Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was wäre, wenn...
Annabell
17.03.2008, 18:37
Hallo liebe alle!
Ich habe am Freitag mit meinem Vater die berühmte Tierschutz Diskussion geführt. :confused: Er versteht nicht so ganz meine - wie er sie nennt - zu radikale Meinung zum Thema Tierschutz, obwohl ich ja "Nur" Vegetarier bin und somit nicht mal ganz konsequent meine Meinung durchziehe, aber das ist jetzt nicht das Thema meines Threads. Es geht um folgendes: Mein Vater meinte, wenn ich der Meinung bin, dass kein Fleisch mehr gegessen werden "darf", was passiert dann mit den Nutztieren? Dazu habe ich ihm gesagt, dass man keine "nutztiere" mehr nachzüchtet für das Fleisch usw. Dann brachte er noch an, wenn keine Kühe mehr geschlachtet werden dürfen, was passiert dann mit den Kühen, die Milch geben (wir gehen jetzt mal davon aus, dass weiter Milch konsumiert wird)?? Denn wenn die Kühe da sind, um Milch zu geben, ja was passiert dann mit denen, werden die leben gelassen bis zu ihrem natürlichen Tod, was ja hohe Kosten verursachen könnte, wenn die mal krank sind, oder wie stell ich mir das vor??
Ehrlich gesagt, hab ich mir darüber noch nie Gedanken gemacht, ich trinke ja auch keine Milch mehr, sondern habe das durch Sojamilch ersetzt und von daher, muss für mich auch keine Kuh mehr Milch geben ;) Wie seht ihr das, wie könnte es laufen, wenn kein Fleisch mehr produziert werden "darf", aber Milch soll es noch geben? Das hat mich jetzt wirklich beschäftigt, deshalb muss ich die einigermaßen doofe Frage hier mal in die Runde stellen.
Liebe Grüße
Annabell
Rahijana
17.03.2008, 19:50
Das Fleisch würde sicherlich Verwendung in Tierfutter finden, und wenn es Zoos wären die ihre Löwen damit füttern. Da würden dann Milchkühe wohl landen. Und die Kälber auch
Annabell
17.03.2008, 20:03
Hm ja, daran hatte ich auch schon gedacht. Ich denke, theoretisch ist es fast garnicht möglich, überhaupt keine Tiere mehr auszubeuten wegen der Milch, dem Fleisch usw., so traurig das auch ist. Denn woher käme das Futter für unsere Haustiere, die Fleischesser sind? Gut, meine Katzen kann ich auch rausschicken zum Mäuse fangen, das wäre ja kein Problem ;)
Ich finde, das ist wirklich eine interessante Fragestellung, die man sich mal überlegen muss, wenn man fordert, dass keine Tiere mehr für Fleischkonsum getötet werden sollen. Bitte keine Angriffe jetzt, ich bin auch dagegen, Tiere zu schlachten um sie zu essen und - wie ich schon gesagt habe - esse keine Eier und trinke keine Milch mehr, sondern "veganisiere" mich so langsam aber sicher. :D
Grüße
Annabell
meerschwein
17.03.2008, 20:08
Ja hm... wären ja dann massenhaft Tiere. Idealerweise wäre es natürlich so wie du gemeint hast: dass sie auf einem "Gnadenhof" ihre Lebensjahre verbringen.
Dazu müssten viele Menschen jedoch "erleuchtet" werden und bereit sein geldmäßig einzustecken. Wenn man mal überlegt: die ganzen Metzgereien, Schlachtereien und so müssten zu machen, in jedem Supermarkt gibts Fleischereifachverkäufer, da würden Existenzen zerstört werden.
Aber was soll ich sagen; das Geschäft mit toten Tieren bzw. mit dem grausamen Halten, umbringen ist wirklich unmenschlich; Das müssen viele Menschen doch endlich mal begreifen?!
Lorienne
18.03.2008, 00:19
Also angenommen, vielen Menschen würde irgendwann "die große Erleuchtung" kommen, würde dieses -sagen wir mal 15 Jahre- dauern. Ich habe vor einem Jahr oder so mal einen Bericht darüber gesehn, dass man inzwischen dabei ist, aus allerkleinsten Tierzellen im Labor rieseige Fleischstücke zu züchten, ohne dass dafür Tiere sterben müssen. Allerdings ist die ganze Sache bisher unbezahlbar. Aber wenn so eine künstliche Herstellung von künstlichem Fleisch aus echten Zellen schon möglich ist - warum sollte das nicht auch mit Milch funktionieren? Denn das, was die Kuh in ihrem Euter schafft, sollte doch mit den heutigen Möglichkeiten auch im Labor und vielleicht später auch in den besagten 15 Jahren günstig in Fabriken möglich sein.
Hoffe ich zumindest - wäre schön :-)
ich weiß gar nicht, warum es denn noch milchkühe geben müsste? man kann doch alles durch soja ersetzen oder nicht? sicher müsste sich die menschheit erstmal geschmacklich umorientieren aber dann? dann sollte es doch gehen. Mit den Eiern finde ich schwieriger, da es viele produkte ohne eier nunmal nicht gibt. naja, käse gibts auch ohne milch nicht..... schwer irgendwie....
aber am schwersten fände ich das mit dem tierfutter wie angesprochen. sollen dann auch alle leute ihre hunde/katzen/frettchen/hamster (brauchen ja uach tierisches eiweiß) abschaffen? oder sollen extra kühe gehaltten +geschlachtet werden, um tierfutter herzustellen?
hmmm...... aber "leider" braucht man sich darüber wohl keine größeren gedanken machen weil die meisten leute eh nicht vom fleisch abkommen. was ich inzwischen, nach nur 4 monaten ohne fleisch, nicht mehr nachvollziehen kann. bäääähhh.... totes tier..... *schauder*
ach und dieses laborfleisch, da kommt mir irgendwie auch das schaudern *brrrr* aber ansich ist das ne klasse idee, so schnell wie sich alles entwickelt ist es in 10 jahren vllt. schon gang und gebe sein fleisch mit dem "labor-" statt "Q*S-Sigel" zu kaufen ;)
*bisschen-vom-thema-abgekommen-schäm* :o
Ihr meint bestimmt future food oder? Finde ich selbst sehr interessant und wäre echt toll, wenn das bald umzusetzen wäre...
"wenn so eine künstliche Herstellung von künstlichem Fleisch aus echten Zellen schon möglich ist..."
Kennt ihr den Film "Soylent Green"?
Da wird wegen Fleischmangel "künstliches" Fleisch produziert. Am Ende stellt sich heraus:
"Soylent Green ist Menschenfleisch"!Ja und keiner halts gewusst!
Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass künstlich hergestelltes Fleisch und Milch eine Alternative ist. Das würde von den meisten Menschen wohl nicht akzeptiert.
Auch bei Tiernahrung sind viele ja so pingelich, dass der Hund bald teureres Futter kriegt als Herrchen selbst.
Die einzige realistische Möglichkeit sehe ich, auch wenn ich mir wünschen würde, dass es ganz aufhört, in einem moderaten Vegetarismus für alle Menschen (die nicht ganz vegetarisch leben können/wollen etc).
Hier im Forum hat man das Gefühl, es gibt ja doch viele Vegetarier, aber in der Realität bin ich meistens leider mit dem Gegenteil konfrontiert (So die "Fleisch ist keine Sünde und Salat eine Erfindung des Teufels"-Dummschwätz-Stammtischriege).
Das Bewusstsein der Masse muss soweit verstärkt werden, dass auch Menschen, die partout nicht auf Fleisch verzichten wollen, dies nur selten essen, allein aus Gesundheitsgründen. Dadurch kann man zwar die Schlachtung nicht verhindern, aber zumindest versuchen sie auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Genauso die Milchprodukte.
Das wird aber leider noch bisschen dauern fürchte ich...Bis dahin...Aufklärung! Aufklärung! Aufklärung! Anders geht das meiner Meinung nach nicht, schon garnicht mit Gewalt und auch nicht mit Kunstfleisch.
Es gibt doch vegetarische Kulturen, zum Beispiel in Indien. Und da lebt über eine Milliarde Menschen (die Moslems ausgenommen, die essen Fleisch), und es geht. :) Ich glaube, wenn Vegetarismus erst einmal mehrheitsfähig wäre, würden schon Lösungen gefunden werden.
ich glaube gar nicht mal, dass das "kunstfleisch" sooo abwägig wäre. grade die die sagen "es wäre ja eignetlich schon schöner auf fleisch zu verzichten aber es ist einfach zu lecker" finden das sicher gut wenn es einigermaßen finanzierbar ist und am besten nen bio-stempel trägt.
als die ersten mobiltelefone rauskamen hat auch jeder gesagt "so ein quatsch, das braucht doch keeeeein mensch!". und nun? ich denke die produkte müssen nur richtig vermarktet werden, das ist das allerwichtigste um fuß zu fassen.
und beim thema "Aufklärung" schalten wohl 90-95% der Fleischfraktion gleich ab :(
Annabell
18.03.2008, 17:49
Naja gut, ein Ersatz für Fleisch sind ja auch die Soja/Weizen usw. Produkte, das schmeckt ja schon sehr fleischähnlich, ist nur aufs kg umgerechnet schon teurer als Fleisch, leider. Leider für die armen Tiere, die für Dumping-Fleisch-Preise leiden müssen.
ich finde ehrlich gesagt nicht, dass das gleich schmeckt. wenn man lange kein fleisch gegessen hat mehrkt man den unterschied vllt. kaum aber einen fleischesser wirst du damit ja nicht überzeugen können, nur noch soja/weizen zu essen, dafür ist auch der unterschied zu groß.
ich finde ehrlich gesagt nicht, dass das gleich schmeckt. wenn man lange kein fleisch gegessen hat mehrkt man den unterschied vllt. kaum aber einen fleischesser wirst du damit ja nicht überzeugen können, nur noch soja/weizen zu essen, dafür ist auch der unterschied zu groß.
Ein guter Punkt! Das bringt mich zu folgender Überlegung: Welcher Fleischesser isst denn heute eigentlich ein Stück Fleisch, das direkt dem getöteten Tier zugeordnet werden könnte? Sie essen doch auch hundertfach verarbeitete Produkte. Sie essen keinen Fisch, sie essen Fischstäbchen. Sie essen keine Hühner, sie essen Chicken McNuggets. Sie essen keine Schweineköpfe, sie essen Hamburger. Alles muss convenience food sein.
Warum?
Ich glaube, weil sie es unbewusst verdrängen, dass sie Tiere essen.
Das ist schon irgendwie ein gutes Zeichen. Der schiere Fleischkonsum ist in unserer modernen Gesellschaft schon kein Konsens mehr. Man muss es verarbeiten, panieren, zerhacken, verstecken. Den ganzen Produkten im Tiefkühlregal sieht man nicht mehr an, welche Tiere sie mal waren. Und bei dem Grad an Abstraktheit wäre es - in meinen Augen - auch für die Fleischesser möglich, dass man ihre Fertigpackungen einfach gegen Soja austauscht, ich glaube die Mehrzahl würde es gar nicht merken. Es müsste nur eine weiträumige Werbekampagne das ganze begleiten damit sie keine Angst hätten, sie würden was "verpassen". Die Angst vor Mangelerscheinungen ist den Leuten doch so ziemlich eingeprügelt worden. "Fleisch ist ein Stück Lebenskraft" und ähnliche Hassparolen. :(
Wenn man das durch den Slogan "Vegetarisch heisst Gesundheit" oder etwas ähnliches ersetzen würde, und zwar genauso oft, wie bisher der Fleisch-Slogan, ich glaube dann würden die Leute auch umsteigen. Man muss es ihnen nur deutlich erklären.
Annabell
18.03.2008, 18:17
Hm stimmt auch wieder, mein Ex-Freund, der einge"fleischter" Fleischesser war, hat die Sojasachen zwar im Notfall gegessen, aber eigentlich war ihm da "zu wenig Substanz" dran, da wird man ja nicht satt von, wie er zu sagen pflegte. Gut, kein Kommentar dazu. Aber ich esse das ganz gerne als Beilage zu Gemüse oder wenns mal schnell gehen muss.
Kleiner Nachtrag, mir fällt da ein, ich glaub ich hab im TV noch nie eine Werbung für Sojawürstchen oder solche Sachen gesehen. Eigentlich komisch, man müsste das doch etwas weiter verbreiten, die Sachen liegen ja auch immer in der letzten Ecke im Markt ... oder direkt zwischen den Fleischsachen bäh
Kleiner Nachtrag, mir fällt da ein, ich glaub ich hab im TV noch nie eine Werbung für Sojawürstchen oder solche Sachen gesehen.
ja das liegt wohl daran, dass Werbung so teuer ist! Der Spot müsste ja nicht nur einmal laufen, sondern praktisch jeden Tag mehrmals auf vielen Kanälen und das können sich nur die grossen Konzerne leisten. :(
Annabell
18.03.2008, 18:30
Hm leider ist es so, dass sich Fleisch quasi wie von selbst verkauft, aber Produkte, die etwas teurer sind, aber fleischlos und noch dazu gesund, können sich nicht mal Werbung leisten (also die Firmen, nicht die Produkte). Das ist ja schon traurig. :confused: Aber so ist es hier, verkehrte Welt, hoffentlich wachen irgendwann noch ein paar Leute mehr auf und geben den Fleischkonsum auf. Wobei ich sagen muss, vor zehn Jahren wurde man noch mehr belächelt als heute, wenn man Vegetarier war.
http://vegane-kinder.veganismus.ch/pix/herrmannsagt.jpg
ILoveTofu
18.03.2008, 19:13
Ey geiler comic, der Mann passt perfekt in die rolle von meinem Vater ^^.(Zitat von meinem Vater)"übetreibs nicht mit dem Essen, sonst gibs Ärger".
