Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : gewissenskonflikt
hallo,
ich bin seit meinem 6. lebensjahr vegetarierin.
ich bin nun 28 und habe vor 1,5 jahren einen wundervollen sohn bekommen. vermutlich durch die geburt ausgeloest, bekam ich zoeliakie (glutenunvertraeglichkeit, eine ernste autoimmunerkrankung) sowie unvertraeglichkeiten gegen tiermilch, reis, mais, kakao und einige zusatzstoffe. ich war bis dato kerngesund und allergiefrei.
eier esse ich so gut wie nie, und den milchkonsum habe ich stark eingeschraenkt, ich wollte eigentlich vegan werden. ich will den milchkonsum aufgrund der unvertraeglichkeit ganz einstellen. nun deuten sich aber zunehmend aufgrund meiner erkrankung einige maengel an - kalzium, vitamin b12, vitamin a, zink usw. ich esse zu 80% bioobst und -gemuese, ansonsten nuesse, glutenfreies brot.
ich habe sehr viel nachrecherchiert, ob der mensch biologisch gesehen - kultur mal aussen vor - vegan, vegetarisch, omnivore ist. es scheint, als wenn er 5% tierisches braucht (egal ob milchprodukte, eier, fleisch, fisch). bisher dachte ich vegetarisch waere optimal, zumindest in unserer kultur, wo wir nicht auf tier angewiesen sind wie z. b. die inuit. vegan ist in den allermeissten faellen nur mit nahrungsergaensungsmitteln moeglich. aber ob das unserer natur entspricht?
tiermilch vertrage ich nun nicht. eier find ich eklig. mein gefuel sagt, iss kein fleisch, aber zwei punkte geben mir zu denken:
1. gott hat es nicht jedem mensch ermoeglicht vegetarisch/vegan zu sein, nur heute haben wir die resourcen uns so zu ernaehren. vielleicht sollen wir nicht vegan leben? ich denke, es liegt auch nicht im sinne gottes, sich mit vitraminpraeperaten vollzustopfen, wenn man mit der nahrung aus der natur seinen bedarf zu decken kann. schaut man sich primitive voelker an, die im einklang mit der natur leben, so findet man keine vegan lebenden voelker. es gibt einige wenige, die lange zeit vegan leben, dann aber an die kueste ziehen um zu fischen, weil sie sonst krank werden...
2. man toetet auch als vegetarier indirekt tiere! (lest mal hier: http://********/txt/vegetariersindmoerder.html), denn, grob gesprochen, sind die maennlichen kaelber in der milchindustrie abfallprodukte, sowie ausgediente milchkuehe. auch bei bio! das eine bedingt das andere.
was also, wenn ich statt milchprodukte (und eier) etwas fleisch (schwein und/oder fisch) essen wuerde. der schaden waere evtl. gleichviel...
ich zermatere mir seit monaten das hirn, was ich tun soll... seid bitte nicht boese, dass ich so eine frage stelle...
vg, nicky
Hallo Nicky,
vielleicht sollten wir uns deinen Ernährungsplan etwas genauer ansehen. Von Nüssen und Obst alleine kann man auf Dauer nicht leben.
Kannst du aufgrund der glutenunvertraeglichkeit auch keine Soja-Produkte mehr essen?
Ich empfehle jetzt für Zwischendurch dringend Nahrungsergänzungmittel zu nehmen, damit du zumindest das lebenswichtige vitamin b12 sowie ausreichend eisen, zink usw. hast.
Uje Nicky des kenn i...meine Oma hat genau des gleiche wie du....sie ernährt sich zu 99,9 % nur aus Bio Produkten.....u isst ebenfalls kein Fleisch....aber i muß sagen sie isst echt sehr abwechslungsreich, eben weils ja schon sehr viel andere Mehlsoreten gibt (Kartoffelmehl, Reismehl) schmecken im großen u ganzen relativ gleich, obwohl i sagen muß mir schmeckt Kartoffelmehr scho fast besser wie Weizenmehl...geh mal in nem Bioladen, die haben sußper dolle Büche auch für Leute die verschiedenste Allergien haben.....u a andere Tipp es gibt so nen Verband für Zöliakie die haben a sehr interessante Broschüren u a eben auf was du ausweichen kannst um auch alle wichtigen Nährstoffe zu bekommen....
² Sandra
Des Probrlm is das auch bei Sojaprodukten Mais bzw. Malz dabei is...kenn des von meinen Mann....
