hof butenland
18.10.2006, 18:46
allen, die ihr tier verloren haben hier ein kleiner trost im gedenken an meine wundervolle hündin, die gestern starb.
von pablo neruda / chile 1904 -1973
mein hund ist gestorben
ich begrub ihn im garten neben einer alten verrosteten maschine.
dort, nicht weiter unten, nicht weiter oben, wird er sich einmal mit mir vereinen.
jetzt ist er weg, mit seiner fellfarbe, seiner üblen erziehung, seiner kühlen nase.
und ich, materialist, der nicht daran glaubt, dass es den verheißenden himmlischen himmel, für irgendeinen menschen gibt,
glaube für diesen hund und jeden hund an den himmel, ja , ich glaube an den himmel in den ich nicht komme, doch wo er mich erwartet, seinen ringelschwanz schwenkend, damit es mir bei der ankunft nicht an freundschaft fehle.
ach, ich will nicht von traurigkeit reden, dass ich ihn hier auf erden nicht mehr als gefährten habe, ihn, der mir niemals ein diener gewesen ist.
er hegte für mich eine igelfreundschaft, die seine unabhängigkeit wahrte, die freundschaft eines selbstständigen sterns, ohne überflüssige vertraulichkeit,ohne übertreibungen.....
nein, mein hund schaute mich an, schenkte mir die aufmerksamkeit die ich brauchte, soviel aufmerksamkeit wie nötig ist um einen eitlen begreifen zu lassen, dass er, als hund mit diesen augen, reiner als die meinen, die zeit verlor, doch er schaute mich an mit dem blick, der sein ganzes sanftes, anderes leben für mich bereithielt, sein verschwiegenes leben, dicht bei mir, ohne mich je zu belästigen und ohne irgendwas von mir zu verlangen.
ach wie oft wünschte ich mir einen schwanz, wenn ich neben ihm ging, über die ufer, der see, im winter von isla negra, in der großen einsamkeit : droben die luft durschschossen von eisigen vögeln, und hüpfend mein hund, struppig, erfüllt von der wellenwerfenden kraft elektrischer meeresspannung, mein streunnender, schnupperseeliger hund, hissend den goldenen schweif im anblick des ozeans.
fröhlich, fröhlich, fröhlich, wie die hunde glücklich sein können, einfach so , mit der unumschränktheit unverschämter natur.
kein adieu für meinen hund, der gestorben ist.
zwischen uns gibt es und gab es keine lüge.
er ist weg, und ich begrub ihn, und das war alles.
trine und alle tiere von hof butenland
von pablo neruda / chile 1904 -1973
mein hund ist gestorben
ich begrub ihn im garten neben einer alten verrosteten maschine.
dort, nicht weiter unten, nicht weiter oben, wird er sich einmal mit mir vereinen.
jetzt ist er weg, mit seiner fellfarbe, seiner üblen erziehung, seiner kühlen nase.
und ich, materialist, der nicht daran glaubt, dass es den verheißenden himmlischen himmel, für irgendeinen menschen gibt,
glaube für diesen hund und jeden hund an den himmel, ja , ich glaube an den himmel in den ich nicht komme, doch wo er mich erwartet, seinen ringelschwanz schwenkend, damit es mir bei der ankunft nicht an freundschaft fehle.
ach, ich will nicht von traurigkeit reden, dass ich ihn hier auf erden nicht mehr als gefährten habe, ihn, der mir niemals ein diener gewesen ist.
er hegte für mich eine igelfreundschaft, die seine unabhängigkeit wahrte, die freundschaft eines selbstständigen sterns, ohne überflüssige vertraulichkeit,ohne übertreibungen.....
nein, mein hund schaute mich an, schenkte mir die aufmerksamkeit die ich brauchte, soviel aufmerksamkeit wie nötig ist um einen eitlen begreifen zu lassen, dass er, als hund mit diesen augen, reiner als die meinen, die zeit verlor, doch er schaute mich an mit dem blick, der sein ganzes sanftes, anderes leben für mich bereithielt, sein verschwiegenes leben, dicht bei mir, ohne mich je zu belästigen und ohne irgendwas von mir zu verlangen.
ach wie oft wünschte ich mir einen schwanz, wenn ich neben ihm ging, über die ufer, der see, im winter von isla negra, in der großen einsamkeit : droben die luft durschschossen von eisigen vögeln, und hüpfend mein hund, struppig, erfüllt von der wellenwerfenden kraft elektrischer meeresspannung, mein streunnender, schnupperseeliger hund, hissend den goldenen schweif im anblick des ozeans.
fröhlich, fröhlich, fröhlich, wie die hunde glücklich sein können, einfach so , mit der unumschränktheit unverschämter natur.
kein adieu für meinen hund, der gestorben ist.
zwischen uns gibt es und gab es keine lüge.
er ist weg, und ich begrub ihn, und das war alles.
trine und alle tiere von hof butenland