Annabell
18.03.2008, 19:19
Kann leider das Bild/die Datei von Schlunz nicht öffen... :(
Kann leider das Bild/die Datei von Schlunz nicht öffen... :(
http://vegane-kinder.veganismus.ch/pix/herrmannsagt.jpg ;o)
Annabell
18.03.2008, 19:31
SPAMMERS ARE NOT WELCOME!
Falls Du kein Spammer bist kannst du dich bei claude {ät} veganismus {punkt} ch melden
hm das war dein link :p
http://i27.tinypic.com/ibwaqg.gif jetzt muss ich mal den Kratzer machen.
Genialer Comic, Schlunz! :D
http://i27.tinypic.com/ibwaqg.gif
Is ja putzig... ;o)
SPAMMERS ARE NOT WELCOME!
Falls Du kein Spammer bist kannst du dich bei claude {ät} veganismus {punkt} ch melden
hm das war dein link :p
Strange...
Probiers mal hiermit (http://bp1.blogger.com/_WbDHrrz6GQo/Rs72lNgtNdI/AAAAAAAAATE/ihwnLSpfShc/s1600-h/Herrmann+sagt.jpg).
Annabell
18.03.2008, 19:48
:D Sehr schön, der comic gefällt mir gut, ist witzig und hat Sinn ;)
Gut, bei uns gehts nicht ganz so ab, meine Mutter ist ja auch Veggi und von daher ist da etwas Verständnis auf jeden Fall da.
Und der Comic ist auch zeichnerisch super, KOMPLIMENT :D
Und der Comic ist auch zeichnerisch super, KOMPLIMENT :D
Danke nee... Der Comic ist speziesistisch ausgedrückt "unter aller Sau". ;o)
Zum Vergleich: http://schlunz-portfolio.blogspot.com/
Annabell
18.03.2008, 19:58
:eek: Ok, jetz bin ich echt beeindruckt!
Bei mir sieht nämlich schon ein Strichmännchen aus wie ne Ameise... wenigstens kann ich also ne Ameise zeichnen :p Ne, also wirklich tolle Zeichnungen, kein Wunder, dass der Comic deine leichteste Übung ist... ;)
Haha, mein Liebling ist der Joint-Schlangenbeschwörer *muahahaha*
Ähh, und zum Thema: Subventionen in der Landwirtschaft müssen abgeschafft werden!
Dank dieser Subventionen ist z.B. Fleisch aus deutscher Massentierhaltung+ Export nach Rumänien billiger als das Fleisch dort^^ Na ja, ich weiß nicht von wann die Quelle war. So langsam setzt sich das mit dem Abbau von Subventionen ja schon durch. Oder?
Bin grad bissl müde oO
Was ich mich ernshaft frage ist: Was wäre denn mit den Tieren, wenn alle auf einmal Veganer werden würden.
Bevor ich meine wirren Gedankengänge ausführe, möchte ich klar stellen, dass ich eine vegane Lebensweie befürworte und selbst darüber nachdenke, von vegetarisch auf vegan umzusteigen.
Dennoch ist mir eben durch den Kopf gespukt, was mit den Tieren wäre, wenn wir alle veganer würden, ausnahmslos.
Denn die heutigen Kühe und Hühner sind wohl leider so überzüchtet, dass sie kaum eine Chance hätten, in "freier Wildbahn" zu überleben.
Und kaum ein Bauer würde wohl bereitwillig allen Nachwuchs seiner Tiere groß ziehen und einen Haufen Geld rein investieren, wenn er gar keinen Nutzen mehr davon hat.
Da kämen Kosten auf ihn zu, die selbst bei einem tierlieben Landwirt wohl irgendwann zu Problemen führen würden, denn allein mit dem Geld aus dem gemüseverkauf nicht nur sein eigenes Leben sondern auch noch das seiner Tiere zu finanzieren, kann man wohl kaum verlangen, einfach weil es finanziell kaum möglich wäre, schon gar nicht wenn man möglichst artgerechte Haltung erwarten würde.
Wenn sich aber niemand um die Tiere kümmert, werden sie wohl früher oder später sterben, eben weil sie ohne menschliche Hilfe gar nicht mehr zurecht kämen.
Ich weiß, das sind jetzt etwas wirre Gedanken, aber ich wollte sie dennoch mit euch teilen.
Und zwar nicht weil ich das Ganze für ein Gegenargument zum Veganismus halte, den ich wie gesagt sehr befürworte. Sondern weil ich mich eben wirklich frage, wie das laufen würde.
Natürlich werden nie alle Menschen Veganer sein, von dem her ist das Ganze vielleicht auch unsinnig.
Dennoch würde mich interessieren, wie ihr euch das vorstellt, was wohl mit den Tieren geschehen würde, wenn sie tatsächlich nicht mehr zu unserem (damit meine ich die Menschen im Allgemeinen) Nutzen gebraucht würden.
Liebe Grüße
Caillin
Dieses "was wäre wenn" ist völlig irrelevant und leider muss jeder, der mal drüber nachdenkt, nen neuen Thread aufmachen.
Denn die heutigen Kühe und Hühner sind wohl leider so überzüchtet, dass sie kaum eine Chance hätten, in "freier Wildbahn" zu überleben.
Vor allem würden sie dank Überzüchtung auch in bester Pflege schneller sterben, als die Menschen vegan werden (würden).
Man muss einfach aufhören, zu züchten, einfach bremsen, statt immer weiter Gas zu geben und sich zu fragen, was wäre, wenn die Strasse plötzlich enden würde.
Hallo Schlunz,
ich habe ausfrücklich erwähnt, dass ich damit keineswegs ein Gegenargument liefern möchte.
Selbst wenn es irreelevant ist, kann man doch drüber nachdenken.
Denn wenn man anfängt, etwas bewegen zu wollen, ist doch immer das Ziel, möglichst viele für die Sache zu gewinnen.
Da sollte man sich doch auch die Frage stellen dürfen, was wären, wenn dies gelingen würde.
Ich finde "aufhören, sich zu fragen", generell nicht richtig.
Wenn einem irgendwelche Gedanken kommen, sollte man sie auch weiter und zu Ende denken.
Dieses kleine Gedankenspiel hält mich ja schließlich nicht davon ab, meine Ernährung umstellen zu wollen.
Aber was dieses "sich nicht fragen" angeht - halte ich das für den falschen Ansatz. Wenn man das in anderen Bereichen tun würde, würde sich wahrscheinlich gar nichts ändern.
Wegetarier wird man wohl, weil man sich irgendwann gefragt hat, ob es wohl richtig sein kann, Tiere zu essen. Veganer wird man, weil man sich gefragt hat, ob das mit der Käse-und Eierproduktion, Leder usw. wohl richtig sein kann.
Aber man kann ja wohl nicht vorschreiben, welche Gedankengänge man weiter spinnen darf und welche nicht.
Abgesehen davon arbeiten Philosophen auch mit konstruierten Situationen, die so wohl nie eintreffen werden.
Aber gut, ich entschulidge mich gleich mal bei jedem, der sich durch meine Gedankengänge angegriffen fühlt. Das war und ist nicht meine Absicht.
Aber gut, ich entschulidge mich gleich mal bei jedem, der sich durch meine Gedankengänge angegriffen fühlt. Das war und ist nicht meine Absicht.
Es fühlt sich niemand angegriffen. ;o)
Es ist nur so, dass das Thema schon ziemlich abgelutscht ist (und in jedem Veg-Forum gibt es dazu X Threads).
Auf Seite 2 dieses Threads findest Du nen Comic von mir, in dem ich Deine Frage thematisiert habe.
Have a nice day!
Sorry, dann muss ich das irgendwo überlesen haben. Ich habe schon einiges durchs Forum geblättert und habe zwar zzig Informationen zu Tierhaltung und bestimmten Lebensmitteln gefunden, aber das nun mal nicht. Und was den Comic angeht - naja, den habe ich dann wohl nicht genau genug angeschaut.
Ich mag auch gar keine Comics.
Dieses "was wäre wenn" beschäftigt mich auch öfters. :(
Glaubt ihr im Ernst, dass es was bewirkt vegan oder vegetarisch zu leben?
In Deutschland ist die Fleischfresserei innerhalb der letzten 50 Jahre konstant geblieben, also: was soll anders werden, wenn Hans-Peter nicht mehr seine Schoki und seine 2 Schnitzel im Rewe nebenan kauft?
Na ja, ich finde Fleisch eh eklig, aber vegan zu leben schaffe ich auf Dauer nicht. Ich brauch meine Schoki :rolleyes:
hmmm.... wenn der fleischkonsum gleich geblieben ist aber die Menschenmenge gestiegen ist, ist das doch auch ein gesunkener pro-kopf-verbrauch.... aber ich kenne die statistiken dazu nicht...
Mausispatz
21.05.2008, 18:40
Glaubt ihr im Ernst, dass es was bewirkt vegan oder vegetarisch zu leben?:
Ehrlich gesagt, ist mir das Sch... egal, ob es was "bewirkt" oder nicht.
Ich habe mich dazu entschieden, vegan zu leben, weil ICH diese Lebensweise für richtig halte.
Natürlich hat man irgendwie die Hoffnung, dass immer mehr Leute diesen Entschluss fassen und aufgrund dessen irgendwann weniger Tiere leiden müssen.
Aber das ist nicht der Hauptgrund.
Der Hauptgrund ist der, dass ich immer diesen ganzen Wahnsinn vor mir sehe, der tagtäglich passiert, um "Lebensmittel" herzustellen.
Ich möchte da einfach nicht mitmachen. Ich möchte kein Teil davon sein. Punkt.
Das es etwas bewirkt hat sieht man schon daran, dass das Angebot an veganen Sachen in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist.
Ein Veganer mehr macht vielleicht nicht viel aus. Die Menge der Veganer machts dann aber. Und die geht schon in die zigtausende, was dann vielleicht doch ein paar Ställe weniger sind. Dank des verbesserten Angebots wird es auch immer einfacher vegan einzukaufen. Daher kann man hoffen, dass die Anzahl der Veganer in Zukunft noch steigen wird.
Falls du dir wegen der Schoki sorgen machst: vegane Süßigkeiten gibts auch genug und das nicht nur im Bioladen.
Mausispatz
21.05.2008, 20:47
Ich brauch meine Schoki :rolleyes:
Und verlangst im Gegenzug, dass das Kalb bitte seine Muttermilch nicht zu brauchen hat?
Verrückte Welt in der wir leben...
Und verlangst im Gegenzug, dass das Kalb bitte seine Muttermilch nicht zu brauchen hat?
Verrückte Welt in der wir leben...
Von dem bissel Milch in einer Tafel Schokolade könnte man auch kein Kalb ernähren.
Oder dem in einem Kinderriegel.
Und ob ich Ferrero, Milka oder sonstwem nun 2 Euro in den Rachen schmeiße oder nicht, die machen mega Umsätze und werden wegen dem bisschen Geld keinem Kalb seine Milch zugestehen.
Gestern hab ich vegan genascht^^ So oder so muss ich weniger Süßkram essen :p Werd wohl erstmal auf Obst umsteigen.
Das Problem ist ja, dass es keine vegane Schoki gibt, die man sich auf Dauer leisten kann und die schmeckt. Alles andere kann ich irgendwie verschmerzen^^
Das Problem ist ja, dass es keine vegane Schoki gibt, die man sich auf Dauer leisten kann und die schmeckt
Ja sicher :rolleyes:. Die Rittersport Marzipan, Pfefferminz und Halbbitter sind mit Gold kaum aufzuwiegen. Oder Manner Neapolitaner oder Hamburger Spritzgebäck ausm Edeka oder manche Geleebananen oder manche Kokosflocken oder manche Schokoladen von Böhme (gibts im Kaufland) oder oder oder:
http://produktanfragen.foren-city.de/topic,145,-schokolade-diverse-marken.html
http://produktanfragen.foren-city.de/forum,13,5e561553d575c73191d8277b50f850d9,-kuchen-kekse-suessigkeiten.html
Die Rittersport Marzipan, Pfefferminz und Halbbitter sind mit Gold kaum aufzuwiegen.
Vor allem Halbbitter - das schmeckt nicht mal so bitter finde ich.
Skahasi, das musst du mal probieren. Ich war früher ein absoluter Vollmilch-Fan. Lag aber wohl daran, dass ich, WENN ich mal Zartbitter probiert habe, diese ganz extrem hochprozentigen probiert hatte.
50-70% find ich anscheinend doch ganz lecker *g*
Mausispatz
22.05.2008, 22:17
Von dem bissel Milch in einer Tafel Schokolade könnte man auch kein Kalb ernähren.
Oder dem in einem Kinderriegel.
Und ob ich Ferrero, Milka oder sonstwem nun 2 Euro in den Rachen schmeiße oder nicht, die machen mega Umsätze und werden wegen dem bisschen Geld keinem Kalb seine Milch zugestehen.
Ja, wenn dann jeder so denkt... :rolleyes:
Vincent Vegan
25.05.2008, 02:03
Von dem bissel Milch in einer Tafel Schokolade könnte man auch kein Kalb ernähren.