Hallo nicky,
bei einer ausgewogenen vegetarischen Ernährung dürften keine Mangelerscheinungen eintreten. Ursache von vielen Krankheiten ist auch nicht die Ernährung sondern ein sekundärer Nährstoffmangel, der durch den Körper entsteht, z.B. durch Rauchen, chronische Entzündungsherde im Körper usw. In diesem Fall muss man dann tatsächlich die Dosis an bestimmten Lebensmitteln steigern bzw. eine Kur machen und versuchen sich mental zu ändern.
Hast du deine Lebensmittel im Biomarkt gekauft oder waren sie konventionell?
Bei konventionellen würde mich das nicht wundern.
Eventuell hast du dich doch einseitig ernährt.
Deine Beispiele mit Gott und den Eingeborenen hinken. Bitte nicht persönlich nehmen, ist nur meine Ansicht, da ich ja nicht wegen Gott und den Eingeborenen mich vegetarisch oder vegan ernähren würde, sondern weil ich es selbst für richtig halte. Da müssten ja die ganzen Pflanzenfresser alle Mangelerscheinungen haben, haben sie aber nicht. Sogar Bären können ausschließlich vegan leben und ich weiß von Hunden, die damit sehr gut zurecht kommen und die sind wirklich von der Art her Fleischfresser.
hi nicky!
ich habe selbst zöli und es viel zu lange ignoriert. ich vermute,daß ich es seit über 10 jahren habe bzw es damals ausgebrochen ist,obwohl es ja angeboren ist. gut,soviel dazu ;-)
man sagt,daß sich der menschliche körper alle 7 jahre verändert. vermutlich war es deshalb mit 28. mit der geburt deines sohnes hat das wohl weniger zu tun.7,14,21,28 usw
ich lebe selbst vegan,seit etwa 1 1/2 jahren. ursprünglich auch rein ethischen gründen. alles was ich bis dahin hörte von verbessertem empfinden usw habe ich eher abgetan.
ich bin den klassischen weg gegangen. omni->vegetarierin->veganerin und ich muß sagen,daß es mir mit jedem "wechsel" besser ging. als ich vegan wurde,war es allerdings besonders heftig. mal ein paar beispiele aus meiner familie (ich bin verheiratet und habe 3 kinder):
mein mann litt sein ganzes leben an allergien,gegen nüsse z.b und rohes obst und gemüse. seit wir vegan leben,ist das zu 70% wie weggeblasen. auch heuschnupfen hat er seitdem nicht mehr.
mein sohn hatte seit er 4 war jeden herbst/winter spastischen husten und mußte fast täglich inhalieren. seit wir vegan leben,war er nie mehr so krank und mußte nciht ein einziges mal inhalieren.
meine zwillinge haben/hatten neurodermitis. seit wir vegan leben,ist diese verschwunden. ich merke immer wieder,wenn im kiga ein geb gefeiert wird und sie unveganes essen,wird die haut in den nächsten 2-3 tagen schlechter.
was mich angeht,muß ich sagen,daß eine sache besonders kraß war. ich hatte früher solche unterleibsschmerzen 1 mal im monat,daß ich teilweise lieber gestorben wäre als das auszuhalten. seit wir vegan leben,ist das eine sache,an die ich mich nur noch erinnere. wie weggeblasen die schmerzen! es ist echt wahnsinn!
was ich damit sagen will,ist folgendes: was auch immer du liest,mach mal den test an dir selbst. versuch doch mal einen veganen monat und schau,ob es dir besser odder schlechter geht. ich würde fast wetten,daß ich weiß,daß es dir besser geht ;-)
und das mit der zöli ist gar nicht soooo schlimm. hab mich mittlerweile total daran gewöhnt. hör auf deine körper. wenn du getreide nicht verträgst,ist es eben gift für dich,auch wenn du fast überalle nachlesen kannst,wie toll getreide ist. finde deinen eigenen weg und sei mal mutig. probier was aus.lern dich kennen und das,was du verträgst und dann erstell dir deine eigenen plan,was dein essen angeht. es ist gar nicht so schwer.
nichts rechtfertigt das inkaufnehmen von leid anderer wesen. nichts!
vegan leben ist so schön! und ich fühl mich viel besser,was ich selbst nie geglaubt hätte!
ich drück dir die daumen!
alles liebe
diana bzw anaid
bitte tippfehler entschuldigen. ist schon spät ;-) und hab keine lust auf korrekturlesen....
Unregistriert: Luzido
20.05.2006, 04:09
Hi,
wer mit Gott oder "Natürlichkeit" versucht zu argumentieren begibt aber sich auf dünnes Eis, oder ist der Mensch geschaffen worden um Brillen zu tragen, in Schnee und Eis zu leben oder mit 120km/h über die Autobahn zu düsen?
Ich denke die Urmenschen hatten genug B12 aus Wasserlöchern und von "natürlichen Verunreinigungen" bei Pflanzenkost.
