Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bio-Produkte
Hallo zusammen,
in einem anderen Thread wurde das Thema schon angeschnitten und ich fand es passt hier irgendwie als ganzes Thema in dieses Forum :) .
Haltet ihr das kaufen von Bio-Produkten für sinnvoll und macht ihr es selber? Ich hab irgendwie ein besseres Gefühl wenn ich Bio-Milch trinke statt konventionelle. Es geht ja darum wie die Tiere gehalten werden und nicht nur um den möglichst tiefen Preis. Jeder Vegetarier, der sich Sorgen um das Wohlergehen von Tieren macht, der achtet da glaub ich auch auf die Haltung von Nutztieren.
Ich wurde als Bio-Käufer schon komisch angeguckt von meinen Eltern bzw. keiner in meiner Umgebung macht sich Gedanken wie es den Tieren dabei ergeht. Ich glaub sogar manche wundern sich dass ich überhaupt darüber nachdenk.
Seitdem wir das Thema biologische Landwirtschaft in der Schule durchgenommen haben, kenne ich meine Gründe für den Kauf dieser Produkte und es ist durchaus gerechtfertigt, dass sie teurer sind als andere. Allein schon der Aufwand damit Tiere und Pflanzen möglichst natürlich untergebracht werden.
Ich finde es außerdem eine Schweinerei, wie wenig Deutschland Bio-Bauern unter die Arme greift. Im Gegensatz dazu erhalten konventionelle Landwirte viel mehr Subventionen. Irgendwo hab ich gelesen, dass Deutschland das Schlusslicht bildet, wenn es um die Förderung von ökologischer Landwirtschaft geht :mad: .
derjoker
14.05.2006, 22:48
Hi.
Ich kaufe fast ausschließlich Bio und Fairtrade Produkte. Leider habe ich deswegen schon auf einiges verzichten müssen und auch die Preise sind manchmal ganz schön happig. Aber zur Zeit scheint es eine wahre Bio-Flut zu geben. In jedem großen Laden gibt es bereits eine Bio Ecke und auch Fairtrade Ware liegt viel mehr in den Läden aus. Denn nicht nur die Tiere müssen leiden, auch die Menschen und die Umwelt wird in Mitleidenschaft gezogen. Genausowenig dass eine Kuh wegen meinem Hunger sterben muss, will ich, dass ein Kind meine T-Shirts näht. Was aber wirklich dran ist an den Bio Sachen in den Großketten weiß ich nicht, aber es gibt mir schon ein besseres Gefühl, auch gerade wegen den ganzen Giftstoffen und der verdammten Gentechnik. Und das meiste Gemüse, Salat, Kohlrabi, Karotten, etc, baue ich selber an. Da weiß ich wenigsten was drinnen ist und was nicht.
ich wohn noch zur hause, kauf daher meine lebensmittel nicht selber, hab meine mutter aber mittlerweile soweit, dass wir grunsätzlich bio milch&eier kaufen und auch öfter mal bio obst&gemüse.
andere dinge leider nur selten.
ich bin aber auf jeden fall bio fan (: finde auch gut, dass das mittlerweile eigentlich fast überall angeboten wird. selbst bei aldi gibts bio karotten (:
hoffe, dass sich das vermehrt durchsetzt.
Das grundsätzliche Problem ist ja, weil man Bio-Produkte auch in Supermärkten kaufen kann, gehen die meisten Menschen gar nicht mehr in Naturkostläden oder Reformhäuser. Das find ich etwas schade, aber ändern tu ich auch nichts dran, weil ich es meistens in Supermärkten kaufe.
Bio ist in jedem Fall besser, schon weil es da auch Tierschutzauflagen gibt und man die Garantie bekommt, dass die Produkte unabhängig auf ökologischen Anbau geprüft werden. M.E. sollte man allerdings auch noch seinem Geschmack und Forschergeist vertrauen, sprich, zusätzliche Erkundigungen einholen, denn nicht alles was als "Bio" daherkommt, ist auch gleich gut.
Wenn man irgendwo wohnt, wo Bio teuer ist, kann man sich mal im Internet nach einer Coop oder einem Biohändler mit Versandmöglichkeit umschauen, es kann durchaus sein, dass es günstiger kommt, wenn man sich ab und zu einen Warenkorb zusammenstellen lässt.
Das ist z.B. in Berlin nicht nötig, da ist Bio teilweise so günstig, wie woanders (in München?) die konventionelle Ware, naja, vielleicht nicht ganz und nicht alles, aber vieles.
Ganz konsequent kaufe ich auch nicht immer Bio ein, aber das meiste und vor allem die Grundnahrungsmittel, hauptsächlich im Bioladen.
Kaufe überwiegend Bio-Produkte. Bei einigen Dingen, wie z.B. Gemüse, Eier etc. sogar schon seit längerem ausschließlich Bio.
Der Natur zuliebe, dem Tier zuliebe, dem Bauer zuliebe und nicht zuletzt auch mir zuliebe.
Außerdem schaue ich sehr stark auf die Herkunft von Produkten und bevorzuge generell heimische/regionale Ware und achte bei nicht heimsichen Produkten auf das Fair Trade Zeichen.
