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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Warum werden Fleischesser immer so wütend?


derjoker
11.05.2006, 23:28
Kennt Ihr das auch? Spricht man einenn Fleischesser darauf an, warum er denn Fleisch ist und ob er denn wüßte wie es hergestellt wird, dass die Tiere leiden und andere Menschen deswegen Hunger leiden müssen, dann wiegeln sie ab oder werden sogar wütend. Anscheinend ist ihnen doch irgendwie bewusst, dass ihr Verhalten asozial und falsch ist, dass auch eine Kuh oder ein Schwein ein Lebewesen ist, dass irgendwie doch Gefühle und Empfindungen haben muss. Und wenn man fragt, da ja eigentlich kein gewaltiger Unterschied ist, warum man nicht ne Katze oder einen Hund verspeisen würde, so hört man Antworten wie: Nein. Niemals einen Hund. Der ist so lieb, süß, wie kann man sowas essen. Das ist doch abartig, ekelig, verwerflich, etc.
Warum hat die Masse etwas dagegen einen Hund zu verspeisen, genießt aber gleichzeitig Schweine? So groß ist der Unterschied doch gar nicht. Und wo ist die Grenze, einen Menschen zu essen. Letztlich sind wir doch auch nur Wasser, Fleisch und Knochen. So groß ist der Unterschied doch gar nicht.

Lena
12.05.2006, 00:49
Hallo Joker,

die Reaktion ist mir durchaus bekannt. Als ich meine Mutter mit schockierenden Bildern aus Schlachthäusern konfrontiert habe, wollte sie es gar nicht sehen. Sie war mir sogar sauer, dass ich ihr die Bilder zeige. Irgendwo verdrängen es Menschen sehr stark, mit dem Fleischkonsum etwas falsch zu machen. Wenn ich mit Fleischfressern darüber rede, warum sie das tun, haben sie immer das Gefühl ich will sie zwingen aufzuhören. Sie verteidigen ihren Posten sehr stark, aber leider nicht die menschliche Vernunft die für eine friedliche, gewaltlose Welt ist. In der Zeit, wo die Würde eine so große Rolle spielt, sollte man sich zugestehen, dass auch Tiere sie besitzen und wir sie achten sollten.
Das Thema mit Katzen und Hunde verspeisen kenne ich nur zu gut. Wenn man innerhalb von Tierarten anfängt über Recht und Unrecht zu differenzieren wird es richtig krank und vor allem ungerecht. Ich kenne auch ein paar die keinen Hasen essen, weil sie sie selber als Haustiere halten. Da wird man doch zu sehr an das wertvolle Leben eines Tieres erinnert und hat Respekt... Doch teilweiser Respekt bringt uns nicht weiter im Leben.
Umdenken sollten die Menschen, ohne sich angegriffen zu fühlen...

Sandra
12.05.2006, 07:21
Den Meisten Fleischessern ist irgendwie doch bewusst, dass sie unrechtes mit ihrem Verhalten tun. Sie haben wahrscheinlich Angst von unseren Argumenten überzeugt zu werden - weil sonst müssten sie etwas an sich ändern und auf etwas verzichten was Ihnen persönlich (sie werden nicht getötet) keinen Nachteil verschafft. Deswegen blocken sie oft einfach ab und wollen sich Videos, die bei der "Herstellung" ihres Schnitzels entstanden sind einfach nicht wahr haben.
Nicht Vegetarier zu werden hat meiner Meinung nach sehr viel mit Egoismus zu tun - vorallem wenn man die Fakten kennt.

tztz
12.05.2006, 11:55
Nochmal zur Wut, ich glaube die hat auch etwas mit Schuldgefühlen zu tun, die aus der Kindheit - und wenn man an Reinkarnation glauben mag, auch aus Vorleben bzw. anderen Welten - stammen.

Aber egal. Jedenfalls führen die Schuldgefühle zu einer Verteidigungshaltung gegenüber dem liebgewonnenen Fleischverzehr, der eine Sucht darstellt.

Die Frage, ob jemand wütend reagiert, direkt feindselig angreift oder eher flüchtet, wenn er mit der Wahrheit konfrontiert wird, beruht auf dem Umgang mit den Schuldgefühlen.

Und der Fleischverzehr verändert wiederum die Schuldgefühle, d.h. man manipuliert sich damit selbst.

Seitan
12.05.2006, 13:26
Nochmal zur Wut, ich glaube die hat auch etwas mit Schuldgefühlen zu tun, die aus der Kindheit - und wenn man an Reinkarnation glauben mag, auch aus Vorleben bzw. anderen Welten - stammen. Naja soweit würde ich garnicht gehen, aber das mit der Verteidigungshaltung stimmt definitiv.

Yiosou
12.05.2006, 14:08
Hmm, also ich werd weder wüdent noch habe ich Schuldgefühle weil ich nach wie vor Fleisch esse.....kenn jedoch die Reaktion von anderen Fleischessen.
Was ich aber noch viel schlimmer finde, is wenn Leute die kein Fleisch essen,. einem Fleischesser belehren wollen usw. i denk mir es ist doch jedem selber überlassen ob er Fleisch isst oder net, i finds immer wieder nervig wenn i von meiner Schwägerin höre, na wenn du kein Fleisch mehr essen würdest dann würde es dir ja viel besser gehen u du könntest viel bessser Leben....i man halllo, i lebe gut u i steh a dazu das i FLeisch esse, kommt ma vor als wäre das ein verbrechen.

Lena
12.05.2006, 15:10
....i man halllo, i lebe gut u i steh a dazu das i FLeisch esse, kommt ma vor als wäre das ein verbrechen.

Gewohnheiten können den Menschen auch verblenden, sodass er nicht mehr genau unterscheiden kann ob er was gutes oder schlechtes tut. Vor allem ob er Mitschuld am Tod von Millionen von Tieren Jahr für Jahr hat oder sich mit flachen Argumenten versucht sich aus dieser Schuld zu ziehen. :rolleyes:

Yiosou
12.05.2006, 15:34
1 esse i net täglich Fleisch, wenns gut geht 2 mal im Monat
u 2 ich hab gnauso schon mal 3 Jahre ohne Fleisch gut gelebt.
I zieh mi aus keiner Schuld raus, i steh dazu das wegen meiner Lust nach FLeisch ein Tier sterben muß....

lindä
12.05.2006, 16:38
es ist ja schön und gut, dass du wenig fleisch isst, aber ich glaube nicht, dass du dir das tier selber schlachten würdest oder so.. dir ist es nur in dem moment egal. und ich finds mal wieder tragisch, wenn die "lust auf fleisch" da siegt.
das hab ich nämlich auch schon oft gehört.. nach dem motto "ich find das ja auch bewunderswert und vegetarismus prinzipiell richtig.. nur.. ich mag fleisch gerne." ganz großer sport, sag ich dazu.

und es ist ja nicht nur wut, die mir auch schon oft begegnet ist (auch diese reaktion auf bilder und fakten und so) sondern genauso oft auch spott. der ja auch kommt, wenn man mal mit mehreren leuten isst, die damit nicht ständig konfrontiert werden. besonders gut ist das beim grillen oder so.. "na, nicht lust auf ne wurst?" oder "fleisch gehört dazu", sind dann ja noch die harmloseren sachen.

Unregistriert
13.05.2006, 19:03
I zieh mi aus keiner Schuld raus, i steh dazu das wegen meiner Lust nach FLeisch ein Tier sterben muß....

Jetzt stellt sich noch die Frage ob du es auch für richtig hälst, dass wegen dir ein Tier sterben muss.

Lena
13.05.2006, 19:04
Oh man... schon wieder nicht registriert gewesen. :o Ich glaub ich lerns nie ^^.

Yiosou
13.05.2006, 23:32
²Lena
I sag mal so.....fressen u gefressen werden.....für mich persönlich ist es weder richtig noch falsch, das wegen mir ein Tier sterben muß, einerseits werden sie ja fürn Verzehr gezüchtet andererseits sterben genung Tiere sinnlos.....

² lindä
öhmm, i hab selbst bei Schlachtungen mitgemacht......ja bei mir siegt die Lust nach Fleisch, und bin i deshalb a schlechter Mensch....weißt was mi an Vegetariern stört????? das sie Fleischessern gegenüber immer extrem abwertend sind.......Warum bloß???????????????
Wo steht das der Mensch kein Fleisch essen darf???
Selbst in der Bibel wird von Fisch essen geschrieben....somit versteh i diese aufregung darum net.
Klar find i Massentierhaltung schei*e, aber das heißt no lange net das net reder das recht hat Fleisch zu essen.....bzw. das Vegetarier das Recht haben Fleischessen doffe anzumachen.....wäre ja des gleiche wenn wir Fleischessen blöd über Vegis reden.......
Soda des wars....hoffe i bin mit meinen Beitrag niemand zu nahe getreten aber des wollt i scho länger mal schreiben

tourisT
13.05.2006, 23:46
Selbst in der Bibel ...
Christen nennen sich vielleicht selbst "gute Menschen", sind aber deswegen noch lange keine ausser man geht dabei grundsätzlich von der Annahme aus, das der Mensch böse ist und das leben anderer Lebewesen für ihn einen Dreck wert ist.
Bei einer Vorbereitungsstunde zur Firmung wurde mir auf die Frage hin wieso "Du sollst nicht töten" bei Tieren nicht gelte eine extrem christliche Antwort gegeben. "Tiere sind zum Essen da" - echt geniale Antwort oder?. Christen haben nicht halb so viel Herz wie sie es von sich zu behaupten pflegen und praktisch jeder Vegetarier zeigt mehr Mitgefühl und Sinn für Gerechtigkeit.
Long story short: Nur weil jemand "ein guter Mensch" genannt wird, ist er das noch lange nicht.

Übrigends sind wir hier auf einem Vegetarierforum. Natürlich sind wir gegen den Konsum von Fleisch, heißt aber natürlich auch nicht dass wir dich deswegen verurteilen. Wenig Fleisch zu essen ist schonmal besser als viel Fleisch zu essen.

Lena
14.05.2006, 05:13
Ich will dir auch nicht zu nahe treten Yiosou, aber wie TourisT bereits erwähnt hat: Das hier ist ein Vegetarierforum ;) . Aber es ist immer gut, wenn sich Menschen mit anderen Menschengruppen auseinandersetzen und mit ihnen diskutieren.

Fleischfresser werden von Vegetariern nicht dumm angemacht, sondern werden lediglich aufgefordert, ihren Verstand einzuschalten und ihre Moralvorstellungen zu überdenken. Ich z.B. greife niemanden grundsätzlich an, wenn er Fleisch isst. Vegetarier die die Ansichten ihrer Mitmenschen nicht tolerieren können sollten sich selber an die Nase packen. Ich würde eher sagen, man sollte fleischessende Menschen nicht als Gegner, sondern als Freunde betrachten, denen man seine Erkenntnisse mitteilen möchte. Somit sollten sich die Nicht-Vegetarier nicht so angegriffen fühlen, da du doch sicher weißt Yiosou, dass wir keine schlechten Absichten haben.

²Lena
I sag mal so.....fressen u gefressen werden.....für mich persönlich ist es weder richtig noch falsch, das wegen mir ein Tier sterben muß, einerseits werden sie ja fürn Verzehr gezüchtet andererseits sterben genung Tiere sinnlos.....


Genau, dem sollte man entgegenwirken, meinst du nicht auch? Tiere sinnlos sterben zu lassen ist kein Kavaliersdelikt. Und wer sich an uralte Naturgesetze klammert, hat das Prinzip der geistigen Weiterentwicklung in der menschlichen Geschichte nicht verstanden.

Karina
14.05.2006, 14:40
Lena
I sag mal so.....fressen u gefressen werden.....für mich persönlich ist es weder richtig noch falsch, das wegen mir ein Tier sterben muß, einerseits werden sie ja fürn Verzehr gezüchtet andererseits sterben genung Tiere sinnlos.....

Das ist ja das Beknackte, was jeder Vegetarier anprangert und jeder Mensch, der einmal drüber nachdenkt! Findest du es also besser, ein Tier aus Massenhaltung zu töten, erstmal überhaupt so zu halten, weil es ja noch viel mehr dafür gezüchtet wurde, als ein Tier aus freier Wildbahn?
Und wie vermessen ist es denn, zu behaupten, Tiere seien zum Essen da und werden für den Verzehr gezüchtet? Entschuldige, aber lies dir doch nochmal durch, was du da geschrieben hast und denk nochmal drüber nach.
Ich hab auch noch nie gelesen, dass Tiere nur geschaffen wurden, um dem Menschen als Nahrung zu dienen! Da frag ich mich dann auch, warum die sich so wehren, wenn das ihre einzige Aufgabe und Erfüllung sein soll.

lindä
öhmm, i hab selbst bei Schlachtungen mitgemacht......ja bei mir siegt die Lust nach Fleisch, und bin i deshalb a schlechter Mensch....weißt was mi an Vegetariern stört????? das sie Fleischessern gegenüber immer extrem abwertend sind.......Warum bloß???????????????
Wo steht das der Mensch kein Fleisch essen darf???

Und weißt du, was mich als Vegetarier an Fleischessern stört? Dass sie immer so abwertend Tieren gegenüber sind. Aufregen tu ich mich schon lange nicht mehr, der einzige, bei dem ich bißchen Ärger oder auch Wut verspürt hab im Verlauf dieser Diskussion, bist du, das muß ich leider so sagen.
Und mußt du immer alles nachlesen, was du darfst und was nicht?
Bei der Gesetzesvielfalt in Deutschland haste ja Lesestoff bis zum Ende deiner Tage!
Der Kopf ist nicht nur zum Kämmen da, hat meine Mutti immer gesagt.
Ein schlechter Mensch vielleicht nicht, aber einer, der sein Wohlbefinden über das Leben anderer stellt. Richtig gut ist das jetzt auch nicht, oder?

derjoker
14.05.2006, 23:12
Wo steht das der Mensch kein Fleisch essen darf???
Selbst in der Bibel wird von Fisch essen geschrieben....somit versteh i diese aufregung darum net.
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Und wo steht, dass der Mensch Fleisch essen soll? Du meinst es doch nicht wirklich ernst und beziehst dich auf die Bibel. Ein Buch, von dem es schätzungsweise gut 100.000 unterschiedliche Varianten gibt und das sich aus den verschiedensten Überlieferungen, Interpretationen und Meinungsbildungen zusammensetzt. So steht in der wahren Bibel, die vom Vatikan gut unterverschluss gehalten wird und vom den nur einige Fragmente an die Öffentlichkeit gelangt sind, ua. das Gott keine Gebäude (Kirchen) braucht und will, dass Menschen und Tiere in Frieden zusammenleben sollen (also nicht aufessen sollen).
Hieronymus übersetze die Hebräerevangelium wo geschrieben stand: "Jünger: Wo willst du, dass wir dir das Passahmahl zurichten? Jesus: Begehre ich etwa, an Passah Fleisch mit euch zu essen?" (Hieronymus, Adv. Haer. I. 26)

Nun man kann es deuten wie man es will, aber letztlich wollte Jesu KEIN Fleisch essen.
Trotzdem und obwohl Jesus kein Fleisch aß und Hieronymus die Fakten wußte, unterschlug er diesen Aspekt. Freiwillig oder aufgezwungen???
Der Vegetarismus der "Urchristen" war für die Mächtigen Männer ein offensichtliches Problem. Hieronymus wurde 385 wegen seiner Weigerung Fleisch zu essen aus Rom vertrieben (GUTE CHRISTEN????????).
Nach dieser Aktion, begann die große Manipulation der Bibel und dessen Texte. Im Jahre 314 beschlossen die Mächtigen der Kirche, folgendes Dogma:
Man beschloss den Geistlichen, Priestern und Diakonen, Fleisch anzurichtenm sie wurden regelrecht gezwungen Fleisch zu sich zu nehmen. Und wer sich mir Abscheu zeigte, und nicht einmal das mit Gemüse vermischtes Fleisch essen wollte, wurde verbannt.
Papst Johannes III. (561-574) verfluchte sogar die Vegetarier auf der 1. Synode von Braga: "Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., sei er mit dem Bannfluch belegt."