Wenn du es als Vegetarierin geschafft hast einen Vitamin A Mangel auszubilden, dann frag ich mich was du überhaupt zu dir nimmst...
Gemüse ist reich an Pro-Vitamin A, was mit nur wenig Verlust in A umgewandelt wird. 1-2 Karotten können den Tagesbedarf decken, probiers mal mit Gemüse ;)
Bei den anderen Sachen informir dich doch, ist unschwer möglich sich vegetarisch/vegan mit diesen Stoffen zu versorgen, es benötigt nur einiges Wissen und etwas erhöhten Aufwand.
Ich halte es für ein Privileg, in eine Umgebung gebohren worden zu sein, in der ich nicht an Armut und Hunger leider, und so Hungernden nicht etwas abgeben könnte oder gar mit anderen um mein Essen kämpfen muss! Meine Umgebung gewärt mir sogar die Freiheit mich vegan zu ernähren, dafür bin ich auch dankbar.
Ich glaube nicht an "den Gott", an irgendwas schon, aber ich glaube sicher nicht, dass "Gott" geplant hat, dass ich anderen Lebewesen etwas wegnehme, wenn sie es nicht wollen oder es ihnen schadet. Das "Gott" es gutheißen könnte, vermeidbares Tierleid in Kauf zu nehmen, halte ich nach meiner bisherigen Lebenserfahrung auch für sehr fraglich.
In unserer modernen Welt ist B12 natürlich nicht mehr aus dem Wasserloch zu beziehen, green vitamins ist m.W. die günstigste Quelle für Ergänzungen, das andere kannst du wahrscheinlich durch mehr Ernährungswissen und entsprechender Umstellung regeln. Gib der Tiere wegen, doch bitte nicht zu schnell auf.
viele Grüße beste Gesundheit,
Luzido
hallo,
ich bin seit meinem 6. lebensjahr vegetarierin.
ich bin nun 28 und habe vor 1,5 jahren einen wundervollen sohn bekommen. vermutlich durch die geburt ausgeloest, bekam ich zoeliakie (glutenunvertraeglichkeit, eine ernste autoimmunerkrankung) sowie unvertraeglichkeiten gegen tiermilch, reis, mais, kakao und einige zusatzstoffe. ich war bis dato kerngesund und allergiefrei.
eier esse ich so gut wie nie, und den milchkonsum habe ich stark eingeschraenkt, ich wollte eigentlich vegan werden. ich will den milchkonsum aufgrund der unvertraeglichkeit ganz einstellen. nun deuten sich aber zunehmend aufgrund meiner erkrankung einige maengel an - kalzium, vitamin b12, vitamin a, zink usw. ich esse zu 80% bioobst und -gemuese, ansonsten nuesse, glutenfreies brot.
ich habe sehr viel nachrecherchiert, ob der mensch biologisch gesehen - kultur mal aussen vor - vegan, vegetarisch, omnivore ist. es scheint, als wenn er 5% tierisches braucht (egal ob milchprodukte, eier, fleisch, fisch). bisher dachte ich vegetarisch waere optimal, zumindest in unserer kultur, wo wir nicht auf tier angewiesen sind wie z. b. die inuit. vegan ist in den allermeissten faellen nur mit nahrungsergaensungsmitteln moeglich. aber ob das unserer natur entspricht?
tiermilch vertrage ich nun nicht. eier find ich eklig. mein gefuel sagt, iss kein fleisch, aber zwei punkte geben mir zu denken:
1. gott hat es nicht jedem mensch ermoeglicht vegetarisch/vegan zu sein, nur heute haben wir die resourcen uns so zu ernaehren. vielleicht sollen wir nicht vegan leben? ich denke, es liegt auch nicht im sinne gottes, sich mit vitraminpraeperaten vollzustopfen, wenn man mit der nahrung aus der natur seinen bedarf zu decken kann. schaut man sich primitive voelker an, die im einklang mit der natur leben, so findet man keine vegan lebenden voelker. es gibt einige wenige, die lange zeit vegan leben, dann aber an die kueste ziehen um zu fischen, weil sie sonst krank werden...
2. man toetet auch als vegetarier indirekt tiere! (lest mal hier: http://********/txt/vegetariersindmoerder.html), denn, grob gesprochen, sind die maennlichen kaelber in der milchindustrie abfallprodukte, sowie ausgediente milchkuehe. auch bei bio! das eine bedingt das andere.
was also, wenn ich statt milchprodukte (und eier) etwas fleisch (schwein und/oder fisch) essen wuerde. der schaden waere evtl. gleichviel...
ich zermatere mir seit monaten das hirn, was ich tun soll... seid bitte nicht boese, dass ich so eine frage stelle...
vg, nicky
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