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So ich bin neu hier und habe mir deshalb ersteinmal die Mühe gemacht, das Forum "durchzulesen". Komischerweise kommen Vegetarier und Veganer nicht auf einen Nenner. Einige Veganer verweigern sich der Gemeinsamkeiten;
sie ordnen Vegetarier eher den Fleischfressern als ihrer Gruppierung zu.
Dabei kämpfen beide Gruppierungen für eine bessere Welt.
Sollten wir nicht lieber ein paar Eckpunkte der Gemeinsamkeit finden, als uns ständig zu bekämpfen? Das nützt den Tieren nämlich gar nichts!
Ich versuche mal einen Anfang:
Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei Veganern und Vegetariern.
Ein Vegetarier ist ein Mensch, der ausschließlich oder überwiegend pflanzliche Nahrung zu sich nimmt.
Vegetarier kommt von Vegetarianer
(engl. vegetarian = der, der sich von pflanzlicher Kost ernährt).
Das Eigenschaftswort "vegetable" (pflanzlich) kommt aus dem Lateinischen "vegetabilis" (belebend), das vom Verb »vegetare« entlehnt wurde. Da viele Vegetarier sich nicht ausschließlich von pflanzlicher Kost ernähren, nennen sich die strengen Vegetarier Veganer.
Vielleicht sollten sich diejenigen unter den Hardcoreveganern,
die sich der Ansicht hingeben, das Vegetarier Mörder seien, ein wenig zurücknehmen, denn völlig vegan zu leben ist in unserer Welt nahezu unmöglich.
Was keinesfalls bedeuten soll, dass deshalb sowieso alles egal ist!
Aber sobald man sich nur von Obst und Gemüse aus "konventioneller" Herstellung ernährt, benutzt man Tier. Schon wegen der Düngung die die Bauern auf das Feld geben.
Gedünkt wird mit tierischen Ausscheidungen wie
Stallmist, Gülle, Jauche, Mineraldüngern, Blut-, Fleisch-und Knochenmehl.
Bioland-Richtlinien verbieten ein solches Vorgehen.
Mineraldünger bestehen im Allgemeinen aus einfachen chemischen Verbindungen, die zwar aus Gesteinen, Mineralquellen oder synthetisch gewonnen werden, aber gerade hier offenbart sich die ökologische Problematik eines rein ökonomisch orientierten Düngereinsatzes. Der Verbrauch an mineralischen Düngemitteln lag in der Vergangenheit weit über dem Bedarf der Pflanzen. Infolgedessen ist es in vielen landwirtschaftlich genutzten Böden durch eine die Aufnahmefähigkeit der Pflanzen teilweise weit überschreitende Düngung zu einer Nährstoffanreicherung gekommen.
Hierdurch ergeben sich Probleme, da es unvermeidbar ist, dass Nährstoffe aus Agrarökosystemen im benachbarten Ökosystem Schaden anrichten.
Zudem verwenden Bauern Herbizide gegen Unkräuter, Fungizide gegen Pilze, Insektizide gegen Insekten, Nematizide gegen Fadenwürmer, Akarizide gegen Spinnmilben, Molluskizide gegen Schnecken und Rodentizide gegen Nagetiere.
Besonders von Pestiziden betroffen sind Regenwürmer, die wegen ihrer Bedeutung für die Humusbildung, Bodendurchmischung und -belüftung wichtigste Bodentiergruppe.
Aber auch Borstenwürmer, Springschwänze, Milben und Insektenlarven werden heftigst geschädigt und können ihre wichtigen Aufgaben bei der Humusbildung nicht mehr erfüllen.
Bei der maschinellen Ernte kommen ebenfalls unzählige Tiere und Insekten unters Messer.
Natürlich soll man das Machbare machen. Dazu gehört eben der Mehraufwand nur Bio Wein zu trinken (wegen der Klärung mit "Huhn- oder Schweinprodukten") und das hier schon oft erwähnte Tier Lab zu verweigern, genauso alle Produkte mit Gelatine (Filme, Lakritze, Gummibärchen).
Ein Ei zu Essen das ein Huhn vergessen hat, selbst wenn das hier nicht ursprünglich ansässig ist, gehört zu den Geschenken der Natur.
Ein Veganer der sein Gemüse nicht selbst anbaut, sollte sich fragen ob er sich wirklich von den Vegetariern abgrenzen darf.
Habe ich nun selbst den Fehler gemacht uns zu entzweien - ich hoffe nicht
Alles Liebe,
Momo:D
Hi Momo,
es geht doch überhaupt nicht um das "entzweien". Aber in Diskussionen kann man doch darauf hinweisen, wenn man Ungereimtheiten nicht versteht. Und wenn Vegetarier von "absoluten Respekt vor allem Leben" sprechen oder erklären, daß sie ihr Vegetariertum wegen Abscheu vor Tierleid gewählt haben, dann wird man doch noch nachhaken dürfen, warum sie dann manches Leben und manche Tiere trotzdem dabei aussparen. Leider habe ich bisher noch keine vernünftige Erklärung dazu gehört, was genau Hühner, Kälber, Ziegen, Bienen etc. so minderwertig im Vergleich mit anderen Tieren machen soll... Und das für meine vegane Ernährung tatsächlich Insekten sterben, ist mir bewußt, laß uns einen Deal machen: Ich erkläre dir, wie du den Tod von Kälbern und Hühnern verhindern kannst und du lebst danach, dafür erklärst du mir, wie ich den Tod der Insekten verhindern kann und ich lebe danach. Klingt für mich fair, denn darum geht es mir: Ich lebe so gut ich kann vegan und nehme diesbezügliche Verbesserungsvorschläge dankend an. Das kann man leider von vielen Vegetariern nicht behaupten. Wenn man denen etwas von toten Hühnern erzählt und wie das zu verhindern ist, kontern viele mit toten Mücken und anderen Insekten. Ich verstehe dabei nicht die Rechtfertigung. "Du bringst Tiere um, weil du es nicht verhindern kannst, also darf ich das auch bei Tieren, wo ich es leicht verhindern könnte"??? Die Logik erschließt sich mir nicht, sorry... Und was die Sache mit dem "gemeinsamen Ansätze" angeht, sind die unbestritten. Allerdings habe ich auch gesehen, wie auf diesem Forum mit einem Vegetarier umgegangen wurde, der nebenbei noch jagt. Der wurde gesperrt und zensiert, völlig zu Recht in meinen Augen. Trotzdem waren die "gemeinsamen Ansätze" durch seinen Vegetarismus unzweifelhaft da, trotzdem ist er nicht zu akzeptieren, da sind sich alle auf dem Forum sogar einig. Wo siehst du also die Grenze der "gemeinsamen Ansätze"? Was ist mit Moslems, die essen ja kein Schweinefleisch. Ein "gemeinsamer Ansatz", also herzlich willkommen in der vegetarischen Community?
johannes
22.10.2006, 15:04
Ein Ei zu Essen das ein Huhn vergessen hat, selbst wenn das hier nicht ursprünglich ansässig ist, gehört zu den Geschenken der Natur.
Das ist echter Wahnsinn. Wo und wann vergisst ein Huhn ein Ei? Gehst du in den Wald, um Eier zu suchen oder stammen sie von fühlenden Lebewesen, die gezüchtet wurden und ein Leben lang in Gefangenschaft verbringen müssen? (dort leben in der Regel mindestens 5-6 Tiere auf einem qm, wobei 20 "normal" wären!)
Ebenfalls machst Du dich durch den Konsum der Hühnereier nicht nur indirekt mitschuldig am Mord unzähliger Küken, die die Eierindustrie nicht benötigt und sie deshalb vergasen oder zerschreddern lässt.
Es gibt hierzu auch ein ganz einfaches Schaubild:
http://********/txt/freilandmythos.html
Gruß,
Johannes
Es gibt hierzu auch ein ganz einfaches Schaubild:
http://********/txt/freilandmythos.html
:eek: Ist dieses Schaubild tatsächlich aufgrund von Fakten belegt? Hühner können bis zu 50 Jahre alt werden? Und legen ohne Nesträuber nur 6 Eier pro Jahr?? Da bin ich bisher beim Surfen immer auf andere Zahlen gestoßen, lasse mich aber "gerne" eines Besseren belehren, nur erscheinen mir diese Zahlen ziemlich extrem.:confused:
johannes
22.10.2006, 16:03
Hühner können bis zu 50 Jahre alt werden?
und selbst wenn sie nur 20 Jahre alt werden können, ist dagegen das eine Jahr in "Eifabriken" ziemlich wenig, findest du nicht?
Und legen ohne Nesträuber nur 6 Eier pro Jahr?? Da bin ich bisher beim Surfen immer auf andere Zahlen gestoßen, lasse mich aber "gerne" eines Besseren belehren, nur erscheinen mir diese Zahlen ziemlich extrem.
und selbst wenn es 15 sind - was ändert es an der Tatsache? In "Eifabriken" werden von den armen Hühnern ca. 300 ausgelagerte Plazenten "produziert".
Das ist schlichtweg lebensverachtend.
und selbst wenn sie nur 20 Jahre alt werden können, ist dagegen das eine Jahr in "Eifabriken" ziemlich wenig, findest du nicht?
und selbst wenn es 15 sind - was ändert es an der Tatsache? In "Eifabriken" werden von den armen Hühnern ca. 300 ausgelagerte Plazenten "produziert".
Das ist schlichtweg lebensverachtend.
Sehe ich genauso, deshalb lebe ich vegan. Aber wenn ich irgendwo diskutiere, muß ich das eben mit realistischen Zahlen machen, deshalb habe ich da nachgehakt. Selbst wenn man Hühnern nur 1 Jahr durch erhöhte Legeleistung stehlen würde, wäre das 1 Jahr zuviel, darüber müssen wir uns gar nicht unterhalten.
Ich stimme Rygel voll und ganz zu!
Klar ist Mord abzulehnen. Aber verfälschte Zahlen sind ebenfalls nicht zu befürworten.
Hi Rygel,
natürlich kann (und soll!) in Diskussionen darauf hingewiesen werden, dass man Ungereimtheiten nicht versteht. Ich gebe Dir recht, es gibt keine (und das muss Dir auch nicht leid tun;)) vernünftige Erklärung warum Hühner, Kälber, Ziegen, Bienen etc. so minderwertig sein sollten. Aber selbst für Deine Ernährung sterben nicht nur Insekten, sondern auch, neben Kleintieren, wie Igel und Maus, Kühe schweine und Hühner oder woraus meinst Du wird das Blut-, Fleisch-und Knochenmehl für die Düngung hergestellt? Deshalb habe ich auch geschrieben, dass ein Veganer so er sein Gemüse nicht selbst anbaut, sich fragen sollte, ob er sich wirklich von den Vegetariern abgrenzen darf. Du musst mir ebenso wenig erklären, wie ich den Tod von Kälbern und Hühnern verhindern kann, wie ich Dir erklären kann wie Du ich den Tod der Insekten verhindern kannst. Denn Du verhinderst den Tod der o.g. Tiere, wenn du dein Gemüse, ob bio oder nicht, im Supermarkt kaufst. Richtiger ist Deine Frage: "Du bringst Tiere um, weil du es nicht verhindern kannst, also darf ich das auch bei Tieren, wo ich es leicht verhindern könnte"??? Aus diesem Grund schrieb ich eine Definition von Vegetarisch. Im reinsten Sinne sind es nämlich Veganer. Allerdings werde ich mich nicht von meiner Frau trennen, wenn sie Milch kauft, sondern nur darauf hinweisen, dass diese Leid erzeugt (Obwohl ich weiß das mein Gemüse auch Leid erzeugt). Hätte ich wie einige, ich nenne sie gerne Hardcore Veganer, reagiert wäre sie wahrscheinlich bis heute keine Veganerin geworden oder, ich wüsste es nicht , weil sie den Kontakt zu mir längst abgebrochen hätte. Nun, das klingt jetzt sehr hypothetisch, sollte aber eher lustig werden... Wo sehe ich also also eine Grenze der gemeinsamen Ansätze? Versuche ich halt nicht zu machen. Denn dort, wo sich jemand bemüht, wie er Leid vermeiden kann, da kann ich ansetzen. Dazu zählt nicht der Moslem der etwas macht weil ein Gott ihn etwas vorschreibt, ohne nachzudenken.
Und damit wären wir bei
@Johannes,
mach es Dir nicht so einfach und halte mich für derart naiv. Lies meinen (ersten) Text bitte noch noch einmal, dann wird Dir einiges klar. Hoffe ich.
Ps. Deine Frage zeugt von wenig Aufenthalt im Freien. Wo und wann ein Huhn ein Ei vergisst? Überall und sehr, sehr oft. Und es wird auch nicht ausgebrütet. Glaubs mir.Mein Nachbar hat freilaufende Hühner.
