Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kalt und Müde nach Umstellung
Hallo und Guten Tag,
dies ist nun also mein erster Beitrag nach dem Vorstellungsposting.
Folgendes Phänomen begleitet mich nach ca. 3 Wochen vegetarischer Ernährung: ich bin sehr früh müde; bereits gegen 19:30 h, dabei stehe ich erst um 6:30 h auf, und zum anderen ist mir kälter als sonst. Sicher hängt das auch mit dem Wetter zusammen, es ist ja gerade etwas kälter, aber ich friere z.T. wie im Winter.
Ist das eine normale Umstellungsbegleiterscheinung oder fehlt mir schon irgendetwas Gravierendes? Die Hinweise zu Kalzium, Zink, Eisen und Vitamin B12 versuche ich weitestgehend zu berücksichtigen.
Positiv ist mir aufgefallen, dass die Pfunde purzeln und dass kaum noch Cellulite vorhanden ist ...
Gruß
HeidiXX
nepenthes
13.06.2008, 14:39
*gäääääääääääähn*... Du hast ohne Frage natürlich Mangelerscheinungen... :rolleyes: Das Du nach 3 Wochen des Fleischenthaltens noch nicht auf dem Zahnfleisch kriechst ist mir ein Rätsel...
Sorry, aber langsam kommts mir wieder aus den Ohren raus... nimm es nicht persönlich aber manchmal glaub ich "Anfänger" reden sich vieles ein weil sie von Außen immer "da kriegste doch Mangelerscheinungen" zu hören bekommen und sich das einverleiben.
Nach 3 Wochen kann man definitiv keine Mangelerscheinungen bekommen...
Wieso achtest DU auf Calcium? Ist in Fleisch auch Calcium drin? *grübel*....oder verzichtest Du auch auf Milchprodukte?
Viele Grüße
@ nepenthes: Nur ruhig mit den jungen Pferden! :D
@ Heidi: Die Müdigkeit und das Kältegefühl könnte ich mir eher aufgrund schlechter Durchblutung erklären.
In jedem Fall solltest du zu einem Arzt schauen. Nepenthes hat recht, es ist wohl noch zu früh um von einer Mangelerscheinung auszugehen. Vielleicht brütest du ja auch nur etwas aus.
Jedenfalls solltest du das Ganze medizinisch abklären.
:)
Oha, ich hielt in diesem Unterforum Anfängerfragen für legitim.
Dem ist wohl nicht so ...
Cavia aperea
13.06.2008, 14:56
Ich würde es zwar nicht so "bissig" wie Nepenthes formulieren, aber ich denke schon, dass man sich viel einreden lässt, was Mangelerscheinungen angeht.
Bei dir hätte ich allerdings eine ganz einfache andere "Theorie":
Du hast ja geschrieben, dass bei dir die Pfunde purzeln- also nimmst du viel weniger Kalorien als vorher auf. Und mir geht es bei ner "Diät" jedenfalls auch ständig so, dass ich mich schlapp und müde fühle- einfach weil der Körper mit weniger Energie auskommen muss ;)
Wie ernährst du dich denn derzeit? Isst du nur die "klassischen Beilagen" oder kochst du richtig ausgewogen vegetarisch für dich?
Denn bei vollwertigen Mahlzeiten würdest du ja eigentlich nicht so stark abnehmen und dich kräftiger fühlen :)
LG,
Cavia
Edit: Nimms Nepenthes nicht übel--- es ist halt einfach so, dass hier viele neue User eintrudeln, die genau diese Fragen stellen. Und manchmal sind diese Fragen noch nicht mal ernst gemeint und ein Troll verbirgt sich hinter dieser Anfängerfrage. Die "alten Hasen" hier sind einfach ein bisserl strapaziert von diesem ewigen "Vorurteil", dass man als Vegetarier/Veganer tot wegen Mangelerscheinungen umkippen müsste ;)
Hi,
danke für die Antworten.
Vielleicht hängt's wirklich mit dem Abnehmen zusammen, denn kalte Hände hatte ich bislang immer nur bei Gewichtsverlust - ob nun beim Fasten oder bei Krankheit.
Also, meine Umstellungsschritte bislang waren:
- morgendliches Müsli neuerdings mit Hafermilch anstatt mit Kuhmilch zuzubereiten, ebenso den (entkoffeinierten) Kaffee
- Kein Fleisch mehr zu den Hauptmahlzeiten
- Reduktion von Milch- und Käseverzehr
- Mittagessen: ca. 5 - 6 x wöchentlich Salat, ca. 1-2 x Gekochtes
- Erhöhung des Rohkostanteils insgesamt
- kaum noch Weißmehl-Produkte, vermehrt Vollkornprodukte
In der Vergangenheit hat mal ein Arzt beim Plasmaspenden meinen "Eisenspeicherwert" als schlecht beziffert, somit werfe ich prophylaktisch ca. 1-2x wöchentlich eine Eisentablette ein.