Soweit erstmal zu dem netten "Lebensbuch" Bibel. Ein fanatisches Buch, dessen reine Wahrheit längst nicht mehr existiert und zugunsten der Mächtigen umgeschrieben worden ist. Der gute Christ, den die Kirche darstellen will, gibt es nicht. Die Lügen der Kirche zogen schwerwiegende Konsequenzen mit sich. Wer weiß wie die Welt heute ausgesehen hätte, wenn die Kirche Fleischesser verflucht hätte.
Oder glaubst DU wirklich, dass Gott, Tiere erschaffte, die für den Menschen zu schlachten bestimmt ist? FÜr die Gatte Lebewesen, die schon im Paradies Schaden und Verrat anrichtete? Und wie war es damals im Paradies? Aßen Eva und Adam da auch genüßlich Fleisch, oder lebten sie in Symbiose mit den Tieren und ernährten sich von Früchten und Gemüse?
Die Bibel ist KEIN Buch, für Fleischesser, eher ein Lügenkomplott, dass weltweit seine Fäden zieht.

Lena
18.05.2006, 08:26
Ich frage mich warum Menschen die Scheuklappen so sehr lieben, die ihnen der Staat und die Industien auflegen. Ein Versuch sie runterzunehmen wird mit giftigen Kommentaren abgewehrt. Es wird ihnen suggestiert dass die Klappen angewachsen sind, aber jeder hat die Kraft sie runterzunehmen. Das glaube ich zumindest.

tztz
18.05.2006, 13:59
Scheuklappen legt sich doch nur jeder selbst an, nicht Industrie und Handel. Die Menschen lieben ihre Scheuklappen, seit Jahrtausenden.

derjoker
18.05.2006, 22:11
Ob nun Scheuklappen von Staat und Industrie, durch Propaganda, angelegt werden, oder ob man sich sie selbst umbindet, spielt letztendlich kaum eine Rolle. Wir sind eine globale Gemeinschaft. Jedes Handeln hat direkte Folgen, ob nun negative oder positive, auf unsere Gesellschaft und Kultur, sowie auch auf andere Staaten. Das Problem mag jeder in seinen Grundzügen wohl erkannt haben, Massentierhaltung ist schlecht, billige Ware ist auch nicht ohne, aber die gesamte Systematik die hinter solch ein kapitalistisch orientierten System steckt, ist wahrlich schwer zu durchschauen. Es lässt sich ebenso schwer eine Verbindung zwischen abgepackten Schnitzel und Kuh herstellen, als zwischen billigen Fleisch und Welthunger. Genauso unrealistisch scheint es, wenn ich mich gesund ernähren möchte und dabei auch auf exotische Früchte zurückgreife, dass dies ebenfalls den Welthunger fördert und Menschen in letzter Instand umbringt. Wenn wir preiswerte Waren einkaufen, müssen dafür nicht nur Tiere, nein auch Umwelt und Menschen leiden. So ist das Scheuklappen Denken die einfachste und bequemste Art und Weise sein Leben in Wohlstand und Überfluss zu leben. Dass wegen unserem egoitischen Verhalten Menschen verhungern müssen, oder krepieren weil wir ihnen nötige Medikamente vorenthalten, oder die Lebensumgebung durch "moderne" westliche Industrien verseucht ist, etc, wird beim Konsum von preiswerten Produkten ausgegrenzt. Ist das denn meine Schuld? JA.
Jedes Kind das durch Hunger stirbt, ist, zumindest sehe ich das so, durch heimtückischen Mord durch unsere Gesellschaft gestorben. Aber wenn kümmerts eigentlich, dass Spanien seine Grenzen verstärkt und droht auf illegale Einwandere zu schießen, nur weil diese versuchen in die EU zu gelangen um sich zurück zu holen, was wir ihnen genommen?

Lena
18.05.2006, 22:55
Um auf den Titel dieses Threads zurückzugreifen: Wenn ich jetzt jetzt über die giftige Reation vieler fleischessender Menschen nachdenke kommt mir in den Sinn, dass sie gar nicht das Recht darauf haben aggressiv auf Kritik zu reagieren. Sie können sich sogar glücklich schätzen, dass Einwände nur halblaut aus verschiedenen Ecken ertönen und sie sich größtenteils in der Gesellschaft wohlfühlen können. Aber nur weil die Mehrheit der Menschen im Überfluss lebt und auf den Konsum nicht Acht gibt, heißt es noch lange nicht, dass so etwas richtig ist. Meiner Meinung nach sollten sich Medien, Hauptmanipulationsmittel der Masse, verstärkt für die Förderung der Aufklärung für die Konsumenten einsetzen. Aber leider lassen sich die Medien kaufen, undzwar durch große Konzerne, der Industrie und einflussreichen Persönlichkeiten mit viel Geld. Aufrichtige, ehrliche Medien gibt es schon lange nicht mehr, es wird das gesendet was den Käufer zum Konsum verleitet undzwar nicht (!) zu demjenigen, der moralisch und sozial am besten wäre. Geld übernimmt zu viel Macht über das Handeln massig vieler Personen. Um da mit Gerechtigkeit durchzukommen müsste man (einfluss)reich sein. Sonst erreicht man höchstens ein aggressives Fauchen eines verblendeten Fleischessers, und zwar millionenfach in ganz Europa...

kätzchen
19.05.2006, 21:23
Die Eltern meines Freundes haben ca. 10 Hasen und die sind alle nur da um von Ihnen gegessen zu werden! Sie füttern sie jeden Tag, streicheln sie, die Kinder spielen mit Ihnen und dann irgendwann liegen sie tot auf dem Esstisch und alle essen sie! Das finde ich richtig scheisse und könnte jedesmal wenn ich bei denen bin mit Ihnen Streit anfangen! Und mein Freund erzählt mir dann noch nebenbei ganz begeistert das ein Hase Junge bekommen hat und die sind ja so süß und klein! Und trotzdem landen sie auch irgendwann auf dem Esstisch!:mad: Da denke ich manchmal wirklich nur wie pervers die sind, Hasen sind bei mir eigentlich genauso Haustiere wie Katzen oder Hunde!

NightShade
19.05.2006, 21:31
Sie denken sicher nicht darüber nach - es ist halt so!
Ich finde es ist traurig, wie selbstverständlich es ist, Tiere zu töten... :(

Wir Vegetarier wäre früher verbrannt worden mit unserer Ansicht... :mad:
Und Papst Johannes Paul meinte, den Tieren sei es recht, dass wir mit ihnen Tierversuche anstellen. Die Tiere dienen gerne für den Fortschritt des Menschen...
Wie verkorkst...
:mad: :mad:

glg Melanie

lindä
20.05.2006, 17:24
die kirche hat eh einen schaden, zumindest meiner meinung nach, aber das gehört hier ja nicht her.

kätzchen:
ich finde aber gerade das nicht pervers. lieber so, als leute, die zwar fleisch essen, aber nur weil ihre wurst oder ihr steak nicht mehr wie ein tier aussieht und es eigentlich auch nicht schön finden, dass die tiere gequält und getötet werden.
den hasen gehts wenigstens gut und man isst die dann bewusst, nicht nur, weils dazu gehört.

Tina67
20.05.2006, 19:53
Meine Mutter meinte zu meiner Gesinnungsänderung auch nur ... die werden doch dafür gezüchtet!

Na toll!

kätzchen
21.05.2006, 01:05
Ja aber wenn ich ein Tier seit der Geburt kenn, es fütter und streichel dann kann ich es doch nicht essen! Ich finde das ist als würde ich meine Katze essen! Ich hab's meinem Freund auch schon gesagt das ich es richtig scheisse find, deshalb gehe ich auch so gut wie gar nicht zu denen, weil anstelle das sie meine Meinung dazu respektieren kommen dann immer so "witzige Witze" wie: gut das du kommst wir haben extra für dich einen Hasenbraten gemacht! Sehr witzig! :mad: Was soll man dazu sagen? Ich glaub die sind einfach dumm!

Lena
21.05.2006, 03:48
@ Kätzchen: Ich kanns schon sehr gut nachvollziehen wie du dich fühlst. Vor allem wenn andere Leute dann noch Witze darüber reißen. Als ich meine Tante und meinen Onkel mal darauf angesprochen habe, warum sie ihren Hasen so verwahrlost haben, machen sie seitdem auch immer Witze über mich. Der Hase ist natürlich sehr früh gestorben... :mad: Ich frage mich warum sie sich ihn überhaupt angeschafft haben, wenn das arme Tier dann so leiden muss. Das mit der Hasenzucht kapier ich auch nicht: Er ein gutes Verhältnis aufbauen und dann einfach essen. Mit der Bedründung: Das ist einfach so, dass wir Tiere essen. Schwach, sehr schwach... :mad:

lindä
21.05.2006, 12:47
ja ihr habt ja recht, dass das an sich unschön ist.
aber menschen, die fleisch essen, sehen tiere nunmal als nutzgegenstand an. und von daher ist es doch dann weniger verwerflich, wenn es den tieren wenigstens vorher gut ging und man eben bewusst dazu steht, als wenn man eine wurst aus dem kühlregal isst.
natürlich ist es, als würde man seine katze essen. was btw ein gutes argument ist, um fleischesser aus der fassung zu bringen (die reaktion ist dann natürlich wut, die wir ja schon diskutiert haben). DAS ist natürlich etwas vollkommen anderes. katzen und hunde sind nunmal katzen und hunde und keine schweine (; nicht wahr?

die scherze sollten dir egal sein. eine art unterbewusste verteidigungshaltung oder so. ich möchte wissen, welcher vegetarier noch keine scherze über seine einstellung zu hören bekommen hat. so ist das nun einmal mit den dingen, die man ablehnt. bekommt man uns nicht so zur einsicht, muss man eben anders vorgehen.

Tina67
21.05.2006, 13:05
Ich argumentiere da nicht groß rum.

Heute morgen in einem Telefonat mit meiner Mutter auch wieder so ein Satz.

Ab un an mal ein Stück Fleisch kannst doch auch du dann essen, ist doch dann nicht so schlimm. Meine Antwort war, dass ich das sehr inkonsequent fände und gegen meine Überzeugung, ich mache das ja nun nicht, weil ich es gerade schick finde und wenn keiner guckt, verstoße ich gegen meine Grundsätze. Mein Mann nimmt mich auch hoch ... hatte gerade frisch gepressten Möhrensaft und bot ihm ein Glas an und er meinte nur, du willst ja auch nix von meiner Grillfackel ... :eek: - Ach so!? *kopfschüttel*!

Ich lasse mich dadurch nicht provuzieren, sondern stehe da echt drüber. Allerdings hatt ich schon immer eine etwas andere Meinung zu verschiedenen Dingen, meine Familie ist sowas also durchaus von mir gewohnt.

Die Sache mit der Milch und der Soße hat mich doch auch ins Grübeln gebracht - über manches denkt man doch erst nach, wenn man drauf geschubst wird.

Konsequenterweise müßte man dann wirklich auf alles tierische verzichten. Lederwaren genauso wie andere Ware mit tierischen Bestandteilen. Ich glaube allerdings, dass sowas nicht von heute auf morgen zu praktizieren ist und seine Zeit braucht. Sojamilch werde ich auf jeden Fall probieren und Eis werde ich auch mal suchen. Ich habe so eine Eismaschine, ob das dann geht mit Sojamilch?

NightShade
21.05.2006, 19:32
Ab un an mal ein Stück Fleisch kannst doch auch du dann essen, ist doch dann nicht so schlimm.

Ja, sagt meine Mama auch immer "Man muss FLEXIBEL sein!" :D :D

Sojamilch werde ich auf jeden Fall probieren und Eis werde ich auch mal suchen. Ich habe so eine Eismaschine, ob das dann geht mit Sojamilch?

Ja, ich glaub, das geht. ;)

glg Melanie

Lena
21.05.2006, 20:07
ja ihr habt ja recht, dass das an sich unschön ist.
aber menschen, die fleisch essen, sehen tiere nunmal als nutzgegenstand an. und von daher ist es doch dann weniger verwerflich, wenn es den tieren wenigstens vorher gut ging und man eben bewusst dazu steht, als wenn man eine wurst aus dem kühlregal isst.

Ja ok, es ist vielleicht "weniger" verwerflich, aber in Ordnung ist es trotzdem noch lange nicht. Aber ich geb dir schon recht, dass wenn man sich für Fleisch entscheidet, sollte man wenistens wissen wie so etwas vor sich geht. Da find ich sollten alle, die Fleisch essen, mindestens einmal in einem Schlachthof gewesen sein. Sonst hat man wirklich das Gefühl, dass man sich als Konsument die Finger daran nicht schmutzig macht... Es machen ja "die anderen". Sie esse es ja nur...

Wie hält ihr es damit, dass viele Leute keinen Hasen essen, weil sie selber einen zu hause halten, jedoch "Nutztiere" ohne Probleme verspeisen?

LG Magdalena

Tina67
21.05.2006, 20:30
Ich finde den Begriff Nutztier schon ziemlich merkwürdig.

Da ich nun ja noch nicht so lange ohne Fleischkonsum lebe, kann ich sagen, ich für meinen Teil habe die Leiden ausgeblendet.

Bei TV-Sendungen über Transporte oder Schlachthäuser habe ich weggeschaltet, wollte keine Konfrontation. Traf es mich aber unvermittelt beim umschalten, saß ich da wie gelähmt und hab geheult.

Ich kenne viele, die Tierquälerei verurteilen aber trotzdem auf Grillfeiern eifrig mitessen. Es ging mir ja nicht anders, aber heute bin ich der Meinung ich kann auch was tun und nicht nur in geselliger Runde mit ner Gänsehaut an einer Diskussion zum Thema Tierquälerei teilenehmen um nachher doch wieder in die alten GEwohnheiten zu verfallen.

Ich bin stolz darauf, dass ich das für mich so entschieden habe und lebe das auch meinen Mitmenschen gegenüber so. Es gibt für mich keinerlei Diskussion warum ich das so handhabe, es ist schließlich mein Gewissen, oder!

Lena
21.05.2006, 20:47
Genau so ist es. Vegetarismus ist -wie ich finde- der erste Schritt zu einer besseren und humanen Welt. Natürlich ist mit der Verweigerung nicht jedes Leid weg, dafür muss man schon etwas mehr tun. Ich überlege mir sogar ob ich später nicht beruflich etwas für Tiere bzw. die Natur tun möchte. Man hört zwar immer über Aktionen von Tierschützern, ist stark ihrer Meinung aber sitzt dann doch auf der selben Couch rum wie schon vor 5 Jahren. Umdenken ist das erste, Handeln das zweite. Bei dir hat es auch etwas länger gedauert ehe du gehandelt hast und "Nein" zu Fleisch gesagt hast. So war es bei mir auch. Schritt für Schritt wird sich auch in unserer Gesellschaft was ändern. Die Zahl der Vegetarier und der Menschen, die sich für Tierschutz interessieren steigt wöchentlich enorm. Auch wenn man es in unseren Bekanntenkreisen im Moment kaum merkt. Aber man muss ja das ganze sehen und nicht nur das unmittelbare Umfeld ;) .

