PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : hallo


tztz
08.05.2006, 23:50
Hallo, ich heiße Adrian.

Bin auch Vegetarier, sehr froh darüber und glaube an die Sache, habe Freunde die Fleisch essen und andere die wie ich Vegetarier sind.
Nun habe ich bemerkt, dass meine Freunde auch immer weniger Fleish essen, seitdem sie mit mir zusammen sind.
Wichtig ist, dass man die vegetarische Ernährung nach vorne bring, zum Beispiel mit Kochideen. Jup, soweit erstmal.

tourisT
09.05.2006, 00:32
Hi tztz. Willkommen bei uns :rolleyes:

s'lena
10.05.2006, 13:11
Willkommen im Forum!

Das Phänomen mit den Freunden, die plötzlich weniger Fleisch essen kenn ich auch und bin sehr froh darüber ;)
Toleranz ist mir in allen Dingen sehr wichtig und ich versuch daher auch in Bezug auf die Ernährung bei anderen so gut es geht tolerant zu sein.
Nur wenn ich merke, dass sich jemand die Realität schön zu reden versucht oder Tatsachen bewusst verdrängt und das dann unter Umständen auch noch groß rausposaunt, kann es schon mal vorkommen, dass ich ungemütlich werde.
Trotzdem kommt es immer öfter vor, dass sich Freunde plötzlich zu rechtfertigen versuchen, wenn ich sie mit Fleisch "erwische". Da heißt es dann "ist eh bio, hab's vom Bauernmarkt" oder "ich hab aber seit Wochen kein Fleisch mehr gehabt", etc. Ganz ohne irgend einen Kommentar von mir :D
Außerdem merk ich, dass mir oft was vegetarisches nachgekocht wird, wenn sie es bei mir gesehen bzw. gegessen haben.
Ich denke es liegt einfach daran, dass viele ihren Fleischkonsum von zu Hause mitbekommen haben und sich einfach nie Gedanken über Alternativen gemacht haben aber wenn dann plötzlich jemand da ist, der ihnen diese vorlebt, wird es immer schwieriger das eigene Verhalten nicht zu hinterfragen.

lg s'lena

tztz
10.05.2006, 21:03
Hallo s'lena,

Toleranz finde ich auch sehr wichtig, zumal man mit Überzeugenwollen eher das Gegenteil erreicht, besser ist es, überzeugt zu sein und etwas vorzuleben.
Finde interessant, dass es bei dir auch so ist und es würde mich interessieren, ob das noch mehr beobachten. Schön wäre es, wenn man mal so einen "Leitfaden vegetarischer Überzeugungskunst" oder vielleicht auch nur einen Forenthread zu diesem Thema zusammenbekommen könnte.


Außerdem merk ich, dass mir oft was vegetarisches nachgekocht wird, wenn sie es bei mir gesehen bzw. gegessen haben.
Ich denke es liegt einfach daran, dass viele ihren Fleischkonsum von zu Hause mitbekommen haben und sich einfach nie Gedanken über Alternativen gemacht haben aber wenn dann plötzlich jemand da ist, der ihnen diese vorlebt, wird es immer schwieriger das eigene Verhalten nicht zu hinterfragen.
lg s'lena

Stimmt, die Macht der Gewohnheit spielt eine große Rolle neben verdrängten und unbewußten Verhaltensweisen, die Fleischesser rational abwehren... auch in der Natur gibt es das, Fressen und Gefressenwerden... Ist ja nur ein Tier... Ist ja nur vom Ökohof, hat also ein besseres Leben usw.

Mit einem Freund habe ich noch beobachtet, dass er richtig sentimental und traurig wurde, als wir einmal ein Schaf und sein Junges auf einer Ausstellung beobachtet haben und ganz nah dran waren, die direkte Konfrontation mit Tieren finde ich mindestens so wichtig wie gute Argumente und Vorleben.

s'lena
11.05.2006, 12:22
Mit einem Freund habe ich noch beobachtet, dass er richtig sentimental und traurig wurde, als wir einmal ein Schaf und sein Junges auf einer Ausstellung beobachtet haben und ganz nah dran waren, die direkte Konfrontation mit Tieren finde ich mindestens so wichtig wie gute Argumente und Vorleben.