Klar bedeutet das mit gewissen Einschränkungen zu leben. Ich gehe selten mit einer fixen Vorstellung davon was ich kaufen möchte in ein Geschäft (v.a. bei Gemüse) sondern schaue meist einfach mal was es in der Bioecke gerade gibt. Find diese Art des Einkaufens aber irgendwie entspannter, weshalb es mich nicht wirklich stört, wenn es etwas eben mal gerade nicht gibt.
Was den höhren Preis von Bio-Produkten anbelangt. Nun, billiges Bio ist nun mal ein Widerspruch in sich und wenn ich mir anschaue was meinen Mitbewohnern so alles an konventionellen Produkten in unserem Kühlschrank schlecht wird, weil sie für gewöhnlich viel zu viel kaufen und den Wert von Nahrungsmitteln z.T. wirklich nicht mehr richtig zu schätzen wissen, dann denke ich komm ich mit meinen bewusst ausgewählten Bio-Artikeln rein finanziell auch nicht viel schlechter weg.
s'lena
Ja stimmt bei den sehr tiefen Preisen, die wir für grundlegende Lebensmittel bezahlen ist es kein Wunder, dass der Wert dieses Produktes in unserem Leben sinkt und wir quasi mehr kaufen als nötig. Dabei ist es gar nicht so falsch bewusst einzukaufen und zu essen. Da kann man auch leicht auf die Wegwerfgesellschaft zurückkoppeln. Aber ich denke das wiederaufbauen des Wertes liegt nicht nur am höheren Preis des Bio-Produktes, sondern die Gewissheit dass man in den natürlichen Anbau und eine artgerechte Tierhaltung investiert hat. Schlussendlich verdienen Bio-Bauern viel zu wenig.
Ich habe übrigens gelesen, dass Deutschland laut einer Umfrage das Schlusslicht in Europa bildet wenn es darum geht beim Kauf auf die Qualität von Fleisch zu achten. Fazit: Extrem viele Deutsche kaufen Fleisch vom Sonderangebot und fragwürdiger Tierhaltung, geschweige denn Transporten :-/. Trauiges Ergebnis, finde ich.
Bewußt einkaufen ist das Stichwort, viele Verbraucher lassen sich vom Anschein her irreführen, was zeigt, dass sie keine klare Beziehung zu den Produkten aufnehmen bzw. haben wollen.
Daher schlingen viele dann auch alles in sich hinein, wodurch sich der schlechte Geschmack gar nicht erst entfalten kann. Oder wie man aus "Die Suppe Lügt" erfahren kann, sind ja ohnehin viele der Lebensmittel im Geschmack gedopt, wenn man daher noch etwas mit Würzmitteln das Essen "maskiert", schmeckt am Ende sovieso alles gleich nach Aromastoffgemisch.
Zurück zu Bio ist kein Trend, sondern eine Notwendigkeit, wenn man für sich erkennt, dass die konventionellen Lebensmittel vielfach verfälscht werden, der Rauchschinken wird dann eben nicht mehr geräuchert sondern mit Raucharoma besprüht und die Omega3-Fettsäuren in den Eiern, stammen die von gentechnisch veränderten Lachsen oder von Kühen, die als Bioreaktoren dienen? Wer weiß das schon.
Wohl bekomms, aber nicht mit mir.
Grundsätzlich ziehe ich Bioprodukte den konventionell hergestellten Produkten vor; jedoch gilt bei mir der Grundsatz "regional vor Bio". Das heisst, bevor ich Bio-Äpfel aus Mittelamerika kaufe, nehme ich doch lieber nicht-Bioäpfel aus der Region. Musste ein Bioprodukt keine lange Reise bis ins Regal machen, kaufe ich es mit Vergnügen :)
Mausispatz
26.06.2007, 13:59
Grundsätzlich ziehe ich Bioprodukte den konventionell hergestellten Produkten vor; jedoch gilt bei mir der Grundsatz "regional vor Bio". Das heisst, bevor ich Bio-Äpfel aus Mittelamerika kaufe, nehme ich doch lieber nicht-Bioäpfel aus der Region. Musste ein Bioprodukt keine lange Reise bis ins Regal machen, kaufe ich es mit Vergnügen :)
Das Unterschreibe ich genauso. Es werden in Deutschlang 1500 Apfelsorten angebaut... schon traurig, dass sich davon kaum welche im Supermarkt finden lassen.
Habe gestern Apfelsaft von Streuobstwiesen aus der Region gekauft, unterstützt von NABU... ganz tolle sache...
http://www.nabu.de/m06/m06_06/
Hallo Zusammen,
ich kaufe schon lange BIO ein und gehöre eigentlich auch zu denen, die sagen, lieber ein Apfel aus der Region, als einer aus Übersee, ABER, was, wenn der aus deutschen Landen total verpestiziedet ist? Von daher habe ich für mich/uns die Lösung gefunden, dass ich BIO kaufe und vorher immer zu unserem Obstgut vor der Türe fahre und schaue, was ich dort bekomme. Denn dort kommt die Ware aus eigenem Anbau, nur Saisonmäßig und eben auch (ähnlich) biologisch. Der Rest wird dann im Bioladen und/oder auch Reformhaus gekauft.
LG Tanni
vBulletin® v3.7.0, Copyright ©2000-2008, Jelsoft Enterprises Ltd.