Oder dem in einem Kinderriegel.
Und ob ich Ferrero, Milka oder sonstwem nun 2 Euro in den Rachen schmeiße oder nicht, die machen mega Umsätze und werden wegen dem bisschen Geld keinem Kalb seine Milch zugestehen.
Wegen dem bisserl Fleisch das ein Omnivore isst müsste es vermutlich auch keine Massentierhaltung geben. Und wegen dem bisserl Müll den man nicht trennt auch keine Umweltverschmutzung. Nicht zu vergessen das bisserl Atomstrom fürn eigenen Rechner, für das sich der Bau eines AKW nicht auszahlen würde. Bei 7 Milliarden Menschen braucht man sich auch um das bisserl Tote bei Kriegen und Naturkatastrophen kaum Gedanken machen, bewegt sich ja nur im Promillebereich.
Irgendwie ist das ziemliches Scheuklappendenken, nicht?
[QUOTE=Skahasi;71843]
Das Problem ist ja, dass es keine vegane Schoki gibt, die man sich auf Dauer leisten kann und die schmeckt. [QUOTE]
Also es gibt genug vegane Süßigkeiten, die auch nicht sooo teuer sind. z.B. gibts auch ne Schokolade, die gerade mal 33 cent kostet und das kann man ja nun wirklich verschmerzen, oder!?
Und wie die anderen schon sagten, auch omnis essen eingie Vegne Dinge ohne es zu merken. Man muss nur richtig suchen, dann findest man schon was man braucht als veganer und das noch zu günstigen Preis ;)
Ahja und was das mit der Milch in der Schokolade angeht. Es wird doch nicht nur eine Tafel Schokolade produziert oder? Und du isst auch nicht in deinem ganzen Leben nur eine Schokolade oder? Überleg mal, wievielen Kälbern du schon die Milch, die es zum Leben braucht, weggenommen hast!?
Und wie sagt man so schön? Kleinvieh macht auch Mist.
Wir (meine Mum und ich) haben uch nicht viel Geld und es klappt trotzdem alles wunderbar. Mit viel Obst (leider sehr teuer zur Zeit :mad:) und auch Süßigkeiten, Keksen,....man kann ja auch einiges selber machen/nachmachen.
LG ingel
Wow, ich bin grad irgendwie echt überrascht... ich dachte immer, Skahasi zählt hier zu den immerschon-Veganern :confused:
Also dass du das
Von dem bissel Milch in einer Tafel Schokolade könnte man auch kein Kalb ernähren.
Oder dem in einem Kinderriegel.
Und ob ich Ferrero, Milka oder sonstwem nun 2 Euro in den Rachen schmeiße oder nicht, die machen mega Umsätze und werden wegen dem bisschen Geld keinem Kalb seine Milch zugestehen.
wirklich glaubst, kann ich mir irgendwie gar nicht vorstellen... wieso isst du dann kein Fleisch? Das eine kleine Steak geht doch auch völlig unter...?
Du sagst selbst, du müsstest mal ein bisschen weniger naschen. Dann kauf dir doch die (etwas teurere, dafür aber auch bessere) vegane Milchschokolade und versuch dafür, etwas länger mit einer Tafel auszukommen. Das kommt dann auch noch dir selbst zugute ;)
Das Problem ist ja, dass es keine vegane Schoki gibt, die man sich auf Dauer leisten kann und die schmeckt.
Wenn es um bequemen Genuss und spezielle Gaumenfreuden geht, ist dem Menschen alles egal, ne?
Ich erinnere mich nur zu gut, wie das bei mir war, als ich noch vegetarisch lebte.
Die Milchschokolade war meine erste Ausredenadresse.
Und über die war es natürlich völlig schnurz, dass ich auch Lederschuhe trug und in allen anderen Bereichen des Lebens ebenfalls unvegan lebte.
"Das Bisschen Milchschokolade, das ich konsumiere..."
Ja, das summiert sich mit der Masse jener, die genauso denken.
Mich wundert es, dass jemand, der hier schon so lange Zeit schreibt und liest, noch solchen Kram verzapft.
Die "Edel-Bitter-Schokolade" von Sarotti ist übrigens so soft und unbitter, dass man sich die teuren Produkte vom Veganversandt oder Reformhäusern locker sparen kann und neben Manner-Waffeln gibt es mittlerweile unzählige Produkte, die das Ausredenkonstrukt brüchig machen.
Und selbst, wenn es diese nicht gäbe, bleibt die Frage, ob man deshalb nichtmenschliche Tiere ausbeuten und deren Mord in Auftrag geben muss.
Vincent Vegan
25.05.2008, 14:12
Eine sehr leckere Schokoladeempfehlung wäre auch Birne-Mandel-Schokolade von Moser-Roth. Laut Inhaltsstoffen (Zucker, Kakaomasse, Kakaobutter, Mandeln, Birnen, Äpfel, Dextrose, Emulgator Sojalecithin, Ananasfasern, Aroma, Verdickungsmittel Natriumalginat. Kann auch Spuren von Milchprodukten, Haselnüssen, Erdnüssen und anderen Nüssen enthalten) wäre sie nach der Rezeptur vegan. Auch eine PA zu einer anderen Moser-Roth-Sorte verlief diesbezüglich positiv, ein Verpackungsklebstoff ist allerdings scheinbar kaseinhaltig (http://www.vegan.at/productdb/view_product.php5?productId=6706).
Erhältlich hier in Österreich bei Hofer, laut Google sollte es die aber auch bei Aldi geben.
Ganz allgemein gebe ich aber zu bedenken, dass zur Kakaoernte in Westafrika Leibeigene und Sklaven, darunter viele verschleppte Kinder, eingesetzt werden, die unter unmenschlichsten Arbeitsbedingungen für unsere Gaumenfreude schuften müssen. Wenn schon Schokolade, dann sollte man sich also vielleicht Fairtrade-Produkte leisten. Und selbst dann bläst der Transport der Rohstoffe über verschiedene Kontinente noch Tonnen von CO2 in unsere Atmosphäre, was der Erd-Flora und -Fauna wohl auch nicht besonders gut tut.
Ganz allgemein gebe ich aber zu bedenken, dass zur Kakaoernte in Westafrika Leibeigene und Sklaven, darunter viele verschleppte Kinder, eingesetzt werden, die unter unmenschlichsten Arbeitsbedingungen für unsere Gaumenfreude schuften müssen. Wenn schon Schokolade, dann sollte man sich also vielleicht Fairtrade-Produkte leisten. Und selbst dann bläst der Transport der Rohstoffe über verschiedene Kontinente noch Tonnen von CO2 in unsere Atmosphäre, was der Erd-Flora und -Fauna wohl auch nicht besonders gut tut.
Ich finds gut, dass du das ansprichst aber dem Herrn Schlunz ist das egal. Er schreibt zwar oft genug, dass Ethik "nicht dehnbar" ist und beschimpft alle, die nicht seinen Vorstellungen entsprechen, aber für ihn gehts dabei wohl nur um Veganismus. Wie nennt man das eigentlich, wenn man nur dafür ist, seine eigene Spezies auszubeuten?
Habt ihr in Deutschland eigentlich Zotter (http://www.zotter.at) Schokoladen? Die sind biologisch, Fair Trade und handgeschöpft.
Leider sind nur sehr wenige vegan, zum Beispiel....
"Basic 40 Sojamilch hell"
(eine Milchkuvertüre, die besser ist als jede andere Sojamilchschokolade)
http://www.imgbox.de/users/public/images/v24602b234.jpg (http://www.imgbox.de)
und "Vogelbeere oder Eberesche"
http://www.imgbox.de/users/public/images/n32497z234.jpg (http://www.imgbox.de)
sie haben auch eine 100% Schokolade, auf die ich schon ganz neugierig bin:
http://www.imgbox.de/users/public/images/u31775q234.jpg (http://www.imgbox.de)
Unbedingt probieren!
Liebe Grüße
Vincent Vegan
25.05.2008, 16:47
Wie nennt man das eigentlich, wenn man nur dafür ist, seine eigene Spezies auszubeuten?
Degenerative Abkehr vom natürlichen Lebenserhaltungstrieb?
Würde meine These bestätigen, dass die Menschheit ihren Zenit überschritten hat und sich schon im Prozess des Aussterbens befindet.
Habt ihr in Deutschland eigentlich Zotter Schokoladen? Die sind biologisch, Fair Trade und handgeschöpft.
Haben wir! Muss man aber suchen.
Hab letztens auch eine mit Ziegenkäse gesehen, nunja!:eek::D
Ganz allgemein gebe ich aber zu bedenken, dass zur Kakaoernte in Westafrika Leibeigene und Sklaven, darunter viele verschleppte Kinder, eingesetzt werden, die unter unmenschlichsten Arbeitsbedingungen für unsere Gaumenfreude schuften müssen. Wenn schon Schokolade, dann sollte man sich also vielleicht Fairtrade-Produkte leisten. Und selbst dann bläst der Transport der Rohstoffe über verschiedene Kontinente noch Tonnen von CO2 in unsere Atmosphäre, was der Erd-Flora und -Fauna wohl auch nicht besonders gut tut.
*unterschreib*
Das lässt sich dann leider auch wieder beliebig ausdehnen, zumindest den CO2 Ausstoß betreffend, ob es sich nun um Obst oder Gemüse oder Kaffee handelt.
Aber alles Bio und Fairtraide einzukaufen übersteigt leider bei vielen, mich eingeschlossen, die finanziellen Möglichkeiten.:(
Nunja, Schokolade oder auch Kaffee sind Genussprodukte, bei denen die Ausrede "zu teuer" doch recht merkwürdig ist.
Dann isst man eben anstatt 2 mal die Woche eine Tafel nur noch ein mal die Woche - wobei Fair Trade-Schokolade auch nicht generell teurer ist. Zu Ostern habe ich als Geschenk fair trade Schoko-Hasen gekauft, die billiger waren als vergleichbare Markenprodukte.
Das ist ein gutes Argument, Chimera.
Natürlich wäre es am besten, alles Fair Trade zu kaufen.. das ist leider kaum möglich, weil man es sich nicht leisten kann und weil es auch nicht alles als Fair Trade gibt. Es gibt zum Beispiel Orangensaft aber keine Orangen.
Aber wie du sagst, gerade bei Kaffee und Kakaoprodukten gilt diese Ausrede nicht. Es gibt sogar tollen Fair Trade Löskaffee und der kostet ziemlich gleich viel wie die üblichen Marken, zB Nescafé.
Liegt wohl daran, dass der Anteil, den die Bauern bekommen so gering ist, dass man den einfach vervielfachen kann ohne überhaupt großartig was davon zu merken :(
Ich finds gut, dass du das ansprichst aber dem Herrn Schlunz ist das egal. Er schreibt zwar oft genug, dass Ethik "nicht dehnbar" ist und beschimpft alle, die nicht seinen Vorstellungen entsprechen, aber für ihn gehts dabei wohl nur um Veganismus. Wie nennt man das eigentlich, wenn man nur dafür ist, seine eigene Spezies auszubeuten?
Sach mal, Dir geht es wohl grad eher bescheiden, was?
Die Aussage, dass ich dafür bin, meine eigene Art auszubeuten, ist ja wohl unter aller Kanone.
Du hast sicher kein Kind, keine Tiere, die Du versorgen musst und nen geilen Job, der es Dir ermöglicht, in allen Bereichen des Lebens fair trade zu leben, ne?
Wir kämpfen in Deutschland mit dem Phänomen der "neuen Armut", Menschen stehen sich vor den "Tafeln" die Beine in den Bauch und auch diese Menschen können dennoch ohne Probleme vegan leben, denn Veganismus ist im Vergleich zum fair trade eine Sache, die auch so leicht finanzierbar ist.
Meine schwankende Auftragslage macht es mir schwer, mich fair zu versorgen und einzukleiden (von den Tafeln bin ich zum Glück noch nicht abhängig).
Ich habe mich schon oft zu dem Thema geäussert, auch darüber, was die Chancen nichtmenschlicher Tiere von denen der Menschen unterscheidet, sich aus der eigenen Scheisse herauszuziehen, doch da bist Du ja dann immer schön still, um später, so wie hier, wieder Deine gedankenlosen Sticheleien von Dir zu geben.
Das ist eine andere Form der Armut... Geistige Armut.
So langsam bist Du bei mir echt unten durch.
Hör mal Schlunz,
ich hab damit natürlich nicht sagen wollen, dass du tatsächlich pro-Menschenausbeutung bist, wenn du das so wortwörtlich genommen hast, tut es mir ehrlich leid und ich nehme es zurück. Wie du unten selbst geschrieben hast - es war nicht mehr als eine Stichelei.
Ich finde es nur schlimm, wie du mit Leuten umgehst, die nicht 100% deiner Meinung sind. Und das heißt nicht mal, dass du nur über diejenigen herziehst, die Omni oder Vegetarier sind, nein, du hast auch allerhand zu meckern, wenn man nicht aus den richtigen Gründen vegan ist oder wenn man sich (deiner Meinung nach ungerechtfertigt) Veganer nennt (was ich übrigens nicht tue, keine Angst).