Da geb ich dir absolut recht! Viele Veggis nennen ja selbst als Grund dafür Vegetarier zu werden enstprechende Bilder oder Filme gesehen zu haben oder z.B. eigene Erlebnisse am Schlachthof.
Jetzt lehne ich mich mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte, dass es einem Menschne, der zumindest über ein gewisses Maß an Mitgefühl und Unrechtsempfinden verfügt nur dann möglich sein kann Fleisch aus Massenproduktion zu konsumieren, wenn er die damit verbundenen Grausamkeiten an Tier verdrängt bzw. nicht kennt. Ansonsten müsste sich da eigentlich bei jedem das Gewissen melden.
Und was Fleisch aus artgerechter Tierhaltung anbelangt: ich musste als Kind des öfteren mitansehen wie ein kleines Kalb seinem Bauern vertrauensvoll und seinen Kopf an ihn reibend in den Schlachtpferch gefolgt ist (damals war bei uns Hausschlachtung noch erlaubt) und der Gedanke an den Moment wenn der Schlachter die Pistole ansetzt und sich das Tier mit purer Angst in den Augen hilfesuchend zu seinem daneben stehenden Bauern umdreh, treibt mir noch heute Tränen in die Augen.
Ich finde es daher auch sehr wichtig, wie du schon gesagt hast, dass Fleischkonsumenten ihr Fleisch auch mal lebend kennen lernen, als fühlendes, vertrauendes oder sich ängstigendes, Freude oder Schmerz empfindendes, Zuneigung zeigendes Lebewesen.

lg s'lena

Kurt Ecker
11.05.2006, 22:34
hallo lena!


super deine beiträge,
auch den über die kälberhaltung und schlachtung.
wenn die menschen, das wissen UND nachfühlen,
wird rascher eine wende kommen!
erzähle die geschichte vielen weiter!

sicher, jeder soll, darf und muss ich irgendwann selbst davon überzeugen.
nur aufzuhalten ist es nicht.
wir werden sicher in ein paar jahrzehnten zur vegetarischen veganen ernährung hinsteuern.

ja gewohnheit, tadition, und religion....können echt tiere total ausbeuten...
nochdazu, wenn die kirchen nachwievor behaupten tiere hätten keine seele.
diese grösste ethische instituion legitimsiert dadurch das ausbeuten von tieren....
echt schändlich!

motivationen prüfen:
wir / die menschen essen fleisch aus gewohnheit, lust, ...oft gier, unwissenheit, erziehung,
fehlinformation durch wirtschaft und ärzte!!!
ebenso !... lösst die im fleich enthaltene harnsäure ein suchsteuerungsverhalten aus...
sodass, man nach einiger zeit richtig gier nach fleisch bekommt.

multiplikattirIn sein:
menschen sensiblisieren,
informieren, bescheiden aber kompetent,
viel wissen aneignen...über welt ernächtung...sreport, zahlen, fakten, entwicklungsländer, regenwälder, eu importe....
das sind argumente mit denen man viel kopforientierte menschen erreicht,
die auf einer mitfühlebene nicht zu erreichen sind.

tztz
12.05.2006, 11:35
Sucht- und Geschmacksaspekt:

Hmm, hier mal ein Link der vom Suchtverhalten durch Harnsäure spricht, wußte ich bisher auch noch nicht. http://www.yogabuch.com/fleisch.html.

Es gibt aber noch einen weiteren Aspekt, das Fett. Die Biologie hat festgestellt, dass auf der Zunge auch Fettrezeptoren sind. Damit lässt sich erklären, dass die deutsche Nachkriegsgeneration sehr fetthaltig kochte um dem drohenden Hunger vorzubeugen.
Fett hat einen größeren Energiegehalt als Kohlenhydrate und Eiweiß. Der Verzehr fettiger Fleischspeisen wie Speck beruhen also auch auf dem Verlangen oder Mechanismus, Hungergefühlen vorzubeugen.

Zuletzt wird Fleisch auch durch Würzmischungen, Geschmacksverstärker (Nitrat, Glutamat, Salze) und die Stoffe, die durch Braten entstehen, schmackhaft gemacht.

Yiosou
12.05.2006, 14:00
Hiii Adrian
Viel Spaß hier im Forum....

Kurt Ecker
12.05.2006, 21:13
hallo leute!:)
hallo tztz!

vielen dank für den ausführlichen link!

ich möchte dem entgegnen mit einem link von vegan.at

bitte, gebt diese info an viele menschen weiter!!!

danach gibt es keine argumente mehr, für den konsum tierlicher produkte.

viel erfolg und weiter so!!!!:)

http://www.vegan.at/stichworte/umwelt2.html

Lena
14.05.2006, 05:19
Hallo Adrian,
auch von mir ein herzliches Willkommen, zwar etwas spät, aber besser als nie :D