Als Hintergrundinfo vielleicht noch Folgendes:
Meine Ernährung bis ca. Mai war so schlecht wie der Bundesdurchschnitt, also viel Fleisch, Weißmehlprodukte, Zucker, Wurst, Käse, viel Gekochtes und gelegentlich mal Obst und frisches Gemüse.
Freue mich auf weiteres Feedback.
Gruß
HeidiXX
Um deinen Vitaminhaushalt vielleicht etwas aufzubessern würde ich dir Sojamilch von Alpro empfehlen, da ist noch Vitamin B2 und B12 enthalten. Zudem finde ich den Kaffee mit Koffein in der Früh gar nicht sooo schlecht, um den Stoffwechsel in Betrieb zu setzen (die Alternative wäre 10 Minuten Bewegung *buärgs* :D ).
Aber ich bin kein Ernährungswissenschaftler, ich sag dir nur, was ich denke.
Cavia aperea
13.06.2008, 15:24
Hi,
danke für die Antworten.
Vielleicht hängt's wirklich mit dem Abnehmen zusammen, denn kalte Hände hatte ich bislang immer nur bei Gewichtsverlust - ob nun beim Fasten oder bei Krankheit.
Sieht ganz danach aus ;)
Also, meine Umstellungsschritte bislang waren:
- morgendliches Müsli neuerdings mit Hafermilch anstatt mit Kuhmilch zuzubereiten, ebenso den (entkoffeinierten) Kaffee
- Kein Fleisch mehr zu den Hauptmahlzeiten
- Reduktion von Milch- und Käseverzehr
- Mittagessen: ca. 5 - 6 x wöchentlich Salat, ca. 1-2 x Gekochtes
- Erhöhung des Rohkostanteils insgesamt
- kaum noch Weißmehl-Produkte, vermehrt Vollkornprodukte
Das sieht doch nach ner gesunden, ausgewogenen, vegetarischen... Diät aus ;)
Auch wenn du jetzt erst auf entkoffeinierten Kaffee umgestiegen bist- kommt das auch noch dazu... Wenn ich da an das dauer-zerknirschte-Gesicht von meinem Mann denke, wenn er keinen Kaffee hatte :rolleyes:
Dein "Kein Fleisch mehr zu den Hauptmahlzeiten"- heißt das, du isst nur den "Rest" des Essens- oder kochst du auch z.B. mit Tofu oder anderem "Fleischersatz"?
In der Vergangenheit hat mal ein Arzt beim Plasmaspenden meinen "Eisenspeicherwert" als schlecht beziffert, somit werfe ich prophylaktisch ca. 1-2x wöchentlich eine Eisentablette ein.
Wenn du da "vorbelastet" bist, würde ich das beibehalten- aber langfristig mal beobachten, denn ich z.B. hatte meinen ersten normalen Eisenwert nach der Umstellung weg von Omni zu Veggie. Durch eine gesunde ausgewogene Ernährung, nimmt man doch recht viel Eisen auf. Vielleicht brauchst du Präparate ja irgendwann nicht mehr ;)
habanero
13.06.2008, 22:45
Mit der Umstellung hat das ganz sicher nichts zu tun.
Ich bin kein Artzt, aber wenn ich an meine Umstellungsphase zurück denke, dann ist mir fast das genaue Gegenteil passiert. Ich hab mich plötzlich viel Energiegeladener gefühlt und manchmal hatte ich das Gefühl ich würde, durch die ganzen Kohlehydrate die ich auf einmal zu mir genommen habe, glühen. Kein Scherz, bei mir hat sich ein regelrechtes Wohlbefinden eingestellt.
Zunächst mal...: Ich kenne das ;-)
Das war am Anfang bei mir wirklich ganz genauso!
Kanns mir leider nicht erklären, Fakt ist nur dass das bei mir wieder aufgehört hat (nach circa nem Monat). Als ich diese "Phase" überwunden hab wars wie bei habanero - So eine Art Glücksgefühl hat das dann ersetzt ;-)
Nicht zu viele Gedanken machen, stolz auf seine Entscheidung sein, weitermachen und auch mal das Essen auf das man grad Bock hat (Schoko-Brotaufstriche etc *g*)...