Nephtys
22.05.2006, 13:09
Mir passiert es auch dauernd, dass meine Mum "Vegetarische" Sachen kauft, wo man bei genauerem hinsehen dann nachlesen kann was da alles für tolles Fleisch drinnen ist. Sie meint zwar immer sie hätte es nich gesehen, aber manchmal frag ich mich wie offensichtlich es noch sein muss. Mittlerweile hat sie Verständnis dafür dass ich Veggi bin und will mir auch nix mehr aufzwingen. Aber meine Oma z.B. kommt dann immer an, dass man das ja essen könne und ich solle mich nich so anstellen -,- Da könnt ich so durchdrehen. Ich kann einfach nich verstehen, wieso manche einfach den Kopf dicht machen wenns um Vegetarismus geht... Die benehmen sich wie kleine Kinder...

NightShade
22.05.2006, 15:21
Und ich dachte, meine Mum wär da die einzige. :p

Meine Mum will einfach einkaufen - einfach in den Wagen legen - ohne zu schauen, was drin ist! :mad:
Ich dreh jede Packung zweimal um! :D

glg Melanie

Lena
22.05.2006, 15:32
Der erste Blick geht an das Bild vornedrauf, der zweite auf die Rückseite und auf die Inhaltsstoffe und der dritte auf den Preis :D
So ist es jedenfalls bei mir.
Ach ja, der vierte auf ein Bio-Siegel, falls vorhanden *lol*

derjoker
22.05.2006, 20:40
wow, das ist ja eine richtig interessante Diskusion geworden.
Die unterschiedlichen Argumente und Meinungen zu sehen, speziell von denen die Fleisch essen und einem doch zu der "guten" Ernährung überreden oder überlisten wollen.
Aber mal zurück zum Thema, auch meine Großeltern haben mir versucht Fleisch wieder näher zu bringen. Mit Argumenten wie du brauchst Eisen, oder vegetarisch, so ganz ohne Fleisch, das kann ja nicht gesund sein. Naja, mittlerweile essen die auch kaum noch Fleisch. Da haben meine Argumente gefruchtet.

NightShade
22.05.2006, 22:54
Meine Mum wollte heute unbedingt einen "Werd-Vegetarier-Film" sehn, und ich hab ihn ihr gezeigt. Und mein Vater hat zugesehen, konnte aber anscheinend die halbe Zeit nicht hinsehn.
Und dann hat er von seinen leckeren Steaks geschwärmt, als ob nix gewesen wär. :(

Schön, dass du deine Großeltern überzeugen konntest. ;) Bei meiner Verwandschaft ist das leider Sinnlos. :(

glg

Lena
23.05.2006, 00:01
[...]Und mein Vater hat zugesehen, konnte aber anscheinend die halbe Zeit nicht hinsehn.
Und dann hat er von seinen leckeren Steaks geschwärmt, als ob nix gewesen wär. :( [...]

Ich glaube nicht dass es spurlos an deinem Vater vorbeigegangen ist. Und das Geschwärme war meiner Meinung nach eine Fassade. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein Mensch so gefühllos sein kann. Auch wenn er es nicht nach außen zeigt, hat es ihn gewiss bewegt. Hast du nicht noch ein paar Filme ;) ?

NightShade
23.05.2006, 10:42
Ich könnte ihm noch ein paar Filme ausm Internet zeigen! Aber da wird er nur wütend, wenn ich ihn damit konfrontiere... :(
Ich weiß nicht, wie ich mit ihm reden soll, dass er zuhört.
Das Problem ist, dass er die Filme gar nicht sehen will! Er hat gestern nur zugesehnen, weil er grad da war und ich ihn meiner Mum gezeigt hab.

Ja, er könnte keinem Tier was tun, ich sag ihm aber oft, dass er es indirekt auch tut, indem er sie isst!
Aber, wie die meisten, verdrängt er es! :(

In der Fastenzeit haben sich mein Vater und ich vegan ernährt!
Ich bleib dabei! ;)
Er hat es nur aus Spaß getan. :mad:


glg Melanie

Lena
23.05.2006, 13:16
Es ist gar nicht so einfach jemanden davon zu überzeugen, dass er einen Fehler gemacht hat und diesen selbstständig wieder aus dem Weg räumt. Ich habe mich gestern auch mit jemandem unterhalten, der gegen Tiermord ist, aber trotzdem Fleisch isst. Bei solchen Leuten finde ich es einfacher sie vom Vegetarismus zu überzeugen. Vor allem mit passenden Filmen ist es dann umso leichter.

Meinen Vater könnte ich glaub auch nicht überzeugen damit aufzuhören, und meinen Bruder genauso. Er quält sogar selber Tiere aus Spaß und ist für Genmanipulation, Tierfabriken,... also richtig überzeugt. Ich frage mich wie mein Bruder und ich so gegensätzlich gepolt sein können.

Zu deinem Vater: Schlag ihm doch mal vor wieder zu "fasten" ;) Oder übernimm mal öfters das Kochen, sodass Fleisch gar nicht erst auf den Tisch kommt. Viele Wege führen nach Rom ^^. Wenn es zwecklos bleibt, dann hast du es wenigstens versucht.

NightShade
23.05.2006, 13:33
Fasten tut er erst nächstes Jahr in der Fastenzeit wieder, wenn überhaupt! :D
Leider.

Eigentlich koch eh ich meistens, vor allem am Wochenende. Aber meine Mum kocht dann für ihn extra Fleisch! Oder sie macht ihm ne Knackwurst zu meinem Auflauf, etc.
"ER arbeitet hart, er braucht Fleisch!" ist ihr (und auch sein) Argument. Und er hat (eigentlich aus Spaß, glaub ich) gesagt, dass er in der Fastenzeit fast umgefallen wär! (Dabei ging es ihm körperlich eigentlich besser...)
Einfach ne Ausrede!

Boa, dein Bruder ist ja dein Gegenteil! :mad:

glg Melanie

johannes
24.05.2006, 01:20
So ein Quatsch.... zeig dem mal Fotos von den veganen Sportlern, von wegen keine Kraft!

www.viana.de - Produkte findest du im Biomarkt und schmeckt sogar noch viel besser, als Leichenteile, kann er ja mal probiern ;-)

NightShade
24.05.2006, 08:51
Ihm schmeckt eh, was ich koche! :D
Am liebsten hat er Soja-Steakli und Viana Cevapcici!


glg Melanie

Rosi
24.05.2006, 17:05
Ja, das kenn ich gut. Besonders das Argument mit "Der braucht Fleisch, weil er körperliche Arbeit verrichtet!"

Mein lieber Herr Bruder ist auch so ein engstirniger Mensch, sei froh dass du wenigstens einen hast, der was neues (vegetarisches) ausprobiert!

Ich habe bemerkt, dass Fleichesser vor allem dann wütend werden, wenn man mit einem abwertendem Kommentar beginnt: "Was isn des Grindiges?" oder dergleichen...
Viele sind sich jedoch wirklich nicht bewusst was sie essen, andere wissen´s sehr wohl und sich sich voll und ganz im klaren darüber, dass sie Fleisch nicht essen könnten, müssten sie es selbst schlachten und das find ich schon sehr arm...

Obstetrica
24.05.2006, 19:47
Ich wollte nur mal mein Statement dazu abgeben, wieso es verständlich ist, dass Vegetarier sich von Zeit zu Zeit verärgert über das Essverhalten von Fleischessern zeigen - andersherum aber nicht.

Fleischesser tun etwas, das der Moralvorstellung von Vegetariern/Veganern total widerspricht. Der Verzehr von Fleisch bzw. die Inkaufnahme der Tötung von Tieren für persönliche und unnötige Gelüste verletzt uns tief, macht uns hilflos-entsetzt und traurig. Als Tüpfelchen auf dem I werden Witze über unsere emotionale Betroffenheit gemacht; unsere Vorstellungen von Ethik werden ins Lächerliche gezogen.
Solche verletzenden Boshaftigkeiten (ob nun bewusst oder unbewusst entstanden) rufen als Gegenreaktion verständlicherweise Ärger und Wut hervor - und dahinter sitzen Fassungslosigkeit und Trauer, die man in solch einer akuten Situation aber aus Selbstschutz natürlich nicht zeigen mag.

Aber warum sollten sich Fleischesser über Vegetarier/Veganer aufregen? Vegetarier lassen einfach etwas weg, was Fleischesser als legitim ansehen. Braucht sich der Fleischesser darüber mokieren?! Wohl nicht.

Wie hier schon einige vor mir geschrieben haben: Meiner Meinung nach ist der einzige Grund, wieso Fleischesser sich manchmal verhalten wie ein Schwarm Wespen, in dessen Nest einer gestochen hat, das versteckte Schuldgefühl. Viele sind sich insgeheim ganz sicher des Unrechts bewusst, dessen sie sich schuldig machen. Manche "würden sicher gerne, aber können nicht", weil Gewohnheit und mangelnde Selbstdisziplin ihnen im Weg stehen. Und um diesen Ärger über sich selbst nicht zu spüren, werden Aggression und offensiver Angriff geprobt...


Nachdenkliche Grüße von einem Neu-Mitglied,
Obstetrica

johannes
24.05.2006, 19:47
Mein lieber Herr Bruder ist auch so ein engstirniger Mensch, sei froh dass du wenigstens einen hast, der was neues (vegetarisches) ausprobiert

ach was, meiner ist auch kein Veganer, hat vorher jeden Tag Leichen gegessen. Seit wir zusammen wohnen kochen wir jeden Tag zusammen - vegan natürlich.
Wieso sollte man "vegetarisch" anbieten, wenn man doch mit vegan komplett Tierleid vermeidet? ;-)

Viele sind sich jedoch wirklich nicht bewusst was sie essen, andere wissen´s sehr wohl und sich sich voll und ganz im klaren darüber...

genau, das ist es. diejenigen, die es nämlich ganz genau wissen, also die mit dem schlechten Gewissen (kann auch bei "Vegetariern" der Fall) werden am schnellsten wütend. Das scheint wohl leider eine ganz natürliche Sache zu sein, sie fühlen sich eben "angegriffen", wenn man ihnen die Realität vor Augen führt.

Lena
24.05.2006, 19:50
Ich glaubs nicht. oO
Mein Bruder hat heute mit dir über Vegetarismus gesprochen und jetzt kommts: gar nicht mal so abwertend. Sein einziges Bedenken war der gesundheitliche Aspekt. Er war sich nicht sicher ob es nicht nur das B12 ist, das dann fehlt und wollte Forschungsergebnisse. Er konnte sogar die ethischen Gründe für den Fleischverzicht nachvollziehen. Er scheint sich mit dem Thema wirklich auseinanderzusetzen. Vielleicht kann ich ihn ja überzeugen :rolleyes: .

johannes
24.05.2006, 20:03
Stuttgart, 22.03.2005: Die grösste amerikanische Ernährungsorganisation "American Dietetic Association" (ADA) hat sich in einem Positionspapier für die vegetarische und vegane Lebensweise ausgesprochen. Eine gut geplante, vegane Ernährung sei für alle Lebenssituationen möglich, schreibt die ADA in einem übersetzten Schreiben.

http://www.umweltjournal.de/fp/archiv/AfA_naturkost/8149.php

nun macht er sich hoffentlich keine Gedanken mehr und hört mit schliesst sich uns an ;-)

Rosi
24.05.2006, 20:39
Manche "würden sicher gerne, aber können nicht", weil Gewohnheit und mangelnde Selbstdisziplin ihnen im Weg stehen. Und um diesen Ärger über sich selbst nicht zu spüren, werden Aggression und offensiver Angriff geprobt...


Nachdenkliche Grüße von einem Neu-Mitglied,
Obstetrica

Kann dir nur recht geben.
Habe vor einiger Zeit einen Link auf eine ziemlich harte Veganer-Seite per mail verschickt, mit dem Titel "Wie mach ich mir ein Steak?"
Ich wollte damit niemals jemanden zum Vegetarismus überreden, denn nur durch Überredung oder um jemandem einen Gefallen zu tun - das sind die falschen Gründe.
Es war, wie schon so oft - nur ein Aufmerksammachen meinerseits. Nächsten Tag schon ruft eine gute Freundin an: Sie habe es nur bis zur Hälfte geschafft und würde ab sofort kein Fleisch mehr essen.
Das ist jetzt ca. 2 Monate her..auch sie meinte, sie könne von "zu Hause aus" nicht, ihre Mutter würde ihr nichts kochen...blabla...
DAS IST BLÖDSINN. Erstens kann sie sich ja wohl selber was zubereiten und irgendwann muss es jeder akzeptieren!!!

Aber die Gewohnheit. Es scheint so zu sein, wie mit dem Rauchen aufzuhören...es kommt nur auf den Willen an (den ich nicht mal aufbringen will, ich rauche eigentl. ganz gerne), aber wenn jedes Schnitzel eine Versuchung darstellt, stell ich´s mir auch schwierig vor.
Interessanterweise hatte ich damit nie Probleme.

johannes
24.05.2006, 20:51
Habe vor einiger Zeit einen Link auf eine ziemlich harte Veganer-Seite per mail verschickt, mit dem Titel "Wie mach ich mir ein Steak?"

hier ist der Link: http://www.attilahildmann.com/steak_selbstgemacht_rezept/wie_macht_man_ein_steak.html

Ich wollte damit niemals jemanden zum Vegetarismus überreden, denn nur durch Überredung oder um jemandem einen Gefallen zu tun - das sind die falschen Gründe.

genau. die Fakten aufzuzeigen (siehe u.a. Link) sollte ausreichen - die Leute müssen letztendlich selbst entscheiden, ob sie weiterhin töten wollen oder nicht.

ich rauche eigentl. ganz gerne

wenn du dir selber schaden möchtest, sehe ich darin meist kein problem, was vegan leben betrifft. allerdings solltest du unbedingt auf eine tierversuchsfreie Marke wählen!

Rosi
24.05.2006, 21:16
Uaaah..ja, die meinte ich. Ziemlich schlimm...

NightShade
24.05.2006, 23:59
So genau wollt ichs eigentlich nicht wissen... :( :( :(
Trotzdem gut, dass ich's weiß. :)

glg

johannes
25.05.2006, 00:04
wieso? das ist doch ein gute link zum weiterleiten, an freunde und bekannte, die einen nicht verstehen (wollen?) .. oder liege ich falsch? ;-)

NightShade
25.05.2006, 00:10
Ja, sicher! DIE sollten sich sowas echt ansehen! ;)

johannes
25.05.2006, 00:17
weisst du was`? ich glaube es wäre eine idee, das an alle emailadressen aus unseren adressbüchern weiter zu leiten! das könnte vielleicht etwas bewegen. wenn du eine person überzeugt hast, keine Tiere mehr zu essen, gibts die Möglichkeit, dass es in dieser Familie zu Kettenreaktionen kommt.. ;-)

Mit diesem Link dürftens eigentlich alle kapieren, wenn sies richtig anschauen. Wer es dann nicht schnallt, weiss ich auch nicht.

also ich fange mal an, mit weiterleiten

NightShade
25.05.2006, 00:25
Ich mach mal gleich mit! ;)

Reserl
25.05.2006, 12:43
Hab auch schon mal mit angefangen!!

