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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : frage der ethik...


toni
16.08.2006, 14:15
hello,
ich bin neu hier, da ich mich rund um das thema "vergetarier" und "vegetarier werden" informieren möchte...

ich hab da nämlich so ein paar fragen...
warum also sollte man kein fleisch essen? ich überlege das jetzt so für mich schon länger hin und her und stoße z.B. auf die frage, dass wenn es ethisch nicht vertretbar wäre, gäbe es doch keine tiere die untereinander fleisch essen, sprich katzen, löwen, tiger, hunde müssten sich doch dann auch vegetarisch ernähren, sind aber fleischfresser? kühe, schafe und pferde etwa würden nie fleisch essen (soweit ich weiß) selbst wenn sie es vorgesetzt bekämen, sie sind also natürliche vegetarier... und der mensch in seiner verwandschaft zum affen, der seineszeichens ja auch allesfresser ist wie schwein oder bär, kann ja fleisch essen? wie beantwortet ihr euch diese thematik? ich esse noch ganz selten fleisch, würde diese frage aber gerne mal klargestellt bekommen...
vielen dank für eure inputs...
liebe grüße
toni

umwelt
16.08.2006, 14:40
hi,

gedanken-machen rulez!

einerseits verhalten wir uns völlig anders als andere Tiere (auto-fahren, philosophien, ...), andererseits versuchen wir aber, unser Verhalten manchmal (insbesondere dann, wenn uns keine logische begründung einfällt) mit dem Verhalten anderer Tiere zu rechtfertigen.

Ein Löwe hat nicht die Möglichkeit zu entscheiden, was er isst. Wir haben diese Möglichkeit.

Wieso sollen wir unsere Lebensweise mit der von Löwen vergleichen? Wieso nicht mit der von Feldhasen?
Der Mensch ist als Allesfresser zu ähnlichen Ernährungsformen fähig.

Wir haben aber - zumindest in gewisser weise - die Fähigkeit, ethische Überlegungen anzustellen. Und aufgrund dieser Überlegungen können wir uns entscheiden, Leid weitestgehend zu vermeiden ("was du nicht willst, was man dir tu...") und vegan zu leben.

In diesem Sinne:

Vegetarismus (in der normalerweise praktizierten Form (ovo-lacto-) ist kein Zwischenschritt sondern Inkonsequenz. Werd gleich vegan, das erspart Dir Einiges :-)

Gruss:

Kilian

toni
16.08.2006, 14:48
bitte nicht falsch verstehen... mich interessiert das nur prinzipiell... das ist mir schon klar, dass ich als mensch die wahl hab, aber ich kapier nur nicht dass die natur das dann so einrichtet dass es eben diese kathegorie "fleischfresser" überhaupt gibt, bzw die zwischenform des allesfressers... das ist es was mich interessiert...wäre es Unnatürlich, gebe es doch nur aasfresser, damit keine krankheiten etc. ausbrechen...

das mit tierleid (haltung, schlachtung, etc..) ist ja nur die perverse fortführung, aber von der natur her sind wir in der lage fleisch zu essen... und wenn ich diesen naturgedanken bzw. eine art von naturethikverständnis habe und hegen will, dann komm ich bei der prinzipiellen frage nicht vorbei
das ist jetzt nicht primär meine "begründung" für oder gegen den verzehr, aber ist das nicht seltsam dass es sowas überhaupt gibt? das ist eben auch keine frage von schmerzen zufügen oder nicht, denn genau das tun tiere ja auch wenn sie sich gegenseitig fangen und fressen... also selbst die methodik ist "in unseren augen grausam"...

toni
16.08.2006, 15:03
gedanken-machen rulez!


Ein Löwe hat nicht die Möglichkeit zu entscheiden, was er isst. Wir haben diese Möglichkeit.

interessant zu diesem thama ist sein beitrag über veganes katzenfutter... also wenn ich mir das jetzt "lebens-quantitativ" anschaue, dann würde es doch sinn machen - ich übertreibe da jetzt, um es auf den punkt zu bringen - dass er diese katzen irgendwie unschädlich macht, denn irgendwie kommen die dazu auf irgendeine art irgendein anderes tier zu töten, und wenns "nur" ne fliege ist (was mein stubentieger auch gerne macht) und mann da eigentlich dieses "eine leben" gegen das von sicherlich "mehreren" wenn nicht "vielen" aufrechnen könnte... also eigentlich ist das doch echt der größte unnatürlichste schwachsinn wo gibt oder?? fleischfresser halten und vegan ernähren, erinnert mich an die armen kühe die tiermehl als nahrung vorgesetz bekamen???

Spirit.Sweet
16.08.2006, 15:11
Die Natur hat das im Grunde nicht so eingerichtet, das wir Fleisch essen.
Wir haben keine Reisszähne um Fleisch zu reissen und nicht den Verdrauungstrakt um Fleisch zu verdauen. Unser Darm ist zu lang, in Folge dessen setzt sich der Verwesungsprozess des Fleisches fort und das führt zu Magen-Darm problemen. Unser Darm ist perfekt für die Verdauung von Körnern und Getreide..