Liebe Grüße und du packst das schon :)
Hallo Heidi,
mir ist auch häufig kalt, schwindelig und ich bin dauermüde. Liegt aber eher an meiner ungesunden Lebensweise. Zu wenig Schlaf, einseitige Ernährung, Zigaretten, am WE Alkohol + viel Stress. Trifft etwas davon auf dich zu?
Meine Ernährung bis ca. Mai war so schlecht wie der Bundesdurchschnitt, also viel Fleisch, Weißmehlprodukte, Zucker, Wurst, Käse, viel Gekochtes und gelegentlich mal Obst und frisches Gemüse.
Das kenne ich. Glaub mir, schon nach kurzer Zeit Umstellung auf Vollkorn und Co. wirst du dich allgemein wohler fühlen. :)
Bei meinem Bluttest hat mir meine Ärztin geraten erst ein halbes Jahr zu warten ab der Umstellung. Dann könntest du dich mal untersuchen lassen, falls sich die Symptome nicht ändern sollten. Zuvor kann man Mängel in Zusammenhang mit Veganismus nicht unbedingt bestätigen.
Super, dass du jetzt schon bereits auf den Ersatz von Tierprodukten schaust :) !
Hi Heidi,
eine schlechtere Eisenverwertung erscheint mir plausibel, da ich auch oft das Problem habe. Es wird sehr oft behauptet, daß die Eisenaufnahme von pflanzlichem Eisen schlechter wäre. Manche Vegetarier fühlen sich zwar fitter als vorher, aber andere wieder eher müde/schlapp. 20% der Weltbevölkerung haben sowieso einen Eisenmangel.
Vitamin C erhöht die Eisenaufnahme.
Deshalb mache ich meinen Salat meist mit dem Saft einer halben Zitrone an und achte auf Lebensmittel, die höhere Eisenwerte haben. Ein Glas Orangensaft zum Essen wäre auch sinnvoll.
Weiterhin habe ich bei mir bemerkt, daß ich nach dem Essen sehr müde wurde, besonders bei manchen Getreideprodukten, deshalb habe sie jetzt durch Hülsenfrüchte oder Sonnenblumenkerne und morgens durch eine große Schale Obst und Nüsse ersetzt.
Eins meiner liebsten Gerichte sind jetzt Linsenbratlinge, das Rezept dazu habe ich auf einer Veganerseite gefunden.
Da ich viel Kaffee trinke (vermindert die Eisenaufnahme) und rauche (Vitamin C-Räuber?)
kann ich mir auch eine schlechtere Eisenaufnahme erklären.
2mal habe habe ich auch schon Nahrungsergänzungsmittel (Centrum 30 er Packung) genommen, und da gings mir dann "saugut".
Zu dem Kältegefühl kann ich nichts sagen, das hatte ich noch nie.
Viel Erfolg weiterhin
Kadek
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http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1063488&page=3
Der Beitrag vom User Lila kommt mir ganz vernünftig vor
Die Deckung des Eisenbedarfs ist für Vegetarier eine echte Herausforderung
Eisen ist bei der fleischlosen Ernährung ein echtes Problem. Eisen ist lebenswichtig und muss dem Körper mit der Nahrung zugeführt werden. Zwar verfügt der Körper über "Eisenspeicher", aber er verliert auch täglich Eisen über Darm, Niere und Haut. Frauen verlieren zusätzlich noch Eisen bei der monatlichen Regelblutung. Nach Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollten, um den täglichen Bedarf zu decke, Frauen täglich 15 mg und Männer 10-12 mg Eisen mit der Nahrung zu sich nehmen. Ob das für einen Vegetarier möglich ist, wird kontrovers diskutiert. Kritiker des Vegetarismus glauben, daß eine ausreichende Eisenversorgung nur durch Fleischkonsum gedeckt werden kann. Auf der anderen Seite zeigt sich, dass Eisenmangelerscheinungen kein Problem ist, das nur Vegetarier betrifft. Vegetarier sollten aber über die Mechanismen des Eisenstoffwechsels besonders gut Bescheid wissen. Problem ist, dass pflanzliches Eisen, dass in großen Mengen in Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten enthalten ist, vom Körper schlechter genutzt werden kann, als Eisen aus tierischer Herkunft. Sie werden von der Darmwand nicht so gut aufgenommen, weil sie weniger fettlöslich sind. Ein großer Teil des pflanzlichen Eisens wird so über dem Darm einfach wieder ausgeschieden. Nur 3 bis 8 Prozent des pflanzlichen Eisens wird vom Körper aufgenommen. Bei Eisen aus tierischer Nahrung sind es durchschnittlich 20 Prozent.
