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chrismittler
09.10.2006, 02:24
Hi! Mein Name ist Chris Mittler. Wenn ich Anfange zu erzählen, wird das nicht nur abendfüllend, sondern sprengt jeglichen Rahmen! Wenn ihr bißchen was mehr erfahren wollt: www.chrismittler.de . Würde mich auch über Euren Gästebucheintrag freuen, oder wenn Ihr unmögliche (strafbare) Fragen habt, über Eure Frage in meinem Fragen-Forum. Tja und seht zu, das ihr nicht vom Fleisch fallt, auch als Vegetarier! Apropos, ich habe noch ein Anliegen! Schaut Euch mal was zu Paraguay an, bzw. ich werde versuchen dort was auf die Beine zu stellen, um Straßenhunden und anderen Tieren zu helfen, aber auch den Menschen hier. Wenn ihr glaubt, daß es in Europa sowas wie Tierelend gibt, habt ihr KEINE Ahnung!!! Das, was ich hier erlebe jeden Tag, ist himmelschreiend!!! Ich war in Ciudad del Este und habe ein kleines Kätzchen auf dem Gehweg gesehen! Ich habe meiner Schwester gesagt, sie solle es einpacken. Sie meinte das ginge nicht, weil meine Eltern bereits 6 Hunde haben. Wir waren also unschlüssig und meine Freundin hatte das Gefühl, das Kätzchen habe einen Besitzer, weil sich Jemand auf dem Gehweg kurzzeitig so verhielt! Wir sind noch mal in die Stadt und als wir nach 2 Stunden zurückkamen, lag das Kätzchen tot auf dem Rücken auf der Straße!
Das war auch das erklärte Ziel dejenigen, der es auf den Gehweg gesetzt hat!
Mein Vater ist hinter einem Mann hergefahren auf der Autobahn, der plötzlich das Steuer herumriß und mein Vater meinte schon, er habe sie nicht mehr alle, als er einen Sack mit 3 kleinen Hunden mitten auf der Straße liegen sah!
Wenn man eine Strecke von 30 Kilometern auf der Autobahn abfährt liegen jeden Tag mindestens ein halbes Dutzend toter Hunde an der Strecke!!!
Die Tiere die Leben, haben Ura, einen Parasiten, der sie langsam von Innen heraus auffrißt, haben Verletzungen, die sie bei unvermeidbaren Autounfällen
erlitten haben, sind ausgehungert und fressen am Müll, haben so hochgradigen Flohbefall, daß sie über kurz oder lang einen Großteil ihrer Haare, bis hin zum gesamten Fell verlieren!
Ich habe vor einer Woche ein Hundchen zu retten versucht, aber ich konnte es nur noch einschläfern lassen.
Es hatte ebenfalls Ura!
Ich glaube Vegetarier zu sein bedeutet nicht nur einen immensen Respekt vor dem Leben an und für sich zu haben, sondern auch das Recht andersartiger Lebewesen auf diesem Planeten zu leben zu achten und zu schützen!
Nicht die Vegetarier sollten sich fragen lassen warum sie kein Fleisch essen, sondern die Fleischfresser, warum sie keine Vegetarier sind!!!
Vegetarier sind sensibler und intelligenter als andere Menschen und ich sage
noch etwas: "Wenn der Mensch eine Seele hat, hat das Tier auch eine!"
...Du sollst nicht töten? ! ?
In Paraguay gibt es die Doppelmoral, daß die Paraguayer unheimlich gläubig sind und viel beten und sich bekreuzigen, aber Tiere sind hier weniger als
Dreck! Ich möchte helfen, aber ich glaube persönlich, daß ich mich damit
der Kritik der Menschen dieses Landes aussetzen werde, die sagen werden: "Wieso hilft er den Tieren und nicht den Menschen?"
Vielleicht liegt es einfach daran, daß Menschen sich selbst helfen können sollten und der Hund ein Geschöpf ist, daß seine Wildheit für den Menschen aufgegeben hat, der es nun sich selbst und dem Sterben überläßt!!!
Schaut Euch bitte besser nicht die Fotos auf der Internetseite an, die den Rest des Hundes zeigen, den ich unter Tränen habe einschläfern lassen, weil ich in meinem ganzen Leben niemals eine gepeinigtere Kreatur gesehen habe!
Liebe Grüße an Euch alle und vielleicht habt ihr ja ein paar Ideen, was man machen könnte.