Übrigens, dass ich Dir ein wenig schroff antworte, liegt an der "Lautstärke" mit der Du in den Wald gerufen hast.
Aber selbst für Deine Ernährung sterben nicht nur Insekten, sondern auch, neben Kleintieren, wie Igel und Maus, Kühe schweine und Hühner oder woraus meinst Du wird das Blut-, Fleisch-und Knochenmehl für die Düngung hergestellt?
Das sehe ich nicht so, diese Tiere sterben nicht für meine Ernährung, denn Düngung braucht kein Blut-, Fleisch- und Knochenmehl, das würde auch ohne weiteres mit pflanzlichem Dünger funktionieren. Diese Alternative gibt es bei der vegetarischen Ernährung nicht, das Kalb muß beseitigt werden, um an die Milch zu kommen, die eigentlich für das Kalb bestimmt ist und wenn Hühnern Eier gestohlen werden, zwingt die Natur das Huhn, ein neues zu legen und so auf unnatürliche Legequoten zu kommen und deswegen 15 - 18 Jahre früher zu sterben als geplant. Das ist alles kein Nebenzweig der Fleischindustrie, sondern gezielte Tiertötungen rein für die vegetarische Lebensweise. Da gibt es keine Alternativen, wenn man auf Milch/Eier nicht verzichten will, als diese Morde an Tieren hinzunehmen. Außerdem habe ich keinen Einfluß auf den Dünger, wenn auf den Produkten ein Siegel "mit rein pflanzlichen Dünger und ohne Insektenbekämpfung hergestellt" wäre, würde ich verstärkt bzw. nur noch diese Produkte kaufen, es wird aber leider nicht angegeben. Anders als bei Eiern/Milch/Honig: Da weiß eben jeder, daß diese Produkte ohne Mord nicht hergestellt werden können.
Wo sehe ich also also eine Grenze der gemeinsamen Ansätze? Versuche ich halt nicht zu machen. Denn dort, wo sich jemand bemüht, wie er Leid vermeiden kann, da kann ich ansetzen. Dazu zählt nicht der Moslem der etwas macht weil ein Gott ihn etwas vorschreibt, ohne nachzudenken.
Heißt das, daß du dem oben angesprochenen vegetarischen Jäger durchaus einen gemeinsamen Ansatz attestieren würdest?
Ein Veganer der von sich behauptet, dass er alles Leid vermeidet ist unehrlich. Veganismus ist eine Lebensweise, die das Leid verhindert, das in den Industrieländern vermeidbar ist.
Somit sind die Hände eines Veganers auch nicht rein, darin stimme ich dir zu Momo.
Man muss zwischen Abfällen der Industrie und direkten Erzeugnissen unterscheiden. Gelatine ist eindeutig ein Abfallprodukt, weil Knochen sonst für nichts verwendet werden nach der Schlachtung. Ein weiteres Abfallprodukt wären die tierischen Düngemittel. Man kann die Kacke auch irgendwie beseitigen, aber man kann sie auch als Düngemittel verwenden. Biobauern verwenden keine Pestizide. Das Problem mit den Opfern bei der Ernte ist in der Tat grausam.
Größtenteils gebe ich dir Recht in der Hinsicht auf die vielen Defizite in der Landwirtschaft. Siehst du diese Probleme jedoch als eine Rechtfertigung für Eier- und Milchkonsum an? Genau gegen den Obst- und Gemüseanbau in Zusammenarbeit mit der Tierlobby muss etwas getan werden. Und nicht die Zuneigung zu Milch und Eiern weil "Veganer ja eh nicht besser sind".
Hi Rygel
Zitat von Momo Beitrag anzeigen
Aber selbst für Deine Ernährung sterben nicht nur Insekten, sondern auch, neben Kleintieren, wie Igel und Maus, Kühe schweine und Hühner oder woraus meinst Du wird das Blut-, Fleisch-und Knochenmehl für die Düngung hergestellt?
Das sehe ich nicht so, diese Tiere sterben nicht für meine Ernährung, denn Düngung braucht kein Blut-, Fleisch- und Knochenmehl, das würde auch ohne weiteres mit pflanzlichem Dünger funktionieren.
Genau, es würde. Tuts aber nicht. Genau das habe ich geschrieben. Genau deswegen habe ich geschrieben, der Veganer sollte sich nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Denn in unserer Welt ist vegan sein nicht möglich, außer, man hat seinen eigenen Garten.
Diese Alternative gibt es bei der vegetarischen Ernährung nicht, das Kalb muß beseitigt werden, um an die Milch zu kommen, die eigentlich für das Kalb bestimmt ist und wenn Hühnern Eier gestohlen werden, zwingt die Natur das Huhn, ein neues zu legen und so auf unnatürliche Legequoten zu kommen und deswegen 15 - 18 Jahre früher zu sterben als geplant.
Man o man. Solch wenig diffenzierte Aussagen sind es, die immer wieder Angriffpunkte für die liefert die sich über Veganer lustig machen. Natürlich gibt es die Möglichkeit Milch zu bekommen. Von einer Ziege zum Beispiel, die hat durchgehend Milch, auch ohne Jungen . Informiert euch! Und weder die "Natur" zwingt das Huhn ein neues Ei zu legen, noch denkt das Huhn: "Oh wo ist mein Ei, ich brauch ein neues". Die Wahrheit ist viel schlimmer. DAs Huhn war hier in unseren Breiten nicht ansässig. Es wurde sozusagen verschleppt und dann hat der Mensch es gezüchtet so zu sein wie es geworden ist. Einige Hühner sind so überzüchtet, die können gar nich mehr alleine stehen. Aber was hat das mit unserem Thema zu tun lies dir mal genauer durch worüber und was ich schreibe. Steht irgendwo etwas von Legebaterie? Nein. Von Viehzüchtung? Nein. Davon das ich diese Methoden fördere? Nein. Mein Ansatz war das gemeinsame zu finden und sich nicht für so viel guter zu halten wie Vegetarier, die faktisch auch nicht mehr Lebewesen auf dem gewissen haben als ein Veganer der nicht selbst anbaut. Ohne hätte, wenn und würde. Das Leben wird nun mal nicht im Konjunktiv gelebt!
Denn Gemüse ist auch, vielleicht einmal von Universelles Leben, die sich auf die Fahnen schreiben alles ohne die Knochenschredderdüngung anzubauen, kein Nebenzweig der Fleischindustrie, sondern gezielte Tiertötungen rein für die vegane Lebensweise. Da gibt es keine Alternativen, wenn man auf Obst und Gemüse nicht verzichten will, als diese Morde an Tieren hinzunehmen. Und natürlich hast du einfluss auf den Dünger, wenn Du selbst anbaust. By the way, wie ich es mache.
Ach ja,dann noch zu dem vegetarischen Jäger...was soll das denn sein? Schade, dass er nicht mehr schreiben darf. Löschen, ausschließen, bannen finde ich immer falsch. Ihr habt sicherlich genug Argumente um jemanden davon zu überzeugen, dass das nicht recht zusammenpasst. Ich aknn natürlich nicht viel dazu schreiben, weil ich nicht weiß was das sein soll. Hitler war auch Vegertarier. Wenn ich also davon schreibe Gemeinsamkeiten zu suchen, dann nicht um jeden Preis, sondern... siehe in meinen drei Statements, ich habe es nun oft genug geschrieben, denke ich.
Alles Liebe,
Momo
HI Lena. Bin genau mit dir einer Meinung, das habe ich aber auch, denke ich:( oft genug gepostet. Auch wenn ich nicht darüber informiert bin, inwieweit die Fleischerinnung mit den Gemüsebauern unter einer Decke stecken.
Liebe Grüße
Momo
HI Lena. Bin genau mit dir einer Meinung, das habe ich aber auch, denke ich:( oft genug gepostet. Auch wenn ich nicht darüber informiert bin, inwieweit die Fleischerinnung mit den Gemüsebauern unter einer Decke stecken.
Liebe Grüße
Momo
Wie weit sie unter einer Decke stecken kann man herausfinden. Ernährst du dich eigentlich vegan oder vegetarisch?
Das mit dem selber anbauen ist eine gute Idee. Es ist sowieso für den Körper besser Obst und Gemüse aus der Region zu konsumieren. Billiglöhner und ewig lange Transporte der Lebensmittel werden somit vermieden. Beim Weizen wirds ein Problem.
Selbst wenn sie pflanzliche Düngemittel nehmen würden wäre es nicht gekennzeichnet. Nebenher ist noch die Insektentötung ein Problem, bei Bio wie auch konventionell. Der einzige Weg bleibt der eigene Anbau. Für jeden Veganer möglich? Das bezweifle ich.
Vegane Landwirte (die gibt es bestimmt) sollten ihre Ware kennzeichnen. Die Idee muss in Umlauf gebracht werden. Es braucht einfach Bauern die ohne Insektenmord, Mördermähdrescher und Tierdünger arbeiten. Ich wäre sogar bereit mehr für das Obst und Gemüse zu zahlen. Du auch?
Man o man. Solch wenig diffenzierte Aussagen sind es, die immer wieder Angriffpunkte für die liefert die sich über Veganer lustig machen. Natürlich gibt es die Möglichkeit Milch zu bekommen. Von einer Ziege zum Beispiel, die hat durchgehend Milch, auch ohne Jungen . Informiert euch!
Du warst derjenige, der Johannes angegriffen hat, weil es "so aus dem Wald schallt, wie es hinein schallt", richtig? Was heißt das jetzt genau? Soll ich jetzt auch im arroganten Oberlehrerton antworten und vor meine Antworten noch Phrasen ala "Gottogott" oder "Man o man" setzen, um zu zeigen, wie "arm" deine Argumente aus meiner Sicht sind? Eine Ziege wird genauso in Massenbetrieben gehalten und ausgebeutet wie ein Kuh, die Milch wird ihr genauso brutal abgezapft, außerdem macht Ziegenmilch nur einen Bruchteil der Milchindustrie aus, den größten Teil stellen die Kühe. Informier dich!
Und weder die "Natur" zwingt das Huhn ein neues Ei zu legen, noch denkt das Huhn: "Oh wo ist mein Ei, ich brauch ein neues". Die Wahrheit ist viel schlimmer. DAs Huhn war hier in unseren Breiten nicht ansässig. Es wurde sozusagen verschleppt und dann hat der Mensch es gezüchtet so zu sein wie es geworden ist. Einige Hühner sind so überzüchtet, die können gar nich mehr alleine stehen.
Ändert nichts daran, daß auch ein Huhn in seinem "Heimatland" auf Nestraub reagiert und daraufhin "nachproduziert". Das zwingt ihm die Natur auf, daß der Mensch das pervertiert und ins Extreme gezogen hat, steht außer Frage, trotzdem ist der Grundstock dieser Perversion ein natürlicher Instinkt des Huhns gewesen.
Aber was hat das mit unserem Thema zu tun lies dir mal genauer durch worüber und was ich schreibe. Steht irgendwo etwas von Legebaterie? Nein. Von Viehzüchtung? Nein. Davon das ich diese Methoden fördere? Nein. Mein Ansatz war das gemeinsame zu finden
Um dieses "Gemeinsame" zu finden, darf ich doch wohl auf die krassen Unterschiede hinweisen, und wie soll ich die ohne diese Themen rausstellen?
und sich nicht für so viel guter zu halten wie Vegetarier, die faktisch auch nicht mehr Lebewesen auf dem gewissen haben als ein Veganer der nicht selbst anbaut. Ohne hätte, wenn und würde. Das Leben wird nun mal nicht im Konjunktiv gelebt!
Und das ist schlichtweg lächerlich, sorry. Der Vegetarier ernährt sich ja nicht nur von Eiern und Milch, sondern ebenso wie der Veganer vom Gemüse und Obst. Die Rechnung lautet also: Vegan = veganer Tiermord, vegetarisch = vegetarischer + veganer Tiermord. Wie du bei beiden Lebensweisen dann auf die gleiche Zahl von Opfern kommst, ist mir ziemlich schleierhaft.
Denn Gemüse ist auch, vielleicht einmal von Universelles Leben, die sich auf die Fahnen schreiben alles ohne die Knochenschredderdüngung anzubauen, kein Nebenzweig der Fleischindustrie, sondern gezielte Tiertötungen rein für die vegane Lebensweise. Da gibt es keine Alternativen, wenn man auf Obst und Gemüse nicht verzichten will, als diese Morde an Tieren hinzunehmen.
Gezielte Tiertötungen, die sich nicht verhindern lassen, da ich nicht auf Obst und Gemüse verzichten kann und es wie gesagt nicht auf den Packungen vermerkt ist, wie das Gemüse angebaut wurde. Das Leben ohne Eier, Milch und andere Tierprodukte ist dagegen ohne weiteres möglich, ganz ohne Gesundheitseinbußen. Versuch den Stunt mal mit Verzicht auf Gemüse.