Noch weitere Argumente für den Vegetarismus sind: Vegetarier leben gesünder und somit auch länger. Sie leiden weniger an bekannten Volkskrankeheiten wie Diabetis, Herzinfarkt, Krebs oder Schlaganfall. Vegetarier schonen die Umwelt: Denn die Masttiere schädigen die Umwelt mit ihren Abgasen und mit ihrem Mist.
Man verringert den Hunger in der 3.Welt: Man braucht 10kg Getreide für 1kg Rindfleisch. Wenn man aber nur 1kg Getreide ist, bleiben 9kg für die armen Menschen.

Also für mich sind das super Argumente, die auf jeden Fall in die überlegung mit einbezogen werden sollten.

Vegetarismus ist ausserdem in den letzten Jahren viel einfacher geworden. Man kann sich alles was man braucht im Supermarkt um die Ecke kaufen. Früher musste man dafür ins Reformhaus gehen.
Probier doch einfach mal dein Lieblingsessen (z.B. Spaghetti-Bolognese) mit Soja-Hackfleisch zu machen! Alles ist möglich!
Viel spaß dabei

lg Dani

DAs sollte man auch in seine Überlegungen einbeziehen.

umwelt
16.08.2006, 15:20
hallo toni,
du argumentierst wieder mit natur... menschen sind in der lage, fleisch zu essen. von der natur aus.
aber menschen leben nicht mehr, wie ursprünglich von der natur vorgesehen.
rein ökologisch (und somit pro-natürlich) ist es also sinnvoller, nichts tierisches zu essen.
gruss:
kilian, der seit jahren aktiver umweltschützer is.

toni
16.08.2006, 15:24
da geb ich dir fast voll recht... das sehe ich auch, dass es diese argumente weil eben möglichkeiten gibt... drum bin ich ja gerade "am übergang"... außer mit dem beitrag, dass wir keine allesfresser sind... das sind wir zweifellos - aufgrund unserer verwandschaft mit affen, kann man in jedem biologiebuch nachlesen (darwin lässt grüßen) ... sowie auch schweine oder hühner können wir fleisch (fr)essen, sind aber keine aasfresser, darum hat ja auch jeder mensch einen natütlichen ekel vor aas und deswegen stinkt auch verwesungsgeruch in unserem empfinden, was bei hyänen et alia nicht der fall ist, die fühlen sich vom geruch angezogen. und der beitrag mit dem nicht verdauen können ist (leider) humbug... diese ganzen "wohlstandskrankheiten" rühren ja von einer viel zu hohen dosis, aber nicht von einem generellen fleischverzehr...

bleibt für mich immer noch die frage im raum, warum hat die natur das so eingerichtet??

Spirit.Sweet
16.08.2006, 15:29
Eine erklärung wäre für mich, warum die Natur das so eingerichtet hat, weil sie damals nicht wusste, dass wir unsere Höhlen verlassen, aufrecht gehen und sowas, was wir intellekt nennen entwickeln würden.. Wir waren wie jedes andere Tier auf allen vieren und wollten nur überleben. Was machst du um zu überleben? Du suchst dir was zu essen. und damit man die größtmögliche Auswahl hat, muss man alles essen können. Ich denke das ist der Grund. Ich hab leider keine Biologie studiert, ich vertraue auf das, was ich höre oder lese..

Heutzutage allerdings ist es möglich Pflanzen so zuzubereiten, zu mischen und anzureichern, dass man seinen ganzen Bedarf an Nährstoffen wunderbar einfach mit der Vegetarischen Ernährung abdecken kann. Das hat Mutter-Natur allerdings nicht bedacht.

umwelt
16.08.2006, 15:29
hi,
ich glaube, die natur hat nichts eingerichtet... die natur entstand quasi und wurde aus dem leben gebildet... der mensch ist sogesehen auch natur, aber eine sehr widerliche, denn wie er sich verhält, müsste bald sense sein.
der mensch ist somit quasi denkende natur und kann die natur steuern. wenn es früher natürlich war, fleisch zu essen, ist es heute gewissermaßen natürlich, kein fleisch zu essen (zumindest für diejenigen, die sich der problematik bewusst sind).
gruss:
kilian

toni
16.08.2006, 15:40
o.k... danke euch mal für euren input, jetzt hab ich was zum weitergrübeln... vielelicht komm ich ja bald mal auf einen "grünen" zweig. manchmal steht man echt an mit seinen gedanken, selbst bei sochen dingen, eure argumente erscheinen mir weitgehend logisch, wenngleich ich die kernfrage noch immer nicht weiss, warum es sowas überhaupt gibt... wird wahrscheinlich ein rätsel bleiben! danke!

lindä
16.08.2006, 15:58
also mir fallen da zahlreiche gründe ein:
1.
schonmal etwas von der "ökologischen nische" gehört? bezeichnet sozusagen die benötigten lebensumstände. wenn man eine große ökologische nische hat, kann man also z.B. mit großen temperaturunterschieden klar kommen oder aber man hat eine sehr große nahrungsvielfalt. somit erleichtert die nahrungsauswahl das überleben. lebewesen mit sehr speziellen ansprüchen gibt es seltener und vermehren sich schwerer. wenn man also nur die blätter eines bestimmten baumes frisst (koala) ist man auf eine gegend beschränkt. der mensch konnte sich also z.b. deshalb stark ausbreiten, weil er eine relativ große temperaturtoleranz hat und allesfresser ist. hat also was mit selektion bzw anpassung etc. zu tun.