homer
10.10.2006, 08:43
Hallo Chris,
dein Erlebnis erinnert mich an eine Reise durch Exjugoslavien.
Ich bin am Strassenrand gehalten um eine Pause zu machen.
Es war ein sehr heisser Tag und ich wunderte mich über die Fliegen und den Gestank der immer intensiver wurde. Ein toter, von Verwesungsgasen aufgeblähter, verwarloster Hund lag am Strassenrand. Sowas ist man als verwöhnter Mitteleuropäer überhaupt nicht gewohnt.
Ich kann mir vorstellen das es in Paraguay noch etwas extremer zu geht, was man deiner Beschreibung ja auch entnehmen kann.
Deine Idee etwas zu tun ist recht löblich, bloß wie will man sowas in die Tat umsetzen?

sonny
10.10.2006, 18:09
Wir sind oft in Indonesien - auch dort überall halbverhungerte Hunde, die nur Tritte bekommen, wenn sie es wagen, sich Menschen zu nähern. Die Indonesier haben überhaupt kein Herz für Tiere! Mein Mann, meine Kinder und ich haben dann immer den Hunden heimlich etwas zugesteckt, was aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein war! Das Herz konnte einem brechen, bei diesem Elend. Und man kann so gut wie nichts tun!!
Genauso erschüttert war (bin) ich über den Vogelfang! Es ist üblich, in der freien Natur bunte und hübsche Vögelchen zu fangen und sie zu verkaufen und dann in winzigen Käfigen zu halten!!! Schrecklich - in fast jedem Haushalt findet man irgendwo so einen Minikäfig mit Vögelchen!!!
Oder die armen Affen!!! Seltene Arten angebunden im Garten oder im Haus als Prestige-Objekt! Die alltäglichen Affenarten werden häufig auf den Straßen angefahren oder überfahren. Wir fanden einmal eine angefahrene werdende Affenmutter, in ihren letzten Zügen brachte sie noch ein winziges Äffchen zur Welt! Ein anderes Auto hielt an, der Insasse kam zielstrebig auf uns zu und nahm das Äffchen mit. Ich Idiot dachte, er wolle ihr vielleicht helfen, aber meine Leute lachten mich dann aus und meinten, daß sie heute abend im Kochtopf läge.
Unser Hund wurde auch gestohlen und vermutlich gegessen!
Ja die meisten Menschen in Indonesien haben für Tiere überhaupt kein Gefühl.
Aber es gibt auch auch dort Menschen, die sich mit aller Kraft für die Tiere einsetzten. Vielleicht habt Ihr schon von dieser Auffangstation für Orang Utans auf der Insel Borneo gehört. Dort werden befreite Orangs (meist Babys) gesundgepflegt und wieder an die Freiheit gewöhnt und dann ausgewildert!
Liebe Grüße von Sonny

Spirit.Sweet
10.10.2006, 19:14
Auch wenn ich jetzt bei euch auf eine andere Meinung stosse; sollten wir nicht bei uns vor der Haustüre anfangen?!
Also es leiden milliarden Tiere auf der Welt aber wir können leider nicht allen helfen :( So traurig es ist..

Ich konzentriere mich deshalb eher auf die Tiere in Deutschland oder in der näheren Umgebung, denen ich was gutes tun kann. Wenn dann würde ich einen Schutzverein hier bilden..

lg Dani

sonny
10.10.2006, 20:27
Du hast Recht, man sollte sich zuerst um die Tiere in Deutschland kümmern...
Aber in meinem Falle ist Indonesien so etwas wie meine 2. Heimat - mein Mann stammt von dort und "meine" ganze Familie lebt dort. Als wir Anfang der Achtziger aus der DDR flüchteten, haben wir eine Zeitlang dort gelebt und ich wurde auf das Herzlichste aufgenommen. Deshalb liegt mir auch Indonesien ziemlich am Herzen... Von meiner Seite aus hab ich kaum noch Familie (außer einem Cousin).
Ich denke auch an deutsche Tiere. Ich bin Mitglied des Tierschutzvereines in Berlin und unterstütze mit meinen Spenden das Tierheim in Berlin. Außerdem habe ich drei "Notfallmäuschen" aufgenommen :D :D :D
Natürlich könnte man noch sehr viel mehr tun. Aber ich bemühe mich.
-Sonny-