Und natürlich hast du einfluss auf den Dünger, wenn Du selbst anbaust. By the way, wie ich es mache.
Großartig, das bespreche ich gleich mal mit dem Rest der Straße: "Ich möchte hier ein Feld anlegen, räumen Sie den Parkplatz bis 18.00 Uhr..."
sternchen
26.10.2006, 18:37
Ich finde das schon heftig wenn jemand (egal ob selbst veganer, vegetarier oder gar omnis) behauptet, auch veganer wären mörder. Das finde ich ehrlichgesagt übertrieben. Natürlich stimmt es dass auch für vegane lebensweise tiere sterben, aber so funktioniert die natur nunmal. Nichts kann leben ohne dass etwas stirbt.
Keiner kann aus seiner Haut und kann nur soviel tun wie die jeweilige Situation (Zb finanziell zum thema selbst anbauen - dazu braucht man nämlich platz) zulässt
lg
Natürlich stimmt es dass auch für vegane lebensweise tiere sterben, aber so funktioniert die natur nunmal. Nichts kann leben ohne dass etwas stirbt.
Machst du es dir nicht etwas zu einfach? Veganer versuchen doch so zu leben, dass keine Tiere wegen ihnen sterben.
Es stimmt mich traurig dass es in dieser Welt quasi unmöglich ist. Damit abfinden kann ich mich nur schwer. Solange ein Weg an Tod und Qual vorbeiführt muss dieser gegangen werden. Und da braucht es eben ein bisschen mehr als selektives Einkaufen. Das habe ich in den letzten Tagen gemerkt.
Wir brauchen eine Landwirtschaft, die völlig unabhängig von der Tierindustrie ist. Und außerdem selber nicht tötet. Eine utopische Forderung?
Hi Rygel
zuerst mus ich mich mal entschuldigen, mein Manoman klingt wirklich nicht schön. Damit wollte ich mein Erstaunen ausrücken, die Arroganz ist mir beim erneuten lesen auch entgegengehüpft. Tschuldigung.
Zum Thema:
Ein Veganer der sein Gemüse nicht selbst anbaut, sollte sich fragen ob er sich wirklich von den Vegetariern abgrenzen darf.
Das ist mein Credo.
Dass eine Ziege genauso in Massenbetrieben gehalten und ausgebeutet wird wie ein Kuh, die Milch ihr genauso brutal abgezapft wird und Ziegenmilch nur einen Bruchteil der Milchindustrie ausmacht ist zwar wahr und traurig, aber ich habe nie etwas gegenteiliges behauptet. Es bringt doch nichts, Probleme gebetsmühlenhaft aufzusagen, wenn sie nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun haben.
Ich teile lediglich mit, das es keinen Grund dafür gibt, sich für so viel guter zu halten als ein Vegetarier. Und diese Tendenz ist auch in diesem Forum deutlich.
Zu Deiner Vegan/vegetarier (Auf-) Rechnung komme ich später noch zurück.
Aber der Reihe nach:
Wenn ich schreibe, dass es mir nicht um Insekten, sondern um Kleintiere wie Igel und Maus, Kühe, schweine und Hühner geht, die für vegane Lebensweise ihr Leben lassen ist das Fakt. Du antwortetest, dass das Deine Lebensweise auch ohne weiteres mit pflanzlichem Dünger funktionieren würde, also ohne Blut-, Fleisch- und Knochenmehl. Keine Frage. Es wäre sogar gesünder. Das Problem ist nur, die Realität sieht anders aus. Deshalb schrieb ich, dass das Leben nicht im Konjunktiv gelebt wird.
Vegan ist in dieser Welt also keine wirkliche Alternative um Tiermordvermeiden zu können.
Stattdessen schreibst Du, es gäbe zu der "veganen Alternative" keine andere und kommst mir wieder mit Kälberbeseitigung um an die Milch zu kommen und der Fleischindustrie. Da gibt es aber noch andere Möglichkeiten. Ich denke, du machst es Dir zu einfach - nicht mit dem Leben als Vegetarier, der sich ausschließlich von pflanzlicher Kost ernährt - sondern mit ironischen Vorschlägen wie: Großartig, das bespreche ich gleich mal mit dem Rest der Straße: "Ich möchte hier ein Feld anlegen, räumen Sie den Parkplatz bis 18.00 Uhr...", wenn ich darauf hinweise, dass du Einfluss auf den Dünger hast, wenn Du selber anbaust. Es stimmt. das Feld, das du bestellen kannst, wartet sicherlich nicht vor Deiner Haustür auf Dich.
Ich komme mit dieser Welt eben nicht so klar, das ich das System unterstützen mag und mich mit dem Parklplatz vor meiner Wohnung arrangiere. Das war der Grund, warum wir der schönsten Stadt der Welt, Hamburg, Bürger anderer schöner Städte mögens mir nachsehen, den Rücken kehrten und nun ein Plätzchen gefunden haben, dass schon eher unserem Leben entspricht aber noch lang nicht das ist, was uns vorschwebt. Deshalb suchen wir weiter (am 5. haben wir wieder ein Besichtigungstermin um uns ein verkommenes Häuschen anschauen, an dem viel gewerkelt werden muss, damit wir darin Leben können, aber mit mehr Garten drumrum. Vielleicht drückst Du uns die Daumen)
Eine Welt ohne (vom Menschen aktiv verursachte) Tierleichen ist möglich und, das strebe ich an, wenn ich mit Tieren zusammelebe, meinen Ziegen Unterkunft und Weidefläche stelle und ihnen dafür Milch abzapfte und, ja, den Hühnern ein Ei klaue und ihr Verhalten, ein neues zu legen, ausnutze. Denn wahr ist auch, dass sie lange nicht alle Eier ausbrüten, sondern, warum auch immer, vergessen.
Kommen wir nun zu Deiner Rechnung: Vegan = veganer Tiermord, vegetarisch = vegetarischer + veganer Tiermord.
Wieso ist Dir schleierhaft wie man bei beiden Lebensweisen auf die gleiche Zahl von Opfern kommt? Es wird nicht extra Blut-, Fleisch- und Knochenmehl in Form von Tieren gezüchtet, das dann übers Feld verstreut wird. Sondern es werden die "Reste", die von "Milch und Eilieferanten", die nach deren Ableben übrigbleiben, verwendet.
Aber noch einmal, darum geht es mir nicht. Ich versuche, mich so gut es geht, von dieser Industrie unabhängig zu machen, was schwieriger ist als man denkt. Denn es geht beileibe nicht nur um den Verzicht von Eiern und Fleisch aus Massentier und sonstigen Qualhaltungen, sondern auch um Klamotten. Das betrifft nicht nur den Boykott von Leder oder Daunen, sondern auch die aus Ländern wo Kinder augebeutet werden. Ês betrifft die Auswahl des richtigen Pfandsystems, die Möglichkeit nicht im Supermarkt, sondern direkt beim Bauern zu kaufen. Die richtige Auswahl an - nicht mit Tierresten geklärtem - Wein zu treffen, die Berufswahl, die Bereitschaft zB. kranke und verletzte Tiere aufzunehmen und darüber auch den Menschen links und rechts von einem nicht zu vergessen.
Ich will, um weitere Missverständnisse auszuschließen, damit nicht andeuten, dass Du das tust, bzw. nicht tust!
Bevor ichs vergess noch ein Beispiel zur Berufswahl. Um Koch zu werden musst Du für die Ausbildung und Prüfung, ob Veganer, Vegetarier oder Omnivor, Fleisch verarbeiten. Teil der Realität.
Vegetarische Restaurants gibt es, wenn auch wenige. Als strickte Veganerin kannst du den den Beruf nicht ausüben. Es gibt nun mal zu wenig Tierproduktverweigerer. Auch das ist ein Teil der Realität.
Fazit: Vegane Ernährung ist, vielleicht einmal von (vegetarischen) Röhköstlern oder noch besser Frugivoren abgesehen, das am wenigsten Leid verursachende Übel. Positiv ausgedrückt, das Beste was man auf dieser Welt machen kann. Ich behaupte nicht, und damit beantworte ich auch gleich
@sternchens Beitrag, das Veganer Mörder sind, zeige lediglich die Schwachstellen auf, die in unserer Welt selbst für "diese Gattung" nicht zu vermeiden ist.
In einer Welt, in der wir mit den Tieren lebten und nicht als Schmarotzer von ihm, oder vielmmehr auf seine Kosten, fände ich es jedoch völlig OK vegetarier zu sein. Mit den Tieren in einer Art Symbiose zu leben. Also von ihren Produkten gegen Pflege, Liebhaben, Unterkunft und Nahrung zu profitieren.
Söderle, jetzt mache ich meinen Garten winterfest. Sag bescheid, wenn ich vorbeikommen soll, um den Parkplatz zu entsorgen ;)
Momo
Hi Rygel
zuerst mus ich mich mal entschuldigen, mein Manoman klingt wirklich nicht schön. Damit wollte ich mein Erstaunen ausrücken, die Arroganz ist mir beim erneuten lesen auch entgegengehüpft. Tschuldigung.
Hut ab, Momo, das habe ich auf nur sehr wenigen Foren erlebt, daß sich tatsächlich jemand für seine Ausdrücke entschuldigt und den Hinweis nicht gleich wieder als Angriff sieht. Dann entschuldige ich mich auch für die sehr angefressene Reaktion darauf. "Love is in the air"... Na ja, zumindest Sympathie...;)
Zum Thema:
Ein Veganer der sein Gemüse nicht selbst anbaut, sollte sich fragen ob er sich wirklich von den Vegetariern abgrenzen darf.
Das ist mein Credo. Ich teile lediglich mit, das es keinen Grund dafür gibt, sich für so viel guter zu halten als ein Vegetarier. Und diese Tendenz ist auch in diesem Forum deutlich.
Und das bestreite ich nach wie vor, Momo. Diese Aussage wäre passend für einen Veganer, der tatsächlich stagniert und meint, nichts mehr tun zu können. Die meisten Veganer sind aber sehr engagierte Leute, die für Verbesserungen absolut offen sind und diese auch gerne berücksichtigen, sogar sehr willkommen heißen. Ich will so viel Tierleid wie eben möglich in meinem Leben ausschließen, die hier angesprochene Düngerfrage habe ich jetzt mittlerweile bei meinem Bioladen angesprochen und auch deswegen 2 vegane Versände angeschrieben. Ich selber kann aber nicht von mir aus anbauen, denn tatsächlich könnte ich wohl Felder anmieten, aber erstens fehlt mir die Zeit für den Anbau und die Ernte, zweitens lebe ich geldtechnisch sowieso über meinen Verhältnissen und drittens hätte ich auch Transportprobleme, weil ich mich so selten wie möglich an der Automobilindustrie beteilige. Vor Jahren habe ich diverse Führerscheinprüfungen verpatzt, inzwischen betrachte ich das fast als Zeichen, denn so kann ich viel leichter diese Umweltverpester aus meinem Leben ausschließen, inzwischen bin ich soweit, daß ich nur noch den Bus für die Hinfahrt benutze, den Rückweg von der Arbeit und alle Erledigungen gehe ich per pedes an. Das sind jetzt nur Beispiele, das geht noch weiter, damit will ich auch nur ausdrücken, daß ich die Sache wirklich ernst nehme und im Rahmen meiner Möglichkeiten mich immer weiter "verbessere". Warum sollte ich dann Leute auf meiner Seite sehen, die kein Fleisch essen, an diesem Punkt stehengeblieben sind und ansonsten begeistert Tierausbeutungen unterstützen? Ich würde niemals einen Vegetarier verurteilen, daß er schon mal kein Fleisch isst, ist eine großartige Sache, aber ich möchte auch nicht mit ihm verglichen werden, weil dieser Vergleich um Meilen hinkt. Das hat auch nichts damit zu tun, daß ich ein "besserer" Mensch wäre, ich lebe nur komplett anders und habe nunmal inzwischen kein Verständnis für die vegetarische Tierausbeutung mehr, vor gar nicht langer Zeit war das sogar anders siehe den albernen Thread "Rygel - die deutsche Antwort auf Kofi Anan". :o Ich will keinen Vegetarier diskriminieren, aber tierrechtstechnisch auf meiner Seite sind sie genauso wenig wie meine Arbeitskollegen, die im Winter die Vögel füttern, aber ansonsten omnivor leben.
Vegan ist in dieser Welt also keine wirkliche Alternative um Tiermordvermeiden zu können.
Aber es ist der ernsthafteste Versuch von allen, Tierrechte zu wahren, den ich so gut wie eben möglich auszuleben gedenke.