2.
verschiedene nahrungsgewohnheiten ermöglichen doch eine größere artenvielfalt. man stelle sich vor, alle lebewesen würden pflanzen fressen. wie viele würde es tatsächlich geben? klar, der natürliche fressfeind würde fehlen, somit könnten sich die arten ausbreiten. die konsequenz davon wäre aber wiederum ein doch recht schnelles erreichen der maximalen bevölkerungsdichte, da zunächst viel nahrung und kein feind. die nahrung würde immer knapper. es wäre also nur für wenige individuen möglich, dauerhaft zu überleben. das ist ein in der natur zu beobachtendes phänomen (auch wenn nur eine art irgendein bestimmtes futter zu sich nimmt).
fleischfresser begrenzen pflanzenfresser, was wiederum die fleischfresser begrenzt. (das kann man in jedem biobuch nachlesen - müsste das volterra prinzip sein). es ist also logisch, dass es, um einen kreislauf zu schaffen und somit eine konstanz in einem ökosystem, fleischfresser geben muss.

so. das dazu.
der mensch lebt aber nicht mehr in dem sinne in der natur. wir leben ja nicht in einem ökosystem, sondern eher in einem industriesystem. hier gehts nicht mehr um konstanz o.ä. wir züchten schließlich tiere nach - sie werden uns kaum ausgehen, wenn wir zu viele fressen und die tiere haben auch ein ausreichendes nahrungsangebot, da sie ja vom menschen ernährt werden. mit natur hat das nichts zu tun.
und da kommt dann der denkende mensch, der sich entscheiden sollte, das abzulehnen.

Spirit.Sweet
16.08.2006, 21:14
Richtig Lindä, stimme ich dir 100% zu

lindä
17.08.2006, 15:52
ach ja.. für dich war ja der begriff ethik so wichtig. dazu auch noch was:

wer hat die begriffe ethik und moral erfunden? wohl kaum die natur, oder? ich behaupte mal (auch wenn dass wieder kaltherzig oder so ist *s*), dass es in der natur keine ethik und moral gibt.
diese begriffe hat der mensch erfunden. ratio ist das stichwort.
und die natur war als erstes da :P warum sollte sich also plötzlich die natur ändern, bloß weil ein tier die vernunft entdeckt hat. oder so ;)

Dragonstar
17.08.2006, 16:09
@ toni

Ich glaube ich verstehe deine Frage. Meine Meinung dazu ist, dass "Ethik" ein rein vom Menschen konstruiertes Konstrukt ist, was sich im Laufe der Evolution herausgebildet hat und anscheinend nützlich für die Vermehrung und Verbreitung des Menschen auf der Welt war. Die Natur an sich kennt keine Ethik und ich glaube auch nicht an einen Gott oder einen "Weltplan" in der schlußendlich alles ethisch abläuft. Das Universum, die Erde, die Natur kennt grundsätzlich überhaupt keine bevorzugte Lebensweise, sie besteht schlicht aus allem Liebe, Gewalt, Hass, Brutalität, Zuneigung, etc.. D.h. das ethsiches Handeln schlicht und ergreifend DEINEM Weltbild entsprechen sollte. Ich glaube, dass unser Hirn der Schlüssel für die menschliche Psyche ist. Gegen seine eigenen Überzeugungen zu handeln, auch wenn die Überzeugungen bei einer objektiven Weltbetrachtung widersprüchlich sind, macht einen krank. D.h. auch wenn unsere "Ethik" bezüglich den Tieren objektiv wohl keine Rolle spielt, so ist sie subjektiv für jeden von uns von entscheidender Bedeutung.

Eine gute Frage wäre es zu fragen, warum ein überzeugter Fleischesser, welcher mit seinem Fleischkonsum und dessen Konsequenzen glücklich und zufrieden ist, Vegetarier oder Veganer werden sollte.

Gruß Matthias

Spirit.Sweet
17.08.2006, 21:06
Ich verstehe nicht worauf du hinaus willst Lindä. Der Mensch hat vielleicht diese Begriffe definiert, aber sieh dich doch mal in der NAtur (die sicherlich als erstes da war, da stimme ich dir zu) um. Tiere töten andere Tiere um Essen zu haben, weil sie nicht die wahl haben wie wir. Tiere verletzen vielleicht Menschen, aber auch nur, weil der MEnsch zu weit gegangen ist. Der Mensch mag vielleicht die Begriffe definiert haben, aber er hält sich viel zu wenig daran. Er zerstört die Natur, die ihn geschaffen hat, weil er sich für allmächtig hält. Zum Glück wird sich die Natur eines Tages wehren und sich selbst von dem Gesindel Mensch befreien..