Hoffentlich bringt´s was!
Ist aber echt ein sehr eindeutiger Link, wer es dann auch noch nicht kapiert.... :confused:

Gibt´s sowas in Milch- und Eiererzeugung auch? Wär auch toll wenn da mehr drüber bescheid wüssten, was da abgeht!

glg Resi

NightShade
25.05.2006, 13:58
Mit diesem Link dürftens eigentlich alle kapieren, wenn sies richtig anschauen. Wer es dann nicht schnallt, weiss ich auch nicht.


Naja! Ich hab den Link auch in ein Forum gestellt:
Eine Antwort von einer Fleischfresserin:

ich bin nicht-vegetarier und das die kuh nicht von selbst auf der grünen wiese umfällt, ist mir auch klar

ich ess trotzdem gern steaks


Sowas hab ich erwartet... :mad: :mad:

glg

Seitan
25.05.2006, 14:08
ich bin nicht-vegetarier und das die kuh nicht von selbst auf der grünen wiese umfällt, ist mir auch klar

ich ess trotzdem gern steaks Selbstfokussiert und der deutschen Sprache nicht mächtig - eh klar :D

kätzchen
25.05.2006, 15:12
Hab ihn auch mal weitergeleitet, mal gespannt ob jemand was dazu sagt! :rolleyes:

johannes
25.05.2006, 17:46
ja, aber zum thema milch ist das nicht nie zu rezepten verpackt, z.b hier:
http://www.soylent-network.com/doku/02fleischmilch.htm

versucht euch nur mal in die lebenslang ausgebeuteten, eingesperrten tiere hinein zu versetzen..

NightShade
25.05.2006, 23:32
versucht euch nur mal in die lebenslang ausgebeuteten, eingesperrten tiere hinein zu versetzen..

Schon mal nen Tag gegen eine Wand gestarrt? :mad:

glg

Lena
26.05.2006, 14:12
Ich würde diesen Link auch gerne weiterschicken, aber leider kann ich im Moment keine Emails versenden... Das ärgert mich jetzt irgendwie :mad:
Ich werds dann machen sobald es wieder geht.

Wäre interessant wenn ihr die Antworten hier reinposten könntet. Mich interessiert echt wie Leute darauf reagieren.

LG Mag

Lena
26.05.2006, 14:37
Ach ja, ich hab mich wieder mit ein paar Fleischessern unterhalten und das Argument aller:

"Die Natur hat es so gewollt dass wir Fleisch essen, schau mal Tiere töten sich doch auch gegenseitig"

"Männer brauchen Fleisch"

"Ich kann ohne Fleisch einfach nicht leben!"

"Das schmeckt so toll (Aufzählung der Lieblings-Fleischgerichte)"

Das brauch ich jetzt nicht zu kommentieren, oder :D ?

johannes
26.05.2006, 15:55
"Die Natur hat es so gewollt dass wir Fleisch essen, schau mal Tiere töten sich doch auch gegenseitig"

VEGANISSIMO 2 - Handbuch der Tierrechte
1 Es ist natürlich dass Menschen Fleisch essen

Die heutige Wissenschaft fasst Menschen und Menschenaffen (Gibbon, Orang-Utan, Gorilla, Schimpanse) in der Familiengruppe der Hominoideae (Menschenähnliche) zusammen. Der menschliche Stoffwechsel ist, wie beispielsweise der der Gorillas, für rein pflanzliche (vegane) Kost geschaffen. Die Struktur unserer Haut, Zähne, unseres Magens und die Zusammensetzung unseres Speichels, der Magensäure und des Urins, etc. sind typisch für pflanzliche Ernährungsweise.
Trotzdem begannen wir in grauer Vorzeit (vor ca. 2,2 Millionen Jahren) mit Hilfe unseres bemerkenswerten Verstandes, Werkzeuge zu erfinden, um unsere physischen Grenzen zu überwinden. Sie befähigten uns, andere Tiere zu töten und ihr Fleisch zu verzehren. Wir wurden gewohnheitsmäßige Allesfresser, aber unser Körper - obwohl robust und anpassungsfähig genug, um größere Mengen Fleisch verarbeiten zu können - ist bis heute seinem vegetarischen (vegetus=pflanzlich) Ursprung treu geblieben.
Ohne unsere Werkzeuge wird dies offensichtlich! Stellen wir uns beispielsweise vor, welche Schwierigkeiten wir hätten, einen Hasen zu fangen und ihn anschliessend roh zu verzehren - mit Fell, Knochen, Sehnen usw. Vergleichen wir dies nun mit der Leichtigkeit, mit der wir eine Schale roher Früchte oder Gemüse sammeln und essen...

Eine vielleicht noch wichtigere Frage: Verspürst Du - wenn Du hungrig bist - in irgendeiner Hinsicht das instinktive Verlangen, ein anderes Tier zu jagen, umzubringen und aufzuessen?
Trotz seiner omnivoren Gewohnheiten ist der Mensch für eine vegane Lebensweise bestimmt. In der Tat bleiben wir bei einer Ernährung, frei von tierischen Produkten bei allerbesten Gesundheit. Deshalb ist der Veganismus auch eine moralisch vertretbare Antwort auf die Frage, wie das völlig unnötige Leiden und Töten von Millionen von Tieren vermeidbar ist.

"Männer brauchen Fleisch"

Ach ja? Und wie kann es dann sein, dass ein Veganer Weltmeister im Bodybuilding wird und es außerdem noch einige Extremsportler gibt, die sich pflanzlich ernähren?

http://www.vegan-sport.de

"Ich kann ohne Fleisch einfach nicht leben!""Das schmeckt so toll (Aufzählung der Lieblings-Fleischgerichte)"

Du isst Tierleichenteile, mach dir das mal bewusst. Geh mal in den Schlachthof und schau es dir an, wenn du es so vertretbar findest.

Lena
26.05.2006, 19:45
So ist es Johannes, und wenn sich Fleischesser weiterhin gegen die Wahrheit wehren, dann liegt das an ihrer verblendeten Sichtweise, die keine Einsicht zulässt.

Nennst du Fleischesser eigentlich auch Leichenesser in ihrer Gegenwart?

LG Mag

johannes
26.05.2006, 20:12
So ist es Johannes, und wenn sich Fleischesser weiterhin gegen die Wahrheit wehren, dann liegt das an ihrer verblendeten Sichtweise, die keine Einsicht zulässt.

genau. dann kannst du leider auch nichts machen, aber man muss ihnen mit den passenden Argumenten ja wenigstens die Chance geben, find ich.

Nennst du Fleischesser eigentlich auch Leichenesser in ihrer Gegenwart?

Wenn das Thema angesprochen wird auf jeden Fall, ich sage dann immer: "Ihr als Tierleichenkonsumenten könnt euch ja leider nicht in die Situation des geschundenen Tieres hineinversetzen. Stellt euch vor, ihr wärt so eingesperrt etc...". Ich für mich finde es manchmal wichtig, Leute direkt darauf hinzuweisen, dass es eine Leiche ist, die da so ganz unbewusst gegessen wird. Das Wort "Tierleiche" benutze ich so, um ein direktes Bild im Kopf des Gegenübers zu erzeugen.

NightShade
27.05.2006, 00:15
Wäre interessant wenn ihr die Antworten hier reinposten könntet. Mich interessiert echt wie Leute darauf reagieren.

LG Mag

Ich hab den Link einer Freundin geschickt, mit der ich heute auf einer Pferdemesse war.
Als sie hunger hatte:
"Ich kauf mir schnell die "MOMO"!!! :) "
:mad: :mad: :mad:
Sie hats dann aber doch nicht getan...

Noch ein paar Reaktionen aus einem Forum:

Die Bilder sind "normal".

Ich eß schon Fleisch, wenn auch wenig!


also mir gefallen die bilder auch nicht - aber deswegen, weil ich nun mal nicht sehen kann wie eine kuh, ein pferd, oder ein mensch oder sonstiges lebewesen aufgeschnitten wird.

und wenn die kuh echt von der weide gleich zum schlachtraum kommt und es schnell geht, seh ich als vegi nix schlimmes daran. ich find diese bildserie gut, weil man dann besser sieht aus welchen teilen was gemacht wird. mir würde irrsinnig vor einer weißwurst grausen, aber das steak hat für mich nach wir vor seinen reiz.


Ich bin und bleib trotzdem Fleischesser. Es geht doch nichts über ein saftiges Schnitzerl, Kalbsbraten oder eben ein Steak (und schön medium muss es sein).

umwelt
27.05.2006, 00:27
hi,

Das Wort "Tierleiche" benutze ich so, um ein direktes Bild im Kopf des Gegenübers zu erzeugen.

erzeugen? einfach einen zusammenhang herstellen, oder? :)
genau wie
milch=artfremdes drüsensekret mit hohem prozentsatz an eiter
honig=bienenkotze (häufig noch aus ausgesaugten Läusen)
eier=... [zum selbst ausfüllen]

aber es geht natürlich nicht darum, obs nun eklig ist oder nicht.
viele leute haben keine vorstellung davon, was _wirklich leiden_ heisst. da muss einfach bissl hirn her mit der konsequenz, dass man nicht das tut, was man selbst nicht angetan haben möchte :-)

gruss:

kilian

Lena
27.05.2006, 01:18
Zu Melanie:

Wahnsinnig witzig deine Freundin :mad:
Und was die anderen Reaktionen anbelangt: Es ist grundsätzlich so, dass sich die meisten Menschen nicht dafür interessieren woraus ihr essen besteht. Bereits das primitive Argument "es schmeckt doch so toll" belegt das. Ich habe mich schon immer gefragt woher die Dinge stammen, die ich konsumiere. Die Gleichgültigkeit hängt auch sehr mit der Erziehung zusammen. Ich glaube kaum dass Kinder von Vegetariern / Veganern so gleichgültig auf ihr Essen reagieren würden. Es ist über Genrationen ein Missstand entstanden, der sich kaum aus der Gesellschaft lösen lässt. Leider :( .

Zu Kilian:


einfach einen zusammenhang herstellen, oder? :)
genau wie
[...]
viele leute haben keine vorstellung davon, was _wirklich leiden_ heisst. da muss einfach bissl hirn her mit der konsequenz, dass man nicht das tut, was man selbst nicht angetan haben möchte :-)


Also hälst du es für gerechtfertigt einen fleischessenden Menschen Leichenesser zu nennen? Ich bin mir noch etwas unschlüssig darüber, schließlich erzeugen Beleidigungen eine Trotzhaltung des Gegenübers. Oder Einsicht... Etwas wahres ist schon dran: Wenn man jemanden aus dem "Tiefschlaf" wachrütteln will, dann muss man manchmal zu härteren Maßnahmen greifen.

Auch wenn die Bibel noch so viele Unwahrheiten enthält: Jesu' Bergprädigt enthielt eine sehr tiefsinnige Aussage, die _nur_ zum Vegetarismus führen sollte. Damit meine ich die Aussage, dass man den Kreislauf der Gewalt unterbrechen muss. Somit wird das Gegenargument "Aber die anderen töten doch auch..." endgültig entkräftigt wird. Jeder kann Gewalt unterbrechen, indem er seiner Umwelt gegenüber respektvoll ist. Und das hat man schon vor langer langer Zeit eingesehen ;-).

LG Mag

NightShade
27.05.2006, 01:22
Also hälst du es für gerechtfertigt einen fleischessenden Menschen Leichenesser zu nennen? Ich bin mir noch etwas unschlüssig darüber, schließlich erzeugen Beleidigungen eine Trotzhaltung des Gegenübers. Oder Einsicht... Etwas wahres ist schon dran: Wenn man jemanden aus dem "Tiefschlaf" wachrütteln will, dann muss man manchmal zu härteren Maßnahmen greifen.

Hm... Eigentlich ists ja nur die Wahrheit - auch, wenn diese nicht gerne gehört wird, bzw. man sie nicht aussprechen darf.

glg

johannes
27.05.2006, 02:01
Also hälst du es für gerechtfertigt einen fleischessenden Menschen Leichenesser zu nennen?

Was ist daran nicht gerechtfertigt, so lange du nicht "fresser" sagst? Es ist nunmal eine Leiche. Was soll daran eine Beleidigung sein? Musst du jetzt aber mal erklären, wie du das meinst..

Und die Bibel kannst du meines Erachtens vergessen, wenns darum geht andere zu überzeugen, denn jeder kann sich das doch problemlos zurechtlegen, wie ers gerade braucht. Dies wäre wenn überhaupt nur ein Thema, wenn wir die "Urschrift" kennen würden, was ja nicht der Fall ist.

Lena
27.05.2006, 02:07
Vielleicht hast du aus meinem Satz eine Art Skepsis herausgelesen, die aber nicht vorhanden war. Ich halte es nämlich auch für richtig den Menschen danach zu benennen was er is(s)t.
Was die Bibel anbelangt: Ich bin genauso empört darüber wie du, dass sich die Menschen den Inhalt so zurechtgeschrieben haben, wie sie es wollten. Und kann dir auch nicht sagen, was dazugedichtet worden ist und was der Originaltext ist. Wahrscheinlich wurde auch alles abgeändert. Trotzdem enthält die Bergprädigt eine immer währende soziale Wahrheit, nach dem Grundprinzip des gegenseitigen Respekts. Und _das_ halte ich für gut.

NightShade
27.05.2006, 10:40
milch=artfremdes drüsensekret mit hohem prozentsatz an eiter

Ich trinke ja sowiso keine Milch - aber könntest du das trotzdem bitte genauer erklären? Eiter?

glg Melanie

derjoker
28.05.2006, 01:04
"ER arbeitet hart, er braucht Fleisch!"


Ja das Argument kenne ich nur zu gut. Besonders in der Hinsicht, dass ich zur Zeit den kompletten Garten umgestalte, das Haus renoviert habe. Da haben die meisten meiner Verwandten auch immer gesagt, dass ein Mann, der hart arbeitet, Fleisch braucht. Ich verstehe das aber nicht ganz. Warum braucht ein Mensch getötet Tiere, nur weil er sich körperlich anstrengt? Müssen deswegen gleich Lebewesen hingerichtet werden? Sicher es stimmt, wer viel arbeitet, der braucht halt mehr Energie. Ich habe einfach mehr Gemüse gegessen, hat auch sehr gut geschmeckt. Und war vor allem moralisch gesünder.
Ach ja, ein positiver Nebeneffekt, ist, dass ich zwar mehr esse als vorher, mich aber weniger schlapp, müde und ausgepower fühle. Und vor allem, dass ich abnehme, was mir früher nie gelungen ist, als ich noch Fleisch aß.
Ich denke, es liegt daran, dass Gemüse und CO einfach frischer, vitaler und lebendiger ist. Hingegen Fleisch nur tot ist.

derjoker
28.05.2006, 01:07
Ihm schmeckt eh, was ich koche! :D
Am liebsten hat er Soja-Steakli und Viana Cevapcici!