(am 5. haben wir wieder ein Besichtigungstermin um uns ein verkommenes Häuschen anschauen, an dem viel gewerkelt werden muss, damit wir darin Leben können, aber mit mehr Garten drumrum. Vielleicht drückst Du uns die Daumen)
Aber so was von, Momo, ich drücke dir gleich auch alle Zehen mit.;) Wenn ich in ein paar Jahren (bzw. hoffentlich noch Jahrzehnten...) für dieses Häuschen hier verantwortlich bin, schweben mir auch schon einige Neuerungen vor. Im Moment rede ich mir den Mund für zusätzliche Katzen aus dem Tierheim fusselig, rein platztechnisch wäre da aber noch einiges mehr drin.
und, ja, den Hühnern ein Ei klaue und ihr Verhalten, ein neues zu legen, ausnutze. Denn wahr ist auch, dass sie lange nicht alle Eier ausbrüten, sondern, warum auch immer, vergessen.
Selbst wenn das so wäre, Momo, wie erkennst du diese "vergessenen" Eier? Merkst du dir die Stelle, stellst Kameras auf und wenn sich das Huhn einen Monat nicht hat blicken lassen, holst du dir das Ei?
Kommen wir nun zu Deiner Rechnung: Vegan = veganer Tiermord, vegetarisch = vegetarischer + veganer Tiermord.
Wieso ist Dir schleierhaft wie man bei beiden Lebensweisen auf die gleiche Zahl von Opfern kommt? Es wird nicht extra Blut-, Fleisch- und Knochenmehl in Form von Tieren gezüchtet, das dann übers Feld verstreut wird. Sondern es werden die "Reste", die von "Milch und Eilieferanten", die nach deren Ableben übrigbleiben, verwendet.
Dazu müßten wir jetzt wieder in die hypothetische Form wechseln, denn Fakt ist, daß für (manche) Milch, Honig, Eier etc. getötet werden muß, das ist also kein Nebenzweig der Tierindustrie, sondern ein direkter. Gedüngt werden könnte durchaus nur mit pflanzlichen Dünger, wenn also der Zweig abstirbt, der die Tiere verarbeitet, wäre der Dünger automatisch vegan. Aber ich gebe zu, viel "wäre" und "würde", aber deshalb komme ich halt nicht auf das gleiche Endergebnis und eben auch, weil die vegane Lebensweise den Kern der vegetarischen ausmacht. Als Schaubild würde ich jetzt hier eine kleine vegane Blase aufführen, die in der sehr viel größeren vegetarischen Blase liegt. Also ich habe es vor meinen Augen, wenn ich sie zu mache, ich hoffe deshalb mal, man konnte mir folgen...:D
Aber noch einmal, darum geht es mir nicht. Ich versuche, mich so gut es geht, von dieser Industrie unabhängig zu machen, was schwieriger ist als man denkt. Denn es geht beileibe nicht nur um den Verzicht von Eiern und Fleisch aus Massentier und sonstigen Qualhaltungen, sondern auch um Klamotten. Das betrifft nicht nur den Boykott von Leder oder Daunen, sondern auch die aus Ländern wo Kinder augebeutet werden. Ês betrifft die Auswahl des richtigen Pfandsystems, die Möglichkeit nicht im Supermarkt, sondern direkt beim Bauern zu kaufen. Die richtige Auswahl an - nicht mit Tierresten geklärtem - Wein zu treffen, die Berufswahl, die Bereitschaft zB. kranke und verletzte Tiere aufzunehmen und darüber auch den Menschen links und rechts von einem nicht zu vergessen.
Exakt meine Meinung, Momo, aber warum verteidigst du dann Leute, die keinen Bock haben, sich so weit aus dem Fenster zu lehnen?
Söderle, jetzt mache ich meinen Garten winterfest. Sag bescheid, wenn ich vorbeikommen soll, um den Parkplatz zu entsorgen
Momo
:D Ich behalte dich im Hinterkopf...
Hi Momo, ich würd Dich gern mal etwas wegen der Ziegen fragen. Bin halt nur ein echter Stadtmensch und kenne mich nicht aus. Bis vor einigen Jahren hab ich tatsächlich noch geglaubt, daß eine Kuh, nachdem sie einmal gekalbt hat, dann tatsächlich ihr ganzes Leben lang Milch gibt. Daß sie Schmerzen bekommt, wenn sie nicht gemolken wird - der Mensch hilft ihr, indem sie abgemolken wird, sonst würde das Euter sich entzünden usw. Ja, lacht bitte nicht - so blöd war ich wirklich!!! :rolleyes:
Aber was Du da von den Ziegen erzählst, ist ja dann wirklich so, wie ich es von den Kühen geglaubt hab? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen - ist bei uns Menschen (sind ja auch nichts anderes als Säugetiere) auch nicht so. Wird der Milchfluß einer Ziege, nachdem das Junge keine Milch mehr braucht, dann ständig am Laufen gehalten, indem man sie weiterhin regelmäßig melkt? Würde es nicht aufhören, wenn man sie nicht mehr melkt? Oder würde sie tatsächlich weiterhin Milch produzieren, obwohl kein Jungtier mehr von ihr abhängig ist? Klär mich bitte mal auf - hab nämlich auch gehört irgendwo, daß es mit Ziegenmilch anders sein soll. Nicht daß ich Ziegenmilch trinken würde, es interessiert mich nur.
Übrigens drücke ich Dir auch die Daumen, daß es mit dem Haus klappt! Selbstversorger zu sein, wäre auch mein Traum - aber das läßt sich leider nur für die wenigstens Menschen verwirklichen. Ich gehöre glücklicherweise zu den wenigen Berlinern, die einen eigenen Garten haben, in dem sie machen können, was sie wollen (in den Pachtgarten-vereinen z.B. muß man sich nach ganz vielen Regeln richten!). Zum Selbstversorger reicht er nicht, aber ich hab dieses Jahr ziemlich viele Bohnen geerntet! Und 2 Zucchini!! Bin ganz stolz!
Liebe Grüße von Sonny
:p "Ich würde niemals einen Vegetarier verurteilen, daß er schon mal kein Fleisch isst, ist eine großartige Sache.":p
(RYGEL)
Hi Rygel, hi sonny
vielen Dank für eure liebe Resonanz. Ich hab ein bisserl um die Ohren, so hat meine ein wenig auf sich warten lassen.
@Rygel
ich bin natürlich begeistert von Menschen wie Dir, die sich tatsächlich soviel Gedanken über die welt und seine Aufsassen machen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie "nicht ganz leicht das ist".
Aus Erfahrung weiß ich aber auch, dass niemand sich ändert, wenn ER es nicht will. Worte belehren, Beispiele reißen mit, heißt es. Und so ist es meist. Mich hat die Ausstrahlung einer Reportage über Tiertransporte 1989 zum Vegetarier gemacht.
Ich verteidige die Leute, die keinen Bock haben sich so weit aus dem Fenster zu lehnen, wie Du schreibst, nicht. Ich versuche zu veranschaulichen, dass es auf dieser Welt schon ganz schön viel besser aussehen würde, wenn keiner Fleisch äße. Und man gemeinsam an einen Strang ziehen sollte, statt sich gegenseitig "die Hölle heiß zu machen". Ich versuche klarzumachen, dass viele Fleischesser seit Geburt darauf geeicht, geprägt, sozialisiert oder was auch immer sind. Evolutionsbiologen behaupten sogar, seit der Steinzeit sei die Unart, Fleisch zu essen, in unserem Genpool gespeichert.
(Ich bin da anderer Meinung, ich denke, wenn was gespeichert ist, dann das Obstessen, weil unsere Vorfahren das im Vergleich zum Höhlenhausen viel längere Zeit praktiziert haben. Aber was weiß ich schon).
Seisdrum. Ein Umdenken, findet nur langsam statt. Man schreckt mit einer extremen Meinung die ab, die sich überlegen, wenigstens weniger Fleisch zu essen, oder nur Bio zu kaufen. Nicht, dass ich die Vegane-Lebens-Art als extrem empfinde, ich lebe sie zum größten Teil. Nur, wenn ich Kuchen bekomme, mir Pizza angeboten wird oder Spargel mit Buttersoße - Gerichte, die wegen mir schon ohne Fleisch zubereitet wurden - lehne ich sie nicht ab: "Ne lass mal, das ist Tiermord, außerdem sind da Mono- und Diglixeride drin." Mein vorlautes Maul, hindert mich allerdings nicht, darauf hinzuweisen. Aber ich bin nicht dazu da jemandes Lebensweise umzukrempeln. Jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich. Und wir haben nun mal unterschiedliche Zeiten zu merken, ob etwas falsch ist oder richtig.
Kennst Du das Lied Gebet für einen Planet von Thomas D?
Mein Lieblingslied, weil es mir aus der Seele spricht, von einem der NUR Vegetarier ist. Ausreichend für meine Utopie eines friedlichen Lebens, der schönen Welt, wo Tiere froh, frei und fidel in der Natur rumflitzen. Dort hätte ich die Frechheit, dem Tier an seine Zitzen zu gehen und müsste nicht auf Ersatzprodukte wie Milch aus Soja und Reis zurückgreifen. Das zu tun gebietet mir allein unsere pervertierte Welt! In der es kaum noch Nahrung gibt, die nicht qualgezüchtet und/ oder ohne mit Chemie in Verbindung gekommen zu sein, auf unseren Tischen landet, aber alle sich fragen wo sie ihre Allergien und Krankheiten her haben.
Zum Glück können sie es auf ihre schlechten Gene schieben.
Wir sind halt alle unterschiedlich weit. Einige sind der Überzeugung, nur was vom Strauch oder Baum fällt soll unsere Nahrung sein, denn nur das gibt uns die Nazur wirklich freiwillig.
Und schon wären wir bei dem nächsten Gedankengang. Was ist, wenn sich herausstellt, dass Pflanzen auch ohne Zentralnervensystem, extreme Qualen spüren? Es gibt Versuche, die kennt ihr sicherlich auch, da wurden von einer Person Pfanzen angekokelt. Kam diese Person ins Zimmer, schlugen die Messgeräte wild aus, kam jemand anderes hinein, war die Reaktion eine andere. Natürlich wäre vegetarisch und vegan dann immer noch besser als Omnivor, denn für die Tierzucht wird ein vielfaches an Getreide verbraucht. Dann bliebe tatsächlich nur noch Obst über.
Aber das ist halt ganz weit weg von dem, was die Menschheit so treibt. Jedes "primitve" Naturvolk, geht sorgfältiger mit der Erde um. Bei uns das draußen gibt es normal intelligente Menschen, die behaupten Fisch habe kein Fleisch, andere nennen sich Vegetarier und essen, vielleicht aus eben genanten Grund, Fisch. Eventuell wurde ihnen erklärt, Fische spüren nichts - sowas hab ich sogar früher in der Schule lernen dürfen - und jeder Angler wird Dir solch einen Humbug bestätigen). Das ist mal Fakt, so sieht es aus in unserer schrägen Welt. Und je kleiner das Dorf, umso "konventioneller" die Meinung. Die sagen Dir ins Gesicht, dass Tiere für uns zum Fressen da sind. Wozu auch sonst? Um ihrer selbst willen? Wozu das denn? Tiere denken ja eh nur ans Schlafen und Fressen.
"Das kommt darauf an, was man in den Geschöpfenfen sehen will."
"Ach komm hör auf mit dem Mist, geh mal in Stall und guck dir diese blöden Viecher an. Ausserdem werden es ja viel zu viele, wenn die keiner isst."
Und solche Statements sind nicht immer als Scherz gemeint. Wenn ich gefragt werde warum ich Vegetarier bin, antworte ich nicht mehr: "Weil ich die Tiere liebe", sondern: "Weil ich Gemüse hasse."
Dann habe ich das Gefühl, wenigstens für ein paar Sekunden bewegt sich etwas im Hirn meines Gegenüber.:eek:
Das sollen alles keine Entschuldigungen für was auch immer sein. Aber so werden vielleicht Gemeinsamkeiten deutlicher.
Außerdem hatte ich offensichtlich mich einmal dort auszukotzen, wo man überhaupt im Ansatz versteht worüber ich rede
@sonny: Wenn Du Zucchini hattest, die brauchen ja viel Licht und Wärme, solltest Du es auch mal mit Tomaten probieren.
Wir hatten dieses Jahr 12 Pflanzen im Topf (30cm) und hätten uns damit totschmeißen können - ham wir nicht gemacht - schon weil die so gesund sind. Der Anbau würde sogar auf einem Balkon von Erfolg gekrönt sein.:D
Zur Ziegenmilch: Das Ziegeneuter besteht aus zwei völlig getrennten Hälften. Bei sehr gutem Nahrungsangebot kann sich bei Ziegenlämmern ohne Trächtigkeit ein Euter bilden: solche Lämmer können gemolken werden. Im Normalfall sind Ziegen, und da hast Du mit deiner Vermutung recht, wie alle Säugetiere, nur nach einer erfolgreichen Geburt melkbar.