Der Mensch sollte die Begriffe nicht nur so nennen, sondern sich auch daran halten, oder meinst du nicht?

lindä
17.08.2006, 21:59
und ich versteh nicht, was du willst.
ich habe nicht dich angesprochen, sondern den autoren dieses threads.

und ich frage mich auch, woraus du liest, dass menschen sich nicht an die vorstellungen der ethik halten sollten? *s*
ich sag doch, es sind vom menschen gemachte begriffe, ergo braucht sich der mensch nicht in der fleischfressenden natur ein vorbild zu suchen.

wo ist dein problem?
"und da kommt dann der denkende mensch, der sich entscheiden sollte, das abzulehnen."

ich mein wofür hältst du mich eigentlich? auch wenn du es vielleicht nicht wusstest, aber ich als vegetarier befürworte ich schon den fleischverzicht.
meine güte.

Lena
17.08.2006, 23:46
Ich finde dieses Zitat von Kaplan trifft den Nagel auf den Kopf:

Katzen sind Schweine

Katzen sind Schweine: sie fangen Mäuse und jagen Vögel, auch wenn sie diese zum Überleben überhaupt nicht brauchen - weil sie zuhause ohnehin einen vollen Futternapf stehen haben. Natürlich wäre es unsinnig, Katzen dies zum Vorwurf zu machen: sie müssen sich wohl so verhalten. Zumindest können wir ihnen das Gegenteil schlecht beweisen.

Ganz anders der Mensch: Wer wollte schon behaupten, daß er im Restaurant Fleisch bestellen muß! Und denjenigen, der dies behauptete, würden wir wohl nicht als besonders reifes Exemplar unserer Gattung bezeichnen wollen.

Zurück zu Katzen. Die Natur ist weder gut noch schlecht, wohl aber grausam - entsetzlich grausam! Und sobald wir dies erkannt haben und sich die Möglichkeit ergibt, diese Grausamkeit der Natur zu verringern, sollten wir das auch tun. Eben, zum Beispiel, eine Katze daran hindern, eine Maus zu quälen. Der Gewinn für die Maus wird gewiß größer sein als der Verlust für die Katze!

Warum um alles in der Welt sollten wir schließlich ausgerechnet hier nicht in die Natur eingreifen, wo wir dies doch sonst immer und überall tun? Die ganze Kultur ist ein Eingriff in die Natur! Wir haben lediglich da Hemmungen, uns in den "natürlichen Lauf der Dinge" einzumischen, wo uns die nicht schuldhafte Grausamkeit der Natur an die eigene schuldhafte Grausamkeit zu erinnern droht.

Quelle: http://www.tierrechte-kaplan.org/kompendium/index.html

toni
18.08.2006, 15:54
na also ich weiss ja nicht ob das wirklich der richtige weg ist, jetzt den tieren auch noch unsere moral und ethik aufzudrücken.
das ist ja für mich die spannende frage - warum ist vegetarier sein denn soviel besser... ich weiss da kommen jetzt wieder die ganze latte der argumente auf mich zu - vgl. oben... ich will nur sagen ICH TEILE diese auffassung ja. was mich nur interessiert ist eben die tatsache das viele ihr vegetarierdarsein damit argumentieren eben "ethischer" zu handeln, weil kein tier dabei stirbt, nur ist diese art von ehtik hausgemacht- menschen gemacht! das macht sie ja deswegen nicht schlecht. ich will nur quasi darüber nachdenken, dass es rein von der natur her - weil eben nicht ethisch handelnd - keinen grund gäbe auf fleisch zu verzichten, sonst würden sich ja auch alle anderen lebewesen so verhalten - es also eine rein subjektive form der einstellung gegenüber der natur ist

lindä
18.08.2006, 16:00
tut mir leid toni. ich denke, dragonstar und ich haben das doch klar gestellt.
du bist mensch. du lebst in einer gesellschaft mit werten und normen, hältst dich an moralische grundsätze. warum die nicht gegenüber anderen anwenden? auch lebewesen, die nicht menschen sind.
das ist doch klar.

nein von der natur her gibt es keinen grund auf fleisch zu verzichten. aber wenn du dazu nochmal meinen beitrag lesen würdest. ökosystem usw.
in der natur gibt es das aus bestimmten gründen. diese gründe hat der mensch nicht mehr. wo ist dein problem? was ist daran nicht zu verstehen?

Lena
18.08.2006, 16:04
Es gibt ein anderes gutes Argument, auf der sich Vegetarismus bzw. Veganismus stützt. Und zwar sollte man keinem Wesen das tun, was man selber nicht zugefügt bekommen möchte.
Das hat auch sehr viel mit Karma, Reinkarnation oder einfach nur Sittlichkeit zu tun. Such es dir aus, es gibt so viele Gründe die dafür sprechen, Wesen zu achten.