Viele pflanzliche Eisenquellen versagen durch die Kombination mit anderen Stoffen
Außerdem gibt es in einigen Nahrungsmittel andere Inhaltsstoffe, die die Verwertung von Eisen behindern. Das ist z. B. bei Eisen so. Kurios ist, dass ganze Generationen von Kindern Unmengen von Spinat essen sollten, weil da ja "so viel Eisen drin ist". Spinat enthält aber den Stoff Oxalsäure, der sich an das Eisen bindet. Diese Kombination ist dann schlichtweg zu groß, um vom Darm resorbiert zu werden. Kalzium, Phosphat, Ballaststoffe und die Gerbstoffe in schwarzem Tee behindern die Resorption von Eisen ebenfalls. Sie sollten deshalb zum Essen nie schwarzen Tee trinken.
Der "Sauerkrauteffekt"
Andere Stoffe wiederum fördern die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung. Diese Stoffe zu kennen, ist für Vegetarier besonders wichtig. Besonders wirksam ist das Vitamin C, dass die Eisenaufnahme um das siebenfache steigern kann. Aus diesem Grund sollte jede Mahlzeit genügend Vitamin C reiche Nahrungsmittel enthalten. Diese sollten dann mit eisenhaltigen Lebensmitteln kombiniert werden. Auch die Ansäuerung der Nahrung, der sogenannte "Sauerkrauteffekt", wirkt sich positiv auf die Eisenresorption aus. Wer auf diesen Effekt achtet kann auch mit vegetarischer Kost seinen Eisenbedarf decken. Die Reserven, die bei einer ausgewogenen Eisenaufnahme vom Körper gebildet werden, sind aber bei einem Vegetarier in der Regel geringer, als bei einem Allesesser.
Orangensaft zum Essen und der Verzicht auf Teegenuss bis 1 Stunde nach der Mahlzeit fördert die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung
Fasst man diese Erkenntnisse zusammen, so ergibt sich folgende Übersicht:
Faktoren, die die Aufnahme von Eisen in den Körper erhöhen sind:
• leere Eisenspeicher
• Vitamin C reiche Ernährung
• Zitronensäure
Faktoren, die die Aufnahme von Eisen in den Körper behindern:
• Oxalsäure (u.a. in Spinat, Kakao, Rhabarber, Mangold)
• das Trinken von Tee bis 1 Stunde nach der Mahlzeit
• Phytin (u.a. in Hafer, Weizenbrot)
• Medikamente, die die Magensäureproduktion blocken, Antazida
Eisengehalt in Lebensmittel Eisengehalt in tierischen Lebensmitteln (mg/100 g):
• Rotwurst 6,4 mg
• Innereien 5,0 - 22,0 (Innereien sind aber oft mit Schadstoffen belastet, weshalb der Verzehr nicht zu empfehlen ist)
• Kaninchen 3,5
• Rinderkamm (Hals) 3,2
• Kalbsschnitzel 3,0
• Schweinefilet 3,0
Eisengehalt in pflanzlichen Lebensmitteln (mg/100 g):
• Weizen/Roggenkeime 8,0 - 9,0
• Linsen 7,5
• Pfifferlinge 6,5
• Tofu 5,4
• Grünkern 4,2
• Haferflocken 4,2
• Dinkel (ganzes Korn) 4,0
• Haselnuss 3,8 (hoher Fettgehalt)
• Brotaufstrich auf Nussbasis 3,9 (hoher Fettgehalt)
• Vollkornbrot 3,0
• Schwarzwurzel (gekocht) 2,9"
http://www.medizinfo.de/ernaehrung/v...aehrstoffe.htm
Vielen Dank für die vielen ausführlichen Antworten.
Übrigens habe ich gestern mit Freunden Raclette gemacht und mich rein an die pflanzlichen Sachen gehalten und habe die anderen ihr Fleisch auf der anderen Seite des Grills brutzeln lassen.:cool:
Es waren sogar noch zwei andere Vegetarier anwesend!
Bei der Befragung der beiden kam ich eigentlich nicht hinter ihre Motive. Es hat wohl weitestgehend was mit Tierliebe zu tun, andererseits haben sie sich dann Lachs gegrillt ... :o
Werde weitere Beobachtungen im Netz und im Real Life anstellen, auf der Suche nach ... einem Ernährungsvorbild? ... oder meinem individuellen Ernährungsstil?:confused:
Irgendwie ist alles noch etwas schwammig, aber ich bleibe am Ball.
Gruß
Heidi
Es waren sogar noch zwei andere Vegetarier anwesend! [...] andererseits haben sie sich dann Lachs gegrillt
Tut mir leid, dann waren das keine Vegetarier.
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