Wenn sie keine Milch gibt, kriegt sie ne Tracht Prügel und kommt ins Heim für Schwererziehbare.;)
Wie auch bald unser zugelaufener Kater. Völlig fertig, versifft und krank (stumpfes Fell, Husten, Durchfall, Heiserkeit) kam er hier an und nun tanzt er uns auf der Nase rum. Wir können in unsere Mietwohnungsterrassentür keine Katzenklappe einbauen, und so weckt er uns nachts, wenn er auf die Pirsch will, sein Katzenklo macht ihn scheinbar gar nicht froh, und wenn er zurückkommt, solange bis wir ihm die Tür öffnen. Gutes Zureden und auch Drohungen perlen gleichermaßen von ihm ab. Unser Kater ist ein Tyrann! Aber der liebste Tyrann der Welt. Und was die Ziegen angeht. Mir würde es schon reichen, wenn sie für mich den Rasen mähen.
Aber ersteinmal brauchen wir das passende Grundstück dafür.
Apropos Milch und Käse: Welchen Käse habt ihr früher gern gegessen und was esst ihr an veganem Käse als Ersatz?
Ich hab immer noch nichts rechtes gefunden, obwohl ich ständig auf der Suche bin. Die von mir getesteten Veggie-Käse schmecken so ziemlich nach allem, nur nicht nach Käse.
Liebe Grüße
Momo
Hi Momo, erst mal Danke für Deine Aufklärung. Das zweite Euter - sehr interessant, war mir völlig unbekannt.
Du fragst nach veganen Käsevarianten. Ich hab bisher nur eine Sorte probiert - von Smilefood den Pizzarolla. Er hat mir auf der Pizza schon fast zu sehr nach Käse geschmeckt - also ziemlich intensiv. Er ist in eine Rolle gepresst - ähnlich wie eine Erbswurst. Er ist streichfähig und schmeckt wie Schmelzkäse! Wenn Du gern Schmelzkäse ißt, kommt er dem ziemlich nahe! Da ich nun gerade kein Schmelzkäsefan war, fand ich ihn nicht so berauschend. Mein Sohn ist aber wieder begeistert davon. Ich mochte lieber milden Schnittkäse - dafür hab ich bisher noch keinen Ersatz gefunden. Hab aber auch noch nicht intensiv gesucht, weil mir der Käse nicht gar so wichtig ist.
Liebe Grüße und viel Glück bei der Grundstücksuche -Sonny-
johannes
02.11.2006, 16:06
Von Tofutti gibts tollen veganen Käse in Scheiben, der verläuft und schmeckt wunderbar.
Tiere haben Rechte.
Aus Erfahrung weiß ich aber auch, dass niemand sich ändert, wenn ER es nicht will.
Mich haben Threads auf diesem Forum bewegt, den endgültigen Schritt zum Veganismus zu machen. Und ich habe mich letztens tierisch gefreut, als ich auf dem Fahrplan meiner Haltestelle ein "No Justice, just us"-Aufkleber entdeckt habe, der nicht von mir stammt. Deshalb denke ich schon, daß ein offensives Umgehen mit dem Thema Tierrechte durchaus Leute auf den richtigen Weg bringen kann bzw. unbekannte Weggefährten sehr ermutigen kann ala "Hey, ich bin doch nicht ganz alleine".
Ich versuche zu veranschaulichen, dass es auf dieser Welt schon ganz schön viel besser aussehen würde, wenn keiner Fleisch äße. Und man gemeinsam an einen Strang ziehen sollte, statt sich gegenseitig "die Hölle heiß zu machen".
Ich verstehe dich durchaus, weiß aber noch immer nicht, ab wann ich mit wem an einem Strang ziehe. Ich sage, daß ich gegen vergaste Küken bin, Vegetarier sagen, daß sie nicht auf ihr Früstücksei verzichten möchten nur wegen so ein paar toten Küken. Ups, schon haben wir uns beim Ziehen verheddert, denn an dem Strang stehe ich nunmal auf der Gegenseite. Anderes Beispiel: Ich diskutiere über Tierquälerei, plötzlich stellt sich ein Vegetarier auf meine Seite und tönt, daß er auch gegen jegliches Tierleid ist. Ein findiger Omnivore auf der Gegenseite wirft ein, was denn mit vergasten Küken, von der Mutter getrennten Kälbern und Tausenden toten Bienen bei jedem Wabenwechsel wäre. Der Vegetarier wird rot und stammelt was davon, daß das ja kein richtiges Tierleid ist und nur Tiere aus der Schlachtindustrie schützenswert sind und beide sind wir blamiert, weil der Omnivore gleich mich mit als inkonsequent über den Kamm schert ala "Aber dein Kumpel hat doch gesagt..."
Ich versuche klarzumachen, dass viele Fleischesser seit Geburt darauf geeicht, geprägt, sozialisiert oder was auch immer sind. Evolutionsbiologen behaupten sogar, seit der Steinzeit sei die Unart, Fleisch zu essen, in unserem Genpool gespeichert.
Gut, wenn wir evolutionstechnisch noch auf Steinzeitniveau wären, hätte ich keine Kontaktschwierigkeiten, sondern würde einem passenden Weibchen die Keule über den Schädel ziehen und sie in meine Höhle schleppen. Glücklicherweise haben wir uns aber weiterentwickelt, warum gelten also auf dem Gebiet der Ernährung noch immer Verweise auf unsere Ur-Ur-Ur-hochzwei-Ahnen?:confused:
Jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich.
Yup, ein Satz, der für jedes Lebewesen gilt. Aber solange der nicht auf jedes Lebewesen angewendet wird, werde ich auch weiterhin meinen Mund aufmachen. Überhaupt: Gilt das nur für Fleischkonsum? Soll ich also auch vorbeigehen, wenn ein Ausländer von Faschos verprügelt wird, weil jeder für sein Leben selbst verantwortlich ist?
Kennst Du das Lied Gebet für einen Planet von Thomas D?
Mein Lieblingslied, weil es mir aus der Seele spricht, von einem der NUR Vegetarier ist.
Eines meiner Lieblingslieder, handelt aber auch von einer rein veganen Utopie, es sei denn, ich habe Liedzeilen verpaßt...;)
Dort hätte ich die Frechheit, dem Tier an seine Zitzen zu gehen und müsste nicht auf Ersatzprodukte wie Milch aus Soja und Reis zurückgreifen.
In dieser Welt würdest du also auch fremden Frauen an die Zitzen gehen, um an Milch zu kommen? Wenn nicht, warum nicht? Weil das dann pervers ist? Warum ist es das dann bei einem Tier nicht? Weil es "nur" ein Tier ist? Bzw. ein anderes Tier als das Tier Mensch?
Und schon wären wir bei dem nächsten Gedankengang. Was ist, wenn sich herausstellt, dass Pflanzen auch ohne Zentralnervensystem, extreme Qualen spüren? Es gibt Versuche, die kennt ihr sicherlich auch, da wurden von einer Person Pfanzen angekokelt. Kam diese Person ins Zimmer, schlugen die Messgeräte wild aus, kam jemand anderes hinein, war die Reaktion eine andere. Natürlich wäre vegetarisch und vegan dann immer noch besser als Omnivor, denn für die Tierzucht wird ein vielfaches an Getreide verbraucht. Dann bliebe tatsächlich nur noch Obst über.
Ich kenne da noch ganz andere Versuche, aber hier gilt der Fakt: Eine vegane Ernährung ist ohne jegliches Gesundheitsrisiko möglich, es ist richtig durchgeführt sogar gesünder als die "normale" Ernährung mit tierischen Produkten, weil der Mensch nunmal als Pflanzenesser konzipiert ist. Eine Ernährung nur mit Obst ist leider nicht ohne Mangelerscheinungen möglich. Wenn ich die Möglichkeit ala Star Trek hätte, würde ich auch pflanzliches Leben nicht zur Ernährung benutzen, es gibt diese Möglichkeit aber nicht.
@ Rygel, um als erstes Deine Frage zur Gemeinsamkeit zu beantworten: An einem Strang ziehen bedeutet für mich das Übel da anpacken, wo es seine Wurzel hat. Die Fleisch-, Milch- und Eier-Industrie zu boykottieren.
Das geht damit los, direkt bei einem Bio-Bauernhof zu kaufen. (Natürlich schlachtet der auch, aber wenn ich alle Läden meiden würde, die verkaufen, was ich als inhuman ansehe, bliebe kaum ein Laden übrig.) und hört damit auf sich selbst soweit autonom zu versorgen wie es irgend machbar ist und da zu helfen wo es möglich ist. :rolleyes:
Glücklicherweise haben wir uns aber weiterentwickelt, warum gelten also auf dem Gebiet der Ernährung noch immer Verweise auf unsere Ur-Ur-Ur-hochzwei-Ahnen?:confused:
ich bekomme so ein wenig den Eindruck, dass Du nur oberflächlich gelesen hast, was ich geschrieben habe, sonst hättest Du mitbekommen, dass Verweise auf unsere Ur-Ur-Ur-hochzwei-Ahnen keinesfalls gelten und wenn, dann eher die auf unsere Obstessenden Vorfahren.
Vorbeigehen, wenn ein Ausländer von Faschos verprügelt wird, weil jeder für sein Leben selbst verantwortlich ist
Rygel, Du solltest nicht vorbeigehen, wenn ein Ausländer von Faschos verprügelt wird. Das ist gemein. Mach das bitte nicht.
Ebensowenig wie Du vorbeigehen sollst, wenn Einheimische von Ausländern verprügelt werden.
Du suggerierst mit deinen Worten Inhalte, die ich nicht gesagt habe. Im Gegenteil, genau wie Du spreche ich Mißstände an.
Was ich gesagt habe ist, das Vorschläge erst dann auf fruchtbaren Boden fallen, wenn Angesprochene dazu bereit ist.
Nicht nur, weil das Thema in dem Lied behandelt wird habe ich es genannt.
Eines meiner Lieblingslieder, handelt aber auch von einer rein veganen Utopie, es sei denn, ich habe Liedzeilen verpaßt...;)
Ich weiß es nicht. T.D. ist vegetarier nicht wahr? Es ist keine vegane Utopie oder eine vegetarische Vision, sondern eine ohne Tierleid. Damit wären wir beim nächsten Punkt:
In dieser Welt würdest du also auch fremden Frauen an die Zitzen gehen, um an Milch zu kommen? Wenn nicht, warum nicht? Weil das dann pervers ist? Warum ist es das dann bei einem Tier nicht? Weil es "nur" ein Tier ist? Bzw. ein anderes Tier als das Tier Mensch?
Als Säugling sicherlich. Es wäre auch keinesfalls pervers, wenn ich es als Erwachsener täte - eher respektlos.
Deshalb habe ich es mir zur Regel gemacht nur den Frauen an die Zitzen (selbstverständlich bemühe ich mich in deren Gegenwart stets um eine andere Wortwahl) zu gehen, die mir persönlich bekannt waren. Aus gleichem Grund finde ich es bei Tieren weder pervers noch respektlos. i
Ich messe da also nicht mit zweierlei Maß und verhalte mich ihnen gegenüber genauso wie bei den mir bekannten weiblichen Säugtier, dass das gerne hat.
Mir kommt es fast so vor als wäre es Deiner Meinung nach am besten, wir ließen die Tiere ganz in Ruhe. Da bin ich gegen. Ich möchte mit ihnen leben, plädiere also für artübergeifenden Kontakt. Nicht nur im Notfall.
Ich kenne da noch ganz andere Versuche
Welche?
Eine vegane Ernährung ist ohne jegliches Gesundheitsrisiko möglich, es ist richtig durchgeführt sogar gesünder als die "normale" Ernährung mit tierischen Produkten, weil der Mensch nunmal als Pflanzenesser konzipiert ist.
Sehe ich genauso
Eine Ernährung nur mit Obst ist leider nicht ohne Mangelerscheinungen möglich. Wenn ich die Möglichkeit ala Star Trek hätte, würde ich auch pflanzliches Leben nicht zur Ernährung benutzen, es gibt diese Möglichkeit aber nicht.
Kennst Du das Buch: Willst Du gesund sein, vergiss den Kochtopf? Da lebt jemand vor was Du als Star Trek Utopie verneinst. Und behauptet darüberhinaus das Gegenteil von Dir, nämlich, dass es die gesündeste Art ist sich zu ernähren.
@Sonny &
@johannes
vielen Dank für die Käsetipps.