Ich mach dir auch keinen Vorwurf, dass du keine (oder nicht ausschließlich) Fair Trade Produkte kaufst. Ich wollte damit nur klar machen, dass es verschiedene Bereiche gibt, sich zu engagieren und dass nicht alle unveganen Menschen egoistische Arschlöcher sind. Die einen finden das wichtiger und sind Veganer, die anderen kaufen nur Fair Trade und engagieren sich für Menschenrechte. Der nächste fährt nur mit dem Fahrrad und hat ne Solaranlage und der vierte ist Arzt ohne Grenzen. Verstehst du, was ich damit sagen will? Mein letzter Post sollte als Aussage nur sowas wie "wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein" haben. Weil nämlich jeder irgendwo seine Schwachstellen oder unsozialen (ich sage bewusst nicht asozial, weil das so nen komischen Nachgeschmack hat) Seiten hat.
Du findest also, dass Menschen (oder menschliche Tiere, wie du sagst), die zB in der dritten Welt leben und von uns ausgebeutet werden, dass diese Menschen selbst dran schuld sind, weil sie sich, im Gegensatz zu nichtmenschlichen Tieren selbst aus der Scheiße ziehen könnten?
Wüsste gerne, ob ich das so richtig verstanden habe.
Ich wusste gar nicht, dass ich bei dir jemals nicht unten durch war ;)
@ samito:
Man kann auch ohne viel Geld "fair trade" Leben - kenne einige Menschen, die dies schaffen. Durch den Konsum von regionalen Erzeugnissen und Verzicht auf Lebensmittel aus bestimmten Ländern bzw. Produktionsgebieten.
Allerdings heißt das auch im großen und ganzen Verzicht auf Südfrüchte u.ä. , Kaffee/Tee/Schoki nur zu besonderen Anlässen u.s.w.
@ samito:
Man kann auch ohne viel Geld "fair trade" Leben - kenne einige Menschen, die dies schaffen. Durch den Konsum von regionalen Erzeugnissen und Verzicht auf Lebensmittel aus bestimmten Ländern bzw. Produktionsgebieten.
Allerdings heißt das auch im großen und ganzen Verzicht auf Südfrüchte u.ä. , Kaffee/Tee/Schoki nur zu besonderen Anlässen u.s.w.
Und diese Menschen haben dann das Geld, sich fair einzukleiden? Also ohne H&M, C&A usw?
Hör mal Schlunz,
ich hab damit natürlich nicht sagen wollen, dass du tatsächlich pro-Menschenausbeutung bist, wenn du das so wortwörtlich genommen hast, tut es mir ehrlich leid und ich nehme es zurück. Wie du unten selbst geschrieben hast - es war nicht mehr als eine Stichelei.
Na das ist doch ne Aussage.
Du findest also, dass Menschen (oder menschliche Tiere, wie du sagst), die zB in der dritten Welt leben und von uns ausgebeutet werden, dass diese Menschen selbst dran schuld sind, weil sie sich, im Gegensatz zu nichtmenschlichen Tieren selbst aus der Scheiße ziehen könnten?
Wüsste gerne, ob ich das so richtig verstanden habe.
Mal ne Gegenfrage:
Hast du schon jemals von einer Revolution nichtmenschlicher Tiere gehört?
Na das ist doch ne Aussage.
Wie darf ich das verstehen?
Mal ne Gegenfrage:
Hast du schon jemals von einer Revolution nichtmenschlicher Tiere gehört?
Soweit ich weiß, haben nichtmenschliche Tiere keine so komplexe Welt wie wir: keine Gesetze usw. Und ich hab auch noch nicht von der Unterdrückung und Ausbeutung einer Rasse durch eine andere Rasse gehört. Somit ist eine Revolution im Sinne eines politischen Umsturzes bei nichtmenschlichen Tieren irrelevant. Wenn du aber von einer Revolution im Sinne eines Neuanfangs oder einer einfachen Veränderung meinst, so gibt es die wohl überall, wenn auch nicht immer absichtlich, sondern eher nach dem Prinzip Mutation & Selektion.
Wobei, da fällt mir gerade ein: die Rangordnung innerhalb eines Rudels wird doch auch oft durch Kämpfe geklärt, kann man das mit einer Revolution vergleichen?
Ich würde aber immer noch gerne wissen, ob du die Aussage "Menschen, die ausgebeutet werden, sind selbst dran schuld" so unterschreiben würdest. Und wenn, wieso du es dann bedauerst, nicht genug Geld für Fair Trade zu haben. Das passt irgendwie nicht zusammen.
Wie darf ich das verstehen?
So, dass ich Deine Entschuldigung angenommen habe.
Wobei, da fällt mir gerade ein: die Rangordnung innerhalb eines Rudels wird doch auch oft durch Kämpfe geklärt, kann man das mit einer Revolution vergleichen?
Wenn sich drei oder vier Hunde zusammentun, um ihren Unterdrücker zu verjagen, ist da wohl ein Vergleich gegeben. ;o)
Ich würde aber immer noch gerne wissen, ob du die Aussage "Menschen, die ausgebeutet werden, sind selbst dran schuld" so unterschreiben würdest.
Das Individuum ist daran genauso schuld, wie die Masse.
dasselbe gilt für unveganes Verhalten.
"Ich bin nicht schuld an der Ausbeutung der Tiere, weil das, was ich allein verbrauche gar nicht ins Gewicht fällt..."
Genauso ist es mit Unterdrückung.
Diese geschieht in der Regel durch wenige Menschen und die Masse hat nicht den Arsch in der Hose, dagegen vorzugehen, weil es letztlich bequemer ist, sich unterdrücken zu lassen, als Gefahr zu laufen, für nen missglückten Aufstand die Konsequenzen zu tragen.
Worauf ich hinaus will, ist das Potenzial, das Menschen und Tiere unterscheidet.
der Mensch hat immerhin oft genug gezeigt, dass er sich selbst gegen menschliche Unterdrückung helfen kann, nichtmenschliche Tiere konnten das nie.
Letztere sind ohne Lobby völlig ausgeliefert.
Lass Dir ruhig Zeit mit ner Antwort, ich bin jetzt erst mal off...
Vincent Vegan
25.05.2008, 21:28
Das lässt sich dann leider auch wieder beliebig ausdehnen, zumindest den CO2 Ausstoß betreffend, ob es sich nun um Obst oder Gemüse oder Kaffee handelt.
Aber alles Bio und Fairtraide einzukaufen übersteigt leider bei vielen, mich eingeschlossen, die finanziellen Möglichkeiten.:(
Da hast du natürlich auch recht, aber ich achte schon immer darauf, dass meine Nahrung nicht allzu weite Transportwege hinter sich gebracht hat. Also ich kaufe zb. so gut wie nie etwas außereuropäischer Herkunft und nun schon seit 2 Wochen keinen Zwiebel, weil ich nur welchen aus den Niederlanden und Israel finde, meines Wissens aber auch auf österreichischen Äckern Zwiebel wächst und ich daher nicht einsehe, weshalb ich diese Transportwege unterstützen sollte.
Südfrüchte kommen bei mir so gut wie nie auf den Tisch, Kaffee zumeist nur Fairtrade. Dafür erlaube ich mir, ab und zu auf "Bio" zu verzichten, wenn mein Kontostand sowieso schon rotere Zahlen zeigt als gut ist.
Edit:
Und ich hab auch noch nicht von der Unterdrückung und Ausbeutung einer Rasse durch eine andere Rasse gehört.
Einfach weil ich vor 2 Stunden erst daran gedacht hab: Ameisen versklaven Artgenossen anderer Stämme und zwingen diese, für sie Zwangsarbeit zu verrichten. Insofern also auch Unterdrückung und Ausbeutung, ist aber auch das einzige Beispiel das mir diesbezüglich einfällt :)
Und diese Menschen haben dann das Geld, sich fair einzukleiden? Also ohne H&M, C&A usw?
Ja, das geht absolut. Allerdings ist es eben nicht nur schwierig, sondern auch schwer vereinbar mit den Vorstellungen der Gesellschaft (und vegan auch nicht)
Gute Kleidung hält Jahrzehnte, und wenn man mal aufrechnet wie viel Kohle man im Laufe von 10 Jahren für billige Textilartikel ausgibt, die innerhalb von 1-2 Jahren reif für die Mülltonne sind ist Qualitätskleidung deutlich billiger.
Aber wer will schon über Jahre dieselben Sachen tragen, oder 10 Jahre lang denselben Wintermantel? Man möchte mit der Mode gehen, neues ausprobieren, eine große Auswahl im Kleiderschrank haben.
Ameisen versklaven Artgenossen anderer Stämme und zwingen diese, für sie Zwangsarbeit zu verrichten. Insofern also auch Unterdrückung und Ausbeutung, ist aber auch das einzige Beispiel das mir diesbezüglich einfällt
Das nennt sich Sozialparasitismus und ist bei den staatenbildenden Insekten relativ weit verbreitet. Bienen, Wespen, Hummeln, Ameisen nutzen andere Arten auf diese Weise aus.
Manche Tierchen gehen sogar einen Schritt weiter und berauben ihre Opfer des freien Willens:
http://science.orf.at/science/news/150160
Ich wollte damit nur klar machen, dass es verschiedene Bereiche gibt, sich zu engagieren und dass nicht alle unveganen Menschen egoistische Arschlöcher sind.
http://www.cafe-clatsch.de/forum/images/smilies/a040.gif
Ja, Magica, das muss eigentlich gar nicht extra betont werden.
Die Veganer, die ich kenne haben (bis auf einen) eigentlich alle gute Freunde unter unvegan lebenden Menschen.
Aber auch für diese unveganen Leute gilt, dass sie in ihrer Einstellung und in ihrem Verhalten gegenüber nichtmenschlichen Tieren irgendwie schon sowas wie "egoistische Arschlöcher" sind.
Da gibt es gar nichts zu beschönigen und es macht auch keinen Sinn, darauf zu verweisen, in welchen Bereichen des Lebens diese Menschen vorbildlich agieren.
Ja, Magica, das muss eigentlich gar nicht extra betont werden.
Die Veganer, die ich kenne haben (bis auf einen) eigentlich alle gute Freunde unter unvegan lebenden Menschen.
Aber auch für diese unveganen Leute gilt, dass sie in ihrer Einstellung und in ihrem Verhalten gegenüber nichtmenschlichen Tieren irgendwie schon sowas wie "egoistische Arschlöcher" sind.
Da gibt es gar nichts zu beschönigen und es macht auch keinen Sinn, darauf zu verweisen, in welchen Bereichen des Lebens diese Menschen vorbildlich agieren.
Folglich wärst du dann ein toller Veganer, nur wenns um Menschenausbeutung geht halt doch ein "egoistisches Arschloch"?
Ich möchte nochmal betonen, dass ich es eben nicht so sehe! Ich frage mich nur, ob du das denn auch umdrehen würdest. Schon klar, Fair Trade (ich nehme jetzt Fair Trade nur als Beispiel, weil wir schon so viel darüber geredet haben, es gibt natürlich viele Bereiche mehr) ist schwerer umzusetzen als vegan.... für dich. Andere Leute schwimmen vielleicht im Geld, für sie ist es aber schwer, auf Käse zu verzichten. Jetzt wirst du sagen das ist sowieso ganz was anderes, das eine ist egoistisch, das andere wegen dem Geld.... aber du könntest doch auch auf Kaffee, Kakao, Südfrüchte & Co verzichten, Kleidung gibt es auch Second Hand. Oder will man seinen bisherigen Lebensstandard vielleicht doch nicht aufgeben? Aus egoistischen Gründen?
Aber auch für diese unveganen Leute gilt, dass sie in ihrer Einstellung und in ihrem Verhalten gegenüber nichtmenschlichen Tieren irgendwie schon sowas wie "egoistische Arschlöcher" sind.
Ja, stimmt.
Genauso wie Veganer in anderen Dingen "egoistische Arschlöcher" sind.
Irgendeine egoistische Arschloch-Seite hat eben jeder :D
Ich bin der gleiche Mensch.
Das blieb ich auch, als ich vegetarisch wurde. Und das blieb ich auch, als ich nachher vegan wurde. Und das bin ich auch jetzt, wo ich nicht mehr vegan bin.
ICH bin der gleiche Mensch.
Aber die Sicht mancher Leute auf mich hat sich geändert.
Für dich war ich vielleicht ein egoistisches Arschloch und bin es jetzt wieder.
Für andere bin ich es jetzt gerade nicht und war es zu meiner veganen Zeit.
aber du könntest doch auch auf Kaffee, Kakao, Südfrüchte & Co verzichten
Jaja... Das Argument, sich nur von einheimischen Produkten zu ernähren... ;o)
Mach Dir mal klar, was Du hier alles ausklammern musst:
Hirse, Reis, Mandeln, Paranüsse, Pekanüsse, Macadamianüsse, Kokosnüsse, Bambussprossen, Kastanien, Cashewkerne, Erdnüsse, Pistazien, Avocados, Pinienkerne, Sesam, Quinoa, Amaranth, Kichererbsen, Kidneybohnen, Tofu (wird wohl kaum aus deutschen Sojabohnen erzeugt), Pfirsiche, Nektarinen, Physalis, Litschi, Orangen, Zitronen, Grapefruit, Limetten, Mandarinen, Melonen, Bananen, Kiwi, Maracuja, Ananas, Feigen, Mango, Papaya, Chilischoten, Chilipulver, Paprikapulver, schwarzer und grüner Pfeffer... (wenn ich irgendwo falsch liege, sacht bescheid).