Ich konnte mir auch niemals vorstellen "sowas" jemals zu essen. Soja, Fleischnachahmprodukte, irgendwie fand ich das schon etwas seltsam, vielleicht sogar eklig. Meine Freundin, Vegie seit sie denken kann, hat mir einfach vegetarische Würstchen gemacht, ohne das ich es wußte. ICh habe sie alle aufgessen und musste feststellen, das sie sogar besser geschmeckt hatten, als die "normalen".
Es gibt soviele gute Alternativen und verwunderlich ist es immer wieder, zu mindest find ich es, dass diese Produkte nicht nur relativ gleich schmecken, sondern auch noch viel gesünder sind.

derjoker
28.05.2006, 01:21
Ich hatte heute einen äußerst nette Post in meinem Briefkasten. Eine Reklamesendung von einem großen Pferdehof. Die hatte da Tag der offenen Tür und luden alle freundlich ein. Es gab Pferdereiten, Kutschfahrten, Streicheln und Füttern der Tiere für Kinder, ein großes Grillfest, etc. Klang ja soweit alles ganz nett, bis auf die letzte Seite. Da waren die Angebote des Tages abgedruckt. Cremes, Kosmetik, keine Ahnung was sonst noch alles, und natürlich rein pflanzlich, ach ja und in jedem Produkt waren Pferde. keine ahnung was genau, da stand nur, dass Fleisch, oder sonst was drinnen wäre.
Schön pervers oder? Erst dürfen die Kinder reiten und dann werden die Tiere zerlegt und in Cremes verarbeitet.
Ach ja und ein anderer Fall, bei dem ein Kumpel dem Fleischessen abgeschworen hat, war ein Einladung auf ein traditions Bauernhof. Nach Führung etc, durfte sich jeder BEsucher ein Vieh aus suchen dass dann vor den Augen geschlachtet und verarbeitet worde. Später lag es dann auf deren Teller. Er suchte sich ein Huhn aus, gegessen hat er es nie. Seitdem ist er überzeugter Veggie, noch bevor ich es war.

johannes
28.05.2006, 11:47
Es gab Pferdereiten, Kutschfahrten, Streicheln und Füttern der Tiere für Kinder, ein großes Grillfest, etc. Klang ja soweit alles ganz nett

wie kann sich ein versklaven von Pferden nur gut anhören? Findest du es natürlich, Pferde vor eine Kutsche zu spannen und für den Menschen auszunutzen, wobei es doch Autos gibt? Gnadenhöfe bieten eine gute Alternative, wenn man Pferde streicheln und sich um sie kümmern möchte. Die sind manchmal auch echt auf Hilfe angewiesen.

Nach Führung etc, durfte sich jeder BEsucher ein Vieh aus suchen dass dann vor den Augen geschlachtet und verarbeitet worde. Später lag es dann auf deren Teller. Er suchte sich ein Huhn aus, gegessen hat er es nie. Seitdem ist er überzeugter Veggie, noch bevor ich es war.

Das ist doch toll, sowas müsste es öfter geben. In dem Moment stirbt zwar ein Tier, doch es werden für die Zukunft hunderte gerettet. Man muss den Leuten nur vor Augen führen, wie "krank" das alles ist.

Reserl
28.05.2006, 19:29
Zum Thema Gnadenhöfe: Die Pferde stehen da ihr ganzes restliches, gerettetes Leben, auf (hoffentlich) großen Weiden. Doch diese Weiden können nicht groß genung sein, das Pferd wird sich noch immer eingeschränkt fühlen und früher oder später am Zaun stehen und rauswollen. Und dann beschäftigt man sich eben damit, um ihnen das Leben schöner zu machen. Also, für mich klingt das nicht gemein. Weil es kommt halt immer drauf an, WIE man sich mit ihnen beschäftigt. Natürlich ist es unfair, ein Pferd, welches nicht will, vor eine Kutsche zu spannen und zu ZWINGEN, sie zu ziehen. Aber was ist mit den Pferden, die eine Aufgabe haben WOLLEN und diese gerne machen?! Ich kenne genug solcher Pferde und würde das alles nicht so verallgemeinern.
Natürlich hast du recht, sehr recht sogar, aber es gibt sie, die Ausnahmen, wo Pferde gut behandelt werden, sodass es ihnen Spass macht, etwas zu leisten. Und solche Ausnahmen werden immer häufiger!

johannes
28.05.2006, 20:28
werden immer häufiger?

NightShade
28.05.2006, 22:51
Naja, die Zahl nimmt jedenfalls zu! ;-)

NightShade
28.05.2006, 23:18
wenn du dir selber schaden möchtest, sehe ich darin meist kein problem, was vegan leben betrifft. allerdings solltest du unbedingt auf eine tierversuchsfreie Marke wählen!

Wegen Rauchen: Es mag zwar vegan sein, aber es werden trotzdem Menschen dafür ausgebeutet und der Regenwald für die Tabak-Plantagen abgeholzt...

Lena
29.05.2006, 00:04
Kleine Frage am Rande: Welche Zigarettenmarken sind denn tierversuchsfrei? :o

umwelt
29.05.2006, 00:50
hi,

Kleine Frage am Rande: Welche Zigarettenmarken sind denn tierversuchsfrei? :o

soweit ich weiss, gar keine, denn die marken wurden auch von konzernen aufgekauft, die TV machen.

rauchst du etwa?;)

gruss:

kilian

umwelt
29.05.2006, 00:54
hi,
hab mal gehört, dass in milch ziemlich viel eiter aus den entzündeten eutern enthalten sein soll.
ist aber natürlich irrelevant, denn wer artfremde drüsensekrete trinkt, kann auch artfremden eiter trinken :) - oder?
gruss:
kilian

johannes
29.05.2006, 01:04
Wegen Rauchen: Es mag zwar vegan sein, aber es werden trotzdem Menschen dafür ausgebeutet und der Regenwald für die Tabak-Plantagen abgeholzt...

richtig.

Als ich noch geraucht hab, hatte ich mir extra die American Spirit gekauft, da die in einer Anfrage angegeben hatte, tierversuchsfrei zu sein. Wie das heute aussieht, weiss ich leider nicht genau. Soweit ich weiss, ist es so, dass wohl ein Großkonzern nun auch diese Marke verschlungen hat, der für diese Marke speziell zwar keine Versuche durchführt, generell aber schon. Ich kann euch nur raten: hört einfach auf oder fangts euch garnicht an, bringt doch eh nix...

Lena
29.05.2006, 01:32
@ Kilian: Ich rauche gelegentlich ;)

derjoker
31.05.2006, 00:55
hi,
hab mal gehört, dass in milch ziemlich viel eiter aus den entzündeten eutern enthalten sein soll.
kilian
Ja, das stimmt. Es ist aber nicht nur das. Viel schlimmer sind die Medikamente insbdesondere Antibiotika, die dem Futter zu gesetzt werden. Und das Futter, meist Soja, ist sowieso gentechnisch verändert. Was die Langzeitfolgen sind, weiß keiner, will auch niemand wissen. Klar ist nur, dass Tausende von Tiere, die mit genmanipulierten Futter gefüttert worden sind, bereits gestorben sind. Und Monsanto, das größtem Genlabor der welt, geht mittlerweile gerichtlich gegen andere Informationsquellen vor, so dass nur noch deren Infos an die Öffentlichkeit gelangen. Ich denke mal, das sagt schon alles aus.
Auch die Behauptung, das Milch gesund ist, ist vollkommender Schwachsinn, allein schon auf die oben genannten Tatsachen. Aber es ist doch schon irgendwie komisch, dass wir Muttermilch trinken, die für Kinder einer anderen Art gedacht ist. Im Gegenzug könnte man den menschlichen Müttern doch auch die Milch abpumpen und den Kühen geben. Oder sehe ich das irgendwie falsch?

derjoker
31.05.2006, 01:00
wie kann sich ein versklaven von Pferden nur gut anhören? Findest du es natürlich, Pferde vor eine Kutsche zu spannen und für den Menschen auszunutzen, wobei es doch Autos gibt? Gnadenhöfe bieten eine gute Alternative, wenn man Pferde streicheln und sich um sie kümmern möchte. Die sind manchmal auch echt auf Hilfe angewiesen.


Nun ich sehe das nicht als so dramatisch an. Vielleicht liege ich da aber auch falsch, ich weiß es nicht. Wenn aber die Tiere aber gut behandelt werden, dann sehe ich da kein Problem. Anderseits, wer kann sich schon in der Lage von Pferden versetzen und nach vollziehen, was sie denken, fühlen und wollen???

Karina
31.05.2006, 11:51
Ich hab mich vor einigen Wochen richtig in die Wolle bekommen mit einer guten Freundin, die Fleisch isst. Nicht viel und wenn wir zusammen kochen, ohnehin nicht.
Sie sagte, sie wisse ja, dass die Tiere leiden, vor allem, wenn sie sich ein Stück Fleisch aus dem Supermarkt holt, wo es nur 50 Cent kostet, oder was weiß ich. Aber manchmal hätte sie dann son Bock auf ein Steak oder so...
Ich war etwas angetrunken und meinte darauf hin, sie sei ein schlechter Mensch, wenn sie das wisse und trotzdem lecker reinbeissen könne.
Kann ich ja auch verstehen, dass sie da böse ist, nur ihre Reaktion war trotzdem komisch.
Sie sagte nämlich, sie bräuchte auch keine Rücksicht auf Veggies nehmen beim Kochen und so, macht sie aber. Und ich erwiderte, sie solle keine Rücksicht auf mich nehmen sondern auf Die Tiere, die getötet werden, nur weil sie grade Bock aufn Stück Muskelfaser mit Fett hat...
Das war wirklich ein schlimmer Streit, zugegeben ausgelöst durch meine nicht vorhandene Diplomatie.
Mein Problem ist nur, wir fassen dieses Thema nicht mehr mit der Kneifzange an. Ich hab die Erfahrung gemacht, auch wenn ich nicht so drastisch auftrete, fühlen sich Fleischesser schon halb belästigt und sagen, es sei jawohl jedem selbst überlassen, was man isst und was nicht.
Was soll man dazu sagen?
Ein anderer Freund engagiert sich immer mehr für die Länder, in denen Armut herrscht, die politische Situation unsicher ist und die vom Westen ausgebeutet werden. Den Zusammenhang sieht er aber nicht und belächelt mich für meine Entscheidung, Vegetarisch zu leben.
Und von meiner Familie brauche ich garnicht anfangen. Mein Vater war mal unterernährt, das sieht man ihm aber beim besten Willen nicht mehr an, und sieht Fleisch als Lebensqualität. Er ist auch schon zu alt, um seine Ernährung umzustellen und es ist ein echtes Problem für ihn, dass ich kein Fleisch esse. Früher hat er immer gesagt, Vegetarier sind total beknackt. "Die sind doch blöd, dass die kein Fleisch essen"
Bei meinen beiden Brüdern hat diese Erziehung auch sehr gut gefruchtet und ich werde immer komisch angeguckt. Ich bin die mit der Extrawurst... Im wahrsten Sinne des Wortes.
Manchmal wünschte ich, ich könnte auch einfach über alldas hinwegsehen und fröhlich in ein Schweinedarmwürstchen beissen, aber geht halt nicht. Nicht mal wenn ich wollte.

Tina67
31.05.2006, 13:26
an Karina

Ichhatte gestern eine schriftliche Auseinandersetzung in einem anderen Forum zu dem Thema.

Auf meinen Satz ... ich bin froh, dass ich keine Leichen mehr esse ... schrieb mir jemand ... er esse gerne Leichen ... :eek: !

Das ist doch einfach nur dumm, oder!

In meiner Familie und meinem direkten Umfeld gibt es nicht einen Vegetarier und alle akzeptieren meine Entscheidung. Mein Mann hat anfangs auch gestänkert und gestichelt, aber der Tipp mit dem grunzen, wenn er in sein Wurstbrot beißt, wirkte Wunder und nun sind wir quitt, ich grunze nicht und er lästert nicht.

Ich lebe vor und wenn jemand aus meinem Umfeld mit der Zeit folgen würde fänd ich das geil, aber ich zwinge niemanden zu seinem Glück.

derjoker
31.05.2006, 16:33
Ein anderer Freund engagiert sich immer mehr für die Länder, in denen Armut herrscht, die politische Situation unsicher ist und die vom Westen ausgebeutet werden. Den Zusammenhang sieht er aber nicht und belächelt mich für meine Entscheidung, Vegetarisch zu leben.

Das ist genau das Problem des Welthungers. Wir essen den ärmeren Menschen alles weg, in dem unsere "Nutztiere, Fleischlieferanten" mit enorm viel Soja und Getreide gefüttert werden. Nahrung, die meiner Meinung nach vergeudet wird.
Es klingt fast schon wie Hohn, wenn wir Menschen in ärmeren Ländern helfen, und gleichzeitig sie aber ausbeuten. Es läuft nach folgendem Prinzip: Erst schlage ich Dir die Fresse ein, dann biete ich dir ein Pflaster zu horrenden Preisen an, und nur damit die Blutung gestoppt werden kann, nimmst Du es an und schon bist du anhängig von mir.
Das Prinzip ist einfach und genial.
Aber ohne groß´nachdenken zu müssen, sollte jedem klar sein, dass das Fleisch nicht an Bäume wächst, sondern von Tieren kommt, die genau wie wir Menschen Nahrung und Wasser brauchen. Und das von den Kalorieren, nur wenige in das begehrte Fleisch umgesetzt wird, sollte jedem aus dem Bio unterricht noch gut bekannt sein. Es liegt also auf der Hand, dass diese Menschen versuchen in "unser" Lang zu kommen und sich zurück zu holen, was wir ihnen genommen. Es ist schon erstaunlich, dass die EU beschliesst die Grenzen von Spanien besser zu sichern und im Notfall auch auf Menschen zu schießen, während wie ungehemmt Land, Menschen, Tiere und Umwelt aufs erbärmliche ausbeuten. Klar, der Fleischkonsum ist nur ein Teil des globalen Problems, es ist aber ein sehr großer Punkt dieses Systems. Irgendso ein schwachsinniger Militärtyp von der US Armee, hat mal in einem Interview ausgesagt, dass die moderne Kriege nicht mehr mit Waffen geführt werden, sondern mit Brot. NAch dem Motto "dessen Brot sie fressen, dessen Lied sie singen".

Es ist manchmal sehr schwer, die Zusammenhänge zu erkennen, gerade auch weil die Medien, die ja davon auch abhängig sind, die Probleme wenn überhaupt ankratzen.
Wenn alle Veggies sind, würde alle satt werden. Aber mal angenommen, alle Menschen sind Veggies, werden dann trotzdem alle satt????

Uih bischen lang geworden, und etwas auschweifen...

johannes
31.05.2006, 18:43
hey joker,
das hätte man nun wirklich nicht besser ausdrücken können, freut mich dass du dir so bewusst darüber bist.

Karina
31.05.2006, 21:38
Wenn alle Veggies sind, würde alle satt werden. Aber mal angenommen, alle Menschen sind Veggies, werden dann trotzdem alle satt????

Auf jeden Fall mehr als jetzt.
Du hast recht, so habe ich es noch garnicht gesehen, dass Fleisch an sich total unökonomisch ist, weil du immer mehr investierst(Pflanzen, Transport, Wasser) , als du letztendlich herausbekommst!
und diese Sache mit den flüchtenden Afrikanern, da hatte ich gestern auch Gelegenheit, einer Diskussion beizuwohnen, wo ein erwachsener Mann, Abteilungsleiter, doch echt sagte, "Die fliehen, weil sie nicht arbeiten wollen"

Kann ich mal eben ihren Kopf haben? Nur ganz kurz. Nur so zweidrei Schläge auf den Tisch lang....... Danke, das tat jetzt mal richtig gut.

alissa
30.08.2006, 12:49
Kennt Ihr das auch? Spricht man einenn Fleischesser darauf an, warum er denn Fleisch ist und ob er denn wüßte wie es hergestellt wird, dass die Tiere leiden und andere Menschen deswegen Hunger leiden müssen, dann wiegeln sie ab oder werden sogar wütend. Anscheinend ist ihnen doch irgendwie bewusst, dass ihr Verhalten asozial und falsch ist, dass auch eine Kuh oder ein Schwein ein Lebewesen ist, dass irgendwie doch Gefühle und Empfindungen haben muss.