@ Rygel, um als erstes Deine Frage zur Gemeinsamkeit zu beantworten: An einem Strang ziehen bedeutet für mich das Übel da anpacken, wo es seine Wurzel hat. Die Fleisch-, Milch- und Eier-Industrie zu boykottieren.
Das geht damit los, direkt bei einem Bio-Bauernhof zu kaufen. (Natürlich schlachtet der auch, aber wenn ich alle Läden meiden würde, die verkaufen, was ich als inhuman ansehe, bliebe kaum ein Laden übrig.) und hört damit auf sich selbst soweit autonom zu versorgen wie es irgend machbar ist und da zu helfen wo es möglich ist. :rolleyes:
An einem Strang ziehen bedeutet für mich auf jeden Fall, die Produkte aus direkter Tierausbeutung wegzulassen. Sicherlich unterstütze ich den Supermarkt, der Fleisch verkauft, wenn ich dort Gemüse kaufe, trotzdem ist das für mich noch etwas anderes, als wenn ich direkt die Tieraubeutungsprodukte wie Fleisch, Eier, Milch etc. kaufe. Der Supermarkt sieht in seiner Jahresbilanz meine Einkäufe nicht auf dieser Seite, sondern nur, daß die veganen Produkte durch meine Einkäufe verkauft wurden. Der Bio-Bauer, dem der Vegetarier Eier abkauft, sieht das die Eier gut gegangen sind und das seine Tierausbeutung Gewinn gebracht hat. Überhaupt; wo steht in deiner These der Fleischesser, der beim Bio-Bauern kauft? Auch auf deiner Seite des Strangs? Und wie kann man überhaupt die Fleisch-, Milch- und Eierindustrie boykottieren und gleichzeitig nur vegetarisch leben? Sobald du diesen Boykott ernsthaft durchziehst, lebst du vegan. Ich sehe noch immer nicht, wo die Vegetarier das Übel der Tierausbeutung in deinen Augen "an der Wurzel" anpacken und deshalb mit den Veganern an einem Strang ziehen. :confused:
ich bekomme so ein wenig den Eindruck, dass Du nur oberflächlich gelesen hast, was ich geschrieben habe, sonst hättest Du mitbekommen, dass Verweise auf unsere Ur-Ur-Ur-hochzwei-Ahnen keinesfalls gelten und wenn, dann eher die auf unsere Obstessenden Vorfahren.
Dann lass diese Verweise doch einfach außen vor. Ich habe schon mitgekriegt, daß du anderer Meinung bist, aber dann betone doch nicht nochmal diese Vergleiche.
Rygel, Du solltest nicht vorbeigehen, wenn ein Ausländer von Faschos verprügelt wird. Das ist gemein. Mach das bitte nicht.
Ebensowenig wie Du vorbeigehen sollst, wenn Einheimische von Ausländern verprügelt werden.
Und ebensowenig möchte ich meinen Mund halten, wenn es um Tierausbeutung geht, das finde ich nämlich genauso gemein. Warum forderst du für Tierausbeuter Zeit und ein ruhiges Angehen und gewährst ihnen ein Recht auf eine eigene Meinung in Sachen Mord, wenn du das bei Faschisten anders siehst? Wenn die einen Ausländer verprügeln, ist das genauso ihre eigene Meinung. Ich bin dagegen und versuche mit meinen Mitteln dagegen anzugehen, warum sollte ich das also nicht auch bei Tierausbeutern machen? Der wesentliche Unterschied liegt nur in der jeweiligen Opfergruppierung.
Was ich gesagt habe ist, das Vorschläge erst dann auf fruchtbaren Boden fallen, wenn Angesprochene dazu bereit ist.
s. o. zum Thema Faschismus.
Ich weiß es nicht. T.D. ist vegetarier nicht wahr? Es ist keine vegane Utopie oder eine vegetarische Vision, sondern eine ohne Tierleid.
Es gibt keine vegetarische Vision ohne Tierleid, das ist leider absolut unmöglich.
Als Säugling sicherlich. Es wäre auch keinesfalls pervers, wenn ich es als Erwachsener täte - eher respektlos.
Deshalb habe ich es mir zur Regel gemacht nur den Frauen an die Zitzen (selbstverständlich bemühe ich mich in deren Gegenwart stets um eine andere Wortwahl) zu gehen, die mir persönlich bekannt waren. Aus gleichem Grund finde ich es bei Tieren weder pervers noch respektlos.
Ich messe da also nicht mit zweierlei Maß und verhalte mich ihnen gegenüber genauso wie bei den mir bekannten weiblichen Säugtier, dass das gerne hat.
Erstmal hat keine Kuh der Welt es gerne, von ihrem Kälbchen getrennt zu werden und fortan als Milchmaschine mißbraucht zu werden. Zweitens nehme ich mal stark an, daß du Menschenfrauen anders "an die Zitzen" gehst als einer Kuh oder trinkst du tatsächlich fremde menschliche Muttermilch und klaust den Müttern ihre Kinder, um da dran zu kommn? Ich finde es sehr respektlos von dir, ein menschliches Sex-Vorspiel, was tatsächlich meistens beiden Seiten Spaß machen kann, mit der Ausbeutung einer Kuh zu vergleichen und diese dadurch zu legitimieren.
Mir kommt es fast so vor als wäre es Deiner Meinung nach am besten, wir ließen die Tiere ganz in Ruhe. Da bin ich gegen. Ich möchte mit ihnen leben, plädiere also für artübergreifenden Kontakt. Nicht nur im Notfall.
Das Blöde ist, daß die Tiere vielleicht gar nicht mit dir leben wollen und kein Mensch sie danach fragen kann. Sicherlich sind zur Zeit Gnadenhöfe etc. absolut notwendig, um Tierleid zu vermeiden, mein vegane Vision beinhaltet aber weder Zäune noch Käfige und das Recht jedes Tieres dahinzugehen oder dazubleiben, wo es will und nicht wo es eingesperrt oder hingetrieben wurde. Wie gesagt zur Zeit noch nicht möglich, trotzdem plädiere ich tatsächlich dafür, die Tiere soweit wie eben möglich in Ruhe zu lassen. Vor allem bin ich gegen artübergreifende Kontakte, bei denen einer Seite der Nachwuchs gestohlen und gegessen wird und das Ganze noch als artgerecht dargestellt wird.
Welche?
Daß sich Pflanzen untereinander warnen, daß sich Pflanzen über Jahre geeignetere Stellen zum Leben suchen, daß Pflanzen auf Musik und Sprache reagieren, daß sie zwischen negativer und positiver Menschensprache unterscheiden können usw.. Sagt in meinen Augen aber weder etwas über reales Schmerzempfinden aus noch zeigt es Alternativen zur Ernährung mit Pflanzen auf.
Kennst Du das Buch: Willst Du gesund sein, vergiss den Kochtopf? Da lebt jemand vor was Du als Star Trek Utopie verneinst. Und behauptet darüberhinaus das Gegenteil von Dir, nämlich, dass es die gesündeste Art ist sich zu ernähren.
Lebst du also danach, Momo? Ich fände es etwas enttäuschend, hier etwas als Alternative anzubringen, von dem man selber nicht überzeugt ist bzw. das persönlich für nicht lebensfähig hält. Solltest du dich tatsächlich ohne tierische und pflanzliche Produkte ernähren, wäre ich sehr interessiert daran, wie lang du das schon machst und wie dein Tagesablauf so aussieht. Ich selber halte das für extrem gesundheitsgefährdend, lasse mich aber gerne von dir überzeugen.
johannes
26.11.2006, 18:23
Beispiel: Ich diskutiere über Tierquälerei, plötzlich stellt sich ein Vegetarier auf meine Seite und tönt, daß er auch gegen jegliches Tierleid ist. Ein findiger Omnivore auf der Gegenseite wirft ein, was denn mit vergasten Küken, von der Mutter getrennten Kälbern und Tausenden toten Bienen bei jedem Wabenwechsel wäre. Der Vegetarier wird rot und stammelt was davon, daß das ja kein richtiges Tierleid ist und nur Tiere aus der Schlachtindustrie schützenswert sind und beide sind wir blamiert, weil der Omnivore gleich mich mit als inkonsequent über den Kamm schert ala "Aber dein Kumpel hat doch gesagt..."
und genau diese Situation habe ich mehrmals erlebt, bis mir klar wurde, dass ich eben auf der "Gegenseite" stehe, der Seite die niemanden tötet und endlich Frieden mit unseren Mitgeschöpfen möchte.
Es ist sehr anschaulich erklärt, ich fühle mich so richtig verstanden.
Danke Rygel:)
Es ist sehr anschaulich erklärt, ich fühle mich so richtig verstanden.
Danke Rygel:)
Aber sowas von gerne, Johannes.:)
Hi Rygel, man hat's nicht leicht mit Dir
An einem Strang ziehen bedeutet für mich auf jeden Fall, die Produkte aus direkter Tierausbeutung wegzulassen.
Für mich auch. Noch besser: Produkte selbst anbauen. Um Tiertod zu vermeiden. Beim Ernten usw. Siehe Anfang unseres Gesprächs
...wo steht in deiner These der Fleischesser, der beim Bio-Bauern kauft?
An vorletzter Stelle, aber immer noch ein besser als der "konventionelle" Fleischfresser ist der bioprodukte Esser dann der Vegetarier für mich gleich Veganer, weil es wortklauberei ist, amBesten der Frugivore.
Zitat:
Ich weiß es nicht. T.D. ist vegetarier nicht wahr? Es ist keine vegane Utopie oder eine vegetarische Vision, sondern eine ohne Tierleid.
Es gibt keine vegetarische Vision ohne Tierleid, das ist leider absolut unmöglich.
Erstmal hat keine Kuh der Welt es gerne, von ihrem Kälbchen getrennt zu werden und fortan als Milchmaschine mißbraucht zu werden. Zweitens nehme ich mal stark an, daß du Menschenfrauen anders "an die Zitzen" gehst als einer Kuh oder trinkst du tatsächlich fremde menschliche Muttermilch und klaust den Müttern ihre Kinder, um da dran zu kommn? Ich finde es sehr respektlos von dir, ein menschliches Sex-Vorspiel, was tatsächlich meistens beiden Seiten Spaß machen kann, mit der Ausbeutung einer Kuh zu vergleichen und diese dadurch zu legitimieren.
Ich dachte wir wären schon weiter. Es geht weder um Kuhmilch, noch darum, Müttern ihre Kälber wegzunehmen. Ich unterstütze nicht einmal irgendeine tierausbeutende Industrie. Indirekt naürlich doch. Immer dann, wenn ich meine Sojamilch bei zB Aldi kaufe.
Das Blöde ist, daß die Tiere vielleicht gar nicht mit dir leben wollen und kein Mensch sie danach fragen kann.
Meinst Du das ernst? Meine Erfahrung ist es, dass Tiere Dir sehr deutlich zeigen was sie wollen. Sie sprechen sogar. Damit meine ich nicht nur die Körpersprache - beispielweise die Katze, die sich vor Dir auf den Rücken legt, weil sie gerne getreichelt werden möchte - sondern auch die Laute die sie von sich geben. Mach Dir mal den Spaß und beobachte Deine Tiere im Umgang miteinander. Sie haben eine genau festgelegte Laute. Dabei kommt es sehr auf die Betonung an - das macht auch Sinn, denn beim Menschen ist's genau das Gleiche. Ich habe mir zu eigen gemacht, gar nicht so sehr darauf zu hören was Menschen sagen, sondern vielmehr wie. Seisdrum. Je länger ich mit meinen Tieren zusammengelebt habe um so mehr haben sie mit mir gesprochen. Klingt vielleicht in Deinen Ohren lächerlich, ist es aber nicht. Unser jetziger Mitbewohner setzt sich zuerst an die Tür, wenn er raus will, dann schaut er männchenmachend demonstrativ durchs Fenster nach draußen und wenn ich immer noch nicht reagiert haben sollte, kommt er zu mir oder meiner Frau und gibt seinen "Mach die Tür auf ich will raus" Laut zum Besten. Wobei er keine prägnanten Unterschiede zwischen "Mach die Tür auf ich will raus, auch wenn ich vor fünf Minuten gerade erst gekommen bin" und "Mach die Tür auf, ich hab lange genug geschlafen und es dauert eh noch bis es wieder was zu essen gibt." macht. Aber es klingt extrem anders zu: "Es wird Zeit, dass mein Essen auf den Teller kommt." oder "Ich warte schon recht lange, was dauert da so lange" ;)
...trotzdem plädiere ich tatsächlich dafür, die Tiere soweit wie eben möglich in Ruhe zu lassen.