Für eine ausgewogene vegane Ernährung bleibt da an deutschen Saisonfrüchten, Gemüse und Getreide ziemlich wenig übrig, vor allem wenn man ein Kind ernährt, das jeden Tag seine Vorlieben ändern kann.
Und solange osteuropäische Menschen für Billiglöhne deutsches Obst und Gemüse ernten, kommt die Frage auf, ob "fair trade" nur den Import von Gütern betrifft.
Der Punkt ist eben, dass Veganismus im Vergleich zum fair trade für jeden Menschen dieser Gesellschaft realisierbar ist.
Zu einem "egoistischen Arschloch" wird man erst dann, wenn man alle Alternativen nutzen kann, es aber dennoch nicht tut.
Für eine ausgewogene vegane Ernährung bleibt da an deutschen Saisonfrüchten, Gemüse und Getreide ziemlich wenig übrig,
Oh, kann es dann etwa sein, dass man sich für eine Sache entscheiden muss? Entweder auf Tierleid oder Menschenleid verzichten?
Ich lebe ganz gut mit regionalen Saisonobst und Gemüse und anderen (unveganen) Erzeugnissen, und ab und an mal fair trade Artikel aus südlichen Ländern. Mangelerscheinungen habe ich auch keine. ;)
Ich lebe ganz gut mit regionalen Saisonobst und Gemüse und anderen (unveganen) Erzeugnissen, und ab und an mal fair trade Artikel aus südlichen Ländern. Mangelerscheinungen habe ich auch keine. ;)
Bist ja auch Omni und hast keine Kinder...
Was Du lebst, ist nicht auf jede Familie übertragbar.
Und geh doch mal auf meinen Aspekt osteuropäischer Billiglöhner ein.
Woher weißt Du, dass deutsche Produkte fair sind?
Woher weißt Du, dass deutsche Produkte fair sind?
In Deutschland hat man Rechte, die auch durchsetzbar sind.
Auch als osteuropäischer Arbeiter musst du weder giftige Pflanzenschutzmittel einatmen, noch elendig ohne ärztliche Hilfe sterben, wenn dich eine Produktionsmaschine verletzt.
Du wirst auch nicht im Kindesalter als Sklave auf die Spargelfelder verschleppt, bist kein Leibeigener und wenn du dich beschwerst, ist die Wahrscheinlichkeit gering dass du selbst oder deine Familie von einem Schlägertrupp besucht wird.
Die osteuropäischen Saisonhelfen bleiben auch, wie der Name schon sagt, nur einige Wochen und können dann ihr normales Leben wieder aufnehmen. Das der Job hart, schlecht bezahlt und oftmals auch die Bahandlung alles andere als fair ist will ich nicht betreiten, aber diese Zustände mit dritte Welt Ländern zu vergleichen und somit ihr Leid zu relativieren kann wirklich nicht dein ernst sein.
Was Du lebst, ist nicht auf jede Familie übertragbar.
Ehrlich? Aber wie du lebst, ist auf jede Familie übertragbar?
Bist ja auch Omni und hast keine Kinder...
Momentan nicht, aber meine Pflegekinder haben sich auch nie beschwert. ;)
In Deutschland hat man Rechte, die auch durchsetzbar sind.
Auch als osteuropäischer Arbeiter musst du weder giftige Pflanzenschutzmittel einatmen, noch elendig ohne ärztliche Hilfe sterben, wenn dich eine Produktionsmaschine verletzt...
Da hast Du recht. Dennoch ist Fairnis eben Fairnis.
Kaum ein Deutscher macht sich für hiesige Nahrung den Buckel krumm.
Unbezahlbar...
Ehrlich? Aber wie du lebst, ist auf jede Familie übertragbar?
Veganismus ist in der Tat auch mit wenig Geld zu bestreiten.
Momentan nicht, aber meine Pflegekinder haben sich auch nie beschwert. ;)
Dann zähl doch mal auf, was sie alles bekommen und was sicher nicht in meiner Liste oben aufgeführt ist. ;o)
Jaja... Das Argument, sich nur von einheimischen Produkten zu ernähren... ;o)
Mach Dir mal klar, was Du hier alles ausklammern musst:
Hirse, Reis, Mandeln, Paranüsse, Pekanüsse, Macadamianüsse, Kokosnüsse, Bambussprossen, Kastanien, Cashewkerne, Erdnüsse, Pistazien, Avocados, Pinienkerne, Sesam, Quinoa, Amaranth, Kichererbsen, Kidneybohnen, Tofu (wird wohl kaum aus deutschen Sojabohnen erzeugt), Pfirsiche, Nektarinen, Physalis, Litschi, Orangen, Zitronen, Grapefruit, Limetten, Mandarinen, Melonen, Bananen, Kiwi, Maracuja, Ananas, Feigen, Mango, Papaya, Chilischoten, Chilipulver, Paprikapulver, schwarzer und grüner Pfeffer... (wenn ich irgendwo falsch liege, sacht bescheid).
Für eine ausgewogene vegane Ernährung bleibt da an deutschen Saisonfrüchten, Gemüse und Getreide ziemlich wenig übrig, vor allem wenn man ein Kind ernährt, das jeden Tag seine Vorlieben ändern kann.
Und solange osteuropäische Menschen für Billiglöhne deutsches Obst und Gemüse ernten, kommt die Frage auf, ob "fair trade" nur den Import von Gütern betrifft.
Der Punkt ist eben, dass Veganismus im Vergleich zum fair trade für jeden Menschen dieser Gesellschaft realisierbar ist.
Zu einem "egoistischen Arschloch" wird man erst dann, wenn man alle Alternativen nutzen kann, es aber dennoch nicht tut.
Sich von heimischen Produkten zu ernähren, ist nicht so absurd wie du denkst. Es gibt in Wien ein Lokal, das nur Produkte verwendet, die sie direkt beim Erzeuger kaufen können. Sie kennen niemanden, der Pfeffer anbaut - dann verwenden sie keinen Pfeffer, aus.
Außer Reis finde ich eigentlich alles mehr oder weniger entbehrlich. Und Tofu gibt es sehrwohl auch hierzulande. Zumindest in Österreich gibt es eine Marke, die stellen Sojamilch, Sojajoghurt, Sojasahne und Tofu aus österreichischen Sojabohnen her.
Und wie gesagt - unabhängig vom finanziellen Reichtum ist es für jeden unterschiedlich schwer oder leicht, auf etwas zu verzichten. Wenn es dir wirklich so wichtig wäre, keine Menschen auszubeuten, könntest du wohl auf oben genannte Lebensmittel verzichten. Wenn es dem Herrn Huber so wichtig wäre, keine Tiere auszubeuten, könnte er wohl auf Käse verzichten. Anscheinend seid ihr aber beide zu egoistisch dazu. Ich verurteile dieses Verhalten ja auch nicht - ich will nur, dass du endlich mal verstehst, dass auch du egoistisch handelst, wie jeder von uns.
Und das mit dem Kind ist mMn ein ganz schlechtes Argument... erstens weil es sicher fatal ist, dem Kind immer seinen Willen durchgehen zu lassen (dass du zB Südfrüchte kaufen "musst", weil das Kind es so will). Andererseits könnten dann auch alle omnivoren Eltern dieses Argument verwenden: "was soll ich tun, mein Kind will eben Fruchtzwerge und Wurst?"
Es ist auf jeden Fall möglich, sich mit regionalen Produkten gesund, abwechslungsreich und wohlschmeckend zu ernähren, wäre ja sonst auch von der Natur sehr unpraktisch geplant.
Ob man das will - oder lieber doch die Ausbeutung von Mensch und/oder Tier in Kauf nimmt, das ist eher die Frage.
Es ist auf jeden Fall möglich, sich mit regionalen Produkten gesund, abwechslungsreich und wohlschmeckend zu ernähren, wäre ja sonst auch von der Natur sehr unpraktisch geplant.
Da reicht es doch, nur auf diesen einen Satz einzugehen... *g*
HallO? Wir sind hier in Mitteleuropa!!!
Hier hat der Mensch bis ins Mittelalter den ganzen Winter obstlos gelebt (bis auf Äpfel und Birnen, die dann im Keller gelagert wurden und im Januar schon sehr schrumpelig wurden).
Auch die Äpfel und Birnen, die wir hier im späten Winter und im Frühjar kaufen, sind in der Regel importiert (geschweige denn Pflaumen, Pfirsiche, Tomaten, etc. und Zitrusfrüchte wachsen hier überhaupt nicht).
Erkundige Dich bitte ausführlich über die Ernährung veganer Kinder und frag Dich, wie man sie mit den paar einheimischen und in kalten Jahreszeiten lagerbaren Getreide- Obst- und Gemüsesorten ausgewogen vegan ernähren soll, zumal ein großteil der heimischen Anbaufläche für Tiernahrung verwendet wird und der allgemeine Bedarf gar nicht ohne Import gedeckt werden kann.
Du musst immer die Möglichkeiten für die Masse miteinberechnen.
Die sind für den Veganismus machbar, aber nicht für ausgewogene vegane Ernährung durch heimische Produkte.
Vegan UND fair leben ist wahrscheinlich schwierig bis unmöglich. Daher muss man sich wohl oder übel für einen Weg entscheiden.
Du hast dich eben für die Tiere entschieden.
Was dich nun aber sicherlich nicht zu einem besseren oder ethischeren Menschen macht als andere, die sich dem Umweltschutz oder den Menschenrechten verschrieben haben, was du aber gerne behauptest.
Vegan UND fair leben ist wahrscheinlich schwierig bis unmöglich. Daher muss man sich wohl oder übel für einen Weg entscheiden.
Du hast dich eben für die Tiere entschieden.
Quatsch!
Wenn ich es mir leisten kann, werde ich rundum fair leben.
Sollte doch selbstverständlich sein... ;o)
Vegan UND fair leben ist wahrscheinlich schwierig bis unmöglich
Wieso? Würde auch gerne fair leben. Erzähl mal.
Erzähl mal? :confused:
Also eine Kunst ist es nun wirklich nicht... Saisonkalender runterladen, Wochenmärkte erkunden, ins Gespräch mit Bauern kommen. Regional und saisonal einkaufen, bei ausländischen Produkten recherchieren und, wenn nötig, auf Fair Trade zurückgreifen.
Ob man da als Veganer allerdings satt (und glücklich) wird, kann ich nicht sagen.
bei ausländischen Produkten recherchieren und, wenn nötig, auf Fair Trade zurückgreifen.
Wie recherchiert man denn da?
Wenn ich an fairtrade-Einkauf denke, bedeutet das für mich, in bestimmten Geschäften einzukaufen. Und dort ist die Auswahl in der Regel SEHR klein (und scheint sich bei uns nur auf Schoko, Kaffee und Tragetücher zu beschränken :p )
Aber mal bei ganz einfachen Sachen wie z.B. Wassermelone oder Orangen - wie recherchierst du da?
Nunja, recherchieren war auch ein bissl zu viel gesagt. :D Eben beim Verkäufer nachfragen, woher das Obst/Gemüse kommt. Nicht jedes ausländische Land ist ja böse. ;)
Bei uns gibts mittlerweile sehr viel im Weltladen: Kaffee, Tee, Schoki, Obst, Säfte, Nüsse, Gewürze, Reis... alles was das Herz begehrt. :D
Cavia aperea
28.05.2008, 14:47
Bei uns gibts mittlerweile sehr viel im Weltladen: Kaffee, Tee, Schoki, Obst, Säfte, Nüsse, Gewürze, Reis... alles was das Herz begehrt. :D
Aber mal so blöd nachgefragt.... im Weltladen ist das dann ja auch alles Fair/Bio, oder nicht?
Und sind wir dann nicht wieder bei dem Punkt, dass sich fair/bio zu ernähren (ob vegan oder omni) teurer und für manche nicht zu bezahlen ist?
Rahijana
28.05.2008, 14:57
HuHu,
Die Grundnahrungsmittel kommen doch (hoffentlich?!) eh aus der Region. Der Tofu von der hexerküche ist komplett in Deutschland hergestellt (auch das Soja) und auch bei Viana oder Wheaty wird europäisches (also Schweiz, Deutschland und Österreich) Soja benutzt. Seitan ist eh ein heimisches Produkt.
Das einzige was dann teuer wäre ist halt Luxus, wie Kaffee, Schokolade oder Ananas. Aber mal ehrlich, wie oft kauf ich das? Im vergleich zu einheimischen Produkten ist der Prozentsatz doch nicht sehr hoch?
Auch Schuhe und Co kaufe ich ja nicht jede Woche.
Liebe grüße
Dana
Und sind wir dann nicht wieder bei dem Punkt, dass sich fair/bio zu ernähren (ob vegan oder omni) teurer und für manche nicht zu bezahlen ist?
Vielleicht ist manches teurer. Aber eventuell reicht es, wohlüberlegt einzukaufen und unterm Strich ist es eben dann doch bezahlbar.
Sonst müsste man ja auch sagen "vegan leben ist teurer und nicht für alle bezahlbar" - kommt ja immer darauf an, wie du das dann realisierst?
@Chimera
Ok, den Verkäufer fragen - bzw. das Schildchen lesen - ist noch drin.
Nur das Herkunftsland in böse/nichtböse zu unterteilen benötigt ja erstmal Hintergrundinformation, die nicht jeder hat?
Also ich nicht, muss ich ja ehrlicherweise zugeben.