Spricht man Fleischesser oder Vegetarier auf die Folgen ihres Konsumverhaltens an, reagieren diese meist sehr aufbrausend…
Ich denke, das ist ihr Gewissen. In ihrem Unterbewusstsein wissen sie wohl, das ihr Handeln nicht recht ist…
Aber auch wenn diese Leute erst einmal nichts davon hören wollen, oder die Fehler bei anderen suchen…manch einer wird sich beim nächsten Einkauf im Supermarkt an ein solches Gespräch erinnern…
Auch in diesem Forum kann man dies immer wieder bei Vegetariern beobachten, die keine Lust haben ihre Gewohnheiten zu ändern, die gar nicht hören mögen und nicht verstehen mögen, was an ihrem Handeln falsch ist, dass trotz ihrem „Verzicht“ auf Fleisch weiterhin Tiere für sie leiden und sterben müssen…
Es gibt aber auch Menschen, die davon kaum etwas wussten, oder die sich noch nie den Kopf darüber zerbrochen haben, woher ihr Schnitzel kommt…genauso ist es bei manchen Vegetariern mit Milch, Eiern, Wolle, Seide etc. diese Leute gilt es aufzuklären …

Spirit.Sweet
30.08.2006, 19:22
Richtig! Diese Feststellung habe ich auch schon öfter gemacht, sogar an mir selbst! Ich habe es auch nicht wahrhaben wollen und mich gewehrt. Man muss nur dranbleiben, dann überzeugt man sie, wenn sie ein Gewissen haben oder eben nicht.. Leider ist mein Freund einer von der zweiten Sorte.. :(

lg Dani

Jessy
02.01.2007, 15:39
Warum werden Fleischesser immer so wütend?

Ich nehme auch an, dass sie wütend werden weil man sie daran hindert, zu verdrängen, dass ihr "Essen" einmal gelebt hat.

Leider kenn ich auch viele die überhaupt nicht wütend werden, wenn nicht schon angeberisch darüber schwärmen, dass es ihnen völlig egal ist, dass es sooo gut schmeckt und Tiere doch eh nur zum essen da sind. (Manchmal sogar noch Tierstimmen imitieren bevor in die Wurstsemmel gebissen wird.)

Aber andererseits sollte sich jetzt auch kein Mensch "zwingen" kein Fleisch zu essen. Man muss es wollen und dazu stehen! Vegetarier/Veganer zu sein oder nicht.
Und wenn man wirklich dazu steht Fleisch zu essen, sollte man weder wütend werden noch albern sich darüber lustig machen.

Lena
02.01.2007, 17:07
Letztens hat mein Freund eine Kollegin von mir darauf angesprochen warum sie denn Fleisch isst. Bis zum Ende hatte sie nur ein einziges Argument: "Es schmeckt einfach".

... Ein Hoch auf die Omnivoren http://www.cosgan.de/images/kao/musik/k015.gif ...

Rygel
02.01.2007, 18:20
Letztens hat mein Freund eine Kollegin von mir darauf angesprochen warum sie denn Fleisch isst. Bis zum Ende hatte sie nur ein einziges Argument: "Es schmeckt einfach".

Und wenn man bei den Leuten dann kontert, daß sie hoffentlich nie auf den Geschmack von Menschen kommen, ist das plötzlich etwas völlig anderes...:rolleyes:

Lena
02.01.2007, 18:32
Ich habe meiner Banknachbarin mal eine provokante Frage gestellt: Wie würdest du reagieren, wenn ich aus dem Tierheim eine Katze hole und sie dann töten und essen würde?

Darauf wusste sie keine Antwort. Jedoch als ich sie gefragt habe was sie denn sagen würde, wenn ich ihren Nachbarn schlachten und essen würde kam nur ein: Ja aber bei Menschen ist das doch was ganz anderes!

... http://www.cosgan.de/images/kao/boese/g015.gif

sonny
02.01.2007, 19:05
Bei Menschen, die wütend werden, wenn man versucht, ihnen die Fleisch-Herkunft zu schildern, kann man noch hoffen. Sie wollen es nicht sehen oder hören, weil die Angst haben, daß ihnen der Appetit verdorben wird, weil sie die Bilder dann doch nicht kaltlassen. Aber irgendwann vergeht ihnen vielleicht doch der Appetit, wenn ihr Mitgefühl doch durchbricht.
Aber die, die sich solch ein Video anschauen, dabei genüßlich in ihr Würstchen beißen und vielleicht noch Witze darüber machen, sind hoffnungslose Fälle. An solche Menschen verschwende ich nicht mehr meine Energie.

susanna
04.01.2007, 15:43
das kenne ich auch..
wenn ich leute aus meiner familie anspreche werden sie auch leicht agressiv ..
ich denke auch das sie wissen das es falsch ist und ihnen die argumente fehlen und dadurch dann austicken ...

Spirit.Sweet
04.01.2007, 20:58
ich glaube nicht dass es am Fleisch liegt. Sie wollen es einfach nicht wahr haben was man ihnen da erzählt und deshalb gehen sie sofort in eine Abwehrhaltung über..

Rygel
04.01.2007, 22:48
ich glaube nicht dass es am Fleisch liegt. Sie wollen es einfach nicht wahr haben was man ihnen da erzählt und deshalb gehen sie sofort in eine Abwehrhaltung über..

Mag da mit reinspielen, aber ich sehe durchaus Unterschiede bei z. B. meinem Bruder, wenn ich ihn auf seinen Death-Metal-Krach oder auf seinen Fleischkonsum anspreche. Beim ersteren können wir ganz entspannt und mit lustigem Unterton streiten, beim zweiten Punkt wird er schnell beleidigend und laut. Da spricht schon das pure schlechte Gewissen aus ihm und er fühlt sich (zurecht) angegriffen.

Spirit.Sweet
05.01.2007, 11:22
Schon klar, das ist mir auch schon aufgefallen. Aber frag mich nicht warum das nicht das selbe ist.. Sollte man mal erforschen.

lapine
05.01.2007, 16:09
Macht ihr wirklich so viel Erfahrung mit Fleischessern, die wütend werden? Was mich immer genervt hat bzw. weiß ich von einigen anderen Bekannnten etc., dass es sie auf die Palme bringt, ist diese Selbstverliebtheit und Ach-ich- bin-ein-so-guter-Mensch-Gehabe vieler Vegetarier und Veganer. Obwohl ich selbst ( aus eurer Sicht "nur" ) Vegetarierin bin, krieg ich da echt Brechreiz.

Ich finde es ziemlich traurig, wenn man sich was drauf einbildet, dass man kein Fleisch bzw. generell auf tierische Produkte verzichtet. Solange ein Vegetarier/Veganer nicht darauf achtet, dass er mit seinem Konsumverhalten nicht nur keinem Tier schadet, sondern auch darauf, dass er nur Fair-Trade-Produkte kauft, indirekt keine Kinderarbeit unterstützt, beim Gemüseeinkauf nur regionale Produkte kauft, um der Umweltverschmutzung und Erderwärmungsproblematik durch lange Transportwege entgegenzuwirken, keine Genprodukte sondern nur Bio-Zeug aufgrund der Peztizidbelastung der Umwelt und und und - solange braucht mir keine mit irgendeinem Geschwafel von Moral (das Hauptargument einiger Vegetarier/ Veganer). Natürlich weiß ich, dass man mit Verzicht auf tierische Produkte auch indirekt den Umweltschutz fördert, aber das ist nun wirklich nicht genug um sich als besserer Mensch bezeichnen bzw. Fleischesser verurteilen. Immerhin gibt es Fleischesser, die sich aktiv für die Umwelt, für die Menschenrechte oder eben auf andere Weise für Tiere einsetzen - und tut für seine Umwelt damit mindestens genausoviel wie ein Menschm, der sich weitgehend auf seinem durchaus positivem Ernährungsverhalten ausruht.

LG Bianca

lapine
05.01.2007, 16:31
Man muss nur dranbleiben, dann überzeugt man sie, wenn sie ein Gewissen haben oder eben nicht.. Leider ist mein Freund einer von der zweiten Sorte.. :(

lg Dani


Und zu welcher Sorte gehörst du? Hat dein Kaninchen mittlerweile schon einen Artgenossen? Ich hab dich ja schon vor einiger Zeit per PN darüber aufgeklärt, dass Einzelhaltung in Österreich sogar verboten ist, weil es absolute Tierquälerei ist, solche sozialen Sippentiere einzeln zu halten...

Hat sich schon was geändert? Ansonsten hat sich dein Gewissen auch noch nicht gebührend gerührt und ich muss noch weiterhin dranbleiben.

LG Bianca

ozznock
05.01.2007, 16:55
Ich finde es ziemlich traurig, wenn man sich was drauf einbildet, dass man kein Fleisch bzw. generell auf tierische Produkte verzichtet. Solange ein Vegetarier/Veganer nicht darauf achtet, dass er mit seinem Konsumverhalten nicht nur keinem Tier schadet, sondern auch darauf, dass er nur Fair-Trade-Produkte kauft, indirekt keine Kinderarbeit unterstützt, beim Gemüseeinkauf nur regionale Produkte kauft, um der Umweltverschmutzung und Erderwärmungsproblematik durch lange Transportwege entgegenzuwirken, keine Genprodukte sondern nur Bio-Zeug aufgrund der Peztizidbelastung der Umwelt und und und - solange braucht mir keine mit irgendeinem Geschwafel von Moral (das Hauptargument einiger Vegetarier/ Veganer). Natürlich weiß ich, dass man mit Verzicht auf tierische Produkte auch indirekt den Umweltschutz fördert, aber das ist nun wirklich nicht genug um sich als besserer Mensch bezeichnen bzw. Fleischesser verurteilen. Immerhin gibt es Fleischesser, die sich aktiv für die Umwelt, für die Menschenrechte oder eben auf andere Weise für Tiere einsetzen - und tut für seine Umwelt damit mindestens genausoviel wie ein Menschm, der sich weitgehend auf seinem durchaus positivem Ernährungsverhalten ausruht.

Da ist viel dran! Es ist ein super Schritt, auf Fleisch zu verzichten; und komplett auf alle tierischen Produkte zu verzichtet, ist mit Sicherheit ein noch größerer Schritt in die richtige Richtung. Aber eben noch lange nicht alles!

Eigentlich muss man immer drauf achten, woher die Produkte kommen, die man konsumiert. Es reicht auch nicht, sich ein gutes Gewissen einzureden, weil beispielsweise Chucks vegane Schuhe sind - die werden auch unter miserablen Umständen auf Kosten von unterbezahlten Akkordarbeitern hergestellt.

Da gibt's jetzt natürlich tausend weitere Beispiele, und wie so oft kann man sich leider nicht um ALLE Probleme gleichzeitig kümmern. Aber man sollte versuchen, sich darüber bewusst zu werden...

Rygel
05.01.2007, 17:35
Solange ein Vegetarier/Veganer nicht darauf achtet, dass er mit seinem Konsumverhalten nicht nur keinem Tier schadet, sondern auch darauf, dass er nur Fair-Trade-Produkte kauft, indirekt keine Kinderarbeit unterstützt, beim Gemüseeinkauf nur regionale Produkte kauft, um der Umweltverschmutzung und Erderwärmungsproblematik durch lange Transportwege entgegenzuwirken, keine Genprodukte sondern nur Bio-Zeug aufgrund der Peztizidbelastung der Umwelt und und und - solange braucht mir keine mit irgendeinem Geschwafel von Moral (das Hauptargument einiger Vegetarier/ Veganer).

Ich betrachte mich bei dem Thema Tiermord den Omnivoren und Vegetariern überlegen, weil für meine Lebensweise weniger Tiere sterben, das ist einfach Fakt und wird auch nicht dadurch geschmälert, daß ich z. B. nicht nur regionale Produkte kaufe. Was mir bei allen Omnivoren und vielen Vegetariern am meisten fehlt, ist das Interesse an irgendeiner Verbesserung. Da kann man sich den Mund über Tiermorde fusselig reden, es kommen dazu keine greifenden Gegenargumente, aber trotzdem wird stur weitergemacht. Wenn jetzt aber im umgekehrten Fall jemand zu mir kommt, mich z. B. über einen Konzern aufklärt, der Kinderarbeit unterstützt oder eine Firma nennt, die verstärkt darauf achtet, keine Insektenschutzmittel zu benutzen, richte ich mich beim nächsten Einkauf danach und bin sogar dankbar dafür. Omnivoren und "Vegetariern" in meinem Umfeld kann man aber z. B. 1000mal sagen, in diesem Geschäft gibt es Soja-Milch, das interessiert sie nicht, obwohl sie über Kuhmilch vollkommen aufgeklärt sind.

Ich finde es ziemlich traurig, wenn man sich was drauf einbildet, dass man kein Fleisch bzw. generell auf tierische Produkte verzichtet.

Ich finde es ziemlich traurig, daß man vegetarische und omnivore Tiermorde als etwas ganz Selbstverständliches ansieht und die damit rechtfertigt, daß Veganer vielleicht mal einen Kaugummi in den Wald spucken. O. k., ziemlich übertrieben ausgedrückt, aber ich kann es einfach nicht mehr hören...

ozznock
05.01.2007, 17:51
Wenn jetzt aber im umgekehrten Fall jemand zu mir kommt, mich z. B. über einen Konzern aufklärt, der Kinderarbeit unterstützt oder eine Firma nennt, die verstärkt darauf achtet, keine Insektenschutzmittel zu benutzen, richte ich mich beim nächsten Einkauf danach und bin sogar dankbar dafür. Omnivoren und "Vegetariern" in meinem Umfeld kann man aber z. B. 1000mal sagen, in diesem Geschäft gibt es Soja-Milch, das interessiert sie nicht, obwohl sie über Kuhmilch vollkommen aufgeklärt sind.

Super! So soll's sein...

Es gibt nur eben auch Veganer, die sich nicht im geringsten über die Herkunft ihrer Kleidung informieren.

(Darf ich überhaupt mitdiskutieren? Bin ja noch Veganer-Neuling...)

Spirit.Sweet
05.01.2007, 20:04
Hallo Lapine! Ja ich habe drüber nachgedacht und er hat auch eine Artgenossin bekommen, aber es bleibt wie gehabt, er akzeptiert keine artgenossen.. Frag mich woran das liegt. Keine ahnung.

lapine
06.01.2007, 16:12
Ja, ich weiß, dass ihr es schon mal mit einem Findling versucht habt ( Lebt der jetzt eigentlich auch alleine?? )

Ich hab dir per PN schon vor einiger Zeit die häufigsten Gründe dafür genannt, warum eine Vergesellschaftung nicht klappt - hauptsächlich aus Haltungsfehlern oder falschem menschlichen Eingriffen. Hast du es mit all meinen Tipps nochmals mit einem anderen gegengeschlechtlichen Kaninchen probiert?

Du hast doch ein Männchen, ist er überhaupt kastriert?

LG Bianca

lapine
06.01.2007, 16:28
Ich betrachte mich bei dem Thema Tiermord den Omnivoren und Vegetariern überlegen, weil für meine Lebensweise weniger Tiere sterben, das ist einfach Fakt und wird auch nicht dadurch geschmälert, daß ich z. B. nicht nur regionale Produkte kaufe.