Was hat Massentierhaltung mit Natur zu tun?
Wir greifen derart in die Natur ein, aber wenn es darum geht Opfer zu verschonen wollen wir der Natur den "freien" Lauf lassen. Die Industrie ist für den Menschen genauso natürlich wie die Küche für die Scharbe. Zwar nichts natürliches, aber anscheinend natürlich genug um zu morden?

lindä
18.08.2006, 17:31
Was hat Massentierhaltung mit Natur zu tun?

exakt!

wenn du fleisch essen willst, dann bau dir eine hütte im wald und jage auf natürliche weise und lebe dein ganzes leben wie die steinzeitmenschen. da hab ich persönlich nichts gegen.

Lena
19.08.2006, 15:15
Dass ein Mensch in der Computerzeit, isoliert in einer handgemachten "Zivilisation" lebt und sich trotzdem noch das Recht nimmt mit der Natur, der alleinigen Natur ohne Beachtung jeglicher Sittlichkeit zu argumentieren, scheint mir ein großes Rätsel zu sein :confused: .

Volker
20.08.2006, 09:10
Das mit der "Argumentation" auf Grundlage der Natur, um menschliches Handeln zu rechtfertigen, ist das groesste Problem zum Verstaendnis zwischen uns Menschen. Wir sind einfach nicht in der Lage, uns von der Sprache zu loesen, aber das muesste zuerst geschehen, um real begreifen zu koennen. Erst danach kann - meiner Meinung nach - Ethik, Moral oder was sonst funktionieren.

Spirit.Sweet
20.08.2006, 15:11
Richtig Volker. Genau das habe ich gedacht, aber nicht in Worte fassen können.

toni
22.08.2006, 16:53
versteh ich nich... ich weiss nicht warum man mir da vorhält nach der natur leben zu wollen, was ist daran schlecht, ich sehe doch die ganze reihe der argumente und begrüße sie! ich will mich hier doch nicht rechtfertigen, sondern wollte einfach mal die frage aufwerfen, viele meiner kollegen haben schon häufiger mit dieser argumentation gegen vegetarismus begonnen, drum wollte ich blos die frage in den raum stellen (dürfen) - ich hoffe das ist in einem solchen forum o.k... ich stell mir häufiger fragen dieser art, und sehe nicht ein warum nicht, wenns wen nicht interessiert ist man ja nicht gezwungen den beitrag zu lesen oder zu kommentieren. und ja, ich finde die tatsache dass es fleischfresser gibt schon bemerkenswert und vor allem nachdenkenswert! und ja, meiner meinung nach kann man sich gerade in ethischer hinsicht oft an der natur ein beispiel nehmen...
ferner würde mich ja auch noch die andere seite interessieren, die argumentation die eben losgelöst von allen gedanken an die natur, eine ethische haltung einnimmt... die wäre ja dann vollkommen menschengemacht und daher kanns ja nur schlecht sein, setzt man voraus wie hier immer und überall beschrieben, dass der mensch ja das greul der ganzen natur ist... also da widerspricht sich für mich schon einiges...
danke jedenfalls denen die echt interessante arguemente gebracht haben, ihr habt mir echt zum teil weitergeholfen und mich in meinem denken unterstützt!

Lena
22.08.2006, 16:58
danke jedenfalls denen die echt interessante arguemente gebracht haben, ihr habt mir echt zum teil weitergeholfen und mich in meinem denken unterstützt!

Was ist mit denen, die dein Denken nicht unterstützt haben und sich trotzdem die Finger wund geschrieben haben :rolleyes: ?

toni
22.08.2006, 17:00
Dass ein Mensch in der Computerzeit, isoliert in einer handgemachten "Zivilisation" lebt und sich trotzdem noch das Recht nimmt mit der Natur, der alleinigen Natur ohne Beachtung jeglicher Sittlichkeit zu argumentieren, scheint mir ein großes Rätsel zu sein :confused: .

sowas wie das meinst du? ja, auch danke dafür...

Galli
02.09.2006, 09:48
hello,


warum also sollte man kein fleisch essen? (...)wenn es ethisch nicht vertretbar wäre, gäbe es doch keine tiere die untereinander fleisch essen, sprich katzen, löwen, tiger, hunde müssten sich doch dann auch vegetarisch ernähren, sind aber fleischfresser?


Prinzipiell hast du Recht. Der Mensch ist auch meiner Meinung nach kein Früchtefresser, zumindest nicht generell - genauso wenig wie sein nächster Verwandter, der Bonobo-Schimpanse übrigens. Menschen können durchaus auch Fleisch essen und es ganz gut verdauen.

Die Gründe für Vegetarismus und/oder Veganismus sind ja allerdings in den meisten Fällen ethischer Natur.
Meiner Meinung nach spricht gegen den Fleischkonsum die bestialische Ausbeutung des Tieres an sich. Kein Löwe sperrt sich seine Gazellen vorher in enge Käfige, mästet sie und quält sie ein wenig, kutschiert sie dann kilometerweit an einen anderen Ort, um sie dann da endlich zu töten.