Wenn ich z.B. Melonen sehe, dann sind sie vielleicht aus Spanien oder Türkei - und da wüsste ich auf Anhieb nicht, ob das dann "schlimm" ist. Intuitiv würde ich zum Nein tendieren. Aber wirklich Wissen habe ich darüber nicht.
Ich kaufe allerdings mittlerweile viel auf dem Markt bzw. bei einem Bioladen mit Eigenanbau ein. Und halte mich einfach überwiegend an Saisonartikel *g*
Ist billiger. Und ich habe automatisch mehr Abwechslung.
Außer bei Paprika und Auberginen. Das muss ich das ganze Jahr über haben :p
Cavia aperea
28.05.2008, 15:46
Sonst müsste man ja auch sagen "vegan leben ist teurer und nicht für alle bezahlbar" - kommt ja immer darauf an, wie du das dann realisierst?
Genau das wollte ich eigentlich nicht damit sagen:
Eher Omni und fair/bio zu leben ist teurer als vegan und fair/bio...
Denn egal in welcher Variante, ob konventionell oder fair/bio, ist vegan günstiger.
Das weiß ich halt aus eigener Erfahrung- denn bevor ich vegan gekocht habe, hab ich ja auch "nur" bei Aldi und Co. meinen Omnikram kaufen können; einfach weil für Bio kein Geld da war.
Die wenigen Sachen, die ich im Bioladen hole oder online bestelle, sind vielleicht was teurer, als die konventionellen "Omni-Sachen"- aber dafür ergiebiger (z.b. bei Sojagranulat als Hackersatz) und/oder der Preis wird durch die anderen verwendeten Lebensmittel wieder ausgeglichen.
Ich hab halt in den letzten Monaten immer mehr festgestellt, dass ich vegan besser über die Runden komme, wenn es mal ne Woche richtig knapp mit dem Geld ist, als "früher".
Ich hab halt in den letzten Monaten immer mehr festgestellt, dass ich vegan besser über die Runden komme, wenn es mal ne Woche richtig knapp mit dem Geld ist, als "früher".
Vielleicht, weil das Theme Essen und Einkaufen jetzt bewusster und geplanter abläuft.
Vielleicht wäre fair genauso machbar, wenn du dich erstmal damit wirklich auseiandersetzt.
Anfangs kam einem vegan doch auch teurer vor? ;)
Cavia aperea
28.05.2008, 15:57
Nein- nicht wirklich.
NUR wenn man sich an das "alte Schema" Fleisch-Gemüse-Sättigunsbeilage hält... (Ausnahme Sachen mit Hackersatz).
Und dann ist es auch jetzt meist noch teuer,- wenn der gefräßige Ehemann genausoviel "Fleisch" wie früher verdrücken würde, wären wir schon arm :D
Eher Omni und fair/bio zu leben ist teurer als vegan und fair/bio...
Ehrlich - nö.
Erstmal ist fair nicht gleich bio. Das sind zwei ganz verschiedene Paar Schuh.
Faire Artikel im Bereich Kaffee, Tee und Schoki sind nicht teuer als normale Markenware, und durch die regional-saisonalen Produkte spart man sowieso.
Ich wüsste ehrlich nicht, wo fair teurer sein sollte - man muss eben auf manches verzichten, aber das tut man bei der veganen Lebensweise auch.
Vincent Vegan
28.05.2008, 21:02
Aber mal bei ganz einfachen Sachen wie z.B. Wassermelone oder Orangen - wie recherchierst du da?
Ganz einfach: Orangen können 3mal Bio und Fairtrade sein, sie machen trotzdem unendlich lange Transportwege mit und schaden somit dem Planeten - wie weit das noch "Bio" oder auch fair für die anderen Erdenbewohner sein kann sei mal dahingestellt.
Wassermelonen wachsen auch bei uns - und man muss ja nicht zu jeder Jahreszeit alles essen.
Nur das Herkunftsland in böse/nichtböse zu unterteilen benötigt ja erstmal Hintergrundinformation, die nicht jeder hat?
Also ich nicht, muss ich ja ehrlicherweise zugeben.
Wenn ich z.B. Melonen sehe, dann sind sie vielleicht aus Spanien oder Türkei - und da wüsste ich auf Anhieb nicht, ob das dann "schlimm" ist. Intuitiv würde ich zum Nein tendieren. Aber wirklich Wissen habe ich darüber nicht.
Bei Spanien würde ich deiner Intention zustimmen und meinen, dass ein EU-Mitgliedstaat zumindest keine komplette "Bananenrepublik" sein kann (wobei auch die EU-Länder, kritisch betrachtet, allesamt zu vergessen sind). Hier wird allerdings auch schon bald wieder das Argument der Transportwege schlagkräftig werden. Also die Melone aus Spanien ist sicherlich besser als die Kartoffel aus Israel, aber die Frage ist, ob nicht auch eine saisonale Melone aus dem eigenen Garten oder ein heimischer Apfel schmeckt.
Die Türkei hingegen unterdrückt seit langem das größte Volk der Welt ohne eigenem Land: Die Kurden. Es geht hier um Menschenrechtsverletzungen und Morde in größerem Umfang. Woher man das wissen soll? Nun - dies war zB einer der Kritikpunkte der EU, als die Türkei Beitrittsverhandlungen führen wollte, und war in jeder Zeitung nachzulesen. Auch der türkische Einmarsch in die nordirakischen Kurdengebiete ist mir zB. in diesem Kontext noch in Erinnerung.
Zugegebenermaßen fällt die Kategorisierung bei vielen Herstellerländern nicht so leicht bzw. ist das immer eine Sache des persönlichen Gefühls. Bringt es zB. etwas, aus Berlusconi-Kritik keine italienischen Produkte mehr zu kaufen?
Die Grenze muss wohl jeder für sich selbst definieren und ziehen...im Zweifelsfall hilft einem Google hierbei gerne! ;)
Bei Spanien würde ich deiner Intention zustimmen und meinen, dass ein EU-Mitgliedstaat zumindest keine komplette "Bananenrepublik" sein kann
Oh doch, das kann sie...
In den spanischen Tomatengewächshäusern schuften allesamt Ausländer: Afrikaner, Lateinamerikaner und auch Osteuropäer. 50% haben keinerlei Papiere.
Besonders die Afrikaner hausen zu tausenden in selbstgebastelten Hütten aus Plastikmüll - kein Strom, keine Toiletten, kein frisches Trinkwasser, kein Arbeitsvertrag, keinerlei Versorgung bei Krankheit oder Unfall. Oftmals werden sogar Arbeiter direkt neben Dünge- und Pflanzenschutzmitteln untergebracht, leiden an Verätzungen, Atmenschwierigkeiten, Vergiftungen.
Unmenschliche Arbeitszeiten unter abastigsten Bedingungen - das ist tägliche Realität auf diesen Plantagen.
Ganz einfach: Orangen können 3mal Bio und Fairtrade sein, sie machen trotzdem unendlich lange Transportwege mit und schaden somit dem Planeten
Bisher achte ich kaum auf fair. Naja, eher garnicht :D
Ich versuche allerdings schon, möglichst regional zu kaufen. Das gilt auch für andere Dinge außer Lebensmittel. Da versuche ich eben, den Händler vor Ort zu unterstützen
und man muss ja nicht zu jeder Jahreszeit alles essen.
Nicht immer alles, das stimmt. Aber hin und wieder oder gewisse Dinge "muss" ich eben schon.
Die Türkei hingegen unterdrückt seit langem das größte Volk der Welt ohne eigenem Land: Die Kurden. Es geht hier um Menschenrechtsverletzungen und Morde in größerem Umfang.
Das sehe ich ein kleines bisschen anders. Möchte hier aber keine Kurden-Türken-Diskussion führen.
Wenn ich in der Türkei bin, versuche ich aber auch da, heimische Sachen/Marken zu kaufen :D
Ok ich fasse für mich zusammen was ich bisher gewusst habe.
Um fair und umweltbewusst zu leben sollten die Waren kurze/kaum Transportwege haben, bei Obst und Gemüse auf die Saison achten, bei ausländischen Produkten wie Tee und Kaffee möglichst fair trade, der Umwelt zuliebe häufiger bio als konventionell kaufen.
Bisher ja auch erwähnt.
Was mir neu bzw. unerforscht ist, wäre da die politische Lage in den Herkunfsländern und die Kleiderwahl.
Mir fällt spontan nur ein fairer Kleiderladen ein und der ist eher für ältere Damen mit massiven Körpern.
Linktipps zu Fair-Trade-Onlineshops und Infoseiten sind herzlich Willkommen.
@ Cavia: Du könntest den Thread ja splitten. Hat ja mit der Anfangsdiskussion wenig zu tun und ist auf jeden Fall einen eigenen Faden wert :).
Edit: Hier ein toller Saisonkalender (http://www.was-wir-essen.de/download/Saisonkalender.pdf) (ist der nicht toll struktuiert? :) )
Ich glaube den druck ich mir morgen schön aus und häng ihn in die Küche.
Vincent Vegan
29.05.2008, 00:37
Oh doch, das kann sie...
In den spanischen Tomatengewächshäusern schuften allesamt Ausländer: Afrikaner, Lateinamerikaner und auch Osteuropäer. 50% haben keinerlei Papiere.
Besonders die Afrikaner hausen zu tausenden in selbstgebastelten Hütten aus Plastikmüll - kein Strom, keine Toiletten, kein frisches Trinkwasser, kein Arbeitsvertrag, keinerlei Versorgung bei Krankheit oder Unfall. Oftmals werden sogar Arbeiter direkt neben Dünge- und Pflanzenschutzmitteln untergebracht, leiden an Verätzungen, Atmenschwierigkeiten, Vergiftungen.
Unmenschliche Arbeitszeiten unter abastigsten Bedingungen - das ist tägliche Realität auf diesen Plantagen.
Oh, gut zu wissen, danke! Gerade bezüglich der gesundheitlichen Bedingungen am Arbeitsplatz hätte ich mir das nicht erwartet...dass viele Asylsuchende oder auch illegal Eingereiste in Spanien arbeiten war mir aufgrund der Nähe zum afrikanischen Kontinent fast klar, dass die Bedinungen für die aber SO mies sind nicht.
Naja...ich kauf ja schon seit 3 Wochen keinen Zwiebel, weil ich keinen finde der nicht entweder aus den Niederlanden oder aus Israel ist und ich nicht einsehe, wieso ich etwas das bei uns wächst aus einem (weit) entfernten Land kaufen sollte.
Zugegebenermaßen fällt die Kategorisierung bei vielen Herstellerländern nicht so leicht bzw. ist das immer eine Sache des persönlichen Gefühls. Bringt es zB. etwas, aus Berlusconi-Kritik keine italienischen Produkte mehr zu kaufen?
Die Grenze muss wohl jeder für sich selbst definieren und ziehen...im Zweifelsfall hilft einem Google hierbei gerne! ;)
Politischer Boykott ist ne schwierige Sache....
Nehmen wir mal das Spielzeug vom zweijährigen Sohn meiner Freundin.
Das kommt fast alles aus China.
Autos, Plastikfiguren, Parkhaus, Stoffernie, u.s.w...
Und jedes Mal, wenn er was neues sieht und haben will, wird es schwer, ihm das zu verweigern, weil es aus China kommt, geschweige denn das, was ihm Verwandte und Freunde schenken.
Soll man ihm das wieder weg nehmen?
Selbst Amis kaufen fast ausschließlich chinesische Güter, weil amerikanische für sie unbezahlbar sind.
Da fällt mir ein:
Chimera, Du hast geschrieben, dass Du Deine "Pflegekinder" nur mit heimischen Waren versorgst...
...aber meine Pflegekinder haben sich auch nie beschwert.
Und ich schrieb darauf:
Dann zähl doch mal auf, was sie alles bekommen und was sicher nicht in meiner Liste oben (http://www.vegetarierforum.com/showpost.php?p=72299&postcount=65) aufgeführt ist.
Mich würde Deine Antwort doch sehr interessieren.
Rahijana
29.05.2008, 09:28
Jaja... Das Argument, sich nur von einheimischen Produkten zu ernähren... ;o)
Mach Dir mal klar, was Du hier alles ausklammern musst:
[...] Tofu (wird wohl kaum aus deutschen Sojabohnen erzeugt),[....]
Ich mag nur kurz einwerfen, dass der Tofu von hexerküche komplett aus Deutschland kommt, auch die Sojabohnen werden hier angebaut. Bei Viana und Wheaty ist es unterschiedlich - jedoch aus Österreich, Schweiz und Deutschland, also da hat man diese langen Transportwege nicht.
Das wissen nur nicht alle. Also Tofu muss nicht zwangsläufig aus Sojabohnen gemacht werden, die viele Transportwege hinter sich gebracht haben.
Liebe Grüße
Dana
Ich mag nur kurz einwerfen, dass der Tofu von hexerküche komplett aus Deutschland kommt, auch die Sojabohnen werden hier angebaut.
Dürfte schwierig werden, die 200.000 Veganer dieses Landes damit zu versorgen. ;o)
Bei Viana und Wheaty ist es unterschiedlich - jedoch aus Österreich, Schweiz und Deutschland, also da hat man diese langen Transportwege nicht.
Wheaty ist wie der Name schon sagt aus Weizen und dass der nicht importiert werden muss, ist klar (wurde auch nicht in meiner Liste aufgeführt).
Das wissen nur nicht alle. Also Tofu muss nicht zwangsläufig aus Sojabohnen gemacht werden, die viele Transportwege hinter sich gebracht haben.