Ich finde es ziemlich traurig, daß man vegetarische und omnivore Tiermorde als etwas ganz Selbstverständliches ansieht und die damit rechtfertigt, daß Veganer vielleicht mal einen Kaugummi in den Wald spucken. O. k., ziemlich übertrieben ausgedrückt, aber ich kann es einfach nicht mehr hören...

Was das Thema Tiermord anbelangt: Klar, sind Veganern da Fleischessern und Vegetariern überlegen, das streitet mit Sicherheit niemand ab. Was ich gemeint habe, ist, dass es viele Menschen zu Recht nicht ausstehen, dass sich viele Veganer/Vegetarier GENERELL für bessere Menschen halten, was absoluter Blödsinn ist, weil es sooo viele engagierte Menschen gibt, die nur nicht alle den gleichen Weg wie ihr zur Verbesserung der Welt in irgendeiner Form gewählt haben.

Ich glaube, wir sind uns darüber alle einig, dass die Sitution für "Nutztiere" mehr als traurig ist, aber man braucht sich wie gesagt nichts darauf einbilden (wo wir wieder bei "bessere Menschen" angelangt wären), wenn man etwas Positives für seine Umwelt tut. Es sollte selbstverständlich sein, dass man der Welt auch irgendetwas zurückgibt, in welcher Form auch immer - Und das finde ich besonders wichtig. Denn wie ihr schon richtig gesagt habt, man kann nicht auf alles Rücksicht nehmen bzw muss man irgendwo anfangen. Und nicht jeder fängt am gleichen Punkt an bzw haben alle Menschen unterschiedliche Schwerpunkte. Für die einen ist es das Leid der Nutztiere, der andere setzt seinen Schwerpunkt auf soziales Engagement was die Armut und das Leid der Menschen angeht. Jeder soll dort ansetzen, wo es ihm persönlich am wichtigsten erscheint, denn wo man mit ganzem Herzen dabei ist, kann man am wahrscheinlichsten etwas bewirken.

LG Bianca

Rygel
06.01.2007, 19:18
Ich glaube, wir sind uns darüber alle einig, dass die Sitution für "Nutztiere" mehr als traurig ist, aber man braucht sich wie gesagt nichts darauf einbilden (wo wir wieder bei "bessere Menschen" angelangt wären), wenn man etwas Positives für seine Umwelt tut. Es sollte selbstverständlich sein, dass man der Welt auch irgendetwas zurückgibt, in welcher Form auch immer - Und das finde ich besonders wichtig. Denn wie ihr schon richtig gesagt habt, man kann nicht auf alles Rücksicht nehmen bzw muss man irgendwo anfangen. Und nicht jeder fängt am gleichen Punkt an bzw haben alle Menschen unterschiedliche Schwerpunkte. Für die einen ist es das Leid der Nutztiere, der andere setzt seinen Schwerpunkt auf soziales Engagement was die Armut und das Leid der Menschen angeht. Jeder soll dort ansetzen, wo es ihm persönlich am wichtigsten erscheint, denn wo man mit ganzem Herzen dabei ist, kann man am wahrscheinlichsten etwas bewirken.

Geh doch mal bitte auf meinen Willen zur Verbesserung ein, lapine. Was genau machst z. B. du denn so Großartiges für diese Welt, daß den Mord an männlichen Küken, Kälbern und anderen Tieren für deine vegetarische Ernährung ausgleicht? Würdest du auch dazu stehen und das lebenden Kälbern ins Gesicht sagen, wenn sie dich verstehen würden? "Tja, Viecher, ich habe heute Müll aus dem Wald gesammelt, deshalb nehme ich mir jetzt eure Muttermilch und entsorge euch, das habe ich mir redlich verdient!" Finde ich nachwievor pervers. Wo genau endet bei dir dieses Aufrechnen? Wieviel Hektar Wald dürfte ich deiner Meinung nach brandroden, weil ich vegan lebe und deshalb sozusagen da einen Bonus habe? Ich könnte gerade so durchkotzen ob dieser Einstellung. "Neu - Neu - Neu - Leben mit Payback-Punkten. Schon für einen ökologischen Einkauf Ihrer Wahl dürfen Sie 200 Küken umbringen. Nur heute im Sonderangebot: 4.000 Morde an Bienen für nur einen Verzicht auf eine Plastiktragetasche zugunsten einer aus Jute. Für unsere Schnäppchenjäger: 5 tote Kälber für den Kauf einer Fair-Trade-Jeans...":(

Spirit.Sweet
06.01.2007, 21:13
Der Findling hat jetzt das Kaninchen als GEsellen bekommen, das unserer eigentlich kriegen sollte. Komisch, zwei Weiber und dennoch klappt die sache. Ja ich habe das schon befolgt, was du geschrieben hattest. Es hat nichts gebracht. Ich nehme mal an, er hat irgendein Trauma erlebt oder so..

lapine
07.01.2007, 12:45
Geh doch mal bitte auf meinen Willen zur Verbesserung ein, lapine. Was genau machst z. B. du denn so Großartiges für diese Welt, daß den Mord an männlichen Küken, Kälbern und anderen Tieren für deine vegetarische Ernährung ausgleicht? Würdest du auch dazu stehen und das lebenden Kälbern ins Gesicht sagen, wenn sie dich verstehen würden? "Tja, Viecher, ich habe heute Müll aus dem Wald gesammelt, deshalb nehme ich mir jetzt eure Muttermilch und entsorge euch, das habe ich mir redlich verdient!" Finde ich nachwievor pervers. Wo genau endet bei dir dieses Aufrechnen? Wieviel Hektar Wald dürfte ich deiner Meinung nach brandroden, weil ich vegan lebe und deshalb sozusagen da einen Bonus habe? Ich könnte gerade so durchkotzen ob dieser Einstellung. "Neu - Neu - Neu - Leben mit Payback-Punkten. Schon für einen ökologischen Einkauf Ihrer Wahl dürfen Sie 200 Küken umbringen. Nur heute im Sonderangebot: 4.000 Morde an Bienen für nur einen Verzicht auf eine Plastiktragetasche zugunsten einer aus Jute. Für unsere Schnäppchenjäger: 5 tote Kälber für den Kauf einer Fair-Trade-Jeans...":(

Erstens hab ich nie behauptet, dass man das aufrechnen kann. Nur weil man Müllsammeln geht oder Fair-Tradesachen kauft, wird die Situation im Bezug auf die vielen anderen Probleme dieser Welt nicht besser. Ich hab nur gesagt, dass jeder Mensch andere Proritäten setzt. Du achtest bei deinem Einkauf in erster Linie darauf, nichts zu kaufen wofür Tiere ausgebeutet wurden, ein Freund von mir zB darauf, dass dafür keine Menschen ausgebeutet wurden.

Zum Willen zur Verbesserung: Du hast schon Recht, manchen Menschen ist es wirklich egal, dass Tiere ausgebeutet werden und sie wollen daran nichts verändern. Aber ich halte es für genauso absurd zu sagen, dass jeder Veganer Willen zur Verbesserung bzgl der anderen Probleme der Welt hat. Es ist doch kein Geheimnis, dass lange Transportwege von zB importierten Obst und Gemüse erheblich zur globalen Erwärmung beitragen, dass für die Produktion von Kaffee etc Menschen ausgebeutet werden. Wo bleibt da der Willen zur Verbesserung?

Zu der Aussage:
"Tja, Viecher, ich habe heute Müll aus dem Wald gesammelt, deshalb nehme ich mir jetzt eure Muttermilch und entsorge euch, das habe ich mir redlich verdient!" Finde ich nachwievor pervers.

Natürlich ist das pervers, aber findest du es nicht genaus pervers zB zu einem kleinen Kind, das durch Kinderarbeit ausgebeutet wird zu sagen: Ich ernähre mich vegan und rette damit so viele Tierleben, deshalb kaufe ich weiterhin ua in Geschäften ein, die Kinderarbeit unterstützen und mithelfen, dich auszubeuten. Oder zu einem Arbeiter, der für einen Hungerlohn arbeiten muss, der für die Ernährung seiner Familie nicht ausreicht: Ich habe heute wieder 1 Kalb und vier Hennen gerettet, das Verhungern deiner Kinder nehme ich dagegen aber gerne in Kauf.

Bevor du das jetzt ansprichst: Das eine soll das andere selbstverständlich nicht entschuldigen. Wünschenswert wäre wirklich eine Welt, in der weder Tiere noch Menschen ausgebeutet werden, wenn sich nur eines davon zum Guten verändert, macht es damit das andere nicht besser. Aber es ist doch nicht mehr verkehrt, als sich zB als Menschenrechtler nicht für das Leid der Tiere interessiert, als umgekehrt, also wenn einem als Veganer die Menschen am Arsch vorbeigehen.

Weil du gefragt hast: Ich mache überhaupt nichts "Großartiges". Ich setzte mich in kleinem Rahmen für Tiere ein, nichts Besonderes, Kleinigkeiten wie zB Haustiere nur aus Tierheimen oder schlechter Haltung, Mitarbeiterin bei "Nager in Not", Spenden etc. Und ich versuche mit diesen Dingen nicht meine vegetarische Lebensweise zu rechtfertigen, das brauche ich nicht. Davon abgesehen, dass mein Ziel ohnehin eine vegane Ernährung ist, was aber hier nichts zu Sache tut.

LG Bianca

Rygel
07.01.2007, 21:18
Aber es ist doch nicht mehr verkehrt, als sich zB als Menschenrechtler nicht für das Leid der Tiere interessiert, als umgekehrt, also wenn einem als Veganer die Menschen am Arsch vorbeigehen.

Nenne mir bitte einen Veganer, der sich nicht für Menschenrechte einsetzt, weil er einen direkten Nutzen daraus zieht, täglich Menschen gezielt in Millionenhöhe umzubringen. Ich persönlich achte inzwischen sehr auf Fair Trade-Ware, aber trotzdem ist die Ausbeutung der Menschen nicht mal im entferntesten mit der Ausbeutung der Tiere zu vergleichen. Wo sind denn die Stationen, in denen Menschen massenweise gezüchtet werden, weil man Geschmack an ihrer Haut und ihrem Fleisch gefunden hat? Sicherlich ist es richtig, sich für alle Tiere einzusetzen, aber ich mache einen großen Unterschied zwischen Hungerlohn und gezieltem Massenmord, dazu noch aus reinen Genußgründen. Deshalb kann man mir mit diesem Thema erst kommen, wenn man das Leid auch nur ansatzweise miteinander vergleichen könnte. Wie gesagt boykottiere ich die Ausbeutung aller Tiere, trotzdem ist der Menschenrechtler, der Fleisch isst und vielleicht sogar Pelz trägt, in meinen Augen eine sehr erbärmliche Witzfigur.

lapine
07.01.2007, 22:32
In meinen Augen lassen sich Mensch- und tierleid sehr wolh miteinander vergleichen. Meine Freundin arbeitet bei einem Entwicklungshilfeprojekt in Brasilien mit, was die zu sehen kriegt, ist sicher ncht schöner als ein Blick in einen Massentierhaltungsbetrieb.

Massenweise gezüchtet werden die Menschen dort in gewissem Sinne auch. Sie besitzen nämlich nicht das Geld, sich Verhütungsmittel zu kaufen. Davon abgesehen, dass viele Frauen und vor allem Mädchen nicht aufgeklärt sind. Da bekommen die Frauen auch ein Kind nach dem anderen - das mergelt nicht nur Zuchtschweine aus, sonder zehrt auch an den Kräften der Menschen.
Na schön, sie werden nicht gezüchtet und getötet, weil jemand Geschmack an ihrem Fleisch und ihrer Haut gefunden hat, sie werden indirekt getötet, weil die Mitmenschen Geschmack an billigen Konsumartikeln gefunden haben und sie ihre Familie vom dem "Lohn" nicht ernähren können. Die Familien dort leiden tlw. extremsten Hunger, Kinder bekommen manchmal tagelang nichts zu essen, manche verhungern. Um das Familienbudget etwas aufzubessern, prostituieren sich kleine Mädchen. Sie sterben an den einfachsten Krankheiten, weil medizinische Versorgung für viele weder verfügbar noch leistbar ist.

Flare
07.01.2007, 23:30
Und ich hab Freitag erst "We feed the world" gesehen, wo gesagt wurde, daß Brasilien eines der reichsten Exportländer ist. Die schicken das Essen in die ganze Welt, während im eigenen Land Menschen verhungern. Kaum zu fassen eigentlich.

Fighter
09.01.2007, 10:53
Wie gesagt boykottiere ich die Ausbeutung aller Tiere, trotzdem ist der Menschenrechtler, der Fleisch isst und vielleicht sogar Pelz trägt, in meinen Augen eine sehr erbärmliche Witzfigur. Sehr schön gesagt!

Ich glaube die wenigsten würden es zugeben wollen, aber ich denke, das man als Tierfreund/Tierschützer nicht wirklich ein "Menschenfreund" sein kann...

panda05
09.01.2007, 13:26
...warum ist das so? All das?? Ich frag mich immer, wie jemand beschaffen sein muß, innerlich, der Tiere abschlachten kann - oder sich nicht frägt, wenn er sie frißt, was er tut, wie das alles zusammenhängt usw. Namenloses Entsetzen - das trifft es, wenn ich sowas seh - oder auch so viele in nächster Nähe anhören muß, die einen wegen der eigenen Haltung verspotten und dumm und ignorant daherreden. Und wie kriegt man die alle zum Aufhören?? Wohl nie - aber oft macht mich das so verzweifelt!

Bei mir geht es mittlerweile soweit, daß ich auch keine Partnerin haben möchte, der das alles am A... vorbeigeht, denn es harmoniert einfach nicht; und meistens war es ja so, daß die noch versucht haben, mich zum Fleischessen zu zwingen oder zu lästern - das tu ich mir nicht mehr an, dieses miese Gefühl. Und vegan - ist noch ne Stufe mehr - aber ich find dieses Gefühl einfach irgndwie ganz anders, das ich habe, wenn ich mich konsequent so ernähre - nur die Angst eben, die immer wieder mal hochkommt, wegen Mangelerscheinungen - gerade bei b12 merkt man das ja oft erst, wenn es zu spät ist, weil der Körper Altbestände bis zu 10 Jahren speichert.

Ich hatt vor vielen Jahren mal ne Stunde bei ner "Ernährungsberaterin" - die sagte mir, ich wolle Fleisch etc. - WOLLE - das einfach nicht vertragen, und - ich sei "halblebig" ohne Fleisch & Co - und auf Dauer zum Immer-Kranksein verurteilt - aber ich seh mir die Leute an, die mir das erzählen - und die sah echt sch...aus, dafür, daß sie meint, alles wäre ok. - überall dicke Pickel im Gesicht - und Demonstrations-Lebensmittelpackungen im Regal - wegen Nährwertangaben und so - und rät dann mir, einem darmschwachen und magenempfindlichen Menschen, von heute auf morgen anzufangen mit dicken Shakes, aus Quark, Milch und Joghurt gleichzeitig und Fleisch und was weiß ich - sorry, ich komm vom hundertesten ins Tausenste, aber was ich meinte, ist letztlich: die Dummheit und Ignoranz erschreckt mich - denn wo das alles herkommt, und wer dafür blutet - ist Typen wie der doch scheißegal, und obendrein hat sie einfach nicht Recht - ich merk doch, wie sich Verfassung und Aussehen ändern, wenn ich die Linie wieder konsequent vegan lebe! Bei mir sind es nämlich immer lange Etappen - und dann irritiert wieder die Angstmacherei und Beunruhigung - und jetzt möchte ich diese Episoden aus Irremacherei eben auch noch loswerden!

