dem Schlachter ergriffen... und auch dieser Bericht zieht das in's Lächerliche :mad:
Polizei, Schlachter und Landwirte jagen tierische Ausreißer bei Lützow (http://www.svz.de/newsmv/lr/gad/06.11.06/23-14795270/23-14795270.html)
Der Landwirt hält das Ferkel hierzu an den Hinterläufen, schneidet die Hodenhaut auf, durchtrennt den Samenstrang und entfernt den Hoden. Der Eingriff dauert nur wenige Sekunden
Mein Vater hat mir das auch mal erzählt, aber das Beste an der Sache ist, die Wunde wird/(wurde früher) gleich wieder mit Schweinefett eingestrichen...
Im Kuh-Gefängnis:
»Wir Kälbchen werden in enge Holzverschläge gesperrt, in denen wir uns kaum bewegen können. Bis zu unserer Ermordung, die ihr Schlachtung nennt, stellt man jedem von uns nicht mehr als einen Quadratmeter Fläche zur Verfügung – die Tierghetto-Wärter maximieren so ihren Profit. Weil ihr unsere Muttermilch trinkt, bekommen wir nur eine fette weiße Brühe, die aus Magermilchpulver, Talg, Walfett und viel Salz besteht. Durch das viele Salz bekommen wir schrecklichen Durst, und da wir kein Wasser bekommen, trinken wir noch mehr von dem salzigen Brei. So werden wir in kürzester Zeit auf das Schlachtgewicht gemästet. Während unseres ganzen kurzen und einsamen Lebens sehen wir nicht einmal eine grüne Wiese. Die Sonne erblicken wir zum ersten Mal auf dem Weg zum Schlachthof...«
Jede achte Kuh kommt trächtig zum Schlachter. Das Blut der Kälberföten stellt eine zusätzliche Goldgrube für die internationale Pharmamafia und Kosmetikindustrie dar: Die Kälber werden aus der Fruchtblase geschnitten und dem noch schlagenden Herzen wird mit einer Nadel durchschnittlich ein halber Liter Blut abgezapft. So verenden jährlich mindestens 2 Millionen ungeborener Kälber qualvoll, um Forschungslabors und Pharmaindustrie zu beliefern.
Im Schweine-Ghetto:
»In großen Gruppen von 80 bis 200 Tieren werden wir Schweine auf Gitterrosten in nahezu ständiger Finsternis gehalten. Wir stehen auf Vollspaltböden ohne Einstreu, was oft zu Gelenkschäden führt. Wir werden wie in einer Fabrik produziert: Die Mutterschweine werden in Einzelbuchten künstlich befruchtet. Während der 15 Wochen Schwangerschaft müssen sie
auf engstem Raum im Dämmerlicht dahinvegetieren. Zum Gebären werden sie in speziellen ‘Abferkelbuchten’ angegurtet. Sie können sich kaum bewegen, nur aufstehen und sich wieder niederlegen. So ist es ihnen unmöglich, ihre Kinder zu pflegen.«
Ferkel-Leid: »Bis zum Alter von 4 Wochen dürfen wir Ferkel ohne Betäubung kastriert werden. Dazu werden wir kopfüber in eine Apparatur geklemmt. Unsere Beine werden auseinander gespreizt und fixiert. Die zarte Haut, die unsere empfindlichen Hoden schützt, wird mit einem Messer aufgeritzt, die Hoden werden herausgezogen und mit dem Messer abgeschnitten.
Es sind unvorstellbare Schmerzen. Wenn wir frisch kastriert sind, zittern wir oft am ganzen Leib und müssen uns häufig auch übergeben. Da der Eingriff von Laien im Akkord und oft unter hygienisch nicht einwandfreien Bedingungen durchgeführt wird, kommt es im Nachhinein häufig zu Infektionen.«
In der Puten-Todeszelle:
»Wir Puten in Massentierhaltung leiden noch schlimmer als Masthähnchen. Da unsere Brust das begehrteste und teuerste Teil ist, können Skelett, Beine und Sehnen mit dem viel zu schnellen Wachstum nicht mithalten und verbiegen unter der Fleischlast. Am Ende unserer 22 Lebenswochen rutschen oder liegen wir auf der überbreiten und schweren Brust. Wie in den Hühner-Folterkammern werden Enten und uns Puten die Schnäbel abgeschnitten – ohne Betäubung.
Schmerzen und ständige Irritationen sind die Folge. Es ist, als wenn man euch Menschen die Lippen abschneiden würde.«
Das Leid der Schafe:
»Wir Schafe leben meist auf der Weide, doch oftmals findet sich darauf nur wenig Schutz vor Wind und Wetter. Im Winter frieren wir, und im Sommer haben wir keine Schattenfläche, um unsere geschorenen Körper vor der Sonne zu schützen. Viele Halter denken auch nicht daran, dass wir nicht nur Gras essen, sondern auch frisches Wasser zum Trinken brauchen.
Wenn uns die Kinder nicht sofort weggenommen werden, um sie als ‘Milchlämmer’ zu verkaufen, dann dürfen sie
noch ca. 6 Monate bei uns bleiben. Allen Lämmern werden die Schwänze kupiert und bei den kleinen Böcken wird eine betäubungslose Kastration durchgeführt, oder ihnen werden die Hoden vom Blutkreislauf abgeklemmt.
