johannes
01.08.2006, 17:49
Hallo,
eure Meinung zu Organisationen würd mich einmal interessieren. Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass es besser ist etwas eigenes auf die Beine zu stellen und wenns anfangs nur zu zweit Flyer verteilen vor einem Kaufhaus ist oder sonstiges... Ich finde, man sollte sich nicht den Regeln und der Struktur von Vereinen unterwerfen. Bei Spendensammelvereinen weiss man meist nicht einmal, wo das Geld hinfliesst. Engagierte Tierrechtler brauchen keine Vereine.
Auch wenn es wie überall "bessere" und "schlechtere" gibt, geht es mir nicht um beispielsweise eine Verbesserung der Gefangenhaltung. Wenn ein Käfighuhn nun die Fläche einer Briefmarke mehr an Platz hat und alle Welt es deshalb in Ordnung findet und noch weniger schlechtes Gewissen beim Kauf hat, ist das nicht das was ich erreichen möchte. (Bei Mc Dreck war dies zum Beispiel der Fall) Und eine "artgerechtere" Haltung ist nur möglich, wenn sich mehr Menschen zum Veganismus entschliessen, da ansonsten die Flächen nicht ausreichen.
Hier der Grundsatz unserer unabhängigen Gruppe:
Wir setzen uns in Form von Demonstrationen und Infoständen gegen Gewalt und Missbrauch von Tieren ein. Die AktivistInnen der TAPS leben vegan. Unsere Argumentation beruht auf wissenschaftlichen Fakten. Wir sind eine Initiative und kein Verein, wir nehmen keine Spenden von nichtveganen Menschen an, um auszuschließen, dass diese damit ihr Gewissen beruhigen. - Es geht darum, die Leute auf vernünftigem Weg zum Weiterdenken zu bewegen.
Wir möchten Grundsatzdiskussionen innerhalb der Gruppe ausschliessen, was nur Zeit und vor allem Nerven kosten würde. Willst du einer Person am Infostand vermitteln, wie grausam es in der "Milch"wirtschaft zugeht und ein "Vegetarier" ist zufällig mit dabei welcher sagt, dass er da nicht konsequent ist, ist das kontraproduktiv und die ganze Gruppe verliert an Glaubwürdigkeit. Dies ist wieder nur ein Beispiel, ich könnte noch vielen andere nennen, die ich selbst schon erlebt habe...
Vor meiner Zeit bei der Tierrechtsaktion Pfalz/Saarland war ich bei den Menschen für "Tierrechte" - Tierversuchsgegner Saar, welche sich aber nur auf Randbereiche konzentrieren und ebenfalls "Tierschützer", wie "Vegetarier" in der Gruppe sind und somit nicht das gleiche Ziel vorhanden war.
Vergleiche ich die Todeszahlen der Tierversuche und die der "Pelz"tiere mit den Zahlen der Opfer der "Nahrungsmittelindustrie" ist es für mich nicht vertretbar, mich nicht zumindest verstärkt auf letztere zu konzentrieren.
Um die Industrieländer mit "Fleisch", Kuhmilch und Hühnereiern versorgen zu können, werden heute aus Dritte-Welt-Ländern Nahrungsmittel exportiert und als "Vieh"futter verschwendet, während dort Menschen verhungern.
Zudem steht der Treibhauseffekt in Zusammenhang mit dem Konsum tierlicher “Lebens”mittel, da für "Vieh"herden riesige Flächen an Regenwald gerodet werden.
Für mich bedeutet Veganismus nicht die Lösung für alle Probleme, doch es ist ein wichtiger Ansatz, der einen Großteil unserer Probleme auf der Welt lösen würde.
Es gibt für mich einfach Gründe genug, vegan zu leben und es sind auch Menschen genug vorhanden, die vegane Lebensweise nach außen zu tragen.