Fighter
09.01.2007, 13:56
Lass Dich mal nicht von "Studien" u. "Ernährungswissenschaftlern" verrückt machen! Solange Du Dich gut u. gesund fühlst - dann passt doch alles.

Ich persönlich interessiere mich NULL für solche "wissenschaftlichen" Ernährungsstudien! So ein Blödsinn. Früher gab es auch keine solchen Studien u. die Leute haben trotzdem gelebt. Auch wird die Sache mit Vitamin B 12 (wahrscheinlich) überbewertet.

Eine Kuh z.B. braucht auch die Vitamine u. Mineralstoffe wie wir auch. Und die Ernährung einer Kuh ist (im Gegensatz zu uns) ja nicht besonders vielfältig. Aber sie lebt auch. Und sie macht sich bestimmt keine Sorgen wg. Mangelerscheinungen. ;)

Thema Mangelerscheinungen: es ist etwas "abstrakt", aber... überall auf der Welt sterben Tiere (u. Menschen) die grausamsten Hungertode. Ich finde, wir sind so privilegiert, weil wir essen können soviel wir wollen. An Mangelerscheinungen denke ich überhaupt nicht. Ich bin dankbar, das ich immer genug zu essen habe. Und glaube mir; UNZÄHLIGE Fleischfresser können genauso Mangelerscheinungen haben (und haben sie auch).

Und ich sage mal so; selbst WENN (glaube ich natürlich nicht) meine Ernährung die Konsequenz hätte, das ich früher sterben würde... dann ist das für mich i.O. Einfach deshalb, weil ich mein eigenes Dasein nicht über das aller anderen stelle.

panda05
09.01.2007, 14:08
...gebe ich dir da recht, und ich stelle mein Leben sicher nicht über das von anderen Kreaturen - aber ich muß mir diese Gedanken machen, teils jedenfalls, da ich eben nicht wie viele normal essen kann und krankheitsbedingt ohnehín schon sehr viele Lebensmittel wegfallen, da ich an chronischen Schmerzen durch Fehl-OP (Darm, Magen) leide -daher ist es nicht überprivilegiert oder übertrieben, wenn ich mir dann Gedanken mache, ob ich mit dem wenigen, was bleibt, und dann noch vegan, nicht Schaden nehme! Ich werde trotzdem vegan leben und dabei bleiben, aber bei meinem täglichen Kampf gegen Dauerschmerzen etc. muß ich einfach etwas mehr nachdenken, was ich tu! Prinzipiell gebe ich dir aber recht: die Panikmache allerorts ist pervers und für viele wirklich nur Zeitvertreib und Ersatz für innere Leere!

Fighter
09.01.2007, 14:22
Oje, Entschuldigung!!! Ich wusste nicht, das Du gesundheitlich angeschlagen bist. Tut mir wirklich sehr leid!

Gut, vielleicht kann man da ja irgendwie einen Kompromis finden. VIELLEICHT findest Du einen Bauern in Deiner Nähe, wo Kühe ein schönes Leben haben u. ihre Kälbchen auch behalten dürfen. Vielleicht dann auf solche "Produkte" ausweichen. Das wäre doch (in Deinem Fall) zumindest eine vertretbare Alternative.

die Panikmache allerorts ist pervers und für viele wirklich nur Zeitvertreib und Ersatz für innere Leere! Genau!

panda05
09.01.2007, 14:35
...ist schon ok. - es ist halt blöd, einerseits will ich damit nicht jeden nerven, aber bei solchen Diskussionen muß ich dann doch rausrücken, ein wenig jedenfalls, mit meinem Problem. Und auf der anderen Seite habe ich gerade durch all mein eigenes Leid ein Gefühl für das Leid der andere von Anfang an mitbekommen - die einen stumpfen ab - und die anderen, und dazu gehöre ich auch, reagieren sehr sensibel, bei Ausbeutung, Mißhandlung, Schmerz, wenn das anderen passiert. Das mit den Bauerhöfen ist eine gute Idee, hab auch öfter dran gedacht und schon Adressen am Rand von Karlsruhe gefunden. Ich möchte nur halt auch eine Richtung (vegan), an der mein ganzes Herz hängt, auch mit Krankheit leben dürfen/können, ohne, daß alles noch schlimmer wird - und ich hab viel gelesen, auch von den ganz Harten (Konz, und das Buch "vergiß den Kochtopf", und vieles bei menschennahrung.de und das Buch von Viktor Kulvinskas über Rohkost, vieles über Urkost und und - und stelle fest, daß ein kranker Mensch das eben nicht durchziehen kann, ohne völlig zusammenzubrechen. Ich hab mich mit Makrobiotik beschäftigt etc. etc. - aber vegan muß möglich sein, ohne Irrsinn und Fanatismus und ohne Schaden zu nehmen, auch für gesundheitlich Gehandicapte, ich bin da letztlich ganz sicher - darum bin ich ja hier, um diese Probleme endlich anzugehn und dann trotzdem meinen Weg gehen zu können - liebe Grüße, Anna

Fighter
09.01.2007, 14:41
Ich möchte nur halt auch eine Richtung (vegan), an der mein ganzes Herz hängt, auch mit Krankheit leben dürfen/können, ohne, daß alles noch schlimmer wird Lebst Du den schon vegan?

Rygel
09.01.2007, 20:12
Ich glaube die wenigsten würden es zugeben wollen, aber ich denke, das man als Tierfreund/Tierschützer nicht wirklich ein "Menschenfreund" sein kann...

Gegen solche Sätze habe ich mich lange Zeit gewehrt, aber leider muß ich zugeben, daß du 100%ig Recht hast. 90 % der Menschen behandeln Tiere wie den letzten Dreck, warum sollte es mich also kümmern, wenn es diesen Tierquälern in irgendeiner Form schlecht geht? Im Endeffekt hat jeder Tierquäler, dem es in irgendeiner Form dreckig geht, nur seine gerechte Strafe erhalten. Ich werde jetzt persönlich das Thema Menschenrecht noch stärker mit dem Thema Tierrecht verknüpfen, z. B. werde ich eine Anfrage an World Vision stellen, ob ich durch meinen Einsatz für mein mongolisches Patenkind irgendwelche Tiermorde unterstütze. Sollte das so sein, habe ich wieder 50 € mehr, die ich Tierrechtsorganisationen zur Verfügung stellen kann. Auch habe ich mir fest vorgenommen, bei meinen wöchentlichen Obdachlosen-Ritualen vor dem Geld geben jetzt erstmal nachzuhaken, ob er mit meinem Geld nicht den nächsten Dönerladen unterstützt.

Fighter
10.01.2007, 09:10
90 % der Menschen behandeln Tiere wie den letzten Dreck, warum sollte es mich also kümmern, wenn es diesen Tierquälern in irgendeiner Form schlecht geht? Genau so ist es!

Versteht mich bitte nicht falsch. Mir tut das auch unheimlich leid wenn man so furchtbare Sachen über Menschen liest & sieht. Das tut mir regelrecht weh. ABER... die Tiere stehen für mich über dem Menschen!!! Und die meisten Menschen sind von Natur aus raffgierige Egoisten. Und selbst Menschen, denen es schlecht geht... tja, selbst diese nehmen (meist) keinerlei Rücksicht auf andere Lebewesen. Das ist ja das schlimme!

Und als Tierfreund/Tierschützer kämpft man gegen all das Leid der Tiere. Und wer verursacht dieses Leid?! Ganz alleine der Mensch. Wie eine Krankheit befällt er diese armen, wehrlosen Geschöpfe. Und wir kämpfen gegen die "Krankheit" Mensch. Nein, tut mir leid - ich bin wahrlich kein großer Menschenfreund. Natürlich gibt es da auch Ausnahmen! ;-)

Trotzdem bin ich meinen Mitmenschen gegenüber immer (naja, fast immer) freundlich, hilfsbereit u. aufgeschlossen. Man muß ja kein Kotzbrocken sein. Aber tiefere Empfindungen für meine "Artgenossen" kann ich leider nicht fühlen. Eher beschämt es mich, Teil dieser Rasse zu sein!

Würde von mir selber nicht behaupten wollen, das ich ein besserer Mensch bin. Nein! Aber mein Verhalten/meine Lebensweise trägt dazu bei, das diese Welt für unsere Mitgeschöpfe ein wenig besser ist/wird.

Auch habe ich mir fest vorgenommen, bei meinen wöchentlichen Obdachlosen-Ritualen vor dem Geld geben jetzt erstmal nachzuhaken, ob er mit meinem Geld nicht den nächsten Dönerladen unterstützt. Hmmm... Geld würde ich gar keines geben. Am besten man gibt ihnen etwas zu essen. Dann kannst Du auch sicher sein, das Dein Geld nicht in den Taschen der Mörder (u. ihren Beihelfern) landet. ;)

Lena
10.01.2007, 14:56
ABER... die Tiere stehen für mich über dem Menschen!!! Und die meisten Menschen sind von Natur aus raffgierige Egoisten. Und selbst Menschen, denen es schlecht geht... tja, selbst diese nehmen (meist) keinerlei Rücksicht auf andere Lebewesen. Das ist ja das schlimme!

Das ist genauso speziesistisch wie wenn man Menschen über Tiere stellt.

Fighter
10.01.2007, 15:11
Das ist genauso speziesistisch wie wenn man Menschen über Tiere stellt. Das ist Ansichtssache.

Das "Verbrechen", das wir Menschen an den Tieren (u. der Natur) begangen haben (und noch begehen werden) ist nicht wieder gut zu machen. Der Mensch ist eine sehr, sehr gefährliche Spezies. Und ich möchte behaupten, das es der Erde u. ihren Bewohnern ohne uns sehr viel besser gehen würde!

Was ich meine ist; der Mensch hält sich selber für das Größte - für die Krone der Schöpfung. Ist er aber nicht. Eher das Gegenteil. Und der Mensch wird sich eines Tages selber zerstören. Warum sollte ich eine Spezies, die (verallgemeinert) nur Leid & Zerstörung bringt, mit auf eine Stufe von Lebewesen stellen, die so ganz das Gegenteil davon bedeuten?!

Außerdem habe ich geschrieben, das es natürlich auch Ausnahmen gibt. Das gibt mir in meiner Aussage einen gewissen "Freiraum". Will heißen; nicht alle Menschen sind schlecht! ;)

Lena
10.01.2007, 21:04
Ich kann deine Ansicht durchaus nachvollziehen und ich habe selber manchmal eine Wut im Bauch, wenn ich sehe wie rücksichtslos sich die Menschheit gegenüber der Natur und den Tieren verhält.

Aber meinst du nicht auch, dass der Wert jeder Spezies gleich ist? Nur weil die Menschheit noch nicht von der Gewalt ablassen kann bedeutet es doch nicht zwanghaft, dass dies niemals der Fall sein wird. Wenn auf der Welt nämlich nur Veganer leben würden (die ja auch zur Spezies Homo Sapiens gehören), hätte ich absolut nichts gegen sie. Ich denke sogar, dass viele Veganer nach dem Motto "Back to Nature" leben wollen würden. Leider ist dies wegen der Industriealisierung nicht mehr möglich. Ich glaube eher es haben unsere Vorfahren vergeigt bzw. haben nicht die Folgen miteinkalkuliert.

Nicht jeder Mensch ist rücksichtslos und egoistisch. Die Empathie ist zum Beispiel eine sehr wichtige treibenden Kraft, die die meisten im Moment leider noch drosseln, weil sie es so von ihren Eltern gelernt haben.

Rygel
10.01.2007, 21:36
Aber meinst du nicht auch, dass der Wert jeder Spezies gleich ist?

Allgemein gesehen schon, allerdings spielen hier auch persönliche Erfahrungen mit rein. Ein Fleischfresser kann sich nicht darauf berufen, daß Schweine ihn schon immer hintergangen haben, ihm komisch gekommen sind oder in irgendeiner anderen Form negativ in sein Leben eingegriffen haben. Sein Speziesismus ist also in keinster Weise nachzuvollziehen. Dagegen habe ich die meisten Menschen nur als ignorantes, egoistisches, brutales, dummes, stichelndes, auf Schwächere einprügelndes Pack kennengelernt, wer will es mir da verübeln, daß ich die Gesellschaft von anderen Tierarten vorziehe und diese auch auf einem höheren Sockel postiere, einfach weil ich mit ihnen zu 99% positive Begegnungen und Ereignisse verknüpfe? Bewußt und mit purer Absicht geschadet hat mir in meinem Leben nur die Spezie Mensch, das ist einfach Fakt. Sicherlich sollte man das nicht verallgemeinern und bestimmt gibt es auch sehr nette menschliche Ausnahmen, gerade in meiner Zeit auf diesem Forum glaube ich einige davon schon kennengelernt zu haben, aber trotzdem gehe ich bei Menschen, die ich nicht kenne, erstmal von sehr unsympathischen Zeitgenossen aus, mit denen ich nichts zu tun haben möchte.

Lena
11.01.2007, 02:46
Mich hat schonmal ein Hund angefallen und gebissen. Verteufle ich jetzt jeden Hund und genrell diese Tierart, nur weil mich einer gebissen hat? Nein, tue ich nicht.

Auch wenn der Prozentuale Anteil der rücksichtsvollen, nicht-speziesistischen Menschen in Deutschland unter einem Prozent liegt, würde ich die Gruppen trotzdem getrennt betrachten und sie nicht in den Sack "Homo Sapiens als Virus der Erde" packen. Diese Menschen sind die Hoffnung auf die Rückkehr der Natur und des absoluten Respekts gegenüber der Natur und allen Mitgeschöpfen.

Warum verteilst du sonst Flyer, Rygel? Warum tue ich das ebenfalls und warum unterstütze ich Tierrechtsorganisationen?

Wir glauben noch daran, dass die Menschheit umkehrt und einen anderen Weg einschlagen wird. Die Hoffnung daran ist die treibende Kraft jedes Flyers, der in die Haushalte eingetrudelt ist. Vergiss das bitte nicht.

Fighter
11.01.2007, 08:33
Guten Morgähn! :)

Aber meinst du nicht auch, dass der Wert jeder Spezies gleich ist? Generell: ja!

Nur weil die Menschheit noch nicht von der Gewalt ablassen kann bedeutet es doch nicht zwanghaft, dass dies niemals der Fall sein wird. Der Mensch war schon immer so; und er wird sich nicht mehr ändern. Im Gegenteil... die Menschen werden immer schlimmer. Bestialischer, grausamer!

Wenn auf der Welt nämlich nur Veganer leben würden (die ja auch zur Spezies Homo Sapiens gehören), hätte ich absolut nichts gegen sie. Stimme ich Dir zu! Aber man muß sich auch eingestehen, das das NIEMALS der Fall sein wird.

Nicht jeder Mensch ist rücksichtslos und egoistisch. Habe ich etwas anderes behauptet?! ;)

Klar, man setzt seine Hoffnung in die Menschen. Aber wenn man ganz ehrlich ist - wirkliche Hoffnungsträger sind sie nicht. Man kämpft trotzdem... weil man es den Tieren schuldig ist!

Das ist genauso speziesistisch wie wenn man Menschen über Tiere stellt. Dazu möchte ich Dich noch etwas fragen. Ist etwas ungewöhnlich, fast schon abstrakt!

Wenn Du siehst wie ein Mensch ein Tier tötet od. zu Tode quält - fühlst Du dann nicht diese Verzweiflung, diese Wut (ggf