Im Gegenteil, ich denke wir können voneinander lernen (zB den Augenblick zu genießen, Freude zu auszuleben, oder wie es in der Wissenschaft getan wird, um Flügel zu konstruieren, sich möglichst ohne großen Energieaufwand unter Wasser zu bewegen usw.) und uns gegenseitig das Leben verschönern. Auch, wenn Tiere das höchstwahrscheinlich nicht bewusst machen - obwohl vielleicht manchmal doch. Nämlich dann, wenn Whitey mir 'ne Maus vor die Füße legt.
Vor allem bin ich gegen artübergreifende Kontakte, bei denen einer Seite der Nachwuchs gestohlen und gegessen wird und das Ganze noch als artgerecht dargestellt wird.
Dito, aber das ist ja nun schon ein alter Hut. Allein das Wort "artgerecht" ist sehr hönisch. Klingt für mich wie "Arbeit macht frei".
Daß sich Pflanzen untereinander warnen
das war ja mein Beispiel, hast Du weitere Quellen parat?
daß sich Pflanzen über Jahre geeignetere Stellen zum Leben suchen
das war sicherlich kein Versuch, der doch? Wie wurde er durchgeführt?
daß Pflanzen auf Musik und Sprache reagieren,
yupps das hab ich auch gehört
daß sie zwischen negativer und positiver Menschensprache unterscheiden können
da würde ich gerne mehr wissen. Hast Du dafür eine URL oder was auch immer für Informationen
usw.
je mehr je lieber
Solltest du dich tatsächlich ohne tierische und pflanzliche Produkte ernähren, wäre ich sehr interessiert daran, wie lang du das schon machst und wie dein Tagesablauf so aussieht.
Bis ich meine "eigene" Ziege habe, ernähre ich mich überwiegend vegan. Überwiegend, weil ich gerne ein Ei esse. Ich kaufe es dort, wo ich sicher bin, dass die Küken nicht geschreddert werden, selbst die männlichen nicht. Auch wenn ich sie manchmal selber killen könnte, wenn sie um 3.30 h an zu krähen fangen. Ja, nenne es Ausbeutung eines Huhnes, das ich nicht einmal selber füttere und liebhabe. Aber da wir hier so oft von Visionen reden: Meine beinhaltet ein Geben und nehmen. Die Hühner die ich vor mir sehe, haben ein großtenteils, bis auf die Anstrengung des Eierlegens, wunderschönes Leben.
Wenn nicht, spielen sie mir was vor.
Ich hatte nun seit langem kein Ei mehr und damit unser Kater auch nicht. Ich denke aber, dass es für ihn wichtig ist. Womit unterstützt Du die Ernährung Deiner beiden Katzen? Er bekommt zwar Taurin, Hefe und die für ihn wichtigen Vitamine, jedenfalls laut Veganfutterherstelleraussage, aber ich habe das Gefühl ohne Ei schlägt er öfter Mäuse. Vielleicht war es Zufall, dass ich es so beobachtet habe.
Damit habe ich dann auch Deine Frage
Lebst du also danach?
beantwortet.
Ich fände es etwas enttäuschend, hier etwas als Alternative anzubringen,
von dem man selber nicht überzeugt ist bzw. das persönlich für nicht lebensfähig hält.
Es tut mir leid Dich zu enttäuschen, aber von etwas überzeugt zu sein und etwas zu tun sind zwei verschieden paar Schuhe. Das heißt nicht, dass ich es nicht für möglich halte. Ich ernähre mich, genau wie Du, Überwiegend von Obst, aber auch von Gemüse, inkl. Sojaprodukten. Momentan gibts sehr viel Walnüsse. Wie haben ein Baum vor der Tür. Sag mir wohin und ich schicke Dir ne Tüte.
Ich selber halte das (frugivor zu leben) für extrem gesundheitsgefährdend
Warum? Es gibt viele, die behaupten so zu leben und erst DADURCH richtig gesund zu sein. Deswegen halte ich es auch nicht für unlauter davon zu berichten.
So, wie auch Thomas D. ein Lied schreiben kann, das von, wie Du sagst, einer veganen Utopie handelt.
Weil es wie im Gebet an den Planet beschrieben immer noch besser geht:
An jedem Start ist eine Ziellinie und wir sind alle gleich weit und aus einer Familie.
...wie dein Tagesablauf so aussieht.:
Ich habe kein geregelten, oder besser ich hatte keinen, deswegen ist es schwer für mich ein Tageskorsett anzunehmen.
Ich bin sehr viel auf Reisen gewesen, da ich auf verschiedenen Kontinenten (Asien, Amerika, Europa) ausstellte, habe aber auch lange an Orten gelebt, die sehr abgeschieden und kulinarisch dementsprechend wenig abwechslungsreich waren (nach einem halben Jahr Obst und Reis mit Gemüse zuzuschauen wie die Menschen um einen herum ein Schwein am Spieß zelebrieren und es abzulehnen war deshalb ziemlich schwierig).
Fleischverweigerer wurde ich 1989. Wegen der Tiertransporte, eigentlich hatte ich also keinen Grund zum gebratenen Schwein "nein" zu sagen, weil das Tier nie einen Transporter gesehen hatte. Allerdings war ich zu der Zeit, 98, schon der Auffassung, dass ein Tier seiner selbst willen lebt und nicht für mich. Ab'00 habe ich mein Lieblingsessen Fisch (und das als Hamburger) aufgegeben. Ja, der Verdrängungsmechanismus. Dass auch der Fisch nicht meinetwegen lebt hat 2 Jahre erfolgreich geklappt (schließlich hätte er sich nicht fangen lassen brauchen. Von Schleppnetzen und weiteren üblen Machenschaften wusste ich noch nichts) und bin ab '02 schleichend zum ich bleibe dabei Vegetarier (engl. vegetarian = der, der sich von pflanzlicher Kost ernährt) geworden. Was in Deutschland sehr leicht ist, wenn man selber kocht. (Falls Du gerne kochst, hier ein paar von meinen Lieblingsrezepte http://12mon.de/vegetarisch/Esskultur.htm)
Nun bin ich wieder in Deutschland, von Hamburg nach Schleswig von dort nach Mecklenburg Vorpommern, dem Meer immer etwas näher. Nach drei Jahren habe ich nun endlich meinen Roman fertig, der meine vergangenen Jahre verarbeitet und sich auch zu einem großen Teil mit unserem Thema befasst. Soweit zu mir.
Noch etwas. Meine Biolehrerin hat ständig getönt, dass wir Tiere nicht vermenschlichen sollen. Genau das scheinen die meisten Menschen mit größter Freude zu beherzigen. Sie betrachten die Tiere als einen Fleischlieferanten, als etwas, das zu nieder ist, um es vor Schmerzen zu bewahren. Siehe antivegan. Ich denke wir können gar nicht genug versuchen, uns in sie, die Tiere, hineinzudenken. Schließlich sind wir letztendlich aus einer Familie.
Einen schönen Sonntag noch.
Momo:)
Hi Rygel, man hat's nicht leicht mit Dir
Das höre ich nicht zum ersten Mal, ein schönes Kompliment, dankeschön. :)
Für mich auch. Noch besser: Produkte selbst anbauen. Um Tiertod zu vermeiden. Beim Ernten usw. Siehe Anfang unseres Gesprächs
Dann schreib doch bitte nicht, daß ich mit Vegetariern an einem Strang ziehe. Mag sein, daß du durch deinen Selbstanbau genau das gleiche Recht hättest, mich zu verurteilen, nur geht es darum, daß ich keine Möglichkeit habe, Gemüse selbst anzubauen, eine vegane Ernährung ohne Probleme aber jederzeit und überall durchführbar ist. Wenn mir jemand in meinem Umkreis ein Feld zum Selbstanbau zur Verfügung stellen würde, würde ich das sofort und liebend gern nutzen, macht aber keiner, da ich sehr stadtzentral wohne. Eine vegane Ernährung hingegen ist standortunabhängig und kinderleicht durchzuführen.
An vorletzter Stelle, aber immer noch ein besser als der "konventionelle" Fleischfresser ist der bioprodukte Esser dann der Vegetarier für mich gleich Veganer, weil es wortklauberei ist, amBesten der Frugivore.
Du hast meine Frage nicht beantwortet: Zieht er mit dir an einem Strang? Darum ging es doch bei meinem/deinem Beispiel.
Ich dachte wir wären schon weiter. Es geht weder um Kuhmilch, noch darum, Müttern ihre Kälber wegzunehmen. Ich unterstütze nicht einmal irgendeine tierausbeutende Industrie. Indirekt naürlich doch. Immer dann, wenn ich meine Sojamilch bei zB Aldi kaufe.
Das ist klasse von dir, Momo, aber warum reagierst du dann auf meinen Vergleich der verschiedenen Muttermilcharten so? Du schreibst, daß du unter gewissen Umständen keine Probleme dabei hast, einer Kuh an die Zitzen zu gehen. Ich frage dich, ob du da bei fremden Menschen auch keine Probleme mit hättest und du antwortest positiv darauf und beschreibst ein sexuelles Vorspiel. Das ich das nicht gemeint habe, ist doch wohl klar. Und natürlich würdest du keine fremde Frau der Welt dazu zwingen, dir ihre Muttermilch zu geben. Aber warum ist das dann bei Tieren in Ordnung, ich verstehe es noch immer nicht.
Meinst Du das ernst? Meine Erfahrung ist es, dass Tiere Dir sehr deutlich zeigen was sie wollen. Sie sprechen sogar. Damit meine ich nicht nur die Körpersprache - beispielweise die Katze, die sich vor Dir auf den Rücken legt, weil sie gerne getreichelt werden möchte - sondern auch die Laute die sie von sich geben. Mach Dir mal den Spaß und beobachte Deine Tiere im Umgang miteinander. Sie haben eine genau festgelegte Laute. Dabei kommt es sehr auf die Betonung an - das macht auch Sinn, denn beim Menschen ist's genau das Gleiche. Ich habe mir zu eigen gemacht, gar nicht so sehr darauf zu hören was Menschen sagen, sondern vielmehr wie. Seisdrum. Je länger ich mit meinen Tieren zusammengelebt habe um so mehr haben sie mit mir gesprochen. Klingt vielleicht in Deinen Ohren lächerlich, ist es aber nicht. Unser jetziger Mitbewohner setzt sich zuerst an die Tür, wenn er raus will, dann schaut er männchenmachend demonstrativ durchs Fenster nach draußen und wenn ich immer noch nicht reagiert haben sollte, kommt er zu mir oder meiner Frau und gibt seinen "Mach die Tür auf ich will raus" Laut zum Besten. Wobei er keine prägnanten Unterschiede zwischen "Mach die Tür auf ich will raus, auch wenn ich vor fünf Minuten gerade erst gekommen bin" und "Mach die Tür auf, ich hab lange genug geschlafen und es dauert eh noch bis es wieder was zu essen gibt." macht. Aber es klingt extrem anders zu: "Es wird Zeit, dass mein Essen auf den Teller kommt." oder "Ich warte schon recht lange, was dauert da so lange" ;)
Das ist sehr schön und ich kenne es auch von meinen 2 Süßen, auf deren Sprache ich genau und inzwischen auch immer richtig reagiere. Aber ich habe meine Meinung dazu ja schon geschrieben, wenn du das Zitat nicht abgekürzt hättest, wäre das auch deutlich geworden, also wiederhole ich das hier nicht. Ich vergleiche auf jeden Fall nicht Freigänger-Katzen mit Kühen im Stall oder anderen Tieren, die eingesperrt werden.
das war ja mein Beispiel, hast Du weitere Quellen parat?
das war sicherlich kein Versuch, der doch? Wie wurde er durchgeführt?
,
yupps das hab ich auch gehört
da würde ich gerne mehr wissen. Hast Du dafür eine URL oder was auch immer für Informationen
je mehr je lieber
Sorry, das sind alles Sachen, die ich von Omnivoren an den Kopf geklatscht bekomme, wenn sie ihren Fleischkonsum damit rechtfertigen, daß ich Pflanzen töte würde. Aber googel doch mal einfach, wenn dich das Thema so interessiert.
Bis ich meine "eigene" Ziege habe, ernähre ich mich überwiegend vegan.
Und diese Ziege läuft dann bei euch frei herum wie eure Katze und kann kommen und gehen wann sie will? Wohl eher nicht, und exakt das meine ich, wenn ich schreibe, daß die Tiere nicht gefragt werden, ob sie mit Mensch zusammenleben wollen. Da kannst du sicher mit dem Thema Freigangkatze kontern, aber ich würde lieber etwas über diese potentielle Freigangziege hören.
Die Hühner die ich vor mir sehe, haben ein großtenteils, bis auf die Anstrengung des Eierlegens, wunderschönes Leben.
Wenn nicht, spielen sie mir was vor.
Ein schönes Leben, was dramatisch durch das unnatürliche Dauer-Eierlegen verkürzt wird, weil Mensch die Eier lecker findet.