Hexerküche ist kein Großkonzern und die wären schnell überfordert.
Bisher ist es lediglich in Süddeutschland möglich, Soja anzubauen und für die Zukunft auf den Klimasturz zu bauen, wäre etwas merkwürdig.
Es gibt also gar nicht den Platz, hier ausreichend Soja anzubauen.
Rahijana
29.05.2008, 10:12
HuHu,
Deswegen kann ich trotzdem Jetzt und in diesem Augenblick und unter diesen Voraussetzungen meinen Tofu von hexerküche kaufen ;) Wie es sich entwickeln würde, wenn alle ihren Tofu dort kaufen würde ist reine spekulation und mir in diesem Moment nicht wichtig. Solange ich jetzt und hier und heute die Möglichkeit nutzen kann ein einheimisches Produkt zu kaufen, dann bevorzuge ich das auch.
Liebe Grüße
Dana
Dann zähl doch mal auf, was sie alles bekommen und was sicher nicht in meiner Liste oben aufgeführt ist.
Mich würde Deine Antwort doch sehr interessieren.
Ich soll aufzählen, was ich alles esse bzw. meiner Familie zu essen gebe? Das ist doch wohl ein Scherz, oder?
Schau dir einfach mal einen Saisonkalender an, dann hast du schon die Grundnahrungsmittel je nach Jahreszeit. In den kälteren Monaten kann der Speiseplan mit fair trade Südfrüchten erweitert werden. Süßigkeiten gabs in kleinen Mengen, also auch kein Problem die fairen zu nehmen.
Dazu kommen noch regionale Fleisch- Micherzeugnisse und Eiprodukte.
Bei Säften gibts keinerlei Probleme, die gibts in Hülle und Fülle von regionalen Erzeugern.
Bei Spielzeug und Kleidern sieht es natürlich schon kritischer aus. Playmobil z.B. stell in Deutschland her und die Produkte sind von guter Qualität - dann lieber ein Set Playmobil zu Weihnachten als 10 billige China Spielzeuge, bei denen es auch noch mit der Sicherheit ungewiss aussieht.
Gibt eine nette Seite, auf der man deutsche Hersteller suchen kann:
http://www.ja-zu-deutschland.de
Bei Kleidung beginnen die Probleme, wenn die Kinder alt genug sind um eben bestimmte Marken oder Geschäfte zu bevorzugen. Da ich niemanden zu irgendwas zwinge, dürfen sie sich einkleiden wo sie wollen.
Und jedes Mal, wenn er was neues sieht und haben will, wird es schwer, ihm das zu verweigern, weil es aus China kommt, geschweige denn das, was ihm Verwandte und Freunde schenken.
Und wenn er zu McDonalds will, geht ihr zu McD oder wie? Ab einem bestimmten Alter kann man Kindern erklären, warum, und noch ein paar Jährchen später muss man sie tun lassen was es möchten.
Wenn meine Pflegetochter sich eine Hawaiipizza aus der Tiefkühltruhe gekauft hat, die so praktisch alles symbolisiert was ich ablehne ( :D ) dann soll sie das tun. Deswegen flippe ich weder aus noch sage ihr, dass sie ein schlechterer Mensch ist. Jeder muss seinen Weg gehen.
Nehmen wir mal das Spielzeug vom zweijährigen Sohn meiner Freundin.
Das kommt fast alles aus China.
Autos, Plastikfiguren, Parkhaus, Stoffernie, u.s.w...
Und jedes Mal, wenn er was neues sieht und haben will, wird es schwer, ihm das zu verweigern, weil es aus China kommt, geschweige denn das, was ihm Verwandte und Freunde schenken.
Soll man ihm das wieder weg nehmen?
Warum nicht? Bei nichtveganen Lebensmitteln würdet ihr das doch auch machen :p
Autos, Parkhaus etc. kriegt man auch ganz tolle von Wader, die auch qualitativ sehr gut sind
Bei "echten" Fahrzeugen gibts Puky.
Das weiß ich nur zufällig, hab da normalerweise nicht darauf geachtet :p
Playmobil wusste ich z.B. nicht, dass die hier produziert werden.
Und FisherPrice haben wir hier das ein oder andere Teil leider auch.
Und Stofftiere sind doch angeblich auch immer mit Katzen/Hundehaar "ergänzt" - hieß es doch mal hier irgendwo, dass man immer davon ausgehen muss?
Vincent Vegan
29.05.2008, 18:07
Politischer Boykott ist ne schwierige Sache....
Nehmen wir mal das Spielzeug vom zweijährigen Sohn meiner Freundin.
Das kommt fast alles aus China.
Autos, Plastikfiguren, Parkhaus, Stoffernie, u.s.w...
Und jedes Mal, wenn er was neues sieht und haben will, wird es schwer, ihm das zu verweigern, weil es aus China kommt, geschweige denn das, was ihm Verwandte und Freunde schenken.
Soll man ihm das wieder weg nehmen?
Selbst Amis kaufen fast ausschließlich chinesische Güter, weil amerikanische für sie unbezahlbar sind.
Politischer Boykott ist natürlich nicht einfach, bei genügendem Informationsstand aber wohl eine Sache, die mit genügender Konsequenz zu einem gewissen Maße problemlos lebbar ist.
Auch Veganismus kann meines Erachtens von niemandem 100%ig gelebt werden (Stichwort Medikamente oder auch Schädigung der Fauna durch die Freisetzung von Umweltgiften (Individualverkehr, Müllentsorgung, Reinigungsmittel und andere Laugen,...), Pestizideinsatz usw.).
Dass man zu einem Kind tendentiell schwerer "nein" sagen kann als zu anderen Menschen ist klar, es gibt aber auch genügend Kinderspielzeug, welches ökologisch einwandfrei hergestellt ist (zB. Matador (http://www.matador.at) und anderes europäisches Holzspielzeug).
Ich persönlich habe zwar noch keine Kinder, hoffe aber doch, dass mich mein Nachwuchs mal nicht hassen wird, obwohl ich das Mitläufertum und den Markenwahn nicht zu unterstützen gedenke. Das chinesische Plastikzeug bekommen sie ja vermutlich dann ohnehin von diversen Verwandten und Bekannten geschenkt, da kann man eh nichts machen. Gerade bei asiatischen Spielzeugen würde ich aber sehr aufpassen! Hab da schon mehrere Tests gelesen, nach welchen immer wieder gefährliche Weichmacher in solchen Spielzeugen gefunden werden, welche gerade für kleinere Kinder (die alles in den Mund nehmen) sehr gesundheitsschädigend sein können.
So...und um noch auf meinen vorigen Beitrag einzugehen: Heute wurden der niederländische und israelische Zwiebel noch getoppt: Hofer (Aldi) verkauft zur Zeit Zwiebel aus Neuseeland!! Wie krank ist denn das bitte?
Mein früherer Schwiegervater hat immer über meinen echten Vater geschimpft, weil er mir Barbiepuppen (Made in China) gekauft hat.
Jetzt hat er selbst eine Tochter und kauft ihr den gleichen Schrott.
Zuerst kräftig schimpfen und bei den eigenen Kindern wird jeder weich... anscheinend sogar Schlunz :)
Irgendwie erschreckend, wie viel eigentlich aus China kommt :rolleyes:
Egal ob Klamotten, Elektro Zeugs oder Spielsachen, man kommt ja kaum noch drumherum Ware aus China zu kaufen.
Vincent Vegan
30.05.2008, 02:01
Irgendwie erschreckend, wie viel eigentlich aus China kommt :rolleyes:
Egal ob Klamotten, Elektro Zeugs oder Spielsachen, man kommt ja kaum noch drumherum Ware aus China zu kaufen.
China stellt fast ein Drittel der Weltbevölkerung, da ist das doch irgendwie fast logisch...
Ich soll aufzählen, was ich alles esse bzw. meiner Familie zu essen gebe? Das ist doch wohl ein Scherz, oder?
Schau dir einfach mal einen Saisonkalender an, dann hast du schon die Grundnahrungsmittel je nach Jahreszeit. In den kälteren Monaten kann der Speiseplan mit fair trade Südfrüchten erweitert werden.
Na da haben wir es doch.. ;o)
"In den kälteren Monaten kann der Speiseplan mit fair trade Südfrüchten erweitert werden." sacht jemand, der auf heimische Produkte verweist...
Die kälteren Monate dauern leider etwas und da haben wir wieder den finanziellen Aspekt, der eben im Vergleich zu Veganismus nicht allgemeingültig ist.
Vielleicht merk Ihr hier ja mal langsam, wo es hakt, wenn schon solche Widersprüche aufkommen.
Und wenn ein zweijähriges Kind von seinen Großeltern ein Stofflamm oder ein Auto aus China geschenkt bekommt, stellt sich die Frage, wer unethischer handelt.
Der, der es ihm schenkt, oder der, der es ihm wegnimmt.
Es wird übrigens wirklich eng, wenn man sich bei Spielzeug auf deutsche Produkte beschränken will.
Playmobil... Und etwas Holzspielzeug... Und das vom ersten, bis zum vierzehnten Lebensjahr? Heilige Verblödung...
Und wenn ein zweijähriges Kind von seinen Großeltern ein Stofflamm oder ein Auto aus China geschenkt bekommt, stellt sich die Frage, wer unethischer handelt.
Der, der es ihm schenkt, oder der, der es ihm wegnimmt.
Grundsätzlich find ich es ok, wenn man so denkt.
Aber würdest du das auch im Falle von unveganer Schokolade oder Eis so machen, dass es dann eben eine Ausnahme ist?
Cavia aperea
30.05.2008, 11:08
Grundsätzlich find ich es ok, wenn man so denkt.
Aber würdest du das auch im Falle von unveganer Schokolade oder Eis so machen, dass es dann eben eine Ausnahme ist?
Das würde mich auch interessieren.
Beim Hund "erlaubst" du ja unvegane Leckerchen von anderen- wenn ich mich da nicht täusche.
Und wie siehts beim Kleinen aus? Obwohl da ja wohl eher Tanja zu entscheiden hat...
Grundsätzlich find ich es ok, wenn man so denkt.
Aber würdest du das auch im Falle von unveganer Schokolade oder Eis so machen, dass es dann eben eine Ausnahme ist?
Is doch leicht zu beantworten. ;o)
Für Nahrungsmittel und Süßkram gibt es immer vegane Alternativen.
Bei Spielzeug sieht die Sache anders aus.
Ein Kind will entschädigt werden, wenn man ihm schon etwas verwehrt.
Wie gesagt: Toys made in Germany sind rar und Playmobil und Holzspielzeug aus Deutschland kann nicht alles sein.
Mädchen wollen Puppen, Jungs wollen "Transformers" & Co., wünschen sich das, was in der Glotze angeboten wird, je nach Altersstufe, da wechseln die Ansprüche mit jedem Jahr und hier gilt eben der Umstand, dass man kaum auf Alternativen zurückgreifen kann.
Für Schokolade und Eis haben wir hier massig Alternativen.
Und wie siehts beim Kleinen aus? Obwohl da ja wohl eher Tanja zu entscheiden hat...
Da wir auch gemeinsame Kinder planen, ist diese Aussage überflüssig.
Cavia aperea
30.05.2008, 12:30
Da wir auch gemeinsame Kinder planen, ist diese Aussage überflüssig.
Das war eher so gemeint, dass wenn du unvegane Naschereien "lockerer sehen würdest" (was ich nicht glaube), letztendlich wohl eh Tanja entscheiden würde (und Tanja schätze ich strenger ein :p).
Also war das nicht negativ gemeint...
(und Tanja schätze ich strenger ein :p)
So leicht kann man sich täuschen. ;o)
Cavia aperea
30.05.2008, 12:44
So leicht kann man sich täuschen. ;o)
Womit haben wir es jetzt zu tun?
Mit der Redewendung "Mehr Schein, als Sein"--- oder doch eher mit nem Wettbewerb, wer veganer ist :D
Womit haben wir es jetzt zu tun?
Mit der Redewendung "Mehr Schein, als Sein"--- oder doch eher mit nem Wettbewerb, wer veganer ist :D
Hä?
Weder noch. Ich denke, Tanja und ich halten uns da die Waage.
Was soll eigentlich dieses permanente Rumsticheln?
Cavia aperea
30.05.2008, 12:52
Hä?
Weder noch. Ich denke, Tanja und ich halten uns da die Waage.
Was soll eigentlich dieses permanente Rumsticheln?
Wer stichelt denn hier?
Kriegst hier ein paar Sachen in den falschen Hals?
Wer stichelt denn hier?
Kriegst hier ein paar Sachen in den falschen Hals?
"Mehr Schein, als Sein" läuft unter Sticheleien.
Und ich habe keinen falschen Hals. ;o)
Cavia aperea
30.05.2008, 13:03
Ok- als ausführliche Erläuterung.
Ich finde- meine persönliche Meinung- dass Tanja viel "strenger" rüber kommt- und damit meine ich nicht nur die Postings in diesem Forum, sondern auch bei Maqi- und du eher "alltagstauglicher", was nicht negativ gemeint ist.