Jedes Jahr werden wir geschoren; dabei geht ihr mit uns nicht gerade zimperlich um. Da ihr aber unsere Wolle kaum mehr verwenden könnt, holt ihr Schafe aus Afrika, die einen natürlichen Fellwechsel haben, doch im Winter vor Kälte auf den Weiden erfrieren.«
Ihr esst unsere Babys:
»Ihr Menschen bezeichnet euch als die ‘Krone der Schöpfung’ und degradiert uns Tiere zum Fleischlieferanten. Dabei schreckt ihr vor nichts zurück!
Fakt ist: Viele von uns Tieren würden von Natur aus zwischen 20 und 40 Jahre alt werden, wenn ihr Menschen unserem Leben kein vorzeitiges, jähes und gewalttätiges Ende bereiten würdet. Was ihr auf euren Tellern liegen habt, sind in der Regel Tierbabys!«
»Wir Hühner zum Beispiel würden in freier Natur normalerweise 20 Jahre alt. Ihr jedoch lasst uns als Masthühnchen nur 5-6 Wochen am Leben. 1,5 Jahre alt werden wir, wenn ihr Menschen uns als Lege- oder Suppenhuhn missbraucht. Und männliche Küken leben nur wenige Augenblicke, bis sie als unerwünschtes Nebenprodukt der Hühnchenzucht lebend in den Fleischwolf kommen.«
»Wir Schweine können ca. 20 Jahre alt werden. Müssen wir jedoch euch Menschen als Fleischlieferanten dienen, setzt ihr unserem Leben bereits nach 5 Monaten ein jähes Ende.«
»Wir Kühe werden ca. 30 Jahre alt; einige von uns könnten sogar ihren 60. Geburtstag erleben – wenn ihr Menschen uns nicht schon als Kälbchen nach 3-5 Monaten schlachten würdet. Einer Milchkuh gewährt ihr gerade einmal 5 Lebensjahre. Stiere lasst ihr nur 18-20 Monate am Leben.«
Warum tut ihr das?
Todeskampf der Fische:
»Auch wir Fische sind fühlende Lebewesen. Mittlerweile haben sogar britische Wissenschaftler nachgewiesen, dass wir Fische ähnlich wie ihr Menschen Schmerz und Stress fühlen und eine enorme soziale Kompetenz haben. Trotzdem seht ihr Menschen in uns Fischen nur die Eiweißquelle und erfasst deshalb nur unser Gewicht. Jedes Jahr werden weltweit knapp 129 Millionen Tonnen Fisch ‘produziert’.
Jeder dritte meiner Artgenossen stammt heute bereits aus Aquakultur; dabei werden wir Fische in Teichen oder Unterwasserkäfigen gezüchtet. Durch die mangelnde Bewegungsfreiheit werden wir Zuchtfische anfällig für Krankheiten, und werden deshalb mit Stärkungsmitteln und Medikamenten gefüttert.Gleich, ob in Massentierhaltung oder freilebend, der Tod ist für jeden von uns grausam! Ihr zieht uns in großen Netzen, in denen wir oftmals schon viele Stunden gefangen waren oder uns schwer verletzten, aus dem Wasser. Dann lasst ihr uns qualvoll an Land ersticken, oder ihr schneidet uns die Kiemenbogen auf, so dass wir langsam verbluten. Da wir nicht schreien können, gibt es für uns nicht einmal eine Betäubung.«
Im Kaninchenmassenlager:
„Wir Kaninchen warten zu Hunderttausenden unter schrecklichsten Bedingungen auf den Tod: Wir Kaninchen, die wir gerne unter blauem Himmel auf grünen Wiesen hoppeln, fristen hier qualvoll unser Dasein - eng an eng zu viert oder fünft in winzigen, maßgeschneiderten Gitterkäfigen, oft sogar in zwei Etagen übereinander! Es ist grauenhaft, wenn die Exkremente aus den Käfigen über uns auf uns und dann durch unseren Käfig nach unten auf das Förderband fallen. Der Drahtgitterboden schneidet uns in die Pfoten, und jeder verzweifelte Sprung endet an der Käfigwand.
Es ist finster. Nur wenig natürliches Licht dringt durch die kleinen Fenster. Neonlicht beleuchtet uns stattdessen. Selten finden wir Ruhe, denn wir sollen möglichst rund um die Uhr Fischmehlpellets essen. Der Gestank ist bestialisch, und der ammoniakhaltige Dunst, den wir einatmen müssen, ist unerträglich, denn unter unseren Käfigen häuft sich der Kot.
Besonders schlecht geht es unseren Kaninchen-Müttern, die mit bis zu 11 Würfen mit je 8-10 Jungen im Jahr zu lebenden Gebärmaschinen gemacht werden. Sie sitzen mit ihren Jungen eingepfercht in einzelnen Zellen; sie beißen sich gegenseitig, springen wie wild gegen die Gitterwände oder hocken total apathisch in den Ecken...Immer wieder mal dreht eine der Mütter durch und beißt in der Verzweiflung ein Junges tot... Viele von uns sind verletzt, haben abgebissene Ohren oder Schwänze, schwerheilende, verkrustet Verletzungen, und wir müssen mit ansehen, wie manche der Babies bei der Geburt durch die Gitterstäbe fallen, sterben und unter unseren Füßen verwesen...
Wir erleiden unendliche Qualen bis wir, noch jung, sterben müssen. Und wozu? Für ein kurzes Geschmackserlebnis für euch, bei dem ihr nicht im Entferntesten daran denkt, was wir, die wir zugerichtet auf eurem Teller liegen, durchmachen mussten...“
schrecklich!!!!!!!!
vBulletin® v3.7.0, Copyright ©2000-2008, Jelsoft Enterprises Ltd.