Das Grausame am Fleischkonsum ist nicht der Fleischkonsum selbst, sondern alles, was VORHER mit dem Tier geschieht. Der Mensch handelt einfach widerlich und unnatürlich. Kein anderes Lebewesen tut so etwas.

MfG
Galli

Rygel
02.09.2006, 13:59
warum also sollte man kein fleisch essen? ich überlege das jetzt so für mich schon länger hin und her und stoße z.B. auf die frage, dass wenn es ethisch nicht vertretbar wäre, gäbe es doch keine tiere die untereinander fleisch essen, sprich katzen, löwen, tiger, hunde müssten sich doch dann auch vegetarisch ernähren, sind aber fleischfresser?

Ich weiß nicht, ob es wirklich so intelligent wäre, manche Sachen von der Tierwelt zu lernen. Sicher, manche Tiere fressen Fleisch, aber das macht es definitiv nicht ethisch vertretbar, denn diese Tiere handeln aus einem Instinkt heraus, das Säugetier Mensch ist aber intelligenzgesteuert und kann über seine Taten reflektieren. Außerdem gibt es auch genug Tiere, die Menschen fressen, wäre das für dich das moralische O. k., um demnächst einen leckeren Passanten in der Fußgängerzone für dein Abendbrot zu erlegen? Überhaupt könnte man deine Frage auch ganz pervers uminterpretieren: Wenn es ethisch nicht vertretbar wäre zu vergewaltigen und Kinder zu schänden, warum kommen dann manche Menschen mit solchen Veranlagungen auf die Welt? :eek:

ChriZzy
02.09.2006, 14:26
Ich weiß nicht, ob es wirklich so intelligent wäre, manche Sachen von der Tierwelt zu lernen. Sicher, manche Tiere fressen Fleisch, aber das macht es definitiv nicht ethisch vertretbar, denn diese Tiere handeln aus einem Instinkt heraus, das Säugetier Mensch ist aber intelligenzgesteuert und kann über seine Taten reflektieren. Außerdem gibt es auch genug Tiere, die Menschen fressen, wäre das für dich das moralische O. k., um demnächst einen leckeren Passanten in der Fußgängerzone für dein Abendbrot zu erlegen? Überhaupt könnte man deine Frage auch ganz pervers uminterpretieren: Wenn es ethisch nicht vertretbar wäre zu vergewaltigen und Kinder zu schänden, warum kommen dann manche Menschen mit solchen Veranlagungen auf die Welt? :eek:



LoooL Genau richtig! :D
Aber viele Fleischfresser argumentieren dann etwa so :"Das ist doch völlig übertrieben!" oder so: "Du brauchst doch nicht wieder so ins Extreme gehen!"

Aber komischerweise ist das nicht extrem, sondern die Wahrheit, aber viele können sie nicht vertragen, besonders wenn sie "extrem" ist! ;)

Spirit.Sweet
02.09.2006, 14:42
Also ich habe dieses Argument praktisch mit meinem Veganismus auf eine neue Spitze getrieben, weil die dann gemerkt haben "oh, es geht ja noch extremer" :S lach

ChriZzy
02.09.2006, 14:44
looL jo, das kommt leider nicht nur sehr häufig, sondern so gut wie immer -.-

Rygel
02.09.2006, 14:46
Aber viele Fleischfresser argumentieren dann etwa so :"Das ist doch völlig übertrieben!" oder so: "Du brauchst doch nicht wieder so ins Extreme gehen!"

Aber komischerweise ist das nicht extrem, sondern die Wahrheit, aber viele können sie nicht vertragen, besonders wenn sie "extrem" ist! ;)

Das sind eben diese Leute, die allein den Menschen als fühlendes und schmerzempfindliches Wesen mit Recht auf ein selbstbestimmtes Leben sehen. Wenn man solchen Menschen den Spiegel der eigenen Gattung vorhält und so ihre Erklärungen entkräftet, kommen sie schnell in Bedrängnis und haben natürlich keine Argumente mehr. Das führt dann halt zu den üblichen "Mit dir kann man ja nicht reden!" oder "Du bist ja fanatisch!"-Abschlussätzen, was sollen sie auch anderes darauf sagen?:mad:

ChriZzy
02.09.2006, 14:48
Das sind eben diese Leute, die allein den Menschen als fühlendes und schmerzempfindliches Wesen mit Recht auf ein selbstbestimmtes Leben sehen. Wenn man solchen Menschen den Spiegel der eigenen Gattung vorhält und so ihre Erklärungen entkräftet, kommen sie schnell in Bedrängnis und haben natürlich keine Argumente mehr. Das führt dann halt zu den üblichen "Mit dir kann man ja nicht reden!" oder "Du bist ja fanatisch!"-Abschlussätzen, was sollen sie auch anderes darauf sagen?:mad:

Genau richtig ^^
Und Omnis regen sich sehr schnell in so einer Diskussion auf,
weil sie anscheinend wissen, dass wir Vegetarier/Veganer
eigentlich Recht haben ;)

Rygel
02.09.2006, 14:52
Und Omnis regen sich sehr schnell in so einer Diskussion auf, weil sie anscheinend wissen, dass wir Vegetarier/Veganer
eigentlich Recht haben ;)