Daraus resultiert für mich die Frage, ob Tanja strenger erscheint, als sie ist, oder du "alltagstauglicher" als du dich gibst... Und somit bin ich bei der Redewendung angekommen ;)
Also nix Stichelei :p
Aber um zur eigentlichen Frage zurück zu kommen-
werdet ihr denn überhaupt mit der Situation konfrontiert, wo dem Kleinen unvegane Naschereien angeboten werden (dass es genug Alternativen gibt, ist schon klar). Nur- ich stelle es mir halt genauso schwierig wie bei Spielzeug vor- wenn nem kleinen Stöpsel Schoki angeboten wird, die Augen strahlen und es dann heißt- "nö, ist nicht vegan".
Wenn allerdings alle aus dem Freundes/Bekannten/Verwandtenkreis sowas gar nicht machen, weil sie eure Lebensweise vollkommen verstehen und akzeptieren, würde solch eine Situation gar nicht entstehen.
da wechseln die Ansprüche mit jedem Jahr und hier gilt eben der Umstand, dass man kaum auf Alternativen zurückgreifen kann.
Ersteres stimmt, zweiteres nicht.
Es ist ja nicht nur Playmobil, was zur Verfügung steht.
Wader (http://www.wadertoys.de/Produkte/1/) hat z.B. eine Menge Sachen.
Ob Kaffeegeschirr, Baustellenkram, Fahrzeuge, Garagen usw.
Dreiräder, Roller, Fahrräder kriegst du von Puky (http://www.puky.de/)
Selecta und Ravensburger bieten auch eine Menge Auswahl (gerade Ravensburger mit ministeps für die kleinen und die WWW-Sachen so ab 2-3 Jahren).
Ich weiß allerdings nicht, ob sie ausschließlich oder nur größtenteils in Deutschland herstellen (was aber mit einem Anruf vermutlich auch rauszukriegen wäre)
Bei Haba sind meines Wissens nur (?) die Holz-Sachen aus Deutschland.
Klein (http://www.klein-toys.com/wDeutsch/produkte/index.shtml?navid=2) produziert eine Menge.
Und wenn ich das richtig weiß, sind da die technischen Sachen wohl aus dem Ausland (als Akkuschrauber, Miniwaschmaschine etc).
Aber Arztkoffer und reines Plastikzeugs etc. wohl aus Deutschland.
Ich will hier auch garnicht den moralischen Zeigefinger erheben.
Wir haben hier auch Dinge von Fisher Price und Bosch da, und die haben das meiste vermutlich in China bauen lassen.
Und unser Lego ist aus Dänemark :p
Aber kaum eine Alternative - das stimmt wohl nicht.
Die Dinger, die ich aufgelistet habe, würden vermutlich ne Menge abdecken. Für Jungs, Mädchen, verschiedene Altersgruppen, Drin-Draußen-Spielzeug
werdet ihr denn überhaupt mit der Situation konfrontiert, wo dem Kleinen unvegane Naschereien angeboten werden (dass es genug Alternativen gibt, ist schon klar). Nur- ich stelle es mir halt genauso schwierig wie bei Spielzeug vor- wenn nem kleinen Stöpsel Schoki angeboten wird, die Augen strahlen und es dann heißt- "nö, ist nicht vegan".
Der letzte "Crash" war zu Ostern, als Jalan von seinen Großeltern ein Buch bekam, in dem der Osterhase die Eier von den "glücklichen" Hühnern holte.
Spezieisistische Indoktrination von Leuten, die es mittlerweile besser wissen sollten...
Ansonsten geht alles ganz gut. Zum Kinderturnen bringen die Kids Gummibärchen mit und Jalan halt vegane (die dann auch von den unveganen Kids gern genascht werden) u.s.w...
Aber kaum eine Alternative - das stimmt wohl nicht.
Da geb ich Dir recht.
Von Puky hat er z.B. sein Laufrad (wusste nicht, dass das aus Deutschalnd kommt).
Whatever...
Er hat ne Menge Kram und den werden wir ihm sicher nicht wegnehmen. ;o)
Cavia aperea
30.05.2008, 13:16
Spezieisistische Indoktrination von Leuten, die es mittlerweile besser wissen sollten...
Klar, sollten sie es besser wissen... aber wieviele ethisch korrekte Kinderbücher, in denen es irgendwie um Tiere geht, gibt es schon? Leider :(
Ich möchte hier mal ein Beispiel "zum Besten geben":
Wir haben auch erfahren, dass die Meerschweinchen sehr nützlich sind. Wenn ein solches Tier krank ist, kann es ganuso geheilt werden wie ein Mensch. Und deshalb schickt Frau Gabriele ihre Meerschweinchen zu Ärzten und Gelehrten, damit diese an den Tieren ausprobieren können, welche Mittel kranke Menschen gesund machen
Hab nochwas in besagtem Buch entdeckt, beim "Steckbrief" eines Meerschweinchens:
[...]
-Meine Verwandten werden von den Forschern als Versuchstiere verwendet. Wir sind also sehr nützliche Tiere.
Das nennt man wohl "Kinderbuch-taugliche-Tierversuchswerbung" *kotz*
Na da haben wir es doch.. ;o)
"In den kälteren Monaten kann der Speiseplan mit fair trade Südfrüchten erweitert werden." sacht jemand, der auf heimische Produkte verweist...
Die kälteren Monate dauern leider etwas und da haben wir wieder den finanziellen Aspekt, der eben im Vergleich zu Veganismus nicht allgemeingültig ist.
Du willst unbedingt, dass diese Lebensweise teurer ist, oder? ;)
Ich habe geschrieben man KANN den Speiseplan mit Südfürchten ergänzen. Ich persönlich tue das selten, Obst kann ich im Sommer tonnenweise verzehren, im Winter greifen wir eher auf herzhaftes zurück. Und mit Marmelade und anderem eingelegten Zeugs sind wir bis obenhin von Verwandten versorgt. ;)
Playmobil... Und etwas Holzspielzeug... Und das vom ersten, bis zum vierzehnten Lebensjahr? Heilige Verblödung...
Verblödung droht wohl eher, wenn Kleinkinder von Unmengen an Spielzeug erschlagen werden. Sie brauchen diesen ganzen Krempel garnicht. Unsere kleinen haben nur im Kindergarten mit Plastikkrempel gespielt, Daheim gabs besseres: Ausflüge, durch den Garten rennen, mit Stöcken und Steinen experimentieren und bauen, Dreckkuchen backen, basteln, Tiere versorgen, malen.
Und lego und playmobil halte ich sowieso für das beste Spielzeug, man kann selbst gestalten, immer wieder neues aufbauen und es gibt zig Möglichkeiten. Von diesen Firmen gibts auch Autos, Kräne, Mädchenkram, Raumschiffe, Ritter u.s.w. also von Langeweile oder Verblödung keine Spur.
Und ab 10 flacht das Interesse an Spielzeug eh langsam ab und man trifft sich lieber mit Freunden, geht Hobbys nach oder treibt Sport.
Obst kann ich im Sommer tonnenweise verzehren, im Winter greifen wir eher auf herzhaftes zurück. Und mit Marmelade und anderem eingelegten Zeugs sind wir bis obenhin von Verwandten versorgt. ;)
Schön für Dich. Und? Werden die Kids Deiner Familie vegan ernährt?
Sollte man vegan ernährte Kinder im Winter mit "Herzhaftem" ernähren?
Oder vielleicht einfach nur ein paar Vitamintabletten?
Unsere kleinen haben nur im Kindergarten mit Plastikkrempel gespielt, Daheim gabs besseres: Ausflüge, durch den Garten rennen, mit Stöcken und Steinen experimentieren und bauen, Dreckkuchen backen, basteln, Tiere versorgen, malen.
Chimeras Welt...
Ich hab mal unterstrichen, was den meisten Großstadtkindern verwehrt bleibt.
Und lego und playmobil halte ich sowieso für das beste Spielzeug, man kann selbst gestalten, immer wieder neues aufbauen und es gibt zig Möglichkeiten.
Lego? Ich dachte wir seien beim Thema "Spielzeug aus Deutschland"?
Von diesen Firmen gibts auch Autos, Kräne, Mädchenkram, Raumschiffe, Ritter u.s.w. also von Langeweile oder Verblödung keine Spur.
Ich kann Dir verraten, dass selbst auf Flohmärkten das Playmobilspielzeug zu horrenden Summen vertickt wird.
Und ich bin ehrlich gesagt froh, dass ich in meiner Kindheit nicht nur auf Playmobil zurückgreifen durfte, denn das wäre mir auch irgendwann zu öde geworden. ;o)
Anyway, man kommt sicher an China vorbei, wenn man es wirklich will, sofern man seinen Kindern ab einem bestimmten Alter vorschreibt, was sie von ihrem Taschengeld kaufen dürfen, und was nicht.
Ob sie dann lernen, mit Geld umzugehen, ist ne andere Frage (die sich in Chimeras Welt sicher ganz leicht beantworten lässt).
Schlunz (der sich doch als Kind tatsächlich nen "He-Man", ne "Teela" und ein "Battlecat" made ich China gekauft hat).
Schön für Dich. Und? Werden die Kids Deiner Familie vegan ernährt?
Sollte man vegan ernährte Kinder im Winter mit "Herzhaftem" ernähren?
Oder vielleicht einfach nur ein paar Vitamintabletten?
Ich wiederhole mich, aber gut, nochmal für dich:
vegan und fair wird wohl schwierig bis unmöglich.
Ich hab mal unterstrichen, was den meisten Großstadtkindern verwehrt bleibt.
Ich habe hier von meinen (Pflege)kindern geschrieben. Aber sicherlich gibts auch für Großstadtkinder bessere Spielmöglichkeiten als billigen Chinakrempel.
Ich sage auch nicht, dass man völlig darauf verzichten soll. Einfach Alternativen suchen und nutzen.
Lego? Ich dachte wir seien beim Thema "Spielzeug aus Deutschland"?
Ob jetzt Deutschland oder Dänemark ist nun wirklich egal? Aber habe jetzt gelesen, dass bei Lego in jüngster Vergangenheit die Prduktion ausgelagert wurde. Zu der Zeit als ich es gekauft habe wars noch nicht so.
Und ich bin ehrlich gesagt froh, dass ich in meiner Kindheit nicht nur auf Playmobil zurückgreifen durfte, denn das wäre mir auch irgendwann zu öde geworden. ;o)
Ich hatte weder Playmobil, noch Lego, noch Chinakrempel. Sowas konnte ich mir höhstens im Schaufenster in Pewex-Läden ansehen. ;)
Schlimm wars nicht, denn niemand konnte sich damals Kram aus dem Ausland leisten. Heute ist es umgekehrt (verrückte Welt)
Anyway, man kommt sicher an China vorbei, wenn man es wirklich will, sofern man seinen Kindern ab einem bestimmten Alter vorschreibt, was sie von ihrem Taschengeld kaufen dürfen, und was nicht.
Wenn ich meinem Kind Taschengeld gebe, dann schreibe ich ihm auch nicht vor was es zu kaufen hat (außer natürlich schädliche oder nicht altersgerechte Waren). Es ist immerhin meine Entscheidung so zu leben, und sicherlich werde ich meine Lebensweise keinem anderen aufzwingen.
Wenn deine Kinder sich irgendwann entscheiden Tierprodukte zu konsumieren, wirst du es ihnen ja auch nicht verbieten.
Außerdem: was hat Taschengeld dann für einen Sinn?
Daheim gabs besseres: Ausflüge, durch den Garten rennen, mit Stöcken und Steinen experimentieren und bauen, Dreckkuchen backen, basteln, Tiere versorgen, malen.
Wenn man keinen Garten hat, kann man mit den Kindern ja auch Ausflüge machen, wo sie rennen und im Freien spielen können.
Als ich Kind war, hatten meine Eltern auch keinen Garten. Wir haben dann auf der Straße gespielt.
Das geht heute vielleicht nicht überall. Aber dann kann man mit den Kindern Park/Wald/Spielplätze aufsuchen.
Tiere versorgen bleibt Stadtkindern verwehrt? Hört sich an, als fändest du (Schlunz) es schade?
Meine Kinder müssen auch ohne Tiere aufwachsen. Finde ich nicht schlimm.
Und lego und playmobil halte ich sowieso für das beste Spielzeug
Ich auch.
Teuer hin oder her. Man braucht eine Ladung zu kaufen. Und damit kann eine ganze Menge gemacht werden. Ein paar Bauklötze ergeben heute eine Ritterburg, morgen Supermarkt und übermorgen eine Schule.
Ich finde das so klasse, was da mit der Phantasie alles entsteht, dass ich da garnicht das echte Zubehör für Burg oder sonstwas kaufen muss.
Chimeras Welt (zumindest im Hinblick auf Spielzeug & Kinder) ist keine so außergewöhnliche. Ich kenne sehr viele Eltern, bei denen das so abläuft.
Anyway, man kommt sicher an China vorbei, wenn man es wirklich will, sofern man seinen Kindern ab einem bestimmten Alter vorschreibt, was sie von ihrem Taschengeld kaufen dürfen, und was nicht.
Sobald Kinder allein über ihr Geld entscheiden und ALLEINE einkaufen können, werden sie vermutlich eh nicht mehr das Geld für Spielsachen ausgeben.
Schlunz (der sich doch als Kind tatsächlich nen "He-Man", ne "Teela" und ein "Battlecat" made ich China gekauft hat).
Schlunz hat sich doch sicher auch lauter unvegane Süßigkeiten und mal ne Bratwurst gekauft, oder?
Manchmal macht man Dinge beim eigenen Kind anders, weil man vielleicht eine andere Sicht auf gewisse Sachen hat als die eigenen Eltern!
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