Es tut mir leid Dich zu enttäuschen, aber von etwas überzeugt zu sein und etwas zu tun sind zwei verschieden paar Schuhe. Das heißt nicht, dass ich es nicht für möglich halte.
:D Das lasse ich einfach mal so stehen, wir drehen uns ja tatsächlich im Kreis. Ich käme mir auf jeden Fall komisch vor, wenn ich von der veganen Idee überzeugt wäre, die bei anderen anregen würde, aber selber nicht so leben würde. Irgendwie würde das für mich auf meine Glaubwürdigkeit schlagen. Aber mag sein, daß das bei der Ernährung ohne Pflanzen anders und komplizierter ist...;)
Hi Rygel
Mir mag nicht recht einleuchten warum man eine für richtig gehaltene Lebensart nicht als Anschauungsmodel anführen sollte, nur weil sie aus welchem Grund auch immer, der gesundheitliche Aspekt ist es nicht, noch nicht die eigene ist. Zumal mein Diskussionspartner glaubt, das non plus ultra seiner Ernährung gefunden zu haben, ist es legitim ihm zu zeigen, dass andere sich auch Gedanken machen und noch friedvoller Leben.
Wieder andere ziehen aus der Stadt aufs Land um Leid zu vermeiden. Ähnlich wie Du den Finger erhebst und schreibst, wer Vegetarisch lebt unterstützt das Töten und Quälen von Tieren, könnte ich behaupten, wer für sich anbauen lässt, hat mehr Qual und Tod auf dem Gewissen als jemand der seine Milch von seiner Milchkuh abzapft. Nur um mal die Relation wieder zurechtzurücken.
Noch etwas. Ich weiß nicht ob Du es zum soundsovilesten Male überlesen hast, aber ich habe nie von einer Milchkuh geschrieben, ich weiß also nicht warum Du das Thema Kuh wieder und wieder aufgreifst.
Da kannst du sicher mit dem Thema Freigangkatze kontern, aber ich würde lieber etwas über diese potentielle Freigangziege hören. Wenn es sie dann irgendwann gibt, darf sie am Tag natürlich wohin sie will (auf unserem Grundstück). Nachts schläft sie im Stall. Wo ist das Problem?
Entäuschend fand ich die Diskrepanz zwischen
Ich kenne da noch ganz andere Versuche und
Sorry, das sind alles Sachen, die ich von Omnivoren an den Kopf geklatscht bekomme,
Dass es Google gibt, habe ich bereits mitbekommen. :rolleyes: Was ich dort zu diesen Themen gefunden habe ist nicht gerade seriös. Deshalb hatte ich gehofft von Dir etwas mehr zu erfahren.;)
Mir mag nicht recht einleuchten warum man eine für richtig gehaltene Lebensart nicht als Anschauungsmodel anführen sollte, nur weil sie aus welchem Grund auch immer, der gesundheitliche Aspekt ist es nicht, noch nicht die eigene ist.
Einfach weil man keine Ahnung von dieser Lebensweise haben kann, wenn man sie nicht selbst praktiziert. Wenn ich das vegane Leben verteidige und mir sagt ein Nicht-Veganer, daß er Angst vor Mangelerscheinungen hat, dann kommt es halt ziemlich blöd, wenn ich ihm sage, daß diese Sorge unbegründet ist, weil ich gelesen habe, daß man sich darüber keine Sorgen machen muß. Der fragt mich dann doch sofort, ob ich denn überhaupt so lebe, wenn ich dann mit "Nein, noch nicht, dafür habe ich aber geheimnisvolle Gründe, die nichts mit der Gesundheit zu tun haben" antworte, tippt der sich nur vor den Kopf und nimmt mich auf dem Gebiet nicht mehr ernst. Ich denke das ist normal.
Zumal mein Diskussionspartner glaubt, das non plus ultra seiner Ernährung gefunden zu haben, ist es legitim ihm zu zeigen, dass andere sich auch Gedanken machen und noch friedvoller Leben.
Ich habe nicht das Non-Plus-Ultra meiner Ernährung gefunden, deshalb habe ich dich auch gebeten, mir mehr über die Ernährung ohne Pflanzen zu erzählen. Da kam dann ja nur leider raus, daß du die selber aus Top-Secret-Gründen nicht praktizierst. Erzähle mir was über diese Ernährung, Momo, ich höre dir gerne zu. Allerdings werde ich mir kein Buch kaufen, denn ich halte diese Ernährung persönlich für Quatsch und will deshalb kein Geld dafür ausgeben. Allerdings bin ich bereit, dieses persönliche Empfinden zu überdenken, ich bräuchte nur ein paar vernünftige Gründe. Und damit wären wir auch wieder beim Thema Vegetarier und Veganer an einem Strang, denn die meisten Vegetarier haben auf ein Überdenken ihrer Ernährung gar keinen Bock. Und von Seiten der Veganer kommen keine verschwommenen Buchtipps über Ernährungsweisen, an die man sich aus welchen Gründen auch immer selbst nicht herantraut, sondern konkrete Hinweise, wie einfach eine vegane Ernährung zu bewerkstelligen ist, trotzdem interessiert das die meisten Vegetarier nicht.
Wieder andere ziehen aus der Stadt aufs Land um Leid zu vermeiden. Ähnlich wie Du den Finger erhebst und schreibst, wer Vegetarisch lebt unterstützt das Töten und Quälen von Tieren, könnte ich behaupten, wer für sich anbauen lässt, hat mehr Qual und Tod auf dem Gewissen als jemand der seine Milch von seiner Milchkuh abzapft. Nur um mal die Relation wieder zurechtzurücken.
Die Relation habe ich selber schon in meinem letzten Posting auf genau die gleiche Weise zurechtgerückt, guckst du hier:
Mag sein, daß du durch deinen Selbstanbau genau das gleiche Recht hättest, mich zu verurteilen, nur geht es darum, daß ich keine Möglichkeit habe, Gemüse selbst anzubauen, eine vegane Ernährung ohne Probleme aber jederzeit und überall durchführbar ist.
Trotzdem finde ich es nachwievor sehr extrem, etwas wie das Umstellen auf die vegane Ernährung mit einem kompletten Wohnungswechsel im Zweifelsfall noch mit neuer Jobsuche gleichzusetzen. Darauf würde es für mich nämlich hinauslaufen, wenn ich mir ein Grundstück mit Feld suchen wöllte, um selbst anzubauen. Für eine vegane Ernährung hingegen muß man beschließen, das ab jetzt zu tun und dementsprechend einzukaufen, teilweise in den gleichen Läden nur in anderen Regalen wie vorher. Und wieder kommt hinzu, daß die meisten Vegetarier sich sowohl am Töten durch unveganes Leben als auch am Töten vom Nicht-Selbstanbau beteiligen.
Hi Rygel, ich verstehe Dich und dann doch wieder nicht. Natürlich ist es gut, wenn man aus eigener Erfahrung berichten kann. Das heißt aber doch nicht, aus einem Buch sei lernen unmöglich. Im Gegenteil, wahrscheinlich fundierter. Ich gab dir auch keinen verschwommenen Buchtipp, sondern einen der mich zum (weiter-)Denken animiert hat. Nicht ausgeschlossen, dass ich mich eines Tages so ernähre. Ich lebe diese Art nicht, aus Gründen die ich schon angedeutet habe und weil ich mich zu sehr eingeschränkt fühle, auch für meinen Beruf zuviele Unwägbarkeiten vor mir sehe. Bei Einladungen und Geschäftsgesprächen nur Obst zu essen und vor allem Alkohol strikt abzulehnen erscheint mir momentan zu heftig. (Ich würde ohne letzteres wahrscheinlich vor Langeweile sterben). Aber beim Sprung zum Vegetarier hatte ich ähnliche Bedenken und es stellte sich heraus, dass es nicht so dramatisch war.
Zudem wollen meine Frau und ich ein kleines vegetarisches Restaurant eröffnen. Es sind also keine Bedenken bezüglich der Gesundheit. Im Gegenteil. Ich denke es ist gesünder. Sonst hätte ich es nicht erwähnt.
Aber zurück zum eigentlichen Thema. In Vetgetarier- und Veganforen herrschen, da stimmst Du mir wahrscheinlich zu, persönliche Empfinden vor. Es gibt derartig unterschiedliche Meinungen, Stichwort B 12, nei Kindern und Erwachsenen, Spirulina, Sauerkraut, Omega 3/6, usw., aber verhältnissmäßig wenig Hintergrundwissen anbei. Es nutzt auch nichts, wenn ein Vegetarier nach sechs Jahren sagt, er fühle sich ohne Eier Milch Käse Fleisch pudelwohl, wenn seine Mangelerscheinungen erst weitere sechs Jahre später auftreten, dann aber irrelevant.
Da ist es doch schlauer, sich auf jemmanden zu berufen, der seine Nahrungsumstellung bereits viele Jahrzehnte hinter sich hat. (Wie zB. Helmut Wandmaker)
Ein Satz noch zu dem eigentlich schon ein paar mal Abgehandelten: Du hättest recht, wenn Du sagtest, ohne die Fleisch- Milch- Eier- Verzehrer wäre das Töten minimiert. Eben "nur" noch die Ernteopfer fielen an. Aber solange es Fleischfresser gibt, befindet sich der Ovolaktovegetarier, in einer Schmarozernische. Denn den Bauernhof der nur für O-L-Vegs Milch und Eier produziert, gibt es meines Wissens nicht. Du bist da anderer Meinung, wie ich in Erinnerung habe, nämlich der, dass eigens eine "Vegetarier Industrie" aufgebaut wurde. Woher hat Du das?
Zum Schluss: Ich hab's schon einmal gefragt, was essen Deine Katzen? Auch Veggie-Futter? Falls ja, essen sie zusätzlich noch auswärts oder spielen sie nur mit dem "Futter"?
(Ich hab gelesen, dass Du tote Mäuse unter Deinem Bett hevorfischst.)
Du bist da anderer Meinung, wie ich in Erinnerung habe, nämlich der, dass eigens eine "Vegetarier Industrie" aufgebaut wurde. Woher hat Du das?
Ich verstehe deine Frage nicht, sorry. Sagt nicht schon z. B. der Name "Milchkühe", wofür diese Tiere gehalten werden? Außerdem gibt es auch kein Huhn, daß sein Leben als Eierzeugerin in einer Legebatterie als halbes Hähnchen und nicht als Suppenhuhn aushaucht. Die "halben Hähnchen" kommen aus einer völlig anderen Industrie und werden darauf gezüchtet, Schlachtvieh zu sein.
Zum Schluss: Ich hab's schon einmal gefragt, was essen Deine Katzen? Auch Veggie-Futter? Falls ja, essen sie zusätzlich noch auswärts oder spielen sie nur mit dem "Futter"?
(Ich hab gelesen, dass Du tote Mäuse unter Deinem Bett hevorfischst.)
Teils, teils. Im Moment fressen sie brav ihr Veggie-Futter, das ist allerdings nur eine Frage der Zeit, bis ihnen da die Auswahl zu eintönig wird und sie mir das zu verstehen geben. Und Kleintiere schlagen sie ununterbrochen, wie gesagt liegen teilweise unangerührte tote Mäuse bei mir im Zimmer bzw. habe ich auch schon so manch lebendes Exemplar retten können, daß nur zu Jagdzwecken ins Zimmer geschleppt wurde. Aber bevor jetzt etwas kommt: Jeder Vegetarier und Omnivore, der sich ausschließlich auf seinen Instinkt beruft und sich selbst jedes intelligenzgesteuertes Handeln abspricht, ist vor meinen "Bekehrungsversuchen" absolut sicher. Und ja, ich sehe die Probleme in punkto omnivoren Katzenfutterkauf, aber ich arbeite sehr hartnäckig daran. Und diesen Versuch sehe ich halt nicht bei Vegetariern. Jeder von diesen Leuten, der mir sagt, er versucht die vegane Ernährung ernsthaft, kippt aber noch öfters aus unterschiedlichen Gründen um, hat meinen Respekt, Umfaller hin oder her. Auch Vegetarier, die nicht von sich selbst sagen, daß sie jegliches Tierleid abwenden wollen, sondern nur bestimmte Tierarten nicht quälen wollen, kann ich größtenteils "nachvollziehen", wobei das das falsche Wort hierfür ist, mir fällt gerade kein passendes ein. Es geht mir nur um die Leute, die das vegane Leben noch nicht mal in Betracht ziehen und trotzdem überall erzählen, daß sie sich vegetarisch ernähren, weil ihnen alle gequälten Tiere leid tun. Diese Leute kann man einfach zu leicht auskontern und das schadet im Endeffekt allen, die auf ihrer Seite des Strangs stehen, deshalb möchte ich mich davon distanzieren.
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