Wir Veganer haben Recht, ihr Vegetarier seid auf einem guten Weg...:D (O. k., MeVeg, ich konnte es mir nicht verkneifen, also tue deine Pflicht am Löschbutton!!!;) )

Spirit.Sweet
02.09.2006, 14:56
Lach Rygel! Das ist gut :)

ChriZzy
02.09.2006, 14:58
Wir Veganer haben Recht, ihr Vegetarier seid auf einem guten Weg...:D (O. k., MeVeg, ich konnte es mir nicht verkneifen, also tue deine Pflicht am Löschbutton!!!;) )


loL ^^
Naja, aber meiner Meinung nach kann man das durch Veganer-Sein
auch nicht ändern (Tötung der Tiere), da wenn man sogar Obst oder
Gemüse einkauft, die Bauern Profit haben und somit hören sie nicht
auf Tiere zu halten! ;) Und auch wenn es ein paar weniger dadurch
sind, die Tiere, die noch da sind, werden auch gequält und nur, weil
es weniger sind, heißt es nicht, dass jedes einzelne Tier dadurch
weniger leidet!^^

Spirit.Sweet
02.09.2006, 15:07
Naja, aber mit dieser Einstellung bist du als Vegetarier ja dann auch fehl am Platze.. Für Milch muss eine Kuh leiden ganz einfach und wenn ich keine Milch zu mir nehme, dann leidet die Kuh nicht für mich! So einfach ist das. Und wenn ich keine Eier esse, dann leidet kein Huhn für mich.
Das langt mir eigentlich schon. Ich will nur, dass ich nicht am leid der Tiere schuld bin, dann kann kann man auch viel wirkungsvoller argumentieren omnis gegenüber. Das wäre noch ein Argument, was sie gegen dich verwenden könnten (wenn sie informiert sind), dass für dich ja auch noch Tiere sterben. Und schon stehst du auch als "was will die überhaupt, ist doch selbst nicht besser" Tussi da.

Die Bauern würden ihren Profit dann umschwenken, von Fleisch auf Getreide, Obst und Gemüse! Angebot und Nachfrage herrscht in unserer Wirtschaft nunmal vor, wenn keine NAchfrage mehr an Milch, Eiern und Fleisch da ist, dann werden sie ihr geld mit dem andern (was dan logischerweise mehr nachgefragt wird) verdienen. Oder meinst du nicht?

lg Dani

ChriZzy
02.09.2006, 15:13
Ich esse 1. mal ziemlich wenig Milchprodukte und 2. finde ich es widerlich Leichen zu essen, deswegen bin ich Vegetarier und 3. Gibt es, auch wenn
ich total auf Milchprodukte verzichten würde, immernoch Massentierhaltungen
und 4. hatte ich schon eine 3Seitige Diskussion mit Umwelt darüber, also
les dir das durch, dann weißt du meine Meinung! Ist im Forum "An alle
Vegetarier: Warum seit ihr keine Veganer?"

johannes
02.09.2006, 17:31
Ich esse 1. mal ziemlich wenig Milchprodukte

ähnlich wie "Also erstens esse ich ziemlich wenig Fleischprodukte". Hört man nur zu oft. So etwas sagen Menschen die andere Tiere weit unter sich stellen und es okay finden sie auszubeuten. Dass es dabei viele Opfer gibt (wie bei jedem tierlichen Produkt) scheint ihnen egal zu sein.

und 2. finde ich es widerlich Leichen zu essen, deswegen bin ich Vegetarier

also primär aus egoistischem Grund, dem eigenen Ekel und nicht etwa weil andere dafür leiden..

3. Gibt es, auch wenn ich total auf Milchprodukte verzichten würde, immernoch Massentierhaltungen

klingt wie "Ich kann auch nichts dafür, auch wenn ich kein Fleisch mehr essen würde gäbe es noch Tierausbeutung" - sorry, aber das ist lächerlich.

Versetz dich einfach mal in die Lage der nichtmenschlichen Tiere, meist hilft das schon :-)

Galli
02.09.2006, 17:40
Die einzige Möglichkeit, Tierleiden zu stoppen, ist der Boykott der aus Tierprodukten hergestellten Lebensmittel.
Das spricht für Veganismus und gegen Vegetarismus.