Ich hoffe, somit meine Situation einigermaßen dargelegt zu haben. Eure Meinung dazu würde mich interessieren :)
Lieben Gruß,
Johannes
http://video.google.com/videoplay?docid=8425291965831928312
eure Meinung zu Organisationen würd mich einmal interessieren. Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass es besser ist etwas eigenes auf die Beine zu stellen und wenns anfangs nur zu zweit Flyer verteilen vor einem Kaufhaus ist oder sonstiges... Ich finde, man sollte sich nicht den Regeln und der Struktur von Vereinen unterwerfen. Bei Spendensammelvereinen weiss man meist nicht einmal, wo das Geld hinfliesst. Engagierte Tierrechtler brauchen keine Vereine.
Auch wenn es wie überall "bessere" und "schlechtere" gibt, geht es mir nicht um beispielsweise eine Verbesserung der Gefangenhaltung. Wenn ein Käfighuhn nun die Fläche einer Briefmarke mehr an Platz hat und alle Welt es deshalb in Ordnung findet und noch weniger schlechtes Gewissen beim Kauf hat, ist das nicht das was ich erreichen möchte. (Bei Mc Dreck war dies zum Beispiel der Fall) Und eine "artgerechtere" Haltung ist nur möglich, wenn sich mehr Menschen zum Veganismus entschliessen, da ansonsten die Flächen nicht ausreichen.
Hier der Grundsatz unserer unabhängigen Gruppe:
Wir setzen uns in Form von Demonstrationen und Infoständen gegen Gewalt und Missbrauch von Tieren ein. Die AktivistInnen der TAPS leben vegan. Unsere Argumentation beruht auf wissenschaftlichen Fakten. Wir sind eine Initiative und kein Verein, wir nehmen keine Spenden von nichtveganen Menschen an, um auszuschließen, dass diese damit ihr Gewissen beruhigen. - Es geht darum, die Leute auf vernünftigem Weg zum Weiterdenken zu bewegen.
Wir möchten Grundsatzdiskussionen innerhalb der Gruppe ausschliessen, was nur Zeit und vor allem Nerven kosten würde. Willst du einer Person am Infostand vermitteln, wie grausam es in der "Milch"wirtschaft zugeht und ein "Vegetarier" ist zufällig mit dabei welcher sagt, dass er da nicht konsequent ist, ist das kontraproduktiv und die ganze Gruppe verliert an Glaubwürdigkeit. Dies ist wieder nur ein Beispiel, ich könnte noch vielen andere nennen, die ich selbst schon erlebt habe...
Vor meiner Zeit bei der Tierrechtsaktion Pfalz/Saarland war ich bei den Menschen für "Tierrechte" - Tierversuchsgegner Saar, welche sich aber nur auf Randbereiche konzentrieren und ebenfalls "Tierschützer", wie "Vegetarier" in der Gruppe sind und somit nicht das gleiche Ziel vorhanden war.
Vergleiche ich die Todeszahlen der Tierversuche und die der "Pelz"tiere mit den Zahlen der Opfer der "Nahrungsmittelindustrie" ist es für mich nicht vertretbar, mich nicht zumindest verstärkt auf letztere zu konzentrieren.
Um die Industrieländer mit "Fleisch", Kuhmilch und Hühnereiern versorgen zu können, werden heute aus Dritte-Welt-Ländern Nahrungsmittel exportiert und als "Vieh"futter verschwendet, während dort Menschen verhungern.
Zudem steht der Treibhauseffekt in Zusammenhang mit dem Konsum tierlicher “Lebens”mittel, da für "Vieh"herden riesige Flächen an Regenwald gerodet werden.
Für mich bedeutet Veganismus nicht die Lösung für alle Probleme, doch es ist ein wichtiger Ansatz, der einen Großteil unserer Probleme auf der Welt lösen würde.
Es gibt für mich einfach Gründe genug, vegan zu leben und es sind auch Menschen genug vorhanden, die vegane Lebensweise nach außen zu tragen.
Ich hoffe, somit meine Situation einigermaßen dargelegt zu haben. Eure Meinung dazu würde mich interessieren :)
Lieben Gruß,
Johannes
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