MfG
Galli

Spirit.Sweet
02.09.2006, 19:05
[QUOTE=ChriZzy;5894 3. Gibt es, auch wenn
ich total auf Milchprodukte verzichten würde, immernoch Massentierhaltungen
QUOTE]

Aber wenn jeder so denkt, dann wird sich an dieser Situation nichts ändern. Genauso könntest du sagen, es gibt auch immernoch Massentierhaltungen, auch wenn du auf Fleisch verzichtest... :mad:
Das ist einfach Quatsch. Und wenn ich es auch schon oft geschrieben habe, aber es bringt nichts, wenn du Milch und Ei von deinem "guten bekannten Bauern" holst, weil in Joghurt, Käse, Fertigprodukten, Schokolade und in einfach sooo vielen Sachen Milch und Ei drin sind. :eek: Damit unterstützt du einfach die Massentierhaltung. Das kann man nicht totreden oder übersehen!! Nicht wenn man ethisch motiviert ist!

lg Dani

Galli
02.09.2006, 19:15
es bringt nichts, wenn du Milch und Ei von deinem "guten bekannten Bauern" holst, weil in Joghurt, Käse, Fertigprodukten, Schokolade und in einfach sooo vielen Sachen Milch und Ei drin sind. Damit unterstützt du einfach die Massentierhaltung. Das kann man nicht totreden oder übersehen!! Nicht wenn man ethisch motiviert ist!

lg Dani

Vollkommen richtig!!
Galli

Volker
05.09.2006, 05:04
loL ^^
Naja, aber meiner Meinung nach kann man das durch Veganer-Sein
auch nicht ändern (Tötung der Tiere), da wenn man sogar Obst oder
Gemüse einkauft, die Bauern Profit haben und somit hören sie nicht
auf Tiere zu halten! ;) Und auch wenn es ein paar weniger dadurch
sind, die Tiere, die noch da sind, werden auch gequält und nur, weil
es weniger sind, heißt es nicht, dass jedes einzelne Tier dadurch
weniger leidet!^^

ALLES ist relativ, jede Meinung, jede Ansicht, jedes Argument, einfach ALLES.
Die Katz fängt die Maus. Deshalb muss ich auch Fleisch essen. Naturgesetz.
Oft gehört und immer darüber geärgert.
Aber relativ sind auch die Auswirkungen von Handlungen.
Man kann Tieren nur relativ helfen, d.h. es werden nur relativ wenige gerettet, wenn ein Mensch auf Fleischkonsum verzichtet. Und nur relativ wenige, wenn man keine Tierprodukte erwirbt. Aber diese wenige sind auch schmerzempfindsame Wesen, mit dem, was man dem Menschen als „Seele“ zubilligt. Argumente genug, um sie zu schützen.
Wenigstens so viele, wie in der eigenen Macht stehen.
Wer alle Tiere retten möchte, kann gleich aufgeben.

Ich finde, man sollte die Sache aus der Perspektive der Verantwortung betrachten! Ein Wort, das ich hier im Forum allzu selten zu lesen bekomme. Verantwortung trägt jedes denkende Geschöpf. Und mit seinem Tun wächst die Verantwortung Dritten gegenüber. Wer Fleisch isst oder als Vegetarier Milch trinkt, Eier, Butter, Käse oder gar Fisch konsumiert trägt die Verantwortung am Leid der Tiere. Ein Verzicht verhindert die Tierquälerei sowie das Töten von (großen) Tieren. Wer aber, wie ich, keinen Unterschied in der Größe eines Tieres macht, hat es jedoch schwerer, da auch bei der Herstellung von Gemüse und Obst Lebewesen sterben (und nicht zu wenige, da ich selbst anbaue).
Also wieder beim Thema: Alles ist relativ.

Und für alles tragen wir die Verantwortung – jeder für sich. Ich kann aber nicht die Verantwortung für X-Milliarden Menschen rund um den Globus tragen, die fast alle Tier quälen, ausbeuten, töten. Ich trage jedoch die gesamte Verantwortung für mein ganzes Tun und für mein Nicht-Tun. Ich muss im Rahmen meiner Möglichkeiten auch Aufklären und der Unwissenheit begegnen, sofern ich damit Erfolg habe, und nicht zum Selbstzweck der Rechtfertigung. Von Schuld und Gewissen will ich gar nicht erst anfangen, da auch diese nur Relative sind und sich aller Argumentation zutiefst beugen.

Die Welt kann man nicht ändern, aber man trägt zur Änderung bei, wenn man es sich zum Ziel setzt. Listet man einmal die Anzahl an Tieren auf einem Stück Papier auf, die für einen „Omni-Mensch“ während seines Lebens getötet werden, dann kann ein Vegetarier darauf schon stolz sein, denn er hat nicht dem Massendruck nachgegeben, sondern ist standfest geblieben. Etwas Positives, wie ich finde. Mit den Zahlen an Tieren, die dennoch sterben treibt man sich nur in die Resignation. Aber haben wir uns die Welt so ausgesucht, wie sie ist?

Spirit.Sweet
05.09.2006, 19:56
Das hast du toll geschrieben Volker. Leider denken viel zu wenige noch so wie Du! Ich bin überzeugt, dass wir die Macht haben es besser als so mancher zu machen und doch werden wir nie perpekt sein. Wer das anstrebt kann wirklich gleich aufgegen.

lg Dani

marion
06.09.2006, 21:56
ich finde es auch ganz toll was volker geschrieben hat.
man sollte auch daran denken, wieviel ein rind fressen muss um 1kg fleisch zu erzeugen. mit diesem getreide kann man viele menschen in afrika ernaehren. ganz zu schweigen von der waldrodung, um getreide anzubauen fuer macdoof.:mad: